Die Woche bei … den Kölner Haien, KW 51

Von Sabrina Tesch

Die Kölner Haie gewinnen und verlieren vor Weihnachten

Für die Kölner Haie und die gesamte Deutsche Eishockey Liga gibt es in der Weihnachtszeit kaum eine Pause. Schließlich sind 52 Partien in der Hauptrunde der DEL zu bestreiten, da bleibt kaum Zeit zu verschnaufen. Und wer sich selbst durch Leistung beschenken möchte, muss halt noch tatkräftig ackern. Doch die Profis sind das auch gewohnt, so ist es nun mal im Profisport.

Vergangenes Wochenende spielten die Haie freitags gegen Augsburg auswärts und sonntags gegen Ingolstadt zu Hause. Beide Spiele waren für den KEC spannend, Mike Stewart traf in Augsburg auf seinen ehemaligen Verein und mit Ingolstadt spielte Köln gegen einen direkten und punktgleichen Konkurrenten in der Tabelle. Und schließlich endeten beide Spiele mit einer Niederlage für die Kölner.

Die Augsburger Panther besiegten den KEC einem klaren Ergebnis von 5:1. Gegen den ehemaligen Verein Mike Stewarts musste der KEC ernüchternd die erste Niederlage nach einer langen Siegesserie einstecken, doch irgendwann endet jeder Erfolg einmal. Marcel Müller traf recht schnell für die Haie zum ersten und einzigen Tor. Im weiteren Verlauf gaben die Kölner das Spiel aus der Hand. Augsburg konnte ausgleichen und weiter in Führung gehen. Insgesamt fünf Tore standen am Ende auf der Ergebnisliste der Panther, für die Haie blieb es bei einem Tor. In dieser Saison war dies bereits die zweite Niederlage gegen die Augsburger, im Oktober gewannen sie bereits mit 1:3 in Köln.

Gegen Ingolstadt war aber dann zumindest ein Punkt zu holen. Das Spiel ging ins Penaltyschießen, seit langem mal wieder, endete jedoch mit einem Siegtreffer für den ERC.
Vor dem Spiel wurde eine Schweigeminute für den Mann eingelegt, der letzte Woche einem Herzinfarkt erlag. Er brach während des Spiels gegen die Nürnberger Ice Tigers zusammen und wurde notärztlich versorgt. Das Spiel wurde abgebrochen und nicht weiter fortgeführt. Der neue Termin ist am 28. Januar 2020 um 19.30 Uhr.

Das erste Spiel der Saison gegen Ingolstadt im Oktober gewann Köln knapp nach Verlängerung mit 3:2. Marcel Müller traf hier das entscheidende Tor. Insgesamt zeigt Marcel Müller sich in einer überzeugend guten Form, in den vergangenen Spielen schoss er Tore oder war zumindest an ihnen beteiligt. Nach seiner langen Verletzungspause hat er sich mit guter und harter Arbeit zurückgekämpft und überzeugt mit seiner Leistung und seinem Ehrgeiz. Aber auch einige andere Spieler kamen in den vergangenen 1,5 Monaten in Schwung. Beispielsweise näherte sich Jon Matsumoto seinem Leistungsniveau wieder an, aber auch Neuzugang Zach Sill scheint auf einem guten Weg.

Ingolstadt und Köln starteten schnell in die Partie. Die ersten dreißig Minuten verliefen für die Haie spielangebender. Ingolstadt jedoch versuchte aggressiv dagegen zu halten. In der 16. Minute gab es einen ersten Kölner Jubel, Sebastian Uvira hatte den Puck über die Linie ins Tor bekommen. Doch das Tor konnte nicht gegeben werden, da Pielmeier den Puck bereits in der Fanghand abgefangen hatte, bevor Uvira ihn ins Tor bucksierte. Nach einem Videobeweis wurde dies bestätigt. Das 1:0 durch Pascal Zerressen, es war sein zweiter Saisontreffer, erfolgte in der 20 Minute. Eine Minute später dann konnte Frederik Tiffels für Köln auf 2:0 erhöhen. Der Anschlusstreffer der Ingolstädter kam in der 32. Minute durch Maurice Edwards. Köln ließ ab der Hälfte des gesamten Spiels nach und gab die Führung aus der Hand. Der ERC, der zuvor an der Grenze des Fairen spielte, übernahm die Spielführung und glich in der 50. Minute durch Matthew Bailey in Überzahl aus. In der regulären Spielzeit schaffte es keiner der beiden Mannschaften noch den Siegtreffer zu schießen und so endete es nach 60 Minuten 2:2. Auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Es ging nach langer Zeit einmal wieder ins Penaltyschießen. Kris Foucault entschied hier das Spiel. Es endete mit 2:3 für Ingolstadt nach Penaltyschießen. Zumindest ein Punkt blieb in Köln.

Das Bayernwochenende der Kölner war also eher nicht erfolgreich und die langanhaltende Erfolgsserie wurde jäh beendet.

Am Dienstag ging es dann zügig weiter. Die Kölner fuhren ins recht nahe Iserlohn und besiegten die Roosters, zwar knapp, aber immerhin erfolgreich, mit 3:4. Drei weitere wichtige Punkte auf dem Weg zur Stabilisierung des Tabellenplatzes. Derzeit stehen die Haie auf dem siebten Platz. Da die Tabelle aber sehr eng ist, Platz fünf bis sieben sind punktgleich mit 43 Punkten, ist der Weg weiter nach oben durchaus möglich, sogar absehbar.

An diesem Wochenende geht es nun weiter, erst reisen die letztplatzierten Schwenninger Wild Wings nach Köln und am Sonntag kommen dann die Pinguins aus Bremerhaven. Es bleibt weiterhin spannend. Alles ist möglich. Und das ist ja auch das Schöne am Eishockey.

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 51

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Von Markus Lehnen

Out of NRW
Da ich am Samstag in München weilte, mich Sonntag von dem recht anstrengenden Trip erholen musste und auch zum Wochenstart keine Zeit hatte, schreibe ich meinen Blog diese Woche am Dienstag und nicht, wie sonst üblich, am Montag. Es könnte also sein, dass wenn ihr das hier lest, die Herren bereits ihr letztes Heimspiel des Jahres am Mittwochabend um 20 Uhr zu Hause gegen den Crefelder HTC gespielt haben. Darauf werde ich in jedem Fall nächste Woche Bezug nehmen.

Insgesamt halte ich die Spielberichte diese Woche wieder etwas kürzer, da ich nur in die Streams reingeschaut habe und ihr dieses Woche sicherlich unter  https://www.hockeyliga.de/index2.php  mehr Spielinformationen erhaltet.

3. Spielwochenende 1. Damen
Samstag, 14.12. Uhlenhorst Mülheim- Rot- Weiss Köln 3:3 (3:3)
Etwas gehe ich aber natürlich auf die Spiele ein, sollte doch letztes Wochenende eine echte Richtungsbestimmung vor allem für die Saison der 1. Damen werden. Ein Sieg beim Westrivalen hätte fast schon eine Vorentscheidung im Kampf um die Playoffs bedeutet. Wie ihr aber seht, kam es leider etwas anders. Dass es eng werden würde war im Grunde klar, dass Mülheim früh in Führung gehen konnte war schade, aber dass Rot- Weiss mit 3 Toren in 11 Minuten antworten, und so 3:1 in Führung gehen konnte, ließ großes erhoffen. RWK Kapitänin Julia Busch glich zunächst nach eine Strafecke per Direktschuss aus, ehe sie 2 Minuten später auf Maja Weber ablegte, die wiederum den Ball im Mülheimer Tor versenken konnte. Das 3:1 besorgte anschließend noch Lea Stöckel und der rot- weisse Playoffzug schien nach 20 Minuten Fahrt aufgenommen zu haben. Leider führten 2 Abwehrpatzer, vor allem beim 3:3 12 Sekunden vor der Halbzeit, noch zum Ausgleich und der RW Zug sollte für das gesamte Wochenende zum Stillstand kommen.
In der 2. Halbzeit fielen dann nämlich leider keine Tore mehr. Beide Torhüterinnen, im Kölner Tor stand diesmal Maja Sielaff, hielten jeweils den Punkt für ihre Teams fest und Nika Boenisch ließ dazu leider eine Riesenchance zum 4:3 für Köln ungenutzt, als sie Zentimeter über das Tor schoss.

Leider also nur 1 Punkt für die Domstädterinnen, der allerdings noch viel wert sein kann. Aber dazu gleich mehr, wenn ich den Taschenrechner anwerfe.
Wie eigentlich immer positiv erwähnen darf ich den Youtubekanal von Uhlenhorst. Die Übertragung dort wurde wie gewohnt launig kommentiert, bot mehrere Perspektiven und häufige Zeitlupen. Toll, was dort für ein Aufwand betrieben wird.

Etwas weniger schön fand ich die Halle, die in diesem Fall eine reine Sporthalle war, mit sämtlichen Linien, die jeder so von seiner Schulsporthalle noch kennt. Es ist dann doch oft etwas schwer zu erfassen, wo der Schusskreis oder die anderen Markierungen, genau sind.

Sonntag 15.12. Düsseldorfer HC- Rot- Weiss Köln 9:0 (3:0)
Tjoa sagen wir mal so, in der ,,verbotenen” Stadt lief es, anders als beim Sieg auf dem Feld im Oktober, diesmal weniger gut. Wenn man das Spiel bewerten will muss man im Grunde nur eine Szene sehen, nämlich das 8:0 von Lisa Nolte in der 50. Minuten. Ein langer Ball aus der eigenen Hälfte verfehlte die Düsseldorferin eigentlich um eine Schlägerlänge. Diese streckte aber den Arm aus, erwischte den Ball und lupfte diesen zielsicher über RWK Torfrau Lisa Höllriegl. Kurz um, es war ein Tag, an dem für die einen alles, und für die anderen nichts ging. Leider waren die RWK Mädels diesmal auf der Nichts Seite.
Hielt in Halbzeit 1 zumindest noch die Kölner Defensive einigermaßen, ließ auch diese in der 2. Halbzeit nach. Die Offensive kam an diesem Sonntag in der Landeshauptstadt nie in einen Rhythmus.  Am Ende ist es natürlich eine für das Torverhältnis ärgerliche Packung, aber diese ist eben genauso 0 Punkte wert ist, wie eine 4:5 Niederlage in der letzten Sekunde.
Es steht zu hoffen, dass die Pleite nicht am Selbstvertrauen der Mädels kratzt, denn im Grunde spielt man seit September starke Runden auf dem Feld wie in der Halle und hat alle Möglichkeiten jeweils in die Playoffs einzuziehen.

Mülheim gewann am Sonntag deutlich in Raffelberg, weswegen  Rot- Weiss nun mit 10 Punkten auf Platz 2 der Weststaffel liegt. 2 Punkte dahinter  liegt der wohl größte Rivale von Uhlenhorst und 3 Zähler entfernt ist der Überraschungsaufsteiger aus Krefeld.

