Der Tag, 24.06.: Cubs, Wozniacki, Rapione

Frühmorgens

MLB – Die Cubs gewannen 5:3 gegen die Mets und behaupteten damit die Führung in der NL Central vor den Brewers. Beide Teams stehen aktuell bei 42 Siegen, jedoch haben die Cubs eines weniger bestritten. Erst im achten Inning drehten die Cubs das Spiel und erzielten drei Runs zum Sieg. Javier Baez erzielte dabei seinen 100. Karriere Home Run.

 

Nachmittags

WTA-Tour – Caroline Wozniacki gewann den Auftakt in Eastbourne 6:3, 6:4 gegen Kirsten Flipkens. Auch Karolina Pliskova siegte gegen Margarita Gasparyan mit 6:3, 6:3 problemlos.

ATP-Tour – In Antalya mühte sich Peter Gojowczyk zu einem 6:3, 6:7, 6:2 gegen Ergi Kirkin. Die French Open Sieger Krawietz/Mies verloren die Erstrundenpartie gegen das Duo Erlich/Sitak 3:6, 6:7. Fernando Verdasco erkämpfte in Eastbourne in 150 Minuten den Sieg gegen John Millman (6:7, 6:4, 6:1).

 

Abends

Fußball, Damen-WM – Die Weltmeisterinnen aus den USA taten sich schwer gegen kampfstarke Spanierinnen, doch am Ende setzten sich die Favoritinnen Dank der verwandelten Strafstöße durch Megan Rapione mit 2:1 durch. Schweden erspielte sich gegen Kanada ein 1:0 und trifft damit im Viertelfinale auf das DFB-Team.

Der Tag, Samstag, 04.05.2019: Trail Blazers, Cuevas, BVB

Frühmorgens

NBA – Die Trail Blazers und die Nuggets stehen nun in den Geschichtsbüchern. Die Fans sahen erst das zweite Playoffspiel der Liga-Historie, welches eine vierte Overtime benötigte. CJ McCollum führte sein Team mit 41 Punkten und acht Rebounds zum Sieg. Die Bucks siegten gegen die Celtics 123:116. In regulärer Spielzeit! Giannis Antetokounmpo war in dieser Partie mit 32 Punkten, 13 Rebounds und 8 Assists die treibende Kraft.

NHL – Die Hurricanes machten es mit 5:2 nochmal deutlich und “sweepten” die Islanders in den Urlaub. Enger ging es bisher zwischen den Stars und den Blues zu. Und auch Spiel 5 passte in den bisherigen Serienverlauf. 2:1 siegten die Stars und haben nun im nächsten Heimspiel die Chance auf ein vorzeitiges Weiterkommen.

MLB – Zugegeben, es war eher der späte gestrige Abend. Aber die Leistung von Kyle Hendricks, Pitcher der Chicago Cubs, gehört in diese kleine, feine Rubrik. Hendricks stand alle neun Innings auf dem Mount. Benötigte 81 Pitches für den 4:0 Shutout gegen die Cardinals.

Nachmittags

2. Fußball-Bundesliga – Der HSV fand im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt nicht zurück in die Spur. 0:3 verloren die Hamburger und springen damit nicht zurück auf einen der ersten drei Plätze. Auch der 1. FC Heidenheim verpasste mit dem 2:3 gegen den SV Sandhausen Chancen auf weitere Punkte. Freude hingegen in Bochum. Das 4:2 gegen den 1.FC Magdeburg sicherte endgültig den Klassenverbleib.

WTA-Tour – Jil Belen Teichmann feierte ihren ersten Titel auf der WTA-Tour. Sie gewann das Finale in Prag gegen Karolina Muchova 7:6(5), 3:6, 6:4. In Rabat konnte sich Maria Sakkari den Pokal sichern. Mit 2:6, 6:4, 6:1 ließ sie Johanna Konta am Ende wenig Chancen. in Madrid wurde bereits heute gestartet. Titelverteidigerin Petra Kvitova hatte eine entspanntere Auftaktpartie.

1. Fußball-Bundesliga – Die Bayern taten sich gegen ein Team aus dem Tabellenkeller erneut schwer. Gegen 10 Hannoveraner erspielten sich die Münchner ein 3:1 und legten im Meisterschaftskampf vor. Wolfsburg siegte gegen Nürnberg und nahm den Gästen damit die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt. Rechnerisch ist dieser trotzdem weiterhin möglich, da der VfB Stuttgart nach dem 1:3in Berlin punktlos heimfahren musste .

ATP-Tour – Nicht viel ging in München. Cristian Garin erreichte gegen Marco Cecchinato das Finale (6:2, 6:4). Sein Finalgegner wird auf Grund der Wetterbedingungen jedoch erst am Vormittag des Sonntags ermittelt. Sicherlich kein Vorteil für Roberto Bautista Agut und Matteo Berrettini. In Estoril erreichte Stefanos Tsitsipas das Finale, nachdem er David Goffin 3:6, 6:4, 6:4 besiegte. Sein Finalgegner ist Pablo Cuevas, der als Lucky Loser in das Hauptfeld rutschte und mit Qualifikant Alejandro Davidovich Fokina am Ende wenige Probleme hatte (3:6, 6:2, 6:2). Außerdem sorgte Cuevas mit einem Highlight für Staunen. Dringende Sehempfehlung.

