Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 5

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Von Markus Lehnen

Hallensaison 19/20 1. Damen Fazit
Wie letzte Woche angekündigt versuche ich mich in dieser Woche an einem Fazit der Hallensaison der 1. Damen von Rot- Weiss Köln.

Leider geschieht das bereits jetzt, in der Woche der Viertelfinals, weil am Ende 1 Punkt oder 17 Tore fehlten um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Genauer gesagt fehlte nicht mal 1 Tor, denn durch das verhindern des 2:2 am vorletzten Spieltag gegen Mülheim hätte man sich ebenfalls Platz 2 gesichert.

Am Ende steht also Platz 3 mit 21 Punkten und 40:31 Toren bei 6 Siegen, 3 Unentschieden und nur einer einzigen Niederlage. Diese fiel mit 0:9 in Düsseldorf allerdings besonders deutlich aus.

Die Mannschaft von Trainer Markus Lehnen musste die komplette Saison ohne die Nationalspielerinnen Rebecca Grote, Julia Sonntag, Pia Maertens, Nike Lorenz und Cecile Pieper auskommen. Auch Emma Boermans war in der Halle nicht aktiv. Und so wurde mit einem sehr jungen Team um die erfahrenen Julia Busch (29 Jahre), Lea Stöckel und Katharina Hüls (beide 25 Jahre) gespielt. Nach klaren Heimsiegen gegen die schwächeren Teams der Liga aus Krefeld, Raffelberg und Bonn kam es am 3. Spielwochenende rund um dem 3. Advent zu den ersten Härtetests  mit Spielen in Mülheim und Düsseldorf. Während man beim DHC mit 0:9 unterging, spielte man beim ärgsten Rivalen um Platz 2, Uhlenhorst Mülheim, lange Zeit sehr gut führte bereits 3:1. Das man am Ende  noch die Tore zum 3:3 kassierte war der erste kleinere Rückschlag auf dem Weg ins anvisierte Viertelfinale.

Nach Weihnachten dominierte man eine Halbzeit lang Krefeld, bevor diese in einem dramatischen Spiel fast noch das Comeback schafften. Rot- Weiss gewann zwar nach 4:0 noch knapp mit 5:4, aber die 2. Halbzeit konnte einem Sorgen bereiten. Diese schienen allerdings unbegründet, ging man doch am Folgetag schnell mit 2:0 beim Raffelberger HC in Führung. Doch wieder kam der Gegner zurück ins Spiel und konnte den RWK Mädels dieses Mal 1 Punkt abtrotzen. Der Vorteil, den Köln gegenüber Mülheim hatte, da diese in Krefeld nur Unentschieden spielten, war nun weg.

Als dann Mülheim auch noch gegen den DHC zu Hause gewann war klar, dass beim Heimspiel gegen Uhlenhorst ein Sieg her musste. Aber wieder konnte Rot- Weiss einen Vorsprung, diesmal erneut 2:0, nicht halten und kam nur zu einem Unentschieden. Auch der spektakuläre 7:6 Sieg am letzten Spieltag gegen Düsseldorf brachte die Domstädterinnen nicht zurück auf dem Playoffplatz, da Mülheim gleichzeitig souverän gegen Raffelberg gewann.

In der Analyse muss man sagen, dass besonders 2 Aspekte die Saison der Kölnerinnen bestimmten. Zum einen die angesprochene Schwäche Führungen zu halten und damit verbunden eine schwächere Offensive, die oft daran scheiterte Spiele früher zu entscheiden. Nun fehlten vor allem in der Offensive mit Pia Maertens die gefährlichste Spielerin aus dem Spiel und mit Rebecce Grote die gefährlichste Strafeckenschützin des Teams. Am Ende erzielte man ganze 13 Tore weniger als Mülheim und sogar 26 weniger als Düsseldorf. Mit 30 Gegentoren war man auf einem ähnlichen Niveau, wie die Kontrahenten mit 27 (Mülheim) und 28 (Düsseldorf).

Die beste Torschützin war in dieser Saison Camille Nobis mit 8 Treffern, es folgten Katharina Hüls und Kapitänin Julia Busch mit je 6 Treffern. Das Nobis erst auf Platz 7 der Torschützenliste der Weststaffel hinter 4 Düsseldorferinnen und 2 Mülheimerinnen auftaucht, ist ebenfalls ein Anzeichen für eine leichte Offensivschwäche, die bei den RWK Mädels diese Saison vorhanden war.

Nicht desto trotz holte man 5 Punkte mehr als in der letzten Saison und war bis zum Schluss im Playoffrennen dabei. Sollte das junge Team zusammenbleiben und auch die DANAS wieder dabei sein, wird in den nächsten Jahren auch in der Halle definitiv mit dem 1. Damen von Rot- Weiss Köln zu rechnen sein, auch wieder in Richtung Meisterschaft.

Zunächst heißt es aber ab Anfang April die gute Ausgangsposition in der Feldsaison zu nutzen und mit voller Kapelle das Ziel Final 4 in Mannheim anzugehen.

Hallen EM der Damen in Minsk

In der weißrussischen Hauptstadt Minsk fand am vergangenen Wochenende die Hallen EM der Damen statt. Wie bei den Herren traten auch die Damen mit einem Perspektivteam an. Die Kölnerin Lea Stöckel war nicht nur dabei sondern führte das junge deutsche Team als Kapitänin auf das Feld.

