Diese Woche… bei Rot- Weiss Köln, KW 44

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Von Markus Lehnen

 

Corona und der Hockeysport
Nein ich habe nicht einfach den Blog von letzter Woche kopiert, doch dieses Thema wird uns wohl leider weiter begleiten. Also, wie letzte Woche, erst die deprimierenden Themen abarbeiten und dann zum Positiven des letzten Wochenendes kommen. Und das war, so viel kann ich versprechen, einiges.

Nachdem ich letzte Woche Dienstag gegen 17:50 Uhr meinen Blog abgeschickt hatte, checkte ich noch die aktuellen Nachrichten. Hierbei stieß ich schon auf die Meldung, dass die Landesregierung von NRW ein Dekret verabschiedet hatte, dass ,,deutschlandweiten Teamsport ab einer 7- Tages- Inzidenz von mehr als 35 pro 100.000 Einwohnern“ untersagt. Da der Kölner Wert bereits über 100 lag, war in diesem Moment eigentlich schon klar, was der Verein am Mittwoch auf seiner Homepage offiziell verkündete: Keine Zuschauer bei den Bundesligaspielen der Herren am letzten Wochenende.

Ich telefonierte noch am Dienstag mit Geschäftsführer Robert Haake, der mir die Position des Vereins erklärte. Diese ist, dass die Gesundheit aller absolut im Vordergrund steht, und man daher selbstverständlich dieser Maßnahme nachkommen werde. Ich selber bekam glücklicherweise eine Presseakkreditierung und konnte so beide Spiele der 1. Herren, sowie das MJB Finale verfolgen. Vielen Dank an dieser Stelle an Robert Haake und dem ganzen Verein Rot- Weiss Köln für diese Möglichkeit.

Beim Jugendfinale waren, wie beim Halbfinale tags zuvor, 100 Zuschauer zugelassen, die aber Familienangehörigen, Offiziellen und Fahrern vorbehalten waren.

Auch für mich steht die Gesundheit aller selbstverständlich im Vordergrund, doch etwas ärgert mich dann schon gewaltig. Ich verstehe nicht, wieso eine Regel, bei der meiner Meinung nach zu 100% an den Profifußball gedacht wurde, in Sportarten wie Hockey oder Handball eingehalten wird, aber eben gerade im Fußball nicht. Während Vereine wie der TBV Lemgo oder Rot- Weiss Köln vor Geisterkulisse spielten, konnten am Samstagabend 300 Zuschauer Borussia Dortmund gegen Schalke 04 im Stadion sehen, und das trotz einer Inzidenz weit jenseits der 100 in Dortmund. Auch auf Schalke werden am Freitagabend, Stand jetzt Dienstag 16 Uhr, wieder 300 Zuschauer zugelassen. Leider muss man dagegen aber jetzt schon davon ausgehen, dass die Stadt Köln weder bei 1.FC Köln gegen Bayern München, noch beim Spiel der 1.Damen von Rot- Weiss gegen den Mannheimer HC Zuschauer erlauben wird (Inzidenz in Köln knapp vor 200, Stand Dienstag 16 Uhr). Was ja auch völlig richtig ist, da die Regel nun mal so lautet. Warum gewisse Fußballvereine sich dennoch darüber hinwegsetzen dürfen verstehe ich nicht. Wer es tut, kann es mir posten, ich würde es gerne verstehen. So bleibe ich doch etwas säuerlich zurück, denn die 300 Zuschauer die beim Fußball im Grunde nichts sind, wären beim Hockey eine anständige Kulisse für ein absolutes Topspiel. Sportlich hätten die zuletzt äußerst erfolgreichen KTHC Mädels das durchaus verdient, vielleicht bzw. sicherlich mehr als Schalke 04, aber auch das ist nur meine persönliche Meinung.

Ich küre aber jetzt schon, zum ersten Mal, meine Helden des Sonntags (neben der MJB von Rot- Weiss;-) denn 3 Zuschauer hatten sich die geographischen Vorteile des Rewe Sportparks zunutze gemacht, und schauten das Spiel im strömenden Regen von hinter dem Zaun am Olympiaweg. Mit dem gebotenen Abstand und einem Kasten Kölsch. Wer also am Samstag zwischen 14 und 15:30 Uhr in Müngersdorf spazieren gehen will, und sich mal kurz erholen muss, von dort kann man das Spiel durchaus verfolgen.

Wohl gemerkt bitte mit dem nötigen Abstand und nicht in zu großen Gruppen!

Das sportliche Wunder vom Olympiaweg
Eigentlich hatte ich mir Überschrift für ein Ereignis bei den 1. Herren oder Damen aufgehoben, aber Ehre wem Ehre gebührt, sie geht an die männliche Jugend B von Rot- Weiss. Diese hatten sich am Samstag durch einen bereits dramatischen Shootout gegen den Düsseldorfer HC für das Finale gegen Uhlenhorst Mülheim qualifiziert.

Am Samstag um 12 Uhr war es soweit, Finale, und das vor 100 Zuschauern unter denen ein gewohnt lautstarker Anhang der Mülheimer war. Gut, deren Sirene welche durchaus häufig eingesetzt wurde, raubte mir recht schnell die Nerven, aber ansonsten war die Stimmung durchaus stark. Das Wetter, es fing kurz vor Anpfiff an zu regnen (und hörte auch nicht mehr auf) und das Spiel des KTHC Nachwuchs waren es lange Zeit nicht. Uhlenhorst, das am Vortag die B- Junioren vom Crefelder HTC mit 10:0 vom Platz gefegt hatte, war das klar bessere Team und ging mit einer 1:0 Führung in die Pause. Das 2. Viertel der jungen Domstädter war zwar durchaus gut, aber im 3. Viertel dominierte die Gäste aus dem Ruhrgebiet wieder deutlich und legten das 2:0 nach. Als in der 51. Minute das 3:0 fiel, schien das Spiel endgültig entschieden. Da im Jugendhockey die Uhr bei Ecken und Toren nicht gestoppt wird, sollte das Spiel am Ende gut 64 Minuten dauern. Warum ich das erwähne? Nun in Minute 54 erzielte Lindemann sehenswert das 1:3, es waren hier also noch gut 10 Minuten Zeit. Als in der 56. Minute erneut Lindemann zum 2:3 traf, war das Spiel wieder völlig offen.  In wirklich letzter Minute holten die Rot- Weiss Jungs dann noch einmal eine kurze Ecke heraus- die letzte Chance. Die Ecke wurde zwar geblockt, doch der Nachschuss war drin, 3:3- Wahnsinn. Wieder Lindemann hatte seinen 10 Minuten Hattrick perfekt gemacht, wahrlich ein Lewandowskiesker Wert. Es kam erneut zum Shootout, bei dem Köln das irre Comeback abschloss und mit 4:2 (Gesamt 7:5 n.SO) die Oberhand behielt. Der Jubel kommt sicher auf den Bildern sehr gut rüber, ein wahrlich gelungener Start in den Hockeysonntag am Olympiaweg. Mit diesem Sieg sind die Männliche Jugend A, die Männliche Jugend B und die A Knaben jeweils westdeutscher Meister 2020, die B Knaben wurden  dazu Vizemeister. Herzlichen Glückwunsch an alle Teams und vor allem Trainer Stefan Menke, der mit seinem maßgeblich am Erfolg all dieser 4 KTHC Teams beteiligt war! Nicht zu erwähnen brauche ich, dass die Jungs im Anschluss noch ganz gut feierten, was auch aus dem Thekenbereich nicht zu überhören war.

Die WJB verlor in Mülheim, letzte Woche hatte ich das Turnier fälschlicherweise nach Duisburg verortet, leider ihr Halbfinale gegen Raffelberg und verpasste somit das Finale. Beim weiblichen Nachwuchs steht am Saisonende der starke 2. Platz der WJA als stärkstes Saisonergebnis.

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Damen und 1. Herren in Galaform: Das 16. Spielwochenende der Hockey Bundesliga

Herren, Rot- Weiss Köln- UHC Hamburg 7:1 (3:0)
Ein nahezu perfektes Spiel gelang dem Spitzenreiter der Herren Bundesliga am Samstag. Glücklicherweise durfte ich als einer von wenigen den 7:1 Kantersieg der Domstädter über das Spitzenteam vom UHC Hamburg (vor dem Spieltag immerhin Tabellen 4.) verfolgen. Wer dies nicht konnte, konnte das Spiel aber im Stream des UHC verfolgen, der seine ganze Streamingausrüstung mit nach Köln brachte um eine super Übertragung abzuliefern. Vielen Dank an den UHC Hamburg an dieser Stelle! Wer es noch sehen will, es ist aus Kölner Sicht recht positiv gelaufen:

https://www.youtube.com/watch?v=k-lY2ivge3Q

Von Beginn an zeigte sich Rot- Weiss überlegen und holte bereits in der 9. Minute einen 7m heraus. Diesen schoss Mats Grambusch noch deutlich über das Hamburger Tor, doch keine Minute später war es Mink van der Weerden, der eine Strafecke präziser ins gegnerische Gehäuse schlenzte. Nach einem schnellen Konter legte 14 Minuten später Sven Alex den Ball horizontal perfekt für Ole Boelke auf, der zum 2:0 traf. War das Spiel vorher durchaus noch ausgeglichen mit leichten Kölner Vorteilen, brach spätestens das 3:0 des niederländischen Neuzugangs van der Weerden den Widerstand der Hamburger. Diesmal schoss er eine Strafecke flach an UHC Goalie Thommy Alexander vorbei.
Der schottische Schlussmann verhinderte in der 2. Halbzeit gegen immer stärkere Kölner ein ums andere Mal das 4:0, musste sich dann aber einem Stecher von Pelzner in der 45. Minute geschlagen geben. Der UHC, der noch zu Beginn der Hälfte die große Chance zum 1:3 hatte, brach nun völlig ein. Christopher Rühr (48. und 54. Minute) und Sven Alex (49.) trafen noch zum 7:0, bis Hannes Müller immerhin noch kurz vor Schluss der Ehrentreffer für den UHC Hamburg gelang.
Ein wahrer Statement Sieg für das Team von Andere Henning, der wenig überraschend hoch zufrieden mit vor allem der Offensive seiner Jungs war. Ein Trainer muss natürlich auch immer das negative sehen, und so zeigte sich der zukünftige kanadische Nationalcoach mit der nicht immer griffigen Abwehrarbeit leicht unzufrieden. Ich denke man hat nicht umsonst mit Vincent Vanasch einen Weltklasse Keeper zwischen den Pfosten. Das 7:1 war bei handgezählten 17:6 Torchancen vielleicht 1, 2 Tore zu hoch, aber selbstredend höchst verdient.
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Rot- Weiss Köln- Crefelder HTC 4:2 (2:0)
Nach dem spektakulären MJB Finale hieß es am Sonntag wieder für alle Zuschauer weg von der Tribüne, und zurück blieben ca. 10 Zuschauer. Der Dauerregen sorgte dazu für eine sehr trostlose Atmosphäre, die auch die beschrieben 3 Zuschauer vom Zaun nicht verbessern konnten. Es ist so beschlossen worden, es ist nötig, aber Geisterspiele sind einfach Mist.

Erst Recht, wenn die 1. Herren vom KTHC in so einer fantastischen Form wie aktuell sind, denn auch gegen das Mittelfeldteam aus Krefeld hieß es ganz schnell wieder 2:0. Rühr traf in der 5. Minute per Direktschuss ebenso nach einer Strafecke, wie Supertalent Elian Mazkour der in der 6. Minuten einen Nachschuss im Krefelder Tor unterbrachte. Als es bereits wieder nach einem deutlichen Sieg für Köln aussah, war es aber Gäste Keeper Luis Beckmann, der weitere Chance von Rot- Weiss vereitelte. Wer im Archiv wühlt, wird den Blog zu KW 52/2019 finden, als eben dieser Luis Beckmann maßgeblich am 10:4 Triumph des CHTC über den späteren deutschen Hallenmeister beteiligt war. Dank seiner tätigen Mithilfe kamen die Krefelder ihrerseits immer besser ins Spiel und konnten 5 Minuten nach Anpfiff der 2. Halbzeit den Anschlusstreffer durch Mats Westphal erzielen. Ein doch recht zentraler Rückhandschuss schien haltbar für den eigentlich 3. KTHC Goalie Moritz Zimmermann, der sein erstens Bundesligaspiel absolvierte. Nach einem schlimmen Fehlpass im Aufbauspiel war es dann wieder Westphal, der in der 39. Minute sogar den Ausgleich erzielen konnte. Wieder sah der, außer bei den Gegentoren sonst grundsolide spielende Zimmermann, nicht wirklich gut aus. Eine schlimme Szene passierte kurz danach, als Timur Oruz  und der Krefelder Michael Robson am Spielfeldrand kollidierten, so dass der irische Nationalspieler unkontrolliert in die Bande einschlug. Sicherlich keine Absicht, aber schon ein Foul und eine berechtigte Grüne Karte für den deutschen Nationalspieler in Kölner Diensten. Robson zog sich eine Platzwunde am Kopf und eine Schulterverletzung zu. An dieser Stelle Alles Gute und baldige Besserung Mr. Robson!

Im Spiel hatte Rot- Weiss zunehmend Probleme gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen, bis Rühr doch einmal durchbrach und  in der 44. Minute einen 7m herausholte, den er dann auch selbst verwandelte. 6 Minute später vergaben die Kölner die Vorentscheidung, als sie ein 3 auf 1 nicht gut zu Ende spielten. Letztlich war das egal, denn  2 Minuten vor Ende war es Mazkour, der eine Vorlage von Rühr zum 4:2 verwerten konnte. Am Ende ein doch hochverdienter Sieg für den Herbstmeister, bei dem ich 14:5 Torchancen zählte und sich Trainer Andre Henning vor allem mit der dominanten 1.Halbzeit und den Comeback Qualitäten seines Team nach dem 2:2 zufrieden zeigte.

Die Domstädter gehen nun mit 49 Punkten in die Winterpause, Konkurrenz Uhlenhorst Mülheim kann nach einem 1:1 gegen Polo Hamburg an diesem Wochenende nur noch auf maximal 2 Punkte an Rot- Weiss Köln herankommen. Damit konnten an diesem völlig verregneten Sonntag auch die 1. Herren jubeln, denn obwohl kein offizieller Titel, so ist die Herbstmeisterschaft doch ein schöner Etappenerfolg auf dem Weg zum Final Four 2021.
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Damen, UHC Hamburg- Rot- Weiss Köln 1:4 (1:3)
Es lief wahrlich hervorragend für die beiden Kölner Teams gegen den UHC Hamburg, denn auch die 1. Damen vom KTHC konnten einen überzeugenden Sieg gegen die dieses Jahr sogar noch etwas stärker als die Herren einzuschätzenden Damen vom UHC einfahren. Diese waren immerhin vor diesem Spiel noch Tabellenführerinnen in der Damen Bundesliga.

Auch in Hamburg wurde das Spiel zur Wasserschlacht, was man im klasse Livestream der Gastgeber gut sehen kann.  Auch hier wieder meinen Dank: Der Stream war mit Kommentar, Zeitlupen und sogar Splitscreens einmal mehr super. Wer es noch gucken möchte, kann das über diesen Link tun:  https://www.youtube.com/watch?v=g5McGnYJVPs

Das Spiel begann bei noch leichtem Regen sehr schwungvoll und beide Teams hatten ihre Chance zur Führung. In der 11. Minute war es dann aber die Kapitänin der deutschen Damennationalmannschaft Janne Müller-Wieland, die den UHC nach einer Strafecke mit dem 2. Nachschuss in Front brachte. Kurz nach dem Start des 2. Viertels spielte sich das Team von Trainer Markus Lonnes dann aber in einen wahren Rausch. Erst kam Nike Lorenz mit einem ihrer gefürchteten Aufbaupässe durch das gesamte Hamburger Mittelfeld, so dass auf einmal 3 Kölnerinnen frei im Schusskreis auftauchten. Camille Nobis vollendete diese Chance mit einer satten argentinischen Rückhand ins lange Ecke. In der 18. Minute war es Youngster Paula Brux, die eine Flanke von rechts direkt zur Kölner verwertete. Die KTHC Mädels ließen nicht nach und legten nochmal in derselben Minuten nach, als Inma Sophia Hofmeister ihre Serie von Spielen mit Torerfolg auf nunmehr 4 ausbaute.

