Dirk Nowitzki – Der Dunking Deutschman

Mitarbeiter des Tages, 19. Juni 2019: Dirk Nowotzki

Von Sascha Staat

Was schreiben über jemanden, über den jedes Wort schon verloren wurde? Sicher kein leichtes Unterfangen. Zweifelsohne ist Dirk Nowitzki einer der größten Sportler, den Deutschland je gesehen hat. Gleichzeitig ist er einer der größten Spieler in der Geschichte seiner Sportart. Heute feiert der “Dunking Deutschman” seinen 41. Geburtstag. Vor einigen Wochen ist seine beeindruckende Laufbahn zu Ende gegangen. Glückwunsch, zu beidem.


Um die Eingangsfrage zu beantworten: Vielleicht ein paar Worte aus der eigenen Erinnerung in Verbindung mit dem todsicheren “rookie of the year”? Das war jedenfalls damals meine Hoffnung, als Don Nelson (ein damaliger Trainer) einst Ende der 90er Jahre großspurig ankündigte, dass der “Germinator” bestimmt zum besten Liganeuling gewählt werden würde. Ganz knapp reichte es nicht. Nelson hatte mich angelogen. Was für eine Enttäuschung.

Zurück zu den Wahrheiten: Die Vorfreude auf sein NBA-Debüt war jedenfalls riesig und nach dem Streik meinte es der Spielplan besonders gut, denn der gute Dirk dürfte gegen den damals noch besseren Detlef Schrempf ran. Das Duell der Generation war keines. Nowitzki machte zwei Punkte, per Freiwurf. Dafür war ich extra aufgeblieben, um Himmels Willen, würde es im Desaster enden? Was dann passierte ist bekannt, es lief recht solide.

Alle, die sich im Ansatz für Basketball interessieren wissen, was alles folgte. Etliche Nominierungen für das NBA All-Star Game, Medaillen mit der Nationalmannschaft, MVP-Auszeichnungen bei der EURO Basket, der WM und für die Regular Season der NBA, aber keine Titel. Dazu eine bittere Pleite im Finale 2006 mit den Dallas Mavericks gegen die Miami Heat. Nowitzki hatte zu diesem Zeitpunkt fast alle Höhen und Tiefen erlebt, nur der ganz große Triumph fehlte noch.

Als Fan kann das schon ziemlich hart sein. Während sich überall woanders in der Liga mindestens zwei Superstars fanden, um eine bärenstarke Truppe zum Titel zu führen, war das eigene Idol immer auf sich alleine gestellt. Als es dann soweit war hing ich in Italien fest, bei guten Freunden zu Besuch. Aber wie jetzt das sechste Spiel der Finalserie 2011 schauen? Wie der Zufall so wollte waren schlaue Mobiltelefone damals ein Trend, vor dem auch ich mich nicht verschließen konnte.

Back Camera

Der NBA Daily Pass für wahrscheinlich viel zu teures Geld machte es dann möglich. Dann das wirklich spektakuläre Comeback der Mavs, Dirk rennt in die Kabine, ist Champion, MVP der Finals, hat es allen gezeigt. Bodenständig, fleißig, volksnah. Und jetzt der Beste, mit einem Team aus Veteranen wie Shawn Marion oder Jason Kidd. Grund genug um völlig durchzudrehen und darauf zu hoffen, dass die Legend im Herbst auch wieder das DBB-Trikot trägt.

Die Basketball-EM fand 2011 in Litauen statt. Da könnte man hin, denken ich ein sehr guter Freund und ich. Gesagt, getan. Flug nach Riga, von dort per völlig wildem Shuttle-Bus nach Šiauliai, in der Gruppe sind Topspieler wie Tony Parker oder Milos Teodosic dabei. Und Dirk. Dass der am Ende seiner Kräfte ist spielt da keine Rolle mehr. Hauptsache ich war mal dabei, wie der vielleicht beste deutsche Einzelsportler aller Zeiten auf dem Court stand.

Es war der Höhepunkt, dieser Sommer 2011, für alle Fans von Dirk Nowitzki. Alles, was danach kam, war Zubrot. Die Meilensteine, die Anerkennung und der Respekt. Die Talente, die alle so sein wollten wie er, groß, beweglich, treffsicher. Er hat den Basketballsport mit seiner Spielweise verändert, überall auf der Welt. Der Junge aus Würzburg, Germany. 21 Jahre in der NBA, bei einer Franchise. Einzigartig. Und einzigartig bemerkenswert. Alles Gute, Dirk, zum ersten Geburtstag als Rentner!