Gleich im neuen Jahr geht es am 4.1. eben genau in Krefeld weiter. Da Mülheim dort patzte, ist dies ein eminent wichtiges Spiel für die Domstädterinnen. Mit einem Sieg kann man den Crefelder HTC vorentscheidend distanzieren und Mülheim auf Distanz halten. Das große Finale um Platz 2 in der Staffel steigt aber wahrscheinlich eine Woche später am Sonntag dem 12.1. um 12 Uhr in der KTHC Halle am Olympiaweg. Diesen Termin also unbedingt vormerken!

Am Ende eines insgesamt starken Halbjahres hatten sich die Mädels den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt jedoch redlich verdient. Ich wünsche an dieser Stelle schon mal besinnliche Tage und ein frohes Weihnachtsfest. Und das 0:9 vergesst einfach ganz schnell 😉

2. Spielwochenende 1. Herren
Samstag, 14.12. Uhlenhorst Mülheim- Rot- Weiss Köln 6:6 (0:2)
Wieder ein Unentschieden im Ruhrgebiet, aber was für eines! Das Schwergewichtsduell im Hockeywesten hat einmal mehr das gehalten, was es versprochen hatte und auch hier sei  schon der 12.1. erwähnt. Erst das wahrscheinliche Entscheidungsspiel der Damen um die Playoffs, dann das mögliche Duell um Platz 1 im Westen bei den Herren. Eigentlich sollte an dem Sonntag die 500er Zuschauermarke fallen, liefert doch nicht mal der Fußball dann Konkurrenz.

Zum Spiel in Mülheim kann man nur sagen, dass wer irgendwie noch Zeit hat sich hier https://www.youtube.com/watch?v=uRa0rj-echQ  die 2.Halbzeit angucken sollte. Die 1. Hälfte war, wie übrigens auch beim Feldspiel im September, noch einigermaßen unspektakulär. Aber dann glich Uhlenhorst das Spiel zunächst aus, ehe Köln in der 43. durch Nationalspieler Große wieder in Führung ging. Spätestens jetzt ging der Wahnsinn los: Binnen 3 Minuten traf der deutsche Feldhockeymeister 3mal und drehte das Spiel auf 5:3, nur damit der Hallenrekordmeister aus Köln selbiges mit abermals 3 Toren in diesmal 4 Minuten wieder auf 6:5 drehte. Aus Kölner Sicht war der Treffer von Swiatek allerdings leider nicht die Entscheidung, denn Mazkour glich 1,5 Minuten vor Ende der Partie noch einmal aus. 6:6, ein irres Spiel bei dem auch kein Team die Niederlage verdient hatte!

Sonntag 15.12. Düsseldorfer HC- Rot- Weiss Köln 2:5 (1:3)
Dass so ein irres Spiel, wie das von Samstag, enorm an die Kräfte geht zeigte sich bei Mühlheim am Sonntag. Blau- Weiss Köln bot Rot- Weiss nämlich Schützenhilfe und konnte den ewigen Westrivalen mit 9:7 besiegen.

Zur ungewohnten Anstoßzeit um 20 Uhr am Sonntagabend war also klar, dass die Domstädter sich mit einem Sieg in Düsseldorf von Uhlenhorst absetzen konnten. Und so kam es dann auch! Vor allem die beiden Nationalspieler Johannes Große und Thies Prinz sorgten mit je einem Doppelpack für einen selten gefährdeten, wenn auch nicht gerade glanzvollen, 5:2 Sieg in der ungeliebten nördlichen Nachbarstadt (Leverkusen zählt nicht;-)

In der Tabelle liegen die Jungs aus der Domstadt nun mit 10 Punkten 3 Punkte vorm Rivalen aus Mülheim. Der wiederum ist aber nur 3., denn mit 9 Punkten hat sich der Crefelder HTC einstweilen dazwischen geschoben.

Es wird also ein echtes Spitzenspiel, wenn sich Rot- Weiss und Krefeld am Mittwochabend um 20 Uhr in Köln Müngersdorf duellieren. Ich hoffe, dass die späte Anstoßzeit besser funktioniert als in Düsseldorf, wo nur 150 Zuschauer den Weg in die Halle fanden.

Und weil es so schön ist, treffen sich Krefeld und Rot- Weiss am Samstag um 14:30 Uhr gleich noch einmal zum vorweihnachtlichen Rückspiel in Krefeld.
Während die Damen also bereits in der verdienten Winterpause sind, müssen die Herren diese Woche noch 2mal ran an die Hockeyschläger.
Auch Düsseldorf bietet bekanntlich einen Stream an. Leider unkommentiert und aus einer etwas gewöhnungsbedürftigen Kameraperspektive auf Höhe des linken Schusskreises. Man gewöhnt sich allerdings auch hieran. Dazu sieht man in der Halle durch die geringe Distanz sowieso das meiste und kann dem Spiel jederzeit folgen. Als Berichterstatter ist es super, die Chance zu haben die Spiele noch einmal zu sehen, oder eben überhaupt, wenn man nicht vor Ort sein kann. Vielleicht vielleicht, es ist ja gerade die Zeit für Wünsche, klappt es ja auch bei Rot- Weiss Köln bald mit Liveübertragungen oder zumindest Highlightvideos.

Wie es weitergeht
Die Herren spielen also noch 2mal bis Weihnachten, davon am Mittwochabend zu Hause. Zu diesem echten Topspiel werde ich dann auch ein letztes Mal in 2019 vor Ort sein. Nach dem Spiel hat der ein oder andere vielleicht ja noch Lust in der Vereinskneipe, vielleichtbei einem kühlen Kölsch, über das Spiel und Hockey im Allgemeinen zu fachsimplen, oder etwas Bundesligafußball zu schauen. Gerne auch dort positive wie negative Kritik, sowie Input für diesen Blog. Und wenn mir jemand mir ein Kölsch ausgeben möchte, von mir aus gerne 😉
Danach zieht es mich über die Weihnachtstage in meine Urlaubsheimat Dänemark. Der letzte Blog in 2019 kommt dann von dort, wahrscheinlich aber erst Ende nächster Woche. Dort berichte ich dann noch über die beiden Herrenspiele und schaue etwas auf das erste 2/3 Jahr dieses Blogs zurück.
An alle Leser und auch an die, die vielleicht nur rein klicken an dieser vorweihnachtlichen Stelle aber bereits ein riesen Dank für Euer Interesse! Wir machen das gerne und aus reiner Spaß an der Freude, daher freut sich jeder der 12 Producer über jeden Leser.
Danke auch vor allem an Daniel Hoffmann, der meine Texte jede Woche so formschön auf die 12producer.de Seite stellt und Jens Huiber, der dieses Projekt überhaupt erst möglich macht.
Ich wünsche Euch Lesern, Daniel, Jens und den anderen 12 Producern, sowie dem ganzen Verein Rot- Weiss Köln ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

Euer Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 50

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Von Markus Lehnen

Tore Tore Tore
Ja die beiden Besuche bei den Bundesligateams von Rot- Weiss Köln haben sich mal richtig gelohnt. Nicht weniger als 43 Tore bekam ich in 4 äußerst unterhaltsamen Spielen zu sehen.
Dass dazu alle 4 Spiele gewonnen wurden, machte das 2. Adventswochenende für die Domstädter gänzlich perfekt. Allerdings muss ich auch diese 43 Tore in 4 Spielberichte unterbringen, ohne, dass dieser Blog in einen Roman ausartet. Also nicht sauer sein, wenn ich nur die wenigsten Tore beschreibe und mich vor allem auf den Spielablauf konzentriere.
Detaillierte Spielberichte könnt ihr weiterhin auf https://www.hockeyliga.de/index2.php finden.

2. Spielwochenende 1. Damen
Samstag, 7.12. Rot- Weiss Köln- Club Raffelberg  8:2 (4:1)
Was am Ende ein Kantersieg wurde, ließ sich für die Kölnerinnen zunächst weniger gut an. Die Spielerinnen vom Club Raffelberg aus Duisburg waren nämlich zu Beginn mindestens gleichwertig, scheiterten aber immer wieder an der bärenstarken Lisa Höllriegl im Kölner Tor. Offensiv dagegen bestachen die Kölnerinnen vor allem durch Effizienz und nutzen ihre ersten 3 Chancen zu 3 Toren durch Camille Nobis  (6. Minute), Antonia Lonnes (8.) und Liv Arndt (9.). Raffelberg kam vor der Pause zwar noch zum verdienten 1:3, Katharina Reuten sorgte aber 3 Sekunden vor der Halbzeitsirene doch wieder für den alten 3 Tore Abstand. Kleiner Fehler hier auf hockeyliga.de, die das Tor in der 29. gesehen haben wollen.

RWK Trainer Markus Lonnes war mit der Leistung nicht völlig zufrieden, sprach von etlichen schwächeren Phasen. Und so eine Phase war auch der Beginn der 2. Halbzeit, als 10 Minuten offensiv nicht viel zusammenlief. Dann allerdings brach nach einem weiteren Tor von Reuthen der Damm, und noch 2mal Nobis, sowie Arndt mit ihrem 2. Treffer konnten auf 8:1 stellen, ehe die Duisburgerinnen noch zum Ehrentreffer kamen.

Vor Anfangs knapp 100, später an die 200 Zuschauer, lieferten die Kölnerinnen bei ihrem 2. Saisonsieg vor allem einen effizienten Auftritt hin. Man erhielt im ganzen Spiel keine Strafecke, konnte aber von 16 handgezählten Chancen ganze 8 nutzen, was ein sehr guter Wert ist. Herausragend waren an diesem Samstag vor allem Camille Nobis mit 3 Toren und Torfrau Lisa Höllriegl, die die Raffelbergerinnen ein ums andere Mal verzweifeln ließ.

Sonntag, 8.12. Rot- Weiss Köln- Bonner THV 7:2 (1:2)
Zur Halbzeit musste man sich schon die Augen reiben, als der klare Außenseiter aus Bonn das Spielfeld mit einer 2:1 Führung verließ. Bei den Domstädterinnen, bei denen diesmal Maja Sielaff im Tor stand,  lief nicht viel zusammen und einzig ein Treffer von Camille Nobis zum zwischenzeitlichen 1:1 sorgte für etwas für Erheiterung bei den RWK Fans unter den knapp 150 Zuschauern. Bonn hatte sogar Chancen zu mehr Treffern, nutzte diese aber nicht. Das sollte sich rächen, denn die Rot- Weiss Mädels kamen völlig verändert aus der Halbzeit zurück und konnten die Bonnerinnen nun in ihrer Hälfte einschnüren. In der 34. Minute erzielte Lea Thomas das 2:2, es folgten einige weitere Chancen für Köln, die man jedoch ungenutzt ließ. Erst 13 Minuten vor Schluss brach eine stark versenkte Strafecke von Maja Weber den Bann. Direkt im nächsten Angriff erhöhte abermals Thomas auf 4:2 ehe in der absoluten Schlussphase die weiteren Tore durch Nika Boenisch, Kapitänin Julia Busch und Liv Arndt hinzukamen. Am Ende also ein weiterer Kantersieg, der aber etwas zu hoch ausfiel. Wieder war die Chancenverwertung mit 7 aus 16, und damit nahe an den 50% vom Vortag, der große Pluspunkt für die RWK Mädels. Insgesamt also ein perfekter Saisonauftakt mit 3 klaren Siegen aus 3 Spielen, der Hoffnung auf eine starke Saison macht. Auch ohne Nationalspielerinnen ist wie erhofft jede Menge Qualität auf dem Feld.
In welche Richtung die Saison geht zeigt sich vor allem nächstes Wochenende, wenn mit den Auswärtsspielen bei Uhlenhorst Mülheim (Samstag,14 Uhr) und beim Düsseldorfer HC (Sonntag, 12 Uhr) die Topteams der Weststaffel auf die Kölnerinnen warten. Genau diese beiden Teams standen letztes Jahr in der Abschlusstabelle vor Rot- Weiss  und zogen in die Playoffs ein.

