Diese Woche … bei Alba Berlin, KW 24

Von Heiko Eisser

Endlich ist es soweit: Die Finals der BB-Saison 18/19 stehen an. Die Wiederholung der letztjährigen Finalserie war von vielen vorausgesagt worden und für viele keine große Überraschung. Doch mussten beide Teams vorher noch ihre Halbfinalspiele gewinnen. Hatten die Bayern bereits am Vorabend mit einem 95:80 gegen Vechta den Einzug in die letzte Runde fest gemacht, musste Alba Berlin seinerseits noch zum Auswärtsspiel in Oldenburg antreten.

Unerwartet klar und doch hoch verdient

Die Ausgangsposition vor Spiel 3 der Halbfinalserie konnte für das Team von Alba Berlin nicht besser sein. Sie führten bereits vor der Reise nach Oldenburg mit 2:0 in der Serie und konnten sich entspannter auf die Begegnung vorbereiten als die Hausherren. Doch liessen die Mannen von Alba Coach Aito eine entspannte Einstellung gar nicht zu. Bereits nach Spiel 2 in eigener Halle machten die Albatrosse in Interviews deutlich, dass noch gar nichts gewonnen war. Der Einzug ins Final alles andere als sicher.

Diese Einstellung legten sie zu Beginn der Partie in Oldenburg an den Tag und agierten hoch konzentriert vom Tip off an. Eine schnelle 12:4-Führung nach 2:50 Minuten als Zeichen an die Baskets, dass man auch den dritten Vergleich in der Saison 18/19 in Oldenburger Halle für sich entscheiden will.

Die zunächst nervös spielenden Mannen von EWE Coach Mladen Drijencic gingen im Laufe des ersten Viertels konzentrierter ans Werk. Die in Spiel zwei von außen vermissten Treffer fielen in der Anfangsphase nun besser. In seinem 484. BBL-Spiel konnten sich die Oldenburger zu Beginn auf ihr Urgestein Ricky Palding verlassen. Zum Ende des ersten Viertels war die EWE wieder in Reichweite und auf der Anzeigetafel prangte ein 25:28 aus Sicht der Baskets.

Doch diese Konstanz sollte sich auf Seiten der Oldenburger, wie in der vergangenen Partien gegen Alba, nicht stabilisieren. Im Laufe des zweiten Viertels verfehlten sie die Körbe und Alba nutzte hier die Chancen die sich ihnen boten. Besonders wurden wieder unter dem Korb durch Nnoko und Sikma die Reboundquote hoch gehalten. Ein Garant für die bisherigen Siege in den Partien der Halbfinalserie. Oldenbur konnte hier in keiner Partie Alba etwas entgegen setzen.

Das Team von Alba spielt im Laufe der Partie weiterhin sehr souverän und kann die Baskets in eigener Halle immer etwas entgegen setzen. Selbst als Center Nnoko – wieder im sehenswerten Duell mit Oldenburgs Mahalbasic – im Laufe des Viertels bereits mit drei persönlichen Fouls auf die Bank muss, kann Johannes Thiemann unterm Korb die Leistung der Alba Center hoch halten. Verdient geht Alba mit einer 47:43 Führung in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Oldenburger wieder ihren Offensivdrang gefunden und starteten mit einem 8:0-Lauf in den zweiten Durchgang. Doch recht unbeeindruckt konterte Alba ebenfalls mit einem 8:0-Lauf. Dies schien in dieser Partie wieder der Faktor zu sein: Wenn Oldenburg einen Lauf hatte oder eine besondere Aktion, konnte Alba mit einem entsprechenden Wurf kontern. 70:67 ging es aus Alba Sicht in das letzte Viertel.

Die Oldenburger starteten durch Phillip Schwedthelm mit einem Dreier in den letzten Spielabschnitt und glichen zum 70:70 aus. Doch Alba hatte in Form eines wieder überragend agierenden Payton Siva die passende Antwort. Mit diesen Aktionen schienen die Oldenburger schier zu verzweifeln und verloren mit dem fünften Foul von Mahalbasic nicht nur einen entscheidenen Faktor auf dem Parkett. Alba hielt die Schlagzahl zum Ende der Partie hoch und fuhr ist dem 100:89 den insgesamt 21. Sieg mit mehr als 100 Punkten in dieser Saison ein.

Wiedersehen macht Freude

Am Sonntag startet nun die Finalserie gegen den FC Bayern München und somit eine Wiederholung des letztjährigen Finales. Diese hatte damals den besseren Ausgang für die Münchner, die diese Serie mit 3:2 für sich entscheiden konnten.

Eine Wiederholung der Finalserie fand zuletzt in der Saison 2003/2004 und 2004/2005 statt. Hier standen sich die Frankfurt Skyliners und die Bamberger gegenüber. Beide Mannschaften konnte jeweils eine Meisterschaft erringen: Frankfurt 2004 und Bamberg 2005.

Solche ein Happy-End der Niederlagen-Serie in Finalspielen dürften sich Alba Berlin und deren Fans mehr als wünschen. Nach Niederlagen im BBL-Pokal gegen Bamberg und im Eurocup gegen Valencia will das Team um Kapitän Nils Giffey die Chance nutzen und die Meisterschaft nach 2008 endlich wieder an die Spree holen.

Die Serie startet in München, die als Hauptrunden Erster das Heimrecht erspielt haben. Das Alba in München bestehen kann haben sie nicht nur in der Finalserie im letzten Jahr bewiesen. Sie gewann in Spiel eins in. München 106:95.
In dieser Saison gewann Alba das Halbfinale im BBL-Pokal in München. Doch hatten die Bayern vor dieser Partie eine schwere Euroleague Woche mit Partien u.a. gegen Real Madrid.

In den Partien in der BBL-Saison konnten die Münchner beide Spiele für sich entscheiden. Nach dem knappen 83:81 in eigener Halle, besiegten die Bayern Alba am 30. Spieltag mit 85:75 in Berlin. Hier war Alba jedoch nach vier Spielen n zehn Tagen nicht frisch und erholt in die Partie gegangen.

Nach einer spielfreien Woche für beide Mannschaften, dürften die Karten neu gemischt sein. Bei Alba Berlin sind bis auf den langzeitverletzten Stefan Peno alle Leistungsträger an Bord.

Beide Teams sind auf den Positionen 1-5 und mit Spielern von der Bank kommend hervorragend besetzt. Lediglich auf der Point Guard Position haben die Bayern mit Stefan Jovic einen größentechnischen Vorteil gegenüber den etwas kleineren Berliner Guards Payton Siva oder Derrick Williems Jr. Um diesen Größennachteil auszugleichen könnte hierbei wieder Nachwuchsspieler Jonas Mattisseck zum Zuge kommen. Dieser hatte beim Sieg im Halbfinale des BBL-Pokals eine entscheidende Rolle gespielt und zum Sieg gegen die Bayern selbst 15 Punkte beigesteuert.

Unterm Korb dürfte es zwischen Bayerns Danilo Barthel und Albas Landry Nnoko zu einem ebenso interessanten Vergleich kommen. Hatte Nnoko im Halbfinale mit Oldenburgs Mahalbasic einen mehr als würdigen Gegner, wird im Finale der Albatros noch eine Schippe drauf legen müssen. Der deutsche Nationalspieler in Diensten der Bayern hat eine überragende Saison gespielt und dürfte mit dieser Leistung für NBA- und Euroleauge Teams mehr als interessant geworden sein.

Eine entscheidende Rolle dürfe auch den Bankspieler beider Mannschaften zukommen. Durch die Aufstellung als Euroleauge Team haben die Bayern hier vor der Saison tief in die Tasche gegriffen um den Einzug ins Top16 zu schaffen. Das dies nur knapp verpasst wurde, lässt den Kader der Bayern nicht weniger imposant erscheinen.

Mit Derrick Williams kommt ein Spieler als „Ergänzung“ aufs Parkett, der im NBA-Draft 2011 an zweiter Position gepickt wurde. Im Laufe seiner bisherigen Karriere machte er bis 2017 Stationen u.a bei den Dalles Mavericks, New York Nicks und Cleveland Cavaliers. Ein Spieler also, der Alba schweres Kopfzerbrechen bereiten kann.

