Paavo Nurmi – Im Sprachschatz enthalten

Wenig ist bekannt über den finnischen Wunderläufer, der sich noch vor dem Zweiten Weltkrieg bei Olympischen Spielen selbst ein Denkmal gesetzt hat. Ganz generell weiß man eigentlich wenig über den Finnen als solchen – ist es die Sprachbarriere? Nurmi, der heute 122 Jahre alt geworden wäre (was ihm ohne weiteres zuzutrauen war – auch wenn er 73-jährig verstorben ist)  jedenfalls konnte schnell laufen und das sehr dauerhaft. In einer Stunde fast 20 Kilometer weit.

Was Paavo Nurmi aber nicht wusste – dass er dereinst in den Sprachschatz der deutschen Zunge aufgenommen werden würde. Noch Generationen nach seinen größten Erfolgen werden Aufforderungen, die eine oder andere Sache etwas weiter entfernt abzuholen, mit einem so eindeutigen wie richtigen “Ich bin ja nicht Dein Nurmi” quittiert.

Egon Schiele – Die pure Kraft

Mitarbeiter des Tages, 12. Juni 2019: Egon Schiele

Schiele? Wirklich? Wirklich. Hatte mit Sport nach allem, was wir wissen, exakt nichts zu tun. Hat aber mit einer Kraft gemalt, die einen auch mehr als ein Jahrhundert nach seinem Tod noch staunen lässt. Und mit einer Eindeutigkeit, die 2019 einen schweren Stand hätte. Wer nach Wien fährt – und das ist in jedem Fall dringend anzuraten, egal zu welcher Jahreszeit – der muss ins Leopold Museum pilgern. Dieses ist eingebettet ins Museumsquartier direkt am Fuße der Mariahilfer Straße. Die permanente Schiele-Ausstellung ist der einzige Pflichtprogrammpunkt. Heute vor 129 Jahren wurde er geboren, nicht einmal 30 Jahre alt ist Schiele geworden, im gleichen Jahr der Spanischen Grippe erlegen wie wenige Monate zuvor seine Frau. 

Aber, liebe Kinder, die Kraft seiner Bilder, die haut einen immer noch um. 

Tara Lipinski – ganz kurz America´s Darling

Mitarbeiterin des Tages, 10. Juni 2019: Tara Lipinski

Und so hat halt jede Nation ihre ganz besonderen Vorlieben bie Olympischen Winterspielen: der Österreicher als solcher stürzt sich auf den alpinen Skisport, der Deutsche ist beim Biathlon gut aufgehoben, der Südkoreaner beim Short Track. Und auch die US-Amerikaner begeben sich auf´s Eis. Zwei Events sind es, die regelmäßig die höchsten TV-Quoten erzielen: Das Finale des Eishockey-Turniers. Und die Kür der Damen im Eiskunstlauf.

Das ist Kati Witt Mitte der 1980er-Jahre natürlich gerade recht gekommen, so hat sie nicht nur Ruhm, sondern gleich auch noch 3,50.- Euro für das Sparbuch mitgenommen. Der Ruhm von Frau Witt ist nie ganz versandet – jener von Tara Lipinski, die heute ihren 37. Geburtstag feiert in den USA auch nicht. Tara hat sich 1998 in Nagano olympisches Gold geholt. Und ziemlich bald darauf den Weg jeder erfolgreichen Eiskunstläuferin eingeschlagen: Hinein ins Show-Business, weg von der Willkür der Kampfrichter.

Wir können und wollen ihr das nicht verdenken. Und erinnern gerne an ihre Siegerkür 1998.

