Diese Woche… bei Rot- Weiss Köln KW 38

Von Markus Lehnen

Corona in Hamburg und Nürnberg

Schon beim 2. Blog dieser Feldhockeyrunde muss ich auf das leidige Thema dieses Jahres eingehen, denn der Covid- 19 Virus hat nun auch den deutschen Hockeysport direkt getroffen. Beim Nürnberger HTC und beim Harvestehude THC kam es in der letzten Wochen zu positiven Tests. Bei Nürnberg, die zuletzt noch in Köln spielten, wurde ein Spieler der 2. Herren positiv getestet. Da er weder mit in Köln war noch sonst Kontakt mit den 1.Herren hatte kam es dort aber zu keinem weiteren Fall. Nürnberg konnte am vergangenen Wochenende wie geplant spielen und auf Rot- Weiss hatte dieser Fall keine direkten Auswirkungen.

Im Gegensatz zu den 3 positiven Fällen bei Harvestehude, eigentlich Gegner der Rot- Weiss 1. Herren am Samstag. Da sich mehr als 5 Spieler des Stammkaders in häuslicher Quarantäne befinden, musste das Spiel laut DHB Statuten auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Auch die Damen des HTHC bestritten an diesem Wochenende keine Spiele. Wann die Spiele und damit auch der Auftritt der Rot- Weiss Jungs nachgeholt wird steht noch nicht fest.
Wie diese Fälle zeigen gibt und wird es wahrscheinlich weiter zu ungewöhnlichen Situationen in diesem Hockeyherbst kommen. Ich hoffe aber natürlich, dass es bei diesen Fällen bleibt und diese Runde wie geplant beendet werden kann.

Der KTHC in Hamburg
Kommen wir nun also endlich zu erfreulicheren Dingen und damit dem sportlichen vom vergangenen Wochenende. Das Hamburg die deutsche Hockeyhauptstadt, da bei Damen wie Herren jeweils 4 von 12 Teams aus der Hansestadt  kommen, ist habe ich schon oft erwähnt. Deswegen ist es auch nichts ungewöhnliches, dass Doppelspieltage gerne en bloc dort abgehalten werden, um die Fahrzeiten möglichst kurz zu halten. Das allerdings Damen wie Herren einen Doubleheader dort haben ist dann doch eher ungewöhnlich und in meiner Zeit als Rot- Weiss Blogger noch nicht passiert.

Allerdings hatte sich das mit dem Doubleheader bei den Herren, wie beschrieben, bereits Freitagabend erledigt und der Samstag gehörte erstmal alleine den 1. Damen von Rot- Weiss.

Damen, 10. Spielwochenende, Großflottbeker THGC- Rot- Weiss Köln 0:3 (0:2)
Leider noch ohne Stream und daher nur von 80 Zuschauern vor Ort beobachtet, gewannen die Kölnerinnen recht souverän mit 3:0 beim Aufsteiger aus West Hamburg. Bereits nach 5 Minuten verwandelte Nike Lorenz eine ihrer gefürchteten Strafecken. Das diese bei Rot- Weiss in dieser Saison eine echte Waffe sind unterstrich Rebecca Grote in der 20., als sie ebenfalls eine Strafecke ins Tor schlenzte. Beim Damenhockey werden oft mehr Varianten gespielt, da die Power beim Direktschuss nicht der der Herren entspricht, die wesentlich öfter direkt schlenzen oder schießen. Mit Varianten sinkt auch etwas die Torwahrscheinlichkeit. Damit wird deutlich, was für ein Vorteil es ist gleich 2 Nationalspielerinnen zu haben, die Ecken mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt verwandeln.

In der 2. Halbzeit spielten sich mit Torhüterin Julia Sommer und Stürmerin Pia Maertens noch 2 weitere Nationalspielerinnen in den Vordergrund. Die eine, Sommer, weil sie 2mal sehenswert parierte, die andere, Maertens, weil sie einen Vorhandschuss sehenswert im rechten oberen Winkel des Großflottbeker Tors zum 3:0 unterbringen konnte.

Da das Spiel des Club an der Alster gegen Harvestehude nicht stattfinden konnte, lagen die KTHC Mädels vorm direkten Duell bereits 5 Punkte vor Alster.

Damen,11. Spielwochenende, Club an der Alster- Rot- Weiss Köln  2:3 (1:0)
Laut meinen Informationen anscheinend ohne Frühstück, aber mit eben 5 Punkten Vorsprung im Rücken ging es für die 1.Damen am Sonntag nach Hamburg Wellingsbüttel zum Topspiel gegen die amtierenden deutschen Meisterinnen. Immerhin 100 Zuschauer durften unter Coronaauflagen auf die im Um- und Ausbau begriffene Spielstätte der ursprünglich in Hamburg Rothenbaum beheimateten Hamburgerinnen.

Nur lobend kann ich mich über den Youtube Stream äußern. Hier stimmte wirklich alles: Von Bildqualität, über Kommentar, Kameraführung, Ton bis Wiederholungen- es wurde eine 1a Hockeyübertragung geboten. Glücklicherweise trug das Spiel auch sehr zum positiven Sporterlebnis bei.

Dominierten zu Beginn noch die Hamburgerinnen das Spiel, setzte Grote in der 12. Minuten zum ersten Mal ein Ausrufezeichen, als sie eine Strafecke an den Pfosten schoss. Danach wogte das Spiel bis zur Pause hin und her, doch als alle schon an ein 0:0 Halbzeitergebnis dachten, fing sich Rot- Weiss wenige Sekunden vor der Pause noch einen Konter zum 0:1 durch Lisa Altenburg ein. Geschockt waren die Domstädterinnen aber keineswegs, denn bereits in der 33. Minute fand ein wunderbarer Schlenzer von Nike Lorenz Emma Boermans, die freistehend zum 1:1 ausgleichen konnte. Nur 3 Minuten später verlor dann aber Lea Stöckel den Ball im Aufbau, wodurch 3 Alsterspielerinnen auf das Kölner Tor zulaufen konnten und Karlotta Sippel folgerichtig zum 2:1 für Alster traf. In der 43. konnte Routinier Julia Busch mit dem Brett gerade so vor der Linie das 3:1 für Alster verhindern. Im Gegenzug scheiterte Liv Arndt knapp an der Hamburger Torfrau. In einem jetzt hochklassigen Spiel konnte sich Köln in Überzahl (Kira Horn sah in der 48.Minute die Grüne Karte) nun Vorteile erspielen, die in der 48.Minute in einer weiteren Strafecke mündeten. Diesmal legte Rebecca Grote den Ball auf die links vorm Tor stehende Pia Maertens ab, die sicher zum 2:2 einschoss. Nach einer Parade von Sommer war es 6 Minuten vor Schluss auch wieder die erst 21-jährige deutsche Nationalspielerin Maertens, die mit einem beherzten Solo eine weitere Strafecke für Rot- Weiss herausholte. Diesmal spielte Grote eine Variante zu Lorenz, deren Schuss nur direkt vor den Stock von Maertens pariert werden konnte, die dann zum 3:2 für Köln einschoss. Ein ganz wichtiger Sieg war also greifbar, doch die Schlussphase wurde nochmal turbulent. Nach einem beherzten Körpereinsatz von Julia Busch (möglicherweise auch einem Foul;-) blieb Lisa Altenburg verletzt liegen. Nach minutenlanger Pause kam es zu einer Strafeckenserie der Hamburgerinnen, und einmal lag der Ball sogar im Tor. Dumm gelaufen für Alster, gut für Köln, hatte der Schiedsrichter doch bereits vorher auf 7m entschieden und den Vorteil nicht laufen lassen. Julia Sommer war es aber schließlich, die den flachen Schuss von Hanna Valentin parieren konnte und somit die Big Points für Rot- Weiss Köln festhielt.

Trainer Markus Lonnes sah auch wegen der turbulenten Schlussphase einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg. Das sehe ich ähnlich um bemühe den Begriff, den auch die Kommentatoren nutzten: Effizienz. Alster war insgesamt das leicht bessere Team mit mehr Chancen (14:9) und mehr Ecken (8:6), aber Rot- Weiss war eben deutlich effizienter, was sich alleine bei 2 verwandelten Ecken zu 0 auf Hamburger Seite zeigt.

Letztlich also ein 6 Punkte Trip in die spätsommerliche Hansestadt für die KTHC Mädels  und damit ein satter Vorsprung von 8 Punkten auf den Club an der Alster, die allerdings 1 Spiel weniger gespielt haben. In der Gesamttabelle ging man am UHC Hamburg und ist nun 3., nur 2 Punkte hinter den Düsseldorferinnen. Die gute Laune kam also nicht von ungefähr und ich hoffe, dass es nachher noch etwas zu essen gab.

Herren, 11. Spielwochenende, Großflottbeker THGC- Rot- Weiss Köln 1:3 (0:0)
Auch hier muss man lobend den Stream erwähnen, der bei Youtube zur Verfügung gestellt wurde. Dieser war nicht ganz so gut, wie der vom Club an der Alster, aber es ist schön zu sehen, dass immer mehr Spiele im Internet zu verfolgen sind.

Im Westen Hamburgs kam es für die 1.Herren von Rot- Weiss zu einem Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Torhüter Victor Aly, der diesen Sommer zurück zu seinem Jugendverein wechselte. Ich hatte letzte Woche fälschlicherweise geschrieben er wäre zu Polo Hamburg gewechselt, diesen Fehler bitte ich zu entschuldigen.

