Diese Woche… bei Rot- Weiss Köln, KW 45

Von Markus Lehnen

Corona und Rot- Weiss Köln
Die 3. Woche in Folge muss ich leider mit dem leidigen Coronathema beginnen. Wie ihr sicherlich alle gehört habt, es sollte nicht mehr sein, dass die 1.Damen ihr finales Spiel um die Herbstmeisterschaft gegen den Mannheimer HC spielen. Nach dem letzten Mittwoch verkündeten neuen Teillockdown stellte der Deutsche Hockeyverband es den Teams frei am Wochenende zu spielen. Wer, oder ob beide Teams dies nicht wollten weiß ich nicht, es tut aber auch nichts zur Sache, da es absolut legitim ist in der aktuellen Situation von dieser Option Gebrauch zu machen. Für mich ging es also letzten Samstag nicht nach Müngersdorf und die 1.Damen zockten, statt um die Herbstmeisterschaft, eine Runde Fußball zum Feldhockey Jahresabschluss. Das hätte ich mir bei bestem Wetter auch anders vorgestellt, verstehe die Entscheidung aber völlig.

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3 Spiele, 2 bei den Herren und 1 bei den Damen, gab es dieses Wochenende noch bevor auch in sämtlichen Hockeyvereinen, wie im gesamten Amateursport, 1 Monat die Lichter ausgehen. Das heißt auch, kein Tennis, kein Hockey bis erst einmal 30.11. Ob es eine Hallensaison gibt, mehrere Teams wie z.B. der UHC Hamburg haben bereits verzichtet, ist weiterhin unklar, erscheint mir aber mehr und mehr unwahrscheinlich. Wichtig, das Vaca Roja hat weiterhin im Take Away Geschäft geöffnet. Wenn ihr also mal in der Nähe seid und keine Lust habt zu kochen, das Team um Jose und Sven Rodriguez freut sich bestimmt über jeden Gast.

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Zwischenfazit 1. Damen
Da es am Wochenende kein Spiel mehr für die KTHC Mädels gab, komme ich schon diese Woche zu meinem kleinen Fazit dieser eingeschobenen Herbstrunde. Und das fällt sehr positiv aus. Rot- Weiss stieg als Tabellen 5. wieder in das Spielgeschehen ein, 6 Punkte hinter Mannheim und 1 Punkte hinter dem UHC Hamburg, dem Düsseldorfer HC und dem Club an der Alster. Neuzugänge und Abgänge gab es im Kader keine.

Mit Abschluss dieser Runde sind die Kölnerinnen auf Platz 3 vorgerückt, und nur hinter dem UHC, da dieser 1 Spiel mehr bestritten hat. Das ein Sieg gegen den MHC die Herbstmeisterschaft bedeutet hätte, zeigt wie gut es in den letzten 10 Spielen lief. Dabei ging es zunächst holprig los, gleich im 2. Spiel nach der langen Pause gab es eine überraschende 0:3 Heimpleite gegen Harvestehude. Nur eine Woche später setzte das Team von Trainer Markus Lonnes dann aber das erste Ausrufezeichen und konnte eines spektakuläre Partie beim Club an der Alster mit 3:2 gewinnen. 3 Wochen später, nach der Pro League Pause, folgte einer 2:0 Regenschlacht gegen Mülheim ein stark erkämpftes 2:2 gegen den Düsseldorfer HC, bei der man zur Pause bereits 0:2 zurückgelegen hatte. Spätestens jetzt lief es für Domstädterinnen. 4 Siege mit einem Torverhältnis von 16:3, u.a. mit dem Höhepunkt des 4:1 in einer weiteren Regenschlacht beim UHC Hamburg, schlossen diese Herbstrunde äußerst erfolgreich ab. 8 Siege bei 1 Unentschieden und 1 Niederlage bedeuten eine Konstanz, die kein anderes Team der Damenbundesliga zeigen konnte. Folgerichtig liegen die KTHC Mädels nun mit 49 Punkten nur 2 Punkte hinter dem UHC und Mannheim, aber 3 vor Düsseldorf  und sogar satte 9 Punkte vor den Titelverteidigerinnen vom Club an der Alster. Was Scoring angeht, stach einmal mehr Nationalspielerin Pia Maertens aus dem Team heraus, die mit 8 Treffern seit der Pause eine der erfolgreichsten Torschützinnen der Liga ist. Insgesamt aber war es aber vor allem eine klasse Teamleistung in diesem Herbst, die die Kölnerinnen spätestens jetzt zum heißen Meisterschaftskandidaten machen. Die Defensive um Nationaltorhüterin Julia Sommer konnte ebenso glänzen, wie die konstante Offensive bei der junge Spielerinnen wie Inma Sophia Hofmeister mit 4 Treffern einen Entwicklungsschritt machten und erfahrene Akteurinnen wie Julia Busch mit ungewohnten 3 Treffern eine bemerkenswerte Konstanz zeigten. Insgesamt eine sehr starke Mannschaftsleistung, die hoffentlich im Frühjahr fortgesetzt werden kann und dann beim Final 4 in Mannheim endet, am besten natürlich mit der Meisterschale!