Miroslav Klose – Der Größte und der Stillste

Mitarbeiter des Tages, 09. Juni 2019: Miroslav Klose

Von Sascha Staat

Vielleicht ist er der stillste, größte Fußballer, den Deutschland je hervorgebracht hat. Oder Polen, je nach Sichtweise. Denn Miroslav Klose stammt eigentlich aus Opole, zu Deutsch Oppeln, in Oberschlesien. Seine Heimat verließ er jedoch schon früh, da sein Vater ein Angebot aus Frankreich erhielt, kurz nach dessen Geburt. Sechs Jahre war Klose alt, als es seine Familie in die Pfalz zog. Sein erster Verein war die wenig ruhmreiche SG Blaubach-Diedelkopf. Kaum jemand sah in ihm einen kommenden Weltstar, auf seinen Durchbruch musste er lange warten. Der FC Homburg und die Amateure des 1. FC Kaiserslautern wurden zu Zwischenstationen auf seinem Weg nach ganz oben.

Wie es weiterging ist bekannt. Klose traf und traf und traf. Und war beliebt, weil bescheiden, auf all seinen Stationen. Doch nirgendwo genoss er wohl so eine große Wertschätzung wie in Italien. Als sein Wechsel von den Bayern zu Lazio verkündet wurde, waren viele überrascht über seine Entscheidung. Doch binnen weniger Wochen wird er zum Helden seiner neuen Tifosi. Es ist der 16. Oktober 2011 und sein neuer Verein hat seit 2,5 Jahren nicht das Derby gegen den verhassten Stadtrivalen, der Roma, gewinnen können. Welche Bedeutung sein Siegtreffer in der Nachspielzeit für die Laziali hat, lässt sich anhand von Aufnahmen aus der Fankurve nur erahnen.


Die Geschichte wäre aber nur halb so spannend, wenn der Autor nicht zufällig auch im Stadion gewesen wäre.  Zum gefühlten 20. Mal beim Stadtderby in Rom. Die Atmosphäre ist spektakulär, das Ambiente besonders, vor allem wenn man sich vom Kern der leider faschistischen Ultras fern hält. Eine Gruppe internationaler Lazio-Fans, die sich unter anderem gegen die falsche politische Gesinnung anderer einsetzt, macht jedes Derby zu einem großen Treffen. So auch im Herbst 2011. 

Wie immer stehe ich aber ein wenig fernab des Trubels am Ende des Treppenaufgangs. Neben mir steht eine ältere Frau, circa 50 Jahre alt. Sie macht sich Sorgen, dass Lazio mal wieder nicht gewinnt. “Miro macht das schon”, sage ich ihr. Sie wirkt ungläubig ob meiner Aussage, die ich nochmals bekräftige. “Keine Sorge, Miro erledigt das.” Als Klose trifft und das Spiel kurz danach beendet ist fällt sie mir um den Hals. “Du hattest Recht”, brüllt sie, “Du hattest Recht!”

Gut drei Jahre später macht er sich endgültig zu einer absoluten Größe in der Fußballhistorie. Er wird Weltmeister, erzielt die meisten Treffer bei WM-Turnieren überhaupt. Er beendet seine Karriere außerdem als bester DFB-Torschütze aller Zeiten, noch vor Gerd Müller. Miroslav Klose ist eine Legende seiner Sportart. Nicht nur in Rom oder in Deutschland, sondern weltweit. Er ist kein Ronaldo, Messi oder Ibrahimovic.  Seine Fußstapfen hat er dennoch hinterlassen. Da kann man nur gratulieren. Zum Geburtstag und dazu, dass man auch fast unbeobachtet herausragen kann.

Kim Clijsters – Frühe und späte Blüten

Mitarbeiterin des Tages, 08. Juni 2019: Kim Clijsters

Dieser Tage wird bei den French Open traditionell auch das Legenden-Turnier der Damen ausgetragen. Die ganz große Martina Navratilova triebt sich dabei herum, die nicht ganz so große Arantxa Sanchez auch. Fehlend, obwohl eigentlich als Belgierin räumlich so nah: Kim Clijsters. Vielleicht muss sie heute ihren 36. Geburtstag feiern. Vielleicht ist Kim bei Eurosport zu sehr eingespannt.

Paris war nie die ganz große Liebe von Clijsters, auch wenn sie hier zweimal im Endspiel gestanden war. Ihre vier Grand-Slam-Titel im Einzel hat sie allesamt auch Hartplatz geholt, drei bei den US Open, den letzten 2011 bei den Australian Open. Das war schon in der zweiten Phase ihrer Karriere, und da war auch schon ihre Tochter mit am Start. 