Doch konnte Alba in dieser Saison immer wieder bei großen Spielen überzeugen und ihre Chancen nutzen. Obwohl fast alle Playoffspiele in dieser Saison mit einem Sweep beendet wurden – Ausnahme der Sieg von Rasta Vechta gegen Bamberg mit 3:1 – besteht die Hoffnung, dass diese Serie ähnlich spannend wird wie die Finals im letzten Jahr.

Das Team bleibt bestehen – fast

Mit dem Einzug ins Finale scheint die Teilnahme von Alba Berlin in der Euroleauge in der kommenden Saison sicher zu sein. Dies konnten die Albatrosse und deren Verantwortlichen umgehend nutzen und verlängerten den auslaufenden Vertrag mit Eurocup-MVP Luke Sikma um (im Basketball unüblich) vier (!) Jahre.

Luke Sikma ist vom Team und dem Umfeld überzeugt, so dass der 29-jährige der Alba-Familie die Treue hält. Viele Beobachter des Basketballs in Deutschland nehmen dies ebenfalls als Zeichen, dass sich Coach Aito auch weiterhin der Alba Mannschaft verschreiben hat.

Doch nicht alle werden bleiben. Mit Assistent Thomas Päch verlieren die Albatrosse einen hervorragenden Mann aus dem Trainerteam von Coach Aito. Päch wird in der kommenden Saison als Headcoach die Telekom Baskets Bonn anführen. Seine Führungsqualitäten hat Päch bereits zum Ende der Saison 2016/2017 bewiesen, als der damalige Coach Ahmet Çakı entlassen wurde. Viele Teams hatten sich um den allseits beliebten Thomas Päche bemüht und wird in Bonn Chris O’Shea ersetzen, der als Interimstrainer die zweite Saisonhälfte der Bonner absolvierte.

Diese Woche … bei ALBA Berlin, KW 23

Von Heiko Eisser

Basketballherz, was willst du mehr. Bereits vor der ersten Begegnung konnten sich die Fans von Alba Berlin und den Baskets Oldenburg auf diese Spiele freuen. Ebenfalls hatten die neutralen Experten auf eine hochklassige Serie gehofft – keine Seite sollte enttäuscht werden. Also fast. Die Oldenburger dürften mit dem Stand in der Serie eher unzufrieden sein.

Am Sonntag kommt es nun zum dritten Vergleich im BBL-Halbfinale. Alba könnte mit einem erneuten Auswärtserfolg einen Sweep holen. Die Oldenburger müssen ihr Heimspiel gewinnen, wollen sie eine Rekordsaison nicht im Halbfinale beenden.

Oldenburg – immer ein Reise wert

Zum Start der Serie trat Alba Berlin bei den Baskets in Oldenburg an. Die Marschrichtung der Hausherren war klar umrissen, damit Alba nicht direkt zum Start der Serie den Heimvorteil „klaut“.
Zunächst ging der Plan der Oldenburger auf, mit einem aggressiven Abwehrverhalten und schnellem Rückzug nach eigenen Versuchen den Fluss der Berliner zu stoppen. Die Belohnung war ein 2:9 aus Berliner Sicht.

Doch zollte die Spielweise der Baskets schnell ihren Tribut, da bereits zu Ende der ersten Viertels der Season-MVP Will Cummings mit zwei Fouls auf die Bank musste. Was zunächst als Schwächung gesehen werden konnte, nahm Cummings „Ersatzmann“ Frantz Massenat als Anlass seine Fähigkeiten zu zeigen.

Das die Berliner nie aufstecken demonstrierten sie, als zum Ende des ersten Viertels noch wenige Sekunden zu spielen war. Peyton Siva nahm sich den Ball und netzte zum 21:21 ein. Dies war recht ungewöhnlich, da die Berliner im ersten Viertel zehn ihrer 21 Punkte von der Freiwurflinie holten. Bis zum Ende der Partie wurden den Berliner 22 Mal an die Linie geschickt. Das Oldenburger Abwehrverhalten zog sich durch die ganze Partie und sollte ausschlaggebend für den Ausgang des Spiels sein.

Die Hausherren agierten weiterhin sehr physisch und gerieten schnell in Foulprobleme. Cummings und Center Mahalbasic waren bereits zur Halbzeit der Partie mit je vier Fouls belastet und mussten von Coach Drijencic aus der Partie genommen werden.
Die Albatrosse setzten hingegen weiterhin auf den Zug zum Korb, da die Würfe von aussen nicht fallen wollten. Zwar holten sie unterm Korb die zahlreiche Rebounds und kamen oft zu zweiten Chancen, ließen sie diese jedoch liegen. Nach einem 11:2-Lauf zu Beginn des zweiten Viertels, gaben sie den Baskets in einer sechsminütigen Phase ohne eigenen Korb die Möglichkeit wieder heran zu kommen. Zum Ende der ersten Hälfte stand es 73:72 für die Oldenburger.

Ein schönes Duell unter den Körben konnte man zwischen Albas Nnoko und Oldenburgs Mahalbasic beobachten. Beide sind nicht bekannt für ihr filigrane Art des Verteidigens, doch wusste der jeweils andere immer, wie man seinen gegenüber ausspielen konnte. Das Landry Nnoko hier der clevere Teil des Duells war, wurde mit Mahalbasic´s viertem persönlichen Foul kur vor Ende der ersten Halbzeit deutlich.

Will Cummings, ebenfalls mit vier Fouls im zweiten Durchgang, versuchte nun die Partie zu entscheiden. Dass er dies mit einem ungestümen offensiv Foul sogar tat, war den Zuschauern in der ausverkauften EWE-Arena schnell bewusst. Als im Laufe der zweiten Hälfte auch Mahalbasic ihm auf die Bank folgte hatten die Oldenburger den Glauben an einen Sieg verloren. Bereits zwei Minuten vor Ende führten die Hauptstädter mit 92:83 und machten nicht den Anschein den Sieg verspielen zu wollen. Mit dem 100:93 durch Luke Sikma war die Partie zu Ende.

Den Berlinern gelang damit der zweite Auswärtserfolg in Oldenburg in der Saison und bleiben das einzige Team der BBL, die bei den Baskets gewinnen konnten. Eine gute Ausgangslage für den zweiten Vergleich in Berlin war gelegt.

Heimstärke bewiesen

Die Oldenburger hatten in der regulären Saison Alba die erste Heimniederlage beschert. Um den Heimvorteil wieder in den eigenen Hände zu halten, musste in Berlin ein erneuter Sieg geholt werden.

Diesen Willen bewiesen die Baskets unmittelbar zum Start der Partie, als sie konzentriert zu Werke ging und durch Ricky Paulding mit zwei erfolgreichen Dreiern aus identischer Position ein 7:2 heraus gespielt wurde. Alba im Gegensatz mit einer im Abschluss unkonzentrierten Anfangsphase. Durch die wieder starke Reboundleistung – in der kompletten Partie griffen sich die Albatrosse 43 Rebounds – kamen die Jungs von Coach Aito immer wieder zu zweiten bzw. dritten Chancen, die jedoch zunächst nicht durch die Reuse gehen wollten.

Bei Oldenburg erwischte MVP Will Cummings einen eher durchwachsenen Start. Hinzu kamen seiner Meinung nach schlechte Pfiffe des Schiedsrichtergespanns um Robert Lottermoser. Eine hitzige Partie, die hin und wieder auch bei den Zuschauern fragende Gesichter zurück lies. Aber diese engen und ruppig geführten Partien sind das Salz in einer jeden Playoffrunde.

Nach dem 17:13 aus Alba Sicht nach dem ersten Viertel, ging Oldenburg konzentrierter ans Werk und legte zu Beginn des zweiten Durchgangs einen 5:0-Lauf hin. Alba konterte seinerseits mit einem 7:0-Lauf und unterbanden den Offensivdrang der Niedersachsen. Um Will Cummings runter zu kühlen, entschloss sich Basket Coach Maden Drijencic ihn auf die Bank zu beordern. Sein Backup Frantz Massenat vertrat ihn erfragend und die EWE ging zwei Minuten vor der Halbzeit mit 29:28 in Führung. Mit starkem Willen verteidigte Alba in dieser Phase und ging mit einer 32:29-Führung in die Halbzeit.