Die 1. Halbzeit lief für den Tabellen-2. noch nicht sonderlich gut. Nach solidem Auftakt mit 2 Großchancen von Prinz und Mazkour konnte Großflottbek immer wieder gut kontern und Joshua Onyekwue, der den noch verletzten Neuzugang Vanasch abermals vertrat, konnte sich mehrere Male auszeichnen.

In der 2. Halbzeit war es ein starkes Solo durch den gesamten Schusskreis von Kapitän Mats Grambusch, der den Bann brach und Köln in der 33. Minute in Führung brachte. Bei einer ganzen Strafeckenserie tat Victor Aly mit Glanzparaden sein Bestes, aber beim 4. Eckenversuch konnte Scholten einen Abpraller zum 2:0 einnetzen. Der THGC gab aber nicht auf und konnte im direkten Gegenzug einen 7m herausholen, den Jakob Schmidt verwandelte. Mit fortlaufender Zeit wurde Rot- Weiss allerdings immer stabiler und konnte eine Strafecke nach der anderen herausholen. Immer wieder wurde Neuzugang Mink van der Weerden aber entscheidend am erfolgreichen Abschluss gehindert. In der 52. kam der niederländische Eckenspezialist dann allerdings einmal frei zum Schuss und konnte zur Vorentscheidung treffen. Insgesamt ein hartes Stück Arbeit für die KTHC Jungs, aber am Ende dann doch ein verdienter Sieg. Auch Trainer Andre Henning zeigte sich mit dem Spiel seiner Jungs zufrieden, vielleicht ja auch, weil das Strafeckentraining nach ganzen 16 (!!) Stück gleich mit ins Spiel integriert wurde.

Da der Mannheimer HC am Sonntag gegen den Berliner HC verlor, haben die Kölner in ihrer Staffel B nun 4 Punkte Vorsprung auf Platz 2 und liegen in der Gesamttabelle mit 32 Punkten gleichauf mit Tabellenführer Uhlenhorst Mülheim, die überraschend gegen den UHC Hamburg verloren.

Wie es weitergeht
Es ist erstmal Länderspielpause. Die nicht Nationalspielerinnen von Rot- Weiss Köln haben nun ganze 2 Wochenenden Pause, weiter geht es erst am 3.10. am Olympiaweg in Köln Müngersdorf. Wie dieser Spielplan zustande kommt ist auch noch eines der Rätsel, die ich versuche im Laufe der Zeit zu lösen. So wirklich erschließt sich mir manches nicht und es ist natürlich schade, dass die Mädels nach so einem Spiel erstmal 2 spielfreie Wochen haben.

Leider ohne Zuschauer in Düsseldorf stehen für Danas wie Honamas jeweils 2 Spiele in der Pro League gegen Belgien an. Natürlich ist auch der KTHC dabei wieder zahlreich vertreten. Bei den Damen werden Rebecca Grote, Nike Lorenz, Cecile Pieper, Pia Maertens und Julia Sommer zu sehen sein, bei den Herren u.a. Mats Grambusch, Christopher Rühr, Timur Oruz und Johannes Große. Zu sehen dann per Stream bei DAZN, da Zuschauer eben nicht zugelassen sind.

Da die Spiele aber erst nächste Woche Dienstag und Mittwoch stattfinden und das Wochenende darauf nur ein Spiel der 1. Herren ansteht, werde ich nächste Woche keinen Blog schreiben und dann alles in einem Blog in KW 40 verpacken. Etwas kürzer als bei den 1.Damen, aber auch für mich also erstmal 1 Woche spielfrei. Da ich nur Spiele schaue, lese und darüber schreibe ist es auch nur fair, dass die Spielerinnen 1 Woche mehr frei haben!

In diesem Sinne, für Fragen, Feedback und Kritik jederzeit die Kommentarfunktion nutzen oder aber mir bei twitter.com unter @bkg01986 folgen. Wenn ein paar Follower dazu kommen, werde ich diese Platform in Zukunft auch vermehrt für Bilder von Spielen, News, Blogterminen etc. nutzen

Bis in 2 Wochen
Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 37

1

von Markus Lehnen

In eigener Sache
Zunächst einmal hoffe ich, dass ihr, liebe Leser, alle gesund und auch wirtschaftlich wie moralisch gut durch die Coronapause gekommen seid.

Als ich am 19. Januar, nach dem jeweils letzten Hallenspieltag der 1. Hockeydamen und Herren, die Rot- Weiss Anlage in Müngersdorf verließ konnte ich nicht ahnen, wie lange es dauern würde, bis ich wieder für ein Spiel zurückkehren werde. Immerhin stand die Rückrunde ab Ende März vor der Tür, und auch die 1.Tennisherren wollte ich von Ende Juni an bei allen Heimspielen besuchen. Es kam bekanntlich alles anders, nachdem  Covid 19 zuschlug und damit auch Tennis- und Hockeybundesliga erst einmal unmöglich machte.

So wurden die Instagramkanäle der Rot- Weiss Supporter, der KTCH Gastronomie sowie Telefonate mit dem Trainer der 1. Damen, Markus Lonnes, und dem Geschäftsführer, Robert Haake, zu meinen Informationsquellen über Rot- Weiss während der Coronazeit. Herzlichen Dank an dieser Stelle vor allem an Robert Haake und Markus Lonnes.

Nun habe ich in dieser Zeit einen Blog veröffentlicht. Das es am Ende nicht mehr wurden hang auch bei mir mit Zeitproblemen, aber auch dem ein oder anderem Motivationsproblem, das gebe ich gerne zu, zusammen. Ich fand es dazu unangebracht, wie üblich Blogs zu schreiben, während Spieler und Spielerinnen nicht mal ihrem Training nachgehen konnten. Die Sportwelt stand still und ich wollte nicht mit Business as usual so tun als wäre alles normal.
Covid 19 dominiert leider immer noch das Alltagsleben und auch den Sport in Deutschland und auf der ganzen Welt, aber die Sportwelt hat wieder Fahrt aufgenommen.

Und so konnten die Spieler- und Spielerinnen von Rot- Weiss am Sonntag, nach 231 Tagen, wieder vor heimischer Kulisse spielen und ich das Ganze mit fast der größten zugelassen Zuschauerzahl von 300 beobachten.

Was seitdem geschah
Kurz um einiges und insgesamt zu viel, um hier auf alles einzugehen. Das wichtigste ist wohl der neue Modus der Liga, denn durch die Covid- 19 Unterbrechung startete letzte Woche keine neue Saison, sondern die 2. von am Ende 3 Runden in der Saison 2019-2021. Das heißt, man macht jetzt da punkte technisch weiter, wo man im letzten Herbst aufgehört hatte. Nach der jetzigen Runde, die bis Ende Oktober geht, spielen alle Teams ab Ende März 2021 in ihren jeweiligen Sechsergruppen noch eine Runde ohne Rückspiel aus, wodurch dann am Ende nach 26 Spielen für alle Teams die Top 8 Teams für das Playoff Viertelfinale feststehen. Zu kompliziert? Ich werde immer mal wieder auf den Modus zurück kommen 😉

Kadertechnisch hat sich bei den 1. Damen so gut wie nichts getan. Das verwundert nicht, hatte man doch bereits vor der letzten Saison mit Pia Maertens, Nike Lorenz und Cecile Pieper u.a. 3 aktuelle deutsche Nationalspielerinnen verpflichtet und damit den Kader deutlich verstärkt. Positiv könnte sich auswirken, dass die traditionell große Gruppe eigener Nachwuchsspielerinnen wie Emma Boermans, Antonia Lonnes oder Maja Weber 1 Jahr älter geworden ist und trotz Covid- 19 mehr Erfahrung aufzuweisen hat, als letztes Jahr.

Einiges mehr ist bei den 1. Herren von Cheftrainer Andre Henning passiert. Leider verließen die beiden deutschen Nationalspieler Jonas Gomoll und Victor Aly den Verein in Richtung Berliner HC und Polo Club Hamburg. Routinier Jan Fleckhaus beendete seine Karriere endgültig.

Die Verstärkungen für das aktuelle Team kamen vor allem aus den Beneluxländern. Der ehemalige niederländische U19 Coach Pasha Gademan verstärkt das Trainerteam. Mit Mink van der Weerden konnte ein Eckenspezialist und holländischer Nationalspieler verpflichtet werden. Aus Belgien stößt Vincent Vanasch zum Team. Der Welttorhüter von 2018 und Europameister von 2019 sollte diese Lücke, die der Abschied von Aly hinterlassen hat, schnell schließen können. Beide Spieler sind neben ihren sonstigen Erfolgen mit Olympiasilber (2012 Niederlande und 2016 Belgien) dekoriert. Glanz, den in der Zukunft möglicherweise der nächste Neuzugang, Elian Mazkour, an den Olympiaweg bringt. Der 19 Jährige kam vom ewigen Konkurrenten Uhlenhorst Mülheim und gilt als eines der größten deutschen Hockeytalente.

Viel verändert hat sich auch auf der Vereinsanlage. Diese heißt nun Rewe Sportpark und folgerichtig ist der Kölner Lebensmittelkonzern nun auch Hauptsponsor der 1. Herren. Zugegeben hatte ich am Sonntag oft das Gefühl es stünde der 1.FC Köln auf dem Platz, aber man wird sich sicher schnell an die neuen Trikots gewöhnen. Ebenso wie an das der Damen, die jetzt mit dem Versicherungskonzern Gothaer auf der Brust auflaufen.

