Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 10

Von Markus Lehnen

Nach 2 Wochen Pause gibt es wie versprochen ein Update zur Rot- Weiss Köln. Die Tage werden wieder länger, der Kölner Karneval ist vorbei und die (Corona) Grippezeit nähert sich hoffentlich eher ihrem Ende. Bereits in 2 Wochen startet mit der Hockey Pro League in Mönchengladbach das Feldhockeyjahr 2020.

In dieser Ausgabe schaue ich aber vor allem nochmal zurück auf die Hallensaison.

Jugendmeisterschaften
In den vergangenen beiden Wochen wurden die Finalturniere um die deutsche Hallenhockeymeisterschaften der Jugend A (U18) und B (U16) bei Damen und Herren, sowie der Knaben A (U14) und B (U12) und der Mädchen A (U14) ausgespielt. Hierbei waren jeweils die 8 besten Mannschaften Deutschlands am Start, die sich vorher in ihren Landesverbänden qualifiziert hatten.

Für Rot- Weiss waren die Damen A in Dortmund, die Knaben A in Mönchengladbach und die Herren A in Neunkirchen am Start.

Den Auftakt machten bereits am vorletzten Wochenende die A Juniorinnen von Rot- Weiss, die mit einigen bekannten Gesichtern antraten, die bereits bei den 1. Damen in dieser Saison im Einsatz waren. Genannt seien hier Maja Sielaff, Antonia Lonnes, Lea Thomas, Amelie Fricke und Maja Weber. Das Team welches, wie die 1. Damen, von Trainer Markus Lonnes gecoacht wird konnte also durchaus zu den Favoritinnen beim Turnier in Dortmund gezählt werden.

Trotz einer 2:3 Auftaktniederlage gegen den UHC Hamburg konnten die Kölnerinnen dann auch mit 2 Siegen den Gruppensieg klar machen. Entscheidend war hierbei das starke Torverhältnis von 9:4. Mit 7:4 Toren schied Ludwigburg in der gleichen Gruppe dagegen aus und durfte nur noch um den 5. Platz spielen.

Im Halbfinale verpassten die Rot- Weiss Mädels dann aber denkbar knapp das Finale, als sie mit 1:3 im Shoot Out am späteren Sieger aus Großflottbek (natürlich auch ein Hamburger Team) scheiterten. Besser lief es beim Shooutout im Spiel um Platz 3 gegen den Erzrivalen vom Düsseldorfer HC, welches Rot- Weiss mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Mit Platz 3 also ein gutes Ergebnis für die talentierte Truppe.

Am vergangenen Wochenende spielten die U14 Jungs von Rot- Weiss in Mönchengladbach um die Meisterschaft. Leider konnte sich das Team der Trainer Jan Fleckhaus und Stefan Menke nicht für das Halbfinale qualifizieren, gewann aber neben dem Vorrundenspiel gegen Rüsselsheim (5:1) auch das Spiel um Platz 5 gegen den Münchner HC (3:1). Turniersieger wurden die Jungs von den Zehlendorfer Wespen aus Berlin, die Mannheim im Finale klar mit 5:1 besiegen konnten.

Ebenfalls am vergangenen Wochenende spielte die Rot- Weiss A Jugend in Neunkirchen im Saarland um den Titel. Die Truppe von Wolfgang Kluth, die im Oktober denkbar knapp die Meisterschaft auf dem Feld verpasst hatte, trat auch diesmal mit einigen Spielern an, die auf dem Feld zum Kader der 1. Herren gehören und wie Torwart Joshua Onyekwue auch in der Hallensaison bei der 1. Mannschaft dabei waren.

Für das Halbfinale qualifizierten sich die Kölner mit 2 Siegen gegen Frankfurt und den Berliner HC, nur dem Mannheimer HC musste man sich geschlagen geben. Im Halbfinale am Sonntag kam es dann zum Duell mit dem Club an der Alster. In der 1. Halbzeit konnte Ole Boeke seine Jungs noch in Führung bringen. Dann allerdings drehte den Hamburger das Spiel in der 2. Halbzeit und konnten mit 2:1 gewinnen. Wie die U18 Damen verpasste man also das Finale gegen eine Hamburger Mannschaft, wie die Mädels konnten aber auch die Jungs das Spiel um den 3. Platz siegreich gestalten. Goalie Joshua Onyekwue und Ole Boeke, der 3 Tore erzielte, waren die herausragenden Kölner beim recht deutlichen 4:1 über den Münchner HC. Meister wurde die jungen Männer des Mannheimer HC, die Alster im Finale mit 4:2 besiegten.

Insgesamt brachte Rot- Weiss Köln also 3 von 5 Teams in die Endrunden und konnte 2mal aufs Siegerpodest klettern. Es wäre sicher etwas mehr drin gewesen, aber insgesamt war es meiner Meinung nach eine gute Ausbeute aus der Hallensaison.

Saisonfazit 1. Herren Hallensaison 2019/20
Alles überstrahlt hat diese Hallensaison bei den Kölnern natürlich die Meistersaison der 1. Herren von Rot- Weiss. Diese waren ohne namhafte Nationalspieler wie Christopher Rühr, Tom und Mats Grambusch, Timur Oruz oder zunächst auch Jonas Gomoll in die Saison gegangen. Dafür standen mit Joshua Delarber und Benedikt Swiatek 2 echte Hallenspezialisten im Kader von Trainer Andre Henning.

Die Vorrunde bot einige Spektakel wie den 7:4 Auftaktsieg gegen Blau- Weiss Köln oder die 11 Tore Halbzeit beim 13:3 gegen den Düsseldorfer HC. Ebenfalls spektakulär waren die beiden 6:6 Unentschieden gegen den Dauerrivalen von Uhlenhorst Mülheim. Einen richtigen Dämpfer, im Endeffekt wohl zur richtigen Zeit, setzte es nur 6 Tage vor Heiligabend, als man zu Hause dem Crefelder HTC mit 4:10 unterlag. Was damals noch keiner wissen konnte war, dass es die einzige Saisonniederlage bleiben sollte.

Letztlich souverän zog Rot- Weiss mit 7 Siegen, 1 Niederlage und 2 Unentschieden in die Playoffs ein. Aufgrund des klar schlechteren Torverhältnisses beendeten die Kölner die Weststaffel nur auf Platz 2 hinter Uhlenhorst Mülheim und mussten im Viertelfinale beim Mannheimer HC ran. Dieses denkwürdige Spiel vor großer und vor allem lauter Kulisse konnte Rot- Weiss schließlich denkbar knapp mit 5:4 für sich entschieden, womit man beim Final 4 in Stuttgart dabei war.

Wie das lief, nämlich ebenfalls sehr spektakulär und vor allem aus RWK Sicht sehr erfolgreich, kann man im Blog aus KW 7 ausführlich nachlesen. Am Ende stand der Meistertitel, ein Titel mit vielen knappen Ergebnissen und noch mehr spektakulären Spielen, die eine super Werbung für den Sport waren.

Am Ende der 11. Hallenmeistersaison standen 10 Siege, 1 Niederlage und 2 Remis für Rot- Weiss Köln zu buche. Rekordtorschütze in dieser RWK Hallensaison war Johannes Große der 20 Tore erzielte, vor Kapitän Florian Pelzner und Jonas Gomoll mit je 15 Toren. Gerade Gomoll, der erst spät in die Hallensaison einstieg zeigte in den Playoffs all seine Klasse. Kapitän Pelzner ist es aber, der für seinen verwandelten, entscheidenden Penalty mit Dieter Hoeneß Gedächtnisturban im Halbfinale in die Rot- Weiss Köln Vereinsgeschichte eingehen wird.

Insgesamt also eine tolle Saison, die auch auf dem Feld ähnlich erfolgreich verlaufen kann. An dieser Stelle aber nochmal Herzlichen Glückwunsch zur deutschen Hallenhockeymeisterschaft 2019/20!

Kölns Sportler des Jahres
Nachdem es beim Hockeyspieler des Jahres international leider weder für Victor Aly, noch für Nike Lorenz gereicht hat, gilt es zumindest in Köln noch Ehrungen abzuräumen.

Nominiert sind nämlich bei den Teams die Hockey Vizeeuropameisterinnen Pia Maertens, Rebecca Grote, Nike Lorenz, Cecile Pieper und Julia Sommer. Alle 5 schnüren spätestens seit Sommer die Hockeyschuhe für die 1.Damen von Rot- Weiss Köln und gerade Torhüterin Sommer und Kapitänin Grote sind langjährige Leistungsträgerinnen im Team von Markus Lonnes. Während Sommer im Nationalteam seit Jahren Leistungsträgerin ist erlebte Grote in 2019 ihren Durchbruch dort und konnte einige Tore mit dem Adler auf der Brust erzielen. Neben dem 2.Platz bei der EM in Antwerpen konnten die Mädels von Bundestrainer Xavier Reckinger auch den 3. Platz bei der Pro League erspielen.
Also alle bitte hier fleißig abstimmen: https://www.koelschesportnacht.de/2019-2/

Dies gilt im übrigen auch für Andreas Mies, der mit seinem Doppelpartner Kevin Kravietz neben dem Triumph bei den French Open auch die Turniere von Antwerpen und New York gewann. Bei den US Open ging es für den langjährigen Bundesligaspieler von Rot- Weiss mit seinem Doppelpartner bis ins Halbfinale und auch beim ATP Tour Finale in London gehörte das Duo zu den 8 qualifizierten besten Teams der Saison 2019! Ebenso waren die beiden das deutsche Duo beim Davis Cup Finalturnier in Madrid und sind es in der Qualifikation am kommenden Wochenende in Düsseldorf gegen Weißrussland wieder. Mies ist für den Sportler des Jahres nominiert.

Aufsteiger
Ja auch das gibt es bei Rot- Weiss Köln. Die 2. Mannschaft der Damen konnte nämlich von der Oberliga in die Regionalliga aufsteigen. Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg!

Nationalteams erneut auf Reisen
Die Herrennationalmannschaft verbrachte nach dem erfolgreichen Pro League Auftakt in Spanien nun nach den Damen ihrerseits einen Trainingslehrgang im sommerlichen Südafrika.

Von Rot- Weiss mit dabei waren Victor Aly, Christopher Rühr, Jonas Gomoll, Timur Oruz, Johannes Große und Mats Grambusch. Nach Mülheim mit 7 Spielern stellte Rot- Weiss wieder die 2. größte Abordnung an Spielern beim Team von Neu Nationaltrainer Kais al-Saadi. Die eher zweitrangigen Spiele gegen Gastgeber Südafrika endeten 11:2, 7:1 und 1:1. Das letzte Spiel musste ausfallen, da die Bewässerungsanlage ausgefallen war. Ohne Wasser ist ein Hockeyplatz derartig stumpf, dass die Verletzungsgefahr enorm zunimmt.

Die Damen mit den hoffentlich bald 5 Sportlerinnen des Jahres in Köln waren derweil auf ihrem 3. Vorolympialehrgang in Madrid. Beim 2:0 Sieg im 1. Spiel gegen die Gastgeberinnen erzielte RWK Goalgetterin Pia Maertens beide Treffer, beim 2. Spiel kamen die Danas beim 5:1 ohne kölsche Tore aus.

Man kann übrigens nach wie vor für den Hockeywald spenden. Direkt oder per Kauf einer Karte für die Pro League bis zum 8.März. Ich fliege bald nach Berlin und werde diese 5 Euro CO2 Kompensation dann auch an das Projekt spenden. Nehmt mich beim Wort!

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Letzte Woche durften wir ein paar kleine Bäume pflanzen, mit der Hoffnung, dass sie und der gesamte Hockeywald noch ganz groß werden. Mitten im wunderschönen Reservat der @grootbosfoundation buddelten wir fleißig Löcher, um den ganzen gespendeten Bäumen ein neues Zuhause zu geben. Nun ist der erste Schritt für einen CO2 Ausgleich der Hockey- Community geschafft. All das wäre ohne eure großzügigen Spenden, die tolle Unterstützung der Foundation und ihrer Gärtner nicht möglich. Dafür möchten wir Danas in den nächsten Tagen mit ein paar lustigen Fotos und Videos Danke sagen 🥳🌳. . . Last week we got to plant some pretty small trees, hoping that they will never stop growing and doing good in the future. In the beautiful reserve of the @grootbosfoundation we dug a couple new holes as a home for all the donated trees. This has been our first step to offset some of the CO2 emission we caused last year. We owe a huge thank you to all the donators, the @grootbosfoundation and their amazing gardeners. We will share some funny expression from our planting day in the next couple of days 🥳🌳 @dhb_hockey @fihockey

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Wie es weitergeht
Nach diesem wieder eher ausführlicheren Blog ist die Newslage erst einmal erschöpft. In den nächsten beiden Wochen wird es daher wahrscheinlich keinen Blog geben, maximal in KW 12 mit einer Vorschau auf die Pro League Spiele in Mönchengladbach. Dort bin ich an mindestens einem Tag vor Ort und werde natürlich dann in KW 13 ausführlich darüber berichten, sicher auch mit dem ein oder anderem Foto von vor Ort.

Ebenso geht es dann schon mit sehr großen Schritten in Richtung Feldsaison, die am 1. Aprilwochenende beginnt.

In diesem Sinne sportliche Grüße und bleibt vor allem alle gesund!

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Eintracht Frankfurt, KW 8

von Patricia Seiwert

Warum man als Eintracht-Fan keine Seifenopern mehr braucht

Die Eintracht aus Frankfurt verlangt ihren Fans momentan ganz schön was ab – besonders zeitlich, ist sie doch zusätzlich zur Bundesliga noch in beiden Pokalwettbewerben vertreten. Da bleibt nicht viel Zeit übrig, um in die präferierte Seifenoper reinzuzappen. Das ist aber auch gar nicht nötig. Warum? Weil Eintracht Frankfurt all das mitbringt, wovon TV-Soap-Macher träumen.

Ein Wechselbad der Gefühle

Eine Seifenoper lebt von den stetig wechselnden Höhen und Tiefen im Handlungsstrang – so auch Eintracht Frankfurt. Nicht umsonst wird der in der Mainmetropole ansässige Club von seiner Anhängerschaft auch liebevoll „Diva vom Main“ genannt.