Die weiterhin sehenswerte Partie wurde in der zweiten Hälfte vor 9200 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof noch intensiver. Besonders ist hierbei das Duell unterm Korb zwischen Landry Nnoko und Rashid Mahalbasic zu erwähnen. Wie auch in Partie eins lieferten sich beide Spieler einen spektakulär anzusehenden Infight, der meist nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Beide am Ende der Partie mit jeweils vier persönlichen Fouls.

Zum Ende des dritten Viertels leistet sich Oldenburg dann eine schwache Phase, die durch Luke Sikma und Co effektiv ausgenutzt wurde. Eine acht Punkte Führung veranlasste EWE-Coach Drijencic umgehend zur Auszeit. Doch hielt Alba nach dieser weiterhin dagegen und Oldenburg auf Abstand. 60:52 endete das Viertel.

Im letzten Durchgang konnte Oldenburg nicht zulegen. Alba hingegen besserte seine schlechte Freiwurfquote aus der ersten Hälfte (1 von 7 fanden ihr Ziel) aus und vergrösserte so den Abstand zu Oldenburg. Bereits 1:11 Minuten vor Ende der Partie führt Alba mit 13 Punkten und für am Ende einen 79:68 und das 2:0 in der Serie ein.

Sweep oder Pause bis zum Finale?

Besonders stolz dürfte das Team um Alba Berlin auf die Leistung in der ersten Hälfte des Heimspiels gegen Oldenburg nicht sein. Die Würfe von aussen wollten nicht fallen. Doch konnte dieses Manko mit einem wieder starken Rebounding ausgeglichen werden. Erst in der zweiten Hälfte fielen die Dreier, die vom Publikum in der Arena am Ostbahnhof gefeiert werden.

Zuvor mussten die intensiven Duelle in der Abwehr gegen die Oldenburger gewonnen werden. Hier sah man im Laufe der Partie wieder das gewohnt starke Verhalten der Albatrosse in der Verteidigung. Eine Mannschaftsleistung, die für das dritte Spiel in Oldenburg erneut gezeigt werden muss.

Bei den Baskets machte sich in der zweiten Hälfte bemerkbar, dass die drei Topspiele Cummings, Mahalbasic und Paulding in jeder Partie 35 und mehr Minuten spielen müssen. In der entscheidenden Phase konnten sie nicht zulegen und die Bankspieler schafften an der Spree nicht den entscheiden Punch zum Sieg.

Es wird sehr spannend zu sehen sein, wie Oldenburg das dritte Halbfinale für sich entscheiden will. Für Oldenburg dürfte es ungleich schwerer werden, da diese auch die fehlende internationalen Spiele während der Saison nun sehr kurze Wochen sind.

Alba hingegen wird durch die Siege und die gute Abwehrleistung beim 79:68 gestärkt nach Niedersachsen fahren. Egal wie die Partie nun ausgehen wird, es wird wieder ein Basketballfest für alle Zuseher.

Der Tag, 05.06.: Ryu, Alba, CR7

Frühmorgens

MLB – Die Dodgers siegten 9:0 bei den Diamondbacks und sind laut Record weiterhin das beste Team der laufenden MLB-Saison. Großen Anteil am Sieg hatte Pitcher Hyun-Jin Ryu, der aktuell einen echten Lauf hat bzw. eher keine zulässt.

 

Nachmittags

ATP-Tour/WTA-Tour – Nichts ging heute in Paris. Die angesetzten Viertelfinals der Damen und Herren fielen regelrecht ins Wasser und wurden auf den morgigen Tag verlegt. Somit auch das Match zwischen Novak Djokovic und Alexander Zverev.

 

Abends

BBL – ALBA Berlin steht vor dem Einzug in die BBL-Finals! 79:68 siegten die Albatrosse gegen die EWE Baskets Oldenburg und stellten die Serie auf 2:0. Erst in der zweiten Halbzeit, als das Spiel insgesamt an Niveau gewinnen konnte, setzten sich die Gastgeber ab und gaben den Vorsprung nicht mehr aus der Hand.

UEFA Nations League – Portugal steht im ersten Finale der Nations League. Und zu verdanken haben wir das Cristiano Ronaldo, der alle drei Treffer zum 3:1-Sieg gegen die Schweiz beisteuerte.

Der Tag, 02.06.: Bruins, Wawrinka, Carapaz

Frühmorgens

NHL – Die Bruins liegen im Stanley-Cup-Finale mit 2:1 erneut in Führung. 7:2 siegte das Team beim Gastspiel in St. Louis bei den Blues. Grundstein für diesen deutlichen Sieg waren die guten Special Teams der Bruins, die alleine vier Treffer zum Sieg beisteuerten.

 

Nachmittags

U19-Bundesliga – Der BVB ist nun doch noch Deutscher Meister! Gegen den VfB Stuttgart siegte der Dortmunder Nachwuchs in Aspach mit 5:3. Spektakulär war die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit. Zu Pause lagen die Schwarz-Gelben 1:3 zurück, drehten die Partie dann endgültig in den letzten Spielminuten.

ATP-Tour – Rafael Nadal (gegen Juan Ignacio Londero) und Roger Federer (gegen Leonardo Mayer) gewannen ihre Partien jeweils 6:2, 6:3, 6:3. Stefanos Tsitsipas und Stan Wawrinka benötigten über fünf Stnden bis es einen Sieger gab. 7:6, 5:7, 6:4, 3:6, 8:6 hieß der Endstand zu Gunsten des Schweizer. Die Partie Kei Nishikori gegen Benoit Paire wird wegen der Dunkelheit morgen fortgesetzt.

WTA-Tour – Marketa Vondrousova siegte auch gegen Anastasija Sevastova. 6:2, 6:0 lautete das deutliche Endergebnis. Auch Johanna Konta hatte mit Donna Vekic beim 6:2, 6:4 weniger Mühe. Sloane Stephens benötigte gegen Garbine Muguruza ebenfalls nur zwei Sätze beim 6:4, 6:3. Nur Kaia Kanepi und Petra Martic brauchten drei Sätze, in denen sich Martic am Ende mit 5:7, 6:2, 6:4 durchsetzte.

Giro – Richard Carapaz sicherte auf der Schlussetappe beim Zeitfahren in Verona die Gesamtführung ab und ist damit der Giro-Sieger 2019. Pascal Ackermann sammelte in den drei Wochen die meisten Punkte und ist damit der Gewinner der Punktewertung.

 

Abends

EHF Champions League – Vardar Skopje ist nach 2017 erneut das beste europäische Handball-Team. Im Finale gegen Veszprem setzten sich die Nordmazedonier 27:24 durch, nachdem die Halbzeitführung mit 16:11 noch deutlicher ausfiel.

BBL – ALBA Berlin siegte zum Auftakt der Halbfinalserien mit 100:93 bei den EWE Baskets Oldenburg. Auch das Team des FC Bayern konnte in Führung gehen. 98:88 hieß das Endergebnis im Heimspiel gegen das bisherige Überraschungsteam Rasta Vechta. Vechta konnte einen deutlichen Rückstand bis zum letzten Viertel drehen, am Ende reichte es dann aber nicht zum Sieg.

Diese Woche … bei ALBA Berlin, KW 22

Von Heiko Eisser

Kurz und zumindest aus Berliner Sicht schmerzlos. Mit einem 3:0 im Viertelfinale haben die Albatrosse die best-of-three-serie gegen Rathiopharm Ulm gewonnen und sind ins Halbfinale der diesjährigen Playoff-Season gegen die Bassets Oldenburg eingezogen. Diese Serie dürfte – mit Verlaub – die enger, spannendere Serie werden. Es trifft der Hauptrunden Zweite (Oldenburg) auf den Dritte und startet am Sonntag um 15 Uhr. Da beide Mannschaften die offensivstärksten der aktuellen BBL-Saison waren, dürften die Körbe nur so fallen. Ausserdem winkt bei einem Sieg eine besondere Belohnung.

Viertelfinale im Sweep

Aus Sicht der Berliner konnte das Viertelfinal-Serie nur mit einer schlechten Nachricht beginnen – warum die Postseason nicht so gestalten wie den bisherigen Saisonverlauf? Vor dem ersten Spiel gegen die Ulmer meldete sich Payton Siva mit einer Knöchelverletzung ab.