Kim Clijsters wirkte wie der perfekte Gegenentwurf zu Landsfrau Justine Henin – nicht nur von ihrer Statur her. Henin schien eine Grüblerin zu sein, nie ganz happy mit dem, was sie da gerade beruflich tut. Clijsters konnte man den Spaß, aber auch die Wut ansehen. Was die beiden aber verbindet ist eine frühe Verletzungsgeschichte, die in einer Unterbrechung der Karriere gemündet hat.

Clijsters ist stärker denn je zurückgekommen, darf auf 41 Titel auf der WTA-Tour zurückblicken. Und hat sich 2019 ein Promi-Doppel mit Conchita Martinez erspart. 

Anna Kournikova – Alles richtig gemacht

Mitarbeiterin des Tages, 07. Juni 2019: Anna Kournikova

Machen wir uns nix vor: Anna Kournikova lacht uns alle aus. Sitzt irgendwo am Strand, kümmert sich um ihre Zwillinge, weint vor Freude beim Blick auf ihren Kontostand und lässt sich von Enrique Iglesias besingen. Gut, um Letzteres ist sie nicht zu beneiden. Aber keine Dings ohne Dings. Kournikova wird heute 37 Jahre alt und ist also ziemlich genau zwei Monate älter als Roger Federer. Der uns zwar auch alle auslacht, aber sich immer noch auf dem Tennisplatz müht. Und 101 Einzel-Titel auf der Tour gewonnen hat. Das sind immerhin 101 mehr als Anna Kournikova.

Dennoch sollte der geneigte Beobachter nicht unterschätzen, wie gut Kournikova sich als Tennisspielerin geschlagen hat. Ihre Einzel-Misere lässt sich auch damit erklären, dass sie eben nicht nur um eines Titels willen bei einem sehr kleinen Turnier mit noch kleinerer Besetzung angetreten ist. Kournikova wollte, wenn schon, die großen Titel gewinnen – was ihr im Verbund mit Martina Hingis auch gelungen ist. Zwei Doppel-Championate bei den Australian Open, das würden wir hier blind unterschreiben.  

Es ist also höchst unfair, dass Anna Kournikova via ihrer Initialen auch den Einzug in die Pokerwelt gefunden hat. Dort wird die Kombination „AK“, Ass und König also, gerne als „Anna Kournikova“ verunglimpft: sieht gut aus und gewinnt selten. Frau Kournikova wird damit sehr gut leben können. 

Anthony Yeboah – Die legendäre Büffelherde

Von Patricia Seiwert

In meinem Geburtsjahr 1995 verließ das heutige Geburtstagskind Anthony Yeboah Frankfurt in Richtung England. Seine sagenhaften Jahre bei der Eintracht durfte ich demnach nie miterleben und trotzdem ist mir der Ghanaer mehr als geläufig. Was eine echte Klublegende eben ausmacht: Sein glanzvoller Ruf erreicht jeden noch so jungen Anhänger der Adler vom Main. Unterhält man sich mit Eintracht Fans, die in den Genuss kommen durften, ihn live spielen zu sehen, prasseln Schwärmereien und Lobeshymnen in höchsten Tönen auf einen ein. Und auch wenn man kein Zeitzeuge ist, kann man diese Begeisterung trotz fehlender persönlicher Bindung aus diversen Erzählungen, Videos und der Vereinsgeschichte nachvollziehen und gewissermaßen auch teilen. 


Bevor die Eintracht in den Genuss der Büffelherde kam, mangelte es lange Zeit an Ausnahmestürmern, die für Ekstase sorgen. Und genau einer von dieser in Frankfurt zuletzt rar gewordenen Sorte war Anthony Yeboah. 

