Die Woche… bei Rot- Weiss Köln, KW 38

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Von Markus Lehnen

Die Krux mit den Anschlagzeiten
Jaja die Anschlagzeiten, ein Thema was mich begleitet, seit ich mich dem Hockeysport widme. Gerne beginnen die Spiele, gerade bei den Damen, bereits um 12 Uhr, an Samstagen aber auch oftmals bei den Herren. Das heißt für die Teams, dass sie um 10 Uhr auf der Anlage sein müssen, und bei den Zuschauern sorgt es, gerade Sonntags, für die ein oder andere Sonnenbrille, da der Samstagabend möglicherweise etwas länger wurde.


Nun gibt es allerdings gute Gründe für diesen frühen Anschlagzeiten, denn wie ich öfters erwähne, sind viele der Akteure keine Profis, das heißt sie haben noch einen Beruf, studieren oder gehen noch zur Schule. Wenn man dann z.B. Sonntags erst um 16 Uhr in Berlin ein Spiel beginnen würde, ist die Mannschaft erst in der Nacht zurück in Köln. Die normale Alltagswoche beginnt aber bereits wieder Montagmorgens. Schon mit den aktuellen Anschlagzeiten ist es nicht möglich, dass immer alle Spieler/Innen an allen Auswärtsfahrten teilnehmen können.


Ungünstig ist gerade der 12 Uhr Termin am Sonntag, meiner Meinung nach, allerdings für potentielle Zuschauer, denn machen wir uns nichts vor, von ausverkauft sind die Spiele der Hockeybundesliga meist weit entfernt. Sicher gibt es dafür viele Gründe, aber ein Faktor ist aus meiner Sicht schon in den Anschlagzeiten zu finden.
Andererseits ist es aus besagten Gründen nötig einen Kompromiss zu finden, der allen Seiten gerecht wird. So hängt der ein oder andere Spieltermin in der Domstadt auch davon ab, ob der 1.FC Köln nebenan ein Heimspiel austrägt, was die Verkehrssituation um ein vielfaches verkompliziert.


Ein Vorteil ist hierbei aber sicherlich, dass es auch möglich ist anschließend zum FC ins Stadion zu gehen, oder aber deren Spiele noch am TV verfolgen zu können, ohne auf ein Hockeyspiel verzichten zu müssen.
Ebenso positiv ist, dass der Sonntägliche 12 Uhr Termin noch viel Zeit für die Freizeit übrig lässt, die man in Köln direkt nach dem Spiel im Grünen verbringen kann. Man kann beispielsweise die ganze Familie erst zum Hockey mitnehmen, die Kleinen können sich auf dem neu errichteten Spielplatz austoben, und nach dem Spiel isst und/ oder trinkt man noch etwas in der angeschlossenen Gastronomie, bevor man im Kölner Grüngürtel spazieren geht, Minigolf spielt oder einfach faulenzt.
Leider gibt es diese Saison keine Doppelspieltage, also erst um 12 Uhr ein Spiel der 1. Damen, dann um 14 Uhr eines der 1. Herren. Allerdings finden häufig Spiele von weiteren RWK Teams, wie der Jugendmannschaften, in Anschluss an die Spiele der 1.Mannschaften statt. In jedem Fall lohnt es sich, gerade jetzt im Spätsommer, bei Rot- Weiss am Olympiaweg vorbeizuschauen! Es sollte doch möglich sein, dass sich die Spieler/Innen mal über 400-500 Zuschauer freuen dürfen.
Gerne in den Kommentaren würde mich eure Meinung interessieren: Gefallen euch die Anschlagzeiten, würdet ihr öfter oder überhaupt erst kommen, wenn es später losgehen würde oder habt ihr generell Verbesserungsvorschläge in der Causa Zuschauerzuspruch. Gerne kann man mich auch persönlich vor Ort ansprechen, ich bin meist zu erkennen an einem Block, auf dem ich mir Notizen mache.

2. Spielwochenende 1.Herren
Für die Herren ging es dieses Wochenende für 2 Auswärtsspiele in die Hansestadt Hamburg. Ohne 6 Stammkräfte, dafür aber mit 5 A- Jugendlichen und einem Altersschnitt von unter 21 Jahren, traf man am Samstag auf den UHC Hamburg und am Sonntag auf den Club an der Alster.