Im ersten Vergleich konnte dieser Ausfall dennoch spielend durch die anderen Akteure Albas kompensiert werden. Die Berliner starteten konzentriert in Offensive und Defensive und liessen den Ulmer kaum Räume sich und ihr Spiel zu entfalten. Besonders unter dem Korb wurde der Platz eng und die Gäste mussten ihr Glück von außen suchen. Doch im Gegensatz zu den vorherigen Monaten, gelang hier selten der benötigte Treffer. Bereits nach dem ersten Viertel lag Alba mit 29:16 in Führung.

Im weiteren Verlauf der Partie hielten die Berliner an ihrem Spiel fest und konnten ihre besondere Qualitäten ausspielen. Als Zuschauer hatte man schnell das Gefühl das „alte“ Alba der Saison zu sehen. Besonders Derrick Walton Jr fand im ersten Spiel gegen Ulm zur bisher nicht gezeigten Passstärke und heimste zwölf Assists ein. Dies kam besonders Albas Centern zu Gute und Johannes Thiemann zeigte mit 15 Punkten gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden eine für ihn im Albadress eher selten gesehene Leistung.

Alba baute im Spielverlauf stetig den Abstand zu den Ulmern auf, die mit ihrer Leistung in Spiel 1 alles andere als zufrieden sein konnten. Weder die Dreier fielen noch konnte die Defensive der Gäste ihre in den letzten Wochen gezeigte Standfestigkeit unter Beweis stellen. Ein deutlicher 107:78 Sieg von Alba markierte einen guten Start in das Viertelfinale.

Im Heimspiel wollten die Ulmer den Ausgleich holen und die Serie wieder offen gestalten. Doch mit dem Ausfall von Patrick Miller und einem grippegeschwächten Dwayne Evans waren die Vorzeichen alles andere als rosig.

Damit es nicht die letzte Partie für Coach Thorsten Leibenath in der Halle an der Memminger Straße werden sollte, warfen sich die Spatzen ins Geschehen. Die Unterstützung von den Rängen half ihnen, einen 6:0-Lauf der Albatrosse im ersten Viertel ebenfalls mit einem entsprechenden Lauf zu kontern. Das Viertel endete 19:23 aus Sicht der Gastgeber.

Das die Hausherren aus den beiden letzten Partien gegen Alba gelernt hatten, sah man an der Unterbrechung des Fast-break-Spiels. Im zweiten sowie im dritten Viertelfinale kam die Mannschaft um Teamkapitän Nils Giffey zu weniger schnellen Abschlüssen und die Punkte mussten auf andere Weise geholt werden. Glücklicherweise finden sich in den Reihen diese Spieler, die in Form von Luke Sikma diese Punkte holen.

Die Partie war weiterhin eine enge Angelegenheit. Nach einer Führung zur Halbzeit durch Alba (47:43) wollten beide Teams in der zweiten Hälfte nun den Punkteschnitt nach oben schrauben. Doch kam ins Ulmergetriebe Sand und die durch eine Verletzung von Per Günther zusätzlich geschwächt wurden. Ohne Per Günther musste Ulm schließlich auch das Spiel 3 in Berlin bestreiten.

Die Ausfälle konnte Ulm nun nicht mehr abfangen. Alba hingegen nutze die Chancen die sich ihnen boten und fuhren einen 98:83-Sieg ein, der die Ulmer Leistung leider nicht widerspiegelt. Doch wie Ismet Akpinar bereits nach Spiel 1 sagte: „Es ist egal, ob du mit einem oder mit 30 verlierst.“ Doch waren die Schwächungen im Team durch die restlichen Ulmer nicht zu kompensieren.

Die Vorzeichen standen bei Alba nun wieder voll auf Sieg in Spiel drei der Serie. Der zurück gekehrte Peyton Siva sowie 10.600 Zuschauer in der Halle am Ostbahnhof wollten diese Partie gewinnen und den Einzug in das Playoff Halbfinale sicher stellen. Ulm musste hingegen reiste mit nur zehn Spielern an und hoffte eher auf einen schlechten Tag der Albatrosse.

Ein 8:0-Lauf der Hausherren machte die Marschrichtung für dieses Spiel zunächst sehr deutlich. Konzentriert und gewillt eine fast spielfreie Woche zu haben, legte Alba los. Die Ulmer mussten erst durch eine Auszeit durch Coach Leibenath geweckt werden. Das das Team seinem Coach noch eine weitere Begegnung in Ulm holen wollten, zeigten sie nach der Standpauke. Mit 17:20 und einer Ulmer Führung wurde das erste Viertel beendet.

Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich eine hitzige Partie. Die Schiedsrichter trafen hier manche Entscheidung, die auf beiden Seiten Verwunderung und auf den Rängen Ärger hinterließ.

Doch Alba ging nach dieser Phase konzentrierter ans Werk und waren auf Kurs zum Sieg. Bei Ulm machte sich jedoch der Kräfteverschleiß und die wenigen Möglichkeiten zur Rotation bemerkbar. Hinzu kam bei den Gästen, dass Dwayne Evans nie in diese Partie fand und seine Teamkameraden nicht wie gewohnt unterstützen konnte. Ein deutliches 75:58 zu Gunsten Albas nach Viertel drei zeigte hierbei die Richtung.

Ein kleines Aufbäumen der Ulmer Mitte des letzten Abschnittes sollte hierbei dennoch keine Zweifel bei den Albatrossen säen. Das letzte Spiel dieser Serie ging mit 100:83 an die Berliner. Der Einzug ins Halbfinale war perfekt.

Der Weg in die Euroleauge

Dem Halbfinal Duell zwischen Alba Berlin den den EWE Baskets Oldenburg wird in diesem Jahr eine besondere Bedeutung bei gemessen. Sollte der FC Bayern die zweite Halbfinalserie gegen Vechta gewinnen, dürfte dem Sieger aus der Serie Oldenburg – Berlin die Teilnahme am höchsten europäischen Wettbewerb winken.

Durch die Wildcard des FC Bayern für die kommenden zwei Spielzeiten, könnten sich nämlich die Verantwortlichen der Euroleauge zu einem zweiten deutschen Teilnehmer durch ringen. Das hierbei Berlin durch die gegebenen Begleitumstände (Metropole, große Arena mit mehr als 10.000 Sitzplätzen) willkommener zu sein scheinen, dürfte nur eine Nebenrolle spielen. Doch zuerst muss der Einzug ins Finale gelingen, wobei beide Mannschaften diesen Schritt gehen wollen.

Die Oldenburger starten hierbei mit dem Vorteil des Heimrechts als Tabellenzweiter der abgelaufenen Saison. Hatte sich dieser im vergangenen Jahr deutlich für die Niedersachsen ausgezahlt – beide Heimspiele wurden gegen Alba in den Playoffs 17/18 gewonnen – sind ausgerechnet die Heimspiele beider Mannschaften in dieser Saison jeweils durch den Gast gewonnen worden. Berlin siegte in Oldenburg mit 84:93, die Baskets gewann das Rückspiel 94:78 und brachte den Albatrossen die erste Heimniederlage der Saison bei. Nicht verschwiegen werden sollte, dass bei dieser Niederlage die Berliner direkt vom Eurocup-Spiel aus Malaga kamen.

Vor der Halbfinal-Serie hatten beide Teams nun eine Woche Trainingszeit, welche besonders bei Alba Coach Aito sehr gut ankam. Der Coach bemängelte die enge Taktung des Spielplans mit BBL, Eurocup und Pokal schon die ganze Saison. Daher begrüsste er es sehr, seit der Vorbereitung wieder mal eine komplette Trainingswoche mit seinem Team zu haben.

Durch diese freie Zeit konnte sich das Lager der verletzten Spieler der Albatrosse ebenfalls merklich lichten. Nach dem Peyton Siva bereits zu Spiel drei gegen Ulm seine Knöchelverletzung überwunden hatte, dürften Aito nun auch Dennis Clifford und Landry Nnoko wieder zur Verfügung stehen. Die Bestbesetzung wird durchaus benötigt, da mit Will Cummings auf Oldenburger Seite der MVP der BBL-Saison wartet, der mit Rasid Mahalbasic einen kongenialen Partner hat.

Nach Platz sieben in der Vorsaison und dem Verzicht auf den europäischen Wettbewerb, konnte sich das Team von Coach Mladen Drijencic wöchentlich optimal auf die Gegner vorbereiten. Der Lohn der gewohnt akribischen Arbeitsweise, war Tabellenplatz zwei am Ende der Saison mit dem entsprechenden Heimrecht in den Playoffs. Dieses Heimrecht wird mit einer überragenden Saison von Will Cummings (21.1 Punkte pro Spiel) und einem x-ten Frühling von Oldenburgs Urgestein Rickey Paulding (13.3 Pkt) gekrönt.

