Diese Woche… bei Eintracht Frankfurt, KW 4

Von Patricia Seiwert

Mit Viererkette zu drei Punkten

Zum Rückrundenauftakt durften die nach Sinsheim mitgereisten Fans von Eintracht Frankfurt Augenzeugen einer Seltenheit in dieser Saison werden: Ein Auswärtssieg stand nach Abpfiff der Partie gegen die TSG Hoffenheim zu Buche. Für Mannschaft und Fans war das ein befreiendes Gefühl, holte die Eintracht doch zuletzt aus sieben Ligaspielen lediglich einen einzigen Punkt.

Das Trainingslager in den USA nutzte Eintracht Frankfurt also nicht nur, um ein Büro in New York zu eröffnen, sondern auch zur sportlichen Vorbereitung in Florida. Dort studierten die Hessen intensiv die Viererkette ein, um in der Rückrunde flexibler auftreten zu können – angesichts der leichten Ausrechenbarkeit der Frankfurter keine schlechte Idee.

Die Pause im sonnigen Florida schien den Spielern gut getan zu haben, denn das Spiel gegen die TSG Hoffenheim hatten die Frankfurter weitestgehend im Griff. Im neuen 4-2-3-1 System (4-4-2 gegen den Ball) wirkte die Hütter-Elf deutlich frischer als zuletzt. Die Merkmale, die für die sonst so energische Eintracht typisch waren, suchte man zuletzt vergeblich, doch gegen Hoffenheim stimmte die Einstellung wieder. Die Adlerträger zeigten sich kämpferisch und boten eine solide Mannschaftsleistung dar. Auffällig war auch, dass wieder häufiger vertikal gespielt wurde.

Gacinovic und Dost, denen gute Leistungen im Trainingslager nachgesagt wurden, zeigten zumindest einmal, dass mit ihnen zu rechnen ist und fädelten die 1:0 Führung früh im Spiel (18. Minute) ein. Der schmerzfreie Bas Dost tat das, wofür er geholt wurde, nämlich einnetzen und Mijat Gacinovic, der kleine, flinke Serbe, an dem so mancher Fan nicht selten verzweifelte, stellte mit seinen bedachten Aktionen einen wichtigen Part im Frankfurter Angriffsspiel dar. Doch wer denkt, vom „alten“ Gacinovic sei nichts mehr übrig, der irrt. Trotz solider Leistung traf der serbische Nationalspieler hin und wieder falsche Entscheidungen.

Auch Kevin Trapp durfte die Eintracht nach seiner Verletzungspause zurück im Tor begrüßen. Und der Stammtorwart war direkt wieder voll da -nicht nur mit seiner Ausstrahlung – auch zwischen den Pfosten parierte er einige Male stark. Nur beim 1:1 Ausgleichstreffer durch Stafylidis kurz nach Wiederanpfiff musste Trapp hinter sich greifen.

Gewohnt stark agierte auch Filip Kostic. Der Flügelspieler bediente seine Mitspieler mit einigen guten Flanken. Im eigenen Abschluss fehlte ihm aber das nötige Glück. Gleich zweimal knallte der Serbe den Ball an die Latte.

Auch sein Gegenpart auf der rechten Seite, Timothy Chandler, befindet sich derzeit in einer guten Form. Nicht nur war er am Treffer zum 1:0 beteiligt, er sicherte mit seinem Tor zum 2:1 seinem Team auch drei wichtige Punkte. Nach einer wunderbar getretenen Flanke von Kostic, schraubte sich der gebürtige Frankfurter in der 62. Spielminute in die Luft und netzte mit dem Kopf ein.

Chandler zeigt, dass er für die rechte Mittelfeldposition durchaus eine Alternative sein kann. Dennoch weist der Deutschamerikaner auch einige Schwächen auf. Besonders im technischen Bereich hakt es. Unsaubere Ballannahmen und einige ungenaue Pässe resultieren daraus.

Die Eintracht wäre daher gut beraten, wenn sie sich im verbleibenden Transferfenster um einen offensiven Spieler für Rechtsaußen bemühen würde. Besonders in Partien, in denen die Frankfurter offensiver auftreten und das Spiel machen müssen, sind Chandler und auch da Costa als gelernte Verteidiger nicht die beste Wahl.

Doch nicht nur im rechten Mittelfeld ist Handlungsbedarf. Durch die Systemumstellung auf die Viererkette könnte auch ein weiterer Innenverteidiger eine Überlegung wert sein. Bisher tätigte Eintracht Frankfurt keinen einzigen Wintertransfer und hielt sich bezüglich möglicher Neuzugänge weitestgehend bedeckt.

Der 2:1 Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim, von dem sich der Frankfurter Anhang erhofft, dass er den Auswärtsfluch der Eintracht beendet hat (nur bei Union Berlin konnte man bis dato in der bisherigen Saison drei Punkte nach Frankfurt entführen), darf bei aller Freude über die wichtigen Punkte aber nicht überbewertet werden. Denn mit Hoffenheim stand ein relativ harmloser Gegner auf dem Platz. Den Kraichgauern fehlte es an Ideen gegen die Frankfurter – auch, weil diese die Räume eng machten und kompakt standen.

Obwohl die Eintracht das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle hatte, begann die zweite Halbzeit holprig. In dieser Spielphase, in der auch das Gegentor fiel, schwächelten die Gäste merklich. Es wurde deutlich, dass die Frankfurter keineswegs unerschütterlich sind. Im Gegenteil: Die Hessen wirkten plötzlich wieder unsicher.

Dennoch kann der Hütter-Elf zugutegehalten werden, dass es ihr im weiteren Verlauf der zweiten Spielhälfte gelang, sich wieder zu stabilisieren und den Siegtreffer zu erzielen.

Trotz der am Wochenende hinzugewonnenen drei Punkte bleibt die Tabellensituation weiterhin angespannt. Klar ist, dass die Eintracht weiterhin diszipliniert an ihren Schwächen arbeiten muss. Am kommenden Samstag gastiert der Tabellenführer im Frankfurter Stadtwald. Das Spiel gegen die formstarken Leipziger könnte eine Bewährungsprobe sein – insbesondere für die neue Viererkette.

Ob es der Eintracht gelingt, Leipzig zumindest einen Punkt abzuringen, wird sich zeigen. Sicher ist, dass die Adlerträger mit dem Auftaktsieg neues Selbstvertrauen schöpfen konnten. Auch die Fans, die das Auswärtsspiel gegen Hoffenheim eindrucksvoll zu einem gefühlten Heimspiel machten, erwarten von ihrer Mannschaft, dass sie mit garantiert lautstarker Unterstützung im Rücken den kleinen Aufwind nutzt und eine ordentliche Leistung abliefert. Sollte diese mit einem Punktgewinn belohnt werden, umso besser…

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 4

Von Markus Lehnen

Ich wünsche eine gute Woche aus dem schönen Köln und fange gleich mit dem Versprechen an, dass es diese Woche etwas kürzer wird. Damit ich auch nächste Woche noch genug zu schreiben habe, gibt es das leider bereits mögliche Hallensaison Fazit der Damen erst in der nächsten Woche.

7. Spielwochenende 1. Damen: Rot- Weiss Köln- Düsseldorfer HC 7:6 (3:5)
Am Samstag um 12 Uhr stand er also an, der letzte Spieltag der Damen Hallenhockey Bundesliga. Mit mir hatten sich zum Duell gegen den Rivalen aus der Nachbarstadt etwa 250 Zuschauer in der KTHC Halle eingefunden. Leider reichte den Kölnerinnen nach dem unglücklichen 2:2 gegen Uhlenhorst Mülheim letzte Woche nicht ein einfacher Sieg, da das Torverhältnis auf Düsseldorf uneinholbar war. So galt es nach Mülheim gucken, wo Raffelberg mindestens Unentschieden spielen musste, damit es für die Domstädterinnen noch ins Viertelfinale geht.

Doch es schien müßig darüber nachzudenken, denn die Anfangsphase dominierte Düsseldorf derart, dass es nach 14 Minuten 0:3 stand. Strauß erzielte gleich in der 2. Minute das  0:1 und Sabine Markert hämmerte 2 Strafecken unhaltbar ins Rot- Weiss Gehäuse. Folgerichtig nahm RW Trainer Markus Lonnes eine Auszeit, die direkt Früchte tragen sollte, als Maja Weber eine Strafecke zum 1:3 verwerten konnte. Leider hatten die Gastgeberinnen ein riesiges Problem, sie bekamen lange Bälle in keinster Weise unterbunden. Torhüterin Maja Sielaff gab zwar ihr bestes, als sie sich mehrfach den freien Düsseldorferinnen entgegenwarf, doch in der 17. Minute war sie chancenlos gegen Vivot. Köln zeigte jetzt aber offensiv Fortschritte und könnte durch Katharina Hüls erneut verkürzen. Wieder kurz darauf antwortete der DHC mit seiner am diesem Tag besten Spielerin Sara Strauß, die aus spitzen Winkel den Ball traumhaft ins, aus ihrer Sicht, linke obere Eck jagte.  Rot- Weiss zeigte allerdings eine tolle Moral und konnte kurz vor der Pause mit einer super Eckenvariante durch Liv Arndt zum 3:5 verkürzen. Bei handgezählten 5:15 Torchancen (und da zählen die Tore immer schon mit) ein durchaus schmeichelhaftes Halbzeitergebnis für Köln, wie auch Coach Lonnes nach dem Spiel zugab.

Leider stand es in Mülheim bereits zur Pause 5:1 für Uhlenhorst, weshalb die Chancen auf das Viertelfinale bereits zur Halbzeit gen Null gesunken waren.

Das hielt die Kölnerinnen aber nicht davon ab mit viel Elan in die 2. Halbzeit zu gehen. Vor allem die kreuzgefährlichen vertikalen Aufbaupässe des DHC konnten nun unterbunden werden. Nach vorne vergab Kapitänin Julia Busch in der 39. Minute die Riesenchance zum 4:5. Als fast im Gegenzug wieder Sara Strauß zum 3:6 traf, schien das Spiel entschieden. Doch wie so oft beschrieben geht es im Hallenhockey enorm schnell und ein 3 Tore Rückstand ist jederzeit aufzuholen. Und so erzielte Katharina Hüls in der 43. Minute auch direkt das 4:6, nachdem Lea Thomas 2 Düsseldorferinnen ausspielte und einen präzisen Pass auf Hüls spielte, den diese zum Tor nutze. Nur 2 Minuten später war es erneut eine Eckenvariante, die Hüls zum 5:6 und damit dem direkten Anschluss nutze. Der DHC bäumte sich jetzt noch einmal auf, aber 2mal Sielaff und 1mal der Pfosten hielten den Tabellenführer bei 6 Toren. Und so konnte Camille Nobis 8 Minuten vor Ende ausgleichen, als sie den Ball von der linken Schusskreisecke ins lange Eck einschoss.