Die beiden Wirte der Vereinsgastronomie Vaca Roja, Jose und Sven Rodriguez, blieben auch nicht untätig und brachten die Räumlichkeiten, wie die Speisekarte auf Vordermann. So wurde eine Wand geopfert, eine Hockeyschlägergarderobe gebaut, sowie die Terrasse Richtung Hockeyplätze mit einem schicken neuen Pavillon ergänzt, auch der frisch geschliffene Boden erscheint im neuen Glanz. Die Grillbratwurst ist dagegen, zurecht, ganz die alte.

Die Spiele
Herren, 8. Spielwochenende, Crefelder HTC- Rot- Weiss Köln  1:3 (0:2)
Ich richte mich diese Runde was die Spielwochenenden angeht ganz nach der hockeyliga.de Seite. Durch den Modus ist auch das alles etwas komplizierter geworden, so ist bei den Spielen jetzt fast  jedes Spiel ein eigenes Spielwochenende.

Der Auftakt, nach fast 10 Monaten Feldhockeybundesligapause, am Mittwochabend in Krefeld war noch ein Nachholspiel aus dem vergangenen Herbst. Rot- Weiss startete noch ohne Vincent Vanasch, dafür mit dem Youngster aus den eigenen Nachwuchs Joshua Onyekwue. Das Spiel ist recht schnell erzählt, zeigte Rot- Weiss doch eine gute Frühform gegen den Verfolger aus Krefeld. Die Tore markierten beim 3:1 Sieg die Topspieler Christopher Rühr (16. Minute) und 2 mal Neuzugang Mink van der Weerden mit seinen gefürchteten Strafecken (27. und 38.). Krefeld konnte in der 50. Minute nur noch verkürzen.

Herren, 8.Spielwochenende, Uhlenhorst Mülheim- Rot- Weiss Köln 3:1 (2:1)
Am Samstag ging es dann direkt weiter mit dem Topspiel beim Erzrivalen und amtierenden Meister Uhlenhorst Mülheim. Sozusagen der Clasico, zumindest des Herrenhockeys, in NRW. Wie überall in Nordrhein- Westfalen durften auch hier 300 Zuschauer zuschauen. In diesem Fall waren die Tickets bereits letzten Dienstag direkt nach Vorverkaufsstart vergriffen. Ausverkauft kling immer schön, aber vielleicht sind bald auch wieder mehr Zuschauer zugelassen.

Der Tabellenführer aus Köln begann ein gewohnt temporeiches und rassiges Spiel wie die Feuerwehr und konnte durch Thies Ole Prinz bereits in der 3.Minute in Führung gehen. Diese währte aber nur knapp 3 Minuten bis Malte Hellwig ausglich. Till Brock brachte den Tabellen 2. in der 18. Minuten in Führung, die Lukas Windfeder in der 37. Minute per Strafecke noch auf 3:1 ausbaute. Rot- Weiss konnte in einem jetzt teils ruppigen Spiel mit insgesamt 3 Grünen (2-1 Uhlenhorst) und 6 Gelben Karten (3-3)  aber nicht mehr entscheidend vor das Tor der Mülheimer kommen und verlor Spiel und Tabellenspitze an den Rivalen aus dem Ruhrgebiet.

Dementsprechend unzufrieden zeigte sich Trainer Andre Henning nach dem Spiel, der vor allem die fehlende Passqualität und die Zweikampfführung seines Team kritisierte.

Damen, 8.Spielwochenende, Rüsselsheimer RK- Rot- Weiss Köln 1:6 (0:4)
Am Samstag starteten auch die Mädels von Rot- Weiss in die aktuelle Runde. Vor immerhin 250 Zuschauern ging es in Rüsselsheim gegen den Aufsteiger und aktuellen Tabellen 9. Die Kölnerinnen, die vor der langen Pause auf Platz 5 insgesamt und Platz 3 in ihrer Staffel lagen, waren also als deutliche Favoritinnen in die Opelstadt gefahren.

Diese Rolle konnte die Domstädterinnen von Anfang an mit druckvollem Spiel gerecht werden und bereits in der 1. Halbzeit durch Rebecca Grote (6.Minute), Camille Nobis (10.), Julia Busch (19.-kurioserweise analog zu ihrer Rückennummer) und Emma Boermans (27.) eine 4:0 Führung auf das Scoreboard bringen. In der 2. Halbzeit ließ man zum Unmut von Trainer Markus Lonnes die Zügel etwas schleifen, traf aber durch Katharina Hüls (33.) und Toptorschützin Pia Maertens noch 2 mal, ehe Pauline Heinz in der Schlusssekunde den 1:6 Ehrentreffer markierte. Da der Club an der Alster in Düsseldorf verlor gingen die RWK Mädels in der Tabelle an den Hamburgerinnen vorbei auf Platz 2.

Herren, 9. Spielwochenende, Rot- Weiss Köln- Nürnberger HTC 3:0 (0:0)
Am Sonntag ging es für mich also nach langer Zeit wieder auf die Rot- Weiss Anlage am Olympiaweg. Alles ein wenig anders mit Registrierungen in schriftlicher oder elektronischer Form (e Guest) und Mund- Nasen Schutz Pflicht im Bar- und Toilettenbereich, aber ansonsten war das Gefühl vor Ort eigentlich wie immer. Eintritt war dieses Mal nicht zu zahlen, da Rot Weiss die Organisation Right to Play unterstützt und statt dem Eintritt um eine Spende für besagte Organisation, deren Ziel es ist, weltweit mit Hilfe von Spiel- und Sportprogrammen von Krieg, Armut und Krankheit betroffene Kinder zu fördern und ihre Lebensqualität zu verbessern, bat.

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Wir sind extrem stolz, unsere Kooperation mit @righttoplaydeutschland bekannt geben zu dürfen. Die internationale Kinderhilfsorganisation hat sich zum Ziel gemacht, weltweit mit Hilfe von Spiel- und Sportprogrammen von Krieg, Armut und Krankheit betroffene Kinder zu fördern und ihnen lebenswichtiges Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln. Unsere Damen- und Herren-Bundesligateams werden das Logo von Right To Play in der neuen Saison auf den Trikots und Hosen tragen. Zudem sind verschiedene Spenden-Aktionen geplant. Zum Start wird Rot-Weiss am ersten Heimspieltag am kommenden Sonntag auf alle Eintrittsgelder verzichten und bittet die Zuschauer stattdessen um Spenden. Link zur ausführlichen Mitteilung ➡️ Bio

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Im Spiel selbst dominierten zunächst etwas überraschend die Jungs in den roten Trikots. Das waren aber diesmal nicht die Gastgeber, sondern die Gäste aus Nürnberg, die in der Anfangsphase 3mal am starken Kölner Keeper Joshua Onyekwue scheiterten. Nach und nach erarbeitete sich Köln danach leichte Vorteile, konnte aber vor der Pause nicht mehr treffen.

In der 2. Halbzeit wurde der Druck des Teams von Trainer Andre Henning aber immer größer und so konnte Thies Ole Prinz in der 43. Minute das verdiente wie sehenswerte 1:0 erzielen.
Leichte Kritik an dieser Stelle, und vielleicht ja auch eine (weitere) Daseinsberechtigung dieses Blogs 😉 , an www.hockeyliga.de , die das 2:0 durch Elian Mazkour Nürnberg zuschreiben und das Spiel 2:1 enden lassen. Natürlich spielt Mazkour für Rot- Weiss und sein Treffer in der 54. Minute markierte das 2:0. Die Domstädter  hatten jetzt noch viele weitere Chancen, ich zählte ganze 10 in Halbzeit 2, konnten aber nur noch eine weitere Gelegenheit durch Christopher Rühr zum letztlich souveränen 3:0 Endstand verwerten. Damit bleibt man Tabellen 2. in der Liga und mit 4 Punkten Vorsprung 1. in der Staffel B vorm Mannheimer HC.

Damen, 9.Spielwochenende, Rot- Weiss Köln- Harvestehuder THC 0:3 (0:1)
Zum Abschluss des langen Hockeywochenendes setzte es leider eine herbe Enttäuschung für die ambitionierten 1.Damen von Rot- Weiss. Gegen das Mittelfeldteam aus, natürlich, Hamburg setzte es eine herbe und vor allem in der Höhe unerwartete 0:3 Niederlage. Dabei begannen die Kölnerinnen das erste von drei Spielen in Serie gegen Hamburger Teams (dieses Wochenende bei Großflottbek und Club an der Alster) durchaus kontrolliert. Hinten stand man sehr dicht, das Aufbauspiel war durchaus flüssig. Erst im letzten Drittel bekam man Probleme mit der guten Hamburger Defensive und auch eine Strafecke konnte nicht genutzt werden. Harvestehude wurde nun gefährlicher, aber das 0:1 durch die Ex RWK Spielerin Franziska Hauke kam in der 20. Minuten durch eine Ecke durchaus überraschend.
Der unzufriedene Markus Lonnes schwörte in der Halbzeitpause sein Team nochmal ein, doch der 1.Angriff der 2. Halbzeit wurde nach einem Stockfehler und einem verpassten hohen Ball sofort ein Konter der Hamburgerinnen, der zum 0:2 durch Emma Nolting führte. Diese erkannten die Kölner Probleme und konnten nur 4 Minuten später durch eine Strafecke von Laura Saenger mit dem 3:0 die Vorentscheidung erzielen. Allerdings ging eine Kölner Spielerin (Julia Busch? Zumindest führte sie den Protest über das Tor an) bei dieser Ecke zu Boden was durchaus wie ein Foul aussah, allerdings von meiner Position 30 Meter entfernt nicht abschließend zu beurteilen ist. In der Folge erschienen mir viele Schiedsrichterentscheidungen durchaus zweifelhaft, allerdings bin ich mir sehr sicher, dass die Rot- Weiss Niederlage an diesem Tag nicht den Unparteiischen anzukreiden ist. Im Schlussviertel versuchten die Kölnerinnen nochmal alles, mehr als ein satter Lattenschuss von Pia Maertens sollte aber an diesem gebrauchten Sonntagnachmittag nicht mehr gelingen.