Fünf Jahre lang prägte er gemeinsam mit weiteren unvergessenen Namen wie Okocha, Bein, Möller und Gaudino eine goldene Ära in der hessischen Stadt am Main. Der „Fußball 2000“ der Eintracht ist jedem, der mit dem Herzen an diesem Verein hängt, ein Begriff. Zur deutschen Meisterschaft reichte es zwar trotz Top-Talenten wie Yeboah aufgrund von mäßigem Teamgeist in der Mannschaft nicht, jedoch befand man sich immer unter den fünf besten Teams. 

1993 und 1994 wurde Anthony Yeboah Torschützenkönig der Bundesliga, erzielte in 123 Ligaspielen 68 Tore für die Frankfurter. Folgerichtig also, dass ein Stürmer von dieser Wichtigkeit seit 2013 eine der „Säulen der Eintracht“ am Frankfurter U-Bahnhof Willy-Brandt-Platz gewidmet ist. Zudem ziert Yeboah eine Hauswand im Stadtteil Niederrad, versehen mit dem Spruch „Wir schämen uns für alle, die gegen uns schreien“. Das Kunstwerk soll für Toleranz und gegen Diskriminierung stehen. 

Unvergessen sind aber nicht nur seine zauberhaften Tore und die erfolgreiche Ära zu der er maßgeblich beigetragen hat. Nein, auch der schmerzhafte Abschied dieses geliebten Adlerträgers, den es in die Premier League zu Leeds United zog, bleibt auf ewig im Gedächtnis. 

Bis heute sind die Eintracht-Anhänger nicht besonders gut auf Jupp Heynckes zu sprechen, der ansonsten als (falls Hoeneß nicht doch noch einen Weg findet) ehemaliger Startrainer ein hohes Ansehen genießt. Diese Abneigung hängt unter anderem auch mit Yeboah zusammen. 

Der damalige Kapitän wurde von Heynckes, der in Frankfurt alles andere als vorbildliche Arbeit leistete, kritisiert – aufgrund seines Gewichts und auch fälschlicherweise aufgrund vermeintlicher Verständigungsschwierigkeiten. 

Eine eisige Stimmung herrschte also zwischen Kapitän und Trainer, was sich im Spiel der Mannschaft widerspiegelte. Die Streitigkeiten zwischen Starspielern wie Yeboah, Okocha und Gaudino führten letztendlich zu deren Suspendierung durch Heynckes, den es wenig später ins sonnige Spanien zog. Was der Eintracht blieb, waren verständnislose, wütende Fans und eine zerrüttete Mannschaft, die im Folgejahr den ersten Bundesligaabstieg verkraften musste, nicht aber Anthony Yeboah, der nach diesem Trainer gegen Starspieler Drama schlussendlich wechselte. 

Übel nehmen die Eintracht Fans Heynckes die ganze Geschichte bis heute noch. Verständlich, denn Yeboah zeigte auch in Leeds seine Qualitäten, wurde schnell zum Publikumsliebling, der in Frankfurt in der folgenden schweren Zeit schmerzlich vermisst wurde. 

Heute ist der Ghanaer als Spielervermittler sowie als Berater des Fußballverbandes seines Heimatlands tätig. Zudem ist er Hotelbetreiber zweier Hotels in Ghana und seit 2018 auch internationaler Markenbotschafter von Eintracht Frankfurt.

Gerne schwelgt man in Erinnerungen an einen Spieler, der seine Blütezeit bei dem Herzensverein durchlebte und diesen so stark prägte. Bei der Eintracht wird man immer wieder an Yeboah denken, denn auch ohne Zeitzeugin gewesen zu sein, weiß ich, dass Yeboah ein ganz Großer für diesen Verein war, ist und immer bleiben wird. Nicht auszudenken welch überwältigende Emotionen diejenigen mit ihm verbinden, die seinen Fußball, seine Art und seine Geschichte miterleben durften. 

Und wenn sein Ehrentag heute auch nur halb so legendär ist wie er, dann wird es ein wunderbarer 53. Geburtstag. Happy Birthday, Tony! 