In der 2. Halbzeit pressten beide Teams sich gegenseitig beim Spielaufbau, der dadurch bei nun strömenden Regen und immer schwierigeren Platzbedingungen nicht einfacher wurde. Die Domstädterinnen zeigten ihre Abwehrqualität und überwanden ihrerseits das Hamburger Mittelfeld mit hohen Schlenzbällen, die gerade Nike Lorenz und Rebecca Grote ausgezeichnet beherrschen. In der 47. Minuten konnte sich schließlich KTHC Toptorschützin Pia Maertens im Hamburger Schusskreis durchsetzen und nach starkem Solo zur 4:1 Vorentscheidung treffen. Mit ihrem 14. Saisontor führt die 21- Jährige nun mit Lena Micheel vom UHC die Torschützenliste an. Trainer Markus Lonnes sah insgesamt einen verdienten Sieg seines Teams und war vor allem mit der 1. Halbzeit zufrieden.
In der Tabelle gingen die kölschen Mädels mit diesem Sieg am UHC vorbei und sind nun in Staffel A, wie der Gesamttabelle, 2. 2 Punkte hinter dem Mannheimer HC, aber 1 Punkt vor Hamburg und 3 vorm Düsseldorfer HC. Mit 40 Punkten lauert noch der Club an der Alster, der noch 1 Spiel weniger hat, als die 4 Topteams der Liga.

Ein wiedermal äußerst erfolgreicher Ausflug für die KTHC Mädels in die Hansestadt, der nun die Chance lässt am Samstag vor heimischer Kulisse gegen eben den Tabellenführer aus Mannheim die inoffizielle Herbstmeisterschaft einzufahren. Hoffentlich bei besserem Wetter.
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Wie es weitergeht
Und das Wetter soll am Samstag ab 14 Uhr sehr gut werden! Hochverdient, hatten  doch vor allem die KTHC Mädels, wie auch ich (der immerhin einen Schirm hat) doch bereits mindestens 2 Wasserschlachten in diesem Herbst zu überstehen. Das Ganze wird, höchstwahrscheinlich, leider wieder als Geisterspiel ausgetragen. Ich kann dann wieder die Presseakkreditierung nutzen, die mir dankenswerterweise vom Verein zur Verfügung gestellt wurde, aber wie bereits beschrieben: Man soll ja vom Zaun einen ganz guten Blick auf den Platz haben. Haltet Abstand, zieht am besten eine Maske auf und ich sehe nicht was dagegen spricht sich von dort das Spiel anzugucken. Auch auf dem Weg zum Vaca Roja kann man einen Blick aufs Spielfeld werfen. Geht doch vielleicht dorthin, die netten Leute dort freuen sich sicherlich gerade jetzt über jeden Gast noch mehr als sonst.

Ansonsten ist es das letzte Spiel für diese Hockeyzwischenrunde, die aufgrund von Corona in diese Doppelsaison eingeschoben wurde. Die Herren sind bereits in der wohlverdienten Winterpause, beim Team von Andre Hennig versuche ich mich nächste Woche dann an einem Fazit. Dazu gibt’s einen ausführlichen Bericht vom Damenspiel zur möglichen Herbstmeisterschaft.

Ob doch Zuschauer zugelassen werden entnehmt bitte der Rot- Weiss Homepage, dort werdet ihr diese Information zeitnah erhalten.

In diesem Sinne, Bleibt bitte alle Gesund! Die Coronazahlen sind mehr als besorgniserregend, aber vielleicht lenkt euch dieser Blog ähnlich ab, wie mich das Schreiben desselbigen und die Spiele schauen es tut. Das würde mich auf jeden Fall sehr freuen!

Bis nächste Woche,
Sportliche Grüße aus dem heute mal trockenen Köln

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot- Weiss Köln, KW 43

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Von Markus Lehnen

Corona und der Hockeysport
Ja das leidliche Thema Corona bzw. Covid- 19 ist in der Tat ein echter Downer zu Beginn, aber seht es so, lieber erstmal die schlechten Nachrichten abarbeiten und mit den Guten enden.
Wie wir alle wissen sind die Infektionszahlen in letzter Zeit stark gestiegen und auch Köln nähert sich einem Inzidenzwert von 100. Grund genug dem KTHC Geschäftsführer Robert Haake dazu am vergangenen Donnerstag per Telefon ein paar Fragen zu stellen, inwiefern sich der neuerliche Anstieg auf den Betrieb im Verein, und generell im deutschen Hockey, auswirkt. Die gute Nachricht zuerst, es sind weiter Zuschauer auf der Anlage am Olympiaweg zugelassen. Bis zu 250 Zuschauer dürfen zuschauen, allerdings mit Maskenpflicht auf der gesamten Anlage, auch am Platz auf der Tribüne. Davon kann man halten was man möchte, aber alleine um als gutes Beispiel voranzugehen halt ich es für geboten sich daran zu halten.

Die Maskenpflicht gilt natürlich nicht für die aktiven Spieler/innen. Das wäre ja auch absurd oder? Nicht so ganz, denn beim Handballspiel der 1. Spanischen Liga zwischen Leon und Sinfin mussten die Spieler tatsächlich Masken tragen.
https://www.sueddeutsche.de/sport/handball-maske-spanien-corona-schutz-kritik-1.5064773

Wahrlich absurd…Und zum Glück keine Option im deutschen Sport.

Im Blog der letzten Woche fragte ich mich bereits, ob und wie die Spiele der 1. Damen (in Berlin) und der 1.Herren (in Hamburg) ausgetragen werden, wenn sie es werden. Sie wurden. Die Damen reisten auf einen Tagestripp mit dem ICE nach Berlin, bei den Herren habe ich keine genauen Informationen zur An- und Abreise. Herr Haake erklärte mir aber, dass Hotelübernachtungen prinzipiell weiter möglich sind, da es sich hier um Geschäftsreisen und keine Tourismusreisen handelt. In der gesamten Liga wurde also gespielt, und zumindest hier sieht es gut damit aus, dass die verbleibenden 2 Spielwochenenden der aktuellen Runde zu Ende gespielt werden können.

Ob und wie es dann mit der Hallenhockey Saison weitergeht, darüber plane ich einen Blog in der so oder so spielfreien Zeit. Stand jetzt ist die Teilnahme der Vereine freiwillig. Rot- Weiss Köln möchte spielen, auch aus Düsseldorf habe ich positive Signale vernommen. Ein Problem haben alle Vereine, die nicht in vereinseigenen Hallen spielen, sondern in städtischen (z.B. Bonn). Bei diesen hat die Stadt das letzte Wort und es liegt nicht bei den Vereinen die Entscheidung zu treffen, ob gespielt wird oder eben nicht. Worst Case wäre natürlich eine Westrunde nur mit Köln und Düsseldorf.

Unmöglich? Nun, auch hier hat die Sportgeschichte sein ganz eigenes, äußerst kurioses, Gegenbeispiel. In der DDR Oberliga im Eishockey spielten von 1970 bis zur deutschen Einheit 1990 mit Dynamo Weißwasser und Dynamo Berlin nämlich genau 2 Teams jedes Jahr in einem wahnwitzigen Modus den DDR Meister aus. https://de.wikipedia.org/wiki/DDR-Oberliga_(Eishockey)

Auch diese Absurdität der Sportgeschichte bleibt uns allen hoffentlich erspart. Da niemand von uns weiß, wie sich die Coronazahlen entwickeln, werde ich aber das Thema Hallensaison ab heute erst einmal nachrangig behandeln.

Absage Deutsche Jugendmeisterschaften
Genau am Wochenende der KW 43 (Blog KW 44) verfolgte ich letztes Jahr das Finale der deutschen A- Jugend Meisterschaften der Herren in Hamburg Wellingsbüttel. Jetzt ist klar, dass es so ein Finale dieses Jahr leider nicht wird geben können. Der DHB musste die Finalturniere für dieses Jahr absagen. Der Hauptgrund ist auch hier die coronabedingt unklare Reisesituation in den nächsten Wochen. Mehr Informationen dazu gibt es hier in einem offenen Brief des DHB Jugendvorstands https://hockey.de/VVI-web/Jugendhockey/Jugendpokal/Finale2020/file/Jugend_Finale_2020_BriefBreucker.pdf.

Noch ausgetragen werden aber die  ausstehenden Verbandsmeisterschaften. Hiermit erhält der DHB sich auch die Option die Turniere im Frühjahr vorm 31.3.2021 (danach startet die neue Saison) nachzuholen. Bezüglich Rot- Weiss heißt dies, dass die beiden Turniere um die Westdeutsche Meisterschaft der WJB und MJB wie geplant stattfinden. Und damit bin ich dann auch bei den guten Nachrichten angekommen, denn das Turnier der Männlichen WJB findet am kommenden Wochenende beim KTHC im Rewe Sportpark statt.

15. Spielwochenende in der Hockey Bundesliga
Damen, Zehlendorfer Wespen – Rot- Weiss Köln 1:4 (0:1)
Nun also zu dem, was wie geplant stattfinden konnte, die Spiele des 15. Spielwochenendes der Hockey Bundesliga. Nur 1 Spiel gab es hierbei für 1.Hockeydamen von Rot- Weiss. Klimafreundlich ging es mit dem ICE in die Bundeshauptstadt, um im Süden Berlins gegen die abstiegsbedrohten Zehlendorfer Wespen zu spielen. Wie schon oft erwähnt, haben die Kölnerinnen des Öfteren zu Spielbeginn ihre Probleme gegen tiefstehende Gegnerinnen zu Offensivaktionen zu kommen. Das war auch diesmal nicht anders, denn der Strafeckentreffer von Nationalspielerin Nike Lorenz in der 3.Minute sollte das einzige Tor der 1.Halbzeit bleiben. In der 2. Halbzeit zeigte sich dann aber einmal mehr die sportliche Qualität der Domstädterinnen, die gerade bei Strafecken eine Sahnetag erwischt hatten. Pia Maertens, die eigentlich eher Strafecken an den Kreis hereingibt und Julia Busch, die diese eigentlich eher stoppt und auflegt, konnten in der 38. und 47. Minute jeweils selber verwandeln und so die Vorentscheidung herbeiführen. Dallmann erzielte das Ehrentor für die Wespen und Inma Sophie Hofmeister konnte ihre Serie von nun 3 aufeinanderfolgenden  Spielen mit Torerfolg 5 Minuten vor Schluss fortsetzten. Das Ganze, natürlich an diesem Nachmittag, nach einer Strafecke. Damit hatten die kölschen Mädels an diesem Nachmittag etwas geschafft, was es in meiner Zeit als Blogger bisher noch nicht gab, sie eroberten die Tabellenspitze. Die 7 Stunden in der Hauptstadt hatten sich also mehr als gelohnt und und konnten durch den spielfreien Sonntag auch mit dem ein oder anderem Radler auf der Rückfahrt gefeiert werden.

Da der Mannheimer HC und Uhlenhorst Mülheim am Sonntag jeweils ihre Spiele gewannen hielt die Tabellenspitze erstmal nur eine Nacht. Jetzt wo alle Top 4 Teams 20 Spiele gespielt haben könnte es spannender nicht sein, liegen die KTHC Damen mit 46 Punkten doch nur 2 Punkte hinter Mannheim und Hamburg, sowie nur 3 vor dem Düsseldorfer HC. Der Club an der Alster erscheint mit 34 Punkten abgeschlagen, hat aber 2 Spiele weniger gespielt. Tabellarisch bleibt es also höchst interessant und es sieht weiter ausgezeichnet aus für das Team von Trainer Markus Lonnes.

Herren, Rot- Weiss Köln- TSV Mannheim 2:0 (0:0)
Ohne mich, aber immerhin vor knapp 100 Zuschauern konnten die 1. Hockeyherren vom KTHC am Samstag ihren nächsten Heimsieg einfahren. Dabei war lange die Defensive Trumpf, konnte das Team von Andre Henning doch die Mannheimer fast komplett von eigenen Tor fernhalten, aber doch eben nicht in das Gegnerische treffen. Dort hielt Shooting Star Alex Stadler, der zuletzt bereits im Tor der DHB Auswahl  bei der Pro League brilliert hatte, was es zu halten gab. Erst in der 46. Minute konnte ihn Nationalmannschaftskollege Mats Grambusch per Stecher nach einer Strafecke überwinden. Aus spitzem Winkel zeigte der nächste Nationalspieler, Christopher Rühr, seine Qualitäten und überwand Stadler erneut zum 2:0 Endstand. Mit dem Spiel seiner Jungs war Coach Henning durchaus zufrieden, nur die Chancen- und Eckenausbeute gefielen ihm an diesem Samstag nicht.

Herren, Harvestehuder THC- Rot- Weiss Köln 2:2 (1:1)
Kein Blog ohne Hamburg. Am Sonntag ging es für die Kölner in die Hansestadt, um dort auf den Tabellen 7. zu treffen. Das Ganze glücklicherweise per Stream, so dass ich zumindest ein Spiel an diesem Wochenende selbst gucken konnte. Leider zeigten sich beim kommentarlosen Youtube Stream die Tücken der Technik: Die Qualität war ausbaufähig und der Ton hatte irgendwann 10 Sekunden Versatz. Aber dennoch konnte ich mir ein weit besseres Bild vom Spiel machen, als ohne Stream, von daher vielen Dank an den HTHC an dieser Stelle.

In Hamburg Winterhude (die Erklärung wer in Hamburg wo und warum genau spielt wäre auch ein  Thema für die spielfreie Zeit) erwischten die Domstädter vor 100 Zuschauern einen Traumstart. Nach genau 35 Sekunden traf Neuzugang Elias Mazkour per satter argentinischer Rückhand zum 1:0 für Köln. Fast hätte Thies Prinz früh die Weichen auf Auswärtssieg gestellt, doch Anton Brinckman parierte stark für Harvestehude. Auf der Gegenseite zeigte der neue KTHC Goalie Vincent Vanasch seine Extraklasse, als er einen Schlenzer von Michael Körper parieren konnte. Kurz danach war es aber jene österreichische Nationalspieler, der nach einer weiteren Strafecke in der 26. Minute zum Ausgleich treffen konnte. Ganz unhaltbar erschien mir dieser Schuss allerdings nicht.

In der 2.Halbzeit wogte das Spiel mit leichten Vorteilen für Rot- Weiss hin und her. Beide Schlussmänner konnten sich weiter auszeichnen und einige gute Schüsse verfehlten die Tore nur knapp. 7 Minuten vor Ende war es dann Thies Prinz, der einen Ball abfing, ihn in den Kreis zu Mats Grambusch weitergab, der wiederum Elias Mazkour fand, der den Ball sicher im HTHC Tor unterbrachte. Die Hansestädter ließen sich von diesem Rückschlag aber nicht beirren und fanden nur 2 Minuten später Niklas Reuter völlig frei stehend im Kölner Schusskreis. Dieser überwand Vanasch mit einem Beinschuss und stellte den 2:2 Endstand her. Wieder war Rot- Weiss Trainer Andre Henning vor allem mit der Chancenverwertung unzufrieden. So trauerte er einem aus seiner Sicht durchaus verdienten Auswärtssieg hinterher. Ich muss sagen, dass ich das 2:2 durchaus verdient finde. Köln hatte mehr vom Spiel, Harvestehude war im Abschluss effizienter und hatte an diesem Tag den etwas besseren Torhüter. Vielleicht habe ich aber auch Unrecht mit meiner Analyse. Schaut gerne rein und bildet euch selbst eine Meinung, die mich sehr interessieren würde.

