Der Tag, Sonntag, 12.05.: Sinner, HSV, Trail Blazers

Frühmorgens

NHL – Die Sharks gewannen Spiel 1 der Conference Finals 6:3 gegen die Blues und setzten damit, in einer unterhaltsamen Partie, ein deutliches Statement für die anstehende Serie.

 

Nachmittags

ATP-Tour – Philipp Kohlschreiber steht beim Masters in Rom bereits in Runde 2. Beim letzten Masters-Turnier auf Sand im Jahr 2019,  gewann Kohlschreiber, nach einer Regenunterbrechung, am Ende 6:2, 3:6, 6:3. Der erst 17-jährige Jannik Sinner aus Südtirol startete mit einer Wild Card und konnte diese mehr als adäquat nutzen!

Formel 1 – Lewis Hamilton holte sich in Barcelona den dritten Saisonsieg. Mercedes-Teamkollege Bottas fuhr auf Rang 2. Max Verstappen komplettierte im Red Bull das Podium. Sebastian Vettel musste mit Platz 4 eine weitere Enttäuschung hinnehmen. Scheint die WM doch schon früh in weite Ferne zu rücken.

2. Fußball-Bundesliga – Der HSV wird nicht aufsteigen. Das steht nach dem 4:1 in Paderborn fest. Der SC wird mit Union Berlin den zweiten direkten Aufsteiger und den Relegationsteilnehmer ausspielen. Der MSV Duisburg und der 1. FC Magdeburg stiegen ab.

Eishockey-WM – Die DEB-Auswahl fuhr im zweiten Spiel den zweiten Sieg ein. Das 2:1 gegen Dänemark wurde wieder ein hartes Stück Arbeit. Acht Minuten vor Schluss gelang den Dänen der 1:2-Anschlusstreffer, doch die deutsche Auswahl konnte das Ergebnis ins Ziel retten.

Handball-Bundesliga – Der THW Kiel siegte im Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt mit 20:18 und ist damit wieder im Meisterschaftskampf dabei. Mit nur zwei Minuspunkten weniger, steht die SG nun unter Druck keine Niederlage mehr kassieren zu dürfen.

Premier League – Manchester City ist nach dem 4:1 bei Brighton&Hove Albion erneut englischer Meister. So konnte Liverpool auch mit dem 2:0 gegen die Wolverhampton Wanderers nicht mehr aus den ersten Platz springen.

 

Abends

BBL – Letzter Spieltag, letzte Entscheidungen. Würzburg verspielte mit der 65:97-Niederlage in Bamberg noch die Playoff-Teilnahme. Nutznießer waren die Löwen aus Braunschweig, die 100:85 gegen Bayreuth gewannen. Crailsheim konnte gegen Oldenburg 99:87 gewinnen und damit den Klassenerhalt feiern. Absteigen müssen dafür die Eisbären Bremerhaven, die 87:90 beim MBC verloren.

1. Fußball-Bundesliga – Eintracht Frankfurt muss am letzten Spieltag noch um die erneute Europa-League-Teilnahme zittern. Gegen den 1. FSV Mainz 05 gab es eine 0:2-Niederlage. Beide Tore schoss Anthony Ujah kurz nach der Pause.

ATP-Tour – Während in Rom die ersten Auftaktmatches liefen, spielten Novak Djokovic und Stefanos Tsitsipas den Sieger in Madrid aus. Djokovic siegte ungefährdet mit 6:3, 6:4 und machte so seinen 33. Masters-Titel perfekt.

NHL – Die Bruins siegten am Abend erneut sehr deutlich gegen die Hurricanes. Beim 6:2 hatten die Gäste aus Carolina zu keiner Zeit des Spiels eine reelle Chance auf den Sieg, lagen zwischenzeitlich gar mit 0:6 zurück. Boston führt damit die Serie  2-0 an.

NBA – Die Trail Blazers gewannen am späten Abend Spiel 7 bei den Denver Nuggets und ziehen damit in die Conference Finals ein. 100:96 lautete der Endstand. Die Trail Blazers lagen zwischenzeitlich mit 17 Punkten zurück, drehten aber in der zweiten Halbzeit das Spiel und konnten die Führung durch gute Defense ins Ziel bringen. Mann des Spiels war Portlands CJ McCollum mit 37 Punkten.