Köln war jetzt das bessere Team und hätte bereits in der 59. Minute per Strafecke zum Siegtreffer kommen können. Da diese allerdings verstoppt wurde schien das 6:6 Unentschieden fest zu stehen. Doch einmal noch konnte Nobis im Schusskreis angespielt werden. Ihr Ball ging irgendwie aufs Tor, wurde abgefälscht und rollte der DHC Torhüterin durch die Beine. 4 Sekunden vor Ende hatte Köln gegen den Rivalen mit 7:6 gewonnen!
Natürlich herrschte großer Jubel auf der gut gefüllten Tribüne und auch die Spielerinnen auf dem Platz feierten den Sieg ekstatisch, doch einigen Spielerinnen war bereits bewusst, dass die Saison hier und jetzt vorbei war und man konnte ihnen die Enttäuschung ansehen. Es herrschte also ein wahres Wechselbad der Gefühle und nach dem Abklatschen und dem Dank an die Zuschauer brach sich bei vielen Spielerinnen die Enttäuschung Bahn.

Abschlusstabelle Staffel West:
1. Düsseldorfer HC   63:28 Tore  21 Punkte
2. Uhlen. Mülheim    53:27 Tore  21 Punkte
3. RW Köln               40:31 Tore  21 Punkte

17 Tore fehlten also am Ende, natürlich ein mehr als ärgerlicher Ausgang erst Recht, weil man in beiden Spielen gegen Mülheim zwischenzeitlich mit 2 Tore führte. Das letzte Spiel war noch mal in jeder Beziehung Klasse und man konnte eine starke Entwicklung beim jungen Team sehen. Samstag zeigte sich dies vor allem bei Kampf, Moral und nicht zuletzt auch bei den stark eingespielten Eckenvarianten. Aber mehr zum Fazit dann nächste Woche.
Da auch schon viele Fußballfans vorm Spiel des FC ins Vereinsheim von Rot- Weiss gekommen waren, trank ich in geselliger Runde noch 2 Kölsch und verließ zum wahrscheinlich letzten Mal diesen Winter die Anlage am Olympiaweg.

Hallenhockey EM in Berlin
3 Tage, 10.000 Zuschauer, 5 deutsche Siege zum Titel und der Rot- Weiss Spieler Thies- Ole Prinz als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Die Hallen EM in der Hauptstadt kann aus deutscher, aber auch insgesamt, nur als Erfolg bezeichnet werden.

Spielten die Welt- und Europameister aus Österreich mit der 1. Garnitur, so trat für den DHB (und auch bei den anderen Olympiastartern Niederlande und Belgien) ein Perspektivteam an, welches durch den ein oder anderen Erfahrenen unterstützt würde. Beim DHB war dies Jan- Philipp Rabente vom Uhlenhorster HC aus Hamburg.

Mit ausschließlich Siegen kamen sowohl Deutschland wie Österreich ins große Finale am Sonntag in der ausverkauften Halle in Berlin. Wahrscheinlich hätte man selbst die größere Max Schmeling Halle voll bekommen, aber durch die Kurzfristigkeit (Krefeld gab die EM im Sommer ab) trug man die EM im 3500 Zuschauer fassenden Horst Korber Sportzentrum aus.

Finale: Deutschland- Österreich 6:3 (3:2)
Im Finale ging Österreich bereits nach Sekunden durch Michael Körper in Führung. Dösch, Schmid und eben Thies Prinz konnten das Spiel aber drehen, ehe unser südöstlicher Nachbar noch vor der Pause auf 2:3 verkürzen konnte.
Direkt nach der Pause konnten aber Hartkopf und erneut Dösch auf 5:2 erhöhen und sorgten damit in einem teils aberwitzig schnellen Spiel für die Vorentscheidung.

Jan Schiffer stellte bereits in der 35. Minute den 6:3 Endstand her, bevor 25 Minuten lang beide Torhüter zeigen konnten, was in ihnen steckt.

Am Ende ist Deutschland zum ersten Mal nach 2016 wieder Hallenhockey Europameister. Mit einem Perspektivteam ist diese Leistung nur umso höher zu bewerten. Bronze holten sich die Niederlande, die besten Torjäger waren Boris Burkhardt (Niederlande) und Michael Körper (Österreich) und bester Spieler, also MVP des Turnier, wurde erfreulicherweise Thies- Ole Prinz von Rot- Weiss.

Dies und Das
Am Freitag beginnt die Hallenhockey EM der Damen in Minsk, u.a. mit Lea Stöckel im deutschen Team. Die deutsche Mannschaft trifft hierbei auf Tschechien, Ukraine und Belgien. Los geht es Freitag ab 10 Uhr, das 1. deutsche Spiel findet um 11:15 Uhr statt. Zu sehen ist das Ganze auf jeden Fall hier https://www.eurohockeytv.org/en-int/page/indoor-nations-championships-eurohockeytv . Ein Abo ist nicht nötig, der Kommentar ist in englischer Sprache. Ob Sportddeutschland die deutschen Spiele überträgt kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen, reiche es aber nach.

Die Feld Herrennationalmannschaft macht sich in diesen Tagen auf den Weg zum Lehrgang in Valencia, wo man dann auch die ersten beiden Pro League 2020 Spiele bestreitet. Die Spiele finden am Freitag um 11 und am Samstag um 13 statt und können beide bei DAZN verfolgt werden.

Die Damen brechen dagegen zu einem Lehrgang nach Südafrika auf. Da sich das Team durchaus bewusst ist, dass die vielen Flüge nicht gut für den ökologischen Fußabdruck sind, haben sie eine Aktion ins Leben gerufen. Und zwar pflanzt man in Südafrika einen Wald, den sogenannten Hockeywald. Wo man spenden kann und wie das Projekt genau abläuft eerfahrt ihr hier:
https://web.hockey.de/news/wp9duv.html

Wie es weiter geht
Mit der Bundesliga geht es erst in 2 Wochen weiter, nächste Woche gibt es dann einen Bericht über die Nationalmannschaften in Minsk und Valencia. Dazu versuche ich mich dann an einem Fazit über die Hallensaison der Rot- Weiss Mädels.

In diesem Sinne eine schöne Woche aus Köln

Mit wie immer sportlichen Grüßen
Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 3

1

Von Markus Lehnen

Action, Action, Action
Gerade mal Kalenderwoche 3 im neuen Jahrzehnt und schon war rund um die Hockeyteams von Rot- Weiss Köln einiges los. Über 5 Spiele gilt es zu berichten. Damit dieser Blog nicht zu lang wird, werde ich mich bei den meisten Spielen eher kurz halten. Längere Spielberichte könnt ihr, wie gewohnt, auf https://www.hockeyliga.de/index2.php?data[page]=home nachlesen. Bei den Spielen gehe ich diese Woche chronologisch vor, wir starten also am…

Dienstag, 7.1., 1. Herren: Rot- Weiss Köln- Düsseldorfer HC 13:3 (2:1)
Da die Herren von Rot- Weiss noch vor der Hallen EM in Berlin ihre reguläre Saison abschließen mussten, standen in der letzten Woche 3 Spiele für die Kölner auf dem Spielplan. Los ging es bereits am Dienstagabend mit dem Derby gegen Düsseldorf. Die Herren vom DHC nicht so stark einzuschätzen wie die Damen, zeigten aber in der 1. Halbzeit, dass sie durchaus nicht zu unterschätzen sind. Die Jungs von Trainer Andre Henning kamen schwer ins Spiel, das 1:0 von Scholten konnte noch ausgeglichen werden und vor der Halbzeit traf nur noch Johannes Große mit der einzigen Strafecke. Bei einem 13:3 wirkt es anders, aber mit der Spieler des Spiels war schon nach Halbzeit 1 Torhüter Victor Aly, der ein ums andere Mal überragend hielt. Kurz vor Ende erhielt er bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus und Youngster Joshua Onyekwue konnte sein Bundesligadebüt für Rot- Weiss feiern.  Onyekwue ist im November gerade erst 17 geworden und steht stellvertretend für die erfolgreiche Jugendarbeit des Vereins.

Halbzeit 2 sollte völlig anders laufen als Halbzeit 1. Bis zum 3:2 blieb es vor 120 Zuschauern in der KHTC Halle noch eng, dann brachen alle Dämme. Köln war nun in allen Belangen besser und schaffe es in 16 Minuten 9 mal zu treffen. Mit der Schlusssirene erhöhte Gomoll sogar noch auf 13:3. Am Ende 1 von 5 Treffern des an diesem Abend ebenfalls überragenden Kölners. Auch Florian Pelzner und Florian Scholten konnten sich doppelt die Torschützenliste eintragen.
Insgesamt sah ich live vor Ort ein komisches Spiel mit 2 völlig unterschiedlichen Halbzeiten, in dem aber auch deutlich zu sehen war, wie schnell sich ein Hallenhockeyspiel verändern kann und wie wenig im Zweifel auch größere Vorsprünge wert sind.

Da auch Uhlenhorst Mülheim gewann, behielt Köln die Tabellenführung, bei allerdings auch ein Spiel mehr.

Freitag, 10.1, 1. Herren: Gladbacher HTC- Rot- Weiss Köln 3:5 (2:4)
Bereits am Freitagabend folgte der nächste Sieg für die Domstädter, die damit den Einzug in die Playoffs klar machen konnten. Vor stimmungsvoller Kulisse, die 400 Zuschauer am Freitagabend verbreiteten war es vor allem ein Arbeitssieg, der zum 5:3 führte. Andre Henning sprach von einer der nicht besseren Leistung seines Teams, aber am Ende konnte Köln ab der 35. Minute ein 1 Tore Vorsprung halten, der dann kurz vor Ende noch zum 2 Tore Sieg ausgebaut werden konnte. Jonas Gomoll (2 Tore), Florian Pelzner, Johannes Große und Benedikt Swiatek trafen für Rot- Weiss beim engen Sieg über die abstiegsbedrohten Gladbacher, die aber in 2 Wochen mit einem Punkt zu Hause gegen Krefeld noch den Abstieg vermeiden können. Auch Mülheim siegte, und so war es angerichtet für das vorgezogene Finale um Platz 1 am Sonntag in der KHTC Halle am Olympiaweg.

Samstag, 11.1, 1.Damen: Bonner THV- Rot- Weiss Köln 1:3 (0:1)
Vorher hatten aber die 1. Damen ihre Pflichtaufgabe in Bonn zu lösen, bevor es auch für sie gegen Uhlenhorst um die Vorentscheidung ging.

Gegen die defensiven Bonnerinnen taten sich die Domstädterinnen etwas schwer, führten aber durch eine verwandelte Ecke von Julia Busch bereits nach 2 Minuten und gaben diesen Vorteil nicht mehr her. Mit der Kapitänsbinde scheint Busch auch ihren Torriecher gefunden zu haben, steht sie doch aktuell zusammen mit Camille Nobis (beide 6 Tore) auf Platz 1 der internen Torschützenliste. Lea Stöckel sorgte direkt nach dem Anpfiff der 2. Halbzeit für das 2:0 und damit die Vorentscheidung. Antonia Lonnes erhöhte noch auf 3:0, Simca Schön konnte für Bonn nur noch verkürzen.