Mit diesem 4 Punkte Wochenende grüßen die KTHC Jungs nun mit 43 Punkten von der Tabellenspitze. Allerdings hat Dauerrivale Uhlenhorst Mülheim bei 1 Spiel weniger und dem besseren Torverhältnis noch 1 Spiel in der Hinterhand. In der Gesamtliga bleibt es also spannend, in der Staffel A sieht es mit nun 7 Punkten Vorsprung auf Polo Hamburg sehr nach einem Rot- Weissen Staffelsieg aus.

Wie es weitergeht
Gerade im Rewe Sportpark ist dieses Wochenende einiges los. Die 1. Hockeyherren bestreiten am Samstag  ab 13 Uhr einen echten deutschen Hockeyklassiker gegen das Topteam vom UHC Hamburg. Und wer nach dem Duell des Tabellen 1. gegen den 4. noch Lust auf mehr Hockey hat, der kann sich ab 15 Uhr die Endrunde um die Westdeutsche Jugendmeisterschaft der Männlichen Jugend B angucken. Ab 15 Uhr heißt es am Olympiaweg Mülheim gegen Krefeld, ab 17 Uhr spielt der KTHC Nachwuchs im ewig jungen Derby gegen den Düsseldorfer HC um den Finaleinzug.

Am Sonntag heißt es dann früh aufstehen, denn bereits ab 10 steht das Spiel um Platz 3 an, gefolgt vom Finale ab 12 Uhr. Ab 14 Uhr bestreiten die 1. Herren dann ihr letztes Feldspiel in 2020 wenn sie auf den Crefelder HTC treffen.

Ich bin an diesem Wochenende auch wieder auf der Anlage und werde zumindest am Samstag beide Rot- Weiss Spiele anschauen. Sollte es das  WJB Finale mit Kölner Beteiligung geben, bin ich auch am Sonntag um 12 Uhr zu diesem bereits wieder vor Ort.  Wer das nicht sein kann, dem sei das nächste  Topspiel empfohlen. Für die 1. Damen geht es nämlich am Sonntag in den Hamburger Norden, um  gegen den  aktuellen Tabellenführer UHC Hamburg zu spielen. Bei einem Sieg zieht das Team von Markus Lonnes  in der Tabelle am UHC vorbei und würde sich die Chance geben nächste Woche vor heimischer Kulisse den inoffiziellen Herbstmeistertitel zu sichern. Das ganze läuft ab 15 Uhr auf Youtube unter folgendem Link:

Das Spiel wird es dann für mich im Relive geben, um nächste Woche wieder aus erster Hand über 3 Bundesligaspiele und die Westdeutsche Meisterschaft der WJB zu berichten. Die weibliche WJB spielt dazu beim Club Raffelberg ebenfalls um die Westdeutsche Meisterschaft. Dort geht es am Samstag ab 12 Uhr gegen die Gastgeberinnen um den Finaleinzug.

Wichtig bei allen Zeiten vom Sonntag: Denkt an die Zeitumstellung, sonst seid ihr am Ende zu spät dran 😉 Bei hockey.de gibt es dazu den Fehler, dass das Rot- Weiss- UHC Spiel vom Samstag um 15 Uhr terminiert ist, das stimmt nicht- es findet um 13 Uhr statt.

Es ist also noch Menge los in der deutschen Hockeywelt, weswegen ich denke, dass dieser anfangs vielleicht etwas negativ daherkommende Blog doch noch eine versöhnliche Wende genommen hat. Ruft euch doch in Erinnerung, wie weit weg der nun zu Großteilen gespielte Hockeyherbst noch im Mai war. Mit Einhalten der bestehenden Hygieneregel können wir den Virus so gut es irgendwie geht zurückhalten und hoffentlich schnellstmöglich wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren. Bis dahin heißt es aber mit der Situation leben, besonders auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu achten und das Beste aus den Möglichkeiten zu machen.

leibt aber vor allem gesund!  Bis nächste Woche und wie immer sportliche Grüße aus dem weiterhin schwer herbstlichen Köln. Wobei das Wetter am Wochenende durchaus ok bis gut werden soll.

Euer Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiß Köln, KW 42

Von Markus Lehnen

Noch bevor Köln Corona Risikogebiet wurde konnte ich zum Formel 1 Wochenende an den Nürburgring reisen. Dort erlebte ich am Freitag einen wesentlichen Unterschied zwischen Hockey und Motorsport: Während ich vorletztes Wochenende bei strömenden Regen ein Hockeyspiel verfolgen konnte, bei dem die Damen trotz widrigster Bedingungen sportliche Topleistungen auf den Platz brachten, so sah ich am Freitag an der Nürburg 180 Minuten lang eine leere Rennstrecke, da der Rettungshubschrauber nicht starten konnte. Ein Glück wurde es im Verlauf des Wochenendes zwar nicht wärmer, aber immerhin trocken. Aus diesem Grund konnte ich allerdings die Hockeyspiele am Olympiaweg nicht verfolgen und werde mich heute bei den Spielberichten kurz halten. Ausführlichere Spielberichte findet ihr wie gewohnt auf https://www.hockeyliga.de/index2.php. Neben den 2 Bundesligaspielen der 1.Damen und dem einen der 1. Herren fanden an diesem Wochenende auch die Westdeutschen Meisterschaften der Weiblichen Jugend A bei Rot- Weiss statt. Es war also jede Menge los in Köln Müngersdorf.

Hockey Bundesliga 14.Spielwochenende
Damen, Rot- Weiss Köln- Münchner SC 3:1 (0:1)
Am Samstag hatten sich die Münchnerinnen auf die weite Reise nach Köln gemacht, um bei den 1.Damen von Rot- Weiss zu gastieren. Oft ist es so, dass lange Anreisen dazu führen, dass Gästeteams erstmal etwas brauchen um in das Spiel zu kommen, nicht so diesmal beim Münchner SC. Die Bayerinnen hielten nicht nur mit, sie gingen auch in der 24. durch Philin Bolle in Führung. Nach einer ,,extrem schlechten“ Halbzeit (RW Trainer Markus Lonnes) bzw. ,,stärksten Halbzeit der Saison“ (MSC Trainer Andre Schriever) konnten sich die Kölnerinnen aber steigern und vor 100 Zuschauern das Spiel zu einem am Ende verdienten 3:1 drehen. Camille Nobis (34.Minute), Imma Sophia Hofmeister (38.) und Liv Maria Arndt (59.) trafen dabei für die Domstädterinnen.

Damen: Rot- Weiss Köln- Berliner HC 5:0 (1:0)
Am vergangenen Sonntag lief es für die ambitionierten Kölnerinnen erheblich besser als tags zuvor. Hat man gegen tief stehende Außenseiter häufig gerade Offensiv Probleme, so wurde der Berliner HC mit 5:0 klar geschlagen. Berlin steht in der Tabelle auf Platz 8 und hat nur 3 Punkte weniger als der Harvestehuder THC, die im September klar in Köln gewonnen hatten. Vorsicht war also durchaus geboten. Rot- Weiss war zwar von Anfang überlegen, brauchte aber bis kurz vor die Halbzeit, um durch Imma Sophia Hofmeister das 1:0 zu erzielen. Nach der Pause lief es dann beim KTHC wie geschmiert. Nationalstürmerin Pia Maertens traf in der 32. zum 2:0, die ehemalige österreichische Nationalspielerin Julia Busch erzielte dann in der 38. Minute eines ihrer eher selteneren Feldtore. In der 49. und 54. Minuten scorten Liv Maria Arndt und Camille Nobis dann noch zum 5:0 Endstand. Mit diesem 6 Punkte Wochenende liegt Köln nun in der Gesamttabelle, wie in der Staffel A, mit 43 Punkten auf Platz 2. Durch einen 1:0 Sieg in Düsseldorf konnte der Mannheimer HC mit 45 Punkten die Tabellenspitze behaupten. Der UHC Hamburg liegt auf Platz 3 mit 42 Punkten und einem Spiel weniger, der DHC auf Platz 4 mit 40 Punkten und der Club an der Alster auf Platz 5 mit 34 Punkten bei 2 Spielen weniger. Es ist also sehr spannend an der Spitze der Tabelle, doch jetzt Mitte Oktober sieht es nach einer sehr guten Ausgangsposition für die KTHC Mädels für die Rückrunde und die Playoffs im Frühjahr 2020 aus.

Herren, Rot- Weiss Köln- Mannheimer HC 2:1 (1:0)
Neben Rot- Weiss, dem UHC Hamburg und Uhlenhorst Mülheim ist der Mannheimer HC die deutsche Topadresse im Herrenhockey. Zwar ist der MHC aktuell nur Tabellen 5., aber dennoch  war dieses Spiel das Topspiel des Spieltages. Mit 270 Zuschauern kam man deswegen auch fast an die coronabedingte Kapazitätsgrenze von 300 Zuschauern. Vor fast ,,ausverkauften“ Haus konnten sich die Kölner für die unglückliche Pleite beim Polo Club Hamburg revanchieren und den amtierenden Vizemeister mit 2:1 besiegen. Die KTHC Jungs waren von Anfang an überlegen, brauchten aber einen 7m von Christopher Rühr zur 1:0 Führung in der 17. Spielminute. Köln blieb besser, aber nach einem starken Sololauf konnte Benjamin Benzinger in der 42. Minute für die Kurpfälzer ausgleichen. Es war dann schließlich Halleneuropameister Thies Ole Prinz, der in der 49. Minuten den verdienten Endstand von 2:1 herstellte. In der Gesamttabelle liegt Rot- Weiss nun  mit 39 Punkten und 1 Spiel weniger 1 Punkt hinter Uhlenhorst Mülheim. In der Staffel B ist man 1. und hat nun 3 bzw. 5 Punkte Vorsprung auf den Polo Club und den Mannheimer HC bei jeweils ebenfalls 1 Spiel weniger. Auch für die Jungs von Trainer Andre Henning sieht es also nach einer sehr guten Ausgangsposition für das Frühjahr aus.

Westdeutsche Meisterschaften Jugend
Die Weibliche Jugend A ,die Männliche Jugend A (jeweils U18), die Mädchen A und die Knaben A (jeweils U14)  richteten dieses Wochenende ihre Westdeutschen Meisterschaften aus. Bei der Weiblichen Jugend A hatten die Rot- Weiss Mädels einen echten Heimvorteil, fand das Spiel um Platz 3, sowie das Finale doch auf der heimischen Anlage am Olympiaweg statt. In diesem Finale hatte Rot- Weiss allerdings keine Chance und verlor gegen den Düsseldorfer HC mit 0:5.

Besser lief es für die MJA, die beim DSD Düsseldorf den Gastgeber im Finale mit 3:1 schlug und sich den Titel holte. Herzlichen Glückwunsch an die Jungs! Mit Schwarz- Weiss wurde ein weiterer Kölner Hockeyverein übrigens starker 4.

Ebenfalls Herzlichen Glückwunsch an die A Knaben vom KTHC, die beim Düsseldorfer HC erst im Halbfinale den Gastgeber mit 3:1 schlugen, um sich dann am Sonntag mit einem klaren 5:2 gegen Uhlenhorst Mülheim den Westdeutschen Meistertitel zu sichern. Starke Leistung!

Leider nicht für das Final 4 qualifiziert waren die A Mädchen. Den Titel dort holte der Club Raffelberg aus Duisburg.

Die Final 4 Turniere der WJB und der MJB  (U16) finden dann jeweils mit KTHC Beteiligung am 24./25.Oktober in Duisburg und Mülheim statt.

Gerüstet für den Coronaherbst/Winter
Da Abstand halten und frische Luft unabdingbar sind um in Coronazeiten Gastronomie durchzuführen hat sich die Clubgastronomie Vaca Roja der Wirte Jose und Sven Rodriguez bereits auf Herbst und Winter eingestellt. Eine sehr gute Entscheidung, sieht man sich das sehr herbstliche Wetter der letzten beiden Wochenenden an.  Vorm Haupteingang und bei den Hockeyplätzen wurde jeweils 1 Zelt aufgebaut, dazu Luftreiniger besorgt. Es sollte also einem Kölsch oder einem Burger bei Rot- Weiss auch in der kalten Jahreszeit nichts im Wege stehen.

Hallensaison?
Genießen kann man das dann hoffentlich im Rahmen der Hockey Hallensaison ab Ende November. Die Vereine wollen grundsätzlich eine Saison spielen, es gibt aber noch viele Abers bei der Umsetzung. Bei vielen Hallen ist ein Hygienekonzept schwer zu erfüllen, auch weil wie bei Rot- Weiss zum Beispiel keine Lüftung installiert ist. Ob eine Saison ohne Zuschauer Sinn macht ist eine weitere Frage. Ich hoffe natürlich auf eine Saison, und natürlich eine mit Zuschauern, damit auch ich die Spiele vor Ort anschauen kann. Über eine Streamingalternative, Hallenhockey ist weit besser und einfacher zu übertragen als Feldhockey, wird auch bei Rot- Weiss Köln bereits nachgedacht.

Kölner Triumph in Paris
Diesmal gibt es auch gute Nachrichten aus der Tennisabteilung von Rot- Weiss. Der KTHC Bundesligaspieler Andreas Mies hat nämlich in Paris mit seinem Partner Kevin Krawietz den Doppeltitel bei den French Open verteidigt. Gegen das Duo Pavic/Soares siegten ,,KraMies“ glatt in 2 Sätzen mit 6:3, 7:5. Im Halbfinale hatten die beiden das Duo Mektic/Koolhof geschlagen. Der Niederländer Koolhof ist ein weiterer KTHC Bundesligaspieler. Hoffen wir, dass wir im nächsten Sommer beide live auf der Anlage am Olympiaweg sehen können. Diese Woche findet übrigens mit den bett1 Hulks Indoor zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein ATP Turnier in Köln statt. In der Lanxess Arena ist neben Alexander Zverev auch der KTHC Bundesligaspieler Benoit Paire am Start.

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Wie es weitergeht
Erstmal ist aber noch 3 Wochen lang Feldsaison. Für die 1.Damen gibt es dieses Wochenende nur 1 Spiel, und zwar am Samstag um 13 Uhr beim Tabellen Vorletzten Zehlendorfer Wespen. Hier ist das Team von Markus Lonnes logischerweise haushoher Favorit. Abzuwarten bleibt, ob das Spiel stattfinden kann, da bekanntlich sowohl Berlin als auch Köln aktuelle Coronarisikogebiete sind. Mein aktueller Stand ist aber, dass gespielt werden kann, lediglich in Hamburg und München dürfte Rot- Weiss aktuell nicht antreten.

Das könnte allerdings die 1. Herren betreffen, die am Sonntag beim Harvestehuder THC spielen. Stand jetzt findet aber auch dieses Spiel wie geplant um 14 Uhr statt. Bereits am Samstag geht es um 13:30 Uhr im heimischen Rewe Sportpark gegen den TSV Mannheim. Bei den Herren sollte ein 6 Punkte Wochenende möglich sein, geht es doch gegen den 10. (Mannheim) und 8. (HTHC) der Tabelle.
Ich persönlich bin am folgenden Wochenende in meiner Geburtsstadt Detmold und muss deswegen leider noch einmal einen Heimauftritt des KTHC ,,schwänzen“. Bei den letzten beiden Spielwochenenden bin ich dann aber wirklich wieder live vor Ort, sofern Corona dies zulässt…

In diesem Sinne bleibt alle Gesund und viel Erfolg an die 1.Damen und die 1.Herren vom KTHC!

Euer Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot- Weiss Köln, KW 41

Von Markus Lehnen

Start in den Hockeyoktober
Normalerweise würde die Feldhockeysaison in 2 Wochen bereits die Hinrunde beenden und die Vorbereitung auf die Hallensaison beginnen. Warum dies so ist, zeigte das Wetter im Rheinland an diesem Wochenende sehr deutlich, es wird langsam etwas ungemütlich.