Furios startete Eintracht Frankfurt in die Rückrunde. Besonders die zwei eher unerwarteten Siege gegen RB Leipzig in der Liga und im DFB-Pokal sorgten für überschwängliche Stimmung. Aber auch der 5:0 Kantersieg vor heimischem Publikum gegen Angstgegner Augsburg versetzte die Hessen in Feierlaune.

Die Viererkette steht, der Angriff kommt nun endlich auch ins Rollen. Juhu! Oder? Ja. Wären da nicht noch diese lästigen Auswärtsspiele, die die Hütter-Elf zu bestreiten hat. Schon beim Rückrundenauftakt in Hoffenheim präsentierten sich die Hessen nicht von ihrer stärksten Seite. Die Leistung reichte dennoch für drei Punkte – anders als in Düsseldorf.

Ja, richtig gehört. Die gleiche Eintracht, die zweimal in kürzester Zeit RB Leipzig bezwingen konnte, schaffte es nicht, beim damaligen Tabellenletzten Fortuna Düsseldorf als Sieger vom  Platz zu gehen.

Mit einem Last-Minute-Tor konnten sich die Frankfurter zwar zumindest einen Punkt sichern, dennoch lieferten sie eine extrem schwache Leistung ab. Zusammen lief da gar nichts mehr. Die Eintracht zeigte ihr zweites Gesicht und sorgte für hängende Mundwinkel.

Für die perfekte Berg- und Talfahrt sorgte die Aneinanderreihung der so unterschiedlichen Leistungen. Auf einen durchwachsenen Start in Hoffenheim folgte der Bundesligasieg gegen RB Leipzig. Dieser sorgte innerhalb der Partie übrigens auch für Stimmungsschwankungen. Nach der ersten Halbzeit konnte man froh sein, nicht in Rückstand geraten zu sein und in der zweiten Hälfte tütete man den Heimsieg ein. Danach ging es zu besagter Auswärtspartie nach Düsseldorf. Anschließend wurde Leipzig gnadenlos aus dem Pokal gekegelt und Augsburg kassierte eine deftige Klatsche.

Ein Seifenopern-Drehbuchautor, der sich rasantere Auf und Abs zusammendichtet? Schwer zu finden.

Vorhersehbare Geschehnisse, die dennoch enttäuschen

Dass auf den Einzug ins DFB-Pokal Viertelfinale und den Sahneabend gegen den FC Augsburg nun ein Dämpfer folgen muss, liegt nahe – die üblichen Hoch und Tiefs eben.

Und das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund lieferte genau das. Anders als bei den bereits erwähnten schockierenden Rückschlägen, wie zum Beispiel in der Episode „Kein Fortune gegen Düsseldorf“, war dies aber eines dieser Ereignisse, die man im Vorfeld schon erahnen konnte.

Typisch: Man weiß eigentlich schon, was in der nächsten Folge passieren wird, hat aber die Hoffnung, dass die Drehbuchautoren doch noch einen Kniff eingebaut haben, der für einen unerwarteten Überraschungsmoment sorgt. Meist passiert dies dann aber nicht und man sitzt ernüchtert, wenngleich auch nicht am Boden zerstört – man ahnte es ja – vor dem TV-Gerät.

So ging es dem Eintracht-Fan auch nach der Bundesligapartie am vergangenen Freitagabend in Dortmund. Eine Niederlage? Einkalkuliert. Das einzige, was für Verwunderung sorgte, war der blutleere Auftritt der Adlerträger.

Einen einzigen Schuss gaben die Frankfurter auf das Tor von BVB-Keeper Bürki ab. Planlos wirkten sie, spielten zu viele Fehlpässe und auch die Abwehr war den Dortmundern nicht gewachsen.

So endete die Partie 4:0. „War ja zu erwarten“, dachte sich der Eintracht-Fan, dessen klitzekleine Hoffnung auf eine unerwartete Wendung mit jeder verstrichenen Spielminute weiter schwand.

Der mysteriöse Krankheitsfall

Natürlich darf es einer Soap nicht an Dramatik fehlen. Häufig reißen die Drehbuchautoren einen Charakter einfach gnadenlos aus dem Leben. Gott sei Dank ist es bei der Eintracht nicht ganz so tragisch.

Die Lightversion vom plötzlichen Tod ist der mysteriöse Krankheitsfall, der ganz plötzlich eintritt. Glücklicherweise ist der Patient dann üblicherweise aber schnell wieder geheilt – auch wenn keiner so genau weiß wie.

Selbstredend finden wir solch einen Fall auch bei Eintracht Frankfurt. Bas Dost ist der typische „Arme Kerl“, der viel einstecken muss und ständig Rückschläge erleidet.

Seit der Niederländer in Frankfurt angekommen ist, plagen ihn diverse Verletzungen und ein unzureichender Fitnesszustand.

Zuletzt aber überraschte eine Schlagzeile über seine Gesundheit: Dost musste mit anhaltend starken Magen-Darm-Problemen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Seit der Meldung gab es einige Tage keinerlei Updates zu Dosts Zustand. Was hat er? Ist es etwas Schlimmeres? Geht es ihm bereits besser? Wann steigt er wieder ins Training ein? Die vielen Fragezeichen rund um Bas Dost rissen nicht ab.

Glücklicherweise verlief dann doch alles gut, denn kurze Zeit später stand er bereits wieder im Kader. Die mysteriöse Krankheit war letzten Endes also halb so wild.

Gibt es nun also ein Happy-End für den Unglücksraben der Show? Wohl kaum. Zuletzt trainierte Dost erneut individuell. Aktuell plagen ihn Adduktorenprobleme.

Typische Serienfiguren, die wir alle kennen

Selbstverständlich hat die Eintracht neben dem Pechvogel Bas Dost auch weitere typische Go-To-Charaktere vorzuweisen, die Pepp in jede Seifenofer bringen.

Sonnenkönig Bobic

Es gibt beispielsweise häufig diesen einen mächtigen Seriencharakter, der um seine hohe Stellung weiß und aus diesem Privileg keinen Hehl macht. Natürlich kommt der Erfolg des Sonnenkönigs nicht von ungefähr. Er neigt aber auch hin und wieder zu Arroganzanfällen.

Der den Frankfurtern zugeneigte Leser erkennt darin sicher ein Stück weit einen Verantwortlichen der Eintracht. Ja, die Rede ist von Fredi Bobic.

In letzter Zeit zeigte sich Bobic häufiger von seiner dünnhäutigen Seite, wirkte in Interviews merklich genervt, wenn er auf Kritik angesprochen wurde.

Auch gegenüber den Fans fährt er einen Kurs, der nicht jedem schmeckt.

Die stark umstrittene Causa Möller dient hierfür als Paradebeispiel. Nicht, dass er als Sportvorstand irgendwelche Personalentscheidungen abhängig von der Meinung der Fans machen sollte – keinesfalls. Dennoch hätte sich der ein oder andere sicherlich gewünscht, dass Bobic den Unmut einiger Anhänger souveräner aufnimmt und nicht in aller Öffentlichkeit mit einem arroganten Unterton gegen ebendiese schießt.

Ähnlich gereizt reagierte Bobic auf lautwerdende Kritik bezüglich des eher spärlich ausgefallenen Wintertransferfensters. Nach dem relativ erfolgreichen Rückrundenstart konnte er es sich nicht verkneifen, den Kritikern einen Seitenhieb zu verpassen: Die Panik im Umfeld sei lächerlich gewesen, äußerte er sich diesbezüglich in einem Interview.

Auch hier: eine gewollt spitze Wortwahl des Sportvorstands. Aber das macht ihn und seine für die Unterhaltung unverzichtbare Soap-Rolle nun mal aus.

Die aufstrebende Nebenrolle

Neben diversen Hauptcharakteren gibt es auch immer einige Nebenrollen. Manche sind schlichtweg egal und fallen kaum auf. Andere sorgen, wenn sie denn mal auftauchen, durch kuriose Auftritte für Aufsehen.

André Silva ist gewissermaßen eine Mischung dieser beiden Nebencharakter-Typen. Große Aufmerksamkeit zog er auf sich, als er auf Leihbasis im Tausch mit Publikumsliebling Rebic an den Main wechselte. Doch genauso schnell und unverhofft, wie er in Frankfurt ankam, tauchte er auch wieder ab.

Lange Zeit spielte Silva keine Rolle in Hütters Aufstellungen – wirklich gar keine Rolle, nicht einmal eine Nebenrolle. Teilweise hätte man glatt vergessen können, dass der Portugiese überhaupt zur Eintracht gewechselt ist – wäre da nicht seine Präsenz in den sozialen Netzwerken.

Neben diversen Bildern von sich im Training (lange der einzige Hinweis darauf, dass er überhaupt mittrainierte) und Aufnahmen, die auch in der GQ hätten abgedruckt werden können, bespielte Silva auch regelmäßig seine Instagram-Story. Und genau dort wurde es kurios.

Der Stürmer veröffentlichte ein Bild, dass die Rechnung seines Lebensmitteleinkaufs zeigt. So weit, so normal. Nicht mehr normal allerdings, war die Summe des Einkaufs. Rund 2000€ gab der Portugiese im Supermarkt von nebenan aus – das wertvolle Gut: Trüffel. Na gut, Trüffel und ein paar Champignons. Gemundet hat es sicherlich.

Doch wer voreilig gedacht hat, André Silva sei lediglich eine Nebenrolle, die hin und wieder durch kuriose Aktionen auf sich aufmerksam macht, der hat falsch gedacht. Denn Silva bekam Spielzeit. Und Silva nutzte diese Einsätze, um sich weiterhin zu empfehlen. Mittlerweile steht der Sommer-Neuzugang der Eintracht regelmäßig in der Startelf und präsentiert sich auf dem Platz mal mehr und mal weniger auffällig, selten aber als Totalausfall.

Nebenrollen mit Qualität schaffen eben hin und wieder doch den Aufstieg zur Hauptrolle. Ob Silva es auch bis zum Publikumsliebling schafft? Bleiben Sie dran!

Sympathie und Antipathie

Es liegt in der Natur der Sache, dass man einige Charaktere besser leiden kann, als andere. Manchmal ändert sich die Meinung auch.

Bei der Eintracht sorgte Last-Minute-Winterneuzugang Ilsanker zunächst für lange Gesichter. Die Fans wünschten sich sehnlichst einen Neuzugang. Am Deadline Day war es einigen fast schon egal wer kommt, solange überhaupt irgendetwas passiert.

Ganz so egal schien es dann doch nicht zu sein, denn die Eintracht verpflichtete Stefan Ilsanker von RB Leipzig. Der Stefan Ilsanker, der die Tennisball-Protestaktion der Eintracht-Anhänger im Montagsspiel gegen Leipzig in der Vergangenheit als „dumm“ betitelte.

Die Fans verzichteten auf Freudensprünge.

Ilsanker entschuldigte sich nach seinem Wechsel natürlich dafür, lobte die Fans und nachdem er gegen seinen Ex-Club nicht spielberechtigt war, durfte er gegen Augsburg von Beginn an ran. Und seine Sache machte er gut.

Zwar ist er noch lange kein Publikumsliebling, doch solange er sich im Trikot der Eintracht reinhängt und solide Leistungen abliefert, dürfte der Großteil der Fans zufrieden sein. Ein Charakter, der anfangs viel Hass auf sich zog, wird jetzt zumindest akzeptiert.

Ganz anders reagiert das Fan-Herz auf Timothy Chandler. Ein echter Frankfurter Jung‘, der schon jahrelang für die Eintracht aktiv und ganz nebenbei ein echter Sympathieträger ist – stets gut gelaunt, immer für einen Spaß zu haben und beliebt bei den Mitspielern.

Er ist einer der Charaktere, denen man nur das Beste wünscht. Eben einer jener, die einem sofort ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

Umso zufriedenstellender ist es, dass Chandler – lange vom Verletzungspech verfolgt – in der Rückrunde richtig aufdreht. Der Rechtsverteidiger bekleidet im neuen System die rechte Mittelfeldposition und mauserte sich dort zum waschechten Torjäger. Vier Tore und eine Torvorlage bescherte er der Eintracht in der bisherigen Rückrunde. Mit vielem hätte man rechnen können, aber das kam überraschend.

Timothy Chandler als der sympathische, liebenswerte Charakter, dem nach langer Leidenszeit endlich mal etwas richtig, richtig Gutes widerfährt – einen schöneren Plot twist hätte man kaum schreiben können.

Der Herzensbrecher

Es gibt Herzensbrecher innerhalb der Show und es gibt deinen Liebling, der dein Herz bricht, weil er urplötzlich die Show verlässt – nur um in einer der unzähligen anderen Soaps in neuer Rolle wiederaufzutauchen!

Wir wissen alle, dass hier nur von einem die Rede sein kann: Ante Rebic. Den Last-Minute-Ausstieg im Sommer verarbeitet man in Frankfurt auch heute noch…

Spezialepisode „Europäische Adler“

Ein absolutes Highlight einer jeden Seifenoper sind die Jubiläumsfolgen. Alles ist in diesen Spezialepisoden immer etwas größer, dramatischer und spannender als in den alltäglichen Folgen.

Und genau so etwas Großes und Spektakuläres steht am Donnerstagabend für Eintracht Frankfurt an. Im Stadtwald gastiert in der ersten Europa League K.o.-Runde RB Salzburg. Ob es der Eintracht gelingt, die Salzburger vor heimischem Publikum genauso erfolgreich zu bespielen, wie ihr deutsches Pendant RB Leipzig, bleibt abzuwarten.

Die Österreicher mussten im Wintertransferfenster einige Leistungsträger ziehen lassen, unter anderem das norwegische Ausnahmetalent Erling Haaland, der nun für Borussia Dortmund auf Torejagd geht.

Aber auch die Frankfurter müssen auf einige Spieler verzichten. Defensiv-Stammkraft und Ex-Salzburger Martin Hinteregger fehlt gelbgesperrt. Und auch Dost und Gacinovic fallen für Donnerstagabend aus. Unglücksrabe Dost klagt über Adduktorenprobleme, Gacinovic schlägt sich mit einer Erkältung herum.

Eins dürfte jedoch sicher sein: Die Eintracht Fans werden dafür sorgen, dass die Hütter-Elf auf dem Platz von einer außergewöhnlichen Atmosphäre profitieren kann. Auf die Sonderfolge „Europäische Adler“ darf man freudig gespannt sein.