1.Spielwochenende 1. Herren
Samstag, 7.12. Rot- Weiss Köln- Blau- Weiss Köln 7:4 (2:2)
Derbytime am Olympiaweg. Die 300 Zuschauermarke wurde sogar deutlich geknackt und knapp 350 Hockeyfreunde sorgten für eine Stimmung, die ich so beim Hockey noch nicht erlebt hatte. Zu sehen bekamen sie unter anderem Nationaltorwart Victor Aly und die DHB Spieler Thies Prinz und Johannes Große. Zu Beginn war allerdings noch etwas Sand im rot- weissen Getriebe und der Lokalrivale aus Köln- Sülz ging durch 2mal Jan- Marco Montag mit 2:0 in Führung. Hallenspezialist Joshua Delarber und Johannes Große konnten allerdings noch vor der Pause ausgleichen.
Diesen Schwung nahm Rot- Weiss mit in die 2. Halbzeit, in der Lukas Trompertz in der 33. Minuten für die Führung des Hallenrekordmeisters sorgte. Im Gegenzug schlugen die Sülzer aber zurück und glichen wieder aus. Erst danach begann der Favorit das Spiel zu dominieren und das zu spielen, was Trainer Andre Henning hinterher als souveränen Auftritt bezeichnete. Große, Siegburg und Delarber nutzen diese Überlegenheit bis zur 47. Minuten mit der Vorentscheidung. Blau- Weiss konnte nur noch das 4:6 erzielen, bevor Thies Prinz sehenswert zum 7:4 Endstand sorgte.
Insgesamt ein verdienter Sieg vor einer super Kulisse. Die Zuschauer bekamen dazu ein sehr unterhaltsames Spiel geboten, das Werbung für das Hallenhockey war.

Sonntag, 8.12. Rot- Weiss Köln- Gladbacher HTC 8:5 (3:2)
Der sonntägliche Auftritt der Domstädter sollte das Spiel vom Vortrag sogar noch einmal toppen. Vor diesmal leider nur etwas mehr als 200 Zuschauern legte Rot- Weiss los wie die Feuerwehr und kam bereits in der 1. Minute mit einer verwandelten Strafecke von Florian Pelzner zur Führung. Gladbach verkraftete diesen Fehlstart allerdings super und konnte insgesamt 3mal einen Rückstand ausgleichen. Siegburg und Prinz brachten die Kölner allerdings vor der Pause jeweils wieder in Führung. Richtig brenzlig wurde es in der 41. und 43. Minuten als die Gäste nicht nur ausgleichen, sondern direkt danach auch in Führung gehen konnten. Für Andre Henning war dies allerdings das Beste was passieren konnte, schienen seine Spieler nun doch den Ernst der Lage verstanden zu haben. 2 mal Prinz, Große und Siegburg entschieden zwischen der 45. und 55. Spiel das Spiel für Rot- Weiss Köln. Zwar zeigten die Außenseiter vom Niederrhein abermals Moral und verkürzten noch auf 5:7, doch Pelzner machte 2 Minuten vor Schluss endgültig alles klar und traf zum 8:5 Endstand. War das Spiel am Vortag schon unterhaltsam, so war dies noch eine Steigerung. Zu loben sind an dieser Stelle natürlich auch die Gladbacher Gäste, die dieses klasse Spiel erst möglich machten.

Wie für die Damen geht es nächstes Wochenende mit Spielen bei Uhlenhorst Mülheim (Samstag, 16 Uhr) und beim Düsseldorfer HC weiter. Für das Spiel in der ,,verbotenen” Stadt hat man sich etwas besonderes überlegt und es auf 20 Uhr am Abend gelegt. Ansonsten sind die Rollen anders verteilt als bei den Damen. Das Duell mit Mülheim ist das absolute Topspiel im Westen und eigentlich in der ganzen Liga, während die Kölner gegen Düsseldorf klarer Favorit sind.

Dies und Das
Auch im Hockey gibt es ein Weltspielerwahl, bei der die besten Spieler und Spielerinnen ausgezeichnet werden. Aus Deutschland gewannen diesen Titel z.B. bereits Tobias Hauke und Moritz Fürste. Besonders stolz ist man bei Rot- Weiss dieses Jahr auf gleich 2 Nominierungen. Zum einen ist Keeper Victor Aly als bester Torwart, zum anderen Nike Lorenz als Rising Star of the year (Beste junge Spielerin) nominiert. Abstimmen kann man über diesen Link:
http://fih.ch/news/fih-hockey-stars-awards-who-were-the-best-players-in-2019-have-your-say/?utm_content=1575630236&utm_medium=social&utm_source=facebook&fbclid=IwAR1x8hEwNIjWascPTm5nAibZlH3Tx7Z3kOnobrf4l0vEG5MhSEsGXKhyXQc
Als beste Spielerin ist u.a. Janne Müller- Wieland nominiert. Da es noch keine deutsche Weltspielerin gab, wäre es stark, wenn sie diesen Titel dieses Jahr gewinnen könnte.
Also abstimmen, Link teilen und weitere Hockeyfreunde abstimmen lassen. Wäre doch gelacht, wenn nicht wenigstens eine Auszeichnung nach Köln geht!

Nicht ganz so toll lief es für die Rot- Weiss Nationalspielerinnen im argentinischen Sommer von Buenos Aires. Der 1:3 Auftaktpleite folgten noch ein 1:1, ein 0:1 und eine 1:3 Niederlage gegen den  Gastgeber. Da bei einem Lehrgang die Ergebnisse nicht die größte Bedeutung haben, muss man sich allerdings nicht zu große Sorgen um die Danas machen. Wichtig ist, dass die Truppe wieder gesund in Deutschland angekommen ist und vielleicht sehen wir ja auch bei den Damen diese Saison noch die ein oder andere Nationalspielerin in der Halle.

Wie es weitergeht
Wie schon erwähnt folgt der nächste und damit aber auch letzte Doppelspieltag im Hockeyjahr 2019. Gerade für die Damen zeigt sich nächstes Wochenende in Mülheim und Düsseldorf, ob es dieses Jahr etwas werden kann mit den Playoffs. Vor allem das Spiel bei Uhlenhorst ist wichtig, da die Mülheimerinnen gegen den Aufsteiger aus Krefeld beim 3:3 patzten und auch in Düsseldorf verloren haben. Gewinnt Rot- Weiss beträgt der Vorsprung nach 4 Spielen bereits 8 Punkte und man kann zumindest mit einer sehr guten Ausgangsposition nach Düsseldorf fahren. Dort ist man sicher kein Favorit, aber auf dem Feld gelang zuletzt ja bereits ein Sieg in der verbotenen Stadt, vielleicht klappt es diesmal ja auch in der Halle. Punktet man am nächsten Wochenende auf irgendeine Art und Weise können die Rot- Weiss Mädels auf jeden Fall sehr positiv ins neue Hockeyjahr gehen.

Stark wäre natürlich eine angemessene Fanunterstützung aus Köln für die Jungs und Mädels. Gerade der Samstag bietet sich an, spielen doch die Herren direkt nach den Damen gegen Uhlenhorst. Auch am Sonntag geht es für beide Teams gegen denselben Gegner in Düsseldorf, wenn auch mit ein paar Stunden Abstand.
Ich bin dieses Wochenende leider verhindert und kann nicht vor Ort sein. Allerdings ist das in diesem Fall nicht zu schlimm, denn alle Partien werden per Stream übertragen:

Am Samstag in Mülheim auf diesem Youtubekanal https://www.youtube.com/watch?v=aJTAYBEufCQ&list=PLCSjlYYnCNMKcu_G8vGVktMlPSUInjv5j und am Sonntag kann man hier die Links zu den Spielen finden, ein Livestream ist in jedem Fall auch für Düsseldorf- RW Köln geplant. http://www.hockeyliga.live/
Es gibt also auch nächste Woche noch jede Menge zu schreiben. Danke, wer bis hierhin durchgehalten hat!
In diesem Sinne, schön weiter siegen Rot- Weiss, bis nächste Woche und wie immer sportliche Grüße aus dem weihnachtlichen Köln!

Markus Lehnen

Diese Woche bei … den Kölner Haien, KW 49

Die Erfolgsserie der Kölner Haie reißt noch nicht ab

Erfolge müssen gefeiert werden, ganz klar. Und das können die Kölner Haie gerade sehr gut. Der KEC war mit sechs Siegen und einer Niederlage in Verlängerung von gesamt sieben Spielen das siegreichste Team der DEL im November. Und auch der erfolgreiche Start in den neuen Monat gelang den Haien am 1. Dezember.

Am Wochenende standen für den KEC zwei NRW Duelle auf dem Spielplan und begonnen wurde am Freitag mit keinem geringeren Spiel als der Mutter aller Derbys. Köln traf auf den Erzrivalen Düsseldorf. Tja, und was soll man sagen, auch das zweite Derby dieser Saison ging in die Erfolgsbilanz der Haie über.

Souverän bereitete die Mannschaft um Mike Stewart der Düsseldorfer EG einen unschönen Abend mit einer 1:4 Niederlage. Im ersten Drittel fielen bereits die ersten vier Tore, drei für Köln durch Lucas Dumont, Frederik Tiffels und Ben Hanowski. Alexander Barta traf für die DEG, doch dies sollte das einzige Tor für die Düsseldorfer bleiben. Das zweite Drittel blieb zwar kämpferisch und mit mehr Spielanteilen in der Hand der Kölner, doch zählbare Treffer gab es nicht. Im Schlussdrittel machte dann Jon Matsumoto mit dem vierten Tor den Sack für den KEC zu. Matumoto steigerte sich in den letzten Spielen kontinuierlich und sammelte in jedem Spiel Scorerpunkte. Scheinbar hat Mike Stewart eine gute Position für den ehemals Topscorer 2018/2019 der Liga gefunden, so dass Matsumoto in seine Form finden konnte und kann. Auch Lucas Dumont überzeugt als junger Spieler durch kontinuierliche Weiterentwicklung.

 

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🥋 Siebtes Spiel in Folge mit mindestens einem Scorerpunkt von Jon Matsumoto! 🔥🔥🔥 #DERBYSIEGER #alarmstuferot #Matsumotoooor #aufgehtshaie #Köln

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Durch den Sieg änderte sich die Tabelle der DEL ein wenig, Köln stand zu der Zeit zwischen Freitag und Sonntag auf Platz acht, punktgleich nun aber mit der DEG. Diese aufgrund der besseren Tordifferenz auf dem siebten Platz. Ingolstadt auf Platz sechs hatte nur einen Punkt mehr sammeln können. Doch nach dem Sieg gegen Iserlohn sollte sich die Platzierung noch einmal ändern. Köln rückte weitere zwei Plätze nach oben und steht kurz vor dem zweiten Advent auf Platz sechs.