Kenny G – Der Football-Ersatz

Mitarbeiter des Tages, 05. Juni 2019: Kenny G

Ja, genau der Kenny G. Die Begründung ist so kurz wie stimmig wie nicht zu widerlegen: Wenn in der Woche vor dem Super Bowl alle US-amerikanischen Sportsender steil gehen, jede Nichtigkeit zu einer Story von epochalen Ausmaßen aufbläst, dann lädt Dan Le Batard Kenny G auf ein kleines Plauscherl in seine Show ein. Täglich. Worum es dann garantiert nie geht? Football. Was Kenny G auszeichnet? Zum einen eine fantastische Selbstironie. Angeblich kann er auch am Saxofon was, das ist natürlich Geschmackssache. Und er verspricht Dan immer Promi-Gäste, die dann irgendwie doch nicht kommen. Wurscht. Kenny G wird heute 63 Jahre alt. Wir freuen uns.

Alexander Manninger – Immer noch der Beste?

Mitarbeiter des Tages, 04. Juni 2019: Alexander Manninger

Es ist ja so: Als Österreicher, der in den 1970er-Jahren erstmals mit dem Fußball und also der Cordoba-Generation in Berührung gekommen ist, der musste zwangsweise davon ausgehen, dass es nie, nie, nie ein Torhüter-Problem in Rot-Weiß-Rot geben könnte. Friedl Koncilia hatte neben seinen Paraden und dem geilen Namen auch ein kleines Wohlstandsbäuchlein anzubieten. Herbert „Funki“ Feurer einen gigantisch geilen Porno-Schnauzer. Und Klaus Lindenberger, der etwas später kam, ein rhetorisches Fundament, das Olaf Ton wie einen Mann ohne Hauptschulabschluss dastehen ließ.

Danach kam die Generation Michael Konsel und Franz Wohlfahrt, der eine natürlich bei Rapid, der andere bei der Austria, bevor sie beide das Weite gesucht haben. Aber dann?

Gähnende Leere, bis auf einen: Alexander Manninger. Ja, es schmerzt den Verfasser, dass Manninger, der heute seinen 42. Geburtstag feiert, ein Jahr lang beim kleineren, wiewohl damals gar nicht so hässlichen Grazer Club, dem GAK, gespielt hat. Ein Jahr später war es dann aber schon der FC Arsenal, ganz selten nur als erster Keeper, aber als jemand, den man angstfrei hätte aufstellen können.

Und selbst wenn Manninger über weite Strecken einer Saison etwa für die Fiorentina, Salzburg oder Juventus gar nicht gespielt hat – im Kreis der österreichischen Goalies war er ohne Zweifel der Beste. Um genau zu sein: Das wäre er auch im Juni 2019 noch immer. Jammerschade, dass es nur 34 Länderspiele geworden sind.

Jelena Isinbayeva – Abseits der Matte zu gesprächig

Mitarbeiterin des Tages, 03. Juni 2019: Jelena Isinbayeva

Der Stabhochsprung der Damen – er ist eine vergleichsweise junge Disziplin. Und seit dem Rücktritt von Jelena Isinbayeva auch irgendwie wieder aus dem Blickfeld der über den Fußballrand hinaus blickenden Sportfans verschwunden. Jelena hat nicht nur aus ihrer Sportart eine Show gemacht, sondern aus jedem einzelnen Sprung. Und ist dabei so verfahren wie Sergej Bubka, der sich auch immer um einen Zentimeter weiter nach oben geschraubt hat.

Um von den diversen Veranstaltern der Meetings eine Weltrekordprämie zu kassieren.
Jener von Jelena Isinbayeva war am Ende ihrer Karriere bei 5,06 Meter angelangt.

Sportlich also alles in Ordnung. Mehr als das, schließlich hat Jelena bei Olympischen Spielen zwei Mal Gold geholt. Abseits der Landematte hat sich Isinbayeva mit ihrer Unterstützung für die homophobe Politik von Wladimir Putin schlichtweg daneben benommen. Sie hätte einfach von ihrem Recht Gebrauch machen sollen, auch mal nichts zu sagen. Das aber ist einer Diva wie Jelena Isinbayeva wohl nicht in die Wiege gelegt worden.