Wenngleich auch die UEFA die geplante Choreo der Frankfurter Ultras trotz Genehmigung der Stadt Frankfurt verboten hat – Wunderkerzen, sehr gefährliche Sache.

Da ist er wieder: der zu erwartende Dämpfer. Doch auf ein Tief folgt bei den häufig so leicht zu durchschauenden Seifenopern auch immer ein Hoch – so hoffentlich auch bei der ähnlich strukturierten Frankfurter Eintracht.

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 7

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Von Markus Lehnen

Der Meisterblog
Kalenderwoche 7 bietet diese Woche etwas ganz Besonderes, denn Heureka(!), Köln hat wieder einen amtierenden deutschen Meister. Nun bin ich nicht in jeder Sportart 100 Prozent informiert, aber meines Wissens dürfte Rot- Weiss mit diesem Titel der einzige amtierende Meister der Domstadt sein. In den großen olympischen Mannschaftssportarten ist man es jedenfalls sonst nirgends. Eher im Gegenteil, seitdem ich im Jahre 2007 ins Rheinland kam war der sportliche Erfolg in dieser tollen Stadt doch eher gering. Ausnahmen bildeten da nur der ein oder andere tiefe Playoffrun der Kölner Haie, zig Aufstiege des 1.FC Köln und eben die Meistertitel der Damen und Herren von Rot- Weiss im Hockey. Aber, und so ehrlich muss man auch sein, der letzte Titel lag mit dem Hallentitel der Herren 2017 nun auch schon wieder 3 Jahre zurück. Kurz um, es wurde mal wieder Zeit! Und es freut mich natürlich ganz besonders, diese Saison mit diesem Blog begleitet haben zu dürfen.

Das Rot- Weiss im Sportteil des Onlineauftritts vom Kölner Stadtanzeiger am Montag dann so überhaupt nicht vorkam möchte ich allerdings als zumindest schade bezeichnen.

Während die Sport Reportage im ZDF gleich ganz ausfiel konzentrierte sich die Sportschau auch vollends auf die DFB Pokalauslosung und auch im SWR blieb es beim Stream. Schade, aber wohl nun einmal das Los des Hockeysports in Deutschland außerhalb von Olympia. Wie man in der Folge liest, hätte sich eine ausführlichere Berichterstattung allerdings durchaus gelohnt.

Nach dem Motto Ehre, wem Ehre gebührt, werde ich mich diese Woche auch ausschließlich auf das Final 4 konzentrieren. Das liegt zum einen an begrenzter Zeit meinerseits und zum anderen passt es thematisch. Das Fazit über die Herrensaison werde ich dann demnächst noch in einen Blog einfließen lassen.
Aber nun zum Final 4, von Anfang an.

Final 4 Stuttgart 2020
Halbfinale: Club an der Alster- Rot- Weiss Köln 11:12 n.Shootout (5:3)
Nachdem zuvor bereits die Damen mit dem Düsseldorfer HC und dem Club an der Alster ihre Finalistinnen ausgespielt hatten, startete um 16 Uhr das Halbfinale zwischen Alster und Köln in der ausverkauften ScharrArena im Bauch der Mercedes Arena von Stuttgart.

Obwohl die Herren der Hamburger meist im Schatten der erfolgreicheren Damen stehen, hatten sie mit 24 Punkten eine klasse Saison gespielt und waren ein mehr als gefährlicher Gegner für die Kölner.

Das zeigte sich nach intensiven Beginn überdeutlich, als Alster durch Bruns in der 11. Minuten in Führung gehen konnte. Die Kölner antworteten zwar direkt mit Florian Pelzner, aber wieder im Gegenzug gingen die Hamburger durch Schmidt abermals in Führung. Jede Minute viel jetzt ein Treffer und so ging Alster nach Großes´ Ausgleich ein drittes Mal mit einem Tor in Führung, als Reimann einen Abpraller vom Kölner Keeper Aly verwerten konnte. Als Carl Alt dann sogar erhöhen konnte sah es kurzfristig nicht so gut aus für Rot- Weiss. Zwar konnte erneut Große vor der Pause auf 3:4 verkürzen, doch Alt stellte postwendend den alten Abstand wieder her.

Trainer Andre Henning nutzte die Halbzeit aber sehr zum Vorteil der Domstädter, die die ersten 10 Minuten in Halbzeit 2 dominieren konnten und durch Prinz, Pelzner und Delarber den Rückstand in die erstmalige Führung drehten. Warum Coach Henning von einer Werbung für den Hockeysport sprach sah man spätestens, als der Club an der Alster den Schock verdaute und seinerseits durch Schmidt und Reimann wieder in Führung gehen konnte, mit nur noch 10 Minuten auf der Uhr. Was dem Spiel jetzt noch fehlte war die ultimative Entscheidung im Penaltyschießen, denn Verlängerung ist im Hallenhockey nicht vorgesehen. Und gesagt, getan, der vorher am Kopf verletzte und nun mit Dieter Hoeneß Gedächtnisturban spielende ( ja dieses Spiel hatte wirklich alles) Florian Pelzner bediente Kai Aichinger, der per Stecher zum 6:6 ausgleichen konnte. In den letzten 7 Minuten hatte zwar auch Köln Chancen, doch vor allem Alster war nah am Sieg, als man den Pfosten traf und kurz vor Ende Jan Fleckhaus mit dem Stock eine Strafecke für den geschlagenen Victor Aly parierte.

Im ersten Durchgang des fälligen Shootouts (die Spieler laufen auf den Torwart zu und haben 6 Sekunden um den Ball ins Tor zu schießen), trafen beide Teams 2 von 3 mal. Weiter ging es!

Große und Prinz trafen auch ihre 2. Versuche, aber auch bei Alster gaben sich Linnekogel und Kamlade keine Blöße. Den Versuch von Reimann konnte Aly aber diesmal mit den Schoner parieren und so lag es an Florian Pelzner den Finaleinzug klar zu machen. Pelzner lief, drehte sich vorm Hamburger Goalie Appel und konnte mit der Rückhand zum Sieg treffen! Schluss, Aus, Ende, Rot- Weiss Köln im Finale um die deutsche Hockeymeisterschaft!

Zugegeben nicht ganz ohne Diskussionen, denn man könnte zu dem Schluss kommen, dass Pelzner auf Appels Stock trat und das Tor nicht hätte zählen dürfen. Hier war das Glück etwas bei Rot- Weiss, denn den allseits beliebten ( Vorsicht Ironie!) Videobeweis gibt es im Hallenhockey nicht.

Final 4 2019, Finale: Rot- Weiss Köln- Berliner HC 7:6 (4:2)
Gegner im Finale war etwas überraschend nicht der Dauerrivale von Uhlenhorst Mülheim, sondern der Berliner HC um den Kapitän der Halleneuropameister von Berlin, Paul Dösch. Recht souverän hatten diese Mülheim mit 8:4 aus dem Turnier befördert, womit Köln gewarnt hätte sein müssen.

Vor den Augen einer großen Anhängerschaft, bei der u.a. auch einige Spielerinnen der RWK Mädels vor Ort waren, konnte Rot- Weiss diesmal durch Jonas Gomoll in der 15. Minuten in Führung gehen, nachdem die Anfangsphase eher durch abtasten geprägt war.  Anton Ebeling konnte zwar für Berlin ausgleichen, doch Delarber und Gomoll brachten die Domstädter sogar mit 2 Toren in Führung. Zwar schaffte der BHC den Anschluss, doch durch das 3. Tor von Gomoll ging es mit einem 4:2 für Rot- Weiss in die Pause.

Diesmal zog sich Köln nach der Pause etwas zurück und überließ den Berlinern das Spiel, was sich in den Minuten 40 und 41 rächen sollten, als Ebeling und Klink das Spiel ausglichen. Mit einem Hechtsprung konnte zwar Pelzner kurze Zeit später die erneute Kölner Führung herstellen, doch die hartnäckigen Berliner konnten fast im Gegenzug durch Klipper erneut ausgleichen. In Minute 48 fand die wohl vorentscheidende Sequenz dieses Spiels statt, als Victor Aly stark gegen Tim Strüven eine Strafecke hielt und im Gegenzug Max Siegburg nach 2 Paraden des Berliner Goalies Kentmann zum 6:5 abstauben konnte und das Momentum so wieder auf die Seite der RWK Jungs brachte. Berlin machte noch einmal enorm Druck, doch Rot- Weiss hielt stand und konnte 2 Minuten vor Ende noch einen 7m herausholen. Als Gomoll diesen sicher verwandelte war die Entscheidung gefallen, denn auch der erneute Anschlusstreffer von Paul Dösch und 60 Sekunden Berliner Anrennen aufs Kölner Tor konnten den 1. Rot- Weiss Meistertitel bei den Senioren seit 2017 und die 11. Hallenhockey DM  nicht mehr verhindern!
DEUTSCHER HALLENHOCKEYMEISTER 2019/20: ROT- WEISS KÖLN!

Auf diesem Wege natürlich auch meinen Glückwunsch an Coach Andre Henning, seinem gesamten Trainerstab, dem kompletten Verein und natürlich vor allem dem gesamten Team! Ohne das Gros der Nationalspieler haben die Jungs eine wahrlich grandiose Saison gespielt, mit dem ein oder anderem spektakulären Spiel in der Hauptrunde und einem Final 4, dass an Dramatik wohl kaum zu überbieten sein dürfte. Spieler des Turniers wurde folgerichtig Florian Pelzner, der mit Kopfverletzung kämpfe, lief, hechtete und eben auch traf, wie kaum ein Zweiter.

Ich konnte leider nur am Stream zuschauen, der übrigens sowohl von Sport Total wie auch vom SWR top produziert wurde. Die Stimmung schien mir jedenfalls super gewesen zu sein und aus sicheren Quellen weiß ich auch, dass im Rot- Weiss Vereinslokal Ochsen bis tief in die Nacht gefeiert wurde. Natürlich absolut zurecht, denn erstens war die Heimfahrt durch Orkan Sabine sicher nicht der allergrößte Spaß und zweitens ist es, wie Anfangs erwähnt, der einzige Meistertitel den die Stadt Köln aktuell inne hat. Und das von Rot- Weiss, das ist doch was!

Ich hoffe dann darauf mindestens einen Titel, vielleicht sogar 2 ( man wird ja noch träumen dürfen) beim Final 4 im Feldhockey in Mannheim im Mai live vor Ort miterleben zu können.

Final 4, Finale Damen: Club an der Alster- Düsseldorfer HC 4:3 (1:2)
Last but noch least, ein Final 4 ohne Hamburger Titel? Natürlich nicht. Die Damen vom Club an der Alster sind nach den 2 Titeln in Serie auf dem Feld nun auch amtierender Meister im Hallenhockey. Gegen den DHC konnten die Mädels von Coach Jens George einen 0:2 Rückstand in ein 4:2 umwandeln und am Ende knapp mit 4:3 zu gewinnen. Auch an die Hamburgerinnen meinen herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft.

Wie es weitergeht
Heute mal keine News, da es kaum welche gab und ich diesen Blog ganz im Eindruck und zu Ehren des Rot- Weissen Meistertitels halten wollte.
Ein Saisonfazit der 1. Herren wird in den nächsten Wochen folgen, vielleicht in der Kombination mit den Endrunden der Jugendmeisterschaften. Denn vielleicht folgen ja noch der ein oder andere Titel, die A- Juniorinnen haben übernächstes Wochenende schon ihre Chance darauf.

Ich werde mir nächste Woche eine kleine Kreativpause nehmen, bin dann aber spätestens in Kalenderwoche 10, vielleicht sogar 9,  wieder zurück, wenn die Tage langsam länger werden und wir uns der Feldsaison mit großen Schritten nähern.

In diesem Sinne, Herzlichen Glückwunsch Rot- Weiss Köln und wie immer sportliche Grüße aus dem sehr windigen Köln!

Markus Lehnen

 

 

 

 

 

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 6

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Von Markus Lehnen

Herren im Final 4!

Playoff Viertelfinale: Mannheimer HC- Rot- Weiss Köln 4:5 (3:3)
Was Hallenhockey ausmacht konnte man am späten Samstagnachmittag gut am Viertelfinalspiel der Kölner in Mannheim sehen. In einem schnellen, hochklassigen und stets spannenden Spiel konnte sich Rot- Weiss mit 5:4 durchsetzen und sich so für das Final 4 um die deutsche Hallenhockeymeisterschaft qualifizieren.

Glücklicherweise konnte ich das Spiel am Stream verfolgen, der super lief, wenn auch der etwas parteiische Kommentar pro Mannheim leicht störte. Die Stimmung in der ausverkauften Halle war in jedem Fall erstklassig, auch weil sich durchaus nicht wenige Kölner dort eingefunden hatten.

Das Spiel selbst startete wie die Feuerwehr und Jonas Gomoll traf per Siebenmeter bereits in der 2. Minute zur Kölner Führung. Diese wurde aber postwendend durch Anzeneder ausgeglichen. In der Folge neutralisierten sich die Teams und die beiden Torhüter übernahmen die Hauptrollen in diesem Spiel bis Patrick Harris Mannheim in der 22. Minute erstmals in Führung bringen konnte. Diesmal aber antworteten die Kölner sofort mit Thies Prinz, der ungeahnte Freiheiten im badischen Schusskreis gekonnt ausnutze. Wieder Harris brachte den MHC kurz vor der Pause erneut in Führung, doch wieder konnten die Domstädter ausgleichen. Diesmal verwandelte Florian Pelzner, quasi mit der Halbzeitsirene, eine Strafecke.

Mit Beginn der 2. Halbzeit konnte Rot- Weiss jetzt vor allem die Defensive stärken und stand sicherer gegen den Ball. Offensiv brachte eine verwandelte Ecke von Johannes Große die 2. Führung für die Gäste. Als Jonas Gomoll dann in der 42. Minute einen groben Abwehrschnitzer der Gastgeber zum 5:3 ausnutzte, schien sich das Spiel in Richtung der Kölner zu entscheiden. Erst Recht, als kurz danach vermeintlich das 6:3 nach einer Strafecke fiel, welches aber aberkannt wurde, da der Ball wohl nicht im Schusskreis gestoppt wurde. Mannheim gab danach noch mal alles und kam durch Zmyslony 5 Minuten vor Schluss zum Anschlusstreffer. Die Kölner hielten aber dem Druck stand und konnten den knappen Vorsprung über die Zeit bringen und sich erstmals seit 2018 wieder für das Final 4 in Stuttgart qualifizieren.