Da der Club an der Alster allerdings auch sein 2. Spiel an diesem Wochenende, durchaus überraschend, in Mülheim verlor bleiben die RWK Mädels auf Platz 2 in Staffel A und Platz 4 in der Liga. Das ärgerliche an der Niederlage ist, dass der Puffer auf Alster nun weiter nur bei 2 Punkten liegt, bevor es am Sonntag zum richtungsweisenden Spiel in Hamburg gegen eben den Club an der Alster kommt. Wichtig ist Platz 2, da dieser im Viertelfinale das Heimrecht im Rückspiel sichert.

Wie es weitergeht
Die Liga nimmt wieder volle Fahrt auf und hat auch nächstes Wochenende einen Doppelspieltag zu bieten. Dabei geht es für Damen wie Herren in die Hansestadt Hamburg. Die Herren spielen am Samstag bei Harvestehude und am Sonntag in Großflottbek, die Damen spielen am Samstag in Großflottbek und am Sonntag zum Topspiel beim Club an der Alster. Zumindest dieses Spiel ist am Sonntag ab 12 Uhr über diesen Link (Kanal vom CadA) per Livestream zu verfolgen:

Sollte ich weitere Streams finden, werde ich diese im Laufe der Woche unter dem Blog posten. Sollte jemand von euch einen haben: Ebenfalls bitte Posten!
Das gleiche gilt natürlich für Anregungen, Lob und Kritik! Ich habe mich sehr gefreut, dass ich am Sonntag endlich wieder Livesport sehen konnte und natürlich auch, dass hier wie einst gewohnt darüber berichten kann. Hoffen wir das alles wie geplant stattfinden kann, und vor allem bleibt alle gesund! Man sieht sich bei den nächsten Heimspielen.

Bis nächste Woche, Markus Lehnen

 

Die Woche… bei Rot- Weiss Köln, KW 18

Von Markus Lehnen

Blog aus der Coronapause
Als ich mich in meinem bis dahin letzten Blog vom 4. März verabschiedete geschah dies mit dem Gedanken spätestens in Kalenderwoche 12 wieder zu schreiben. Es geschah mit Vorfreude auf das Frühjahr, mit der Vorfreude auf die Pro League Spiele der Nationalteams in Mönchengladbach und mit der Vorfreude auf den Rest der Feldhockeysaison 2019/20 ab April. Hinzu kam die Hoffnung angemessen am 1.April den 1-jährigen Geburtstag von 12producer.de und damit auch dieses Blogs zu feiern. Aus all dem wurde leider mal so überhaupt nichts.

Vor 8 Wochen hätte ich im (Alp-)Traum nicht daran gedacht, dass sich die Covid 19 Lage in kürzester Zeit so zuspitzt. Ehrlichweise hätte ich mir damals unter einer Coronapause auch noch was ganz ganz anderes vorgestellt, halt etwas mit Bier.

Mit diesem Blog will ich mich aus meinem Home Office melden um euch ein klein wenig Lesestoff bieten und zu informieren was denn bei Rot- Weiss in der Zwischenzeit passiert ist und wie es im Hockey allgemein weiter gehen wird. Netterweise konnte ich diesbezüglich vergangene Woche mit RWK Geschäftsführer Robert Haake telefonieren.

Was bei Rot- Weiss los war
Bereits am 15.3. beschloss die Landesregierung NRW, dass Sport- und Freizeiteinrichtungen ab dem 17.3. zu schließen haben. Damit war auch klar, dass die Schranke bei Rot- Weiss gesenkt werden musste. Der ein oder andere tobte sich am 16.3. noch auf dem Vereinsgelände am Olympiaweg aus, bevor der Vereinsbetrieb am 17.3. eingestellt wurde.  Das benachbarte Sportamt Köln machte dies per persönlicher Visite am Vorabend noch einmal durchaus deutlich.
Seitdem heißt es auch für die Bundesligahockeyteams , die bereits mitten in der Vorbereitung auf die Feldsaison waren,  neben Beruf/Uni noch Sport Homeoffice. Also Ausdauer, Sprints, Krafttraining- allgemein Fitness, sowie jede Menge Zoomkonferenzen mit den Trainern. Ja, vor 8 Wochen hatte ich auch noch keine Ahnung was Zoom ist…

Damit war auch klar, dass nicht nur Großveranstaltungen, sondern eben auch die Hockeybundesliga und die Pro League bis auf weiteres nicht durchgeführt werden konnten.

Die Fortsetzung der Saison 19/20 wurde erst auf Ende April, dann auf Ende Mai und schließlich auf Ende Juli verschoben. Ob die aktuelle Saison ab August fortgesetzt wird oder diese abgebrochen wird und im September, wie vorgesehen, die neue Saison startet ist noch nicht entschieden. Wie mir Robert Haake aber bestätigte, würde die Fortsetzung der Saison dann schon mit den neuen Kadern stattfinden, da die Spieler/innen Verträge wie üblich zum 30.6. auslaufen. Nationaltorwart und mit Rot- Weiss deutscher Hallenmeister 2020 Victor Aly wird also z.B. leider nicht mehr am Olympiaweg zu sehnen sein, da er zum 1.7. nach Hamburg- Großflottbek wechselt. Ersetzt wird er dann bereits durch den Belgier Vincent Vanasch. Großen Dank an dieser Stelle für große Leistungen bei Rot- Weiss Köln an Victor Aly!

Darüber wie sich die Kader der beiden Bundesligatopteams verändern habe ich noch keine Informationen, werde aber sobald ich diese, und dazu die RWK Erlaubnis, habe hier verkünden.

Ansonsten sei euch vor allem der Kanal der Damen Nationalmannschaft (Danas) empfohlen, auf dem  die Spielerinnen in den Stories öfter mal über ihren Alltag in Coronazeiten und Allgemeines zu ihrer Person berichten. Die  RW Spielerinnen Pia Maertens und Nike Lorenz haben dort bereits einen für sie normalen Tag beschriebe, weitere Rot- Weisse Danas könnten folgen. https://www.instagram.com/diedanas/

Gerade für die Nationalspieler/innen kam ziemlich zu Beginn der Coronakrise die Hiobsbotschaft, dass die für August geplanten Olympischen Spiele in Tokio zwar weiterhin im August stattfinden, allerdings erst im Jahre 2021. In einem Sport, in dem fast alle noch neben dem Sport arbeiten oder studieren eine große Veränderung, da Sport und Beruf/Uni nun für ein weiteres Jahr nebenher geplant werden muss, will man in Tokio an den Start gehen. Ich hoffe und wünsche allen Nationalspieler/innen, dass ihr Olympiatraum 2021 doch noch wahr wird.

Nationalspielerin und Eckenspezialistin Rebecca Grote betätigte sich derweil in der unfreiwilligen Pause bei Fit Köln und zeigte dort, natürlich mit dem vorgegebenen Abstand zum Vorturner, ihre durchaus beeindruckenden Fitnessskills.

Da wie überall natürlich auch die Gastronomie bei Rot- Weiss aktuell geschlossen bleiben muss wird dort fleißig für das Comeback gewerkelt. Boden geschliffen, gestrichen und insgesamt die Zwangspause dafür genutzt noch besser zurück zu kommen. Ich wünsche auf diesem Wege alles Gute an den Vaca Roja Geschäftsführer José Rodriguez und das der Betrieb bestmöglich durch diese Krise kommt!

Wenn dann wieder gespielt wird, kann dies auch unter neuem Flutlicht im Plus Server Sportpark, denn auch dieses wurde in den letzten Wochen ausgetauscht.

All überall wird bei Rot- Weiss also fleißig daran gearbeitet besser denn je aus der Zwangspause zurückzukehren.

Wie es weitergeht
Nun wenn ich das wüsste…Aber allgemein sieht es langsam wieder etwas besser aus für die Sportvereine und damit auch für Rot- Weiss Köln. Mit Tennis darf  höchstwahrscheinlich in den nächsten Tagen wieder begonnen werden und mit dem Hockeysport, dann natürlich nur als Trainingsbetrieb unter Auflagen, sieht es seit heute wieder etwas besser aus. https://www.sportschau.de/allgemein/dosb-rueckkehr-in-vereinssport-100.html

Aktuell wäre Mannschaftstraining, aufgrund der Abstandsregelung, noch nicht wieder möglich. Allerdings erscheint langsam etwas Licht am Ende dieses Tunnels.

Ich plane solange noch  im Tunnel weitere Blogs, brauche dafür aber natürlich vor allem Content. Wer also gute Ideen hat, bitte  immer her damit! Schreibt mir unter diesen Blog, per twitter an @bkg01986 oder per facebook (Markus Lehnen). Gerne auch positive wie negative Kritik.

Eine Idee meinerseits ist Cheftrainer Andre Henning und Markus Lonnes in nächster Zeit zur aktuellen Situation zu interviewen.

Auch für unsere Seite ist die aktuelle Situation aufgrund der Ereignislosigkeit schwierig, aber wir hoffen in nächster Zeit wieder etwas Content liefern zu können, auch um ein wenig mit zur Ablenkung in dieser monothematischen Zeit beizutragen.

In diesem Sinne, DANKE an alle die mithelfen diese Zeit erträglich zu machen und vor allem bleibt alle gesund! Das ist aktuell das allerwichtigste!