Die Tabelle ist sichtbar eng und nach dem ersten gespielten Drittel der Saison ist für fast jede Mannschaft noch etwas zu holen. Dadurch aber, dass noch einige Speile zu absolvieren sind, bleibt der Ausgang der Hauptrunde offen. Absehbar ist jedoch Platz eins, denn München wird sich sicherlich nicht vom Thron werfen lassen. Das Überraschungsteam dieser Saison, die Straubing Tigers, hält sich beharrlich auf Platz zwei und wird diesen auch nicht kampflos aufgeben. Auf der anderen Seite der Tabelle steht Schwenningen auf dem letzten Platz, auch daran wird absehbar nicht mehr viel gerüttelt werden.

 

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@gustafwesslau29 im Pre-Game-Interview – und unser Starting Goalie heute? #alarmstuferot #haielive

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Für die Kölner Haie sollte die Siegesserie aber nicht abbrechen, am Sonntag starteten sie mit gestärkter Brust in die Partie gegen die Iserlohn Roosters. Auch wenn Iserlohn in dieser Saison keine Glanzleistungen zeigte und auf den unteren Plätzen der DEL Tabelle steht, hieß das nicht, dass Köln diese Partie auf die leichte Schulter nehmen konnte. Denn bereits gegen den Tabellenletzten Schwenningen tat sich die Mannschaft um Mike Stewart doch noch etwas schwer. Doch die Entwicklung der Mannschaft im Spiel, sowohl in Offensive als auch Defensive, geht langsam, aber stetig nach oben.

Iserlohn ist bekannt für hartes, aggressives und kämpferisches Eishockey. Darauf mussten sich die Haie vorbereiten. Das intensive und erfolgreiche Derby war eine gute Vorbereitung.

 

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COMEBACK TIME! #SWEDISHWALL #aufgehtshaie

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Das erste Drittel verlief für den KEC nahezu perfekt. Die Kölner Mannschaft legte vier Tore vor und am Ende stand es 4:0. Die vier Torschützen waren Zach Sill, Alexander Oblinger und zweimal Marcel Müller. Auch Gustaf Wesslau, der erstmals wieder im Tor stand und Hannibal Weitzmann nach langer Pause ablöste, hielt im ersten Drittel seinen Kasten sauber. Marcel Müller scheint seine Form wiedergefunden zu haben und versuchte bisher seine lange verletzungsbedingte Pause ausgleichen zu wollen. Im zweiten Drittel konnte Alexandre Grenier dann den einzigen Treffer des Abends für die Sauerländer erzielen. Insgesamt verlief dieses Drittel zäher. Auch im letzten Drittel nahmen die Haie etwas Dampf aus der Partie und konzentrierten sich auf die Verteidigung. Dies gelang und am Ende stand es 4:1. Das Spiel wurde wie auch die Partie gegen Düsseldorf zuvor in den ersten 20 Minuten entschieden.

„Die ersten 20 Minuten waren absolut spitze, danach sind wir ein bisschen vom Gas gegangen und Gustaf Wesslau hatte ein paar starke Saves. Wir haben momentan eine gute Phase, ich hoffe es geht noch etwas so weiter.“ analysierte Mike Stewart am Ende.

Das Wochenende ergab somit zwei weitere Siege für die Kölner Haie und 6 Punkte. Die einfache Gleichung: 2 + 2 = 6 von 6.

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 49

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Von Markus Lehnen

Auftaktsieg der 1. Damen
7 Wochen nach dem letzten Heimspiel der 1. Herren ging es am Sonntag am Olympiaweg in Köln Müngersdorf wieder um Bundesligapunkte. Und so hatte auch ich mich wieder auf dem Weg gemacht, um den Saisonauftakt der 1. Damen gegen den Aufsteiger vom Crefelder HTC live vor Ort zu verfolgen.
Vielen Dank an dieser Stelle an Geschäftsführer Robert Haake, der mir diesmal sogar 2 Dauerkarten für die Hallensaison zur Verfügung gestellt hat. Nun kann ich also auch meine Freunde nötigen mit zum Hockey zu kommen 😉

Rot- Weiss Köln- Crefelder HTC 3:0 (2:0)
Die Geschichte des Auftaktspiels ist recht schnell erzählt. Die Aufsteigerinnen aus Krefeld hatten eine erste 2 auf 1 Situation nicht gut ausgespielt, woraufhin im Gegenzug Rot- Weiss zu einer ersten Strafecke kam. Diese konnte Maja Weber in der 6. Minute zum 1:0 verwandeln. Nach einer weiteren Großchance kurz darauf konnte Camille Nobis in der 8.Minute,  nach starker Vorarbeit von Antonia Lonnes, auf 2:0 erhöhen. Anschließend plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. Die Domstädterinnen dominierten und ließen vor allem defensiv kaum gefährliche Angriffe zu. Nach vorne sah man dem Spiel aber an, dass es der Saisonauftakt war und die Mädels noch nicht 100% aufeinander abgestimmt sind.  In der 2. Halbzeit konnte Lea Stöckel noch den 3:0 Endstand erzielen. Die handgezählten 20:10 Torchancen zeugen ebenso wie die 4:1 Strafecken von einem insgesamt souveränen Auftaktsieg der ambitionierten Kölnerinnen.

Positiv fiel mir vor allem die konzentrierte Defensive, sowie ein gewisser Zug im Spiel auf, den ich von dem Team in der letzten Hallensaison in der Art seltener gesehen hatte. In die nächsten beiden Heimspiele gegen Raffelberg und Bonn gehen die Damen von Trainer Markus Lonnes in dieser Form auch als klarer Favorit ins Spiel, bevor dann der erste große Leistungstest beim Düsseldorfer HC folgt.
Insgesamt hatten sich rund 120 Zuschauer in der weihnachtlich geschmückte Rot- Weiss Anlage eingefunden. Sicherlich ein guter Wert gemessen daran, dass es an diesem Sonntag nur 1 Spiel zu sehen gab und mit Crefeld kein Topgegner auf der anderen Seite stand.

Dies und Das
Leider nicht gewonnen hat Rot- Weiss Torjägerin Pia Maertens den Titel Sportlerin des Jahres in ihrer Heimatstadt Duisburg. Allerdings gab es ein interessantes Portrait mit Interview im Duisburger Lokalfernsehen, welches man sich unter diesem Link anschauen kann.

Und nächstes Jahr, mit Meistertitel und Olympiagold, klappt es dann auch mit Platz 1! J
Im fernen, aber immerhin sommerlichen, Buenos Aires hat die deutsche Damen Nationalmannschaft ihr erstes von 4 Länderspielen gegen Argentinien mit 1:3 verloren. Pia Maertens und Nike Lorenz kamen hierbei zum Einsatz, während die weiteren 3 nominierten Nationalspielerinnen des Rot- Weiss Köln diesmal noch nicht spielten.
Die weiteren Spiele, auch relive, gibt es in den nächsten Tagen hier zu sehen. Spanisch Kenntnisse sind hierbei allerdings von Vorteil.:

Wie es weiter geht
Fing die Saison dieses Wochenende mit 1 Spiel entspannt an, geht es am 2. Adventswochenende erst richtig los. Die 1. Herren starten in ihre Saison und die gesamte Liga, auch bei den Damen, spielt einen Doppelspieltag aus. Die Bundesligateams von Rot- Weiss haben hierbei allesamt Heimspiele, es gibt also auch in der Hockeyhalle am Olympiaweg ein volles Programm.
Los geht’s mit den Damen am Samstag um 14 Uhr gegen den Club Raffelberg aus Duisburg. Im Anschluss folgt ab 16 Uhr mit dem Spiel der Rot- Weiss Herren gegen Blau- Weiss Köln ein echtes kölsches Derby.
Am Sonntag geht es bereits ab 12 Uhr für die Damen gegen den Bonner THV, während die Herren um 14 Uhr auf den Gladbacher HTC treffen. Jede Menge Hockey also mit attraktiven Gegnern  und einer guten Chance auf 4 Siege. Ich werde zumindest Samstag sicher vor Ort sein und mal sehen, ob das Derby die 300 oder vielleicht sogar 400 Zuschauer Marke knacken kann. Zu hoffen wäre es!
Die Berichte gibt es dann nächste Woche an dieser Stelle, wenn der Blog dann  auch wieder etwas länger ausfällt.
In diesem Sinne, wie immer sportliche Grüße aus Köln!

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Hertha BSC, KW 48

von Chris Butzke

Stille.

Nach 90 Minuten gab es zum vierten Mal in Folge keine Punkte für die Mannschaft aus der Hauptstadt.

Ratlosigkeit lässt sich aus den erschöpften Gesichtern der Spieler ablesen, die resigniert am Boden liegen. Im Hintergrund sieht man, wie die Augsburger zusammen mit ihren Fans den verdienten 4:0-Heimsieg feiern.

Doch für alle Berliner gibt es nur noch Stille. Eine Stille, die den ganzen Körper durchdringt. Eine Stille, die keinen Platz für Wut oder Empörung lässt. Eine Stille, die einem mit Angst vor den nächsten Aufgaben zurücklässt.

Dabei sollte die Partie gegen Augsburg die letzte Chance für Trainer Ante Covic sein, um das Ruder rumzureißen. Zuvor konnte man gerade einmal 11 Punkten aus 11 Spielen holen (davon 9 Punkte gegen Köln, Paderborn und Düsseldorf, die die Plätze 16 bis 18 in der Tabelle belegen) und hat dabei noch keinen eigenen Spielstil gezeigt. Die Verunsicherung auf der Trainerbank breitete sich auch auf die Mannschaft auf dem Platz aus. Man merkte Covic in den vergangenen Wochen an, dass er alles versuchte, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen, doch auch die fehlende Erfahrung zeigte sich. Der persönliche Umgang mit den Medien wurde zunehmend schroffer, in der Länderspielpause sprach er sogar indirekt der Mannschaft die Qualität ab, um sein System erfolgreich umzusetzen. Doch hier muss die Frage erlaubt sein, welches System Covic genau meint. In den letzten Wochen häuften sich die Spiele, bei denen der planlose lange Ball das beliebteste Mittel in der Offensive war. Das in der Vorbereitung angekündigte Kurzpassspiel durch die Zentrale war nicht existent, obwohl mit Grujic, Darida, Löwen und Duda spielstarke Spieler zur Verfügung standen.

https://www.youtube.com/watch?v=KlF6xqvVs64

Im ausgerufenen Endspiel in Augsburg hatte man zu keiner Sekunde das Gefühl, dass Hertha als Gewinner den Platz verlässt. Der Gastgeber, dem eine durchschnittliche Leistung reichte, profitierte von der Berliner Passivität und den vielen individuellen Fehlern. Den größten Fauxpas leistete sich Torhüter Jarstein in der 26. Minute, als er einen der zahlreichen Rückpässe auf ihn schlecht verarbeitete, anschließend den aufmerksamen Niederlechner und den Torschützen Cordova kompromisslos umhaute, nur um doch den 2:0-Rückstand und die rote Karte zu kassieren. Aber auch ohne Jarsteins Blackout wäre das Spiel wohl verloren gegangen.