Parallel zum Kölner Spiel in Bonn konnte Mülheim zu Hause gegen Düsseldorf gewinnen, was die Ausgangssituation für den Sonntag, aus Kölner Sicht, nicht gerade verbesserte. Im Grunde war jetzt klar, dass ein Sieg her muss, um nicht selbst bei einem eigenen Sieg am letzten Spieltag gegen die starken Düsseldorferinnen auf Schützenhilfe angewiesen zu sein.

Sonntag, 12.1., 1.Damen: Rot- Weiss Köln- Uhlenhorst Mülheim 2:2 (2:0)
Am Sonntag war es dann also weit. Doppelspieltag gegen Uhlenhorst Mülheim, für Herren und Damen ging es bereits um einiges. Zur frühen Anstoßzeit um 12 Uhr hatten sich neben mir bereits einige Zuschauer in der KHTC Halle versammelt und ich würde behaupten, dass mehr als die angegeben 200 Zuschauer das Spiel verfolgten. Gegen Ende des Spiels waren es eher 300-400 Hockeyfans.
Die RWK Mädels begannen super, ließen defensiv nichts zu und konnten sich offensiv nach und nach immer besser in Szene setzen. Und so war es die Kapitänin Julia Busch höchst selbst, die die starke Mülheimer Torfrau Femke Jovy in der 10. Minuten überwinden konnte. Danach dominierte Köln noch mehr und erspielte sich einige Chancen. In der 21. Minuten stand es beinahe 2:0, doch Uhlenhorst klärte den Ball so eben noch auf der Linie. 4 Minuten vor der Pause schloss dann allerdings die 2. 6 Tore Frau bei Rot- Weiss, Camille Nobis, einen wunderbaren Konter unhaltbar zum 2:0 ab.

Als Köln dann auch noch die ersten 10 Minuten der 2. Halbzeit dominierte schien alles Richtung Playoffs zu laufen, auch wenn selbst bei einem Sieg die Entscheidung erst nächste Woche gefallen wäre. Nika Boenisch war es noch, die sich durchspielte und in der 40. Minute alleine vor Jovy scheiterte, bevor das Spiel kippte. Ziemlich aus dem Nichts konnte Katharina Kiefer in der 42. den Anschluss herstellen.

Anders als in manch anderem Spiel blieb Rot- Weiss diesmal aber defensiv stabil, auch als Mülheim 5 Minuten vor Ende die Torhüterin zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin auswechselte. Allerdings hatte Köln jetzt etwas Pech mit den Schiedsrichtern. Während ein Foul an ihr nicht mit einer Karte geahndet wurde, sah Julia Busch nach einer ganz ähnlichen Szene die Grüne Karte und musste für 1 Minute das Spielfeld verlassen. Dazu erhielten die Domstädterinnen noch eine Strafecke, die die Mülheimerinnen laut Regel ohne Torhüterin verteidigen mussten. Das sichere Tor verhinderte nur die Maske einer Spielerin von Uhlenhorst, aber statt auf technisches Tor zu entscheiden, gab es nur Siebenmeter, bei dem die Torhüterin wieder ins Tor darf. Eine eher merkwürdige Regel meiner Meinung nach. Es kam wie es kommen musste, Katharina Hüls schoss den Siebenmeter an den Pfosten und fast im Gegenzug kam Mülheim zum von den Gästefans umjubelten Ausgleich.

Insgesamt unglücklich, denn die RWK Mädels boten 3/4 des Spiels eine super Leistung, die letztlich nicht belohnt wurde. Die Chancen auf das Playoff Viertelfinale sind nun sehr gering, muss man doch nicht nur Düsseldorf (Samstag 18.1, 12 Uhr) besiegen, sondern gleichzeitig auf einen Sieg von Raffelberg gegen Mülheim hoffen. Immerhin ist Düsseldorf schon sicher Tabellenerster, während Raffelberg noch gegen den Abstieg kämpf. Es lohnt sich also noch mal in die Halle zu kommen um hoffentlich Zeuge  eines kleinen Wunders von Köln zu werden.

Sonntag 12.1, 1. Herren: Rot- Weiss Köln- Uhlenhorst Mülheim 6:6 (4:3)
Das Spitzenspiel in der Weststaffel hielt mal wieder alles was es versprach und weswegen die KHTC Halle bis auf den letzten Platz gefüllt war. Beide Teams waren bereits vor dem Spiel für die Playoffs qualifiziert, aber es ging noch um Platz 1 und damit Heimrecht im Viertelfinale.

Im Spiel ging es von Anfang an rauf und runter. Beide Teams zeigten ihre technische und athletische Klasse, aber eben auch, dass die Torhüter zum Besten gehörten, was Hockeydeutschland zu bieten hat. Der Torreigen ließ damit wie üblich beim Spiel dieser beiden Schwergewichte etwas auf sich warten, setzte aber nach dem 0:1 durch Hellwig unweigerlich ein. Große konnte direkt wieder per Strafecke ausgleichen, aber als der Hallen Rekordmeister gerade im Spiel zu sein schien schlug Mülheim mit Schiffer und Godau doppelt zu und es stand plötzlich 1:3. Allerdings nicht lange, denn in fulminanten 3 Minuten konnte Rot- Weiss durch Tore von Gomoll, Prinz und Pelzner seinerseits noch vor der Halbzeitpause die erste Führung im Spiel herstellen. Dass das Spiel auch für den Mülheimer Coach Omar Schlingemann eines der besten der letzten Jahre war, lag auch am stetig wechselnden Momentum. Momentum, dieser schwer zu definierende Begriff aus dem Sport, der beschreibt welches Team gerade die Oberhand hat. Nach der Halbzeit schienen das die Kölner zu sein, die in der 34. Minuten auf 5:3 erhöhen konnten. Ach wären doch beide Spiele an diesem Tag, in dieser 34. Minute vorbei gewesen, es wäre ein sehr erfolgreicher Hockeytag für Rot- Weiss geworden. Doch wie so oft beschrieben, im Hallenhockey geht es manchmal ganz schnell. Denn in den nächsten 10 Minuten dominierte wieder der amtierende Feldmeister aus Mülheim und konnte seinerseits durch Tore von Godau und 2mal Hellwig wieder 6:5 in Führung gehen. In der Folge versuchte Köln alles, nahm Keeper Victor Aly aus dem Tor und drückte auf das 6:6. Ruppig wurde es jetzt auch, was sich in 3 Grünen (1 Minute Zeitstrafe, 1mal Köln: 2mal Mülheim ) und 1 Gelben Karte (2 Minuten, Weinke, Mülheim) ausdrückte. Delarber konnte schließlich in der 57. Minute den viel umjubelten Ausgleich herstellen, doch war das zu wenig, hat Mülheim doch das klar bessere Torverhältnis. Und so kam es zur ultimativen Entscheidung, als Rot- Weiss mit der Schlusssirene noch eine Strafecke zugesprochen bekam. Doch diesmal hielt Mülheims Eckenverteidigung und es blieb beim spektakulären und insgesamt verdienten 6:6.

Damit ist die reguläre Saison für Rot- Weiss Köln auch vorbei. 23 Punkte bei einem Torverhältnis von 63:45 bedeuten einstweilen die Tabellenführung, die aber Uhlenhorst Mülheim mit einem Sieg am 26.1. gegen Blau- Weiss Köln übernehmen kann. 7 Siege bei 2 Unentschieden und 1 Niederlage sollten den RWK Jungs aber Selbstvertrauen geben, da man sich gegen kein Team der Liga verstecken muss. Auch nicht auswärts in Mannheim, wo bei Platz 2 der Mannheimer HC warten würde. Sollte es doch für Platz 1 reichen geht es 1.2. zu Hause gegen den TSV Mannheim.

Hallenhockey Europameisterschaft in Berlin
Am Wochenende findet die Hallenhockey EM der Herren statt.  Gespielt wird von Freitag bis Sonntag im 3500 Zuschauer fassenden Horst Korber Sportzentrum in Berlin-Charlottenburg. Die deutsche Mannschaft tritt hierbei im Olympiajahr mit einem Perspektivteam an, bei dem unter anderen Thies- Ole Prinz von Rot- Weiss vertreten ist.

In Gruppe B geht es für die deutsche Mannschaft gegen Tschechien, Belgien und Niederlande. Auf dem Feld würde man dies eine wahre Todesgruppe nennen, in der Halle sollte die deutsche Mannschaft auch in dieser Gruppe gute Chancen haben.

In Gruppe A spielen Österreich, Polen, Ukraine und Russland. Das im Hallenhockey auch international alles etwas anders ist zeigt auch, dass Österreich amtierender Welt- und Europameister ist. Das Österreich also welches in der Olympiaqualifikation noch einigermaßen chancenlos gegen die deutsche Mannschaft war, ist im Hallenhockey mehr als ernst zu nehmen und kann bei dieser EM als Topfavorit bezeichnet werden. Auch, weil sie, anders als die Olympiateilnehmer, mit ihrer besten Mannschaft antreten.

Wo es das Ganze zu sehen gibt habe ich noch nicht herausgefunden, ich würde aber vermuten, dass Sport Deutschland das Turnier im Internet überträgt. Die Karten für die 3 Tage in Berlin sind bereits nahezu ausverkauft, lediglich Restkarten sind noch erhältlich. Eine schöne Sache, dass auch die dieses Jahr etwas schwächer besetzte Hallenhockey EM beim Publikum so gut ankommt. Ich werde mal schauen, wo ich was zu sehen bekomme und dann nächste Woche darüber berichten. Sollte ich herausfinden, wo das Turnier zu sehen ist, werde ich es in den Kommentaren posten.

Dies und Das
Eine Woche nach der Hallenhockey EM der Herren geht es für die Damen zu deren Hallenhockey EM nach Minsk. Auch hier ist der Rot- Weiss Köln, denn während Camille Nobis und Emma Boermans auf Abruf bereit stehen, hat es Lea Stöckel direkt in den 12er Kader geschafft. Auch hier wird ein Perspektivteam auflaufen, in dem Stöckel zu den erfahrenden Kräften gehört. Viel Erfolg an dieser Stelle!

Dazu gab es einen spektakulären Transfer für die Feldsaison 2020/21. Für diese hat Rot- Weiss den Welttorhüter von 2017 und 2018, Vincent Vanasch, vom Waterloo Ducks HC verpflichtet. Der Belgier ersetzt Victor Aly, der nach dieser Saison in seine Hamburger Heimat zurückkehrt.

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Vincent Vanasch wechselt zu Rot Weiss ❤️- Willkommen ⚪️🔴 Der Welttorhüter von 2017 und 2018, Vincent Vanasch, wechselt zur kommenden Saison zu Rot-Weiss Köln. Der belgische Nationaltorhüter kommt von den Waterloo Ducks nach Köln und bindet sich langfristig. Der 32-jährige Belgier möchte seine Karriere in Köln beenden. Unserer aktueller Schlussmann, ebenfalls auf Weltklasse Niveau unterwegs, kündigte bereits frühzeitig seine Rückkehr in die alte Heimat Hamburg an. ——————— Lest weitere Informationen und Stimmen in der offiziellen Pressemitteilung. Der Link ist in der Bio‼️ ——————— Bild: Rot-Weiss-Präsident Stefan Seitz, Vincent Vanasch, RWK-Coach André Henning (v.li.)