Da dieses Jahr aber bekanntlich alles anders ist, gibt es noch den gesamten Oktober hindurch vollgepackte Hockeywochenenden. Und damit ist auch klar, dass der Schwerpunkt meines Blogs in den nächsten Wochen die Spielberichte sind, und das Regenschirme wie dicke Klamotten unabdingbare Utensilien für den Hockeyfreund werden.

An jetzt herrscht auch wieder etwas mehr Ordnung im Spielkalender, und so gehörten alle Spiele des letzten Wochenendes zum 13. Spielwochenende.

Samstag, 3.10., 13.Spielwochenende Herren: Berliner HC- Rot- Weiss Köln 1:5 (0:1)
Am Tag der deutschen Einheit ging es für die Rot- Weiss Herren in die Bundeshauptstadt zum Duell mit dem zuletzt formstarken Berliner HC. Dieser hatte im September beim Mannheimer HC 1:0 gewonnen und beim amtierenden deutschen Meister Uhlenhorst Mülheim ein 1:1 erspielt.

Doch ob es an der komfortablen Anreise per Flugzeug lag, oder die Kölner einfach einen Sahnetag erwischt hatten, diesmal gab es für Berlin nichts zu holen. In einer, laut KTHC Trainer Andere Henning, nahezu perfekten 1.Halbzeit konnte Köln dabei nur einmal ins gegnerische Tor treffen. Thies Prinz erzielte in der 16. Minute die hochverdiente Führung für die Rot- Weissen, die davor und danach mehrfach am Berliner Keeper und am eigenen Abschluss scheiterten. Das wurde unmittelbar nach der Halbzeitpause bestraft, als Berlin durch Sperling zum Ausgleich kam. Davon ließ sich der Tabellenzweite allerdings nicht aus dem Konzept bringen und nutze jetzt seine Tormöglichkeiten aus. Vor allem Neuzugang Elian Mazkour stach heraus und erzielte mit dem 1:2 (40.Minute), dem 1:3 (44.) und dem 1:5 (60.) einen Hattrick. Nationalspieler Christopher Rühr besorgte in der 50. das 4:1 für den KTHC. Gerade die Konter funktionierten in der 2.Halbzeit perfekt und führten zu den 3 letzten Treffern der Domstädter. Der Schlüssel zum Sieg war aber am Ende das 2:1, als Rühr sich im Kreis den Ball stark zurückerkämpfte und Mazkour mustergültig bediente, der mit einem satten Schuss ins lange Ecke vollstreckte.

Aus Kölner Sicht also ein super Start in das Wochenende, den der Berliner HC per Livestream übertrug. Auch diesen Stream kann ich, ähnlich wie den vom Club an der Alster, nur explizit loben. Kommentar wie Bildqualität waren super. Und so konnte man sehr gut sehen, dass beim Auftritt der 1. Herren strahlender Sonnenschein in Berlin herrschte.

Samstag, 4.10. 13.Spielwochenende Damen: Rot- Weiss Köln- Uhlenhorst Mülheim 2:0 (0:0)
Wieso ich das erwähne? Nun, wer am Samstag in Köln war wird wissen, dass in der Domstadt leider das Gegenteil von Sonne herrschte und so wurde der Besuch der 1.Damen vor allen Dingen eine nasse Angelegenheit.

Die Mülheimerinnen kamen als Tabellen 6. an den Olympiaweg, womit sie 6 Punkte vor Harvestehude lagen, die wiederum am 9.Spielwochenende die Rot- Weiss Mädels mit 3:0 schlugen. Vorsicht war also geboten für die vor der 3 wöchigen Pause sehr formstarken Kölnerinnen.

Zu Beginn war der Regen noch eher mäßig und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenig Torchancen, aber eben auf gut bespielbaren Geläuf. Das änderte sich allerdings im Verlauf des Spiels, in dem der Regen das Spielfeld zunehmend unter Wasser setzte. Gerade im Schlussviertel bestimmten große Pfützen das Spielgeschehen und es war den Spielerinnen kaum noch möglich Geschwindigkeit auf den Ball zu bringen. Dennoch erkämpfte sich Rot- Weiss in der 2.Halbzeit Vorteile und holte in der 53. Minute schließlich eine Strafecke heraus, die Rebecca Grote mit einen satten Schlenzer ins rechte untere Eck verwandeln konnte. Aber seht selbst.

Uhlenhorst versuchte noch einmal alles und nahm die Torhüterin für eine weitere Feldspielerin vom Platz, was im Gegenzug aber Helena Würker zum 2:0 ausnutzen konnte.
Anschließend ging es für alle Beteiligten schnell ins Trockene. Die bei Hockeyliga erwähnten 40 Zuschauer kann ich übrigens nicht bestätigen, ich habe ca. 100 Zuschauer überschlagen, was bei diesen widrigen Bedingungen noch ein ganz guter Wert ist, wie ich finde.

Sonntag, 4.10., 13.Spielwochenende Damen: Rot- Weiss Köln- Düsseldorfer HC 2:2 (0:2)
Am Sonntag ging es um 12 Uhr wieder in den Rewe Sportpark am Olympiaweg, und zum Glück blieb es diesmal trocken. Allerdings hatte der starke Wind das Spielfeld großflächig mit Blättern bedeckt, die den Spielerinnen das Leben schwer machten. Der Herbst ist also definitiv im Rheinland angekommen.

Zu einem echten Topspiel war der Tabellen 2. Düsseldorfer HC nach Köln gekommen, es herrschte also Derbytime in Müngersdorf. An unnötiger Härte lag es allerdings nicht, dass Düsseldorf in der 1. Halbzeit Nationalspielerin Elisa Gräve und Tessa Schubert verletztungsbedingt verlor. Letztere bekam aus kurzer Distanz einen Ball vor den Kopf und musste minutenlang behandelt werden. Gute Besserung an dieser Stelle! Rein sportlich lief es für die DHC Mädels im ersten Durchgang besser. Zwar wogte das sehr gut anzuschauende Spiel hin und her, aber die besseren Chancen erarbeiteten sich die Gäste. Und so war es eben auch Lilly Stoffelsma, die in der 11. und 22. Minute für den DHC traf und die 2:0 Halbzeitführung der Gäste herstellte.

Aus der Halbzeit kamen die Kölnerinnen dann aber mit deutlich verbesserter Körpersprache und gefährlicheren Angriffen. Nach einer misslungenen Strafecke setzten die Gastgeberinnen nach, bis Pia Maertens aus wenigen Meter zum 1:2 in der 34. Minute einschießen konnte. Keine 4 Minuten später (auch wenn Hockeyliga sagt 5 Minuten) war es dann Katharina Reuten, die einen schnellen Angriff mit beherztem Hechtsprung zum 2:2 abschließen konnte. Prädikat Traumtor. Die KTHC Mädels hatten vor allem im 3.Viertel Vorteile, konnten aber super vorbereitete Angriffe zu selten abschließen, da es am letzten Pass, oder eben der Annahme des letzten Passes mangelte. In der 55. Minute wäre nach einer Strafecke dann fast doch noch das 3:2 gefallen, allerdings rollte der Ball von der Düsseldorfer Torfrau Kubalski nicht ins Tor, sondern blieb wenige Zentimeter davor liegen. Auf der Gegenseite erspielte sich der amtierende Vizemeister noch eine 1vs1 Situation bei der Julia Sonntag die Siegerin blieb. Es blieb am Ende beim 2:2. Ein verdientes Ergebnis, wie auch Rot- Weiss Trainer Markus Lonnes bestätigte.

Mit dem 4 Punkte Wochenende bleiben die Domstädterinnen auf dem 4. Tabellenplatz und dem wichtigen 2. Platz in ihrer Staffel A. Mannheim ist mit 42 Punkten bereits ein gutes Stück enteilt, aber auf den Club an den Alster hat man weiterhin ein 3 Punkte Polster.

Sonntag, 4.10., 13.Spielwochenende Herren: Hamburger Polo Club- Rot-Weiss Köln 2:0 (2:0)
Mit dem Bus ging es für die Jungs von Trainer Andre Henning am Sonntag von Berlin nach Hamburg, um dort beim Polo Club zu spielen. Die ambitionierten Hamburger spielen erst seit 2017 wieder in der Bundesliga, werden hier aber stetig erfolgreicher. Aktuell liegen sie in der Liga auf Platz 6 und dank des 2:0 Sieges gegen Rot- Weiss haben sie auch nur noch 3 Punkte Rückstand auf Rot- Weiss. Leider gab es von diesem Spiel keinen Stream und so verlasse ich mich auf den Spielbericht von hockeyliga.de: https://www.hockeyliga.de/index2.php?data[page]=spielberichte&data[gameid]=or75dz

Kurz gesagt, die Kölner waren zwar das bessere Team, aber vor dem Hamburger Tor zu ungefährlich. Und so reichten effizienten Hansestädtern die beiden Tore von Bartel (13.Minute) und Bernhardt (23.) zu einem dann doch überraschenden 2:0 Sieg. In der Tabelle bleibt Rot- Weiss Köln dennoch auf Platz 2. Zwar hat man nun 3 Punkte Rückstand auf Uhlenhorst Mülheim und nur noch 2 bzw. 3 Punkte Vorsprung auf den Mannheimer HC und den Hamburger Polo Club, aber alle 3 Teams haben jeweils 1 Spiel mehr als Köln. Platz 1 ist also nach wie vor in Reichweite, allerdings muss dafür die Effizienz gesteigert werden.

Ehrung für die Weibliche Jugend A
Die weibliche Jugend A wurde am Sonntag nach dem Spiel der 1.Damen von der Stadt Köln, vertreten durch Bezirksbürgermeisterin Frau Blömer- Frerker, für die  Meisterschaft 2019 geehrt.

 

Henning Kanadischer Nationaltrainer
Der Trainer der 1.Herren, Andre Henning, hat zusätzlich zu seinem Rot- Weiss Job den Posten als Nationaltrainer Kanadas angenommen. Diese soll er zu den Olympischen Spielen 2021 führen. Wichtig ist hierbei, dass Henning KTHC Cheftrainer bleibt und sich in den Bundesligaphasen auch weiterhin voll auf die Bundesligaherren des Vereins konzentriert.
Hier gibt es das ganze Interview zum Nachlesen:
https://web.hockey.de/news/37ingu.html

Wie es weitergeht
Es gibt weiterhin volles Programm. Am Samstag gibt es wieder einen Doppelspieltag am Olympiaweg mit den 1.Damen gegen den Münchner SC um 14 Uhr, gefolgt von den 1.Herren gegen den Mannheimer HC um 16 Uhr. Gerade bei den Herren also ein absolutes Topspiel des Tabellen 2. gegen 3.

Am Sonntag geht es dann für KTHC Mädels ab 12 Uhr gegen den Berliner HC um weitere wichtige 3 Punkte. Ein 6 Punkte Wochenende würde den Top 4 Platz absichern und die Chancen auf Platz 1 in der Staffel A zumindest aufrecht erhalten. Da man in beiden Spielen der klare Favorit ist, sollten die Chance auf ein erfolgreiches Rot- Weiss Wochenende gut stehen.

Ich kann dieses Wochenende leider einmal nicht vor Ort sein, werde mich aber nächste Woche dennoch wieder mit einem Blog melden, der dann aber wahrscheinlich etwas kürzer ausfällt. Bei den restlichen Heimspielen 2020 bin ich dann aber wieder wie gewohnt vor Ort, um danach hier darüber zu berichten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Beteiligten besseres Wetter, aber vor allem viel Erfolg.

Sportliche Grüße aus dem herbstlichen Köln
Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot- Weiss Köln, KW 40

Von Markus Lehnen

Nach einer Woche Pause, in der der Herbst in Deutschland angekommen ist, geht es wie versprochen weiter mit meinen Gedanken und Fakten zum Geschehen bei Rot- Weiss Köln. Der Oktober bietet noch einmal volles Programm, also keine große Vorrede diesmal.

KTHC Spieler und Spielerinnen bei der Pro League
Insgesamt neun Spieler/innen von Rot- Weiss (vier Damen, vier Herren) konnten letzte Woche Dienstag und Mittwoch endlich wieder für ihre deutschen Nationalteams auflaufen. Konnten die Herren im Januar noch zwei Spiele in Spanien austragen, bei denen man stolze fünf Punkte errang, so waren die beiden Auftritte gegen Belgien für die Danas die ersten Spiele in der Pro League Saison. Nötig war hierfür eine Bubble (Blase) in der die beiden Teams über einer Woche in einem Hotel direkt neben der Anlage des Düsseldorfer HC untergebracht waren. Bubble heißt auch, keine Ausflüge, nur Hotel und Trainingsplatz. Regelmäßige Leser werden wissen, dass der DHC der Verein ist, bei dem man von der Tribüne direkt auf die Zahnärztekammer Nordrhein guckt. Glücklicherweise blieben diesmal aber alle Zähne heil, soviel vorweg. Was wichtiger war: Auch die Coronatests blieben bei allen Beteiligten negativ, so dass nach einer Woche Training alle Spiele wie geplant, aber leider ohne Zuschauer, stattfinden konnten.

Gegner waren in jeweils zwei Spielen die Belgier, die sich in den letzten Jahren zu einer absoluten Hockey Großmacht mauserten. Stellen sie bei den Herren bereits den amtierenden Weltmeister, so ist das Damenteam aber noch auf dem Weg nach ganz vorne. Deswegen war die deutsche Damennationalmannschaft, seinerseits Vize-Europameister, auch der Favorit in den beiden Duellen gegen unseren westlichen Nachbarn. Mit den KTHC Spielerinnen Cecile Pieper, Nike Lorenz und Pia Maertens ( aufgrund des großen Kaders mussten die Einsätze aufgeteilt werden) gewann das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger das erste Spiel bei spätsommerlichen Bedingungen mit 2:0. In einem sehr überlegen geführten Spiel konnten Naomi Heyn vom Mannheimer HC und Lena Micheel vom UHC Hamburg in der 2. Halbzeit treffen. Ganze 13:1 Ecken und 20:2 Torchancen unterstreichen die Dominanz der deutschen Damen, bei denen es lediglich an der Effizienz vorm belgischen Tor mangelte.

Am Folgetag, zur gleichen Zeit und bei ähnlich gutem Wetter, liefen auch die beiden anderen KTHC Akteurinnen Rebecca Grote und Julia Sonntag für die Danas auf. Diesmal starteten die Belgierinnen besser und gingen sogar in Führung, doch die Danas konnten das Spiel zu einem am Ende erneut ungefährdeten 3:1 Sieg drehen. Das 1:1 durch die Ex Kölnerin Hannah Gablac bereite Nike Lorenz vor, das 2:1 und 3:1 erzielten mit Cecile Pieper und Rebecca Grote 2 Rot- Weiss Spielerinnen höchst selbst. Insgesamt also ein guter Start nach langer Pause in die Pro League.

Die deutschen Herren, ohne die leicht angeschlagenen Kölner Timur Oruz und Christopher Rühr aber mit Johannes Große und  Mats Grambusch, mussten am Dienstag schmerzlich die Klasse der belgischen Herren erkennen. Der Weltmeister, bei der der neue RWK Torwart Vincent Vanasch mit von der Partie war, besiegte die Honamas klar mit 6:1. Zwar war das deutsche Team nicht so unterlegen, wie es das Ergebnis aussagt, doch zeigten sich die Belgier vor dem deutschen eiskalt und verwerteten einen Großteil ihrer Chancen.