Am Mittwoch wurde dann offiziell bestätigt, was seit der Niederlage vom Sonntag eigentlich schon feststand. Ante Covic ist nicht mehr Cheftrainer von Hertha BSC.

Es übernimmt Jürgen Klinsmann, der erst seit Kurzem für Hertha BSC tätig ist. Durch die Aufstockung der Tennor-Anteile an der Hertha KGaA auf 49,9% konnte sich Investor Lars Windhorst einen weiteren Platz im Aufsichtsrat sichern und installierte dort Klinsmann. Nun ist durch die Neustrukturierung des Trainerstabs der Einfluss Windhorsts deutlich sichtbar. Nachdem Sportgeschäftsführer Michael Preetz es im Sommer verpasste, nach der Ära Dardai einen Umbruch im Verein einzuleiten und mit Covic wieder einen Trainer aus den eigenen Reihen präsentierte, scheint es nun mehr Mut für neue Ströme außerhalb der eigenen Hertha-Blase zu geben. Natürlich ist die Identifikation mit dem Verein wichtig, jedoch konnte man in den vergangenen Jahren den Eindruck gewinnen, dass die Länge der Vereinszugehörigkeit höher wog als die sportliche Eignung einiger Personalien. Damit soll nicht gemeint sein, dass Ante Covic nicht die sportliche Kompetenz besitzt, um ein erfolgreicher Trainer zu sein. Jedoch war schon in der letzten Saison unter Dardai ein negativer Trend zu erkennen. Mit Covic wurde dann ein Trainer ohne jegliche Erfahrung im Profigeschäft gewählt, der jedoch eine erfolgreiche U23-Laufbahn vorweisen kann und die Hertha-DNA in sich trägt. Preetz hat die Möglichkeit verpasst, frische Ideen und ambitioniertes Personal für die Positionen neben dem Platz zu verpflichten. Ante Covic musste jetzt dafür die Quittung zahlen.

Nun wird also vorerst Jürgen Klinsmann die Rolle des Cheftrainers übernehmen. Geplant ist dieses Engagement bis zum Saisonende. Bis dahin hat Michael Preetz Zeit für die Trainersuche, denn dieses Mal reicht es nicht, eine bequeme interne Lösung zu präsentieren. Wie professionelles Personalmanagement geht, zeigt Klinsmann bereits kurz nach seiner Ernennung zum Trainer. Mit Alexander Nouri und Markus Feldhoff bringt er gleich zwei Co-Trainer mit nach Berlin, die ein eingespieltes Team sind. Nouri durfte sich bereits als Cheftrainer einer Bundesligamannschaft beweisen, jedoch war diese Zeit nicht wirklich erfolgreich. Er hospitierte zuletzt in Los Angeles bei den dort ansässigen MLS Teams und kam so in Kontakt mit Klinsmann. Als Co-Trainer ist er vor allem für den Trainingsalltag zuständig. Die Position des Torwarttrainers wird bis zum Jahresende Andreas Köpke übernehmen, der solange  vom DFB ausgeliehen wird. Dass sein Sohn beim gleichen Verein spielt, ist in Berlin nichts Besonderes. Unter Pal Dardai durfte Palko Dardai an der ersten Mannschaft schnuppern, Ante Covic`s Sohn Maurice spielt ebenfalls für Hertha. Sogar Jürgen Klinsmanns Sohn Jonathan trug bis zur letzten Saison das Hertha-Trikot, bevor er im Sommer in die Schweizer RSL wechselte. Natürlich handelt es sich bei den Söhnen um begnadete Talente, die auch in den Junioren-Nationalmannschaften ihre Einsätze bekommen, trotzdem ist es schon ein recht sonderbarer Fakt.

Doch nicht nur im Trainerstab gibt es neue Gesichter. Arne Friedrich wird in Zukunft als Schnittstelle zwischen Management und Team agieren. Vereine wie zum Beispiel der FC Bayern, Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund haben gezeigt, dass es wichtig ist, Kompetenzen zu verteilen, damit kein Bereich zu kurz kommt. Arne Friedrich ist durch seine zahlreichen Aufenthalte in Los Angeles bereits mit Jürgen Klinsmann vertraut und als Vereinslegende auch für Michael Preetz kein Unbekannter. Schließlich war Friedrich der erste prominente Gast beim Blog-Projekt von Alica Preetz, der Tochter des Sportgeschäftsführers.

Übrigens zeigt sich die Professionalität von Jürgen Klinsmann darin, dass er sich Trainerteams für den spanischen, englischen und deutschen Sprachraum zusammengestellt hat, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Er will nichts dem Zufall überlassen und bei seinen Stationen für eine positive Entwicklung sorgen. Doch man sollte auch seine Zeit beim FC Bayern als Warnhinweis sehen. In der Saison 2008/09 gewann er mit dem FCB keinen einzigen Titel und muss bis heute Hohn und Spott über einige seiner Maßnahmen ertragen, die er damals vorangetrieben hatte. Vor allem die Installation von Buddha Statuen auf dem Bayern Gelände hängt ihm bis heute nach. Jedoch zeigte er anschließend als Trainer und Manager der US-Nationalmannschaft, dass er neue Wege erfolgreich gehen kann.

Für Investor Windhorst ist die Neuausrichtung des Vereins eine erste Demonstration der Macht. Die zahlreichen neuen Gesichter im Verein zeigen, dass man sich schon länger auf die Covic-Entlassung vorbereitet hat. Es weht ein neuer Wind in Berlin. Ein Wind, vor dem man sich lange in gewehrt hat. Vorbei ist das Suhlen in der eigenen Komfortzone. Externe Kräfte mit neuen Visionen und starken Charakteren übernehmen Aufgaben im Verein. Der Druck auf die etablierten Personen, allen voran Michael Preetz, wird größer. Ob es sich auszahlt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Nur eins ist sicher, eins wird es in Berlin nicht mehr geben. Stille.

Danke, Ante! Du hast alles für den Verein gegeben und hast dir den Respekt der Fans verdient. Es war keine einfache Aufgabe, die Mannschaft im Sommer zu übernehmen!

 

 

Diese Woche … bei den Kölner Haien, KW 48

Zwei Spiele, vier Tore und sechs Punkte – das Wochenende der Kölner Haie

Die Kölner Haie absolvierten vergangenen Freitag und Sonntag ein Spiel auswärts und ein Spiel zu Hause, beide Partien endeten mit einem gleichen Punktestand von 2:1 für den KEC. Unterschiedlich waren nur die jeweiligen Konkurrenten.

Eine ereignisreiche Woche lag hinter den Kölner Haien bevor sie am vergangenen Freitag nach Wolfsburg zu den Grizzlys reisen konnten. Die Gerüchteküche brodelte wieder einmal. Doch das ist im deutschen Eishockey nichts Neues. Gegenstand der eines Gerüchtes war der ehemalige Haiespieler Felix Schütz, der auch im Aufgebot der Nationalmannschaft steht und bereits internationale Erfolge feierte. Nach der letzten Saison verließ er die Haie und spielte einige Zeit in Schweden. Nun jedoch ist Schütz wieder vereinslos und auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Laut eigener Aussage lag ihm auch ein Angebot des KEC vor. Der Kölner Verein jedoch war nicht begeistert von der Redseligkeit, dementierte das Gerücht aber auch nicht. Am Sonntag folgte dann aber die Negierung, Schütz wird nicht in den Haie Kader zurückkehren. Die Frage, ob er in die derzeitige Struktur der Mannschaft und des Vereins gepasst hätte, bleibt demnach unbeantwortet.

Das zweite Gerücht hingegen bestätigte sich. Fabio Pfohl fehlte im Kader der Haie in den Spielen gegen Schwenningen und Straubing vor zwei Wochen, laut Aussagen des Clubs krankheitsbedingt. Doch man munkelte, Pfohl wolle den Verein verlassen. Es war ein Hoffen und Bangen, hoffen, dass er bleiben würde und Bangen, ob er wirklich gehen wolle. Pfohl gehörte in Köln zu den Sympathieträgern und auch wenn er in der laufenden Saison noch hinter den Erwartungen zurückblieb, ist es schade, dass er nun tatsächlich geht. Denn der KEC bestätigte letzte Woche nach einem weiteren Wink mit dem Zaunpfahl, Colin Smith wurde neu verpflichtet, dass Fabio Pfohl zu seinem ehemaligen Verein Wolfsburg wechseln wird. Die Gründe sollen privat bleiben. Anstelle Pfohls rückte nun Colin Smith und soll die Offensive als Stürmer unterstützen. Smith ist kein DEL Neuling, spielte bereits in Berlin und kommt aktuell aus Ingolstadt nach Köln. Die letzten beiden Spiele stand er dem Kölner Team bereits zur Seite und spielte gegen Krefeld in einer Reihe mit Sebastian Uvira und Colby Genoway.

Es tat sich also einiges. Die Mannschaft von Mike Stewart ließ sich dadurch aber nicht beirren und erreichte zwei wichtige Siege am vergangenen Wochenende. Zunächst wie bereits erwähnt, auswärts gegen Wolfsburg. Am vergangenen Sonntag dann spielte eine starke Mannschaft gegen die Krefeld Pinguine und bezwang diese in einer spannenden Partie und dem sogenannten kleinen rheinischen Derby mit 2:1. Die Haie waren das über weite Strecken spielführende und dominantere Team. Den Krefeldern blieb in den ersten zwei Dritteln kaum eine Chance zu kontern. Erst am Ende konnte der KEV Druck aufbauen und anschließen. Doch dies reichte am Ende nicht mehr.

Abseits vom Eis haben die Krefelder Pinguine zur Zeit enorm zu kämpfen, nämlich um den Verbleib in der Deutschen Eishockeyliga und um den Erhalt des Eishockeystandortes Krefeld. Krefeld gehört zu den Gründungsmitgliedern der DEL und hat aktuell finanzielle Schwierigkeiten. Nicht zuletzt verschuldet durch den russischen Gesellschafter Mikhail Ponomarev, der fast die Hälfte an Anteilen am Verein besitzt. Der Club richtete sich schon vor geraumer Zeit an Ponomarev, sogar öffentlich, und bat um Finanzierung, vergeblich. Gespräche sollen gescheitert sein, Bitten abgelehnt. Es ist eine durchaus schwere Situation. Die Krefelder müssen sich ständig fragen, ob ihr Verein noch lange existieren wird? Und dies wäre für die Stadt Krefeld als Eishockeystandort und auch für den Traditionsclub eine noch größere Niederlage und sehr traurig. Auch für die DEL und Eishockeydeutschland wäre es ein bitterer Verlust. Vergangene Woche gab es Gespräche der Gesellschafter über die Möglichkeiten für die Zukunft. Ponomarev möchte seine Anteile am Club verkaufen, doch zu welchen Bedingungen, wird man sich einigen können? Bisher gab es noch keinen Konsens und die Gespräche wurden auf auf Donnerstag, den 28. November, vertagt. Die Beweggründe des Russen, der sich durch seinen Anwalt vertreten lässt, sind nicht eindeutig. Was bezweckt er, was will er erreichen, warum hat er damals überhaupt Anteile gekauft, wenn er doch so desinteressiert scheint? Und auch die Frage, warum die Krefeld Pinguine sich überhaupt auf ihn eingelassen haben, kommt immer wieder auf, hat er in der Vergangenheit doch mit der DEG ähnlich schlecht gehandelt. Aber nun ist das Kind sozusagen in den Brunnen gefallen und muss wieder rausgeholt werden. Hoffentlich wird dies für Krefeld als Eishockeystandort passieren. Lösungen werden gesucht und hoffentlich gefunden, denn ohne die Krefeld Pinguine gibt es das kleine rheinische Derby nicht mehr und auch weniger spannende Spiele.