Mit wie immer sportlichen Grüßen aus dem immer noch wunderschönen Köln

Euer Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 10

Von Markus Lehnen

Nach 2 Wochen Pause gibt es wie versprochen ein Update zur Rot- Weiss Köln. Die Tage werden wieder länger, der Kölner Karneval ist vorbei und die (Corona) Grippezeit nähert sich hoffentlich eher ihrem Ende. Bereits in 2 Wochen startet mit der Hockey Pro League in Mönchengladbach das Feldhockeyjahr 2020.

In dieser Ausgabe schaue ich aber vor allem nochmal zurück auf die Hallensaison.

Jugendmeisterschaften
In den vergangenen beiden Wochen wurden die Finalturniere um die deutsche Hallenhockeymeisterschaften der Jugend A (U18) und B (U16) bei Damen und Herren, sowie der Knaben A (U14) und B (U12) und der Mädchen A (U14) ausgespielt. Hierbei waren jeweils die 8 besten Mannschaften Deutschlands am Start, die sich vorher in ihren Landesverbänden qualifiziert hatten.

Für Rot- Weiss waren die Damen A in Dortmund, die Knaben A in Mönchengladbach und die Herren A in Neunkirchen am Start.

Den Auftakt machten bereits am vorletzten Wochenende die A Juniorinnen von Rot- Weiss, die mit einigen bekannten Gesichtern antraten, die bereits bei den 1. Damen in dieser Saison im Einsatz waren. Genannt seien hier Maja Sielaff, Antonia Lonnes, Lea Thomas, Amelie Fricke und Maja Weber. Das Team welches, wie die 1. Damen, von Trainer Markus Lonnes gecoacht wird konnte also durchaus zu den Favoritinnen beim Turnier in Dortmund gezählt werden.

Trotz einer 2:3 Auftaktniederlage gegen den UHC Hamburg konnten die Kölnerinnen dann auch mit 2 Siegen den Gruppensieg klar machen. Entscheidend war hierbei das starke Torverhältnis von 9:4. Mit 7:4 Toren schied Ludwigburg in der gleichen Gruppe dagegen aus und durfte nur noch um den 5. Platz spielen.

Im Halbfinale verpassten die Rot- Weiss Mädels dann aber denkbar knapp das Finale, als sie mit 1:3 im Shoot Out am späteren Sieger aus Großflottbek (natürlich auch ein Hamburger Team) scheiterten. Besser lief es beim Shooutout im Spiel um Platz 3 gegen den Erzrivalen vom Düsseldorfer HC, welches Rot- Weiss mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Mit Platz 3 also ein gutes Ergebnis für die talentierte Truppe.

Am vergangenen Wochenende spielten die U14 Jungs von Rot- Weiss in Mönchengladbach um die Meisterschaft. Leider konnte sich das Team der Trainer Jan Fleckhaus und Stefan Menke nicht für das Halbfinale qualifizieren, gewann aber neben dem Vorrundenspiel gegen Rüsselsheim (5:1) auch das Spiel um Platz 5 gegen den Münchner HC (3:1). Turniersieger wurden die Jungs von den Zehlendorfer Wespen aus Berlin, die Mannheim im Finale klar mit 5:1 besiegen konnten.

Ebenfalls am vergangenen Wochenende spielte die Rot- Weiss A Jugend in Neunkirchen im Saarland um den Titel. Die Truppe von Wolfgang Kluth, die im Oktober denkbar knapp die Meisterschaft auf dem Feld verpasst hatte, trat auch diesmal mit einigen Spielern an, die auf dem Feld zum Kader der 1. Herren gehören und wie Torwart Joshua Onyekwue auch in der Hallensaison bei der 1. Mannschaft dabei waren.

Für das Halbfinale qualifizierten sich die Kölner mit 2 Siegen gegen Frankfurt und den Berliner HC, nur dem Mannheimer HC musste man sich geschlagen geben. Im Halbfinale am Sonntag kam es dann zum Duell mit dem Club an der Alster. In der 1. Halbzeit konnte Ole Boeke seine Jungs noch in Führung bringen. Dann allerdings drehte den Hamburger das Spiel in der 2. Halbzeit und konnten mit 2:1 gewinnen. Wie die U18 Damen verpasste man also das Finale gegen eine Hamburger Mannschaft, wie die Mädels konnten aber auch die Jungs das Spiel um den 3. Platz siegreich gestalten. Goalie Joshua Onyekwue und Ole Boeke, der 3 Tore erzielte, waren die herausragenden Kölner beim recht deutlichen 4:1 über den Münchner HC. Meister wurde die jungen Männer des Mannheimer HC, die Alster im Finale mit 4:2 besiegten.

Insgesamt brachte Rot- Weiss Köln also 3 von 5 Teams in die Endrunden und konnte 2mal aufs Siegerpodest klettern. Es wäre sicher etwas mehr drin gewesen, aber insgesamt war es meiner Meinung nach eine gute Ausbeute aus der Hallensaison.

Saisonfazit 1. Herren Hallensaison 2019/20
Alles überstrahlt hat diese Hallensaison bei den Kölnern natürlich die Meistersaison der 1. Herren von Rot- Weiss. Diese waren ohne namhafte Nationalspieler wie Christopher Rühr, Tom und Mats Grambusch, Timur Oruz oder zunächst auch Jonas Gomoll in die Saison gegangen. Dafür standen mit Joshua Delarber und Benedikt Swiatek 2 echte Hallenspezialisten im Kader von Trainer Andre Henning.

Die Vorrunde bot einige Spektakel wie den 7:4 Auftaktsieg gegen Blau- Weiss Köln oder die 11 Tore Halbzeit beim 13:3 gegen den Düsseldorfer HC. Ebenfalls spektakulär waren die beiden 6:6 Unentschieden gegen den Dauerrivalen von Uhlenhorst Mülheim. Einen richtigen Dämpfer, im Endeffekt wohl zur richtigen Zeit, setzte es nur 6 Tage vor Heiligabend, als man zu Hause dem Crefelder HTC mit 4:10 unterlag. Was damals noch keiner wissen konnte war, dass es die einzige Saisonniederlage bleiben sollte.

Letztlich souverän zog Rot- Weiss mit 7 Siegen, 1 Niederlage und 2 Unentschieden in die Playoffs ein. Aufgrund des klar schlechteren Torverhältnisses beendeten die Kölner die Weststaffel nur auf Platz 2 hinter Uhlenhorst Mülheim und mussten im Viertelfinale beim Mannheimer HC ran. Dieses denkwürdige Spiel vor großer und vor allem lauter Kulisse konnte Rot- Weiss schließlich denkbar knapp mit 5:4 für sich entschieden, womit man beim Final 4 in Stuttgart dabei war.

Wie das lief, nämlich ebenfalls sehr spektakulär und vor allem aus RWK Sicht sehr erfolgreich, kann man im Blog aus KW 7 ausführlich nachlesen. Am Ende stand der Meistertitel, ein Titel mit vielen knappen Ergebnissen und noch mehr spektakulären Spielen, die eine super Werbung für den Sport waren.

Am Ende der 11. Hallenmeistersaison standen 10 Siege, 1 Niederlage und 2 Remis für Rot- Weiss Köln zu buche. Rekordtorschütze in dieser RWK Hallensaison war Johannes Große der 20 Tore erzielte, vor Kapitän Florian Pelzner und Jonas Gomoll mit je 15 Toren. Gerade Gomoll, der erst spät in die Hallensaison einstieg zeigte in den Playoffs all seine Klasse. Kapitän Pelzner ist es aber, der für seinen verwandelten, entscheidenden Penalty mit Dieter Hoeneß Gedächtnisturban im Halbfinale in die Rot- Weiss Köln Vereinsgeschichte eingehen wird.

Insgesamt also eine tolle Saison, die auch auf dem Feld ähnlich erfolgreich verlaufen kann. An dieser Stelle aber nochmal Herzlichen Glückwunsch zur deutschen Hallenhockeymeisterschaft 2019/20!

Kölns Sportler des Jahres
Nachdem es beim Hockeyspieler des Jahres international leider weder für Victor Aly, noch für Nike Lorenz gereicht hat, gilt es zumindest in Köln noch Ehrungen abzuräumen.

Nominiert sind nämlich bei den Teams die Hockey Vizeeuropameisterinnen Pia Maertens, Rebecca Grote, Nike Lorenz, Cecile Pieper und Julia Sommer. Alle 5 schnüren spätestens seit Sommer die Hockeyschuhe für die 1.Damen von Rot- Weiss Köln und gerade Torhüterin Sommer und Kapitänin Grote sind langjährige Leistungsträgerinnen im Team von Markus Lonnes. Während Sommer im Nationalteam seit Jahren Leistungsträgerin ist erlebte Grote in 2019 ihren Durchbruch dort und konnte einige Tore mit dem Adler auf der Brust erzielen. Neben dem 2.Platz bei der EM in Antwerpen konnten die Mädels von Bundestrainer Xavier Reckinger auch den 3. Platz bei der Pro League erspielen.
Also alle bitte hier fleißig abstimmen: https://www.koelschesportnacht.de/2019-2/

Dies gilt im übrigen auch für Andreas Mies, der mit seinem Doppelpartner Kevin Kravietz neben dem Triumph bei den French Open auch die Turniere von Antwerpen und New York gewann. Bei den US Open ging es für den langjährigen Bundesligaspieler von Rot- Weiss mit seinem Doppelpartner bis ins Halbfinale und auch beim ATP Tour Finale in London gehörte das Duo zu den 8 qualifizierten besten Teams der Saison 2019! Ebenso waren die beiden das deutsche Duo beim Davis Cup Finalturnier in Madrid und sind es in der Qualifikation am kommenden Wochenende in Düsseldorf gegen Weißrussland wieder. Mies ist für den Sportler des Jahres nominiert.