Mit Rühr und Oruz schaffte das Team von Bundestrainer Kais al Saadi am Folgetag allerdings die kleine Revanche und konnte nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit im Shoot Out mit 1:0 gewinnen. Im Spiel war es erst eine von Rühr unglücklich abgefälschte Ecke mit der Belgien in der 50.Minute das seit der 24. Minute bestehende 1:0 von Florian Fuchs ausgleichen konnte. Im Shoot Out selber traf nur der Kölner Goalgetter Christopher Rühr, was aber eben reichte, da sich der Youngster im Tor, Alexander Stadler vom TSV Mannheim, in seinem erst 2. Pro League Spiel zum Matchwinner aufschwang und Belgien nicht einen Penalty verwandeln ließ.
Insgesamt also immerhin zwei Punkte für die deutschen Herren.

Für Danas wie Honamas soll es nun am 14. und 15. November mit 2 Spielen in Großbritannien weitergehen, sofern die Coronalage das zulässt natürlich.

Eröffnung des Rewe Sportparks
Leider wurde es zwischen Mittwoch und Sonntag Herbst im Rheinland, und so fand die Eröffnung des Rewe Sportparks und Vorstellungen des neuen Trikotsponsors der 1.Herren bei kühlem, aber immerhin trockenem Herbstwetter statt.
Rot- Weiss Präsident Dr. Stefan Seitz und der Vorsitzende der Geschäftsleitung Rewe West Hanno Rieger, konnten ohne Regenschirm den neuen Schriftzug enthüllen.

Ich hatte im Anschluss noch an die Möglichkeit ein paar Fragen an die beiden  Herren zu stellen.
Laufzeit der Kooperation: Zunächst 3 Jahre
Möglichkeit eines Streams: Dem sind beide sehr aufgeschlossen, auch weil es eine gute Möglichkeit wäre, die Marke auf einer digitalen Plattform wie Youtube gerade bei den jüngeren, in Kombination mit dem Hockeysport, präsenter zu machen.
Möglichkeit eines Final 4 bei Rot- Weiss: Dr. Seitz zeigt sich dieser Idee sehr positiv gegenüber. Die Auflagen für ein solches Event können auf der Vereinsanlage am Olympiaweg erfüllt werden, einzig sein sportlicher Aberglaube spricht noch dagegen. Zu seiner aktiven Zeit hatte er weniger gute Erfahrung mit Finals im eigenen Stadion. Aber grundsätzlich schließe ich aus seinen Aussagen, dass ein kölsches Final 4 in nicht allzu ferner Zukunft stattfinden könnte.
Mögliche Kooperationen mit dem 1.FC Köln: Auch hier könnte die Gemeinsamkeit des Hauptsponsors für neue Kooperationen sorgen. Dr. Seitz betont zwar das bereits jetzt gute Verhältnis zum großen Bruder in Müngersdorf, aber sieht auch noch weitere Möglichkeiten zur Kooperation. Auch Herr Rieger zeigt sich diesem Thema sehr aufgeschlossen gegenüber.

Leider war ich der einzige Fragensteller, so dass das Pressegespräch leider etwas kurz ausfiel. In einer Stadt wie Köln ist es aus meiner Sicht traurig, dass Auflagenstarke Zeitungen, wie der Express oder der Stadtanzeiger nicht einmal 1 Reporter zu so einem Termin schicken. Gerade in Köln sollte man aus meiner Sicht durchaus mehr Aufmerksamkeit auf 2 Teams lenken, die um die deutsche Meisterschaft mitspielen. Etwas was in der Sportstadt Köln leider nicht allzu häufig vorkommt.

Aber genug Kritik, ich habe besonders gerne gehört, dass sowohl Livestreams, wie auch ein Final 4 durchaus auf der Agenda des Vereins stehen. Vielleicht ließe sich bei letzterem auch der ein oder andere Journalist am Olympiaweg blicken.

Herren, 12.Spielwochenende: Rot- Weiss Köln- Club an der Alster 2:2 (1:1)
Nach der Eröffnung des unbenannten Sportparks und dem anschließenden Interview wurde natürlich auch noch Hockey gespielt. Wieder einmal ging es für die KTHC Jungs gegen einen Verein aus der Hansestadt Hamburg. Der Club an der Alster ist bei den Herren zwar nicht so stark wie das dortige Damenteam, aber keineswegs zu unterschätzen, wie Rot- Weiss an diesem Herbstnachmittag zu spüren bekam.

Dabei ging es super los für die Gastgeber. Bereits in der 3.Minute kamen die Kölner, bei denen Neuzugang Vincent Vanasch zum ersten Mal im Tor stand, gefährlich in den Kreis, so dass Christopher Rühr nur noch zum 1:0 einschießen musste. Der frühe Rückstand verunsicherte den Tabellen 8. allerdings nicht, denn dieser kam im direkten Anschluss zu einer Riesenchance, bei der die Hamburger den Ball nur hätten treffen müssen für den Ausgleich.  Es entwickelte sich ein klasse Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. So konnte der Hamburger Schlussmann Appel einen Schuss von Siegburg, nach Traumpass von Prinz, gerade so parieren. Gerade im 2. Viertel erarbeitete sich Alster nun eine kleine Überlegenheit, die in der 22.Minuten im 1:1 von Niklas Bruns mündete, der sehenswert Vanasch mit einem satten Schuss ins lange Eck überwand.

Mit leichten Vorteilen für die Hamburger ging es auch in der 2. Halbzeit weiter. Köln hatte nun Probleme in den gegnerischen Kreis zu kommen, den Hamburgern gelang dies dagegen ein ums andere mal. Eine Give -and- Go Kombination führte aus einer dieser Vorstöße zum 1:2 durch Patrick Schmidt in der 42. Minute.

Im Schlussviertel versuchte Köln nochmal alles und war nun das deutlich druckvollere Team. Die RWK Coaches glaubten noch an eine komplette Wende des Spiels und gaben dies lautstark auf den Platz weiter. Als in der 51. Minute Youngster Thies Ole Prinz sich an die Grundlinie dribbelte und von dort aus spitzem Winkel zum 2:2 traf, schien diese Wende möglich. In der Folge gab es noch 2 Strafecken für die immer druckvolleren Kölner, diese konnten aber geblockt und 41,6 Sekunden vor Ende auch erneut durch Appel gehalten werden. Alster selber kam im Gegenzug noch einmal vor das KTHC Tor, traf aber auch nicht mehr. Für Rot- Weiss Coach Andre Henning ging das 2:2 in Ordnung, auch weil die Tore, laut ihm, jeweils zur Spielsituation passten.

Durch das etwas enttäuschende Remis errangen die Domstädter auch nicht die Tabellenführung sondern bleiben punktgleich mit Tabellenführer Uhlenhorst Mülheim, die gegen den formstarken Berliner HC ebenfalls nicht über ein 2:2 hinaus kamen, auf Platz 2. Nur noch zwei Punkte hinter Köln liegt nun der Staffelrivale Mannheimer HC.

So endete der Rewe Spieltag und ich bekam noch zwei Äpfel vom neuen Hauptsponsor mit auf dem Heimweg. Gut, hätte jetzt kein Obst sein müssen, aber ein Apfel schadet sich auch mal nicht.

Blogempfehlung
Die Damen von Rot- Weiss hatten an diesem Wochenende kein Spiel, blieben aber auch nicht untätig. Selbstverständlich wird hart trainiert für einen erfolgreichen Oktober. Dazu ist Nationalspielerin Nike Lorenz unter die Blogschreiberinnen gegangen, was ich an dieser Stelle natürlich nur unterstützen kann und will. Sie widmet sich in ihrem Blog Laut Gedacht Gesellschaftlichen Themen wie Rassismus, Nachhaltigkeit und Naturschutz. Aber liest selbst, sie kann ihre Themen am besten beschreiben.
https://nikelorenz.com/post/eine-anti-rassismus-kampagne-aus-dem-sport?fbclid=IwAR3nNVMsSOAeartoh2AmQvh4nYoWZBBj6R-DJv1F2qJMB-ieMwlUe0LxQa8

Auch in der aktuellen Ausgabe vom Magazin Gold der deutschen Sporthilfe kommt Nike Lorenz zu Wort.
https://sporthilfe.digisale.org/deploy/PDF_Magazin_gold_03_2020.html

Wie es weitergeht
Am nächsten Wochenende heißt es volles Programm für die 1. Damen und Herren von Rot- Weiss. Die Herren spielen Samstag um 13 Uhr beim Berliner HC und am Sonntag um 12 Uhr beim Hamburger Polo Club. Ein 6 Punkte Wochenende wäre wichtig um Mannheim auf Distanz zu halten, und Mülheim zu überholen. Informationen zu Livestreams habe ich leider noch nicht gefunden, sollte es welche geben erfahrt ihr das aber sicher auf der Homepage von Rot- Weiss oder der Facebookpräsenz des Vereins.

(Noch) keinen Livestream gibt es dieses Wochenende von den Spielen der 1. Damen. Das ist aber auch nicht nötig, denn am besten kommt ihr einfach am Samstag um 14 Uhr und am Sonntag um 12 Uhr zu den beiden Westderbys gegen Mülheim und den Düsseldorfer HC an den Olympiaweg.

Die zuletzt formstarken Kölnerinnen können Alster weiterhin auf Distanz halten und bei Siegen auch noch auf Tabellenplatz 2 schielen, den aktuell noch der DHC mit sechs Punkten Vorsprung belegt. Ein Besuch lohnt sich also und kann am Samstag sogar mit dem Schauen des rheinischen Fußballderbys zwischen dem 1.FC und Borussia Mönchengladbach direkt im Anschluss in der Vereinsgastronomie kombiniert werden. Wenn man schon nicht ins Stadion darf sicher eine gute Alternative, die ich auch nutzen werde. Dann aber mit Kölsch, statt Äpfeln 😉

In diesem Sinne, eine schöne Woche, bleibt gesund und nochmal vielen Dank an Robert Haake, Dr. Stefan Seitz und Hanno Rieger für das kleine aber feine Interview!

Sportliche Grüße
Markus Lehnen

 

 

 

Diese Woche… bei Rot- Weiss Köln KW 38

Von Markus Lehnen

Corona in Hamburg und Nürnberg

Schon beim 2. Blog dieser Feldhockeyrunde muss ich auf das leidige Thema dieses Jahres eingehen, denn der Covid- 19 Virus hat nun auch den deutschen Hockeysport direkt getroffen. Beim Nürnberger HTC und beim Harvestehude THC kam es in der letzten Wochen zu positiven Tests. Bei Nürnberg, die zuletzt noch in Köln spielten, wurde ein Spieler der 2. Herren positiv getestet. Da er weder mit in Köln war noch sonst Kontakt mit den 1.Herren hatte kam es dort aber zu keinem weiteren Fall. Nürnberg konnte am vergangenen Wochenende wie geplant spielen und auf Rot- Weiss hatte dieser Fall keine direkten Auswirkungen.

Im Gegensatz zu den 3 positiven Fällen bei Harvestehude, eigentlich Gegner der Rot- Weiss 1. Herren am Samstag. Da sich mehr als 5 Spieler des Stammkaders in häuslicher Quarantäne befinden, musste das Spiel laut DHB Statuten auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Auch die Damen des HTHC bestritten an diesem Wochenende keine Spiele. Wann die Spiele und damit auch der Auftritt der Rot- Weiss Jungs nachgeholt wird steht noch nicht fest.
Wie diese Fälle zeigen gibt und wird es wahrscheinlich weiter zu ungewöhnlichen Situationen in diesem Hockeyherbst kommen. Ich hoffe aber natürlich, dass es bei diesen Fällen bleibt und diese Runde wie geplant beendet werden kann.

Der KTHC in Hamburg
Kommen wir nun also endlich zu erfreulicheren Dingen und damit dem sportlichen vom vergangenen Wochenende. Das Hamburg die deutsche Hockeyhauptstadt, da bei Damen wie Herren jeweils 4 von 12 Teams aus der Hansestadt  kommen, ist habe ich schon oft erwähnt. Deswegen ist es auch nichts ungewöhnliches, dass Doppelspieltage gerne en bloc dort abgehalten werden, um die Fahrzeiten möglichst kurz zu halten. Das allerdings Damen wie Herren einen Doubleheader dort haben ist dann doch eher ungewöhnlich und in meiner Zeit als Rot- Weiss Blogger noch nicht passiert.

Allerdings hatte sich das mit dem Doubleheader bei den Herren, wie beschrieben, bereits Freitagabend erledigt und der Samstag gehörte erstmal alleine den 1. Damen von Rot- Weiss.

Damen, 10. Spielwochenende, Großflottbeker THGC- Rot- Weiss Köln 0:3 (0:2)
Leider noch ohne Stream und daher nur von 80 Zuschauern vor Ort beobachtet, gewannen die Kölnerinnen recht souverän mit 3:0 beim Aufsteiger aus West Hamburg. Bereits nach 5 Minuten verwandelte Nike Lorenz eine ihrer gefürchteten Strafecken. Das diese bei Rot- Weiss in dieser Saison eine echte Waffe sind unterstrich Rebecca Grote in der 20., als sie ebenfalls eine Strafecke ins Tor schlenzte. Beim Damenhockey werden oft mehr Varianten gespielt, da die Power beim Direktschuss nicht der der Herren entspricht, die wesentlich öfter direkt schlenzen oder schießen. Mit Varianten sinkt auch etwas die Torwahrscheinlichkeit. Damit wird deutlich, was für ein Vorteil es ist gleich 2 Nationalspielerinnen zu haben, die Ecken mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt verwandeln.

In der 2. Halbzeit spielten sich mit Torhüterin Julia Sommer und Stürmerin Pia Maertens noch 2 weitere Nationalspielerinnen in den Vordergrund. Die eine, Sommer, weil sie 2mal sehenswert parierte, die andere, Maertens, weil sie einen Vorhandschuss sehenswert im rechten oberen Winkel des Großflottbeker Tors zum 3:0 unterbringen konnte.

Da das Spiel des Club an der Alster gegen Harvestehude nicht stattfinden konnte, lagen die KTHC Mädels vorm direkten Duell bereits 5 Punkte vor Alster.

Damen,11. Spielwochenende, Club an der Alster- Rot- Weiss Köln  2:3 (1:0)
Laut meinen Informationen anscheinend ohne Frühstück, aber mit eben 5 Punkten Vorsprung im Rücken ging es für die 1.Damen am Sonntag nach Hamburg Wellingsbüttel zum Topspiel gegen die amtierenden deutschen Meisterinnen. Immerhin 100 Zuschauer durften unter Coronaauflagen auf die im Um- und Ausbau begriffene Spielstätte der ursprünglich in Hamburg Rothenbaum beheimateten Hamburgerinnen.

Nur lobend kann ich mich über den Youtube Stream äußern. Hier stimmte wirklich alles: Von Bildqualität, über Kommentar, Kameraführung, Ton bis Wiederholungen- es wurde eine 1a Hockeyübertragung geboten. Glücklicherweise trug das Spiel auch sehr zum positiven Sporterlebnis bei.