 

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Während des ersten Powerbreaks am Sonntag bekundeten die Kölner Haie ans ihrerseits Solidarität mit dem Krefelder Club und hielten Banner hoch auf denen folgendes zu lesen war:„Krefeld ist Pflicht. Tradition ist unersetzbar. Stabil bleiben KEV. Gründungsmitglieder kicken ist wie seine Schwester fi***.“
Eishockeydeutschland hält zusammen.

Trotz all dieser Dinge, die neben dem Eis stattfanden erzielten die Kölner Haie letztlich zwei wichtige Siege und sechs Punkte. So langsam klettert der KEC in der Tabelle nach oben, einen Platz haben sie gut gemacht und stehen nun auf dem achten Rang.

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 48

1

Von Markus Lehnen

Vorschau Hallensaison 1. Damen
Bei den Vorschauen heißt es Ladies First, was gut passt, denn im Gegensatz zu den Herren beginnen die Damen bereits am kommenden Wochenende ihre Hallensaison.
Die Rot- Weiss Damen sind bisher 2 mal deutsche Hallenmeisterinnen geworden, das letzte Mal im Jahr 2012. Die letzte Final 4 Teilnahme in 2016 liegt nun allerdings bereits fast 4 Jahre zurück. Es wäre also mal wieder an der  Zeit den Weg zum Final 4 zu finden, welches dieses Saison Anfang Februar in Stuttgart ausgetragen wird.
Laut Cheftrainer Markus Lonnes spielen die RWK Mädels in der Halle mit dem gleichen Kader wie auf dem Feld, allerdings ohne die 6 Nationalspielerinnen Emma Boermans, Rebecca Grote, Nike Lorenz, Pia Maertens, Cecile Pieper und Julia Sommer. So tut sich Lonnes auch mit einer Prognose schwer, verzichten im vorolympischen Jahr doch alle Bundesligisten zu großen Teilen auf ihre Nationalspielerinnen. Im letzten Jahr war dies beispielsweise anders, dort spielten die meisten Teams mit den besten Spielerinnen. Auch bei Rot- Weiss waren die damals einzigen Nationalspielerinnen Grote (komplette Saison) und Sommer (teilweise) aktiv. Leider wurde man nur 3. in der Weststaffel und erreichte das Playoff Viertelfinale nicht.
In diesem Jahr aber, in dem die Karten auch laut Markus Lonnes völlig neu gemischt werden, könnte es wieder besser aussehen. Dies liegt meiner Meinung nach zum einen daran, dass die Mannschaft auf dem Feld eine bessere Saison spielt und mit mehr Selbstvertrauen in die Halle gehen sollte, als im vergangenen Jahr, in dem es bereits im Spätsommer/Herbst auf dem Feld nicht gut lief. Ein weiterer Vorteil sollten die vielen jungen Spielerinnen, wie U21  Nationalspielerin Liv Arndt (20 Jahre/ 5 Tore auf dem Feld), Katharina Reuten (19/ 3 Tore) oder die erst 17 Jährige Amelie Fricke (1 Tor) sein, die allesamt 1 Jahr älter und erfahrender geworden sind. Mit Inma Sophia Hofmeister (19 Jahre), Camille Nobis (20) und Noemi Baach (20) stießen im Sommer weitere Talente zum Kader der Kölnerinnen.  Angeführt wird das Team von den Routiniers Julia Busch (29), Lea Stöckel (25) und Katharina Hüls (24), die seit Jahren in der Halle für Rot- Weiss spielen und schon alle drei beim letzten Kölner Final 4 Auftritt 2016 in Lübeck auf dem Platz standen.
Insgesamt also ein echter Talenteschuppen, den die Domstädterinnen in der Halle aufstellen. Markus Lonnes sagt, dass er keine Hallenspezialistinnen sieht, weil dies für ihn bedeuten würden, dass diese keine guten Feldspielerinnen wären.
Das ist sicherlich richtig, dennoch bin ich gespannt, ob man recht schnell sieht welche Spielerin in der Halle vielleicht doch noch ein Stück besser zurecht kommt als draußen. Die Hallensaison, gerade ohne die Nationalspielerinnen, ist immer auch eine Gelegenheit für die Talente um auf sich aufmerksam zu machen.
Insgesamt sollte die Mischung stimmen, und auch wenn der Tipp ziemlich ins Blaue geht, ich glaube, dass die Zusammensetzung des Teams wieder reichen könnte um mindestens das Viertelfinale ( also mindestens Platz 2 in der Westdivision) zu erreichen.
Dafür wünsche ich den Mädels viel Erfolg und vor allem viel Spaß in der Hallensaison!

Vorschau Hallensaison 1. Herren
Auch bei den Herren werden die Nationalspieler maximal partiell an der Hallensaison teilnehmen. Bei der großen Auswahl kann es aber durchaus sein, dass der ein oder andere der aktuell 8 Nationalspieler immer mal wieder mitspielt.
Im vergangenen Jahr scheiterten die Rot- Weissen im Playoff  Viertelfinale denkbar knapp mit 5:6 beim späteren Hallenmeister vom Club an der Alster. Zum letzten Mal ins Final 4 kamen die Domstädter 2018, der letzte Meistertitel datiert aus dem Februar 2017. Mit 10 Meistertiteln kann sich Rot- Weiss dazu deutscher Hallenrekordmeister nennen.
Die Hoffnung auf eine gute Saison ist also gerade bei den 1. Herren jederzeit berechtigt, auch wenn der Kader in dieser vorolympischen Saison etwas durcheinander gerät.
Sicher ausfallen wird laut Trainer Andre Henning allerdings nur Sven Alex, der sich nach einer persönlich starken Feldhinrunde (6 Feldtore) seinem Studium widmet. Neu hinzu kommen Benedikt Swiatek (26 Jahre) und Joshua Delarber (25), die mit ihrer Erfahrung dem sehr jungen Team gut tun werden. Delarber war dazu in der letzten Hallensaison mit 18 Toren der Toptorschütze bei den Kölnern. Vor Jan Fleckhaus (29) mit 15 und Florian Pelzner (25) mit 10 Treffern. Das Beste daran ist, dass alle 3 auch diese Hallensaison spielen, was sehr Gutes von der Offensive erhoffen lässt. Weitere Erfahrung im Hallenkader kommt von Florian Adrians (27) und Moritz Trompertz (24). Wie bei den Damen ist aber die Halle auch bei den Herren die Chance für die Youngsters, die vor ein paar Wochen noch so unglücklich in letzter Sekunde ihr A Junioren DM Finale in Hamburg verloren hatten.
Ole Boeke, Valentin Esterhues, Lando Blomeyer, Luis Höchemer, Lasse Mink, Vincent Kallrath, Tizian Turanli und Torwart Joshua William Onyekwue Nnaji sind allesamt erst 17 Jahre jung und einige der genannten sammelten dennoch bereits 1. Liga Erfahrung auf dem Feld. Boeke und Mink konnten sich dabei sogar mit je 1 Treffer in die Torschützenliste eintragen. Für Trainer Henning ist gerade diese Entwicklung der Youngsters eine große Freude, an der der ganze Club unbedingt dran bleiben möchte.
Mit diesem meiner Meinung altersmäßig gut durchgemischten Kader plus gelegentlich dem ein oder anderen der 8 RWK Nationalspieler sollte der Rot- Weiss Herrentrainer eine schlagkräftige Truppe in die Halle führen können.
Mit Tipps tat sich aber auch Henning angesichts der aktuellen Nationalspielersituation schwer. So benennt er mit allen 4 Hamburger Teams, dem Berliner HC, den beiden Mannheimer Clubs, Mülheim, Krefeld und eben Rot- Weiss mal eben 10 potentielle Kandidaten für das Final 4 2020 in Stuttgart. Mit dieser Aussage zeigt er deutlich auf, wie eng das Feld in der diesjährigen Saison ist.
Wieder voll ins Blaue getippt, haue ich aber diesmal einen mehr raus und sage die Final 4 Qualifikation voraus. Auch damit ich hinterher immer sagen kann, dass ich es doch gewusst hätte 😉
Realistisch gesagt sollte auch hier das Playoff Viertelfinale das Minimalziel sein, was dann kommt ist gerade in der Halle bei einem einzigen Spiel auch immer Tagesformabhängig. Hinzu kommt ein Quäntchen Glück, dass immer mal notwendig wird, wenn sich 2 Teams in einer so schnellen und oft turbulenten Sportart wie Hallenhockey gegenüberstehen.
Ich wünsche auch den 1. Herren viel Spaß und Erfolg für die kommende Saison!



Dies und Das
Während die 6 RWK Nationalspielerinnen am Montag nach Argentinien aufgebrochen sind und die 8 RWK Nationalspieler bereits seit Sonntag beim Lehrgang in Mannheim weilen, gab der zuständige Coach für die Hallenhockeynationalmannschaft der Damen bekannt, dass auch er mit einem Perspektivteam zur Hallenhockey EM Ende Januar nach Minsk fährt. Ebenso wie die Herren also die Chance für die Youngster im DHB und damit sicherlich gute Chancen für einige Rot- Weiss Spieler/innen diese Saison ein großes Turnier für die Nationalmannschaft zu spielen. Den oder die ein oder anderen Kandidaten und Kandidatin habe ich bei den Vorschauen bereits erwähnt. Mal sehen, wer in Minsk und Berlin mitspielen darf, nach der Nominierung werde ich natürlich an dieser Stelle darüber berichten.
In diesen Tagen wird noch fleißig trainiert, und posiert J aber vor allem auch viel gespielt. Die Testspiele liefen mal besser und mal schlechter für die Rot- Weiss Teams, nichts woraus man große Schlüsse für die Saison ableiten kann. Wer sich darüber informieren möchte kann das auf der Facebookseite von Rot- Weiss, die ich letzte Woche verlinkt hatte, tun.
Wer etwas hinter die Kulissen schauen möchte, z.B. wie der Kraftraum so aussieht und was nach und zwischen den Spielen so bei Rot- Weiss passiert, kann dies tun, indem er oder sie folgende Instagramkanäle abonniert. Beide sind einen Klick wert.
https://www.instagram.com/rotweisskoelnhockeydamen/?hl=de
https://www.instagram.com/koelner_thc_rotweiss/?hl=de

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same same but different @koelner_thc_rotweiss

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Wie es weitergeht
Es geht wieder los! Am Sonntag um 12 Uhr startet in der Rot- Weiss Halle die neue Saison für die 1.Damen mit einem Heimspiel gegen den  Crefelder HTC. Um zu den Sitzplätzen zu gelangen muss man durch den Haupteingang des Vereinsheims am Olympiaweg und drinnen die Treppe hinauf gehen, dort solltet ihr direkt vor der Kasse stehen. Bei Einzelspielen ist man für unter 10 Euro dabei, ermäßigt für knappe 5 Euro. Ich kann einen Besuch nur empfehlen, denn gerade Hallenhockey ist meiner Meinung nach ziemlich cool. Schlechtes Wetter ist keine Entschuldigung mehr, ebenso wie zu wenig Action auf dem Platz. Beides ist geboten, plus eine wirklich nette und vor allem gute Gastro plus einer meist guten Stimmung in der Halle.
Und wer immer mal Lust hatte dem Schreiberling dieses wöchentlichen Blogs ein Kölsch auszugeben, der kann das dort sogar auch noch tun 😉
Ich bin der Typ mit dem Block, der dauernd mitschreibt! Fern vom Kölsch bin ich aber wirklich jederzeit dankbar über positive wie negative Kritik und Anregungen was ich verbessern kann. Ihr könnt mich jederzeit ansprechen.