Aufsteiger
Ja auch das gibt es bei Rot- Weiss Köln. Die 2. Mannschaft der Damen konnte nämlich von der Oberliga in die Regionalliga aufsteigen. Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg!

Nationalteams erneut auf Reisen
Die Herrennationalmannschaft verbrachte nach dem erfolgreichen Pro League Auftakt in Spanien nun nach den Damen ihrerseits einen Trainingslehrgang im sommerlichen Südafrika.

Von Rot- Weiss mit dabei waren Victor Aly, Christopher Rühr, Jonas Gomoll, Timur Oruz, Johannes Große und Mats Grambusch. Nach Mülheim mit 7 Spielern stellte Rot- Weiss wieder die 2. größte Abordnung an Spielern beim Team von Neu Nationaltrainer Kais al-Saadi. Die eher zweitrangigen Spiele gegen Gastgeber Südafrika endeten 11:2, 7:1 und 1:1. Das letzte Spiel musste ausfallen, da die Bewässerungsanlage ausgefallen war. Ohne Wasser ist ein Hockeyplatz derartig stumpf, dass die Verletzungsgefahr enorm zunimmt.

Die Damen mit den hoffentlich bald 5 Sportlerinnen des Jahres in Köln waren derweil auf ihrem 3. Vorolympialehrgang in Madrid. Beim 2:0 Sieg im 1. Spiel gegen die Gastgeberinnen erzielte RWK Goalgetterin Pia Maertens beide Treffer, beim 2. Spiel kamen die Danas beim 5:1 ohne kölsche Tore aus.

Man kann übrigens nach wie vor für den Hockeywald spenden. Direkt oder per Kauf einer Karte für die Pro League bis zum 8.März. Ich fliege bald nach Berlin und werde diese 5 Euro CO2 Kompensation dann auch an das Projekt spenden. Nehmt mich beim Wort!

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Letzte Woche durften wir ein paar kleine Bäume pflanzen, mit der Hoffnung, dass sie und der gesamte Hockeywald noch ganz groß werden. Mitten im wunderschönen Reservat der @grootbosfoundation buddelten wir fleißig Löcher, um den ganzen gespendeten Bäumen ein neues Zuhause zu geben. Nun ist der erste Schritt für einen CO2 Ausgleich der Hockey- Community geschafft. All das wäre ohne eure großzügigen Spenden, die tolle Unterstützung der Foundation und ihrer Gärtner nicht möglich. Dafür möchten wir Danas in den nächsten Tagen mit ein paar lustigen Fotos und Videos Danke sagen 🥳🌳. . . Last week we got to plant some pretty small trees, hoping that they will never stop growing and doing good in the future. In the beautiful reserve of the @grootbosfoundation we dug a couple new holes as a home for all the donated trees. This has been our first step to offset some of the CO2 emission we caused last year. We owe a huge thank you to all the donators, the @grootbosfoundation and their amazing gardeners. We will share some funny expression from our planting day in the next couple of days 🥳🌳 @dhb_hockey @fihockey

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Wie es weitergeht
Nach diesem wieder eher ausführlicheren Blog ist die Newslage erst einmal erschöpft. In den nächsten beiden Wochen wird es daher wahrscheinlich keinen Blog geben, maximal in KW 12 mit einer Vorschau auf die Pro League Spiele in Mönchengladbach. Dort bin ich an mindestens einem Tag vor Ort und werde natürlich dann in KW 13 ausführlich darüber berichten, sicher auch mit dem ein oder anderem Foto von vor Ort.

Ebenso geht es dann schon mit sehr großen Schritten in Richtung Feldsaison, die am 1. Aprilwochenende beginnt.

In diesem Sinne sportliche Grüße und bleibt vor allem alle gesund!

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 7

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Von Markus Lehnen

Der Meisterblog
Kalenderwoche 7 bietet diese Woche etwas ganz Besonderes, denn Heureka(!), Köln hat wieder einen amtierenden deutschen Meister. Nun bin ich nicht in jeder Sportart 100 Prozent informiert, aber meines Wissens dürfte Rot- Weiss mit diesem Titel der einzige amtierende Meister der Domstadt sein. In den großen olympischen Mannschaftssportarten ist man es jedenfalls sonst nirgends. Eher im Gegenteil, seitdem ich im Jahre 2007 ins Rheinland kam war der sportliche Erfolg in dieser tollen Stadt doch eher gering. Ausnahmen bildeten da nur der ein oder andere tiefe Playoffrun der Kölner Haie, zig Aufstiege des 1.FC Köln und eben die Meistertitel der Damen und Herren von Rot- Weiss im Hockey. Aber, und so ehrlich muss man auch sein, der letzte Titel lag mit dem Hallentitel der Herren 2017 nun auch schon wieder 3 Jahre zurück. Kurz um, es wurde mal wieder Zeit! Und es freut mich natürlich ganz besonders, diese Saison mit diesem Blog begleitet haben zu dürfen.

Das Rot- Weiss im Sportteil des Onlineauftritts vom Kölner Stadtanzeiger am Montag dann so überhaupt nicht vorkam möchte ich allerdings als zumindest schade bezeichnen.

Während die Sport Reportage im ZDF gleich ganz ausfiel konzentrierte sich die Sportschau auch vollends auf die DFB Pokalauslosung und auch im SWR blieb es beim Stream. Schade, aber wohl nun einmal das Los des Hockeysports in Deutschland außerhalb von Olympia. Wie man in der Folge liest, hätte sich eine ausführlichere Berichterstattung allerdings durchaus gelohnt.

Nach dem Motto Ehre, wem Ehre gebührt, werde ich mich diese Woche auch ausschließlich auf das Final 4 konzentrieren. Das liegt zum einen an begrenzter Zeit meinerseits und zum anderen passt es thematisch. Das Fazit über die Herrensaison werde ich dann demnächst noch in einen Blog einfließen lassen.
Aber nun zum Final 4, von Anfang an.

Final 4 Stuttgart 2020
Halbfinale: Club an der Alster- Rot- Weiss Köln 11:12 n.Shootout (5:3)
Nachdem zuvor bereits die Damen mit dem Düsseldorfer HC und dem Club an der Alster ihre Finalistinnen ausgespielt hatten, startete um 16 Uhr das Halbfinale zwischen Alster und Köln in der ausverkauften ScharrArena im Bauch der Mercedes Arena von Stuttgart.

Obwohl die Herren der Hamburger meist im Schatten der erfolgreicheren Damen stehen, hatten sie mit 24 Punkten eine klasse Saison gespielt und waren ein mehr als gefährlicher Gegner für die Kölner.

Das zeigte sich nach intensiven Beginn überdeutlich, als Alster durch Bruns in der 11. Minuten in Führung gehen konnte. Die Kölner antworteten zwar direkt mit Florian Pelzner, aber wieder im Gegenzug gingen die Hamburger durch Schmidt abermals in Führung. Jede Minute viel jetzt ein Treffer und so ging Alster nach Großes´ Ausgleich ein drittes Mal mit einem Tor in Führung, als Reimann einen Abpraller vom Kölner Keeper Aly verwerten konnte. Als Carl Alt dann sogar erhöhen konnte sah es kurzfristig nicht so gut aus für Rot- Weiss. Zwar konnte erneut Große vor der Pause auf 3:4 verkürzen, doch Alt stellte postwendend den alten Abstand wieder her.

Trainer Andre Henning nutzte die Halbzeit aber sehr zum Vorteil der Domstädter, die die ersten 10 Minuten in Halbzeit 2 dominieren konnten und durch Prinz, Pelzner und Delarber den Rückstand in die erstmalige Führung drehten. Warum Coach Henning von einer Werbung für den Hockeysport sprach sah man spätestens, als der Club an der Alster den Schock verdaute und seinerseits durch Schmidt und Reimann wieder in Führung gehen konnte, mit nur noch 10 Minuten auf der Uhr. Was dem Spiel jetzt noch fehlte war die ultimative Entscheidung im Penaltyschießen, denn Verlängerung ist im Hallenhockey nicht vorgesehen. Und gesagt, getan, der vorher am Kopf verletzte und nun mit Dieter Hoeneß Gedächtnisturban spielende ( ja dieses Spiel hatte wirklich alles) Florian Pelzner bediente Kai Aichinger, der per Stecher zum 6:6 ausgleichen konnte. In den letzten 7 Minuten hatte zwar auch Köln Chancen, doch vor allem Alster war nah am Sieg, als man den Pfosten traf und kurz vor Ende Jan Fleckhaus mit dem Stock eine Strafecke für den geschlagenen Victor Aly parierte.

Im ersten Durchgang des fälligen Shootouts (die Spieler laufen auf den Torwart zu und haben 6 Sekunden um den Ball ins Tor zu schießen), trafen beide Teams 2 von 3 mal. Weiter ging es!

Große und Prinz trafen auch ihre 2. Versuche, aber auch bei Alster gaben sich Linnekogel und Kamlade keine Blöße. Den Versuch von Reimann konnte Aly aber diesmal mit den Schoner parieren und so lag es an Florian Pelzner den Finaleinzug klar zu machen. Pelzner lief, drehte sich vorm Hamburger Goalie Appel und konnte mit der Rückhand zum Sieg treffen! Schluss, Aus, Ende, Rot- Weiss Köln im Finale um die deutsche Hockeymeisterschaft!