Trainer Andre Henning lobte vor allem die Mentalität seiner Truppe, die dem Druck des MHC im Mannheimer Hexenkessel standhielt. Dem kann ich nur zustimmen, war doch die Lautstärke selbst am Stream ohrenbetäubend.
In Stuttgart geht es für die Rot- Weiss Jungs nun am Samstag im 1. Halbfinale um 16 Uhr gegen den Club an der Alster, der Lichterfelde souverän mit 8:3 besiegte. Zu sehen gibt es das komplette Final 4, auch alle Spiele der Damen, im Livestream vom SWR.

Das 2. Halbfinale bestreiten der Berliner HC und Uhlenhorst Mülheim. Es könnte also gut sein, dass am Sonntag im Finale um 14 Uhr ein altbekannter Klassiker ansteht, wenn der Hallen- auf den Feldrekordmeister, also Rot- Weiss auf Uhlenhorst, treffen könnte. Wollen wir es mal hoffen!

Bei den Damen treffen der Harvesterhuder THC auf den Düsseldorfer HC und der Club an der Alster auf Uhlenhorst Mülheim. 2mal Hamburg gegen den Westen also und insofern bitter, als dass die Rot- Weiss Mädels gut und gerne anstelle von Mülheim in diesem Halbfinale hätten stehen können.

Siege und Bäume
Letzte Woche hatte ich  ja schon erwähnt, dass  die Damennationalmannschaft aktuell mit 5 Rot- Weiss Spielerinnen in Südafrika weilt, um sich den ersten Schliff für die Olympischen Spiele zu holen. Die Testspiele laufen super. Im 2. Spiel wurde Irland mit 4:1 besiegt, im 3. Südafrika mit 4:0. Hierbei konnten sich die Kölnerinnen Pia Maertens (2mal) und Rebecca Grote in die Torschützenliste eintragen. Das vorletzte Spiel in Südafrika, auf die man am Dienstag ein letztes Mal trifft, konnten die Danas sogar mit 8:1 gewinnen, wobei diesmal Grote doppelt traf und Maertens 1 Tor beisteuern konnte.

Sportlich läuft es also und neben dem Platz haben sich die Mädels so ihre Gedanken um ihren ökologischen Fußabdruck gemacht. Alleine im letzten Jahr flog das Team von Xavier Reckinger u.a. nach Australien, von Australien nach Neuseeland, von Neuseeland nach Argentinien, nach China, in die USA und im Dezember nochmal nach Argentinien. Um diese CO2 Belastung etwas auszugleichen hat man sich entschieden in Südafrika einen sogenannten Hockeywald zu pflanzen.

Spenden kann man hier: https://www.gofundme.com/f/hockey-forest
Informationen gibt es hier: https://web.hockey.de/natio/natio_Damen/news/wp9duv.html

Eine sicherlich löbliche Aktion und vielleicht hat der ein oder andere ja Lust, und Geld, um sich daran zu beteiligen. Spaß scheint das Pflanzen zumindest auf jeden Fall gemacht zu haben.

Oranje für Rot- Weiss
Nach Vincent Vanasch konnte Rot- Weiss nun mit Mink van der Weerden einen weiteren internationalen Topspieler für die neue Saison verpflichten. Der Niederländer kommt aus Eindhoven und gilt als einer der besten Eckenschützen der Welt. Bei Olympia 2012 scheiterte er mit den Niederländern erst im Finale am deutschen Team und konnte neben der Silbermedaille auch den Titel des Torschützenkönigs mit nach Hause nehmen. 2015 und 2017 wurde van der Weerden Europameister und 2018 Vizeweltmeister, dazu gewann er von 2014-2016  3 mal in Serie die holländische Meisterschaft und die EHL mit Oranje Rood. Ein viel dekorierter Spieler also, den man ab September bei Rot- Weiss am Olympiaweg bewundern kann.

Starke Juniorinnen
Erfolgreich waren am Wochenende auch die A- Juniorinnen von Rot- Weiss, die sich bei den Westdeutschen Meisterschaften in eigener Halle als 2. für die Endrunde in 3 Wochen qualifizieren konnten.
Die Mädels, bei denen mit u.a. Antonia Lonnes, Maja Sielaff, Maja Weber und Lea Thomas einige Spielerinnen dabei waren, die schon für die 1. Mannschaft eine starke Hallensaison gespielt hatten, konnten Krefeld und Mülheim besiegen und mussten sich nur dem ständigen Rivalen aus Düsseldorf mit 2:3 geschlagen geben. Hoffen wir mal, dass die jungen Damen von Coach Markus Lonnes bei der deutschen Meisterschaft den Spieß umdrehen können.
http://www.whv-hockey.de/VVI-web/default.asp?lokal=WHV&innen=/VVI-web/JDM/Turnier.asp&Turnier=811&Auswahl=2&fbclid=IwAR0f2C-1llgty0FZNyMlEaYtEJUyqX2Ue7TuJ-MQFUhXYsbTLgcxIDOrfz8

Wie es weitergeht
Mit dem Final 4 in Stuttgart, den Danas in Südafrika und dem Saisonfazit der 1. Herren geht es nächste Woche weiter, bevor ich mich dann in eine kurze Winterpause verabschiede.
Das Final 4 beginnt nächste Woche um 11 Uhr und kann wie beschrieben im SWR per Stream verfolgt werden. Für vor Ort gibt es auch noch Karten. Das ganze findet in der ScharrArena statt, die sich im Bauch der Mercedes Benz Arena in Stuttgart befindet. Sicherlich also eine coole Location für einen Wochenendausflug ins Schwabenland.
In diesem Sinne, ich werde mit dem Stream vorlieb nehmen müssen, werde da aber alles bestmöglich verfolgen und dann nächste Woche darüber berichten.

In diesem Sinne wie immer sportliche Grüße aus dem überhaupt nicht winterlichen Köln

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Eintracht Frankfurt, KW 5

Von Patricia Seiwert

Leidenschaft schlägt das, was dem Fußball Leiden schafft

Nachdem Eintracht Frankfurt zum Rückrundenstart drei Punkte aus Hoffenheim entführen konnte, war am Wochenende Tabellenführer RB Leipzig zu Gast. Selbstredend wurde ein gänzlich anderes Spiel erwartet, als noch gegen die TSG.

Ein bekanntes Muster aus der Hinrunde zeigte sich in dieser Partie. Die Eintracht brachte zwei ziemlich unterschiedliche Halbzeiten aufs Feld. Die erste Spielhälfte war geprägt von Leipziger Überlegenheit, Glück und Kevin Trapp.

Bis auf einen einzigen Abschluss von Innenverteidiger Abraham ging der Eintracht die Torgefahr in Halbzeit eins gänzlich ab.

Vielmehr waren die Hessen damit beschäftigt, das eigene Tor sauber zu halten. Besonders mit Nkunku hatte Touré zuweilen seine Schwierigkeiten.

Glücklicherweise war Kevin Trapp auch an diesem Spieltag in bestechend guter Form, parierte einige Male stark. Neben Kevin Trapp, konnte die Hütter-Elf auch den schwachen Abschlüssen der Leipziger danken. Denn trotz aller Dominanz, die die Gäste ausstrahlten, war die Gefahr vor dem Frankfurter Tor überschaubar.

Aus der Kabine kamen die Gastgeber dann aber mit neuem Schwung, bemühten sich zunehmend auch um Offensivaktionen. Dass die Hessen bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff in Führung gehen sollten, ließ der bisherige Spielverlauf mitnichten vermuten. Und der Führungstreffer konnte sich sehen lassen. Almamy Touré bretterte den Ball per Direktannahme und mit voller Wucht ins Leipziger Tor. Dass ihm solch ein ansehnlicher Treffer gelingen würde, damit hatte der Verteidiger wohl selbst nicht gerechnet.

Die Chance aufs 2:0 ließ Kostic zwar wenig später liegen, dennoch war klar: Mit der Eintracht ist zu rechnen.

Von Leipziger Offensivpower war im restlichen Spiel wenig zu spüren. Das lag vor allem an der erneut kompaktstehenden Frankfurter Abwehrreihe, die wenig zuließ. Die Eintracht verteidigte leidenschaftlich und geschlossen gegen den immer wieder vergeblich anrennenden Tabellenführer.

Ganz Frankfurt – mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar große Teile Fußballdeutschlands – fieberte beim Stand von 1:0 dem Abpfiff entgegen, erfreut sich RB Leipzig doch bekanntlich eher weniger großer Beliebtheit. Immerhin war die Eintracht bis zu diesem Zeitpunkt gegen Leipzig zuhause ungeschlagen, wieso sollte diese Serie ausgerechnet an diesem Samstagnachmittag reißen?

Scheinbar fand auch das Schicksal auf diese Frage keine Antwort und so sollte Filip Kostic, der besonders in der zweiten Halbzeit auffällig aktiv war, die Partie kurz vor dem Abpfiff mit seinem Treffer zum 2:0 abrunden. Die Vorlage lieferte der eingewechselte Paciência, dessen Lauf- und Zweikampfbereitschaft die Schlussphase der Frankfurter bereicherte.

Mit dem recht unerwarteten, aber durch den cleveren Auftritt in Halbzeit zwei nicht ganz unverdienten Sieg, sichert sich Eintracht Frankfurt vorläufig mit Platz 9 einen einstelligen Tabellenplatz – für die Augen der Fans ein zufriedenstellender Anblick.

Transfermarktflaute und Personalentscheidungen

Tabellenführer schlagen kann die Eintracht also. Aber kann sie auch Wintertransfers? Bisher muss die Antwort darauf zum Unmut weiter Teile der Fans „nein“ lauten. Zwar äußerte sich Fredi Bobic zuletzt zu seinem Vorhaben auf dem Transfermarkt zumindest aktiv zu suchen, dennoch verzeichnet die Eintracht bisher keinen Winterneuzugang.

Außerdem sind einige Fans darüber verwundert, auf welcher Position Bobic laut eigener Aussage tätig werden möchte. So soll Verstärkung für das zentrale Mittelfeld gesucht sein, wo die Eintracht doch eigentlich – trotz des Ausfalls von Gelson Fernandes – recht breit besetzt ist.

Als viel dringlicher werden immer noch Verstärkungen auf dem rechten Flügel sowie in der Innenverteidigung angesehen. In der Innenverteidigung eben wegen der Systemumstellung auf die Viererkette und auf dem rechten Flügel, da dort momentan Timothy Chandler spielt, der seine Sache in den letzten beiden Spielen zwar solide machte, jedoch als gelernter Außenverteidiger eigentlich nicht als Dauerlösung geeignet ist. Ein klassischer Gegenpart zu Filip Kostic, der die linke, offensive Seite bespielt, findet sich im Kader der Eintracht bisher nicht.

Dennoch verkündete Eintracht Frankfurt vor dem Spiel gegen RB Leipzig zwei Personalentscheidungen. Zum einen verlängerte Stürmer Gonçalo Paciência seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis 2023.

Zum anderen gab Eintracht Frankfurt – zu einem relativ unerwarteten Zeitpunkt – bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Torwarttrainer Manfred „Moppes“ Petz im Einvernehmen beendet wird – nicht zum Sommer, sondern sofort. Jan Zimmermann, bis dahin noch 4. Torwart der Frankfurter, übernimmt den Posten von nun an.

Dass die Eintracht sich neu orientieren möchte, sickerte bereits durch. Dennoch war eher zu erwarten, dass die Saison noch gemeinsam beendet wird, bevor sich die Wege trennen. Nun soll oder will sich Moppes Petz wohl doch schon früher beruflich neu ausrichten.

Die „Hals über Kopf“-Verkündung ließ viele Fans mit Fragezeichen über dem Kopf zurück. Was führte zu einer solch übereilten Trennung mitten in der Saison? Die genauen Gründe sind unbekannt.

Petz stand seit 2011 bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag. Der Sympathieträger erfreute sich großer Beliebtheit bei Spielern und Fans. Unvergessen ist seine Performance auf dem Römerbalkon nach dem DFB-Pokalsieg 2018, als er  spontan ein Liedchen trällerte.

Schwarz, weiß, rot – Das sind unsere Farben

Frohe Kunde gab es auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Sonntag.

Besonders das Thema Stadionausbau traf auf interessierte Ohren. Ab 01. Juli 2020 übernimmt die Eintracht das Stadion als Dauermieter und somit auch als Betreiber. Es wird eine Miete von 8 Millionen Euro jährlich fällig, jedoch erhält die Eintracht auch alle Einnahmen.

Die Stadt hat dem Ausbau des Stadions zugestimmt. Vor allem mehr Stehplätze soll es geben. Auch die Digitalisierung soll vorangetrieben werden, beispielsweise mit einem neuen Videowürfel – längst überfällig, sah man doch auf Teilen des alten Würfels kaum noch was. Auch einen neuen Caterer wird es geben.

Eine Herzensangelegenheit für Eintracht-Anhänger sind auch die Pläne, das Stadion endlich in Vereinsfarben zu schmücken. Statt blau und gelb, sollen nun endlich die Farben schwarz, weiß und rot erstrahlen.

Und es wird noch besser: Der leidliche Name „Commerzbank-Arena“ könnte bald Geschichte sein, denn Eintracht Frankfurt darf auch die Namensrechte für das Stadion neu verhandeln. Sicher ist bezüglich der Namensfindung aber noch nichts. Wer weiß, vielleicht dürfen sich die Frankfurt-Fans ja bald auch offiziell wieder zahlreich im „Waldstadion“ versammeln.

Bloß nicht stolpern

Während das Wintertransferfenster aus Fan-Sicht bisher unbefriedigend ausfällt, stellt der gelungene Rückrundenstart die Anhänger sehr zufrieden.

Am kommenden Samstag sind die Frankfurter bei Fortuna Düsseldorf zu Gast. Der Tabellenletzte entließ am Mittwoch Cheftrainer Friedhelm Funkel.