In diesem Sinne, kommt vorbei und unterstützt die Rot- Weiss Teams, verdient haben sie es!

Mit wie immer sportlichen Grüßen aus Köln
Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 47

Von Markus Lehnen

Ab in die Halle
Wie versprochen melde ich mich nach einer kleinen Pause zurück mit meinem Blog rund um den Kölner Tennis und Hockeyverein. Unzweifelhaft hat mittlerweile der Herbst in Deutschland Einzug gehalten. Es wird also Zeit sich ins Warme zu begeben. Und so geht es auch für die Hockeyspieler und Spielerinnen in die Halle.
Während viele Teams von Rot- Weiss, wie verschiedene Jugendmannschaften oder die 2. Mannschaft der Damen, bereits wieder den Punktspielbetrieb aufgenommen haben, befinden sich die Mädels und Jungs der 1. Mannschaften noch mitten in der Vorbereitung auf die Hallenhockey Bundesligasaison, die am Wochenende des 30.11/1.12. startet. Es wird fleißig trainiert und auch verschiedene Testturniere, wie letztes Wochenende beim Bonner THV, finden statt. Wenn man also am Wochenende in Müngersdorf ist, z.B. bei einem ausgiebigen Herbstspaziergang, lohnt es sich immer mal bei der Halle von Rot- Weiss vorbeizuschauen. Die Chance, dass dort gerade ein Spiel stattfindet ist durchaus groß. Wer sich genauer informieren möchte, sollte die Facebookseite von Rot- Weiss verfolgen, auf der u.a. einzelne Testpartien angekündigt werden.https://www.facebook.com/KTHC.RWK/

Ich werde es erst zum Saisonauftakt in die Halle schaffen, aber netterweise haben mir die Trainer der 1. Mannschaften, Markus Lonnes (Damen) und Andre Henning (Herren) 4 Fragen zur Hallensaison beantwortet. Diese Antworten werde ich vor allem nächste Woche in die beiden Saisonausblicke für die 1. Mannschaften einfließen lassen. Vielen Dank an Herrn Lonnes und Herrn Henning aber bereits jetzt für die Auskünfte!

Hallenhockey
Aber zunächst einmal möchte ich mich mit den Unterschieden zwischen Feld- und Hallenhockey beschäftigen. Im Grunde, so bestätigte es mir auch Markus Lonnes, ist Hallenhockey eine völlig andere Sportart als Feldhockey. Gespielt wird in der Halle mit Banden, der Ball darf nicht hoch gespielt werden, außer es handelt sich um einen Torschuss im Schusskreis. Gespielt wird mit 6 Spielern inklusive Torwart über 2 mal 30 Minuten. Da die Tore dieselbe Größe haben wie beim Feldhockey, ist Hallenhockey erheblich torreicher und meiner Meinung nach auch etwas kurzweiliger als die klassische Variante auf dem Feld. Den Torhütern kommt eine wichtigere Rolle zu, als dies auf dem Feld ist.

Als Zuschauer ist man näher am Geschehen und gerade für Laien ist das Spiel verständlicher als die klassische Variante, da man mehr sieht und mehr vom Spiel an sich mitbekommt. In der Halle gibt es spezielle Schläger, der Ball ist etwas leichter und auch die Schuhe unterscheiden sich vom klassischen Noppenschuh, der auf dem Feld verwendet wird. Laut Andre Henning ist das Spiel etwas taktischer. Die Bande kann als zusätzlicher “Mitspieler” benutzt werden und Strafecken führen in deutlich größerer Zahl als draußen zu Toren. Da der Ball nicht hoch gespielt werden darf, ist es möglich mit ein sogenanntes Brett mit dem Schläger zu legen, welches Angriffe des Gegners unterbinden kann.

Anfangs wurde Hallenhockey benutzt um in Mitteleuropa, vor allem aber in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Winterzeit zu überbrücken. Die große Hockeynation Niederlande hat z.B. keinen eigenen Ligabetrieb im Hallenhockey und die Nationalmannschaften sind weit weniger erfolgreich, als auf dem Feld. Österreich wiederum, auf dem Feld eher hintendran wie auch die jüngste Olympiaqualifikation zeigte, ist in der Halle amtierender Weltmeister bei den Herren und auch bei den Damen immer wieder vorne dabei. So wurde das österreichische Damenteam mit der Rot- Weiss Spielerin Julia Busch z.B. 4. bei der Hallenhockey Weltmeisterschaft 2015.

Mittlerweile erfreut sich die Hallenvariante aber auch in Osteuropa größerer Beliebtheit, weswegen es international auf Nationen wie Tschechien, Weißrussland und Russland zu achten gilt.
Reine Spezialisten gibt es allerdings nicht. Die Teams treten in der Halle zu großen Teilen mit denselben Spielern und Spielerinnen an, die auch auf dem Feld spielen. Allerdings ist der Kader etwas kleiner, und gerade im olympischen Jahr hat bei den Nationalspielern und Spielerinnen die DHB Auswahl klare Priorität. So muss man diese Hallensaison leider größtenteils auf  die Danas und Honamas verzichten, dafür erhalten andere Akteure mehr Spielzeit. In der letzten Hallenspielzeit machte z.B. bei den Herren Thies Prinz auf sich aufmerksam, der im Sommer mit der Nationalmannschaft U21 Europameister wurde und mittlerweile auch für die A- Nationalmannschaft nominiert wurde.  Da Rot- Weiss einen großen Fundus an jungen Spielern und Spielerinnen hat, muss man sich auch ohne die Nationalspieler/innen keine Sorgen um die Saison der Kölner machen.
Im Januar finden sowohl bei den Herren, wie auch bei den Damen, Europameisterschaften statt. Das Herrenturnier, bei dem die deutsche Mannschaft vor allem mit Perspektivspielern auflaufen wird, findet vom 17.-19. Januar in Berlin statt. Die Damen spielen vom 24.- 26. in Minsk ihren Titelträger aus.


Hallenhockey Bundesliga Modus
Erst einmal eine Enttäuschung: In der Halle geht es nicht gegen Hamburger Teams, ich muss mir also zwingend einen neuen Running Gag einfallen lassen 😉
Gespielt wird in 4 Divisonen, mit jeweils 6 Teams im Norden, Westen, Osten und Süden. Rot- Weiss spielt logischerweise in der Westdivision und zwar bei den Damen gegen den Düsseldorfer HC, Uhlenhorst Mülheim, Club Raffelberg (Duisburg), Bonner THC und den Crefelder HTC. Die Herren messen sich mit dem Düsseldorf HC, Uhlenhorst Mülheim, dem Crefelder HTC, dem Gladbacher HTC und Blau- Weiss Köln. Es wird also bei den Herren 2 waschechte Kölner Derbys in der Halle geben.

Die beiden besten Teams einer jeden Division bestreiten das Viertelfinale, wobei der jeweils 1. Heimspiel gegen den 2. der Überkreuzdivision besitzt. Die 4 Sieger aus dem Viertelfinale bestreiten am 8. und 9.2. 2020 das Final 4 in der Scharr Arena von Stuttgart. Die jeweils letzten einer Division steigen ab.
Für die Teams nehmen also im Winter die Reisestrapazen etwas ab, dennoch ist die Saison durchaus knackig, werden doch mindestens 10 (im besten Fall 13) Spiele in knapp 2 Monaten bestritten, plus eine EM für einige Spieler und Spielerinnen.

Rot- Weisse Nationalmannschaften
Nach der erfolgreichen Qualifikation geht es jetzt direkt weiter  mit der Olympiavorbereitung für die deutschen Nationalmannschaften der Damen und Herren. Die Damen begeben sich mit dem neuen Co- Trainer Teun de Nooijer, seinerseits Hockeylegende, auf einen Lehrgang ins sommerliche Argentinien. Vom 25.11.- 8.12. sind unter anderem die Rot- Weiss Spielerinnen Rebecca Grote, Emma Boermans, Nike Lorenz, Cecile Pieper, Julia Sommer und Pia Maertens in Südamerika, um sich den ersten Schliff in Richtung Tokio 2020 zu holen.
Bei den Herren nominierte der neue Bundestrainer Kais al Saadi unter anderem die Rot- Weiss Spieler Victor Aly, Jonas Gomoll, Mats Grambusch, Tom Grambusch, Johannes Große, Timur Oruz, Thies Prinz und Christopher Rühr in seinen 32 Mann Kader für einen Lehrgang vom 24.11.-2.12. in Mannheim.
Insgesamt 14 Spieler und Spielerinnen vom Rot- Weiss gehen also auf Länderspielreisen. Eine durchaus stolze Zahl für die Domstädter.

Wie es weitergeht
Nächste Woche folgen dann die Vorschauen auf die Hallensaison der 1. Damen und der 1. Herren der Rot- Weissen Kölner. Bereits in knapp 2 Wochen, am 1.12. geht es dann für die Damen bereits los mit dem ersten Saisonspiel. Anpfiff gegen den Crefelder HTC wird  um 12 Uhr sein. Dann werde auch ich wieder vor Ort sein, so langsam wird es auch langweilig so ohne Livehockey am Wochenende.
Bis dahin, wie immer sportliche Grüße

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Eintracht Frankfurt, KW 46

von Patricia Seiwert

Zuhause ist es am schönsten

Gerade an Tagen wie diesen, an denen ein beißender Wind den Bäumen die letzten bunten Blätter von den Ästen weht, Spaziergänge durch die vom Nieselregen nassen Straßen nur mit Schal und Mütze erträglich sind und der Winter bereits den ersten Fuß in die Tür gesetzt hat, sagt man sich unverhältnismäßig oft: Zuhause ist’s doch am schönsten!

Genau das dürfte auch das Mindset beschreiben, mit dem die Frankfurter Eintracht zuletzt ihre Spiele bestritt. Eine klare Auswärtsschwäche zeichnete sich über die bisherige Saison hinweg ab und auch diese Woche sollte diese kein Ende finden. Die Euphoriewelle erreichte die Frankfurter nach dem 5:1 Kantersieg gegen den FC Bayern München zwar in voller Wucht, diese vermochten es aber nicht, auf ihr zu reiten und sollten alsbald vom kühlen Nass erwischt werden.