Zwischenfazit 1. Herren
Etwas mehr hatte sich über das Frühjahr bei den 1. Herren vom KTHC verändert. Torhüter Victor Aly verließ Köln in Richtung Hamburg, Jonas Gomoll wechselte zum Berliner HC. Neu hinzu kamen der belgische Nationaltorwart Vincent Vanasch, der Niederländer Mink van der Weerden und das deutsche Ausnahmetalent Elian Mazkour, der vom Konkurrenten Uhlenhorst Mülheim zum Team von Trainer Andre Henning stieß.

Auch bei den Herren lief es nach Wiederaufnahme der Saison erst einmal stockend, verlor man doch gleich das 2. Spiel beim Rivalen Mülheim mit 1:3. Anschließend sollte aber nur noch 1 weitere Niederlage (0:2 bei Polo Hamburg) und 2 Unentscheiden (Alster und Harvestehude) die Siegesserie der Kölner unterbrechen. Höhepunkte der Runde waren hierbei sicherlich der 5:1 Sieg beim Berliner HC und vor allem der 7:1 Heimsieg gegen das Topteam vom UHC Hamburg. Ging man noch gleichauf mit Uhlenhorst in diese Herbstrunde, so wurde man jetzt mit satten 4 Punkten Vorsprung Herbstmeister.

Herausstechen, aus einer auch bei den Herren sehr homogenen Mannschaft,  konnte Nationalstürmer Christopher Rühr mit satten 10 Toren in der aktuellen Runde. Auch die Nezugänge Elian Mazkour mit 8 Toren und Eckenspezialist Mink van der Weerden mit 5 Toren konnten auf Anhieb überzeugen. Die Tabelle zeigt, dass es zwar bessere Offensiven (Mülheim) und besseren Defensiven (u.a. Polo und Mannheimer HC) gibt, aber Rot- Weiss schafft es häufig auch die engeren Spiele zu gewinnen oder zumindest zu punkten. Die Konstanz war auch hier etwas, was kein anderes Team der Liga aufbringen konnte. Meisterschaftskandidat waren die Domstädter vor dieser Runde und sind es jetzt natürlich auch weiterhin, daran hat sich nicht viel geändert. Das Final 4 muss das Ziel sein, die Ausgangsposition für das Viertelfinale mit einem Rückspiel im heimischen Rewe Sportpark erscheint aber nach dieser Runde besser als zuvor. Die Chance, dass sich zum ersten Mal seit 2017 sowohl 1. Damen, als auch 1. Herren für das Final 4 qualifizieren, ist in jedem Fall so groß wie lange nicht mehr.

Neue Trikots, neue Fotos
Seit kurzem sind auf der Rot- Weiss Homepage auch die neuen Fotos von Spielern und Spielerinnen zu sehen. Diese hat Clubmitglied und Berufsfotograf  Benedict Ernst geschossen und man kann das Endprodukt nur als absolut gelungen bezeichnen. Wer also die Pause nutzen will um die Spieler/innen von Rot- Weiss auswendig zu lernen, der kann das unter diesen Links tun:
Damen: https://rot-weiss-koeln.de/wp-content/uploads/2020/10/Pr%C3%A4sentation-Damenkader-Kopie.pdf

Herren: https://rot-weiss-koeln.de/wp-content/uploads/2020/10/Pr%C3%A4sentation-Hockeyherren-NEU-Kopie.pdf