Handball Champions-League – Aus der Traum vom Final4 in Köln für die, die es mit der SG Flensburg-Handewitt. Nach dem 22:28 im Hinspiel, war auch in Veszprem für den deutschen Meister nichts zu holen. Zu keiner Zeit konnte man den Rückstand verkürzen. 25:29 lautete der Endstand für die Ungarn.

Abends

1. Fußball-Bundesliga – Der glorreiche Ballspielverein Borussia konnte am Abend nicht nachziehen. In der zweiten Halbzeit verspielten die Dortmunder eine 2:0-Führung. Das 2:2 macht eine Meisterschaft sehr unwahrscheinlich. Muss der FC Bayern doch nun beide Spiele verlieren und die Borussen beide gewinnen.

Basketball-Bundesliga – Ulm sicherte sich mit einem 92:69 im Heimspiel gegen Bayreuth die Playoff-Teilnahme. Ludwigsburg sammelte für dieses Ziel zwei wichtige Punkte beim Sieg gegen Vechta. Frankfurt siegte 80:78 in Bremerhaven und hat damit weiterhin theoretische Chancen.

Handball-Bundesliga – 30:21 siegte am Abend der THW Kiel beim HC Erlangen und hält damit den Meisterschaftskampf weiterhin offen. Erst in der zweiten Halbzeit konnten die Kieler sich erheblich absetzen und das Spiel entscheiden. Zur Halbzeit waren die Gastgeber mit 12:14 noch gut im Spiel. Jedoch ließ sich der THW nach der Pause weniger von der Zweikampfhärte beeindrucken und siegte deutlich.

Premier League – Glück für Jürgen Klopp und den FC Liverpool im Kampf um die Krone der Premier League. In Newcastle gaben die Red Devils zwei Führungen aus der Hand. Divock Origi brachte die Gäste mit einem Kopfball in der 86. Minute zum 3:2 erneut in Front. Damit liegt Liverpool wieder zwei Punkte vor Manchester City, die nun am Montag gegen Leicester siegen müssen.

 

 

Greg Maddux – Eigentlich ein Golfer

Mitarbeiter des Tages, 14. April 2019: Greg Maddux

Bevor dieses verrückte Internetz die Welt auf so vielen Ebenen verbessert hat, hatte der geneigte Baseballfan in Europa im Grunde nur eine Möglichkeit, seiner Leidenschaft für Bewegtbilder zu frönen: „Pontel“ hieß das Unternehmen, das die Aficionados mit VHS-Tapes versorgte, mit Aufzeichnungen von Spielen, die mindestens fünf Tage zuvor stattgefunden hatten.

Wer es mit den Feldspielern hielt, dem war im Grunde wurst, welches Spiel nun im Postfach gelandet ist. Für Freunde des Pitching hingegen wiederholte sich Woche für Woche eine Art Lotterie: Bekomme ich dieses Mal eine Partie, in der Greg Maddux wirft?

Maddux war in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert: Zunächst hat selbst der ungeübte Beobachter athletisches Verbesserungspotenzial attestieren können. Nicht wirklich dick, aber keinesfalls so austrainiert wie die Feldspieler (im Steroid-Zeitalter indes kein schlechtes Zeichen) oder die Werfer-Kollegen John Smoltz und Tom Glavine (die als unverdächtig sportlich in Erinnerung geblieben sind).

Dann natürlich das Werfer-Handwerk selbst. Die Bälle von Greg Maddux sind nie ohne eine späte Bewegung nach links oder rechts, meist aber nach unten ausgekommen. Die Geschwindigkeit war passabel, aber nicht mit jener von Randy Johnson oder auch Smoltz vergleichbar. Natürlich hat Maddux in seiner Zeit bei den Braves von der damals noch großzügigen Strike-Zone in der MLB profitiert – then again: Matches, die von Greg Maddux geworfen wurden, gingen nicht selten knapp unter der Zwei-Stunden-Grenze über die Bühne. Ein Arbeitstempo vom Feinsten.

Und dann war da auch noch die soziale Komponente: Als Eindruck der Jahre mit den Braves (mit dem Gewinn der World Series 1995 als Höhepunkt) blieb auch, dass die Auftritte in den Spielen lästige Unterbrechungen eines im Grunde ununterbrochenen Golfurlaubs von Maddux, Glavine und Smoltz waren. Zu 355 Siegen in der MLB hat es dann aber doch gereicht, natürlich hat es ein paar wenige Deppen gegeben, die Greg Maddux beim ersten Anlauf nicht in die Hall of Fame gevotet haben (Eine peinliche Tradition, darin begründet, dass auch Babe Ruth nicht 100 Prozent der Stimmen bekommen hat. Mariano Rivera hat damit zum Glück aufgeräumt). Reingekommen nach Cooperstown ist Greg Maddux, der heute 53 Jahre alt wird, natürlich dennoch sofort, wie auch Glavine und Smoltz.