UHC Hamburg- Rot Weiss Köln 3:2 (0:1)
Leider kam ich Samstag nicht dazu, aber auch die Spiele des UHC Hamburg kann man kommentiert und mit mehreren Kameraeinstellungen live und relive auf Youtube verfolgen. Neben Mannheim und Uhlenhorst Mülheim ist der UHC hierbei ein Vorbild in Sachen Live Berichterstattung.
Ein Bereich, in dem Rot- Weiss, bei aller Sympathie, noch einiges verbessern kann.
Immerhin 1866 Aufrufe hatte der Stream des UHC bis Montag 16:44, und die Zuschauer bekamen ein interessantes Spiel zu sehen. Ein, laut UHC Trainer Schmidt- Busse, nicht gutes Spiel aber eines mit einer großen Dramatik. Lange sah es so aus, dass Rot- Weiss klar Kurs auf 3 Auswärtspunkte nimmt, ging man doch bereits in der 3. Minute durch Goalgetter Christopher Rühr in Führung, um diese wieder nur 3 Minuten nach Wiederanpfiff auf 2 Tore zu erhöhen.
Doch im letzten Viertel musste das sehr junge Kölner Team Lehrgeld zahlen und kassierte noch 2 Strafecken-, sowie ein Rückhandtor zur 2:3 Niederlage in Hamburg. Das alle 3 UHC Tore in 11 Minuten fielen zeigt deutlich, dass im Hockey immer sehr lange sehr viel möglich ist, und selbst vermeintlich deutliche Führungen trügerisch sein können.

Club an der Alster- Rot Weiss Köln 3:5 (0:2)
Auch am Sonntag war es möglich das RW Gastspiel live per Stream zu verfolgen. Diesmal allerdings über Sporttotal.tv, einem Streamingdienst der Hockey aus einer Kameraperspektive und ohne Kommentar überträgt. Kurz gesagt, ich finde diese Art des Streams extrem schwierig, da es sehr schwer ist dem Spiel angemessen zu folgen. Allerdings ist diese Streamingform noch immer besser als überhaupt keine Übertragung und deckt zumindest viele Spiele, u.a. auch vom Düsseldorfer HC, ab.
Wer streamte musste es auch dieses Mal nicht bereuen, denn erneut war vor allem offensiv einiges geboten. Rot- Weiss führte wieder nach 33 Minuten, diesmal sogar mit 3:0 durch 3 Tore von Jonas Gomoll. Wieder aber kam der Gegner auf 1 Tor ran, ehe einer der Kölner Youngster, Valentin Esterhues, und Starspieler Rühr für die Entscheidung pro Rot- Weiss sorgten. Am Ende hieß es im Norden Hamburgs 5:3 für die Domstädter, die nach 4 Spielen mit 9 Punkten in ihrer Gruppe B nun auf Platz 2 hinter dem Berliner HC (10 Punkte) liegen.


2.Spielwochenende 1. Damen
Rot Weiss Köln- Großflottbeker THGC 2:0 (0:0)
Ich konnte am Samstag leider nicht zum ersten Heimauftritt der RW Mädels erscheinen. Damit verpasste ich einen 2:0 Sieg vor 100 Zuschauern bei Kaiserwetter, aber eben im Vorfeld des brisanten Fußball Bundesligaspiels zwischen dem 1.FC Köln und dem Rivalen von Borussia Mönchengladbach, gleich neben der Rot- Weiss Anlage im Kölner Westen. Kurz um, dem Hören Sagen nach war wieder mal polizeilicher und verkehrstechnischer Ausnamezustand in und rund um Köln Müngersdorf. Dafür, und für die frühe Anschlagzeit von 12 Uhr, sind 100 Zuschauer eine ordentliche Zahl, immer gesehen in den Dimensionen der Hockeybundesliga.
Die wieder mit 6 Neuzugängen angetretenen Kölnerinnen hatten erneut Mühe ins Spiel zu kommen, konnten sich aber durch 2 verwandelte Strafecken von Lea Stöckel und Katharina Hüls die 3 Punkte gegen den Aufsteiger aus, wieder einmal, Hamburg sichern.
Für nähere Spielberichte, der auch von mir nicht verfolgten Spiele empfehle ich an dieser Stelle
https://www.hockeyliga.de/index2.php, wo umfangreich über alle Spiele der Hockey Bundesliga berichtet wird.
Rot- Weiss Köln News und Spielberichte findet ihr dazu immer auf der Vereinseigenen Homepage
https://rot-weiss-koeln.de/ .
Die beiden Tore kann ich aber immerhin über Instagram liefern.