Trotz „Trainereffekt“ sollten die Düsseldorfer die Eintracht vor keine Mammut-Aufgabe stellen, vor allem, da die letzten 4 Spiele zugunsten der Frankfurter ausgingen. Dennoch darf das Spiel nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn die Adlerträger tun sich traditionell schwer, gegen die vermeintlich kleineren Gegner. Wichtig ist, dass die beiden erfreulichen Siege gegen Hoffenheim und Leipzig nun durch Punktgewinne gegen Düsseldorf und Augsburg, quasi ein gefühlter Angstgegner der Hessen, vergoldet werden. Besonders, wenn die Eintracht sich in der oberen Tabellenhälfte behaupten möchte.

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 5

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Von Markus Lehnen

Hallensaison 19/20 1. Damen Fazit
Wie letzte Woche angekündigt versuche ich mich in dieser Woche an einem Fazit der Hallensaison der 1. Damen von Rot- Weiss Köln.

Leider geschieht das bereits jetzt, in der Woche der Viertelfinals, weil am Ende 1 Punkt oder 17 Tore fehlten um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Genauer gesagt fehlte nicht mal 1 Tor, denn durch das verhindern des 2:2 am vorletzten Spieltag gegen Mülheim hätte man sich ebenfalls Platz 2 gesichert.

Am Ende steht also Platz 3 mit 21 Punkten und 40:31 Toren bei 6 Siegen, 3 Unentschieden und nur einer einzigen Niederlage. Diese fiel mit 0:9 in Düsseldorf allerdings besonders deutlich aus.

Die Mannschaft von Trainer Markus Lehnen musste die komplette Saison ohne die Nationalspielerinnen Rebecca Grote, Julia Sonntag, Pia Maertens, Nike Lorenz und Cecile Pieper auskommen. Auch Emma Boermans war in der Halle nicht aktiv. Und so wurde mit einem sehr jungen Team um die erfahrenen Julia Busch (29 Jahre), Lea Stöckel und Katharina Hüls (beide 25 Jahre) gespielt. Nach klaren Heimsiegen gegen die schwächeren Teams der Liga aus Krefeld, Raffelberg und Bonn kam es am 3. Spielwochenende rund um dem 3. Advent zu den ersten Härtetests  mit Spielen in Mülheim und Düsseldorf. Während man beim DHC mit 0:9 unterging, spielte man beim ärgsten Rivalen um Platz 2, Uhlenhorst Mülheim, lange Zeit sehr gut führte bereits 3:1. Das man am Ende  noch die Tore zum 3:3 kassierte war der erste kleinere Rückschlag auf dem Weg ins anvisierte Viertelfinale.

Nach Weihnachten dominierte man eine Halbzeit lang Krefeld, bevor diese in einem dramatischen Spiel fast noch das Comeback schafften. Rot- Weiss gewann zwar nach 4:0 noch knapp mit 5:4, aber die 2. Halbzeit konnte einem Sorgen bereiten. Diese schienen allerdings unbegründet, ging man doch am Folgetag schnell mit 2:0 beim Raffelberger HC in Führung. Doch wieder kam der Gegner zurück ins Spiel und konnte den RWK Mädels dieses Mal 1 Punkt abtrotzen. Der Vorteil, den Köln gegenüber Mülheim hatte, da diese in Krefeld nur Unentschieden spielten, war nun weg.

Als dann Mülheim auch noch gegen den DHC zu Hause gewann war klar, dass beim Heimspiel gegen Uhlenhorst ein Sieg her musste. Aber wieder konnte Rot- Weiss einen Vorsprung, diesmal erneut 2:0, nicht halten und kam nur zu einem Unentschieden. Auch der spektakuläre 7:6 Sieg am letzten Spieltag gegen Düsseldorf brachte die Domstädterinnen nicht zurück auf dem Playoffplatz, da Mülheim gleichzeitig souverän gegen Raffelberg gewann.

In der Analyse muss man sagen, dass besonders 2 Aspekte die Saison der Kölnerinnen bestimmten. Zum einen die angesprochene Schwäche Führungen zu halten und damit verbunden eine schwächere Offensive, die oft daran scheiterte Spiele früher zu entscheiden. Nun fehlten vor allem in der Offensive mit Pia Maertens die gefährlichste Spielerin aus dem Spiel und mit Rebecce Grote die gefährlichste Strafeckenschützin des Teams. Am Ende erzielte man ganze 13 Tore weniger als Mülheim und sogar 26 weniger als Düsseldorf. Mit 30 Gegentoren war man auf einem ähnlichen Niveau, wie die Kontrahenten mit 27 (Mülheim) und 28 (Düsseldorf).

Die beste Torschützin war in dieser Saison Camille Nobis mit 8 Treffern, es folgten Katharina Hüls und Kapitänin Julia Busch mit je 6 Treffern. Das Nobis erst auf Platz 7 der Torschützenliste der Weststaffel hinter 4 Düsseldorferinnen und 2 Mülheimerinnen auftaucht, ist ebenfalls ein Anzeichen für eine leichte Offensivschwäche, die bei den RWK Mädels diese Saison vorhanden war.

Nicht desto trotz holte man 5 Punkte mehr als in der letzten Saison und war bis zum Schluss im Playoffrennen dabei. Sollte das junge Team zusammenbleiben und auch die DANAS wieder dabei sein, wird in den nächsten Jahren auch in der Halle definitiv mit dem 1. Damen von Rot- Weiss Köln zu rechnen sein, auch wieder in Richtung Meisterschaft.

Zunächst heißt es aber ab Anfang April die gute Ausgangsposition in der Feldsaison zu nutzen und mit voller Kapelle das Ziel Final 4 in Mannheim anzugehen.

Hallen EM der Damen in Minsk

In der weißrussischen Hauptstadt Minsk fand am vergangenen Wochenende die Hallen EM der Damen statt. Wie bei den Herren traten auch die Damen mit einem Perspektivteam an. Die Kölnerin Lea Stöckel war nicht nur dabei sondern führte das junge deutsche Team als Kapitänin auf das Feld.

Die 3 Gruppenspiele gegen Tschechien (4:1), die Ukraine (4:3) und Belgien (7:3) konnte man allesamt gewinnen und traf als Gruppensieger im Halbfinale auf den Gastgeber Weißrussland.

In diesem Halbfinale kam man nach 0:2 Rückstand noch zum 2:2, verlor aber am Ende relativ deutlich mit 2:5 gegen den späteren Europameister. Die Gastgeber konnten ihr Finale im Shootout gegen die Niederlande gewinnen, während das deutsche Team auch im Spiel um Bronze unterlag. Gegen die Tschechinnen hatte es  nach regulärer Spielzeit 2:2 gestanden. Im entscheidenden Shoot Out unterlag man dann allerdings mit 1:2. Insgesamt sicher ein etwas enttäuschendes Ergebnis, aber für ein nicht eingespieltes, unerfahrenes Team auch sicher kein ganz schlechtes Abschneiden. Der 1. Titel in der Verbandsgeschichte Weißrusslands macht derweil deutlich, dass vor allem die osteuropäischen Teams im Hallenhockey immer ernster zu nehmen sind.

Nationalteams auf Reisen
Beide A- Nationalmannschaften sind dieser Tage auf Reisen und insgesamt 10 Spieler und Spielerinnen von Rot- Weiss Köln sind mit dabei.

Rebecca Grote, Pia Maertens, Julia Sonntag, Cecile Pieper und Nike Lorenz weilen zum Lehrgang in Südafrika, wo sie bereits ein Testspiel gegen Irland mit 4:0 gewannen. Hierbei konnten sich auch die RWK Mädels Grote und Maertens (2 Tore) in die Torschützenliste eintragen. Am 30.1., dem 2.2. und dem 4.2. folgen weitere Testspiele gegen Südafrika. Im Vordergrund steht aber natürlich das Training mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio im August.

Timur Oruz, Jonas Gomoll, Victor Aly, Christopher Rühr und Johannes Große waren derweil mit der Herrennationalmannschaft in Valencia, wo sie zum Auftakt der Pro League am Samstag und Sonntag gegen Spanien spielten. Den Auftakt unter dem neuen Nationaltrainer Kais Al- Saadi kann man getrost als gelungen bezeichnen, konnte doch der EM 2. Spanien 2 mal besiegt werden. Am Samstag brauchte es nach einem 2:2 nach regulärer Spielzeit noch einen Shootout Sieg. Der RWK Spieler Rühr erzielte hierbei beide deutschen Tore, u.a. den Ausgleich kurz vor Schluss in der 57. Minute. Auch im Shootout traf der RWK Goalgetter während Torwart Victor Aly einen Ball halten konnte und der letzte spanische Schütze nur den Außenpfosten traf.

Noch besser lief es im 2. Spiel am Sonntag, in dem die Spanier mit 5:1 besiegt werden konnten. Wieder traf Rühr zur Führung und mit Timur Oruz konnte ein weiterer RWK Spieler auf 2:0 erhöhen. Die Spanier verkürzten vor der Pause noch auf 1:2, aber richtig in Gefahr kam die DHB Auswahl nicht mehr. Der Ex Kölner Marco Miltkau konnte wieder auf 3:1 stellen, ehe in der Schlussphase Windfeder und Staib auf 5:1 erhöhen konnten.
Damit hat das deutsche Team bereits 5 Punkte gesammelt und geht mit einer super Ausgangsposition in die 4 Heimspiele gegen Belgien und Australien Mitte März in Mönchengladbach. Auch die Damen steigen dort ins Pro League Geschehen ein, ebenfalls je 2mal gegen Australien und Belgien.

Da der Hockeypark recht nahe ist, werde auch ich mich dann wieder auf dem Weg an den Niederrhein machen.

Auswärts in Mannheim
Ein weiteres Heimspiel in der KTHC Halle am Olympiaweg wird es diese Saison leider nicht mehr geben, da Uhlenhorst Mülheim souverän mit 13:4 gegen Blau- Weiss Köln gewann und sich damit Platz 1 und Heimrecht in der Weststaffel sicherten.

Damit geht es für die RWK Jungs am Samstag um 17 Uhr in Mannheim gegen den MHC um den Einzug ins Final 4 in Stuttgart. Wenn es einen Stream gibt, wovon ich ausgehe, poste ich den Link im Laufe der Woche unter diesem Artikel.
Abgestiegen ist derweil der Gladbacher HTC, der dramatisch in letzter Sekunde gegen Krefeld mit 7:8 verlor.

Wie es weitergeht
Logischerweise mit der Berichterstattung rund um das Playoff Viertelfinale der Hallenhockey Bundesliga. Ansonsten schaue ich noch nach Südafrika, wo die DANAS um die 5 RWK Mädels weitere Testspiele bestreiten, trainieren und nebenbei einen Wald pflanzen. Was es damit auf sich hat, dazu dann nächste Woche mehr.

In diesem Sinne wie immer sportliche Grüße aus Köln!

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Eintracht Frankfurt, KW 4

Von Patricia Seiwert

Mit Viererkette zu drei Punkten

Zum Rückrundenauftakt durften die nach Sinsheim mitgereisten Fans von Eintracht Frankfurt Augenzeugen einer Seltenheit in dieser Saison werden: Ein Auswärtssieg stand nach Abpfiff der Partie gegen die TSG Hoffenheim zu Buche. Für Mannschaft und Fans war das ein befreiendes Gefühl, holte die Eintracht doch zuletzt aus sieben Ligaspielen lediglich einen einzigen Punkt.

Das Trainingslager in den USA nutzte Eintracht Frankfurt also nicht nur, um ein Büro in New York zu eröffnen, sondern auch zur sportlichen Vorbereitung in Florida. Dort studierten die Hessen intensiv die Viererkette ein, um in der Rückrunde flexibler auftreten zu können – angesichts der leichten Ausrechenbarkeit der Frankfurter keine schlechte Idee.

Die Pause im sonnigen Florida schien den Spielern gut getan zu haben, denn das Spiel gegen die TSG Hoffenheim hatten die Frankfurter weitestgehend im Griff. Im neuen 4-2-3-1 System (4-4-2 gegen den Ball) wirkte die Hütter-Elf deutlich frischer als zuletzt. Die Merkmale, die für die sonst so energische Eintracht typisch waren, suchte man zuletzt vergeblich, doch gegen Hoffenheim stimmte die Einstellung wieder. Die Adlerträger zeigten sich kämpferisch und boten eine solide Mannschaftsleistung dar. Auffällig war auch, dass wieder häufiger vertikal gespielt wurde.

Gacinovic und Dost, denen gute Leistungen im Trainingslager nachgesagt wurden, zeigten zumindest einmal, dass mit ihnen zu rechnen ist und fädelten die 1:0 Führung früh im Spiel (18. Minute) ein. Der schmerzfreie Bas Dost tat das, wofür er geholt wurde, nämlich einnetzen und Mijat Gacinovic, der kleine, flinke Serbe, an dem so mancher Fan nicht selten verzweifelte, stellte mit seinen bedachten Aktionen einen wichtigen Part im Frankfurter Angriffsspiel dar. Doch wer denkt, vom „alten“ Gacinovic sei nichts mehr übrig, der irrt. Trotz solider Leistung traf der serbische Nationalspieler hin und wieder falsche Entscheidungen.

Auch Kevin Trapp durfte die Eintracht nach seiner Verletzungspause zurück im Tor begrüßen. Und der Stammtorwart war direkt wieder voll da -nicht nur mit seiner Ausstrahlung – auch zwischen den Pfosten parierte er einige Male stark. Nur beim 1:1 Ausgleichstreffer durch Stafylidis kurz nach Wiederanpfiff musste Trapp hinter sich greifen.

Gewohnt stark agierte auch Filip Kostic. Der Flügelspieler bediente seine Mitspieler mit einigen guten Flanken. Im eigenen Abschluss fehlte ihm aber das nötige Glück. Gleich zweimal knallte der Serbe den Ball an die Latte.

Auch sein Gegenpart auf der rechten Seite, Timothy Chandler, befindet sich derzeit in einer guten Form. Nicht nur war er am Treffer zum 1:0 beteiligt, er sicherte mit seinem Tor zum 2:1 seinem Team auch drei wichtige Punkte. Nach einer wunderbar getretenen Flanke von Kostic, schraubte sich der gebürtige Frankfurter in der 62. Spielminute in die Luft und netzte mit dem Kopf ein.