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Wie es weitergeht
Danke wer es bis hierhin geschafft hat! Jetzt halte ich mich dafür auch so kurz wie möglich. Die Damen haben noch ein Spiel und zwar gegen den Rivalen aus der ,,verbotenen” Stadt Düsseldorf. Das ganze steigt am Samstag um 12 Uhr in der KHTC Halle am Olympiaweg. Die Ausgangslage ist auch klar, Rot- Weiss muss gewinnen, Mülheim in Raffelberg verlieren, nur dann qualifizieren sich die RW Mädels noch für die Playoffs. Ich werde in jedem Fall vor Ort sein und wer weiß, Wunder gibt’s ja bekanntlich immer wieder!

In diesem Sinne mit wie immer sportlichen Grüßen aus Köln

Markus Lehnen

Diese Woche bei … den Kölner Haien, KW 52

Das letzte Spiel der Kölner Haie gegen die Adler Mannheim war Werbung für Eishockey

Von Sabrina Tesch

Kurz vorm Jahreswechsel mussten die 14 Vereine der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch ein abschließendes letztes Spiel bestreiten. Nach Köln reisten die Adler Mannheim zum Klassikerduell. Die ewigen Konkurrenten kämpfen seit jeher unerbittlich um jeden Punkt. Die Spiele der Haie gegen die Adler haben zumeist auch Derbycharakter und sind gefüllt mit purer Emotion. Sie sind meist mit hohen Erwartungen verknüpft. So auch am vergangenen Montag.

Beide Teams trafen in dieser Saison bereits zweimal aufeinander und beide Male gewannen die Haie in Verlängerung mit 2:1. Der KEC versuchte zuletzt noch einige Plätze in der Tabelle gut zu machen. Doch da diese sehr eng ist und auch erst einmal bleiben wird, kann sich im Mittelfeld noch einiges tun und verändern.

Ein Gerücht, das nun um die Jahreswende aufkam, ist, dass Jason Bast in der kommenden Saison nach Mannheim wechseln wird. Schon zu Beginn dieser Saison musste er sich zwischen Köln und Mannheim entscheiden, wobei seine Entscheidung für die Haie fiel. So soll er aber dann ab 2020 für die Adler auflaufen. Dieses Gerücht wird derzeit auch als wahrscheinlich bewertet, obwohl es noch abzuwarten gilt.

Insgesamt war es die hartumkämpfte und emotionale Partie, die im Vorfeld erwartet wurde. Es gab alles, was das Eishockeyherz hüpfen lässt, Tore, Tempo, Emotionen und auch kleine Auseinandersetzungen. Es blieb bis zum Ende eng, keine der beiden Mannschaften wollte nachgeben, so dass die Entscheidung schlussendlich im Penaltyschießen fallen musste. Es war erst das zweite Spiel dieser Saison, das im Penaltyschießen endete. So wird deutlich, dass beide Mannschaften ungebeugt gewinnen wollten. Mannheim eigentlich souveräner, doch vor dem Tor nicht effektiv genug, ließ die Kölner, besonders im zweiten Drittel, zum Torabschluss und Ergebnis kommen.

Alles in allem war Mannheim im ersten Drittel das spielführende Team, wenn auch ohne richtig gefährlich zu werden vorm Tor, überraschenderweise endete es 1:1. Denn die Haie kämpften und behielten in der Defensive die Übersicht. Im zweiten Drittel fielen zügig vier Tore, drei für Köln und eins für Mannheim. Die Führung von 4:2 hielt jedoch nicht, Mannheim kam in der 23. Minute noch einmal heran zum 4:3. Und im letzten Drittel kämpften beide, Mannheim machte Druck und konnte schließlich ausgleichen. Die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Im Penaltyschießen war es dann Dejardins, der den entscheidenden Treffer machte und Wesslau besiegte. Die Partie endete eng mit 4:5 für Mannheim und erfüllte die Erwartungen, die an den Eishockeyklassiker gestellt wurden. Ein Punkt blieb in Köln und zwei gingen mit den Adlern mit heim.

Die Schiedsrichter ließen das Spiel fließen. Sie gaben kaum Strafen und pfiffen nur wenig. Ob das nun gut, zugunsten des Spielflusses, oder eher ungünstig für das gesamte Spiel zu bewerten war, bleibt dahingestellt. Und auch ob alle Situationen richtig bewertet wurden, bleibt dahingestellt.

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 52

Von Markus Lehnen

Weihnachten
Die 23. und letzte Ausgabe meines Blogs in diesem Jahr kommt diesmal aus meinem Urlaubsquartier in Norddänemark. Da ich nur eines der letzten beiden Spiele der 1. Herren sehen konnte, fällt er diese Woche aber etwas kürzer aus.

4. Spielwochenende 1. Herren
Mittwoch, 18.12.: Rot- Weiss Köln- Crefelder HTC 4:10 (1:4)
Bevor es in den Urlaub ging, zog es mich am Mittwochabend letzter Woche noch einmal an den Olympiaweg um den letzten Heimauftritt der 1. Herren live zu verfolgen.
Mit mir taten das um die 250 Zuschauer und auch die 1. Damen schauten in großer Zahl bei den Herren zu. Mit der weihnachtlichen Atmosphäre im Vereinsheim, und einer Serie von über einem Jahr ohne Heimniederlage, schien alles angerichtet für einen erflgreichen Jahresausklang.

Aber nun gut, im Sport läuft es bekanntlich oftmals anders als geplant und so mussten sich die Domstädter an diesem Abend bärenstarken Krefeldern mit 4:10 geschlagen geben.
Dabei startete Köln druckvoll in die Partie. Ein früher Rückstand schockte sie nicht, vielmehr war es Krefelds Torwart Luis Beckmann, der bis zur 17. ein ums andere mal den Ausgleich verhinderte. Als Joshua Delarber dann doch den Ausgleich besorgte, schien das Spiel in die Kölner Richtung zu gehen. Aber weit gefehlt, denn nach weiteren Chancen zur Führung erzielte Eschler in Minute 21 und 22 einen Doppelpack für Krefeld zum 1:3. Als dann vor der Pause noch eine Strafecke im 1:4 resultierte musste man sich ernsthaft Sorgen um die Kölner machen.

3 Tore sind im Hallenhockey schnell aufgeholt, aber als nach der Pause noch 2 Gegentore dazukamen schien die 1. Saisonniederlage wirklich Form anzunehmen. Kölns Trainer Andre Henning nahm jetzt den Torwart raus, um mit 6 Feldspielern zu spielen. Mit Erfolg, denn Prinz und Delarber verkürzten sofort auf 3:6 und weitere Chancen plus eine Strafecke folgten. Allerdings kam jetzt wieder Luis Beckmann ins Spiel, der einen Sahne Tag erwischt hatte und mit seinen Paraden eine weitere Aufholjagd von Rot- Weiss verhinderte.
Und so kam es, wie es kommen musste und Krefeld nutzte die Chance des leeren Kölner Tores. Weitere 4 Treffer fielen, ehe Henning den Torwart ins Tor zurück stellte und Johannes Große abschließend noch zum 4:10 Endstand traf.

Am Ende ein zu hohes Ergebnis, welches aber zeigt wie schnell es im Hallenhockey gehen  kann. Vorm 3:7 war ein 6:6 auch absolut im Bereich des Möglichen. Gerade die Möglichkeit den Torwart herauszunehmen birgt enorme Chancen und Risiken beim Hallenhockey, jeweils weit größer als auf dem Feld.  Laut RWK Trainer Henning wurde den Rot- Weiss Jungs vor allem die etwas naive Abwehrarbeit zum Verhängnis. Krefeld dagegen nutzte seine Chancen konsequent und hatte in Torwart Beckmann den Mann des Spiels auf seiner Seite.
So war der Sieg des 1. FC Köln das einzige Erfolgserlebnis an diesem letzten Spieltag 2019 im Rot- Weiss. Die Zuschaueranzahl spricht aber durchaus dafür, dass das Experiment dieses Spiel Werktags Abends auszutragen durchaus als gelungen bezeichnet werden kann.

An dieser Stelle auch mal ein herzliches Dankeschön an die Gastrocrew. Egal wie voll und stressig es ist, wie ausgefallen die Sonderwünsche der Gäste sind oder wie unübersichtlich das Gewimmel rund um den Tresen, alle behalten immer einen ruhigen Kopf und man wird jederzeit freundlich, schnell und zuvorkommend bedient. Das habe ich in anderen Vereinen schon anders erlebt, weswegen aus meiner Sicht die Gastrocrew einen großen Anteil am Wohlfühlfaktor bei Rot- Weiss Köln hat.

Samstag, 21.12.: Crefelder HTC- Rot- Weiss Köln 5:7 (2:3)
3 Tage nach dem Spiel in Köln ging es gleich mit dem Rückspiel zwischen den CHTC und Rot- Weiss in Krefeld weiter. Die Krefelder hatten sich zum Jahresausklang etwas besonderes überlegt und das Spiel mit einem anschließenden 2. Liga Handballspiel kombiniert. Das ganze führte zu einer Zuschauerzahl von 700, kann also als absolut gelungen bezeichnet werden. Vielleicht sollte der Hockey häufiger derartige Wege beschreiten, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen.

Da ich bereits in Dänemark weilte und auch keinen Stream fand, verweise ich an dieser Stelle gerne an https://www.hockeyliga.de/index2.php?data[page]=spielberichte&data[gameid]=opyfdf , wo der detaillierte Spielbericht zu lesen ist.

Köln geriet wieder früh in Rückstand, konnte dem 1:1 Ausgleich aber diesmal das 2:1 folgen lassen. Nach dem 2:2 entschied eine 3 Tore Serie zum 5:2 das Spiel für die Domstädter vor.
Zwar konnte Krefeld immer wieder verkürzen, aber nie mehr ausgleichen. Am Ende stand ein 7:5 Sieg für die Kölner, bei denen Johannes Große und Florian Pelzner mit je 3 Toren überragten.  Andre Henning zeigte sich hierbei besonders erfreut darüber, dass sein Team aus den Fehlern des Hinspiels gelernt hatte und seine Maßgaben umsetzen konnte.
Mit diesem Sieg geht Rot- Weiss als Tabellenführer der Weststaffel in die kurze Winterpause. Köln liegt nach 6 Spielen mit 13 Punkten aber nur 1 Punkt vor Krefeld und 3 Punkte vor Mülheim, die allerdings 1 Spiel weniger gespielt haben. Kurz um: Der Kampf um die 2 Playoffplätze könnte spannender nicht sein, denn auch Blau- Weiss Köln ist mit 10 Punkten aus 6 Spielen weiterhin voll im Rennen.
Mit dem Derby bei Blau- Weiss in der Halle am Olympiasportzentrum, nur ca. 500m von der RW Halle am Olympiaweg entfernt, geht es am 5.1. um 14 Uhr weiter.