Dominierten zu Beginn noch die Hamburgerinnen das Spiel, setzte Grote in der 12. Minuten zum ersten Mal ein Ausrufezeichen, als sie eine Strafecke an den Pfosten schoss. Danach wogte das Spiel bis zur Pause hin und her, doch als alle schon an ein 0:0 Halbzeitergebnis dachten, fing sich Rot- Weiss wenige Sekunden vor der Pause noch einen Konter zum 0:1 durch Lisa Altenburg ein. Geschockt waren die Domstädterinnen aber keineswegs, denn bereits in der 33. Minute fand ein wunderbarer Schlenzer von Nike Lorenz Emma Boermans, die freistehend zum 1:1 ausgleichen konnte. Nur 3 Minuten später verlor dann aber Lea Stöckel den Ball im Aufbau, wodurch 3 Alsterspielerinnen auf das Kölner Tor zulaufen konnten und Karlotta Sippel folgerichtig zum 2:1 für Alster traf. In der 43. konnte Routinier Julia Busch mit dem Brett gerade so vor der Linie das 3:1 für Alster verhindern. Im Gegenzug scheiterte Liv Arndt knapp an der Hamburger Torfrau. In einem jetzt hochklassigen Spiel konnte sich Köln in Überzahl (Kira Horn sah in der 48.Minute die Grüne Karte) nun Vorteile erspielen, die in der 48.Minute in einer weiteren Strafecke mündeten. Diesmal legte Rebecca Grote den Ball auf die links vorm Tor stehende Pia Maertens ab, die sicher zum 2:2 einschoss. Nach einer Parade von Sommer war es 6 Minuten vor Schluss auch wieder die erst 21-jährige deutsche Nationalspielerin Maertens, die mit einem beherzten Solo eine weitere Strafecke für Rot- Weiss herausholte. Diesmal spielte Grote eine Variante zu Lorenz, deren Schuss nur direkt vor den Stock von Maertens pariert werden konnte, die dann zum 3:2 für Köln einschoss. Ein ganz wichtiger Sieg war also greifbar, doch die Schlussphase wurde nochmal turbulent. Nach einem beherzten Körpereinsatz von Julia Busch (möglicherweise auch einem Foul;-) blieb Lisa Altenburg verletzt liegen. Nach minutenlanger Pause kam es zu einer Strafeckenserie der Hamburgerinnen, und einmal lag der Ball sogar im Tor. Dumm gelaufen für Alster, gut für Köln, hatte der Schiedsrichter doch bereits vorher auf 7m entschieden und den Vorteil nicht laufen lassen. Julia Sommer war es aber schließlich, die den flachen Schuss von Hanna Valentin parieren konnte und somit die Big Points für Rot- Weiss Köln festhielt.

Trainer Markus Lonnes sah auch wegen der turbulenten Schlussphase einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg. Das sehe ich ähnlich um bemühe den Begriff, den auch die Kommentatoren nutzten: Effizienz. Alster war insgesamt das leicht bessere Team mit mehr Chancen (14:9) und mehr Ecken (8:6), aber Rot- Weiss war eben deutlich effizienter, was sich alleine bei 2 verwandelten Ecken zu 0 auf Hamburger Seite zeigt.

Letztlich also ein 6 Punkte Trip in die spätsommerliche Hansestadt für die KTHC Mädels  und damit ein satter Vorsprung von 8 Punkten auf den Club an der Alster, die allerdings 1 Spiel weniger gespielt haben. In der Gesamttabelle ging man am UHC Hamburg und ist nun 3., nur 2 Punkte hinter den Düsseldorferinnen. Die gute Laune kam also nicht von ungefähr und ich hoffe, dass es nachher noch etwas zu essen gab.

Herren, 11. Spielwochenende, Großflottbeker THGC- Rot- Weiss Köln 1:3 (0:0)
Auch hier muss man lobend den Stream erwähnen, der bei Youtube zur Verfügung gestellt wurde. Dieser war nicht ganz so gut, wie der vom Club an der Alster, aber es ist schön zu sehen, dass immer mehr Spiele im Internet zu verfolgen sind.

Im Westen Hamburgs kam es für die 1.Herren von Rot- Weiss zu einem Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Torhüter Victor Aly, der diesen Sommer zurück zu seinem Jugendverein wechselte. Ich hatte letzte Woche fälschlicherweise geschrieben er wäre zu Polo Hamburg gewechselt, diesen Fehler bitte ich zu entschuldigen.

Die 1. Halbzeit lief für den Tabellen-2. noch nicht sonderlich gut. Nach solidem Auftakt mit 2 Großchancen von Prinz und Mazkour konnte Großflottbek immer wieder gut kontern und Joshua Onyekwue, der den noch verletzten Neuzugang Vanasch abermals vertrat, konnte sich mehrere Male auszeichnen.

In der 2. Halbzeit war es ein starkes Solo durch den gesamten Schusskreis von Kapitän Mats Grambusch, der den Bann brach und Köln in der 33. Minute in Führung brachte. Bei einer ganzen Strafeckenserie tat Victor Aly mit Glanzparaden sein Bestes, aber beim 4. Eckenversuch konnte Scholten einen Abpraller zum 2:0 einnetzen. Der THGC gab aber nicht auf und konnte im direkten Gegenzug einen 7m herausholen, den Jakob Schmidt verwandelte. Mit fortlaufender Zeit wurde Rot- Weiss allerdings immer stabiler und konnte eine Strafecke nach der anderen herausholen. Immer wieder wurde Neuzugang Mink van der Weerden aber entscheidend am erfolgreichen Abschluss gehindert. In der 52. kam der niederländische Eckenspezialist dann allerdings einmal frei zum Schuss und konnte zur Vorentscheidung treffen. Insgesamt ein hartes Stück Arbeit für die KTHC Jungs, aber am Ende dann doch ein verdienter Sieg. Auch Trainer Andre Henning zeigte sich mit dem Spiel seiner Jungs zufrieden, vielleicht ja auch, weil das Strafeckentraining nach ganzen 16 (!!) Stück gleich mit ins Spiel integriert wurde.

Da der Mannheimer HC am Sonntag gegen den Berliner HC verlor, haben die Kölner in ihrer Staffel B nun 4 Punkte Vorsprung auf Platz 2 und liegen in der Gesamttabelle mit 32 Punkten gleichauf mit Tabellenführer Uhlenhorst Mülheim, die überraschend gegen den UHC Hamburg verloren.

Wie es weitergeht
Es ist erstmal Länderspielpause. Die nicht Nationalspielerinnen von Rot- Weiss Köln haben nun ganze 2 Wochenenden Pause, weiter geht es erst am 3.10. am Olympiaweg in Köln Müngersdorf. Wie dieser Spielplan zustande kommt ist auch noch eines der Rätsel, die ich versuche im Laufe der Zeit zu lösen. So wirklich erschließt sich mir manches nicht und es ist natürlich schade, dass die Mädels nach so einem Spiel erstmal 2 spielfreie Wochen haben.

Leider ohne Zuschauer in Düsseldorf stehen für Danas wie Honamas jeweils 2 Spiele in der Pro League gegen Belgien an. Natürlich ist auch der KTHC dabei wieder zahlreich vertreten. Bei den Damen werden Rebecca Grote, Nike Lorenz, Cecile Pieper, Pia Maertens und Julia Sommer zu sehen sein, bei den Herren u.a. Mats Grambusch, Christopher Rühr, Timur Oruz und Johannes Große. Zu sehen dann per Stream bei DAZN, da Zuschauer eben nicht zugelassen sind.

Da die Spiele aber erst nächste Woche Dienstag und Mittwoch stattfinden und das Wochenende darauf nur ein Spiel der 1. Herren ansteht, werde ich nächste Woche keinen Blog schreiben und dann alles in einem Blog in KW 40 verpacken. Etwas kürzer als bei den 1.Damen, aber auch für mich also erstmal 1 Woche spielfrei. Da ich nur Spiele schaue, lese und darüber schreibe ist es auch nur fair, dass die Spielerinnen 1 Woche mehr frei haben!

In diesem Sinne, für Fragen, Feedback und Kritik jederzeit die Kommentarfunktion nutzen oder aber mir bei twitter.com unter @bkg01986 folgen. Wenn ein paar Follower dazu kommen, werde ich diese Platform in Zukunft auch vermehrt für Bilder von Spielen, News, Blogterminen etc. nutzen

Bis in 2 Wochen
Markus Lehnen

Die Woche… bei Rot- Weiss Köln, KW 18

Von Markus Lehnen

Blog aus der Coronapause
Als ich mich in meinem bis dahin letzten Blog vom 4. März verabschiedete geschah dies mit dem Gedanken spätestens in Kalenderwoche 12 wieder zu schreiben. Es geschah mit Vorfreude auf das Frühjahr, mit der Vorfreude auf die Pro League Spiele der Nationalteams in Mönchengladbach und mit der Vorfreude auf den Rest der Feldhockeysaison 2019/20 ab April. Hinzu kam die Hoffnung angemessen am 1.April den 1-jährigen Geburtstag von 12producer.de und damit auch dieses Blogs zu feiern. Aus all dem wurde leider mal so überhaupt nichts.

Vor 8 Wochen hätte ich im (Alp-)Traum nicht daran gedacht, dass sich die Covid 19 Lage in kürzester Zeit so zuspitzt. Ehrlichweise hätte ich mir damals unter einer Coronapause auch noch was ganz ganz anderes vorgestellt, halt etwas mit Bier.

Mit diesem Blog will ich mich aus meinem Home Office melden um euch ein klein wenig Lesestoff bieten und zu informieren was denn bei Rot- Weiss in der Zwischenzeit passiert ist und wie es im Hockey allgemein weiter gehen wird. Netterweise konnte ich diesbezüglich vergangene Woche mit RWK Geschäftsführer Robert Haake telefonieren.

Was bei Rot- Weiss los war
Bereits am 15.3. beschloss die Landesregierung NRW, dass Sport- und Freizeiteinrichtungen ab dem 17.3. zu schließen haben. Damit war auch klar, dass die Schranke bei Rot- Weiss gesenkt werden musste. Der ein oder andere tobte sich am 16.3. noch auf dem Vereinsgelände am Olympiaweg aus, bevor der Vereinsbetrieb am 17.3. eingestellt wurde.  Das benachbarte Sportamt Köln machte dies per persönlicher Visite am Vorabend noch einmal durchaus deutlich.
Seitdem heißt es auch für die Bundesligahockeyteams , die bereits mitten in der Vorbereitung auf die Feldsaison waren,  neben Beruf/Uni noch Sport Homeoffice. Also Ausdauer, Sprints, Krafttraining- allgemein Fitness, sowie jede Menge Zoomkonferenzen mit den Trainern. Ja, vor 8 Wochen hatte ich auch noch keine Ahnung was Zoom ist…

Damit war auch klar, dass nicht nur Großveranstaltungen, sondern eben auch die Hockeybundesliga und die Pro League bis auf weiteres nicht durchgeführt werden konnten.

Die Fortsetzung der Saison 19/20 wurde erst auf Ende April, dann auf Ende Mai und schließlich auf Ende Juli verschoben. Ob die aktuelle Saison ab August fortgesetzt wird oder diese abgebrochen wird und im September, wie vorgesehen, die neue Saison startet ist noch nicht entschieden. Wie mir Robert Haake aber bestätigte, würde die Fortsetzung der Saison dann schon mit den neuen Kadern stattfinden, da die Spieler/innen Verträge wie üblich zum 30.6. auslaufen. Nationaltorwart und mit Rot- Weiss deutscher Hallenmeister 2020 Victor Aly wird also z.B. leider nicht mehr am Olympiaweg zu sehnen sein, da er zum 1.7. nach Hamburg- Großflottbek wechselt. Ersetzt wird er dann bereits durch den Belgier Vincent Vanasch. Großen Dank an dieser Stelle für große Leistungen bei Rot- Weiss Köln an Victor Aly!

Darüber wie sich die Kader der beiden Bundesligatopteams verändern habe ich noch keine Informationen, werde aber sobald ich diese, und dazu die RWK Erlaubnis, habe hier verkünden.

Ansonsten sei euch vor allem der Kanal der Damen Nationalmannschaft (Danas) empfohlen, auf dem  die Spielerinnen in den Stories öfter mal über ihren Alltag in Coronazeiten und Allgemeines zu ihrer Person berichten. Die  RW Spielerinnen Pia Maertens und Nike Lorenz haben dort bereits einen für sie normalen Tag beschriebe, weitere Rot- Weisse Danas könnten folgen. https://www.instagram.com/diedanas/

Gerade für die Nationalspieler/innen kam ziemlich zu Beginn der Coronakrise die Hiobsbotschaft, dass die für August geplanten Olympischen Spiele in Tokio zwar weiterhin im August stattfinden, allerdings erst im Jahre 2021. In einem Sport, in dem fast alle noch neben dem Sport arbeiten oder studieren eine große Veränderung, da Sport und Beruf/Uni nun für ein weiteres Jahr nebenher geplant werden muss, will man in Tokio an den Start gehen. Ich hoffe und wünsche allen Nationalspieler/innen, dass ihr Olympiatraum 2021 doch noch wahr wird.

Nationalspielerin und Eckenspezialistin Rebecca Grote betätigte sich derweil in der unfreiwilligen Pause bei Fit Köln und zeigte dort, natürlich mit dem vorgegebenen Abstand zum Vorturner, ihre durchaus beeindruckenden Fitnessskills.

Da wie überall natürlich auch die Gastronomie bei Rot- Weiss aktuell geschlossen bleiben muss wird dort fleißig für das Comeback gewerkelt. Boden geschliffen, gestrichen und insgesamt die Zwangspause dafür genutzt noch besser zurück zu kommen. Ich wünsche auf diesem Wege alles Gute an den Vaca Roja Geschäftsführer José Rodriguez und das der Betrieb bestmöglich durch diese Krise kommt!

Wenn dann wieder gespielt wird, kann dies auch unter neuem Flutlicht im Plus Server Sportpark, denn auch dieses wurde in den letzten Wochen ausgetauscht.

All überall wird bei Rot- Weiss also fleißig daran gearbeitet besser denn je aus der Zwangspause zurückzukehren.

Wie es weitergeht
Nun wenn ich das wüsste…Aber allgemein sieht es langsam wieder etwas besser aus für die Sportvereine und damit auch für Rot- Weiss Köln. Mit Tennis darf  höchstwahrscheinlich in den nächsten Tagen wieder begonnen werden und mit dem Hockeysport, dann natürlich nur als Trainingsbetrieb unter Auflagen, sieht es seit heute wieder etwas besser aus. https://www.sportschau.de/allgemein/dosb-rueckkehr-in-vereinssport-100.html

Aktuell wäre Mannschaftstraining, aufgrund der Abstandsregelung, noch nicht wieder möglich. Allerdings erscheint langsam etwas Licht am Ende dieses Tunnels.

Ich plane solange noch  im Tunnel weitere Blogs, brauche dafür aber natürlich vor allem Content. Wer also gute Ideen hat, bitte  immer her damit! Schreibt mir unter diesen Blog, per twitter an @bkg01986 oder per facebook (Markus Lehnen). Gerne auch positive wie negative Kritik.

Eine Idee meinerseits ist Cheftrainer Andre Henning und Markus Lonnes in nächster Zeit zur aktuellen Situation zu interviewen.

Auch für unsere Seite ist die aktuelle Situation aufgrund der Ereignislosigkeit schwierig, aber wir hoffen in nächster Zeit wieder etwas Content liefern zu können, auch um ein wenig mit zur Ablenkung in dieser monothematischen Zeit beizutragen.

In diesem Sinne, DANKE an alle die mithelfen diese Zeit erträglich zu machen und vor allem bleibt alle gesund! Das ist aktuell das allerwichtigste!

Mit wie immer sportlichen Grüßen aus dem immer noch wunderschönen Köln

Euer Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 10

Von Markus Lehnen

Nach 2 Wochen Pause gibt es wie versprochen ein Update zur Rot- Weiss Köln. Die Tage werden wieder länger, der Kölner Karneval ist vorbei und die (Corona) Grippezeit nähert sich hoffentlich eher ihrem Ende. Bereits in 2 Wochen startet mit der Hockey Pro League in Mönchengladbach das Feldhockeyjahr 2020.

In dieser Ausgabe schaue ich aber vor allem nochmal zurück auf die Hallensaison.

Jugendmeisterschaften
In den vergangenen beiden Wochen wurden die Finalturniere um die deutsche Hallenhockeymeisterschaften der Jugend A (U18) und B (U16) bei Damen und Herren, sowie der Knaben A (U14) und B (U12) und der Mädchen A (U14) ausgespielt. Hierbei waren jeweils die 8 besten Mannschaften Deutschlands am Start, die sich vorher in ihren Landesverbänden qualifiziert hatten.

Für Rot- Weiss waren die Damen A in Dortmund, die Knaben A in Mönchengladbach und die Herren A in Neunkirchen am Start.