Wie es weitergeht
Nun, was das aktive Hockey angeht leider erst mal überhaupt nicht. Sämtliche Sportaktivitäten sind, wie beschrieben und sicher gelesen oder gehört, bis zum 30.11. ausgesetzt. Ob es dann noch eine Hallensaison gibt, und wie diese dann aussieht, gilt es abzuwarten. Während die Spieler/innen jetzt erstmal eine wohlverdiente Pause haben werde ich mal schauen, was man in der nächsten Zeit so machen kann, um auch in der spielfreien Zeit über den Verein zu informieren. Das heißt aber, dass  auch dieser Blog erst einmal auch eine Pause machen wird. Aber wer weiß, vielleicht gibt es bald weitere Projekte für mich rund um Rot- Weiss Köln und ihr könnt auch an anderer Stelle etwas von mir lesen. Aber dazu dann mehr, wenn es soweit ist.

Eins ist völlig klar, sobald wieder gespielt wird, allerspätestens also Ende März 2021 mit dem Beginn der Feldhockeysaison, werde ich wieder über Rot- Weiss und den Hockeysport berichten. Ob mir der Producer Jens Huiber diese schicke, aber dann doch leider kaum noch aktiv betriebene, Plattform lässt gilt es abzuwarten. Wenn aber nicht, werde ich woanders weiter schreiben, das sei an dieser Stelle versprochen.

Danke!
Wenn schon eine Pause ansteht, dann ist es der richtige Zeitpunkt mich bei einigen Menschen zu bedanken, ohne die das hier nicht möglich wäre. Danke an Jens Huiber, der mir eben weiterhin die 12producer Seite lässt, obwohl ich der einzige bin, der sie noch aktiv für seine Blogs nutzt. Danke an Daniel Hofmann, der jede Woche diese Blogs verlässlich hochlädt und sich selbst um das kleinste technische Detail kümmert, bis es bestenfalls behoben ist. Danke an KTHC Geschäftsführer Robert Haake, der mir die Möglichkeiten gibt so zu berichten, wie ich es jede Woche tue. Ob es Pressekarten, Akkreditierung oder Informationen zu den Spielen sind, es klappt alles reibungslos. Danke an Claudia Hoppen für das Verlinken des Blogs auf der Rot- Weiss Homepage, sowie im Newsletter und insgesamt an den ganzen Verein für die super Zusammenarbeit.

Bewerben möchte ich an dieser Stelle den Fotoshop Sports Gallery von Hans Kramhoeller und Stephan Fehrmann. Die beiden Fotografen sind sehr oft bei Rot- Weiss, selbst beim furchtbarsten Wetter,  und schießen Bilder, die natürlich um Welten besser sind als meine eigenen, und die ich hier gerne verlinke. Schaut doch mal auf die Seite https://sports-gallery.de/, vielleicht finden sich ja dort Weihnachtsgeschenke für den geneigten Hockeyfan.

Natürlich einen riesigen Dank an jeden einzelnen Leser! Für euch ist dieser Blog gedacht.

Der größte Dank geht aber zum Schluss an die Spielerinnen und Spieler von Rot- Weiss Köln. Ohne eure Leistungen, euren Aufwand diesen für die meisten Amateursport zu betreiben, geht es natürlich vor allem anderen nicht. Gerade in diesem verrückten 2020 habt ihr dafür gesorgt, dass viele Menschen am Olympiaweg diesen Herbst wieder so etwas wie Normalität erleben konnten. Nicht besonders lange, aber mit 200-300 Leuten dort eure Spiele zu schauen, hat die Pandemie zumindest für ein paar Stunden, ein paar Wochen lang fast vergessen gemacht.

Vielen Dank und sollte es keine Hallensaison geben, kommt gut durch den Winter! Ich freue mich schon jetzt euch ab Ende März auf eurem Weg zu begleiten, der hoffentlich zu 2 DM Titeln in Mannheim führt!

Und damit natürlich an alle Leser: Bleibt bitte Gesund! Das ist dieses Jahr mit Abstand das Wichtigste und nur wenn wir uns alle diszipliniert verhalten, kann es im Frühjahr wieder Hockey Bundesliga geben. Mit dieser  Hoffnung schließe ich diese Woche mit dem rosaroten Panther: Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder, keine Frage!

Euer Markus Lehnen

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