Dies und Das
Diese Woche fällt diese Rubrik auch etwas kürzer aus, denn mit der Weihnachtsfeier am Samstag verabschiedeten sich die Spieler und Spielerinnen erst einmal in die verdiente Pause bis zum 1. Januarwochenende.
Für die Nationalspielerinnen stand letzte Woche noch ein Lehrgang an, der aber für die Rot- Weiss Mädels logistisch günstig in Köln stattfand.
Grund zur Freude hatte  Thies Ole Prinz, der für die Hallenhockey EM Mitte Januar in Berlin nominiert wurde. Hierbei tritt das deutsche Team mit einem Perspektivteam an, sollte aber mit Heimvorteil durchaus Chancen auf eine Medaille haben. Glückwunsch und natürlich viel Erfolg Thies Ole!

Wie es weitergeht
Mit einer kurzen Pause geht es weiter. Silvester steht an und ich verabschiede mich an dieser Stelle aus dem Jahr 2019.
Im April startete ich diesen kleinen Blog rund um den Hockeysport bei Rot- Weiss Köln. 23 Ausgaben sind es am Ende geworden, ich bin gespannt wie viele es in 2020 werden.
Zu schreiben gibt es einiges. Beim Final 4 in Mannheim plane ich ebenso vor Ort zu sein, wie bei Pro League Spielen. Natürlich schaue ich auch, leider aus der Ferne, wie sich die Danas und Honamas bei den Olympischen Spielen in Tokio schlagen und ob die 1. Herren beim Final 8 der Euro Hockey League diesmal triumphieren können. Den Anfang macht aber ein kleiner Ausflug zum Damenspiel in Krefeld am 4.1.
Für dieses Jahr bedanke ich mich bei allen Lesern für ihr Interesse und beim Verein Rot- Weiss Köln für die gute Zusammenarbeit, die in 2020 ja vielleicht noch etwas intensiviert werden kann.
Einen Guten Rutsch ins Jahr 2020 wünsche ich allen Lesern, dem ganzen Verein Rot- Weiss Köln, sämtlichen Hockeyfreunden und natürlich Daniel Hofmann und Jens Huiber!

Bis KW 2 2020!
Markus Lehnen

 

Die Woche bei … den Kölner Haien, KW 51

Von Sabrina Tesch

Die Kölner Haie gewinnen und verlieren vor Weihnachten

Für die Kölner Haie und die gesamte Deutsche Eishockey Liga gibt es in der Weihnachtszeit kaum eine Pause. Schließlich sind 52 Partien in der Hauptrunde der DEL zu bestreiten, da bleibt kaum Zeit zu verschnaufen. Und wer sich selbst durch Leistung beschenken möchte, muss halt noch tatkräftig ackern. Doch die Profis sind das auch gewohnt, so ist es nun mal im Profisport.

Vergangenes Wochenende spielten die Haie freitags gegen Augsburg auswärts und sonntags gegen Ingolstadt zu Hause. Beide Spiele waren für den KEC spannend, Mike Stewart traf in Augsburg auf seinen ehemaligen Verein und mit Ingolstadt spielte Köln gegen einen direkten und punktgleichen Konkurrenten in der Tabelle. Und schließlich endeten beide Spiele mit einer Niederlage für die Kölner.

Die Augsburger Panther besiegten den KEC einem klaren Ergebnis von 5:1. Gegen den ehemaligen Verein Mike Stewarts musste der KEC ernüchternd die erste Niederlage nach einer langen Siegesserie einstecken, doch irgendwann endet jeder Erfolg einmal. Marcel Müller traf recht schnell für die Haie zum ersten und einzigen Tor. Im weiteren Verlauf gaben die Kölner das Spiel aus der Hand. Augsburg konnte ausgleichen und weiter in Führung gehen. Insgesamt fünf Tore standen am Ende auf der Ergebnisliste der Panther, für die Haie blieb es bei einem Tor. In dieser Saison war dies bereits die zweite Niederlage gegen die Augsburger, im Oktober gewannen sie bereits mit 1:3 in Köln.

Gegen Ingolstadt war aber dann zumindest ein Punkt zu holen. Das Spiel ging ins Penaltyschießen, seit langem mal wieder, endete jedoch mit einem Siegtreffer für den ERC.
Vor dem Spiel wurde eine Schweigeminute für den Mann eingelegt, der letzte Woche einem Herzinfarkt erlag. Er brach während des Spiels gegen die Nürnberger Ice Tigers zusammen und wurde notärztlich versorgt. Das Spiel wurde abgebrochen und nicht weiter fortgeführt. Der neue Termin ist am 28. Januar 2020 um 19.30 Uhr.

Das erste Spiel der Saison gegen Ingolstadt im Oktober gewann Köln knapp nach Verlängerung mit 3:2. Marcel Müller traf hier das entscheidende Tor. Insgesamt zeigt Marcel Müller sich in einer überzeugend guten Form, in den vergangenen Spielen schoss er Tore oder war zumindest an ihnen beteiligt. Nach seiner langen Verletzungspause hat er sich mit guter und harter Arbeit zurückgekämpft und überzeugt mit seiner Leistung und seinem Ehrgeiz. Aber auch einige andere Spieler kamen in den vergangenen 1,5 Monaten in Schwung. Beispielsweise näherte sich Jon Matsumoto seinem Leistungsniveau wieder an, aber auch Neuzugang Zach Sill scheint auf einem guten Weg.

Ingolstadt und Köln starteten schnell in die Partie. Die ersten dreißig Minuten verliefen für die Haie spielangebender. Ingolstadt jedoch versuchte aggressiv dagegen zu halten. In der 16. Minute gab es einen ersten Kölner Jubel, Sebastian Uvira hatte den Puck über die Linie ins Tor bekommen. Doch das Tor konnte nicht gegeben werden, da Pielmeier den Puck bereits in der Fanghand abgefangen hatte, bevor Uvira ihn ins Tor bucksierte. Nach einem Videobeweis wurde dies bestätigt. Das 1:0 durch Pascal Zerressen, es war sein zweiter Saisontreffer, erfolgte in der 20 Minute. Eine Minute später dann konnte Frederik Tiffels für Köln auf 2:0 erhöhen. Der Anschlusstreffer der Ingolstädter kam in der 32. Minute durch Maurice Edwards. Köln ließ ab der Hälfte des gesamten Spiels nach und gab die Führung aus der Hand. Der ERC, der zuvor an der Grenze des Fairen spielte, übernahm die Spielführung und glich in der 50. Minute durch Matthew Bailey in Überzahl aus. In der regulären Spielzeit schaffte es keiner der beiden Mannschaften noch den Siegtreffer zu schießen und so endete es nach 60 Minuten 2:2. Auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Es ging nach langer Zeit einmal wieder ins Penaltyschießen. Kris Foucault entschied hier das Spiel. Es endete mit 2:3 für Ingolstadt nach Penaltyschießen. Zumindest ein Punkt blieb in Köln.

Das Bayernwochenende der Kölner war also eher nicht erfolgreich und die langanhaltende Erfolgsserie wurde jäh beendet.

Am Dienstag ging es dann zügig weiter. Die Kölner fuhren ins recht nahe Iserlohn und besiegten die Roosters, zwar knapp, aber immerhin erfolgreich, mit 3:4. Drei weitere wichtige Punkte auf dem Weg zur Stabilisierung des Tabellenplatzes. Derzeit stehen die Haie auf dem siebten Platz. Da die Tabelle aber sehr eng ist, Platz fünf bis sieben sind punktgleich mit 43 Punkten, ist der Weg weiter nach oben durchaus möglich, sogar absehbar.

An diesem Wochenende geht es nun weiter, erst reisen die letztplatzierten Schwenninger Wild Wings nach Köln und am Sonntag kommen dann die Pinguins aus Bremerhaven. Es bleibt weiterhin spannend. Alles ist möglich. Und das ist ja auch das Schöne am Eishockey.

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 51

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Von Markus Lehnen

Out of NRW
Da ich am Samstag in München weilte, mich Sonntag von dem recht anstrengenden Trip erholen musste und auch zum Wochenstart keine Zeit hatte, schreibe ich meinen Blog diese Woche am Dienstag und nicht, wie sonst üblich, am Montag. Es könnte also sein, dass wenn ihr das hier lest, die Herren bereits ihr letztes Heimspiel des Jahres am Mittwochabend um 20 Uhr zu Hause gegen den Crefelder HTC gespielt haben. Darauf werde ich in jedem Fall nächste Woche Bezug nehmen.

Insgesamt halte ich die Spielberichte diese Woche wieder etwas kürzer, da ich nur in die Streams reingeschaut habe und ihr dieses Woche sicherlich unter  https://www.hockeyliga.de/index2.php  mehr Spielinformationen erhaltet.

3. Spielwochenende 1. Damen
Samstag, 14.12. Uhlenhorst Mülheim- Rot- Weiss Köln 3:3 (3:3)
Etwas gehe ich aber natürlich auf die Spiele ein, sollte doch letztes Wochenende eine echte Richtungsbestimmung vor allem für die Saison der 1. Damen werden. Ein Sieg beim Westrivalen hätte fast schon eine Vorentscheidung im Kampf um die Playoffs bedeutet. Wie ihr aber seht, kam es leider etwas anders. Dass es eng werden würde war im Grunde klar, dass Mülheim früh in Führung gehen konnte war schade, aber dass Rot- Weiss mit 3 Toren in 11 Minuten antworten, und so 3:1 in Führung gehen konnte, ließ großes erhoffen. RWK Kapitänin Julia Busch glich zunächst nach eine Strafecke per Direktschuss aus, ehe sie 2 Minuten später auf Maja Weber ablegte, die wiederum den Ball im Mülheimer Tor versenken konnte. Das 3:1 besorgte anschließend noch Lea Stöckel und der rot- weisse Playoffzug schien nach 20 Minuten Fahrt aufgenommen zu haben. Leider führten 2 Abwehrpatzer, vor allem beim 3:3 12 Sekunden vor der Halbzeit, noch zum Ausgleich und der RW Zug sollte für das gesamte Wochenende zum Stillstand kommen.
In der 2. Halbzeit fielen dann nämlich leider keine Tore mehr. Beide Torhüterinnen, im Kölner Tor stand diesmal Maja Sielaff, hielten jeweils den Punkt für ihre Teams fest und Nika Boenisch ließ dazu leider eine Riesenchance zum 4:3 für Köln ungenutzt, als sie Zentimeter über das Tor schoss.

Leider also nur 1 Punkt für die Domstädterinnen, der allerdings noch viel wert sein kann. Aber dazu gleich mehr, wenn ich den Taschenrechner anwerfe.
Wie eigentlich immer positiv erwähnen darf ich den Youtubekanal von Uhlenhorst. Die Übertragung dort wurde wie gewohnt launig kommentiert, bot mehrere Perspektiven und häufige Zeitlupen. Toll, was dort für ein Aufwand betrieben wird.

Etwas weniger schön fand ich die Halle, die in diesem Fall eine reine Sporthalle war, mit sämtlichen Linien, die jeder so von seiner Schulsporthalle noch kennt. Es ist dann doch oft etwas schwer zu erfassen, wo der Schusskreis oder die anderen Markierungen, genau sind.