Den Auftakt machten bereits am vorletzten Wochenende die A Juniorinnen von Rot- Weiss, die mit einigen bekannten Gesichtern antraten, die bereits bei den 1. Damen in dieser Saison im Einsatz waren. Genannt seien hier Maja Sielaff, Antonia Lonnes, Lea Thomas, Amelie Fricke und Maja Weber. Das Team welches, wie die 1. Damen, von Trainer Markus Lonnes gecoacht wird konnte also durchaus zu den Favoritinnen beim Turnier in Dortmund gezählt werden.

Trotz einer 2:3 Auftaktniederlage gegen den UHC Hamburg konnten die Kölnerinnen dann auch mit 2 Siegen den Gruppensieg klar machen. Entscheidend war hierbei das starke Torverhältnis von 9:4. Mit 7:4 Toren schied Ludwigburg in der gleichen Gruppe dagegen aus und durfte nur noch um den 5. Platz spielen.

Im Halbfinale verpassten die Rot- Weiss Mädels dann aber denkbar knapp das Finale, als sie mit 1:3 im Shoot Out am späteren Sieger aus Großflottbek (natürlich auch ein Hamburger Team) scheiterten. Besser lief es beim Shooutout im Spiel um Platz 3 gegen den Erzrivalen vom Düsseldorfer HC, welches Rot- Weiss mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Mit Platz 3 also ein gutes Ergebnis für die talentierte Truppe.

Am vergangenen Wochenende spielten die U14 Jungs von Rot- Weiss in Mönchengladbach um die Meisterschaft. Leider konnte sich das Team der Trainer Jan Fleckhaus und Stefan Menke nicht für das Halbfinale qualifizieren, gewann aber neben dem Vorrundenspiel gegen Rüsselsheim (5:1) auch das Spiel um Platz 5 gegen den Münchner HC (3:1). Turniersieger wurden die Jungs von den Zehlendorfer Wespen aus Berlin, die Mannheim im Finale klar mit 5:1 besiegen konnten.

Ebenfalls am vergangenen Wochenende spielte die Rot- Weiss A Jugend in Neunkirchen im Saarland um den Titel. Die Truppe von Wolfgang Kluth, die im Oktober denkbar knapp die Meisterschaft auf dem Feld verpasst hatte, trat auch diesmal mit einigen Spielern an, die auf dem Feld zum Kader der 1. Herren gehören und wie Torwart Joshua Onyekwue auch in der Hallensaison bei der 1. Mannschaft dabei waren.

Für das Halbfinale qualifizierten sich die Kölner mit 2 Siegen gegen Frankfurt und den Berliner HC, nur dem Mannheimer HC musste man sich geschlagen geben. Im Halbfinale am Sonntag kam es dann zum Duell mit dem Club an der Alster. In der 1. Halbzeit konnte Ole Boeke seine Jungs noch in Führung bringen. Dann allerdings drehte den Hamburger das Spiel in der 2. Halbzeit und konnten mit 2:1 gewinnen. Wie die U18 Damen verpasste man also das Finale gegen eine Hamburger Mannschaft, wie die Mädels konnten aber auch die Jungs das Spiel um den 3. Platz siegreich gestalten. Goalie Joshua Onyekwue und Ole Boeke, der 3 Tore erzielte, waren die herausragenden Kölner beim recht deutlichen 4:1 über den Münchner HC. Meister wurde die jungen Männer des Mannheimer HC, die Alster im Finale mit 4:2 besiegten.

Insgesamt brachte Rot- Weiss Köln also 3 von 5 Teams in die Endrunden und konnte 2mal aufs Siegerpodest klettern. Es wäre sicher etwas mehr drin gewesen, aber insgesamt war es meiner Meinung nach eine gute Ausbeute aus der Hallensaison.

Saisonfazit 1. Herren Hallensaison 2019/20
Alles überstrahlt hat diese Hallensaison bei den Kölnern natürlich die Meistersaison der 1. Herren von Rot- Weiss. Diese waren ohne namhafte Nationalspieler wie Christopher Rühr, Tom und Mats Grambusch, Timur Oruz oder zunächst auch Jonas Gomoll in die Saison gegangen. Dafür standen mit Joshua Delarber und Benedikt Swiatek 2 echte Hallenspezialisten im Kader von Trainer Andre Henning.

Die Vorrunde bot einige Spektakel wie den 7:4 Auftaktsieg gegen Blau- Weiss Köln oder die 11 Tore Halbzeit beim 13:3 gegen den Düsseldorfer HC. Ebenfalls spektakulär waren die beiden 6:6 Unentschieden gegen den Dauerrivalen von Uhlenhorst Mülheim. Einen richtigen Dämpfer, im Endeffekt wohl zur richtigen Zeit, setzte es nur 6 Tage vor Heiligabend, als man zu Hause dem Crefelder HTC mit 4:10 unterlag. Was damals noch keiner wissen konnte war, dass es die einzige Saisonniederlage bleiben sollte.

Letztlich souverän zog Rot- Weiss mit 7 Siegen, 1 Niederlage und 2 Unentschieden in die Playoffs ein. Aufgrund des klar schlechteren Torverhältnisses beendeten die Kölner die Weststaffel nur auf Platz 2 hinter Uhlenhorst Mülheim und mussten im Viertelfinale beim Mannheimer HC ran. Dieses denkwürdige Spiel vor großer und vor allem lauter Kulisse konnte Rot- Weiss schließlich denkbar knapp mit 5:4 für sich entschieden, womit man beim Final 4 in Stuttgart dabei war.

Wie das lief, nämlich ebenfalls sehr spektakulär und vor allem aus RWK Sicht sehr erfolgreich, kann man im Blog aus KW 7 ausführlich nachlesen. Am Ende stand der Meistertitel, ein Titel mit vielen knappen Ergebnissen und noch mehr spektakulären Spielen, die eine super Werbung für den Sport waren.

Am Ende der 11. Hallenmeistersaison standen 10 Siege, 1 Niederlage und 2 Remis für Rot- Weiss Köln zu buche. Rekordtorschütze in dieser RWK Hallensaison war Johannes Große der 20 Tore erzielte, vor Kapitän Florian Pelzner und Jonas Gomoll mit je 15 Toren. Gerade Gomoll, der erst spät in die Hallensaison einstieg zeigte in den Playoffs all seine Klasse. Kapitän Pelzner ist es aber, der für seinen verwandelten, entscheidenden Penalty mit Dieter Hoeneß Gedächtnisturban im Halbfinale in die Rot- Weiss Köln Vereinsgeschichte eingehen wird.

Insgesamt also eine tolle Saison, die auch auf dem Feld ähnlich erfolgreich verlaufen kann. An dieser Stelle aber nochmal Herzlichen Glückwunsch zur deutschen Hallenhockeymeisterschaft 2019/20!

Kölns Sportler des Jahres
Nachdem es beim Hockeyspieler des Jahres international leider weder für Victor Aly, noch für Nike Lorenz gereicht hat, gilt es zumindest in Köln noch Ehrungen abzuräumen.

Nominiert sind nämlich bei den Teams die Hockey Vizeeuropameisterinnen Pia Maertens, Rebecca Grote, Nike Lorenz, Cecile Pieper und Julia Sommer. Alle 5 schnüren spätestens seit Sommer die Hockeyschuhe für die 1.Damen von Rot- Weiss Köln und gerade Torhüterin Sommer und Kapitänin Grote sind langjährige Leistungsträgerinnen im Team von Markus Lonnes. Während Sommer im Nationalteam seit Jahren Leistungsträgerin ist erlebte Grote in 2019 ihren Durchbruch dort und konnte einige Tore mit dem Adler auf der Brust erzielen. Neben dem 2.Platz bei der EM in Antwerpen konnten die Mädels von Bundestrainer Xavier Reckinger auch den 3. Platz bei der Pro League erspielen.
Also alle bitte hier fleißig abstimmen: https://www.koelschesportnacht.de/2019-2/

Dies gilt im übrigen auch für Andreas Mies, der mit seinem Doppelpartner Kevin Kravietz neben dem Triumph bei den French Open auch die Turniere von Antwerpen und New York gewann. Bei den US Open ging es für den langjährigen Bundesligaspieler von Rot- Weiss mit seinem Doppelpartner bis ins Halbfinale und auch beim ATP Tour Finale in London gehörte das Duo zu den 8 qualifizierten besten Teams der Saison 2019! Ebenso waren die beiden das deutsche Duo beim Davis Cup Finalturnier in Madrid und sind es in der Qualifikation am kommenden Wochenende in Düsseldorf gegen Weißrussland wieder. Mies ist für den Sportler des Jahres nominiert.

Aufsteiger
Ja auch das gibt es bei Rot- Weiss Köln. Die 2. Mannschaft der Damen konnte nämlich von der Oberliga in die Regionalliga aufsteigen. Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg!

Nationalteams erneut auf Reisen
Die Herrennationalmannschaft verbrachte nach dem erfolgreichen Pro League Auftakt in Spanien nun nach den Damen ihrerseits einen Trainingslehrgang im sommerlichen Südafrika.

Von Rot- Weiss mit dabei waren Victor Aly, Christopher Rühr, Jonas Gomoll, Timur Oruz, Johannes Große und Mats Grambusch. Nach Mülheim mit 7 Spielern stellte Rot- Weiss wieder die 2. größte Abordnung an Spielern beim Team von Neu Nationaltrainer Kais al-Saadi. Die eher zweitrangigen Spiele gegen Gastgeber Südafrika endeten 11:2, 7:1 und 1:1. Das letzte Spiel musste ausfallen, da die Bewässerungsanlage ausgefallen war. Ohne Wasser ist ein Hockeyplatz derartig stumpf, dass die Verletzungsgefahr enorm zunimmt.

Die Damen mit den hoffentlich bald 5 Sportlerinnen des Jahres in Köln waren derweil auf ihrem 3. Vorolympialehrgang in Madrid. Beim 2:0 Sieg im 1. Spiel gegen die Gastgeberinnen erzielte RWK Goalgetterin Pia Maertens beide Treffer, beim 2. Spiel kamen die Danas beim 5:1 ohne kölsche Tore aus.

Man kann übrigens nach wie vor für den Hockeywald spenden. Direkt oder per Kauf einer Karte für die Pro League bis zum 8.März. Ich fliege bald nach Berlin und werde diese 5 Euro CO2 Kompensation dann auch an das Projekt spenden. Nehmt mich beim Wort!

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Letzte Woche durften wir ein paar kleine Bäume pflanzen, mit der Hoffnung, dass sie und der gesamte Hockeywald noch ganz groß werden. Mitten im wunderschönen Reservat der @grootbosfoundation buddelten wir fleißig Löcher, um den ganzen gespendeten Bäumen ein neues Zuhause zu geben. Nun ist der erste Schritt für einen CO2 Ausgleich der Hockey- Community geschafft. All das wäre ohne eure großzügigen Spenden, die tolle Unterstützung der Foundation und ihrer Gärtner nicht möglich. Dafür möchten wir Danas in den nächsten Tagen mit ein paar lustigen Fotos und Videos Danke sagen 🥳🌳. . . Last week we got to plant some pretty small trees, hoping that they will never stop growing and doing good in the future. In the beautiful reserve of the @grootbosfoundation we dug a couple new holes as a home for all the donated trees. This has been our first step to offset some of the CO2 emission we caused last year. We owe a huge thank you to all the donators, the @grootbosfoundation and their amazing gardeners. We will share some funny expression from our planting day in the next couple of days 🥳🌳 @dhb_hockey @fihockey

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Wie es weitergeht
Nach diesem wieder eher ausführlicheren Blog ist die Newslage erst einmal erschöpft. In den nächsten beiden Wochen wird es daher wahrscheinlich keinen Blog geben, maximal in KW 12 mit einer Vorschau auf die Pro League Spiele in Mönchengladbach. Dort bin ich an mindestens einem Tag vor Ort und werde natürlich dann in KW 13 ausführlich darüber berichten, sicher auch mit dem ein oder anderem Foto von vor Ort.

Ebenso geht es dann schon mit sehr großen Schritten in Richtung Feldsaison, die am 1. Aprilwochenende beginnt.

In diesem Sinne sportliche Grüße und bleibt vor allem alle gesund!

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 7

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Von Markus Lehnen

Der Meisterblog
Kalenderwoche 7 bietet diese Woche etwas ganz Besonderes, denn Heureka(!), Köln hat wieder einen amtierenden deutschen Meister. Nun bin ich nicht in jeder Sportart 100 Prozent informiert, aber meines Wissens dürfte Rot- Weiss mit diesem Titel der einzige amtierende Meister der Domstadt sein. In den großen olympischen Mannschaftssportarten ist man es jedenfalls sonst nirgends. Eher im Gegenteil, seitdem ich im Jahre 2007 ins Rheinland kam war der sportliche Erfolg in dieser tollen Stadt doch eher gering. Ausnahmen bildeten da nur der ein oder andere tiefe Playoffrun der Kölner Haie, zig Aufstiege des 1.FC Köln und eben die Meistertitel der Damen und Herren von Rot- Weiss im Hockey. Aber, und so ehrlich muss man auch sein, der letzte Titel lag mit dem Hallentitel der Herren 2017 nun auch schon wieder 3 Jahre zurück. Kurz um, es wurde mal wieder Zeit! Und es freut mich natürlich ganz besonders, diese Saison mit diesem Blog begleitet haben zu dürfen.

Das Rot- Weiss im Sportteil des Onlineauftritts vom Kölner Stadtanzeiger am Montag dann so überhaupt nicht vorkam möchte ich allerdings als zumindest schade bezeichnen.

Während die Sport Reportage im ZDF gleich ganz ausfiel konzentrierte sich die Sportschau auch vollends auf die DFB Pokalauslosung und auch im SWR blieb es beim Stream. Schade, aber wohl nun einmal das Los des Hockeysports in Deutschland außerhalb von Olympia. Wie man in der Folge liest, hätte sich eine ausführlichere Berichterstattung allerdings durchaus gelohnt.

Nach dem Motto Ehre, wem Ehre gebührt, werde ich mich diese Woche auch ausschließlich auf das Final 4 konzentrieren. Das liegt zum einen an begrenzter Zeit meinerseits und zum anderen passt es thematisch. Das Fazit über die Herrensaison werde ich dann demnächst noch in einen Blog einfließen lassen.
Aber nun zum Final 4, von Anfang an.

Final 4 Stuttgart 2020
Halbfinale: Club an der Alster- Rot- Weiss Köln 11:12 n.Shootout (5:3)
Nachdem zuvor bereits die Damen mit dem Düsseldorfer HC und dem Club an der Alster ihre Finalistinnen ausgespielt hatten, startete um 16 Uhr das Halbfinale zwischen Alster und Köln in der ausverkauften ScharrArena im Bauch der Mercedes Arena von Stuttgart.

Obwohl die Herren der Hamburger meist im Schatten der erfolgreicheren Damen stehen, hatten sie mit 24 Punkten eine klasse Saison gespielt und waren ein mehr als gefährlicher Gegner für die Kölner.

Das zeigte sich nach intensiven Beginn überdeutlich, als Alster durch Bruns in der 11. Minuten in Führung gehen konnte. Die Kölner antworteten zwar direkt mit Florian Pelzner, aber wieder im Gegenzug gingen die Hamburger durch Schmidt abermals in Führung. Jede Minute viel jetzt ein Treffer und so ging Alster nach Großes´ Ausgleich ein drittes Mal mit einem Tor in Führung, als Reimann einen Abpraller vom Kölner Keeper Aly verwerten konnte. Als Carl Alt dann sogar erhöhen konnte sah es kurzfristig nicht so gut aus für Rot- Weiss. Zwar konnte erneut Große vor der Pause auf 3:4 verkürzen, doch Alt stellte postwendend den alten Abstand wieder her.