Zugegeben nicht ganz ohne Diskussionen, denn man könnte zu dem Schluss kommen, dass Pelzner auf Appels Stock trat und das Tor nicht hätte zählen dürfen. Hier war das Glück etwas bei Rot- Weiss, denn den allseits beliebten ( Vorsicht Ironie!) Videobeweis gibt es im Hallenhockey nicht.

Final 4 2019, Finale: Rot- Weiss Köln- Berliner HC 7:6 (4:2)
Gegner im Finale war etwas überraschend nicht der Dauerrivale von Uhlenhorst Mülheim, sondern der Berliner HC um den Kapitän der Halleneuropameister von Berlin, Paul Dösch. Recht souverän hatten diese Mülheim mit 8:4 aus dem Turnier befördert, womit Köln gewarnt hätte sein müssen.

Vor den Augen einer großen Anhängerschaft, bei der u.a. auch einige Spielerinnen der RWK Mädels vor Ort waren, konnte Rot- Weiss diesmal durch Jonas Gomoll in der 15. Minuten in Führung gehen, nachdem die Anfangsphase eher durch abtasten geprägt war.  Anton Ebeling konnte zwar für Berlin ausgleichen, doch Delarber und Gomoll brachten die Domstädter sogar mit 2 Toren in Führung. Zwar schaffte der BHC den Anschluss, doch durch das 3. Tor von Gomoll ging es mit einem 4:2 für Rot- Weiss in die Pause.

Diesmal zog sich Köln nach der Pause etwas zurück und überließ den Berlinern das Spiel, was sich in den Minuten 40 und 41 rächen sollten, als Ebeling und Klink das Spiel ausglichen. Mit einem Hechtsprung konnte zwar Pelzner kurze Zeit später die erneute Kölner Führung herstellen, doch die hartnäckigen Berliner konnten fast im Gegenzug durch Klipper erneut ausgleichen. In Minute 48 fand die wohl vorentscheidende Sequenz dieses Spiels statt, als Victor Aly stark gegen Tim Strüven eine Strafecke hielt und im Gegenzug Max Siegburg nach 2 Paraden des Berliner Goalies Kentmann zum 6:5 abstauben konnte und das Momentum so wieder auf die Seite der RWK Jungs brachte. Berlin machte noch einmal enorm Druck, doch Rot- Weiss hielt stand und konnte 2 Minuten vor Ende noch einen 7m herausholen. Als Gomoll diesen sicher verwandelte war die Entscheidung gefallen, denn auch der erneute Anschlusstreffer von Paul Dösch und 60 Sekunden Berliner Anrennen aufs Kölner Tor konnten den 1. Rot- Weiss Meistertitel bei den Senioren seit 2017 und die 11. Hallenhockey DM  nicht mehr verhindern!
DEUTSCHER HALLENHOCKEYMEISTER 2019/20: ROT- WEISS KÖLN!

Auf diesem Wege natürlich auch meinen Glückwunsch an Coach Andre Henning, seinem gesamten Trainerstab, dem kompletten Verein und natürlich vor allem dem gesamten Team! Ohne das Gros der Nationalspieler haben die Jungs eine wahrlich grandiose Saison gespielt, mit dem ein oder anderem spektakulären Spiel in der Hauptrunde und einem Final 4, dass an Dramatik wohl kaum zu überbieten sein dürfte. Spieler des Turniers wurde folgerichtig Florian Pelzner, der mit Kopfverletzung kämpfe, lief, hechtete und eben auch traf, wie kaum ein Zweiter.

Ich konnte leider nur am Stream zuschauen, der übrigens sowohl von Sport Total wie auch vom SWR top produziert wurde. Die Stimmung schien mir jedenfalls super gewesen zu sein und aus sicheren Quellen weiß ich auch, dass im Rot- Weiss Vereinslokal Ochsen bis tief in die Nacht gefeiert wurde. Natürlich absolut zurecht, denn erstens war die Heimfahrt durch Orkan Sabine sicher nicht der allergrößte Spaß und zweitens ist es, wie Anfangs erwähnt, der einzige Meistertitel den die Stadt Köln aktuell inne hat. Und das von Rot- Weiss, das ist doch was!

Ich hoffe dann darauf mindestens einen Titel, vielleicht sogar 2 ( man wird ja noch träumen dürfen) beim Final 4 im Feldhockey in Mannheim im Mai live vor Ort miterleben zu können.

Final 4, Finale Damen: Club an der Alster- Düsseldorfer HC 4:3 (1:2)
Last but noch least, ein Final 4 ohne Hamburger Titel? Natürlich nicht. Die Damen vom Club an der Alster sind nach den 2 Titeln in Serie auf dem Feld nun auch amtierender Meister im Hallenhockey. Gegen den DHC konnten die Mädels von Coach Jens George einen 0:2 Rückstand in ein 4:2 umwandeln und am Ende knapp mit 4:3 zu gewinnen. Auch an die Hamburgerinnen meinen herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft.

Wie es weitergeht
Heute mal keine News, da es kaum welche gab und ich diesen Blog ganz im Eindruck und zu Ehren des Rot- Weissen Meistertitels halten wollte.
Ein Saisonfazit der 1. Herren wird in den nächsten Wochen folgen, vielleicht in der Kombination mit den Endrunden der Jugendmeisterschaften. Denn vielleicht folgen ja noch der ein oder andere Titel, die A- Juniorinnen haben übernächstes Wochenende schon ihre Chance darauf.

Ich werde mir nächste Woche eine kleine Kreativpause nehmen, bin dann aber spätestens in Kalenderwoche 10, vielleicht sogar 9,  wieder zurück, wenn die Tage langsam länger werden und wir uns der Feldsaison mit großen Schritten nähern.

In diesem Sinne, Herzlichen Glückwunsch Rot- Weiss Köln und wie immer sportliche Grüße aus dem sehr windigen Köln!

Markus Lehnen

 

 

 

 

 

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 6

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Von Markus Lehnen

Herren im Final 4!

Playoff Viertelfinale: Mannheimer HC- Rot- Weiss Köln 4:5 (3:3)
Was Hallenhockey ausmacht konnte man am späten Samstagnachmittag gut am Viertelfinalspiel der Kölner in Mannheim sehen. In einem schnellen, hochklassigen und stets spannenden Spiel konnte sich Rot- Weiss mit 5:4 durchsetzen und sich so für das Final 4 um die deutsche Hallenhockeymeisterschaft qualifizieren.

Glücklicherweise konnte ich das Spiel am Stream verfolgen, der super lief, wenn auch der etwas parteiische Kommentar pro Mannheim leicht störte. Die Stimmung in der ausverkauften Halle war in jedem Fall erstklassig, auch weil sich durchaus nicht wenige Kölner dort eingefunden hatten.

Das Spiel selbst startete wie die Feuerwehr und Jonas Gomoll traf per Siebenmeter bereits in der 2. Minute zur Kölner Führung. Diese wurde aber postwendend durch Anzeneder ausgeglichen. In der Folge neutralisierten sich die Teams und die beiden Torhüter übernahmen die Hauptrollen in diesem Spiel bis Patrick Harris Mannheim in der 22. Minute erstmals in Führung bringen konnte. Diesmal aber antworteten die Kölner sofort mit Thies Prinz, der ungeahnte Freiheiten im badischen Schusskreis gekonnt ausnutze. Wieder Harris brachte den MHC kurz vor der Pause erneut in Führung, doch wieder konnten die Domstädter ausgleichen. Diesmal verwandelte Florian Pelzner, quasi mit der Halbzeitsirene, eine Strafecke.

Mit Beginn der 2. Halbzeit konnte Rot- Weiss jetzt vor allem die Defensive stärken und stand sicherer gegen den Ball. Offensiv brachte eine verwandelte Ecke von Johannes Große die 2. Führung für die Gäste. Als Jonas Gomoll dann in der 42. Minute einen groben Abwehrschnitzer der Gastgeber zum 5:3 ausnutzte, schien sich das Spiel in Richtung der Kölner zu entscheiden. Erst Recht, als kurz danach vermeintlich das 6:3 nach einer Strafecke fiel, welches aber aberkannt wurde, da der Ball wohl nicht im Schusskreis gestoppt wurde. Mannheim gab danach noch mal alles und kam durch Zmyslony 5 Minuten vor Schluss zum Anschlusstreffer. Die Kölner hielten aber dem Druck stand und konnten den knappen Vorsprung über die Zeit bringen und sich erstmals seit 2018 wieder für das Final 4 in Stuttgart qualifizieren.

Trainer Andre Henning lobte vor allem die Mentalität seiner Truppe, die dem Druck des MHC im Mannheimer Hexenkessel standhielt. Dem kann ich nur zustimmen, war doch die Lautstärke selbst am Stream ohrenbetäubend.
In Stuttgart geht es für die Rot- Weiss Jungs nun am Samstag im 1. Halbfinale um 16 Uhr gegen den Club an der Alster, der Lichterfelde souverän mit 8:3 besiegte. Zu sehen gibt es das komplette Final 4, auch alle Spiele der Damen, im Livestream vom SWR.

Das 2. Halbfinale bestreiten der Berliner HC und Uhlenhorst Mülheim. Es könnte also gut sein, dass am Sonntag im Finale um 14 Uhr ein altbekannter Klassiker ansteht, wenn der Hallen- auf den Feldrekordmeister, also Rot- Weiss auf Uhlenhorst, treffen könnte. Wollen wir es mal hoffen!

Bei den Damen treffen der Harvesterhuder THC auf den Düsseldorfer HC und der Club an der Alster auf Uhlenhorst Mülheim. 2mal Hamburg gegen den Westen also und insofern bitter, als dass die Rot- Weiss Mädels gut und gerne anstelle von Mülheim in diesem Halbfinale hätten stehen können.