Chandler zeigt, dass er für die rechte Mittelfeldposition durchaus eine Alternative sein kann. Dennoch weist der Deutschamerikaner auch einige Schwächen auf. Besonders im technischen Bereich hakt es. Unsaubere Ballannahmen und einige ungenaue Pässe resultieren daraus.

Die Eintracht wäre daher gut beraten, wenn sie sich im verbleibenden Transferfenster um einen offensiven Spieler für Rechtsaußen bemühen würde. Besonders in Partien, in denen die Frankfurter offensiver auftreten und das Spiel machen müssen, sind Chandler und auch da Costa als gelernte Verteidiger nicht die beste Wahl.

Doch nicht nur im rechten Mittelfeld ist Handlungsbedarf. Durch die Systemumstellung auf die Viererkette könnte auch ein weiterer Innenverteidiger eine Überlegung wert sein. Bisher tätigte Eintracht Frankfurt keinen einzigen Wintertransfer und hielt sich bezüglich möglicher Neuzugänge weitestgehend bedeckt.

Der 2:1 Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim, von dem sich der Frankfurter Anhang erhofft, dass er den Auswärtsfluch der Eintracht beendet hat (nur bei Union Berlin konnte man bis dato in der bisherigen Saison drei Punkte nach Frankfurt entführen), darf bei aller Freude über die wichtigen Punkte aber nicht überbewertet werden. Denn mit Hoffenheim stand ein relativ harmloser Gegner auf dem Platz. Den Kraichgauern fehlte es an Ideen gegen die Frankfurter – auch, weil diese die Räume eng machten und kompakt standen.

Obwohl die Eintracht das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle hatte, begann die zweite Halbzeit holprig. In dieser Spielphase, in der auch das Gegentor fiel, schwächelten die Gäste merklich. Es wurde deutlich, dass die Frankfurter keineswegs unerschütterlich sind. Im Gegenteil: Die Hessen wirkten plötzlich wieder unsicher.

Dennoch kann der Hütter-Elf zugutegehalten werden, dass es ihr im weiteren Verlauf der zweiten Spielhälfte gelang, sich wieder zu stabilisieren und den Siegtreffer zu erzielen.

Trotz der am Wochenende hinzugewonnenen drei Punkte bleibt die Tabellensituation weiterhin angespannt. Klar ist, dass die Eintracht weiterhin diszipliniert an ihren Schwächen arbeiten muss. Am kommenden Samstag gastiert der Tabellenführer im Frankfurter Stadtwald. Das Spiel gegen die formstarken Leipziger könnte eine Bewährungsprobe sein – insbesondere für die neue Viererkette.

Ob es der Eintracht gelingt, Leipzig zumindest einen Punkt abzuringen, wird sich zeigen. Sicher ist, dass die Adlerträger mit dem Auftaktsieg neues Selbstvertrauen schöpfen konnten. Auch die Fans, die das Auswärtsspiel gegen Hoffenheim eindrucksvoll zu einem gefühlten Heimspiel machten, erwarten von ihrer Mannschaft, dass sie mit garantiert lautstarker Unterstützung im Rücken den kleinen Aufwind nutzt und eine ordentliche Leistung abliefert. Sollte diese mit einem Punktgewinn belohnt werden, umso besser…

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 4

Von Markus Lehnen

Ich wünsche eine gute Woche aus dem schönen Köln und fange gleich mit dem Versprechen an, dass es diese Woche etwas kürzer wird. Damit ich auch nächste Woche noch genug zu schreiben habe, gibt es das leider bereits mögliche Hallensaison Fazit der Damen erst in der nächsten Woche.

7. Spielwochenende 1. Damen: Rot- Weiss Köln- Düsseldorfer HC 7:6 (3:5)
Am Samstag um 12 Uhr stand er also an, der letzte Spieltag der Damen Hallenhockey Bundesliga. Mit mir hatten sich zum Duell gegen den Rivalen aus der Nachbarstadt etwa 250 Zuschauer in der KTHC Halle eingefunden. Leider reichte den Kölnerinnen nach dem unglücklichen 2:2 gegen Uhlenhorst Mülheim letzte Woche nicht ein einfacher Sieg, da das Torverhältnis auf Düsseldorf uneinholbar war. So galt es nach Mülheim gucken, wo Raffelberg mindestens Unentschieden spielen musste, damit es für die Domstädterinnen noch ins Viertelfinale geht.

Doch es schien müßig darüber nachzudenken, denn die Anfangsphase dominierte Düsseldorf derart, dass es nach 14 Minuten 0:3 stand. Strauß erzielte gleich in der 2. Minute das  0:1 und Sabine Markert hämmerte 2 Strafecken unhaltbar ins Rot- Weiss Gehäuse. Folgerichtig nahm RW Trainer Markus Lonnes eine Auszeit, die direkt Früchte tragen sollte, als Maja Weber eine Strafecke zum 1:3 verwerten konnte. Leider hatten die Gastgeberinnen ein riesiges Problem, sie bekamen lange Bälle in keinster Weise unterbunden. Torhüterin Maja Sielaff gab zwar ihr bestes, als sie sich mehrfach den freien Düsseldorferinnen entgegenwarf, doch in der 17. Minute war sie chancenlos gegen Vivot. Köln zeigte jetzt aber offensiv Fortschritte und könnte durch Katharina Hüls erneut verkürzen. Wieder kurz darauf antwortete der DHC mit seiner am diesem Tag besten Spielerin Sara Strauß, die aus spitzen Winkel den Ball traumhaft ins, aus ihrer Sicht, linke obere Eck jagte.  Rot- Weiss zeigte allerdings eine tolle Moral und konnte kurz vor der Pause mit einer super Eckenvariante durch Liv Arndt zum 3:5 verkürzen. Bei handgezählten 5:15 Torchancen (und da zählen die Tore immer schon mit) ein durchaus schmeichelhaftes Halbzeitergebnis für Köln, wie auch Coach Lonnes nach dem Spiel zugab.

Leider stand es in Mülheim bereits zur Pause 5:1 für Uhlenhorst, weshalb die Chancen auf das Viertelfinale bereits zur Halbzeit gen Null gesunken waren.

Das hielt die Kölnerinnen aber nicht davon ab mit viel Elan in die 2. Halbzeit zu gehen. Vor allem die kreuzgefährlichen vertikalen Aufbaupässe des DHC konnten nun unterbunden werden. Nach vorne vergab Kapitänin Julia Busch in der 39. Minute die Riesenchance zum 4:5. Als fast im Gegenzug wieder Sara Strauß zum 3:6 traf, schien das Spiel entschieden. Doch wie so oft beschrieben geht es im Hallenhockey enorm schnell und ein 3 Tore Rückstand ist jederzeit aufzuholen. Und so erzielte Katharina Hüls in der 43. Minute auch direkt das 4:6, nachdem Lea Thomas 2 Düsseldorferinnen ausspielte und einen präzisen Pass auf Hüls spielte, den diese zum Tor nutze. Nur 2 Minuten später war es erneut eine Eckenvariante, die Hüls zum 5:6 und damit dem direkten Anschluss nutze. Der DHC bäumte sich jetzt noch einmal auf, aber 2mal Sielaff und 1mal der Pfosten hielten den Tabellenführer bei 6 Toren. Und so konnte Camille Nobis 8 Minuten vor Ende ausgleichen, als sie den Ball von der linken Schusskreisecke ins lange Eck einschoss.

Köln war jetzt das bessere Team und hätte bereits in der 59. Minute per Strafecke zum Siegtreffer kommen können. Da diese allerdings verstoppt wurde schien das 6:6 Unentschieden fest zu stehen. Doch einmal noch konnte Nobis im Schusskreis angespielt werden. Ihr Ball ging irgendwie aufs Tor, wurde abgefälscht und rollte der DHC Torhüterin durch die Beine. 4 Sekunden vor Ende hatte Köln gegen den Rivalen mit 7:6 gewonnen!
Natürlich herrschte großer Jubel auf der gut gefüllten Tribüne und auch die Spielerinnen auf dem Platz feierten den Sieg ekstatisch, doch einigen Spielerinnen war bereits bewusst, dass die Saison hier und jetzt vorbei war und man konnte ihnen die Enttäuschung ansehen. Es herrschte also ein wahres Wechselbad der Gefühle und nach dem Abklatschen und dem Dank an die Zuschauer brach sich bei vielen Spielerinnen die Enttäuschung Bahn.

Abschlusstabelle Staffel West:
1. Düsseldorfer HC   63:28 Tore  21 Punkte
2. Uhlen. Mülheim    53:27 Tore  21 Punkte
3. RW Köln               40:31 Tore  21 Punkte

17 Tore fehlten also am Ende, natürlich ein mehr als ärgerlicher Ausgang erst Recht, weil man in beiden Spielen gegen Mülheim zwischenzeitlich mit 2 Tore führte. Das letzte Spiel war noch mal in jeder Beziehung Klasse und man konnte eine starke Entwicklung beim jungen Team sehen. Samstag zeigte sich dies vor allem bei Kampf, Moral und nicht zuletzt auch bei den stark eingespielten Eckenvarianten. Aber mehr zum Fazit dann nächste Woche.
Da auch schon viele Fußballfans vorm Spiel des FC ins Vereinsheim von Rot- Weiss gekommen waren, trank ich in geselliger Runde noch 2 Kölsch und verließ zum wahrscheinlich letzten Mal diesen Winter die Anlage am Olympiaweg.

Hallenhockey EM in Berlin
3 Tage, 10.000 Zuschauer, 5 deutsche Siege zum Titel und der Rot- Weiss Spieler Thies- Ole Prinz als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Die Hallen EM in der Hauptstadt kann aus deutscher, aber auch insgesamt, nur als Erfolg bezeichnet werden.

Spielten die Welt- und Europameister aus Österreich mit der 1. Garnitur, so trat für den DHB (und auch bei den anderen Olympiastartern Niederlande und Belgien) ein Perspektivteam an, welches durch den ein oder anderen Erfahrenen unterstützt würde. Beim DHB war dies Jan- Philipp Rabente vom Uhlenhorster HC aus Hamburg.

Mit ausschließlich Siegen kamen sowohl Deutschland wie Österreich ins große Finale am Sonntag in der ausverkauften Halle in Berlin. Wahrscheinlich hätte man selbst die größere Max Schmeling Halle voll bekommen, aber durch die Kurzfristigkeit (Krefeld gab die EM im Sommer ab) trug man die EM im 3500 Zuschauer fassenden Horst Korber Sportzentrum aus.

Finale: Deutschland- Österreich 6:3 (3:2)
Im Finale ging Österreich bereits nach Sekunden durch Michael Körper in Führung. Dösch, Schmid und eben Thies Prinz konnten das Spiel aber drehen, ehe unser südöstlicher Nachbar noch vor der Pause auf 2:3 verkürzen konnte.
Direkt nach der Pause konnten aber Hartkopf und erneut Dösch auf 5:2 erhöhen und sorgten damit in einem teils aberwitzig schnellen Spiel für die Vorentscheidung.

Jan Schiffer stellte bereits in der 35. Minute den 6:3 Endstand her, bevor 25 Minuten lang beide Torhüter zeigen konnten, was in ihnen steckt.

Am Ende ist Deutschland zum ersten Mal nach 2016 wieder Hallenhockey Europameister. Mit einem Perspektivteam ist diese Leistung nur umso höher zu bewerten. Bronze holten sich die Niederlande, die besten Torjäger waren Boris Burkhardt (Niederlande) und Michael Körper (Österreich) und bester Spieler, also MVP des Turnier, wurde erfreulicherweise Thies- Ole Prinz von Rot- Weiss.

Dies und Das
Am Freitag beginnt die Hallenhockey EM der Damen in Minsk, u.a. mit Lea Stöckel im deutschen Team. Die deutsche Mannschaft trifft hierbei auf Tschechien, Ukraine und Belgien. Los geht es Freitag ab 10 Uhr, das 1. deutsche Spiel findet um 11:15 Uhr statt. Zu sehen ist das Ganze auf jeden Fall hier https://www.eurohockeytv.org/en-int/page/indoor-nations-championships-eurohockeytv . Ein Abo ist nicht nötig, der Kommentar ist in englischer Sprache. Ob Sportddeutschland die deutschen Spiele überträgt kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen, reiche es aber nach.

Die Feld Herrennationalmannschaft macht sich in diesen Tagen auf den Weg zum Lehrgang in Valencia, wo man dann auch die ersten beiden Pro League 2020 Spiele bestreitet. Die Spiele finden am Freitag um 11 und am Samstag um 13 statt und können beide bei DAZN verfolgt werden.

Die Damen brechen dagegen zu einem Lehrgang nach Südafrika auf. Da sich das Team durchaus bewusst ist, dass die vielen Flüge nicht gut für den ökologischen Fußabdruck sind, haben sie eine Aktion ins Leben gerufen. Und zwar pflanzt man in Südafrika einen Wald, den sogenannten Hockeywald. Wo man spenden kann und wie das Projekt genau abläuft eerfahrt ihr hier:
https://web.hockey.de/news/wp9duv.html

Wie es weiter geht
Mit der Bundesliga geht es erst in 2 Wochen weiter, nächste Woche gibt es dann einen Bericht über die Nationalmannschaften in Minsk und Valencia. Dazu versuche ich mich dann an einem Fazit über die Hallensaison der Rot- Weiss Mädels.