Doch nicht nur diese zwei Spieler konnten diese Saison für sich nutzen. Mit Philipp Schwethelm, Karsten Tada und Rasid Mahalbasic stehen ebenfalls starke Routiniers auf dem Parket, die zum Erfolg der Oldenburger enorm viel beitrugen.

Die harten Fakten

Die Anhänger beider Mannschaft sowie die neutralen Zuschauer dürfte in dieser Serie ein Punktefestival erwarten. Es trifft das offensivste Team Oldenburg (93.4 Punkte pro Spiel) auf das zweit offensivste Team (92.7 Punkte) der BBL. Hingegen kann Berlin die meisten Assits (23.4) und die meisten Rebounds (36 / Spiel) für sich verbuchen. Von der Freiwurflinie sind die Niedersachsen allerdings sicherer mit 78.1% zu 75.3% der genutzten Freiwürfe.

Auf Berliner Seite arbeitet Coach Aito mit einer sehr selbstbestimmten Mannschaft, die Situation erkennen und auf diese im Spiel reagieren soll. Eine Einflussnahme von außen sieht man eher selten. Wenn Aito in einem Viertel auf eine Auszeit zurück greifen muss, dann läuft schon einiges schief.

In der Defensive praktizieren die Albatrosse ein Switch-System, welches viele Gegner mittlerweile einfach als NEXT-System deklarieren. Die Spieler übergeben den Gegner ihrem Nebenmann und wissen daraufhin ungemein schnell, wer nun auf sie als „Nächster“ wartet. Bei Ballgewinn wird schnell umgeschaltet und auf das Fastbreak gesetzt. Dies hatte Ulm in der Viertelfinale-Serie besonders im Spiel zwei gut um Griff. Hier wird auch Oldenburg ansetzen müssen.

Basket Coach Drijencic ist auf der Seitenlinie ein gewohnt aktiver Trainer. Er setzt auf den Impuls von außen und dirigiert seine Mannen. Die erste Fünf von Oldenburg wird in der Serie viel Spielzeit bekommen und muss der tiefen Bank Albas die entsprechenden Punkte entgegensetzen. Das Tempo Albas sollten die Oldenburger nicht mitgehen, da der Kader dies nicht so kompensieren kann wie die Hauptstädter.

Besondere Aufmerksamkeit sollten man auf den Heimvorteil legen. Das dieser enorm wichtig sein kann – besonders in einer Playoff-Serie – zeigte sich im vergangenen Jahr, als Oldenburg als Tabellensiebter im Halbfinale beide Partien gegen den damaligen Tabellenzweiten Alba gewinnen konnte.

Los gehts am Sonntag um 15 Uhr aus Oldenburg, live bei Magneta Sport und Sport1. Spiel zwei der Serie aus der Arena am Ostbahnhof wird am Mittwoch, 05.Juni um 20:30 Uhr eröffnet.

Der Tag, 21.05.: Warriors, Draisaitl, Opelka

Frühmorgens

NBA – Die Warriors sind erneut in den NBA Finals, doch machten es in Spiel 4 nochmal spannend. 119:117 nach Overtime, lautete der Endstand gegen die Trail Blazers. Stephen Curry und Draymond Green gelangen zum Abschluss der Western Conference Finals jeweils ein Triple Double. Die Warriors siegten damit in allen 12 Playoffspielen und ziehen ohne Niederlage in die Finals ein.

MLB – Die Phillies haben aktuell mit vier Siegen am Stück den längsten Winning Streak und führen die enge NL East an. Bei den aktuellen Gastspielen bei den Cubs brauchte es in der vergangeenen Nacht jedoch ein Zusatzinning ehe J.T. Realmuto einen Homerun zum entscheidenden 5:4 schlagen konnte.

 

Nachmittags

WTA-Tour – Erneut nicht viel ging in Nürnberg und Straßburg. Anna-Lena Friedsam konnte in Nürnberg gegen Irina-Camelia Begu einen 4:6, 6:3, 6:3-Sieg feiern. Auch Andrea Petkovic überstand gegen Cagla Buyukakcay mit 6:3, 6:2 die Auftaktpartie.

Eishockey-WM – Die DEB-Auswahl siegte überraschend mit 4:2 gegen Finnland und feierte damit den fünften Vorrundensieg und Platz 3 in der Gruppenendabrechnung. Leon Draisaitl erzielte im letzten Drittel die beiden entscheidenden Treffer und avancierte erneut zum Matchwinner. Gegner im Viertelfinale ist am Donnerstag Tschechien.

ATP-Tour – Alexander Zverev siegte gegen Ernest Gulbis deutlich mit 6:2, 6:1 und steht damit im Viertelfinale von Genf. Dort wartet Hugo Dellien, der Janko Tipsrevic 7:6, 6:3 besiegen konnte. Keinen guten Tag hatte indes Reilly Opelka in Lyon erwischt. Im Tiebreak des dritten Satzes hatte Opelka aus seiner Sicht schon den Sieg in der Tasche und schied dann doch aus.

Giro – Arnaud Demare gewann die zehnte Etappe nach Modena. Der zweifache Etappensieger Pascal Ackermann stürzte ca. einen Kilometer vor dem Ziel und konnte so nicht um den Sieg mitsprinten.

 

Abends

BBL – Ulm verlor die Heimpartie gegen Alba und muss nun am Wochenende in Berlin gewinnen, um nicht mit 0-3 auszuscheiden. Auch die EWE Baskets Oldenburg haben nach dem 97:87-Auswärtssieg in Bonn am Wochenende einen Matchball zum Halbfinaleinzug.

Eishockey-WM – Kanada gewann zum Abschluss der Vorrunde den ewigen Klassiker gegen die USA mit 3:0. Schweden und Russland lieferten sich hingegen eine sehr torreiche Partie. 6:1 führten die Russen nach 38 Minuten, ehe die Schweden gegen Ende noch ein paar Ehrentreffer erzielen durften und das Spiel 4:7 endete.

 

Der Tag, 18.05.2019,: Antetokounmpo, Kovac, Alba

Frühmorgens

NBA – Die Bucks führen nach zwei Spielen mit 2-0 in den Eastern Conference Finals. Schon im ersten Viertel konnten die Gastgeber mit 14 Punkten in Führung gehen und gaben diese anschließend auch nicht mehr aus der Hand. Giannis Antetokounmpo machte mit 30 Punkten und 17 Rebounds wieder eine starke Partie für Milwaukee beim 125:103-Sieg gegen die Raptors.

NHL – Die Blues glichen mit dem 2:1 gegen die Sharks die Serie aus. 2-2 lautet der Zwischenstand im Western Conference Final. Nach der 2:0-Führung der Blues, konnten die Sharks 13 Minuten vor Ende zwar den Anschlusstreffer erzielen, jedoch keine Overtime mehr erzwingen.

 

Nachmittags

1. Fußball-Bundesliga – Der FC Bayern ist nach dem 5:1 gegen Frankfurt wieder Deutscher Meister. Das 4:2 der Mainzer gegen Hoffenheim rettete der Eintracht Platz 7 und die Europa League. Leverkusen schaffte mit dem 5:1 in Berlin noch den Sprung auf Platz 4. Gladbach (0:2 gegen den BVB) und Wolfsburg (8:1 gegen den FC Augsburg) sind mit den Plätzen 5 und 6 ebenfalls in der Europa League dabei

Eishockey-WM – Die DEB-Auswahl kassierte nach den vier Siegen aus vier Spielen eine bittere 1:8-Niederlage gegen Kanada. Trotz dieser Klatsche ist das deutsche Tam sicher für das Viertelfinale qualifiziert, da Dänemark 1:7 gegen die USA verlor.

WTA-Tour – Johanna Konta und Karolina Pliskova stehen im Finale von Rom. Pliskova siegte in 88 Minuten 6:4, 6:4 gegen Maria Sakkari, ließ dabei nur ein Break zu. Konta benötigte dafür gegen Kiki Bertens mehr Zeit und Schweißperlen. In den ersten beiden umkämpften Sätzen siegten beide Spielerinnen jeweils 7:5. Erst im dritten Satz konnte Konta besser gegen Bertens Aufschlag agieren und zwei Breakchancen zum 6:2 nutzen.