Trainer Andre Henning nutzte die Halbzeit aber sehr zum Vorteil der Domstädter, die die ersten 10 Minuten in Halbzeit 2 dominieren konnten und durch Prinz, Pelzner und Delarber den Rückstand in die erstmalige Führung drehten. Warum Coach Henning von einer Werbung für den Hockeysport sprach sah man spätestens, als der Club an der Alster den Schock verdaute und seinerseits durch Schmidt und Reimann wieder in Führung gehen konnte, mit nur noch 10 Minuten auf der Uhr. Was dem Spiel jetzt noch fehlte war die ultimative Entscheidung im Penaltyschießen, denn Verlängerung ist im Hallenhockey nicht vorgesehen. Und gesagt, getan, der vorher am Kopf verletzte und nun mit Dieter Hoeneß Gedächtnisturban spielende ( ja dieses Spiel hatte wirklich alles) Florian Pelzner bediente Kai Aichinger, der per Stecher zum 6:6 ausgleichen konnte. In den letzten 7 Minuten hatte zwar auch Köln Chancen, doch vor allem Alster war nah am Sieg, als man den Pfosten traf und kurz vor Ende Jan Fleckhaus mit dem Stock eine Strafecke für den geschlagenen Victor Aly parierte.

Im ersten Durchgang des fälligen Shootouts (die Spieler laufen auf den Torwart zu und haben 6 Sekunden um den Ball ins Tor zu schießen), trafen beide Teams 2 von 3 mal. Weiter ging es!

Große und Prinz trafen auch ihre 2. Versuche, aber auch bei Alster gaben sich Linnekogel und Kamlade keine Blöße. Den Versuch von Reimann konnte Aly aber diesmal mit den Schoner parieren und so lag es an Florian Pelzner den Finaleinzug klar zu machen. Pelzner lief, drehte sich vorm Hamburger Goalie Appel und konnte mit der Rückhand zum Sieg treffen! Schluss, Aus, Ende, Rot- Weiss Köln im Finale um die deutsche Hockeymeisterschaft!

Zugegeben nicht ganz ohne Diskussionen, denn man könnte zu dem Schluss kommen, dass Pelzner auf Appels Stock trat und das Tor nicht hätte zählen dürfen. Hier war das Glück etwas bei Rot- Weiss, denn den allseits beliebten ( Vorsicht Ironie!) Videobeweis gibt es im Hallenhockey nicht.

Final 4 2019, Finale: Rot- Weiss Köln- Berliner HC 7:6 (4:2)
Gegner im Finale war etwas überraschend nicht der Dauerrivale von Uhlenhorst Mülheim, sondern der Berliner HC um den Kapitän der Halleneuropameister von Berlin, Paul Dösch. Recht souverän hatten diese Mülheim mit 8:4 aus dem Turnier befördert, womit Köln gewarnt hätte sein müssen.

Vor den Augen einer großen Anhängerschaft, bei der u.a. auch einige Spielerinnen der RWK Mädels vor Ort waren, konnte Rot- Weiss diesmal durch Jonas Gomoll in der 15. Minuten in Führung gehen, nachdem die Anfangsphase eher durch abtasten geprägt war.  Anton Ebeling konnte zwar für Berlin ausgleichen, doch Delarber und Gomoll brachten die Domstädter sogar mit 2 Toren in Führung. Zwar schaffte der BHC den Anschluss, doch durch das 3. Tor von Gomoll ging es mit einem 4:2 für Rot- Weiss in die Pause.

Diesmal zog sich Köln nach der Pause etwas zurück und überließ den Berlinern das Spiel, was sich in den Minuten 40 und 41 rächen sollten, als Ebeling und Klink das Spiel ausglichen. Mit einem Hechtsprung konnte zwar Pelzner kurze Zeit später die erneute Kölner Führung herstellen, doch die hartnäckigen Berliner konnten fast im Gegenzug durch Klipper erneut ausgleichen. In Minute 48 fand die wohl vorentscheidende Sequenz dieses Spiels statt, als Victor Aly stark gegen Tim Strüven eine Strafecke hielt und im Gegenzug Max Siegburg nach 2 Paraden des Berliner Goalies Kentmann zum 6:5 abstauben konnte und das Momentum so wieder auf die Seite der RWK Jungs brachte. Berlin machte noch einmal enorm Druck, doch Rot- Weiss hielt stand und konnte 2 Minuten vor Ende noch einen 7m herausholen. Als Gomoll diesen sicher verwandelte war die Entscheidung gefallen, denn auch der erneute Anschlusstreffer von Paul Dösch und 60 Sekunden Berliner Anrennen aufs Kölner Tor konnten den 1. Rot- Weiss Meistertitel bei den Senioren seit 2017 und die 11. Hallenhockey DM  nicht mehr verhindern!
DEUTSCHER HALLENHOCKEYMEISTER 2019/20: ROT- WEISS KÖLN!

Auf diesem Wege natürlich auch meinen Glückwunsch an Coach Andre Henning, seinem gesamten Trainerstab, dem kompletten Verein und natürlich vor allem dem gesamten Team! Ohne das Gros der Nationalspieler haben die Jungs eine wahrlich grandiose Saison gespielt, mit dem ein oder anderem spektakulären Spiel in der Hauptrunde und einem Final 4, dass an Dramatik wohl kaum zu überbieten sein dürfte. Spieler des Turniers wurde folgerichtig Florian Pelzner, der mit Kopfverletzung kämpfe, lief, hechtete und eben auch traf, wie kaum ein Zweiter.

Ich konnte leider nur am Stream zuschauen, der übrigens sowohl von Sport Total wie auch vom SWR top produziert wurde. Die Stimmung schien mir jedenfalls super gewesen zu sein und aus sicheren Quellen weiß ich auch, dass im Rot- Weiss Vereinslokal Ochsen bis tief in die Nacht gefeiert wurde. Natürlich absolut zurecht, denn erstens war die Heimfahrt durch Orkan Sabine sicher nicht der allergrößte Spaß und zweitens ist es, wie Anfangs erwähnt, der einzige Meistertitel den die Stadt Köln aktuell inne hat. Und das von Rot- Weiss, das ist doch was!

Ich hoffe dann darauf mindestens einen Titel, vielleicht sogar 2 ( man wird ja noch träumen dürfen) beim Final 4 im Feldhockey in Mannheim im Mai live vor Ort miterleben zu können.

Final 4, Finale Damen: Club an der Alster- Düsseldorfer HC 4:3 (1:2)
Last but noch least, ein Final 4 ohne Hamburger Titel? Natürlich nicht. Die Damen vom Club an der Alster sind nach den 2 Titeln in Serie auf dem Feld nun auch amtierender Meister im Hallenhockey. Gegen den DHC konnten die Mädels von Coach Jens George einen 0:2 Rückstand in ein 4:2 umwandeln und am Ende knapp mit 4:3 zu gewinnen. Auch an die Hamburgerinnen meinen herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft.

Wie es weitergeht
Heute mal keine News, da es kaum welche gab und ich diesen Blog ganz im Eindruck und zu Ehren des Rot- Weissen Meistertitels halten wollte.
Ein Saisonfazit der 1. Herren wird in den nächsten Wochen folgen, vielleicht in der Kombination mit den Endrunden der Jugendmeisterschaften. Denn vielleicht folgen ja noch der ein oder andere Titel, die A- Juniorinnen haben übernächstes Wochenende schon ihre Chance darauf.

Ich werde mir nächste Woche eine kleine Kreativpause nehmen, bin dann aber spätestens in Kalenderwoche 10, vielleicht sogar 9,  wieder zurück, wenn die Tage langsam länger werden und wir uns der Feldsaison mit großen Schritten nähern.

In diesem Sinne, Herzlichen Glückwunsch Rot- Weiss Köln und wie immer sportliche Grüße aus dem sehr windigen Köln!

Markus Lehnen

 

 

 

 

 

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 6

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Von Markus Lehnen

Herren im Final 4!

Playoff Viertelfinale: Mannheimer HC- Rot- Weiss Köln 4:5 (3:3)
Was Hallenhockey ausmacht konnte man am späten Samstagnachmittag gut am Viertelfinalspiel der Kölner in Mannheim sehen. In einem schnellen, hochklassigen und stets spannenden Spiel konnte sich Rot- Weiss mit 5:4 durchsetzen und sich so für das Final 4 um die deutsche Hallenhockeymeisterschaft qualifizieren.

Glücklicherweise konnte ich das Spiel am Stream verfolgen, der super lief, wenn auch der etwas parteiische Kommentar pro Mannheim leicht störte. Die Stimmung in der ausverkauften Halle war in jedem Fall erstklassig, auch weil sich durchaus nicht wenige Kölner dort eingefunden hatten.

Das Spiel selbst startete wie die Feuerwehr und Jonas Gomoll traf per Siebenmeter bereits in der 2. Minute zur Kölner Führung. Diese wurde aber postwendend durch Anzeneder ausgeglichen. In der Folge neutralisierten sich die Teams und die beiden Torhüter übernahmen die Hauptrollen in diesem Spiel bis Patrick Harris Mannheim in der 22. Minute erstmals in Führung bringen konnte. Diesmal aber antworteten die Kölner sofort mit Thies Prinz, der ungeahnte Freiheiten im badischen Schusskreis gekonnt ausnutze. Wieder Harris brachte den MHC kurz vor der Pause erneut in Führung, doch wieder konnten die Domstädter ausgleichen. Diesmal verwandelte Florian Pelzner, quasi mit der Halbzeitsirene, eine Strafecke.

Mit Beginn der 2. Halbzeit konnte Rot- Weiss jetzt vor allem die Defensive stärken und stand sicherer gegen den Ball. Offensiv brachte eine verwandelte Ecke von Johannes Große die 2. Führung für die Gäste. Als Jonas Gomoll dann in der 42. Minute einen groben Abwehrschnitzer der Gastgeber zum 5:3 ausnutzte, schien sich das Spiel in Richtung der Kölner zu entscheiden. Erst Recht, als kurz danach vermeintlich das 6:3 nach einer Strafecke fiel, welches aber aberkannt wurde, da der Ball wohl nicht im Schusskreis gestoppt wurde. Mannheim gab danach noch mal alles und kam durch Zmyslony 5 Minuten vor Schluss zum Anschlusstreffer. Die Kölner hielten aber dem Druck stand und konnten den knappen Vorsprung über die Zeit bringen und sich erstmals seit 2018 wieder für das Final 4 in Stuttgart qualifizieren.

Trainer Andre Henning lobte vor allem die Mentalität seiner Truppe, die dem Druck des MHC im Mannheimer Hexenkessel standhielt. Dem kann ich nur zustimmen, war doch die Lautstärke selbst am Stream ohrenbetäubend.
In Stuttgart geht es für die Rot- Weiss Jungs nun am Samstag im 1. Halbfinale um 16 Uhr gegen den Club an der Alster, der Lichterfelde souverän mit 8:3 besiegte. Zu sehen gibt es das komplette Final 4, auch alle Spiele der Damen, im Livestream vom SWR.

Das 2. Halbfinale bestreiten der Berliner HC und Uhlenhorst Mülheim. Es könnte also gut sein, dass am Sonntag im Finale um 14 Uhr ein altbekannter Klassiker ansteht, wenn der Hallen- auf den Feldrekordmeister, also Rot- Weiss auf Uhlenhorst, treffen könnte. Wollen wir es mal hoffen!

Bei den Damen treffen der Harvesterhuder THC auf den Düsseldorfer HC und der Club an der Alster auf Uhlenhorst Mülheim. 2mal Hamburg gegen den Westen also und insofern bitter, als dass die Rot- Weiss Mädels gut und gerne anstelle von Mülheim in diesem Halbfinale hätten stehen können.

Siege und Bäume
Letzte Woche hatte ich  ja schon erwähnt, dass  die Damennationalmannschaft aktuell mit 5 Rot- Weiss Spielerinnen in Südafrika weilt, um sich den ersten Schliff für die Olympischen Spiele zu holen. Die Testspiele laufen super. Im 2. Spiel wurde Irland mit 4:1 besiegt, im 3. Südafrika mit 4:0. Hierbei konnten sich die Kölnerinnen Pia Maertens (2mal) und Rebecca Grote in die Torschützenliste eintragen. Das vorletzte Spiel in Südafrika, auf die man am Dienstag ein letztes Mal trifft, konnten die Danas sogar mit 8:1 gewinnen, wobei diesmal Grote doppelt traf und Maertens 1 Tor beisteuern konnte.

Sportlich läuft es also und neben dem Platz haben sich die Mädels so ihre Gedanken um ihren ökologischen Fußabdruck gemacht. Alleine im letzten Jahr flog das Team von Xavier Reckinger u.a. nach Australien, von Australien nach Neuseeland, von Neuseeland nach Argentinien, nach China, in die USA und im Dezember nochmal nach Argentinien. Um diese CO2 Belastung etwas auszugleichen hat man sich entschieden in Südafrika einen sogenannten Hockeywald zu pflanzen.

Spenden kann man hier: https://www.gofundme.com/f/hockey-forest
Informationen gibt es hier: https://web.hockey.de/natio/natio_Damen/news/wp9duv.html

Eine sicherlich löbliche Aktion und vielleicht hat der ein oder andere ja Lust, und Geld, um sich daran zu beteiligen. Spaß scheint das Pflanzen zumindest auf jeden Fall gemacht zu haben.

Oranje für Rot- Weiss
Nach Vincent Vanasch konnte Rot- Weiss nun mit Mink van der Weerden einen weiteren internationalen Topspieler für die neue Saison verpflichten. Der Niederländer kommt aus Eindhoven und gilt als einer der besten Eckenschützen der Welt. Bei Olympia 2012 scheiterte er mit den Niederländern erst im Finale am deutschen Team und konnte neben der Silbermedaille auch den Titel des Torschützenkönigs mit nach Hause nehmen. 2015 und 2017 wurde van der Weerden Europameister und 2018 Vizeweltmeister, dazu gewann er von 2014-2016  3 mal in Serie die holländische Meisterschaft und die EHL mit Oranje Rood. Ein viel dekorierter Spieler also, den man ab September bei Rot- Weiss am Olympiaweg bewundern kann.

Starke Juniorinnen
Erfolgreich waren am Wochenende auch die A- Juniorinnen von Rot- Weiss, die sich bei den Westdeutschen Meisterschaften in eigener Halle als 2. für die Endrunde in 3 Wochen qualifizieren konnten.
Die Mädels, bei denen mit u.a. Antonia Lonnes, Maja Sielaff, Maja Weber und Lea Thomas einige Spielerinnen dabei waren, die schon für die 1. Mannschaft eine starke Hallensaison gespielt hatten, konnten Krefeld und Mülheim besiegen und mussten sich nur dem ständigen Rivalen aus Düsseldorf mit 2:3 geschlagen geben. Hoffen wir mal, dass die jungen Damen von Coach Markus Lonnes bei der deutschen Meisterschaft den Spieß umdrehen können.
http://www.whv-hockey.de/VVI-web/default.asp?lokal=WHV&innen=/VVI-web/JDM/Turnier.asp&Turnier=811&Auswahl=2&fbclid=IwAR0f2C-1llgty0FZNyMlEaYtEJUyqX2Ue7TuJ-MQFUhXYsbTLgcxIDOrfz8

Wie es weitergeht
Mit dem Final 4 in Stuttgart, den Danas in Südafrika und dem Saisonfazit der 1. Herren geht es nächste Woche weiter, bevor ich mich dann in eine kurze Winterpause verabschiede.
Das Final 4 beginnt nächste Woche um 11 Uhr und kann wie beschrieben im SWR per Stream verfolgt werden. Für vor Ort gibt es auch noch Karten. Das ganze findet in der ScharrArena statt, die sich im Bauch der Mercedes Benz Arena in Stuttgart befindet. Sicherlich also eine coole Location für einen Wochenendausflug ins Schwabenland.
In diesem Sinne, ich werde mit dem Stream vorlieb nehmen müssen, werde da aber alles bestmöglich verfolgen und dann nächste Woche darüber berichten.

In diesem Sinne wie immer sportliche Grüße aus dem überhaupt nicht winterlichen Köln

Markus Lehnen