Von tragischen Figuren und noch tragischeren Schiedsrichtern

Die Tage der Ernüchterung sollten am vergangenen Donnerstag im belgischen Lüttich ihren Anfang nehmen. Dort reiste Eintracht Frankfurt an, nicht so aber die dazugehörigen, sonst so treuen Anhänger. Denen war es nämlich nicht nur wegen der verhängten Auswärtssperre verboten, das Spiel im Stadion zu verfolgen, auch die Stadt durften die reiselustigen Fans nicht betreten.

Doch die vielen Zuhausegebliebenen, die das Spiel am Bildschirm verfolgten und die wenigen, die sich doch undercover im Stadion befanden, bekamen alles andere als eine glanzvolle Partie zu sehen. Noch kürzlich machte Adi Hütter auf einer Pressekonferenz deutlich, seine Mannschaft könne nicht alle drei, vier Tage ein Feuerwerk abbrennen.

 

Selten wurde diese Aussage mehr gestützt, als durch die Diskrepanz zwischen der Leistung gegen Bayern und der Leistung an diesem Europapokalabend.

Lange Zeit gab diese Partie nichts her. Sie dümpelte so vor sich hin, vor einer Kulisse, von der einige mehr erwartet hatten, wurde doch das Lütticher Publikum im Vorfeld nicht selten als sehr leidenschaftlich angepriesen.

Selbst der Führungstreffer in der 56. Minute, den Standard Lüttich, wie sollte es anders sein, durch einen Standard erzielte, brachte nicht zwingend mehr Zug ins Spiel. Zwar glich die Eintracht keine 10 Minuten später durch Kostić aus, der einen direkten Freistoß verwandeln konnte, das war es aber auch mit den Highlights bis hier hin. Nachdem die Zeit ohne weitere große Geschehnisse verstrich und die Uhr 90 gespielte Minuten anzeigte, ging es in die vierminütige Nachspielzeit. Zu diesem Zeitpunkt war in vielen Köpfen bereits der 1:1 Endstand besiegelt. Scheinbar auch in denen der Frankfurter Abwehrreihe und genau das wurde den Hessen in Minute 90+4 zum Verhängnis. Hinteregger ging mit seinem Gegenspieler nicht ins Kopfballduell, sodass dieser einen langen Ball auf den anschließenden Torschützen Lestienne ablegen konnte, zu dem sowohl Hasebe als auch Abraham einen zu großen Abstand hatten.

In letzter Minute sicherte sich Lüttich also den Sieg.

Für die Frankfurter ist dies nicht zuletzt deshalb so bitter, weil Filip Kostic den 2:1 Führungstreffer vor dem Gegentreffer auf dem Fuß hatte, die tragische Figur dieses Abends den Schuss aber komplett verzog und im Gegenzug dann der Konter auf die in Gedanken bereits in der Kabine verweilende Frankfurter Abwehr zurollte.

Das Endergebnis sorgte aber nicht nur für Aufregung, weil die Eintracht somit in der Gruppe auf Platz 3 abrutschte, sondern auch, weil Lüttich seit der 64. Spielminute zu zehnt hätte auf dem Platz stehen müssen. Laifis zog nämlich die Notbremse gegen Rode. Obwohl dieser der letzte Mann war, sah der Zypriot aber keine rote Karte.

Selbst wenn der Schiedsrichter seine rote Karte vergessen hätte, hätte es gereicht, wenn er ihm die gelbe gezeigt hätte, denn besagter Spieler war bereits verwarnt. Aber auch dies passierte bezeichnenderweise nicht. Ad absurdum wurde die ganze Situation spätestens aber dann geführt, als der Unparteiische auch noch dem falschen Lüttich-Spieler die gelbe Karte zeigte. Dieser hatte scheinbar die Planlosigkeit des offensichtlich überforderten Schiedsrichters erkannt und sich prompt als der Schuldige ausgegeben, um seinen vorbelasteten Teamkollegen vor einem Platzverweis zu schützen.

Völlig zurecht regten sich nach dem Spiel nicht nur die Fans, sondern auch Trainer Hütter über diese kuriosen Geschehnisse auf. Denn nach den verbleibenden 25 Minuten in Unterzahl, hätte es Standard Lüttich vermutlich nicht mehr geschafft, den Last-Minute-Siegtreffer in dieser Form herauszuspielen.

Der Eintracht bleibt nun die Erinnerung an einen gebrauchten Abend und immerhin die Chance, es drei Tage später in der Bundesliga gegen den SC Freiburg besser zu machen.

Ein wortwörtliches Kampfspiel

Doch auch diese Chance sollte vertan werden. Mit einem Sieg gegen den SC Freiburg hätte Eintracht Frankfurt die Gelegenheit gehabt, die Länderspielpause auf Platz 4 der Tabelle zu verbringen. Dies sollte gegen die Breisgauer aber nicht gelingen.

Obwohl die Gastgeber bisher eine überraschend starke Saison spielen, konnten sie gegen die Adler vom Main nicht gewohnt stark aufspielen. Die Eintracht lieferte zwar auch hier keine Leistung, bei der zahlreiche Kinnladen der Schwerkraft zum Opfer fallen würden, arbeitete aber dennoch solide gegen die Stärken der Freiburger.

Auch diese Partie lieferte nicht allzu viele Wow-Momente. Zwar gab es auf beiden Seiten die ein oder andere Torchance, diese wurden aber nicht verwandelt. Umso unnötiger war demnach das, was sich kurz vor dem Pausenpfiff ereignete.

Gelson Fernandes, der bereits gelb vorbestraft war, setzte gänzlich ohne Not zur Grätsche an und traf dann zu allem Übel auch noch nicht den Ball, sondern seinen Gegenspieler. Völlig zurecht, sah er für diese Aktion Gelb-Rot und völlig zurecht, regten sich alle auf, die es mit der Eintracht halten.

Es kündigte sich über die Halbzeit hinweg bereits an, dass Fernandes an diesem Abend wohl kaum die 90 Minuten zu Ende spielen würde, weshalb Hütter vielleicht vorsichtshalber lieber einen frühen Wechsel in Erwägung hätte ziehen sollen. Gleichzeitig war bis zur Pause aber zum Zeitpunkt des Platzverweises nicht mehr lange zu spielen und von einem erfahrenen Spieler wie Fernandes erwartete man sicherlich auch, dass dieser sich in die Halbzeit retten kann, bevor ihn dann ein frischer Spieler ersetzen kann. Dazu sollte es aber nicht kommen und so musste die Frankfurter Eintracht die zweite Halbzeit dezimiert bestreiten. ???

Dies gelang ihr gut. Sehr gut sogar. Denn auch mit einem Mann weniger war die Eintracht am Sonntagabend in Freiburg die deutlich bessere Mannschaft. Dennoch schaffte sie es, wie schon so oft in der laufenden Saison, nicht, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Wie es im Fußball scheinbar ungeschriebenes Gesetz ist, geht dann die andere Mannschaft in Führung und so erzielte Nils Petersen in der 77. Minute das erste und einzige Tor dieser Partie.

Doch nicht die Partie bis zur 90. Minute ist es, die danach in aller Munde war, sondern die Nachspielzeit, in der ein Ball ins Aus ging – laut Freiburger Hymne eine Sache, die nie hätte passieren dürfen, denn dort geht, dem Liedchen zufolge, kein Ball ins Aus. Ging er aber nun mal doch.

Freiburg-Trainer Streich, dessen Mannschaft knapp führte, stoppte diesen Ball nicht, machte sogar noch einen Schritt nach rechts und stellte sich damit in den Laufweg von David Abraham, dessen Plan es war, den Einwurf schnellstmöglich auszuführen. Ehe er sich versah, wurde er auch schon vom heranpreschenden argentinischen Heißsporn, inklusive Bodycheck, umgerannt. So die Kurzfassung der anschließend viel diskutierten Geschehnisse.

Die Erkenntnisse hieraus sind, ebenfalls kurzgefasst, dass selbst jemand, der abseits des Platzes der vorbildlichste Mensch sein mag, im Eifer des Gefechts verständlicherweise auf seinen Vorteil bedacht ist und aus solchen Gegebenheiten heraus eventuell nicht immer auf die sportlichste Art und Weise handelt. Aber auch, dass dies keineswegs rechtfertigt, diesen jemanden anzurempeln, umzureißen oder, wie in dieser Aktion, nach allen Regeln der Kunst wegzuchecken.

Glücklicherweise kam niemand zu Schaden und alle Parteien vertrugen sich nach Abpfiff der Partie schnell. Neben Abraham sah auch der zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselte Grifo zurecht die rote Karte. Dieser stürmte nach dem Rempler gemeinsam mit seinen Teamkollegen auf den Frankfurter Kapitän zu und fasste diesem ins Gesicht.

Sowohl Abraham als auch Grifo wurden also für ihr Fehlverhalten bestraft, wobei Abraham sicherlich noch mit einer längeren Sperre zu rechnen hat.

Böses Blut gibt es letztendlich aber auf keiner der beiden Seiten, nachdem Entschuldigungen ausgetauscht und klärende Gespräche geführt wurden.

Aus der Sicht der Eintracht doppelt bitter war die Szene deshalb, weil sie das Spiel beendete. Hätte Abraham es geschickt angestellt und wäre Streich trotz dessen kleinen Schrittes nach rechts ausgewichen, hätte er den Ball zurück ins Spiel befördern können und die Frankfurter hätten zumindest noch eine letzte Chance gehabt, an diesem kalten Novemberabend irgendwie noch den Ausgleich zu erzielen.

Zeit zum Durchatmen

Nun steht die Länderspielpause an, in denen sich die Gemüter der Spieler, Trainer, Fans und Medien beruhigen können.

Nach zwei Niederlagen aus zwei Partien muss es die Eintracht schaffen, diese enttäuschende Woche als das abzuschließen, was sie eben war: eine Woche, in der wenig bis gar nichts gelingen sollte und in der auch das Quäntchen Glück fehlte, das im Fußball mitunter benötigt wird.

Die Pause wird sicherlich dazu genutzt werden, die Köpfe wieder freizubekommen. Denn vor der Winterpause stehen noch wichtige Wochen für die Adlerträger an. Nach der Niederlage in Lüttich steht der Einzug in die K.o.-Phase der Europa League auf der Kippe, sodass den Spielen gegen Arsenal und Guimarães eine hohe Bedeutung zukommt.

Auch in der Bundesliga wurde es versäumt, die Länderspielpause auf einem Champions-League-Platz zu verbringen. In der immer noch engen Tabelle steht Eintracht Frankfurt auf Platz 9 und empfängt in zwei Wochen mit dem VfL Wolfsburg den punktgleichen Tabellennachbarn. Eine unbequeme Aufgabe, auch, weil sich Spiele gegen die Werkself für die Frankfurter traditionell oft schwierig gestalten.

Dennoch darf und muss diese Aufgabe mit positiver Einstellung angegangen werden, nicht zuletzt, weil der Austragungsort im Frankfurter Stadtwald im bisherigen Verlauf der Saison ein überwiegend glückliches Pflaster für die Hessen war.