Der Tag, Donnerstag, 10. April 2019, Dirk, die Eintracht, das Masters

Frühmorgens

NBA – Jetzt ist es endgültig: Dirk Nowitzki hat sein allerletztes Spiel gemacht, in San Antonio.

MLB – Max Kepler verliert mit den Twins bei den Mets und gegen Noah Syndergaard mit 6:8, trägt aber immerhin zwei Hits bei, steigert seinen Schlagdurchschnitt auf .273. Die Pirates nutzen die augenblickliche Schwäche der Cubs, gewinnen in Wrigley mit 5:2 und stehen nun bei sechs Siegen und vier Niederlagen.

Nachmittags

ATP-Tour – Mit Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber verabschieden sich die beiden letzten verbliebenen Deutschen aus dem 250er aus Marrakesch. Kohli verliert in zwei gegen Pablo Andujar, Sascha schießt sich in drei gegen Jaume Munar eher selbst raus.

Abends

Eishockey – Deutschland gewinnt das erste Vorbereitungsspiel auf die WM gegen den Gastgeber eben jener, die Slowakei, mit 2:1. Natürlich noch nicht in Bestbesetzung. Gespielt wurde erstaunlicherweise in Kaufbeuren.

BBL – Die Bayern nehmen die lästige Aufgabe in Ludwigsburg dann doch ziemlich ernst, gewinnen sicher mit 91:75. Danilo Barthel mit 24 Punkten der Münchner Topscorer.

Europa League – Die Eintracht muss früh einen Mann vorgeben, gleicht zwischenzeitlich zum 1:1 aus (Jovic!), fängts sich bei Benfica kurz vor eine und gleich nach der Pause zwei Buden zum 1:4. Paciencia dann mit dem zweiten Frankfurt-Tor. Da könnte noch was gehen. Arsenal legt gegen Napoli mit 2:0 vor. Chelsea bei Slavia Prag spät mit dem 1:0. Und Villareal verliert gegen Valencia mit 1:3.

The Masters – Die ganz frühen Scores lassen noch keine Trends erkennen, aber unsere persönlichen Favoriten wie Rory fallen zumindest nicht ab. Tiger mit 2-unter im Clubhaus, das späte Bogey an der 17 hätte nicht zwingend sein müssen.

Der Tag, Mittwoch, 10. April 2019, Dirk, Barca,

Frühmorgens

NBA – Gut. Auch die allerletzten versprengten Fußball-Fans sollten mittlerweile mitbekommen haben, dass Dirk Nowitzki sein letztes Spiel zuhause in Dallas gemacht hat. Das Ergebnis ist irrelevant, wiewohl positiv.

MLB – Die Twins gewinnen bei den Mets mit 14:8, schlagen dabei mit Jacob de Grom den besten Pitcher der vergangenen Saison. Max Kepler gelingt ein Hit in sechs At-Bats, der Schlagdurchschnitt liegt bei .250. Die erstaunlichen Mariners putzen die wenig erstaunlichen Royals mit 6:3, schrauben die Zwischenbilanz damit auf 11:2-Siege.

Abends

Liga Zwei – Der Effzeh verspielt in Duisburg eine 4:2-Führung, wird aber natürlich trotzdem aufsteigen. Leider gibt es augenscheinlich wichtigere Dinge als Fußball.

DEL – Der EHC München gleicht in Augsburg mit einem 2:1-Sieg im vierten Spiel des DEL-Halbfinals aus. Derek Joslin mit zwei Buden. Die Adler Mannheim warten bekanntlich schon.

Champions League – Ganz zähes Brot da in Old Trafford. Barcelona spielt sehr bescheiden – und trägt dennoch einen 1:0-Sieg davon. Ajax Amsterdam macht uns nach wie vor Freude, aber da wäre noch mehr gegangen. 1:1 gegen Juventus. Wir hoffen auf das Rückspiel in Turin.

BBL – Oldenburg schlägt Bamberg mit 100:89, zementiert damit vorerst Platz zwei und die Aussicht auf beste Aussichten in den Playoffs.

