Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 41

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Von Markus Lehnen

5. Spielwochenende 1. Damen
Berliner HC- Rot Weiss Köln 1:3 (0:2)
Das 5. Spielwochenende startete für die Rot- Weiss Mädels in dieser Woche bereits Donnerstags, am Tag der deutschen Einheit, in Berlin. Die Berlinerinnen, die um Platz 4 in ihrer Staffel, und damit den Einzug in die Playoffs, sowie die damit verbundene Vermeidung der Playdowns, kämpfen konnten aufgrund einer Fanaktion 400 Zuschauer auf ihrer Anlage begrüßen. Meiner Meinung nach ein guter Anreiz so etwas auch bei Rot- Weiss zu versuchen, denn was in Berlin möglich ist, sollte eigentlich auch in Köln möglich sein.
Das Spiel selbst konnte Köln von Beginn an dominant gestalten und durch Tore von Katharina Reuten und Neuzugang Camille Nobis mit 2:0 in Führung gehen. Weitere Chancen wurde ausgelassen, weswegen es nach dem 1:2 Anschlusstor in der 50. Minuten noch einmal kurz spannend wurde. Fast im Gegenzug stellte Emma Boermans aber den alten Abstand und 1:3 Endstand her.
Insgesamt also ein gelungener Ausflug in die Bundeshauptstadt, an dem sich aber sehr gut der Aufwand zeigt, den die Spielerinnen für ihren Sport leisten. In den vorherigen Wochen waren mehrfach die Woche 2 Trainingszeiten angesetzt. Das heißt morgens und abends ging es darum, die Grundlagen einer erfolgreichen Saison zu schaffen. Für Spielerinnen, die bereits im Berufsleben stecken, heißt dies dann auch Training vor und nach der Arbeit plus die Spiele am Wochenende, oder wie Donnerstag an Feiertagen. Gerne erwähne ich hier noch einmal meinen Respekt für diesen Aufwand und hoffe, dass der ein oder andere dies mit dem Besuch eines Spieles belohnt!

 

Rot Weiss Köln- Zehlendorfer Wespen 3:0 (2:0)
Wieder Berlin als Gegner, diesmal ging es aber zu Hause gegen den kleineren Verein der Bundeshauptstadt. Ich hatte mich am Samstag, bei kühlem aber trockenem Wetter, auch wieder auf den Weg nach Köln Müngersdorf gemacht, um den letzten Kölner Heimauftritt im Feldhockeyjahr 2020 zu verfolgen. Mit mir taten das leider nur 50 weitere Zuschauer, ein Minusrekord in dieser Saison. Nun ist Zehlendorf eher ein Abstiegskandidat und der Modus sorgt dafür, dass es im Grunde jetzt schon klar ist, dass Rot- Weiss sich für das Playoffviertelfinale qualifiziert, dennoch war die Zuschauerzahl am Samstag dann doch sehr gering.
Das Spiel dominierten die ohne Nationalspielerin Cecile Pieper angetretenen Domstädterinnen von Beginn an, konnten bereits in der 3. Minute durch Emma Boermans in Führung gehen, nachdem man zuvor unter anderem schon das leere Tor verfehlte.
Doch der Schwung hielt nur bedingt an. Zehlendorf stand sehr defensiv, konnte nach vorne wenig ausrichten, allerdings fiel Köln auch nur wenig in der Offensive ein. Es entwickelte sich ein einseitiges Spiel in dem Pia Maertens in der 21. Minute auf 2:0 erhöhen konnte. Mehrfach parierte die Berliner Torhüterin Tamara Slosarek überragend, so dass es zur Halbzeit beim 2:0 blieb. In der 2. Halbzeit zeigte sich das gleiche Bild, Köln dominierte ohne zu überzeugen, weswegen Trainer Markus Lonnes am Ende auch von einem ,,nicht schönen Spiel” sprach. Wieder Pia Maertens konnte mit ihrem 5.Saisontor noch das 3:0 erzielen, u.a. 9 Strafecken blieben allerdings ungenutzt. So stand am Ende ein Chancenverhältnis von 19:3 für Köln bei einem dennoch nicht vollends überzeugenden 3:0 Sieg.
Insgesamt bedeutete der Sieg aber dennoch das erste 6 Punkte Wochenende dieser Saison mit dem man sich in der Staffel, mit nunmehr 18 Punkten, auf Platz 2 vorschieben konnte. Der Club an der Alster hat zwar ein Spiel weniger, aber die Playoffteilnahme sollte bereits jetzt feststehen. Etwas schade ist das Ungleichgewicht der Staffeln, denn während der 3. der Staffel A 18 Punkte auf dem Konto hat, reichen in der Staffel B hierfür aktuell 8 Punkte. Der Modus als solches sollte vielleicht überdacht werden, denn die Spiele im Herbst verlieren an Bedeutung, wenn es im Grunde jetzt schon klar ist, dass man im Mai in den Playoffs die komplette Saison entscheiden kann. Ein Club wie Rot- Weiss oder der Club an der Alster hat z.B. deutlich größere Möglichkeiten als Zehlendorf und es ist quasi ausgeschlossen, dass sie im Saisonverlauf hinter Teams wie den Berlinerinnen oder Rüsselsheim landen, oder eben die Top 4 in ihrer Staffel verpassen könnten. Dies sorgt nur bedingt für Spannung, und so lässt es sich schon erklären, dass manchmal keine 100 Zuschauern den Weg auf die Anlagen der Bundesligisten finden.