Sonntag 15.12. Düsseldorfer HC- Rot- Weiss Köln 9:0 (3:0)
Tjoa sagen wir mal so, in der ,,verbotenen” Stadt lief es, anders als beim Sieg auf dem Feld im Oktober, diesmal weniger gut. Wenn man das Spiel bewerten will muss man im Grunde nur eine Szene sehen, nämlich das 8:0 von Lisa Nolte in der 50. Minuten. Ein langer Ball aus der eigenen Hälfte verfehlte die Düsseldorferin eigentlich um eine Schlägerlänge. Diese streckte aber den Arm aus, erwischte den Ball und lupfte diesen zielsicher über RWK Torfrau Lisa Höllriegl. Kurz um, es war ein Tag, an dem für die einen alles, und für die anderen nichts ging. Leider waren die RWK Mädels diesmal auf der Nichts Seite.
Hielt in Halbzeit 1 zumindest noch die Kölner Defensive einigermaßen, ließ auch diese in der 2. Halbzeit nach. Die Offensive kam an diesem Sonntag in der Landeshauptstadt nie in einen Rhythmus.  Am Ende ist es natürlich eine für das Torverhältnis ärgerliche Packung, aber diese ist eben genauso 0 Punkte wert ist, wie eine 4:5 Niederlage in der letzten Sekunde.
Es steht zu hoffen, dass die Pleite nicht am Selbstvertrauen der Mädels kratzt, denn im Grunde spielt man seit September starke Runden auf dem Feld wie in der Halle und hat alle Möglichkeiten jeweils in die Playoffs einzuziehen.

Mülheim gewann am Sonntag deutlich in Raffelberg, weswegen  Rot- Weiss nun mit 10 Punkten auf Platz 2 der Weststaffel liegt. 2 Punkte dahinter  liegt der wohl größte Rivale von Uhlenhorst und 3 Zähler entfernt ist der Überraschungsaufsteiger aus Krefeld.

Gleich im neuen Jahr geht es am 4.1. eben genau in Krefeld weiter. Da Mülheim dort patzte, ist dies ein eminent wichtiges Spiel für die Domstädterinnen. Mit einem Sieg kann man den Crefelder HTC vorentscheidend distanzieren und Mülheim auf Distanz halten. Das große Finale um Platz 2 in der Staffel steigt aber wahrscheinlich eine Woche später am Sonntag dem 12.1. um 12 Uhr in der KTHC Halle am Olympiaweg. Diesen Termin also unbedingt vormerken!

Am Ende eines insgesamt starken Halbjahres hatten sich die Mädels den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt jedoch redlich verdient. Ich wünsche an dieser Stelle schon mal besinnliche Tage und ein frohes Weihnachtsfest. Und das 0:9 vergesst einfach ganz schnell 😉

2. Spielwochenende 1. Herren
Samstag, 14.12. Uhlenhorst Mülheim- Rot- Weiss Köln 6:6 (0:2)
Wieder ein Unentschieden im Ruhrgebiet, aber was für eines! Das Schwergewichtsduell im Hockeywesten hat einmal mehr das gehalten, was es versprochen hatte und auch hier sei  schon der 12.1. erwähnt. Erst das wahrscheinliche Entscheidungsspiel der Damen um die Playoffs, dann das mögliche Duell um Platz 1 im Westen bei den Herren. Eigentlich sollte an dem Sonntag die 500er Zuschauermarke fallen, liefert doch nicht mal der Fußball dann Konkurrenz.

Zum Spiel in Mülheim kann man nur sagen, dass wer irgendwie noch Zeit hat sich hier https://www.youtube.com/watch?v=uRa0rj-echQ  die 2.Halbzeit angucken sollte. Die 1. Hälfte war, wie übrigens auch beim Feldspiel im September, noch einigermaßen unspektakulär. Aber dann glich Uhlenhorst das Spiel zunächst aus, ehe Köln in der 43. durch Nationalspieler Große wieder in Führung ging. Spätestens jetzt ging der Wahnsinn los: Binnen 3 Minuten traf der deutsche Feldhockeymeister 3mal und drehte das Spiel auf 5:3, nur damit der Hallenrekordmeister aus Köln selbiges mit abermals 3 Toren in diesmal 4 Minuten wieder auf 6:5 drehte. Aus Kölner Sicht war der Treffer von Swiatek allerdings leider nicht die Entscheidung, denn Mazkour glich 1,5 Minuten vor Ende der Partie noch einmal aus. 6:6, ein irres Spiel bei dem auch kein Team die Niederlage verdient hatte!

Sonntag 15.12. Düsseldorfer HC- Rot- Weiss Köln 2:5 (1:3)
Dass so ein irres Spiel, wie das von Samstag, enorm an die Kräfte geht zeigte sich bei Mühlheim am Sonntag. Blau- Weiss Köln bot Rot- Weiss nämlich Schützenhilfe und konnte den ewigen Westrivalen mit 9:7 besiegen.

Zur ungewohnten Anstoßzeit um 20 Uhr am Sonntagabend war also klar, dass die Domstädter sich mit einem Sieg in Düsseldorf von Uhlenhorst absetzen konnten. Und so kam es dann auch! Vor allem die beiden Nationalspieler Johannes Große und Thies Prinz sorgten mit je einem Doppelpack für einen selten gefährdeten, wenn auch nicht gerade glanzvollen, 5:2 Sieg in der ungeliebten nördlichen Nachbarstadt (Leverkusen zählt nicht;-)

In der Tabelle liegen die Jungs aus der Domstadt nun mit 10 Punkten 3 Punkte vorm Rivalen aus Mülheim. Der wiederum ist aber nur 3., denn mit 9 Punkten hat sich der Crefelder HTC einstweilen dazwischen geschoben.

Es wird also ein echtes Spitzenspiel, wenn sich Rot- Weiss und Krefeld am Mittwochabend um 20 Uhr in Köln Müngersdorf duellieren. Ich hoffe, dass die späte Anstoßzeit besser funktioniert als in Düsseldorf, wo nur 150 Zuschauer den Weg in die Halle fanden.

Und weil es so schön ist, treffen sich Krefeld und Rot- Weiss am Samstag um 14:30 Uhr gleich noch einmal zum vorweihnachtlichen Rückspiel in Krefeld.
Während die Damen also bereits in der verdienten Winterpause sind, müssen die Herren diese Woche noch 2mal ran an die Hockeyschläger.
Auch Düsseldorf bietet bekanntlich einen Stream an. Leider unkommentiert und aus einer etwas gewöhnungsbedürftigen Kameraperspektive auf Höhe des linken Schusskreises. Man gewöhnt sich allerdings auch hieran. Dazu sieht man in der Halle durch die geringe Distanz sowieso das meiste und kann dem Spiel jederzeit folgen. Als Berichterstatter ist es super, die Chance zu haben die Spiele noch einmal zu sehen, oder eben überhaupt, wenn man nicht vor Ort sein kann. Vielleicht vielleicht, es ist ja gerade die Zeit für Wünsche, klappt es ja auch bei Rot- Weiss Köln bald mit Liveübertragungen oder zumindest Highlightvideos.

Wie es weitergeht
Die Herren spielen also noch 2mal bis Weihnachten, davon am Mittwochabend zu Hause. Zu diesem echten Topspiel werde ich dann auch ein letztes Mal in 2019 vor Ort sein. Nach dem Spiel hat der ein oder andere vielleicht ja noch Lust in der Vereinskneipe, vielleichtbei einem kühlen Kölsch, über das Spiel und Hockey im Allgemeinen zu fachsimplen, oder etwas Bundesligafußball zu schauen. Gerne auch dort positive wie negative Kritik, sowie Input für diesen Blog. Und wenn mir jemand mir ein Kölsch ausgeben möchte, von mir aus gerne 😉
Danach zieht es mich über die Weihnachtstage in meine Urlaubsheimat Dänemark. Der letzte Blog in 2019 kommt dann von dort, wahrscheinlich aber erst Ende nächster Woche. Dort berichte ich dann noch über die beiden Herrenspiele und schaue etwas auf das erste 2/3 Jahr dieses Blogs zurück.
An alle Leser und auch an die, die vielleicht nur rein klicken an dieser vorweihnachtlichen Stelle aber bereits ein riesen Dank für Euer Interesse! Wir machen das gerne und aus reiner Spaß an der Freude, daher freut sich jeder der 12 Producer über jeden Leser.
Danke auch vor allem an Daniel Hoffmann, der meine Texte jede Woche so formschön auf die 12producer.de Seite stellt und Jens Huiber, der dieses Projekt überhaupt erst möglich macht.
Ich wünsche Euch Lesern, Daniel, Jens und den anderen 12 Producern, sowie dem ganzen Verein Rot- Weiss Köln ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

Euer Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 50

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Von Markus Lehnen

Tore Tore Tore
Ja die beiden Besuche bei den Bundesligateams von Rot- Weiss Köln haben sich mal richtig gelohnt. Nicht weniger als 43 Tore bekam ich in 4 äußerst unterhaltsamen Spielen zu sehen.
Dass dazu alle 4 Spiele gewonnen wurden, machte das 2. Adventswochenende für die Domstädter gänzlich perfekt. Allerdings muss ich auch diese 43 Tore in 4 Spielberichte unterbringen, ohne, dass dieser Blog in einen Roman ausartet. Also nicht sauer sein, wenn ich nur die wenigsten Tore beschreibe und mich vor allem auf den Spielablauf konzentriere.
Detaillierte Spielberichte könnt ihr weiterhin auf https://www.hockeyliga.de/index2.php finden.

2. Spielwochenende 1. Damen
Samstag, 7.12. Rot- Weiss Köln- Club Raffelberg  8:2 (4:1)
Was am Ende ein Kantersieg wurde, ließ sich für die Kölnerinnen zunächst weniger gut an. Die Spielerinnen vom Club Raffelberg aus Duisburg waren nämlich zu Beginn mindestens gleichwertig, scheiterten aber immer wieder an der bärenstarken Lisa Höllriegl im Kölner Tor. Offensiv dagegen bestachen die Kölnerinnen vor allem durch Effizienz und nutzen ihre ersten 3 Chancen zu 3 Toren durch Camille Nobis  (6. Minute), Antonia Lonnes (8.) und Liv Arndt (9.). Raffelberg kam vor der Pause zwar noch zum verdienten 1:3, Katharina Reuten sorgte aber 3 Sekunden vor der Halbzeitsirene doch wieder für den alten 3 Tore Abstand. Kleiner Fehler hier auf hockeyliga.de, die das Tor in der 29. gesehen haben wollen.

RWK Trainer Markus Lonnes war mit der Leistung nicht völlig zufrieden, sprach von etlichen schwächeren Phasen. Und so eine Phase war auch der Beginn der 2. Halbzeit, als 10 Minuten offensiv nicht viel zusammenlief. Dann allerdings brach nach einem weiteren Tor von Reuthen der Damm, und noch 2mal Nobis, sowie Arndt mit ihrem 2. Treffer konnten auf 8:1 stellen, ehe die Duisburgerinnen noch zum Ehrentreffer kamen.