TV und Stream, Mittwoch, 10.04.2019: Nowitzki, Barcelona, Juventus

SkyMartin Groß wird die Bemühungen von Ajax gegen Juventus kommentieren, ausgetrahlt wird es erst um 0000. Das Match zwischen Manchester United und dem FC Barcelona fällt ab 2100 in die Zuständigkeit von Kai Dittmann. Michael Leopold hat im Studio Lothar Matthäus und Erik Meijer zu Gast. Die Konferenz bestreiten Wolff Fuss und Michael Born.

DAZN – Zum Abschied von Dirk Nowitzki ist ein Team unter der kompetenten Leitung von Alex Schlüter in Dallas. Freddy Harder kommentiert das Match gegen die Phoenix Suns, Alexander Vogel fungiert ab 0230 als Experte. Ab 2100 gint es live und exklusiv Ajax und Juventus.

Eurosport – Ab 1200 setzt sich die Badminton-Sause bei den dpd Open fort, ab 1750 gibt es das Champions-League-Viertelfinale der Damen im Volleyball.

Magentasport – Die Sportfuzzis geben sich Spiel vier der DEL-Halbfinals zwischen Augsburg und Titelverteidiger München: Sascha Bandermann moderiert, Basti Schwele lässt sich den Kommentar durch die Expertise von Rick Goldmann veredeln. Basketballgibt es ab 2015, Oldenburg empfängt Bamberg, Holger Sauer mit dem Kommentar, Arne Malsch als Moderator.

sportdeutschland.tvAb 1900 gibt es zwei Matches der Deutschen Wasserball-Liga zu sehen, Esslingen gegen Potsdam und Plauen gegen Duisburg.

tennistv.com – Sandplatztennis aus Houston. Und auch aus Marrakesch, dort mit Start um 1200.

Der Tag, Montag, 6. April 2019, Max Kepler, der HSV und Garbi

Frühmorgens

MLB – Der Leadoff-Homerun von Max Kepler war das beste und einzige, was die Twins beim 1:2 gegen die Phillies auf die Anzeige brachten. Mitch Morelands Homerun sichert den Red Sox in Arizona immerhin das 1:0 und damit den erst dritten Sieg nach elf Partien. Die von vielen Experten als Meisterschafts-Favoriten gehandelten Houston Astros gewinnen gegen die Oakland A´s nach einem großen Comeback mit 9:8, stehen damit bei einer 5:5-Bilanz.

WTA – Garbine Muguruza muss sich nur etwas mehr als eine Stunde mit Victoria Azarenka mühen, dann gibt die Weißrussin beim Stand von 1:6 und 1:3 verletzungsbedingt auf. Garbi verteidigt also ihren Titel von 2018.

NBA – Ganz schön was los am Sonntagabend US-Zeit: Die Spurs gewinnen bei den Cavaliers 112:90, Jakob Pöltl mit acht Punkten in 26 Minuten. Oklahoma City schlägt die Timberwolves mit 132:126, Dennis Schröder sammelt in 32 Minuten 21 Punkte. Die Mavericks gewinnen bei den Grizzlies mit 129:127, Maxi Kleber und Luka Doncic setzen aus, Dirk Nowitzki mit zwei Punkten in zwölf Minuten. Die Rockets panieren die Suns mit 149:113 und stellen mit 27 getroffenen Dreiern einen neuen NBA-Rekord auf. James Harden hält sich mit 30 Punkten ja fast schon zurück.

Abends

Liga Zwei – Der HSV wird zwar aufsteigen, das 1:2 gegen die Magdeburger entbehrt indes nicht einer gewissen Komik. Bakery Jatta mit der Führung für Hamburg in Hälfte eins, Marius Bulter mit dem Ausgleich nach exakt einer Stunde. In der Nachspielzeit dann das Siegestor für die Gäste, Philip Türpitz ist so frei.

Premier League – Eden Hazard ist mit Geld nicht zu kaufen. Nun, vielleicht doch. Wenn der Eden aber wirklich in der kommenden Spielzeit bei Real Madrid spielen sollte, muss Chelsea für einen Ersatz ordentlich Geld hinlegen. 2:0 gegen West Ham, zweifacher Torschütze: Hazard.