Der Tag, Samstag, 11.05.2019: Warriors, DEB-Team, Tsitsipas

Frühmorgens

NBA – Die Warriors stehen im Conference Finale. 118:113 gewann das Team um Stephen Curry, der 33 Punkte zum Sieg beitrug, gegen die Houston Rockets, die erst im letzten Viertel die Führung aus der Hand gaben. Auch die 35 Punkte von James Harden konnten den Urlaub nicht verhindern.

MLB – Die Yankees und die Rays messen sich an diesem Wochenende um Platz 1 der AL East. Spiel 1 der Serie ging mit 4:3 an die Yankees, die damit in der nächsten Partie die Führung in der Divison übernehmen können.

 

Nachmittags

Eishockey-WM – Das DEB-Team konnte das Auftaktmatch gegen Großbritannien erwartungsgemäß mit 3:1 gewinnen, auch wenn die beiden entscheidenen Treffer erst spät in der Partie fielen. Einen davon trug Leon Draisaitl bei. Die Schweiz fertigte Aufsteiger Italien 9:0 ab. Dänemark siegte nach Overtime 5:4 gegen Frankreich. Lettland bezwang Österreich 5:2.

Fußball-Bundesliga – Der FC Bayern ist noch nicht Meister. Das 0:0 in Leipzig reichte nicht zum Titel, da der BVB sich gegen Fortuna Düsseldorf zum 3:2-Sieg zitterte. Hannover und Nürnberg stiegen ab, Stuttgart muss damit in die Relegation.

ATP-Tour – 7:6(2), 7:6(4) siegte Novak Djokovic nach fast zweieinhalb Stunden gegen Dominic Thiem. Letztlich war in diesen hochklassigen zwei Sätzen der Weltranglistenerste einfach der Spieler, der weniger Fehler produzierte. Thiem erreichte dafür mit Diego Schwartzman das Doppelfinale.

Abends

Handball-Bundesliga – Dem VfL Gummersbach gelang gegen den TBV Lemgo ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf. 25:19 lautete das deutliche Endergebnis gegen den Tabellenneunten. Damit haben die Gummersbacher nun zwei Punkte Vorsprung auf den Nichtabstiegsplatz. Im zweiten Spiel des Abends trennten sich Leipzig und der Bergische HC 25:25.

WTA-Tour – Kiki Bertens schlägt im Finale von Madrid Simona Halep 6:4, 6:4 und gewann damit den größten Titel ihrer Karriere. Bertens blieb das komplette Turnier ohne Satzverlust und wird ab Montag auf Platz 4 der Weltrangliste rangieren.

Eishockey-WM – Tschechien fertigte Norwegen humorlos mit 7:2 ab. Die Slowakei arbeitete lange an einer Überraschung gegen die Finnen. Am Ende stand eine knappe 2:4-Niederlage.

ATP-Tour – Stefanos Tsitsipas erreichte am späten Abend das Finale von Madrid. 6:4, 2:6, 6:3 stand als Endergebnis gegen Rafael Nadal. Im ersten Satz stellten sich auch bei Nadal viele unnötige Fehler ein. Diese konnte der Sandplatzkönig im zweiten Satz minimieren, was ihm einen schnellen Satzgewinn bescherte. Doch Tsitsipas ließ sich davon nicht beeindrucken, konnte Nadal drei Mal den Aufschlag abnehmen und dabei den vierten Matchball nach 2:35 Stunden nutzen. So sehen wir am Sonntag das Finale zwischen Novak Djokovic und Stefanos Tsitsipas.

Der Tag, Freitag, 10.05.: Bruins, Thiem, Tschechien

Frühmorgens

NHL – Die Bruins siegten in Spiel 1 der Conference Finals mit 5:2. Die Hurricanes führten zur Hälfte des Spiels 2:1. Doch im letzten Drittel drehten die Bruins mit zwei Doppelpacks das Spiel.

NBA – Die Trail Blazers erzwangen ein siebtes Spiel gegen die Nuggets. Beim 119:108 lieferte ein Trio ganze 87 Punkte. Auch die 76ers gehen gegen die Raptors in ein Spiel 7. 112:101 lautete das Endergebnis.

 

Nachmittags

WTA-Tour – Simona Halep hatte nur im zweiten Satz Probleme mit Belinda Bencic. 6:2, 6:7(2), 6:0 stand nach fast zwei Stunden als Endergebnis auf der Anzeigetafel.

ATP-Tour – Marin Cilic zog noch vor dem Match zurück und überließ Novak Djokovic den Halbfinaleinzug. Roger Federer unterlag Dominic in einer hochklassigen Partie gegen Dominic Thiem.