In diesem Sinne eine schöne Woche aus Köln

Mit wie immer sportlichen Grüßen
Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 3

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Von Markus Lehnen

Action, Action, Action
Gerade mal Kalenderwoche 3 im neuen Jahrzehnt und schon war rund um die Hockeyteams von Rot- Weiss Köln einiges los. Über 5 Spiele gilt es zu berichten. Damit dieser Blog nicht zu lang wird, werde ich mich bei den meisten Spielen eher kurz halten. Längere Spielberichte könnt ihr, wie gewohnt, auf https://www.hockeyliga.de/index2.php?data[page]=home nachlesen. Bei den Spielen gehe ich diese Woche chronologisch vor, wir starten also am…

Dienstag, 7.1., 1. Herren: Rot- Weiss Köln- Düsseldorfer HC 13:3 (2:1)
Da die Herren von Rot- Weiss noch vor der Hallen EM in Berlin ihre reguläre Saison abschließen mussten, standen in der letzten Woche 3 Spiele für die Kölner auf dem Spielplan. Los ging es bereits am Dienstagabend mit dem Derby gegen Düsseldorf. Die Herren vom DHC nicht so stark einzuschätzen wie die Damen, zeigten aber in der 1. Halbzeit, dass sie durchaus nicht zu unterschätzen sind. Die Jungs von Trainer Andre Henning kamen schwer ins Spiel, das 1:0 von Scholten konnte noch ausgeglichen werden und vor der Halbzeit traf nur noch Johannes Große mit der einzigen Strafecke. Bei einem 13:3 wirkt es anders, aber mit der Spieler des Spiels war schon nach Halbzeit 1 Torhüter Victor Aly, der ein ums andere Mal überragend hielt. Kurz vor Ende erhielt er bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus und Youngster Joshua Onyekwue konnte sein Bundesligadebüt für Rot- Weiss feiern.  Onyekwue ist im November gerade erst 17 geworden und steht stellvertretend für die erfolgreiche Jugendarbeit des Vereins.

Halbzeit 2 sollte völlig anders laufen als Halbzeit 1. Bis zum 3:2 blieb es vor 120 Zuschauern in der KHTC Halle noch eng, dann brachen alle Dämme. Köln war nun in allen Belangen besser und schaffe es in 16 Minuten 9 mal zu treffen. Mit der Schlusssirene erhöhte Gomoll sogar noch auf 13:3. Am Ende 1 von 5 Treffern des an diesem Abend ebenfalls überragenden Kölners. Auch Florian Pelzner und Florian Scholten konnten sich doppelt die Torschützenliste eintragen.
Insgesamt sah ich live vor Ort ein komisches Spiel mit 2 völlig unterschiedlichen Halbzeiten, in dem aber auch deutlich zu sehen war, wie schnell sich ein Hallenhockeyspiel verändern kann und wie wenig im Zweifel auch größere Vorsprünge wert sind.

Da auch Uhlenhorst Mülheim gewann, behielt Köln die Tabellenführung, bei allerdings auch ein Spiel mehr.

Freitag, 10.1, 1. Herren: Gladbacher HTC- Rot- Weiss Köln 3:5 (2:4)
Bereits am Freitagabend folgte der nächste Sieg für die Domstädter, die damit den Einzug in die Playoffs klar machen konnten. Vor stimmungsvoller Kulisse, die 400 Zuschauer am Freitagabend verbreiteten war es vor allem ein Arbeitssieg, der zum 5:3 führte. Andre Henning sprach von einer der nicht besseren Leistung seines Teams, aber am Ende konnte Köln ab der 35. Minute ein 1 Tore Vorsprung halten, der dann kurz vor Ende noch zum 2 Tore Sieg ausgebaut werden konnte. Jonas Gomoll (2 Tore), Florian Pelzner, Johannes Große und Benedikt Swiatek trafen für Rot- Weiss beim engen Sieg über die abstiegsbedrohten Gladbacher, die aber in 2 Wochen mit einem Punkt zu Hause gegen Krefeld noch den Abstieg vermeiden können. Auch Mülheim siegte, und so war es angerichtet für das vorgezogene Finale um Platz 1 am Sonntag in der KHTC Halle am Olympiaweg.

Samstag, 11.1, 1.Damen: Bonner THV- Rot- Weiss Köln 1:3 (0:1)
Vorher hatten aber die 1. Damen ihre Pflichtaufgabe in Bonn zu lösen, bevor es auch für sie gegen Uhlenhorst um die Vorentscheidung ging.

Gegen die defensiven Bonnerinnen taten sich die Domstädterinnen etwas schwer, führten aber durch eine verwandelte Ecke von Julia Busch bereits nach 2 Minuten und gaben diesen Vorteil nicht mehr her. Mit der Kapitänsbinde scheint Busch auch ihren Torriecher gefunden zu haben, steht sie doch aktuell zusammen mit Camille Nobis (beide 6 Tore) auf Platz 1 der internen Torschützenliste. Lea Stöckel sorgte direkt nach dem Anpfiff der 2. Halbzeit für das 2:0 und damit die Vorentscheidung. Antonia Lonnes erhöhte noch auf 3:0, Simca Schön konnte für Bonn nur noch verkürzen.

Parallel zum Kölner Spiel in Bonn konnte Mülheim zu Hause gegen Düsseldorf gewinnen, was die Ausgangssituation für den Sonntag, aus Kölner Sicht, nicht gerade verbesserte. Im Grunde war jetzt klar, dass ein Sieg her muss, um nicht selbst bei einem eigenen Sieg am letzten Spieltag gegen die starken Düsseldorferinnen auf Schützenhilfe angewiesen zu sein.

Sonntag, 12.1., 1.Damen: Rot- Weiss Köln- Uhlenhorst Mülheim 2:2 (2:0)
Am Sonntag war es dann also weit. Doppelspieltag gegen Uhlenhorst Mülheim, für Herren und Damen ging es bereits um einiges. Zur frühen Anstoßzeit um 12 Uhr hatten sich neben mir bereits einige Zuschauer in der KHTC Halle versammelt und ich würde behaupten, dass mehr als die angegeben 200 Zuschauer das Spiel verfolgten. Gegen Ende des Spiels waren es eher 300-400 Hockeyfans.
Die RWK Mädels begannen super, ließen defensiv nichts zu und konnten sich offensiv nach und nach immer besser in Szene setzen. Und so war es die Kapitänin Julia Busch höchst selbst, die die starke Mülheimer Torfrau Femke Jovy in der 10. Minuten überwinden konnte. Danach dominierte Köln noch mehr und erspielte sich einige Chancen. In der 21. Minuten stand es beinahe 2:0, doch Uhlenhorst klärte den Ball so eben noch auf der Linie. 4 Minuten vor der Pause schloss dann allerdings die 2. 6 Tore Frau bei Rot- Weiss, Camille Nobis, einen wunderbaren Konter unhaltbar zum 2:0 ab.

Als Köln dann auch noch die ersten 10 Minuten der 2. Halbzeit dominierte schien alles Richtung Playoffs zu laufen, auch wenn selbst bei einem Sieg die Entscheidung erst nächste Woche gefallen wäre. Nika Boenisch war es noch, die sich durchspielte und in der 40. Minute alleine vor Jovy scheiterte, bevor das Spiel kippte. Ziemlich aus dem Nichts konnte Katharina Kiefer in der 42. den Anschluss herstellen.

Anders als in manch anderem Spiel blieb Rot- Weiss diesmal aber defensiv stabil, auch als Mülheim 5 Minuten vor Ende die Torhüterin zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin auswechselte. Allerdings hatte Köln jetzt etwas Pech mit den Schiedsrichtern. Während ein Foul an ihr nicht mit einer Karte geahndet wurde, sah Julia Busch nach einer ganz ähnlichen Szene die Grüne Karte und musste für 1 Minute das Spielfeld verlassen. Dazu erhielten die Domstädterinnen noch eine Strafecke, die die Mülheimerinnen laut Regel ohne Torhüterin verteidigen mussten. Das sichere Tor verhinderte nur die Maske einer Spielerin von Uhlenhorst, aber statt auf technisches Tor zu entscheiden, gab es nur Siebenmeter, bei dem die Torhüterin wieder ins Tor darf. Eine eher merkwürdige Regel meiner Meinung nach. Es kam wie es kommen musste, Katharina Hüls schoss den Siebenmeter an den Pfosten und fast im Gegenzug kam Mülheim zum von den Gästefans umjubelten Ausgleich.

Insgesamt unglücklich, denn die RWK Mädels boten 3/4 des Spiels eine super Leistung, die letztlich nicht belohnt wurde. Die Chancen auf das Playoff Viertelfinale sind nun sehr gering, muss man doch nicht nur Düsseldorf (Samstag 18.1, 12 Uhr) besiegen, sondern gleichzeitig auf einen Sieg von Raffelberg gegen Mülheim hoffen. Immerhin ist Düsseldorf schon sicher Tabellenerster, während Raffelberg noch gegen den Abstieg kämpf. Es lohnt sich also noch mal in die Halle zu kommen um hoffentlich Zeuge  eines kleinen Wunders von Köln zu werden.

Sonntag 12.1, 1. Herren: Rot- Weiss Köln- Uhlenhorst Mülheim 6:6 (4:3)
Das Spitzenspiel in der Weststaffel hielt mal wieder alles was es versprach und weswegen die KHTC Halle bis auf den letzten Platz gefüllt war. Beide Teams waren bereits vor dem Spiel für die Playoffs qualifiziert, aber es ging noch um Platz 1 und damit Heimrecht im Viertelfinale.

Im Spiel ging es von Anfang an rauf und runter. Beide Teams zeigten ihre technische und athletische Klasse, aber eben auch, dass die Torhüter zum Besten gehörten, was Hockeydeutschland zu bieten hat. Der Torreigen ließ damit wie üblich beim Spiel dieser beiden Schwergewichte etwas auf sich warten, setzte aber nach dem 0:1 durch Hellwig unweigerlich ein. Große konnte direkt wieder per Strafecke ausgleichen, aber als der Hallen Rekordmeister gerade im Spiel zu sein schien schlug Mülheim mit Schiffer und Godau doppelt zu und es stand plötzlich 1:3. Allerdings nicht lange, denn in fulminanten 3 Minuten konnte Rot- Weiss durch Tore von Gomoll, Prinz und Pelzner seinerseits noch vor der Halbzeitpause die erste Führung im Spiel herstellen. Dass das Spiel auch für den Mülheimer Coach Omar Schlingemann eines der besten der letzten Jahre war, lag auch am stetig wechselnden Momentum. Momentum, dieser schwer zu definierende Begriff aus dem Sport, der beschreibt welches Team gerade die Oberhand hat. Nach der Halbzeit schienen das die Kölner zu sein, die in der 34. Minuten auf 5:3 erhöhen konnten. Ach wären doch beide Spiele an diesem Tag, in dieser 34. Minute vorbei gewesen, es wäre ein sehr erfolgreicher Hockeytag für Rot- Weiss geworden. Doch wie so oft beschrieben, im Hallenhockey geht es manchmal ganz schnell. Denn in den nächsten 10 Minuten dominierte wieder der amtierende Feldmeister aus Mülheim und konnte seinerseits durch Tore von Godau und 2mal Hellwig wieder 6:5 in Führung gehen. In der Folge versuchte Köln alles, nahm Keeper Victor Aly aus dem Tor und drückte auf das 6:6. Ruppig wurde es jetzt auch, was sich in 3 Grünen (1 Minute Zeitstrafe, 1mal Köln: 2mal Mülheim ) und 1 Gelben Karte (2 Minuten, Weinke, Mülheim) ausdrückte. Delarber konnte schließlich in der 57. Minute den viel umjubelten Ausgleich herstellen, doch war das zu wenig, hat Mülheim doch das klar bessere Torverhältnis. Und so kam es zur ultimativen Entscheidung, als Rot- Weiss mit der Schlusssirene noch eine Strafecke zugesprochen bekam. Doch diesmal hielt Mülheims Eckenverteidigung und es blieb beim spektakulären und insgesamt verdienten 6:6.

Damit ist die reguläre Saison für Rot- Weiss Köln auch vorbei. 23 Punkte bei einem Torverhältnis von 63:45 bedeuten einstweilen die Tabellenführung, die aber Uhlenhorst Mülheim mit einem Sieg am 26.1. gegen Blau- Weiss Köln übernehmen kann. 7 Siege bei 2 Unentschieden und 1 Niederlage sollten den RWK Jungs aber Selbstvertrauen geben, da man sich gegen kein Team der Liga verstecken muss. Auch nicht auswärts in Mannheim, wo bei Platz 2 der Mannheimer HC warten würde. Sollte es doch für Platz 1 reichen geht es 1.2. zu Hause gegen den TSV Mannheim.

Hallenhockey Europameisterschaft in Berlin
Am Wochenende findet die Hallenhockey EM der Herren statt.  Gespielt wird von Freitag bis Sonntag im 3500 Zuschauer fassenden Horst Korber Sportzentrum in Berlin-Charlottenburg. Die deutsche Mannschaft tritt hierbei im Olympiajahr mit einem Perspektivteam an, bei dem unter anderen Thies- Ole Prinz von Rot- Weiss vertreten ist.

In Gruppe B geht es für die deutsche Mannschaft gegen Tschechien, Belgien und Niederlande. Auf dem Feld würde man dies eine wahre Todesgruppe nennen, in der Halle sollte die deutsche Mannschaft auch in dieser Gruppe gute Chancen haben.

In Gruppe A spielen Österreich, Polen, Ukraine und Russland. Das im Hallenhockey auch international alles etwas anders ist zeigt auch, dass Österreich amtierender Welt- und Europameister ist. Das Österreich also welches in der Olympiaqualifikation noch einigermaßen chancenlos gegen die deutsche Mannschaft war, ist im Hallenhockey mehr als ernst zu nehmen und kann bei dieser EM als Topfavorit bezeichnet werden. Auch, weil sie, anders als die Olympiateilnehmer, mit ihrer besten Mannschaft antreten.

Wo es das Ganze zu sehen gibt habe ich noch nicht herausgefunden, ich würde aber vermuten, dass Sport Deutschland das Turnier im Internet überträgt. Die Karten für die 3 Tage in Berlin sind bereits nahezu ausverkauft, lediglich Restkarten sind noch erhältlich. Eine schöne Sache, dass auch die dieses Jahr etwas schwächer besetzte Hallenhockey EM beim Publikum so gut ankommt. Ich werde mal schauen, wo ich was zu sehen bekomme und dann nächste Woche darüber berichten. Sollte ich herausfinden, wo das Turnier zu sehen ist, werde ich es in den Kommentaren posten.

Dies und Das
Eine Woche nach der Hallenhockey EM der Herren geht es für die Damen zu deren Hallenhockey EM nach Minsk. Auch hier ist der Rot- Weiss Köln, denn während Camille Nobis und Emma Boermans auf Abruf bereit stehen, hat es Lea Stöckel direkt in den 12er Kader geschafft. Auch hier wird ein Perspektivteam auflaufen, in dem Stöckel zu den erfahrenden Kräften gehört. Viel Erfolg an dieser Stelle!