Vor Anfangs knapp 100, später an die 200 Zuschauer, lieferten die Kölnerinnen bei ihrem 2. Saisonsieg vor allem einen effizienten Auftritt hin. Man erhielt im ganzen Spiel keine Strafecke, konnte aber von 16 handgezählten Chancen ganze 8 nutzen, was ein sehr guter Wert ist. Herausragend waren an diesem Samstag vor allem Camille Nobis mit 3 Toren und Torfrau Lisa Höllriegl, die die Raffelbergerinnen ein ums andere Mal verzweifeln ließ.

Sonntag, 8.12. Rot- Weiss Köln- Bonner THV 7:2 (1:2)
Zur Halbzeit musste man sich schon die Augen reiben, als der klare Außenseiter aus Bonn das Spielfeld mit einer 2:1 Führung verließ. Bei den Domstädterinnen, bei denen diesmal Maja Sielaff im Tor stand,  lief nicht viel zusammen und einzig ein Treffer von Camille Nobis zum zwischenzeitlichen 1:1 sorgte für etwas für Erheiterung bei den RWK Fans unter den knapp 150 Zuschauern. Bonn hatte sogar Chancen zu mehr Treffern, nutzte diese aber nicht. Das sollte sich rächen, denn die Rot- Weiss Mädels kamen völlig verändert aus der Halbzeit zurück und konnten die Bonnerinnen nun in ihrer Hälfte einschnüren. In der 34. Minute erzielte Lea Thomas das 2:2, es folgten einige weitere Chancen für Köln, die man jedoch ungenutzt ließ. Erst 13 Minuten vor Schluss brach eine stark versenkte Strafecke von Maja Weber den Bann. Direkt im nächsten Angriff erhöhte abermals Thomas auf 4:2 ehe in der absoluten Schlussphase die weiteren Tore durch Nika Boenisch, Kapitänin Julia Busch und Liv Arndt hinzukamen. Am Ende also ein weiterer Kantersieg, der aber etwas zu hoch ausfiel. Wieder war die Chancenverwertung mit 7 aus 16, und damit nahe an den 50% vom Vortag, der große Pluspunkt für die RWK Mädels. Insgesamt also ein perfekter Saisonauftakt mit 3 klaren Siegen aus 3 Spielen, der Hoffnung auf eine starke Saison macht. Auch ohne Nationalspielerinnen ist wie erhofft jede Menge Qualität auf dem Feld.
In welche Richtung die Saison geht zeigt sich vor allem nächstes Wochenende, wenn mit den Auswärtsspielen bei Uhlenhorst Mülheim (Samstag,14 Uhr) und beim Düsseldorfer HC (Sonntag, 12 Uhr) die Topteams der Weststaffel auf die Kölnerinnen warten. Genau diese beiden Teams standen letztes Jahr in der Abschlusstabelle vor Rot- Weiss  und zogen in die Playoffs ein.

1.Spielwochenende 1. Herren
Samstag, 7.12. Rot- Weiss Köln- Blau- Weiss Köln 7:4 (2:2)
Derbytime am Olympiaweg. Die 300 Zuschauermarke wurde sogar deutlich geknackt und knapp 350 Hockeyfreunde sorgten für eine Stimmung, die ich so beim Hockey noch nicht erlebt hatte. Zu sehen bekamen sie unter anderem Nationaltorwart Victor Aly und die DHB Spieler Thies Prinz und Johannes Große. Zu Beginn war allerdings noch etwas Sand im rot- weissen Getriebe und der Lokalrivale aus Köln- Sülz ging durch 2mal Jan- Marco Montag mit 2:0 in Führung. Hallenspezialist Joshua Delarber und Johannes Große konnten allerdings noch vor der Pause ausgleichen.
Diesen Schwung nahm Rot- Weiss mit in die 2. Halbzeit, in der Lukas Trompertz in der 33. Minuten für die Führung des Hallenrekordmeisters sorgte. Im Gegenzug schlugen die Sülzer aber zurück und glichen wieder aus. Erst danach begann der Favorit das Spiel zu dominieren und das zu spielen, was Trainer Andre Henning hinterher als souveränen Auftritt bezeichnete. Große, Siegburg und Delarber nutzen diese Überlegenheit bis zur 47. Minuten mit der Vorentscheidung. Blau- Weiss konnte nur noch das 4:6 erzielen, bevor Thies Prinz sehenswert zum 7:4 Endstand sorgte.
Insgesamt ein verdienter Sieg vor einer super Kulisse. Die Zuschauer bekamen dazu ein sehr unterhaltsames Spiel geboten, das Werbung für das Hallenhockey war.

Sonntag, 8.12. Rot- Weiss Köln- Gladbacher HTC 8:5 (3:2)
Der sonntägliche Auftritt der Domstädter sollte das Spiel vom Vortrag sogar noch einmal toppen. Vor diesmal leider nur etwas mehr als 200 Zuschauern legte Rot- Weiss los wie die Feuerwehr und kam bereits in der 1. Minute mit einer verwandelten Strafecke von Florian Pelzner zur Führung. Gladbach verkraftete diesen Fehlstart allerdings super und konnte insgesamt 3mal einen Rückstand ausgleichen. Siegburg und Prinz brachten die Kölner allerdings vor der Pause jeweils wieder in Führung. Richtig brenzlig wurde es in der 41. und 43. Minuten als die Gäste nicht nur ausgleichen, sondern direkt danach auch in Führung gehen konnten. Für Andre Henning war dies allerdings das Beste was passieren konnte, schienen seine Spieler nun doch den Ernst der Lage verstanden zu haben. 2 mal Prinz, Große und Siegburg entschieden zwischen der 45. und 55. Spiel das Spiel für Rot- Weiss Köln. Zwar zeigten die Außenseiter vom Niederrhein abermals Moral und verkürzten noch auf 5:7, doch Pelzner machte 2 Minuten vor Schluss endgültig alles klar und traf zum 8:5 Endstand. War das Spiel am Vortag schon unterhaltsam, so war dies noch eine Steigerung. Zu loben sind an dieser Stelle natürlich auch die Gladbacher Gäste, die dieses klasse Spiel erst möglich machten.

Wie für die Damen geht es nächstes Wochenende mit Spielen bei Uhlenhorst Mülheim (Samstag, 16 Uhr) und beim Düsseldorfer HC weiter. Für das Spiel in der ,,verbotenen” Stadt hat man sich etwas besonderes überlegt und es auf 20 Uhr am Abend gelegt. Ansonsten sind die Rollen anders verteilt als bei den Damen. Das Duell mit Mülheim ist das absolute Topspiel im Westen und eigentlich in der ganzen Liga, während die Kölner gegen Düsseldorf klarer Favorit sind.

Dies und Das
Auch im Hockey gibt es ein Weltspielerwahl, bei der die besten Spieler und Spielerinnen ausgezeichnet werden. Aus Deutschland gewannen diesen Titel z.B. bereits Tobias Hauke und Moritz Fürste. Besonders stolz ist man bei Rot- Weiss dieses Jahr auf gleich 2 Nominierungen. Zum einen ist Keeper Victor Aly als bester Torwart, zum anderen Nike Lorenz als Rising Star of the year (Beste junge Spielerin) nominiert. Abstimmen kann man über diesen Link:
http://fih.ch/news/fih-hockey-stars-awards-who-were-the-best-players-in-2019-have-your-say/?utm_content=1575630236&utm_medium=social&utm_source=facebook&fbclid=IwAR1x8hEwNIjWascPTm5nAibZlH3Tx7Z3kOnobrf4l0vEG5MhSEsGXKhyXQc
Als beste Spielerin ist u.a. Janne Müller- Wieland nominiert. Da es noch keine deutsche Weltspielerin gab, wäre es stark, wenn sie diesen Titel dieses Jahr gewinnen könnte.
Also abstimmen, Link teilen und weitere Hockeyfreunde abstimmen lassen. Wäre doch gelacht, wenn nicht wenigstens eine Auszeichnung nach Köln geht!

Nicht ganz so toll lief es für die Rot- Weiss Nationalspielerinnen im argentinischen Sommer von Buenos Aires. Der 1:3 Auftaktpleite folgten noch ein 1:1, ein 0:1 und eine 1:3 Niederlage gegen den  Gastgeber. Da bei einem Lehrgang die Ergebnisse nicht die größte Bedeutung haben, muss man sich allerdings nicht zu große Sorgen um die Danas machen. Wichtig ist, dass die Truppe wieder gesund in Deutschland angekommen ist und vielleicht sehen wir ja auch bei den Damen diese Saison noch die ein oder andere Nationalspielerin in der Halle.

Wie es weitergeht
Wie schon erwähnt folgt der nächste und damit aber auch letzte Doppelspieltag im Hockeyjahr 2019. Gerade für die Damen zeigt sich nächstes Wochenende in Mülheim und Düsseldorf, ob es dieses Jahr etwas werden kann mit den Playoffs. Vor allem das Spiel bei Uhlenhorst ist wichtig, da die Mülheimerinnen gegen den Aufsteiger aus Krefeld beim 3:3 patzten und auch in Düsseldorf verloren haben. Gewinnt Rot- Weiss beträgt der Vorsprung nach 4 Spielen bereits 8 Punkte und man kann zumindest mit einer sehr guten Ausgangsposition nach Düsseldorf fahren. Dort ist man sicher kein Favorit, aber auf dem Feld gelang zuletzt ja bereits ein Sieg in der verbotenen Stadt, vielleicht klappt es diesmal ja auch in der Halle. Punktet man am nächsten Wochenende auf irgendeine Art und Weise können die Rot- Weiss Mädels auf jeden Fall sehr positiv ins neue Hockeyjahr gehen.

Stark wäre natürlich eine angemessene Fanunterstützung aus Köln für die Jungs und Mädels. Gerade der Samstag bietet sich an, spielen doch die Herren direkt nach den Damen gegen Uhlenhorst. Auch am Sonntag geht es für beide Teams gegen denselben Gegner in Düsseldorf, wenn auch mit ein paar Stunden Abstand.
Ich bin dieses Wochenende leider verhindert und kann nicht vor Ort sein. Allerdings ist das in diesem Fall nicht zu schlimm, denn alle Partien werden per Stream übertragen:

Am Samstag in Mülheim auf diesem Youtubekanal https://www.youtube.com/watch?v=aJTAYBEufCQ&list=PLCSjlYYnCNMKcu_G8vGVktMlPSUInjv5j und am Sonntag kann man hier die Links zu den Spielen finden, ein Livestream ist in jedem Fall auch für Düsseldorf- RW Köln geplant. http://www.hockeyliga.live/
Es gibt also auch nächste Woche noch jede Menge zu schreiben. Danke, wer bis hierhin durchgehalten hat!
In diesem Sinne, schön weiter siegen Rot- Weiss, bis nächste Woche und wie immer sportliche Grüße aus dem weihnachtlichen Köln!