Rot Weiss Köln- Club an der Alster 1:3 (1:1)
Bei abermalig strahlendem Sonnenschein ließ ich mir das Topspiel zwischen Köln und den, na wer hätte das gedacht, Hamburgerinnen vom Club an der Alster am Sonntag, abermals um 12 Uhr, nicht entgehen. Dafür, dass 2 mit Nationalspielerinnen gespickte und dazu sehr ambitionierte Bundesligatopteams aufeinandertrafen, war ich von der Zuschauerresonanz von nur knapp 150 allerdings etwas enttäuscht. Dies gab unter anderen den Impuls für das erste Kapitel in diesem Blog.
Diejenigen, die nicht gekommen waren verpassten eine sehr schwungvolle Anfangsphase, in der Köln gegen den amtierenden deutschen Meister mindestens gleichwertig war. Nach und nach kam Alster aber besser ins Spiel und erzielte in der 18. Minute den nicht unverdienten Führungstreffer durch Marie Jeltsch, die eine Strafecke ins Kölner Tor abfälschte. Die Domstädterinnen reagierten allerdings unbeeindruckt, erlangten die Spielkotrolle zurück und konnten, ebenfalls nach einer Strafecke, durch Lea Stöckel 5 Minuten vor der Halbzeitpause ausgleichen. Am Ende der Halbzeit hatte ich 6:6 Chancen und 3:2 Strafecken pro Köln notiert, wobei die etwas besseren Chancen an die Hamburgerinnen gingen.
Diese konnten in der 2. Halbzeit dann auch zunächst leicht, im Spielverlauf aber mehr und mehr die Dominanz im Spiel übernehmen. Mehrere der im 2. Durchgang immerhin 10 Alsteraner Strafecken konnten RWK Torfrau Julia Sommer und ihre Abwehr vereiteln, nach vorne aber waren bei hoffnungsvollen Kontern vor allem Pia Maertens, Julia Busch und Emma Boermans zu oft gegen mindestens 2 norddeutsche Gegenspielerinnen auf sich alleine gestellt.
Und so kam es, wie es kommen musste, die Hamburgerinnen konnte ihre 8. Strafecke des Spiels nutzen und 7 Minuten vor Schluss durch Nationalspielerin Hanna Granitzki zum 1:2 treffen. Anschließend gaben die RWK Mädels noch mal alles, doch auch 2 Strafecken konnten nicht mehr zum Ausgleich genutzt werden, ehe Carlotta Sippel in der 59. mit dem 1:3 für Alster alles klar machte.
Insgesamt sahen die Zuschauer ein gutes Hockeyspiel mit aufgrund der 2. Halbzeit verdienten Siegerinnen aus Hamburg, die sich 15:9 Chancen und 10:5 Strafecken (wovon die ein oder andere mindestens strittig war) herausspielten.
Das Rot- Weiss Team von Trainer Markus Lonnes kann auf dieser Leistung aber meiner Meinung nach absolut aufbauen, und darauf setzen, dass sich die hochkarätigen Neuzugänge mehr und mehr ins Kölner Spiel einfügen werden.
Gut funktioniert schon jetzt die Strafeckenverteidigung, ausbaufähig bleibt noch das Spiel nach vorne.
Nach Spieltag 4 liegen die Domstädterinnen nun mit 6 Punkten auf Platz 3 in der Gruppe A, die der Club an der Alster mit 12 Punkten anführt.

Wie es weitergeht
Nächstes Wochenende haben beide Kölner Hockeyspeerspitzen jeweils nur 1 Spiel. Für die Damen geht es am Sonntag nach, na klar Hamburg, um ab 14:15 Uhr gegen den Harvestehuder THC anzutreten. Ein schon jetzt sehr wichtiges Spiel um die Playoffs in der Gruppe A, in der beide Teams aktuell mit 6 Punkten gleichauf liegen.
Für die RWK Herren steht bereits am nächsten Samstag um 12 Uhr mit dem Spiel gegen den amtierenden deutschen Meister von Uhlenhorst Mülheim, die nächste Aufgabe auf dem Programm. Wieder eine frühe Anschlagzeit, aber wieder ein echtes Topspiel am Olympiaweg. Ich werde vor Ort sein, und hoffe an dieser Stelle, dass wir Samstag alle zusammen die 300 Zuschauer Marke knacken werden!
In diesem Sinne, über mögliche Livestreams informiere ich euch in den Kommentaren, sobald ich etwas weiß. Sonst schaut bei Interesse gerne auch auf hockey.de oder auf der RWK Homepage nach.

Bis Samstag, oder aber wenn ihr eine gute Entschuldigung habt 😉 Bis nächste Woche an dieser Stelle!
Markus Lehnen

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