Carlos Puyol – Weltenbummler zwischen den Disziplinen

Mitarbeiter des Tages, 13. April, Carlos Puyol

Machen wir uns nichts vor: Wenn der geneigte Tennis-Traditionalist dieser Tage einen noch aktiven oder Ex-Spieler vom FC Barcelona, Abteilung Fußball, auch nur in der Nähe eines Center Courts sieht, dann schrillen die Alarmglocken. Der wird doch nicht auch Teil dieses grauslichen Komplotts sein, das Gerard Piqué da mit dem wenig grandiosen Präsidenten der ITF, einem Amerikaner namens David Haggerty geschmiedet hat, um den Davis Cup zu zerstören (Piqué würde indes sagen: um diesen zu retten. Leo Messi hat auch ein paar Euronen gespendet, das nur nebenbei).

Und bitte: Miami im Frühjahr 2019.

Da steht also Carlos Puyol, der heute völlig zurecht seinen 41. Geburtstag feiert, neben Novak Djokovic und Garbine Muguruza. Nun gut, Nole ist kein Mitverschwörer, hat für das neue Format schon abgesagt. Und Garbi damit sowieso nix am Hut (die wiederum hätte sich aber etwas vom kampfgeist Puyols abschneiden können, just sayin´).

Eines muss man Puyol, der seine ganze Karriere lang im einzig richtigen spanischen Vereinstrikot ohnehin zugute halten: Er scheint ein Sportverrückter zu sein, der seinen Wahnsinn über mehrere Disziplinen verteilt. So wurde er als Fan der Handball-Sparte seines Clubs vor ein paar Jahren beim Final Four in Köln gesehen. Dort wurde Puyol allerdings nicht besonders herzlich begrüßt. So weit reicht das Gedächtnis der deutschen Sportfans noch.

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