Markus Lehnen

Diese Woche bei … den Kölner Haien, KW 49

Die Erfolgsserie der Kölner Haie reißt noch nicht ab

Erfolge müssen gefeiert werden, ganz klar. Und das können die Kölner Haie gerade sehr gut. Der KEC war mit sechs Siegen und einer Niederlage in Verlängerung von gesamt sieben Spielen das siegreichste Team der DEL im November. Und auch der erfolgreiche Start in den neuen Monat gelang den Haien am 1. Dezember.

Am Wochenende standen für den KEC zwei NRW Duelle auf dem Spielplan und begonnen wurde am Freitag mit keinem geringeren Spiel als der Mutter aller Derbys. Köln traf auf den Erzrivalen Düsseldorf. Tja, und was soll man sagen, auch das zweite Derby dieser Saison ging in die Erfolgsbilanz der Haie über.

Souverän bereitete die Mannschaft um Mike Stewart der Düsseldorfer EG einen unschönen Abend mit einer 1:4 Niederlage. Im ersten Drittel fielen bereits die ersten vier Tore, drei für Köln durch Lucas Dumont, Frederik Tiffels und Ben Hanowski. Alexander Barta traf für die DEG, doch dies sollte das einzige Tor für die Düsseldorfer bleiben. Das zweite Drittel blieb zwar kämpferisch und mit mehr Spielanteilen in der Hand der Kölner, doch zählbare Treffer gab es nicht. Im Schlussdrittel machte dann Jon Matsumoto mit dem vierten Tor den Sack für den KEC zu. Matumoto steigerte sich in den letzten Spielen kontinuierlich und sammelte in jedem Spiel Scorerpunkte. Scheinbar hat Mike Stewart eine gute Position für den ehemals Topscorer 2018/2019 der Liga gefunden, so dass Matsumoto in seine Form finden konnte und kann. Auch Lucas Dumont überzeugt als junger Spieler durch kontinuierliche Weiterentwicklung.

 

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🥋 Siebtes Spiel in Folge mit mindestens einem Scorerpunkt von Jon Matsumoto! 🔥🔥🔥 #DERBYSIEGER #alarmstuferot #Matsumotoooor #aufgehtshaie #Köln

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Durch den Sieg änderte sich die Tabelle der DEL ein wenig, Köln stand zu der Zeit zwischen Freitag und Sonntag auf Platz acht, punktgleich nun aber mit der DEG. Diese aufgrund der besseren Tordifferenz auf dem siebten Platz. Ingolstadt auf Platz sechs hatte nur einen Punkt mehr sammeln können. Doch nach dem Sieg gegen Iserlohn sollte sich die Platzierung noch einmal ändern. Köln rückte weitere zwei Plätze nach oben und steht kurz vor dem zweiten Advent auf Platz sechs.

Die Tabelle ist sichtbar eng und nach dem ersten gespielten Drittel der Saison ist für fast jede Mannschaft noch etwas zu holen. Dadurch aber, dass noch einige Speile zu absolvieren sind, bleibt der Ausgang der Hauptrunde offen. Absehbar ist jedoch Platz eins, denn München wird sich sicherlich nicht vom Thron werfen lassen. Das Überraschungsteam dieser Saison, die Straubing Tigers, hält sich beharrlich auf Platz zwei und wird diesen auch nicht kampflos aufgeben. Auf der anderen Seite der Tabelle steht Schwenningen auf dem letzten Platz, auch daran wird absehbar nicht mehr viel gerüttelt werden.

 

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@gustafwesslau29 im Pre-Game-Interview – und unser Starting Goalie heute? #alarmstuferot #haielive

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Für die Kölner Haie sollte die Siegesserie aber nicht abbrechen, am Sonntag starteten sie mit gestärkter Brust in die Partie gegen die Iserlohn Roosters. Auch wenn Iserlohn in dieser Saison keine Glanzleistungen zeigte und auf den unteren Plätzen der DEL Tabelle steht, hieß das nicht, dass Köln diese Partie auf die leichte Schulter nehmen konnte. Denn bereits gegen den Tabellenletzten Schwenningen tat sich die Mannschaft um Mike Stewart doch noch etwas schwer. Doch die Entwicklung der Mannschaft im Spiel, sowohl in Offensive als auch Defensive, geht langsam, aber stetig nach oben.

Iserlohn ist bekannt für hartes, aggressives und kämpferisches Eishockey. Darauf mussten sich die Haie vorbereiten. Das intensive und erfolgreiche Derby war eine gute Vorbereitung.

 

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COMEBACK TIME! #SWEDISHWALL #aufgehtshaie

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Das erste Drittel verlief für den KEC nahezu perfekt. Die Kölner Mannschaft legte vier Tore vor und am Ende stand es 4:0. Die vier Torschützen waren Zach Sill, Alexander Oblinger und zweimal Marcel Müller. Auch Gustaf Wesslau, der erstmals wieder im Tor stand und Hannibal Weitzmann nach langer Pause ablöste, hielt im ersten Drittel seinen Kasten sauber. Marcel Müller scheint seine Form wiedergefunden zu haben und versuchte bisher seine lange verletzungsbedingte Pause ausgleichen zu wollen. Im zweiten Drittel konnte Alexandre Grenier dann den einzigen Treffer des Abends für die Sauerländer erzielen. Insgesamt verlief dieses Drittel zäher. Auch im letzten Drittel nahmen die Haie etwas Dampf aus der Partie und konzentrierten sich auf die Verteidigung. Dies gelang und am Ende stand es 4:1. Das Spiel wurde wie auch die Partie gegen Düsseldorf zuvor in den ersten 20 Minuten entschieden.

„Die ersten 20 Minuten waren absolut spitze, danach sind wir ein bisschen vom Gas gegangen und Gustaf Wesslau hatte ein paar starke Saves. Wir haben momentan eine gute Phase, ich hoffe es geht noch etwas so weiter.“ analysierte Mike Stewart am Ende.

Das Wochenende ergab somit zwei weitere Siege für die Kölner Haie und 6 Punkte. Die einfache Gleichung: 2 + 2 = 6 von 6.

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 49

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Von Markus Lehnen

Auftaktsieg der 1. Damen
7 Wochen nach dem letzten Heimspiel der 1. Herren ging es am Sonntag am Olympiaweg in Köln Müngersdorf wieder um Bundesligapunkte. Und so hatte auch ich mich wieder auf dem Weg gemacht, um den Saisonauftakt der 1. Damen gegen den Aufsteiger vom Crefelder HTC live vor Ort zu verfolgen.
Vielen Dank an dieser Stelle an Geschäftsführer Robert Haake, der mir diesmal sogar 2 Dauerkarten für die Hallensaison zur Verfügung gestellt hat. Nun kann ich also auch meine Freunde nötigen mit zum Hockey zu kommen 😉

Rot- Weiss Köln- Crefelder HTC 3:0 (2:0)
Die Geschichte des Auftaktspiels ist recht schnell erzählt. Die Aufsteigerinnen aus Krefeld hatten eine erste 2 auf 1 Situation nicht gut ausgespielt, woraufhin im Gegenzug Rot- Weiss zu einer ersten Strafecke kam. Diese konnte Maja Weber in der 6. Minute zum 1:0 verwandeln. Nach einer weiteren Großchance kurz darauf konnte Camille Nobis in der 8.Minute,  nach starker Vorarbeit von Antonia Lonnes, auf 2:0 erhöhen. Anschließend plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. Die Domstädterinnen dominierten und ließen vor allem defensiv kaum gefährliche Angriffe zu. Nach vorne sah man dem Spiel aber an, dass es der Saisonauftakt war und die Mädels noch nicht 100% aufeinander abgestimmt sind.  In der 2. Halbzeit konnte Lea Stöckel noch den 3:0 Endstand erzielen. Die handgezählten 20:10 Torchancen zeugen ebenso wie die 4:1 Strafecken von einem insgesamt souveränen Auftaktsieg der ambitionierten Kölnerinnen.

Positiv fiel mir vor allem die konzentrierte Defensive, sowie ein gewisser Zug im Spiel auf, den ich von dem Team in der letzten Hallensaison in der Art seltener gesehen hatte. In die nächsten beiden Heimspiele gegen Raffelberg und Bonn gehen die Damen von Trainer Markus Lonnes in dieser Form auch als klarer Favorit ins Spiel, bevor dann der erste große Leistungstest beim Düsseldorfer HC folgt.
Insgesamt hatten sich rund 120 Zuschauer in der weihnachtlich geschmückte Rot- Weiss Anlage eingefunden. Sicherlich ein guter Wert gemessen daran, dass es an diesem Sonntag nur 1 Spiel zu sehen gab und mit Crefeld kein Topgegner auf der anderen Seite stand.

Dies und Das
Leider nicht gewonnen hat Rot- Weiss Torjägerin Pia Maertens den Titel Sportlerin des Jahres in ihrer Heimatstadt Duisburg. Allerdings gab es ein interessantes Portrait mit Interview im Duisburger Lokalfernsehen, welches man sich unter diesem Link anschauen kann.

Und nächstes Jahr, mit Meistertitel und Olympiagold, klappt es dann auch mit Platz 1! J
Im fernen, aber immerhin sommerlichen, Buenos Aires hat die deutsche Damen Nationalmannschaft ihr erstes von 4 Länderspielen gegen Argentinien mit 1:3 verloren. Pia Maertens und Nike Lorenz kamen hierbei zum Einsatz, während die weiteren 3 nominierten Nationalspielerinnen des Rot- Weiss Köln diesmal noch nicht spielten.
Die weiteren Spiele, auch relive, gibt es in den nächsten Tagen hier zu sehen. Spanisch Kenntnisse sind hierbei allerdings von Vorteil.:

Wie es weiter geht
Fing die Saison dieses Wochenende mit 1 Spiel entspannt an, geht es am 2. Adventswochenende erst richtig los. Die 1. Herren starten in ihre Saison und die gesamte Liga, auch bei den Damen, spielt einen Doppelspieltag aus. Die Bundesligateams von Rot- Weiss haben hierbei allesamt Heimspiele, es gibt also auch in der Hockeyhalle am Olympiaweg ein volles Programm.
Los geht’s mit den Damen am Samstag um 14 Uhr gegen den Club Raffelberg aus Duisburg. Im Anschluss folgt ab 16 Uhr mit dem Spiel der Rot- Weiss Herren gegen Blau- Weiss Köln ein echtes kölsches Derby.
Am Sonntag geht es bereits ab 12 Uhr für die Damen gegen den Bonner THV, während die Herren um 14 Uhr auf den Gladbacher HTC treffen. Jede Menge Hockey also mit attraktiven Gegnern  und einer guten Chance auf 4 Siege. Ich werde zumindest Samstag sicher vor Ort sein und mal sehen, ob das Derby die 300 oder vielleicht sogar 400 Zuschauer Marke knacken kann. Zu hoffen wäre es!
Die Berichte gibt es dann nächste Woche an dieser Stelle, wenn der Blog dann  auch wieder etwas länger ausfällt.
In diesem Sinne, wie immer sportliche Grüße aus Köln!

Markus Lehnen