Die 3 Gruppenspiele gegen Tschechien (4:1), die Ukraine (4:3) und Belgien (7:3) konnte man allesamt gewinnen und traf als Gruppensieger im Halbfinale auf den Gastgeber Weißrussland.

In diesem Halbfinale kam man nach 0:2 Rückstand noch zum 2:2, verlor aber am Ende relativ deutlich mit 2:5 gegen den späteren Europameister. Die Gastgeber konnten ihr Finale im Shootout gegen die Niederlande gewinnen, während das deutsche Team auch im Spiel um Bronze unterlag. Gegen die Tschechinnen hatte es  nach regulärer Spielzeit 2:2 gestanden. Im entscheidenden Shoot Out unterlag man dann allerdings mit 1:2. Insgesamt sicher ein etwas enttäuschendes Ergebnis, aber für ein nicht eingespieltes, unerfahrenes Team auch sicher kein ganz schlechtes Abschneiden. Der 1. Titel in der Verbandsgeschichte Weißrusslands macht derweil deutlich, dass vor allem die osteuropäischen Teams im Hallenhockey immer ernster zu nehmen sind.

Nationalteams auf Reisen
Beide A- Nationalmannschaften sind dieser Tage auf Reisen und insgesamt 10 Spieler und Spielerinnen von Rot- Weiss Köln sind mit dabei.

Rebecca Grote, Pia Maertens, Julia Sonntag, Cecile Pieper und Nike Lorenz weilen zum Lehrgang in Südafrika, wo sie bereits ein Testspiel gegen Irland mit 4:0 gewannen. Hierbei konnten sich auch die RWK Mädels Grote und Maertens (2 Tore) in die Torschützenliste eintragen. Am 30.1., dem 2.2. und dem 4.2. folgen weitere Testspiele gegen Südafrika. Im Vordergrund steht aber natürlich das Training mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio im August.

Timur Oruz, Jonas Gomoll, Victor Aly, Christopher Rühr und Johannes Große waren derweil mit der Herrennationalmannschaft in Valencia, wo sie zum Auftakt der Pro League am Samstag und Sonntag gegen Spanien spielten. Den Auftakt unter dem neuen Nationaltrainer Kais Al- Saadi kann man getrost als gelungen bezeichnen, konnte doch der EM 2. Spanien 2 mal besiegt werden. Am Samstag brauchte es nach einem 2:2 nach regulärer Spielzeit noch einen Shootout Sieg. Der RWK Spieler Rühr erzielte hierbei beide deutschen Tore, u.a. den Ausgleich kurz vor Schluss in der 57. Minute. Auch im Shootout traf der RWK Goalgetter während Torwart Victor Aly einen Ball halten konnte und der letzte spanische Schütze nur den Außenpfosten traf.

Noch besser lief es im 2. Spiel am Sonntag, in dem die Spanier mit 5:1 besiegt werden konnten. Wieder traf Rühr zur Führung und mit Timur Oruz konnte ein weiterer RWK Spieler auf 2:0 erhöhen. Die Spanier verkürzten vor der Pause noch auf 1:2, aber richtig in Gefahr kam die DHB Auswahl nicht mehr. Der Ex Kölner Marco Miltkau konnte wieder auf 3:1 stellen, ehe in der Schlussphase Windfeder und Staib auf 5:1 erhöhen konnten.
Damit hat das deutsche Team bereits 5 Punkte gesammelt und geht mit einer super Ausgangsposition in die 4 Heimspiele gegen Belgien und Australien Mitte März in Mönchengladbach. Auch die Damen steigen dort ins Pro League Geschehen ein, ebenfalls je 2mal gegen Australien und Belgien.

Da der Hockeypark recht nahe ist, werde auch ich mich dann wieder auf dem Weg an den Niederrhein machen.

Auswärts in Mannheim
Ein weiteres Heimspiel in der KTHC Halle am Olympiaweg wird es diese Saison leider nicht mehr geben, da Uhlenhorst Mülheim souverän mit 13:4 gegen Blau- Weiss Köln gewann und sich damit Platz 1 und Heimrecht in der Weststaffel sicherten.

Damit geht es für die RWK Jungs am Samstag um 17 Uhr in Mannheim gegen den MHC um den Einzug ins Final 4 in Stuttgart. Wenn es einen Stream gibt, wovon ich ausgehe, poste ich den Link im Laufe der Woche unter diesem Artikel.
Abgestiegen ist derweil der Gladbacher HTC, der dramatisch in letzter Sekunde gegen Krefeld mit 7:8 verlor.

Wie es weitergeht
Logischerweise mit der Berichterstattung rund um das Playoff Viertelfinale der Hallenhockey Bundesliga. Ansonsten schaue ich noch nach Südafrika, wo die DANAS um die 5 RWK Mädels weitere Testspiele bestreiten, trainieren und nebenbei einen Wald pflanzen. Was es damit auf sich hat, dazu dann nächste Woche mehr.

In diesem Sinne wie immer sportliche Grüße aus Köln!

Markus Lehnen

One thought on “Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 5

  1. Freudscher Versprecher bzw Verschreiber, in Absatz 4: Es ist natürlich immernoch die Mannschaft von Markus Lonnes, nicht die dieses Blogschreibers 🙂 Sorry für diesen Fehler.

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