 

Abends

ATP-Tour – Rafael Nadal gelang die Revanche gegen Stefanos Tsitsipas. 6:3, 6:4 siegte Nadal nach 102 Minuten und ließ dabei nur zwei Breakbälle zu, die der Sandplatzkönig jedoch abwehren konnte. Nadal spielt damit sein erstes Finale in diesem Jahr auf Sand. Gegner ist dort Novak Djokovic. Der Weltranglistenerste gewann 6:3, 6:7(2), 6:3 gegen Diego Schwartzman. Schwartzman lieferte Djokovic gerade im zweiten Satz einen engagierten Kampf, konnte dieses Niveau im dritten Satz aber nicht mehr halten.

Basketball-Bundesliga – Auftakt in die Playoffs! Deutlich siegte Alba Berlin im Heimspiel gegen Ratiopharm Ulm mit 107:78 und setzte damit ein deutliches Zeichen für die kommenden Spiele. Der FC Bayern siegte gegen die Löwen aus Braunschweig ebenfalls ungefährdet mit 70:59 in der heimischen Arena.

FA-Cup – Manchester City ist Pokalsieger Englands. Eher wenig aufregend war das Finale aus neutraler Sicht, da City den FC Watford in Wembley 6:0 abfertigte. Das Team von Pep Guardiola machte mit diesem Sieg das nationale Triple perfekt, was bisher keinem Club in England gelungen ist.

Handball EHF-Cup -Der THW Kiel ist EHF-Cup Sieger! In der heimischen Ostseehalle gewann das Team von Alfred Gislasson 26:22 gegen die Füchse Berlin und beschert damit dem Coach einen Abgang mit dem Europapokaltitel.

Dies Woche … bei ALBA Berlin, KW 20

Von Heiko Eisser

Als Fan vermittelt die Mannschaft in den letzten Wochen, dass es bei Alba Berlin meistens reicht, wenn sie eine Schalter umlegen um ein Spiel dann in einem kleinen Schlusssprint noch an Land zu ziehen. Diesen Schalter betätigte das Team um Kapitän Nils Giffey in der vergangenen Woche zweimal. Und doch geht man als Fan mit gemischten Gefühlen in die Postseason – nicht das der Schalter in einem wichtigen Moment klemmt.

Endspurt der regulären Saison

Mit dem Nachholspiel gegen die Telekom Baskets Bonn startete Alba in die letzte Woche der regulären Saison 2018/19. Die Bonner – in aussichtsreicher Position zu einem der Playoffplätze – starteten abgeklärt in die Partie. Center Charles Jackson und Shooting Guard Olivier Hanlan sorgten im ersten Viertel für die sicheren Punkte auf Bonner Seite. Alba leistete sich viele Ballverluste, die zunächst den Spielfluss der Hauptstädter ins stocke brachte. Doch besann sich Alba zum Ende des Viertels auf ihre Fähigkeiten und einer besseren Defensive. Der Ausgleich zum 24:24 fiel kurz vor Viertelende.

Die hohe Bereitschaft zum Abschluss brachte den Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof ein Punktefestival, was bei der Betrachtung des eigentlich Spielgeschehens eher verwunderlich war. Die Konzentration lies bei beiden Mannschaften nach, so dass es trotz der Punktausbeute beider Teams, kein ansehnliches Spiel war.

Im dritten Viertel nahmen sich die Baskets eine gedankliche Auszeit und liessen Alba mit einem 7:0-Lauf ein kleines Polster aufbauen. Nicht hilfreich dürfte ebenfalls der kleine Disput zwischen Bonns Coach Chris OShea und dem Schiedsrichtergespann gewesen sein. Über die gesamt Länge der zweiten Hälfte kritisierte Bonns Coach die Entscheidungen der Referees und unterbrach damit auch den Spielfluss seines Teams.
Im letzten Viertel konnten sich die Spieler noch ihre Statistiken aufbessern. So waren nach dem 110-98 Sieg von Alba zehn Spieler der Albatrosse und fünf Bonner mit mehr als zehn Punkten in der Statistik vertreten.

Bereits zwei Tage später gaben die im Abstiegskampf befindlichen Eisbären aus Bremerhaven ihre Visitenkarte in Berlin ab. Waren die Eisbären zu Beginn der Partie noch sehr nervös und lagen nach 3:21 Minuten bereits mit 15:6 hinten, agierten die Mannen von Trainer Michael Mai nach der folgenden Auszeit konzentrierter. Besonders jenseits der Dreier-Linie warfen Sie in dieser Phase traumwandlerisch sicher und beendeten das Viertel mit 71% in dieser Kategorie.
Alba verlor nach der Auszeit Bremerhavens ihren Spielfluss und ging unkonzentrierter an die letzte Aufgabe der regulären Saison in heimischer Halle. Ebenfalls nehmen die Albatrosse mehr und mehr schwierige Würfe, die nicht ihr Ziel fanden. Bremerhaven schien in dieser Phase den Sieg mehr zu wollen. Zur Halbzeit stand es 59:57 für die Gäste aus Niedersachsen.

In der zweiten Hälfte sahen die 8444 Zuschauer eine weiterhin enge und willensgeprägte Partie beider Teams. Albas Center Landry Nnoko hält immer wieder Rebounds fest und Alba im Spiel. Auch merkte man der Partie an, dass die ordnende Hand Luke Sikmas fehlte der nach 60 (!) Spiele für Alba in dieser Saison für die kommenden Aufgaben geschont wurde.
Im letzten Viertel ging Bremerhaven weiterhin sehr konzentriert an diese schwere Auswärtsaufgabe. Für Alba wurde ein Sieg ungleich schwerer, da im Laufe des Viertels Rokas Gidraitis und Landry Nnoko mit jeweils fünf Fouls nicht mehr wirken dürften.

Coach Aito ist ein Trainer, der nur selten eine Auszeit nimmt. Als die Eisbären allerdings in dieser Phase mit 87:80 führten, holte er sein Team zu sich und gab die entscheidenen Impulse für die Schlussphase. Alba agierte danach konzentrierter in der Abwehr und kann 1:40 Minuten vor Ende zum 92:92 durch Nils Giffey ausgleichen. Bremerhaven hielt weiterhin dagegen. Nicht wie ein Abstiegskandidat, eher wie ein gleichberechtigter Gegner.

18 Sekunden vor Ende regulären Spielzeit machte Albas erfolgreichster Werfer an diesem Tag, Martin Hermansson, drei seiner insgesamt 23 Punkte und schickte beide Teams in die Overtime. In den zusätzlichen fünf Minuten ist Albas Point Guard Derrick Walton Jr der bestimmende Akteur im Angriffsspiel der Albatrosse. Mit guter Übersicht und hervorragenden Entscheidungen fährt er mit seinen Teamkameraden einen schwer erarbeiten 107:104-Sieg von Alba ein.

Während die Anhänger Albas wohl dank dieser Partie und dem Herzschlagfinale nun die richtige Ausgangsposition für die anstehenden Playoffs haben, hat Bremerhaven hier einen Sieg aus der Hand gegeben der im Nachhinein noch mehr schmerzen dürfte.

Zum Abschluss der Hauptrunde ging es für Alba dann nach Ludwigsburg. Nach der Niederlage Ludwigsburgs bei der BG Göttingen am voran gegangenen Spieltag, waren die Playoffs für die Schwaben nicht mehr zu erreichen. Doch wollten sie im letzten Spiel der Saison ihren Fans noch einen Sieg schenken und führten schnell mit 10:4 gegen Alba.

Der zurückgekehrte Luke Sikma schien die Auszeit gegen Bremerhaven gut getan zu haben. In diesem Abschnitt der Begegnung nahm dieser wieder die Angriffe Albas in seine Hand und schnell übernahm Alba die Führung. Besonders das schnelle Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff bescherten den Hauptstädtern schnelle Punkte und dürften MHP-Coach John Patrick nicht gefallen haben. Alba führte zum Ende des Viertels 23:31.

Ludwigsburg stellte nun die Verteidigung um und attackierte früh Alba im Angriff. Diese Umstellung hinderte nun Alba das gewohnte schnelle offensive Spiel weiter fortzuführen. Die Riesen sammelten in dieser Phase entscheidende Punkte und verkürzte den Rückstand zur Pause auf 38:41.