Dazu gab es einen spektakulären Transfer für die Feldsaison 2020/21. Für diese hat Rot- Weiss den Welttorhüter von 2017 und 2018, Vincent Vanasch, vom Waterloo Ducks HC verpflichtet. Der Belgier ersetzt Victor Aly, der nach dieser Saison in seine Hamburger Heimat zurückkehrt.

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Vincent Vanasch wechselt zu Rot Weiss ❤️- Willkommen ⚪️🔴 Der Welttorhüter von 2017 und 2018, Vincent Vanasch, wechselt zur kommenden Saison zu Rot-Weiss Köln. Der belgische Nationaltorhüter kommt von den Waterloo Ducks nach Köln und bindet sich langfristig. Der 32-jährige Belgier möchte seine Karriere in Köln beenden. Unserer aktueller Schlussmann, ebenfalls auf Weltklasse Niveau unterwegs, kündigte bereits frühzeitig seine Rückkehr in die alte Heimat Hamburg an. ——————— Lest weitere Informationen und Stimmen in der offiziellen Pressemitteilung. Der Link ist in der Bio‼️ ——————— Bild: Rot-Weiss-Präsident Stefan Seitz, Vincent Vanasch, RWK-Coach André Henning (v.li.)

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Wie es weitergeht
Danke wer es bis hierhin geschafft hat! Jetzt halte ich mich dafür auch so kurz wie möglich. Die Damen haben noch ein Spiel und zwar gegen den Rivalen aus der ,,verbotenen” Stadt Düsseldorf. Das ganze steigt am Samstag um 12 Uhr in der KHTC Halle am Olympiaweg. Die Ausgangslage ist auch klar, Rot- Weiss muss gewinnen, Mülheim in Raffelberg verlieren, nur dann qualifizieren sich die RW Mädels noch für die Playoffs. Ich werde in jedem Fall vor Ort sein und wer weiß, Wunder gibt’s ja bekanntlich immer wieder!

In diesem Sinne mit wie immer sportlichen Grüßen aus Köln

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 2

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Von Markus Lehnen

Frohes neues Jahr
Ein frohes neues Jahr wünsche ich an dieser Stelle allen Lesern! Nach einer Woche Pause geht es also zum ersten Mal in 2020 um die Hockeydamen und Herren von Rot- Weiss Köln. Ich schreibe bereits am Montag, das Spiel der Herren am Dienstag gegen Düsseldorf behandel ich dann nächste Woche. Also nicht wundern, wenn ihr diesen Blog am Mittwoch oder danach lest, dass dieses Spiel hier nur unter Ausblick auftaucht.

5. Spielwochenende 1.Damen
Samstag 4.1.: Crefelder HTC- Rot- Weiss Köln 4:5 (0:3)
Zum ersten Spiel im Olympiajahr 2020 reiste ich am Samstag nach Krefeld. Freundlicherweise wurde mir auch für das wichtige Auswärtsspiel der 1. Damen in der Glockenspitzhalle eine Freikarte zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle an die Verantwortlichen des Crefelder HTC!

Handelt es sich bei der Rot- Weiss Halle um eine reine Hockeyhalle wird in Krefeld u.a. auch Handball gespielt. Die Halle ist recht groß, vielleicht sogar etwas zu groß für die Hallenhockey Bundesliga. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die vielen Markierungen auf dem Feld, sowie die Ausmaße des Spielfelds in der großen Halle. Warum ich diesbezüglich die Hallenhockeyregeln etwas schwierig finde erwähne ich später.

Die Kölnerinnen, bei denen diesmal Maja Sielaff im Tor stand, begannen wie die Feuerwehr und konnten schon in der 2. Minuten zur 1:0 Führung treffen. Anschließend bot Krefeld immer wieder große Räume an, die Rot- Weiss aber zunächst nicht nutzen konnte. Nach der Weihnachtspause war das Spiel nach vorne noch ungenau, hinten ließ man allerdings so gut wie nichts zu. 1 Chance hatte Krefeld in der 5. Minute, weitere sollten bis zur Pause aber nicht dazu kommen. Mit Torhütern Sonja Thüner hatte der CHTC allerdings die überragende Spielerin der 1. Halbzeit in den eigenen Reihen. Immer wieder klärte die Torfrau, teils spektakulär, sämtliche Torschüsse der RWK Mädels. Ob hoch, tief, rechts oder links ins Eck, Thüner fand immer wieder eine Antwort. In der 22. Minuten musste sie sich nach zuvor 2 Paraden allerdings den immer stärker werdenden Domstädterinnen geschlagen geben, als Katharina Hüls zum 2:0 traf. Kapitänin Julia Busch erhöhte mit der Halbzeitsirene durch eine verwandelte Strafecke auf 3:0.

Als die ehemalige österreichische Nationalspielerin dann direkt nach der Pause sogar auf 4:0 erhöhte, schien das Spiel entschieden zu sein. Was jetzt passierte ist für den Zuschauer schwer zu verstehen, denn Krefeld drehte plötzlich auf während Köln völlig die Körpersprache verlor. Das Rot- Weiss Spiel wurde erst fahrig, spätestens nach dem 2:4 sehr nervös geführt. Bei einem der jetzt wenigen guten Angriffe verpasste man in der 42. Minute das leere Tor, auch weil die Abstimmung untereinander in dieser Phase nicht mehr passte. In der 49. Minuten fiel dann sogar der 3:4 Anschlusstreffer und das Spiel mündete in einer dramatischen Schlussphase.  Jetzt spielte nur noch Krefeld, doch Sielaff konnte den Ausgleich mehrfach verhindern.
3 Minuten vor Schluss nahm Krefeld die Torhüterin zugunsten einer 6. Feldspielerin vom Platz. Das Powerplay rächte sich allerdings, weil Lea Stöckel sich gegen 3 CHTC Spielerinnen stark durchsetzte und Hüls ihren präzisen Pass nur noch ins Tor schieben musste. So schön die Vorbereitung auch war, das Tor erzielte Lea Stöckel, anders als auf hockeyliga.de angegeben, nicht.

Wer dachte, dass das 5:3 die Entscheidung war irrte sich wieder, denn im Gegenzug traf Krefeld zum 4:5 mit noch gut 60 Sekunden auf der Uhr.

Was ich an dieser Stelle nicht so wirklich verstehe ist, wieso im Hallenhockey die Uhr nicht angehalten wird, wenn der Ball das Spielfeld verlassen hat. Wie auf den Bildern zu sehen ist, hat die Halle in Krefeld enorme Ausmaße. Da es auch keine Ballkinder gab, musste Julia Busch in einer Szene den Ball vom Hallenrand holen, was trotz Beeilen locker 20 Sekunden von der Uhr nahm. Da sie den Ball zur Ausführung warf, war sie dann sogar für gute 3 Sekunden nicht im Spiel. Solche Situation passierten so ähnlich immer wieder und ich fände es deutlich sinnvoller, wenn die Uhr angehalten wird. Auch weil Teams diesen Umstand, der halt durch die Örtlichkeit anders ist als in anderen Hallen, ausnutzen könnten.

Aber zurück zum spannenden Spiel: Da die Mädels von Rot- Weiss den Ball nicht lange genug halten konnten, kam es zur ultimativen Entscheidung, als den Gastgeberinnen mit Ablauf der Uhr eine letzte Strafecke zugesprochen wurde.
Strafecken werden auch nach Ablauf der Spielzeit noch ausgeführt, und so hang es an dieser Situation, ob Köln 3 oder nur 1 Punkt aus Krefeld mitnehmen konnte.

Ausführung, 1. Schützin legt ab in die Mitte, Schuss- geblockt! Sieg Rot- Weiss Köln. Durchaus laut konnte der unter den 150 Zuschauern zahlreich erschienene Kölner Anhang (inklusive vieler Spielerinnen der Feldsaison) jubeln.

Insgesamt war es ein verdienter Sieg für die Domstädterinnen. Allerdings nur aufgrund der 1. Halbzeit, in der  ich stolze 12:1 Chancen zählte. In der 2. drehte sich hier das Bild und ich kam auf 10:5 Chancen pro Krefeld. Eine Strafecke konnte Köln in der 2. Halbzeit gar nicht mehr erzwingen. Und so wurde es ein Zittersieg mit einem unerklärlichen Einbruch, aber eben auch ein wichtiger Sieg, da Konkurrent Mülheim in Krefeld nur 1 Punkte holte.
In jedem Fall war es für mich ein gelungener Auswärtstrip an den Niederrhein.

Sonntag, 5.1.: Club Raffelberg- Rot- Weiss Köln 2:2 (0:2)
Den so wichtigen Vorsprung auf Mülheim verspielten die 1. Damen von Rot- Weiss dann aber am Sonntag beim Spiel in Duisburg gegen den Club Raffelberg. Ohne Stream und nicht vor Ort verweise ich hier wieder gerne auf hockeyliga.de:  https://www.hockeyliga.de/index2.php?data[page]=spielberichte&data[gameid]=jvgjte .
Auch diesmal konnten die Kölnerinnen in Führung gehen und sogar nachlegen, beide Tore erzielte Katharina Hüls.  Für Trainer Markus Lonnes war es vor allem der schlechten Chancenverwertung in der 1.Halbzeit  zuzuschreiben, dass am Ende nur 1 Punkt aus dem Gastspiel im Ruhrgebiet heraussprang. Denn anders als am Vortag konnte der Vorsprung diesmal nicht gehalten werden. 2mal Suzan Steinhoff sorgte in der 40. und 44. Minuten für den 2:2 Ausgleich und auch wenn sich das junge Team von Markus Lonnes noch einmal fing, den Siegtreffer konnten sie nicht mehr erzielen.
Da Uhlenhorst Mülheim gleichzeitig gegen Krefeld gewann ist der 2 Punkte Vorsprung auf den Playoffkonkurrenten nun weg und man liegt aufgrund des schlechteres Torverhältnisses nur noch auf Platz 3 in der Weststaffel. Beide Teams haben mit 14 Punkten 7 Punkte Vorsprung auf Krefeld und 7 Rückstand auf Düsseldorf.
Damit folgt am Samstag das Auswärtsspiel in Bonn, in dem ein Sieg Pflicht ist, bevor es am Sonntag im vorletzten Saisonspiel zum vorgezogenen Finale um Platz 2 gegen Uhlenhorst Mülheim kommt. Statt eines Unentschieden, braucht es nun am Sonntag ab 12 Uhr in der RWK Halle am Olympiaweg aber zwingend einen Sieg.

5. Spielwochenende
Sonntag, 5.1.: Blau- Weiss Köln- Rot- Weiss Köln 1:2 (0:1)
https://www.hockeyliga.de/index2.php?data[page]=spielberichte&data[gameid]=88eunt
Auch beim Kölschen Derby konnte ich am Sonntag leider nicht vor Ort sein. Schade, denn 500 Zuschauer haben sicherlich eine super Stimmung verbreitet. Das Spiel selbst lebte vor allem von den beiden Torhütern. Und so lobte RWK Trainer Andere Henning auch explizit Nationaltorhüter Victor Aly, der nur einmal hinter sich greifen musste.
Die RWK Tore erzielten Johannes Große in der 30. Minute und Florian Pelzner in der 53. Minuten jeweils durch Strafecken. Lukas Krüger konnte in der 49. Minuten zwischenzeitlich ausgleichen.
Mit dem Sieg hat man Blau- Weiss nun vorentscheidend auf 6 Punkte distanziert. Uhlenhorst Mülheim schlug Krefeld mit 6:3 und liegt bei einem Spiel weniger nun 3 Punkte (13 Punkte) hinter Rot- Weiss (16) auf Platz 2. Krefeld hat mit 12 Punkten nun schon 4 Punkte Rückstand.  Es sieht also sehr gut aus mit den Playoffs für die RWK Jungs, wenn die beiden Pflichtsiege gegen Düsseldorf am Dienstag in eigener Halle und am Freitag in Mönchengladbach eingefahren werden. Das Finale um Platz 1 dürfte dann diesen Sonntag ab 14 Uhr in der RWK Halle steigen, wenn der Dauerrivale aus Mülheim in Köln gastiert.

Rot- Weiss in der Kölnischen Rundschau
Einen ausführlichen Bericht über die Jugendarbeit bei Rot- Weiss Köln gab es in der Kölnischen Rundschau. Auf deren Homepage habe ich den Artikel leider nicht gefunden, deswegen an dieser Stelle der Instagramlink vom Verein: https://www.instagram.com/p/B6qNa5OouBU/?utm_source=ig_web_button_share_sheet

Wird der Hockey von den Kölner Medien (bzw. der Medie, denn Medien in Köln, das ist im Grunde ausschließlich DuMont) sehr stiefmütterlich behandelt, so ist dies doch mal eine nette Ausnahme.

Wie es weitergeht
Bereits am Dienstag, dem 7.1. kommt bei den 1. Herren zum Rückspiel gegen den Düsseldorfer HC. Das Spiel, bei dem ich auch vor Ort sein werde, beginnt um 20 Uhr in der Rot- Weiss Halle am Olympiaweg.
Ebenfalls eher ungewöhnlich ist die Anstoßzeit am Freitag um 20 Uhr in Gladbach beim Gladbacher HTC. Die Damen spielen am Samstag um 16:15 Uhr in Bonn beim Bonner THV.
Am Sonntag steigt dann das Highlight der diesjährigen Rot- Weiss Hallensaison, wenn erst die Damen ihr vorletztes aber wohl entscheidendes Ligaspiel (12 Uhr) und dann die Herren das wohl große Finale um Platz 1 in der Weststaffel (14 Uhr), jeweils gegen Uhlenhorst Mülheim, bestreiten. Am Sonntag werde ich natürlich auch vor Ort sein und ich hoffe diesmal wird die 300 Zuschauer Marke bereits beim Damenspiel geknackt. Wichtig ist es ohne Frage, und die Mädels haben die Unterstützung der Kölner und Kölnerinnen verdient.
Nächste Woche gibt es dann einen XXL Blog, wenn ich über 5 Spiele und die kommende Hallen EM berichten werden.
Bis dahin eine schöne Woche, einen weiterhin guten Start in 2020 und am Sonntag brav zu den Spielen an den Olympiaweg kommen!

Mit wie immer sportlichen Grüßen
Markus Lehnen