Europapokal!
Rot Weiss Köln- Royal Beerschot HC 3:1 (0:0)
Keine Bundesliga, sondern Euro Hockey League in Barcelona hieß es für die Rot- Weiss Jungs an diesem Wochenende. Und so flog man am Freitag in die katalanische Hauptstadt, wo man am Samstagmittag das Auftaktspiel gegen den belgischen Vizemeister von Royal Beerschot bestritt. Leider ist das Streamingangebot, entgegen dem was ich letzte Woche schrieb, nicht mehr kostenlos. Und da ich letztes Wochenende eh kaum Zeit hatte um die Spiele zu gucken, habe ich mir diesmal den Gamepass nicht gegönnt, werde dies aber defintiv beim Finalturnier im nächsten Frühjahr tun.
Alle 12 Spiele des Wochenendes waren für 7,49 Euro erhältlich, was ich einen durchaus fairen Preis finde. Die Highlights der Spiele sind kostenlos auf der EHL Seite, oder verlinkt auf der Rot- Weiss Homepage, zu finden.
https://rot-weiss-koeln.de/2019/10/rw-herren-mit-erstem-erfolg-in-der-ehl/
Das schwere Spiel gegen den Vizemeister einer der stärksten europäischen Ligen konnte Köln mit 3:1 für sich entscheiden. Nach einem zähen Beginn, und einem torlosen Remis zur Halbzeit, konnte Jonas Gomoll RWK in Führung bringen. Nach dem Ausgleich der Belgier in der 49. Minute war es ein Doppelpack von Goalgetter Christopher Rühr, der die Kölner in die nächste Runde brachte.

 

Three Rock Rovers- Rot Weiss Köln 2:4 (0:2)
Mit den Iren aus Dublin hatte Rot- Weiss am Sonntag den etwas einfacheren Gegner, der aber große Gegenwehr bot. Zwar gingen die Jungs von Trainer Andre Henning durch Tore von Mats Grambusch und Jan Fleckhaus mit 2:0 in die Halbzeitpause, doch just nach Wiederanpfiff konnte Three Rock auf 1:2 verkürzen. Diesmal Tom Grambusch konnte den Vorsprung wieder auf 2 Tore erhöhen, doch quasi im Gegenzug kamen die Rovers zum erneuten Anschlusstor. So blieb es spannend, bis Rühr in der 59. Minuten einen Konter entscheidend zum 4:2 Sieg abschließen konnte.
Köln hat sich damit für das Final 8 Turnier im nächsten Frühjahr qualifiziert. Dazu zogen in Barcelona der Mannheimer HC, Surbiton HC (England) und der SV Kampong (Niederlande) ins Finalturnier ein. Bereits qualifiziert waren die Meister aus den Niederlanden (Bloemendaal), Deutschland ( Uhlenhorst Mülheim), Spanien (Club Egara) und Belgien (Leopold HC). Genauer Zeitpunkt und Ort stehen noch nicht fest, allerdings gehe ich davon aus, dass das Final 8, wie in den letzten Jahren, am Osterwochenende 2020 stattfinden wird.

Wie es weitergeht
Weiter geht’s mit dem letzten Doppelspieltag des Feldhockeyjahres. Die Damen spielen am Samstag um 14 Uhr beim Düsseldorfer HC und am Sonntag um 12 Uhr bei Uhlenhorst Mülheim. Beide Spiele sind diesmal per Stream zu sehen, und diesmal auch in der Tat völlig kostenlos. Den Auftritt im Düsseldorfer Westen gibt es bei sporttotal, leider ohne Kommentar, zu sehen https://www.sporttotal.tv/ma8voMdez.
Uhlenhorst Mülheim hat dagegen einen sehr schönen You Tube Kanal, auf dem die Spiele aus mehreren Kameraperspektiven und kommentiert übertragen werden.
https://www.youtube.com/watch?v=o7Xp78JA8Ak
Wer sich lieber live vor Ort Hockey anschauen möchte, kann dies am Samstag um 14 Uhr und am Sonntag um 12 Uhr im Plus Server Sportpark zu Köln Müngersdorf machen, wenn die 1. Herren in ihren letzten Feldhockeyheimspielen 2020 auf Polo Hamburg und den Berliner HC treffen.
Ich werde auf jeden Fall am Sonntag vor Ort sein und überlege noch, ob ich Samstag mal einen Ausflug nach Düsseldorf zum Auswärtsspiel der RWK Mädels unternehme. Mehr dazu dann nächste Woche an dieser Stelle, wo ich mich dann an einem ersten Fazit der Feldhockey Hinrunde versuche.
In diesem Sinne,
Sportliche Grüße aus Köln!

Markus Lehnen

2 thoughts on “Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 41

  1. Eine Korrektur, es handelte sich, bzw werden noch die letzten Heimspiele im Feldhockeyjahr 2019 sein, nicht 2020, so weit sind wir dann doch mich nicht;-)

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