Beim Spiel um die goldenen Ananas, wie Albas CEO Marco Baldi im Halbzeitinterview diese Partie bezeichnete, ging Ludwigsburg weiterhin den eingeschlagenen Weg: Konzentriert im Abwehrverhalten und im Angriff aufmerksam nach passenden Gelegenheiten.

Alba versuchte in der zweiten Hälfte erneut ihr Glück aus der Distanz, doch fielen die Würfe nicht. Ludwigsburg kann in dieser Phase die Führung sehr zur Freude Ihrer Anhänger erstmals in dieser Partie übernehmen und baut die Führung auf insgesamt zwölf Punkte aus.

Doch dann findet Alba den notwendigen Schalter, legt diesen in Offen- und Defensive um und kann 4.9 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich holen.
Eine besondere Endphase dürfte diese Partie für Landry Nnoko darstellen. Der Center Albas erhält nach dem Ausgleich zwei Freiwürfe, doch verfehlt beide. Beim darauf folgenden Angriff Ludwigsburg foult der Shouting Guard der MHP-Riesen Karim Jallow den Center Albas und schickt ihn mit Ablauf der regulären Spielzeit erneut an die Freiwurflinie. Den ersten Wurf setzt Nnoko daneben um mit seinem letzten Wurf den Sieg Albas einzutüten, eine zweite Overtime-Partie zu vermeiden und Ludwigsburg in die spielfreie Zeit zu schicken.

#PlayoffsBaby

Nun ist endlich diese Zeit im Jahr, die jeder Basketball-Fan entgegen sehnt. Alba hat zwar in dieser Saison aufgrund des Eurocups entsprechende Do-or-die-Spiele erlebt, doch im Ligaalltag ist dies die Essenz einer jeden Saison. Wer nicht weiss warum Playoffs so großartig sind, sollte sich den entscheidenen Wurf in Spiel 7 der Bucks gegen die Nuggets in der ersten NBA-Playoffrunde in diesem Jahr ansehen.

Nun kommt es zum Duell mit ratiohpharm Ulm das Team in der Arena am Ostbahnhof, welches in der Rückrunde wohl die interessantes Wende aller BBL-Clubs hingelegt hat. Das Team von Coach Thorsten Leibenath startete sehr ungünstige mit vier Niederlagen in die Saison. Das gewohnt gute Auftreten in der Defensive wurde jedoch immer wieder durch schlechte Defensivarbeit zunichte gemacht und man verlor wichtige Partien gegen schlechter platzierte Teams. Mitte Februar steht Ulm mit einer Bilanz von 10 Siegen und neun Niederlagen im Niemandsland der Tabelle und droht die Saison ohne Playoff Teilnahme zu beenden.

Für das Team um Ulm-Urgestein Per Günther, der während der laufenden Saison sein 400. Spiel für die Orangenen macht, ein nicht tragbarer Zustand. Nach Niederlagen gegen Gießen und Jena wird bei einer Teamsitzung gemeinsam das Ziel formuliert, die Playoffs zu erreichen. Mit Vladimir Bogojevic kommt für die Centerposition ein Mann, der schon in Berlin seine phasenweise gute Arbeit unterm Korb beweisen und sogar seine Leistungen in Ulm noch ausbauen kann. Die Verteidigung wird Spiel um Spiel verbessert und in der Offensive können RaShad James und Max Ugrai die Dreier-Quote hoch halten. Der aus Berlin gekommene Ismet Akpinar und Patrick Miller verstehen das Spiel aus dem Halbfeld zu koordinieren. Der Einzug in die Playoffs wird am 32.Spieltag gegen Bayreuth fest gemacht.

„Bei jeder Mannschaft kommt eine schwächere Phase in der Saison“, gab Alba-Manager Marco beim Radio Eins-Interview zu bedenken. „Für Ulm kam diese in der Anfangsphase der Saison“. Das Ulm während der Saison viele Verletzte zu beklagen hatte, half dem jungen Team ebenfalls wenig. Zumal sich zum Playoff Start nun RaShad James und Max Ugrai verletzt haben und für beide die Saison beendet ist. Doch wird Thorsten Leibenath mit seinen Jungs dafür sorgen wollen, dass es zur ersten Überraschung der Post-Season kommen soll.

Das Alba Berlin diese Überraschung verhindern möchte, versteht sich von selbst. Nach insgesamt 62 Pflichtspielen in dieser Saison, warten nun die entscheidenden Begegnungen im Ligaalltag.
Besonders freuen dürfte die Verantwortlichen, dass bis auf den Langzeitverletzten Stefan Peno der komplette Kader zu Verfügung steht. Eine Seltenheit in dieser langen und intensiven Saison.

Aufgrund der ansteigenden Leistungskurve der Ulmer Spatzen sollten die Albatrosse gewarnt sein, von Beginn an ihre alten Tugenden in der Defensive wieder zu beherzigen.

Unterm Korb dürfte Landry Nnoko aufgrund der letzten Begegnungen wieder gestärkt in die Partie am Samstag um 18 Uhr gehen. Für Coach Aito besteht allerdings die Qual der Wahl, wen er als Piont Guard in die Starting Five steckt. Payton Siva, Derrick Williams Jr. und Martin Hermannsson agierten in der letzten Wochen so stark, dass hier jeder zurecht von Berginn an auf dem Parkett stehen würde.

Das mit Luke Sikma wieder zu rechnen ist, kann nach der Partie in Ludwigsburg ebenfalls niemand bestreiten. Bei Rokas Gidraitis ist hingegen zu hoffen, dass ihm die längere Pause zwischen dem Spiel in Ludwigsburg und dem Auftakt der Playoffs gegen Ulm gut getan hat. Seine Formkurve zeigte etwas nach unten und seine sonst so sicheren Dreier fanden nur selten den Weg in die Reuse des Gegners.

Trotz der vielen Spiele geht Alba vollfokussiert in den Playoff-Auftakt gegen Ulm. Die Halle am Ostbahnhof und deren Fans sind spätestens nach dem Overtime-Sieg gegen die Eisbären Bremerhaven auf besondere Momente eingestellt. Der Höhepunkt der Saison kann nun kommen. Die Vorfreude ist da. Es sind #PlayoffsBaby!

Diese Woche … bei ALBA Berlin, KW19

Von Heiko Eisser

Im Hallenheft zum letzten Alba Berlin Spiel gegen Würzburg verdeutlichte in einem Interview Landry Nnoko, wie wichtig eine länger Pause sein kann. Diese längere „Pause“ betrugt vier Tage. Vier Tage an denen wieder trainiert werden konnte und so eventuell eingeschlichene Fehler und Abstimmungsprobleme Coach Aito und sein Trainerteam korrigierten. Wie wichtig solch eine längere Trainingsphase sein kann, wurde beim Heimspiel gegen Würzburg direkt gezeigt.

Das letzte Spiel

Alba starte gewohnt fokussiert in die Partie und machte deutlich, dass sie gegen den Tabellen Achten der BBL einen Sieg wollten. Die Würzburger traten die Reise in die Hauptstadt nur mit zehn Spielern an, da auch bei ihnen die Strapazen des internationalen Geschäfts nicht spurlos vorüber gegangen sind. Berlin agierte sehr konzentriert, verteidigten aggressiv und zwangen Würzburgs Coach Dennis Wucherer bereits nach 3:30 Minuten Spielzeit und einem 3:10 aus Würzburger Sicht zur ersten Auszeit.

Selbst durch diese Unterbrechung liess sich das Team um Kapitän Nils Giffey nicht aus ihrem Rhythmus bringen. Schnelle Punkte durch die Offensive und eine konstant hohe Abwehrleistung hielten die Franken auf Distanz. Zum Ende des ersten Viertels führte Alba 32-15.

Nach der Viertelpause leisteten sich beide Teams jedoch einige Fehler und Ballverluste. Würzburg agierte in dieser Phase in der Offensive besser und kam über eine hohe Passquote zu freien Würfen, die ab und an ihr Ziel fanden. Jedoch überzeugte keine der beiden Teams und ein punktearmes Viertel wurde mit 49:28 aus Sicht der Albatrosse beendet.