Eishockey-WM – Finnland siegte im Duell der Eishockey-Großmächte mit 3:1 gegen Kanada. WM-Favorit Russland schlug Norwegen deutlich mit 5:2.

 

Abends

BBL – Bamberg sicherte sich mit einem 90:79 gegen Bayreuth Platz 5 der Hauptrundentabelle. Im direkten Duell um die Playoff-Plätze siegte Würzburg mit 80:75 gegen Bonn. Beide sind damit für die Playoffs qualifiziert.

WTA-Tour – Kiki Bertens spielt im Finale gegen Simona Halep. Das stand mit dem Ergebnis von 6:2, 7:5 gegen Sloane Stephens fest, der bei 55 Prozent erster Aufschläge von Bertens nur ein Break gelang.

ATP-Tour – Rafael Nadal hatte beim 6:1, 6:2 gegen Stand Wawrinka keine Probleme. 5:7, 6:3, 2:6 verlor Alexander Zverev gegen Stefanos Tsitsipas in einer unterhaltsamen Partie, in der Tsitsipas weniger Fehler fabrizierte.

Eishockey-WM – Gastgeber Slowakei besiegte im Eröffnungsspiel überraschend die USA mit 4:1. Tschechien behielt gegen Schweden mit 5:2 klar die Oberhand.

Martin Brodeur – Des Teufels Torhüter

Mitarbeiter des Tages, 06. Mai 2019: Martin Brodeur

Von Lars Mahrendorf

Heutzutage schwer vorstellbar, aber es gab tatsächlich eine Zeit, als die NHL drauf und dran war, der NBA in Nordamerika den Rang als modernste Liga abzulaufen. 1994 bezeichnete die New York Times die National Hockey League als “hip” und “sexy”. Sports Illustrated analysierte ausführlich die Wachstumsraten bei Einschaltquoten und Fanartikelverkäufen der beiden Ligen. Der “Boom” nach der ersten Meisterschaft der New York Rangers seit 54 Jahren hielt exakt einen Sommer lang. Dann folgte der erste Lockout in der Ära Gary Bettman. Die verkürzte Saison endete fast mit dem nächsten Ende der Durstrecke einer Original Six-Mannschaft, aber die Detroit Red Wings verloren gegen die New Jersey Devils und ihren jungen Torhüter.

Martin Brodeur hatte sich 1994 als Nummer eins im Tor der Devils etabliert. Erst im Finale der Eastern Conference war nach sieben engen Partien gegen den späteren Meister aus New York Endstation. Ein Jahr später waren die Teufel erstmals reif für den Titel. Vor allem Brodeur war der Grund dafür, dass New Jersey als Sechster der Vorrunde im Osten bis ins Finale vordringen konnte. In der ersten Runde beispielsweise, blieb Martin Broder gegen die Boston Bruins in drei von fünf Spielen ohne Gegentreffer. Über Pittsburgh und Philadelphia führte der Weg ins Finale gegen Detroit.

Die Red Wings warteten ihrerseits seit 40 Jahren auf den Titel in der NHL. Brodeur zeigte erneut gute Leistungen und kassierte nie mehr als zwei Gegentore im Finale. Die Meisterschaft von 1995 sollte der Auftakt zu einer großen Karriere für Martin Brodeur sein.  Bei seinem Rücktritt 22 Jahre später, konnte der Kanadier auf folgende Zahlen und Trophäen zurückblicken:

  • 691 Siege in 1166 Spielen
  • 124 Shutouts in der regulären Saison
  • 48 Siege in der Saison 2006-2007
  • 24 Shutouts in den Playoffs
  • 8 Spielzeiten mit mehr als 40 Siegen
  • 5 Williams M. Jennings Trophy für die wenigsten Gegentore in der Hauptrunde
  • 4 Vezina Trophies als bester Torhüter
  • 3 Stanley Cup-Siege
  • 2 Goldmedaillen
  • … und sogar ein Tor in den Playoffs

Dennoch war Brodeur mit seinen Devils auch einer der Gründe, warum die NHL doch nie an die Popularität der NBA heranreichte. In der “Dead Puck Ära” war es vor allem auch das defensive Eishockey von New Jersey, was die Liga zunehmend unattraktiver für Fans und Zuschauer machte. Erst nach zwei weiteren Lockouts und zahlreiche Regeländerungen wurde die Spielweise, die Brodeur 1995 mit seinen Devils zum Stanley Cup führte, durch schnelleres und attraktiveres Eishockey abgelöst.

Martin Brodeur wird heute 47 Jahre alt.