Coach Aito findet meist in der Halbzeitpause die richtigen Worte, da das dritte Viertel bei Spielen Albas immer zu eine der besten zählt. Würzburg hingegen schien bereits in dieser Phase nicht mehr an einen Sieg zu glauben. Zumal Alba den in den vorherigen Spielen als Topscorer auftretende Skyler Bowlin fast vollständig aus der Partie der Franken nahm. Er kam lediglich auf zwei Punkte. Und ohne diese konnten Würzburgs Cameron Wells (12 Punkte) und Brad Loesing (15 Punkte) nicht bestehen.

Auf Albas Seite scheint der Transfer von Derrick Walton Jr. nun endlich die erhoffte Topverstärkung. Der Point Guard, nach der Verletzung von Stefan Peno im Februar verpflichtet, machte ein gutes Spiel und trug mit seinem 15 Punkten, 5 Assits und seiner guten Übersicht sehr zum niemals gefährdeten 108:69 Sieg der Albatrosse bei.

Ende der regulären Saison

Heute startet Alba mit dem Nachholspiel gegen die Telekom Baskets aus Bonn in den Endspurt zu den Playoffs. Die Bonner dürften nur ungern in dieser Phase der Saison nach Berlin reisen, da der letzte Triumph in der Haupstadt 2011 eingefahren wurde. Doch benötigen die Baskets jeden Sieg um in der Tabelle ihren siebten Platz und die Teilnahme an den Playoffs zu festigen. Mit 16 Siegen stehen die Bonner vor Ludwigsburg und Würzburg mit jeweils 15 Siegen. Ein enges Rennen um die letzten beiden noch offenen Playoffplätze, an denen Alba das Zünglein an der Waage spielen kann.

Die beiden letzten Spieltage der regulären BBL-Saison werden Freitag und Sonntag ausgespielt. Die Berliner erwarten am Freitag die in arger Abstiegsangst schwebenden Eisbären aus Bremerhaven. Zwar haben es die Niedersachsen in eigener Hand den Klassenverbleib fest zumachen, allerdings sind Crailsheim und Jena noch in Schlagdistanz. Wobei es an diesem Spieltag in Jena zum Duell gegen Crailsheim kommt. Dennoch sollten die Bremerhavener ihre Partie gegen Alba gewinnen um dem Abstieg eventuell schon an diesem Freitag zu entgehen.

Das sich Bremerhaven momentan im Kampfmodus um den Klassenverbleib befindet, mussten schon die MHP Reisen Ludwigsburg und die Frankfurt Skyliners feststellen. Gegen beide Teams haben die Eisbären ihre Aufgabe erfüllt und verdient gewonnen. Alba muss daher aufpassen, dass dieser Sieg in der Hauptstadt eingefahren wird und der dritte Tabellenplatz gesichert bleibt.

Zum Abschluss der Hauptrunde reisen Peyton Siva und Co am Sonntag dann nach Ludwigsburg. Im Ländle erwartet die Albatrosse nicht nur eine euphorische Fangemeinde, sondern ebenfalls ein Team, dass den Playoffplatz noch einfahren und somit dieser Saison eine Verlängerung bescheren möchte.

Diese Woche … bei ALBA Berlin, KW 18

Von Heiko Eisser

Eine Beschreibung der momentanen Phase von Alba Berlin ist nicht ohne das Wort „Energie“ möglich. Vor allem der Mangel an Energie.

Durch die Teilnahme am Eurocup und der damit verbundenen zusätzlichen Partien, hat Alba momentan einen überaus eng getakteten Ausklang der regulären Saison. Allein im April bestritten die Albatrosse 13 Spiele wettbewerbsübergreifend. Die Pause zwischen der Saison am 12. Mai und den anschließenden Start der Playoffs am 18.05. dürfte für das Team um Kapitän Nils Giffey wie ein Karibikurlaub anmuten.
Doch dürften die restlichen vier Saisonparteien alles andere als schonend werden. Alle Partien sind gegen Mannschaften, die um ihre Playoffplatzierung kämpfen. Beginnend mit der heutigen Partie gegen Würzburg.

Rückblick auf die vergangenen Spiele

Nach dem verlorenen Eurocupfinale gegen Valencia, hatten die Mannen von Coach Aito wenig Zeit diese Niederlage zu verarbeiten. Bereits drei Tage später stand das Auswärtsspiel bei Medi Bayreuth an.
Bei den Franken kam es zu dem erwarteten schweren Vergleich, da in den letzten drei Auswärtsspielen Alba keinen Sieg einfahren konnte.
Basti Doreth & Co konnten sich über die gesamte Spielzeit immer in Schlagdistanz zum Tabellendritten halten, auch wenn Alba die ganze Partie in Front lag. Bis Bayreuths Kan Anderson vier Sekunden vor Ende der Begegnung einen fast unmöglichen Wurf nahm und sein Team die Führung und damit den Sieg mit 80.79 holte.

Am darauffolgenden Sonntag kam es dann zum langerwarteten Vergleich zwischen Alba und dem amtierenden Meister und Tabellenführer FC Bayern München.

Dass sich die Hauptstädter in dieser Partie etwas vorgenommen hatten, machten sie unmittelbar zum Tipoff klar. Bereits nach 3:30 Minuten führte Alba mit 9:2 und veranlasste Bayerns Coach Radonjic die ersten Auszeit zu nehmen. Doch wer glaubte die Münchner würden diese Partie einfach abschenken, hat diese Mannschaft nicht in der Euroleauge verfolgt.

Noch vor Ende des ersten Viertels waren die Bayern auf drei Punkte heran gekommen. Bereits hier konnte man als Zuschauer die fehlenden Energiereserven von Alba ausmachen. Rokas Giedraitis, in den vorangegangenen Spielen immer mit mehr als 20 Punkten in der persönlichen Statistik, fand nie in die Partie. Ohne diesen wichtigen Punktelieferanten konnte man den Bayern nicht gefährlich werden. Ein 10:0-Lauf des FCB zu Beginn des letzten Viertels ließ bei den 13.500 Zuschauern in der Halle am Ostbahnhof keinen Zweifel aufkommen, dass sich die Bayern diesen Sieg nicht mehr nehmen lassen sollten. Am Ende stand ein 75:85 aus Albasicht auf dem Würfel unter der Hallendecke.

Bereits 49 Stunden später stand das Auswärtsspiel der Albatrosse bei Science City Jena an. Die Thüringer waren am ersten Spieltag mit 55:112 bei Alba unter die Räder gekommen. Solch eine Blöße wollte sich das Team offensichtlich nicht erneut geben, zumal als Tabellenletzter jeder Punkt wichtig ist.

Entsprechend motiviert startete das Team von Neu-Coach Marius Linartas in die Partie. Ende des ersten Viertels konnte die Mannen um Dru Joyce mit sich und dem 25:23 überaus zufrieden sein. Jedes Viertel war an diesem Dienstag Abend schwer umkämpft, doch hatte keine der beiden Mannschaften die Lösung um deutlich in Führung zu gehen. Am Ende konnte Alba mit dem 81:77-Sieg zufrieden sein. Eine Blamage wurde verhindert.

Der Endspurt bis zu den Playoffs

Am heutigen Sonntag kommt nun das Team um Coach Dennis Wucherer an die Spree. Am vergangenen Mittwoch bestritt die Mannschaft von S.Oliver Würzbug das Finalspiel im FIBA Europe Cup gegen den italienische Vertreter aus Sassari und unterlag knapp mit 79:81.

Die Würzburger kämpfen in der BBL weiterhin um ihre Teilnahme an den Playoffs und sind momentan Tabellen Achter. Nach drei Niederlagen in Folge und dem verlorenen Finalspiel ist die Frage, wie das Team um Skyler Bowlin in Berlin bestehen kann um den letzten Platz für die Playoffs zu halten.

Alba hingegen muss wieder Energie tanken. Zwar ist in der Tabelle Platz zwei wohl nicht mehr zu erreichen – Oldenburg hat mit dem gewonnen Direktvergleich und drei Siegen mehr die bessere Ausgangslage – aber die Jungs um Peyton Siva müssen alles geben um den dritten Platz zu verteidigen. Hier sitzt ihnen Aufsteiger Vechta im Nacken. Der direkte Konkurrent um Rang drei hat ebenfalls 23 Siege wie Alba, aber den Direktvergleich verloren.