Siege und Bäume
Letzte Woche hatte ich  ja schon erwähnt, dass  die Damennationalmannschaft aktuell mit 5 Rot- Weiss Spielerinnen in Südafrika weilt, um sich den ersten Schliff für die Olympischen Spiele zu holen. Die Testspiele laufen super. Im 2. Spiel wurde Irland mit 4:1 besiegt, im 3. Südafrika mit 4:0. Hierbei konnten sich die Kölnerinnen Pia Maertens (2mal) und Rebecca Grote in die Torschützenliste eintragen. Das vorletzte Spiel in Südafrika, auf die man am Dienstag ein letztes Mal trifft, konnten die Danas sogar mit 8:1 gewinnen, wobei diesmal Grote doppelt traf und Maertens 1 Tor beisteuern konnte.

Sportlich läuft es also und neben dem Platz haben sich die Mädels so ihre Gedanken um ihren ökologischen Fußabdruck gemacht. Alleine im letzten Jahr flog das Team von Xavier Reckinger u.a. nach Australien, von Australien nach Neuseeland, von Neuseeland nach Argentinien, nach China, in die USA und im Dezember nochmal nach Argentinien. Um diese CO2 Belastung etwas auszugleichen hat man sich entschieden in Südafrika einen sogenannten Hockeywald zu pflanzen.

Spenden kann man hier: https://www.gofundme.com/f/hockey-forest
Informationen gibt es hier: https://web.hockey.de/natio/natio_Damen/news/wp9duv.html

Eine sicherlich löbliche Aktion und vielleicht hat der ein oder andere ja Lust, und Geld, um sich daran zu beteiligen. Spaß scheint das Pflanzen zumindest auf jeden Fall gemacht zu haben.

Oranje für Rot- Weiss
Nach Vincent Vanasch konnte Rot- Weiss nun mit Mink van der Weerden einen weiteren internationalen Topspieler für die neue Saison verpflichten. Der Niederländer kommt aus Eindhoven und gilt als einer der besten Eckenschützen der Welt. Bei Olympia 2012 scheiterte er mit den Niederländern erst im Finale am deutschen Team und konnte neben der Silbermedaille auch den Titel des Torschützenkönigs mit nach Hause nehmen. 2015 und 2017 wurde van der Weerden Europameister und 2018 Vizeweltmeister, dazu gewann er von 2014-2016  3 mal in Serie die holländische Meisterschaft und die EHL mit Oranje Rood. Ein viel dekorierter Spieler also, den man ab September bei Rot- Weiss am Olympiaweg bewundern kann.

Starke Juniorinnen
Erfolgreich waren am Wochenende auch die A- Juniorinnen von Rot- Weiss, die sich bei den Westdeutschen Meisterschaften in eigener Halle als 2. für die Endrunde in 3 Wochen qualifizieren konnten.
Die Mädels, bei denen mit u.a. Antonia Lonnes, Maja Sielaff, Maja Weber und Lea Thomas einige Spielerinnen dabei waren, die schon für die 1. Mannschaft eine starke Hallensaison gespielt hatten, konnten Krefeld und Mülheim besiegen und mussten sich nur dem ständigen Rivalen aus Düsseldorf mit 2:3 geschlagen geben. Hoffen wir mal, dass die jungen Damen von Coach Markus Lonnes bei der deutschen Meisterschaft den Spieß umdrehen können.
http://www.whv-hockey.de/VVI-web/default.asp?lokal=WHV&innen=/VVI-web/JDM/Turnier.asp&Turnier=811&Auswahl=2&fbclid=IwAR0f2C-1llgty0FZNyMlEaYtEJUyqX2Ue7TuJ-MQFUhXYsbTLgcxIDOrfz8

Wie es weitergeht
Mit dem Final 4 in Stuttgart, den Danas in Südafrika und dem Saisonfazit der 1. Herren geht es nächste Woche weiter, bevor ich mich dann in eine kurze Winterpause verabschiede.
Das Final 4 beginnt nächste Woche um 11 Uhr und kann wie beschrieben im SWR per Stream verfolgt werden. Für vor Ort gibt es auch noch Karten. Das ganze findet in der ScharrArena statt, die sich im Bauch der Mercedes Benz Arena in Stuttgart befindet. Sicherlich also eine coole Location für einen Wochenendausflug ins Schwabenland.
In diesem Sinne, ich werde mit dem Stream vorlieb nehmen müssen, werde da aber alles bestmöglich verfolgen und dann nächste Woche darüber berichten.

In diesem Sinne wie immer sportliche Grüße aus dem überhaupt nicht winterlichen Köln

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 5

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Von Markus Lehnen

Hallensaison 19/20 1. Damen Fazit
Wie letzte Woche angekündigt versuche ich mich in dieser Woche an einem Fazit der Hallensaison der 1. Damen von Rot- Weiss Köln.

Leider geschieht das bereits jetzt, in der Woche der Viertelfinals, weil am Ende 1 Punkt oder 17 Tore fehlten um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Genauer gesagt fehlte nicht mal 1 Tor, denn durch das verhindern des 2:2 am vorletzten Spieltag gegen Mülheim hätte man sich ebenfalls Platz 2 gesichert.

Am Ende steht also Platz 3 mit 21 Punkten und 40:31 Toren bei 6 Siegen, 3 Unentschieden und nur einer einzigen Niederlage. Diese fiel mit 0:9 in Düsseldorf allerdings besonders deutlich aus.

Die Mannschaft von Trainer Markus Lehnen musste die komplette Saison ohne die Nationalspielerinnen Rebecca Grote, Julia Sonntag, Pia Maertens, Nike Lorenz und Cecile Pieper auskommen. Auch Emma Boermans war in der Halle nicht aktiv. Und so wurde mit einem sehr jungen Team um die erfahrenen Julia Busch (29 Jahre), Lea Stöckel und Katharina Hüls (beide 25 Jahre) gespielt. Nach klaren Heimsiegen gegen die schwächeren Teams der Liga aus Krefeld, Raffelberg und Bonn kam es am 3. Spielwochenende rund um dem 3. Advent zu den ersten Härtetests  mit Spielen in Mülheim und Düsseldorf. Während man beim DHC mit 0:9 unterging, spielte man beim ärgsten Rivalen um Platz 2, Uhlenhorst Mülheim, lange Zeit sehr gut führte bereits 3:1. Das man am Ende  noch die Tore zum 3:3 kassierte war der erste kleinere Rückschlag auf dem Weg ins anvisierte Viertelfinale.

Nach Weihnachten dominierte man eine Halbzeit lang Krefeld, bevor diese in einem dramatischen Spiel fast noch das Comeback schafften. Rot- Weiss gewann zwar nach 4:0 noch knapp mit 5:4, aber die 2. Halbzeit konnte einem Sorgen bereiten. Diese schienen allerdings unbegründet, ging man doch am Folgetag schnell mit 2:0 beim Raffelberger HC in Führung. Doch wieder kam der Gegner zurück ins Spiel und konnte den RWK Mädels dieses Mal 1 Punkt abtrotzen. Der Vorteil, den Köln gegenüber Mülheim hatte, da diese in Krefeld nur Unentschieden spielten, war nun weg.

Als dann Mülheim auch noch gegen den DHC zu Hause gewann war klar, dass beim Heimspiel gegen Uhlenhorst ein Sieg her musste. Aber wieder konnte Rot- Weiss einen Vorsprung, diesmal erneut 2:0, nicht halten und kam nur zu einem Unentschieden. Auch der spektakuläre 7:6 Sieg am letzten Spieltag gegen Düsseldorf brachte die Domstädterinnen nicht zurück auf dem Playoffplatz, da Mülheim gleichzeitig souverän gegen Raffelberg gewann.

In der Analyse muss man sagen, dass besonders 2 Aspekte die Saison der Kölnerinnen bestimmten. Zum einen die angesprochene Schwäche Führungen zu halten und damit verbunden eine schwächere Offensive, die oft daran scheiterte Spiele früher zu entscheiden. Nun fehlten vor allem in der Offensive mit Pia Maertens die gefährlichste Spielerin aus dem Spiel und mit Rebecce Grote die gefährlichste Strafeckenschützin des Teams. Am Ende erzielte man ganze 13 Tore weniger als Mülheim und sogar 26 weniger als Düsseldorf. Mit 30 Gegentoren war man auf einem ähnlichen Niveau, wie die Kontrahenten mit 27 (Mülheim) und 28 (Düsseldorf).

Die beste Torschützin war in dieser Saison Camille Nobis mit 8 Treffern, es folgten Katharina Hüls und Kapitänin Julia Busch mit je 6 Treffern. Das Nobis erst auf Platz 7 der Torschützenliste der Weststaffel hinter 4 Düsseldorferinnen und 2 Mülheimerinnen auftaucht, ist ebenfalls ein Anzeichen für eine leichte Offensivschwäche, die bei den RWK Mädels diese Saison vorhanden war.

Nicht desto trotz holte man 5 Punkte mehr als in der letzten Saison und war bis zum Schluss im Playoffrennen dabei. Sollte das junge Team zusammenbleiben und auch die DANAS wieder dabei sein, wird in den nächsten Jahren auch in der Halle definitiv mit dem 1. Damen von Rot- Weiss Köln zu rechnen sein, auch wieder in Richtung Meisterschaft.

Zunächst heißt es aber ab Anfang April die gute Ausgangsposition in der Feldsaison zu nutzen und mit voller Kapelle das Ziel Final 4 in Mannheim anzugehen.

Hallen EM der Damen in Minsk

In der weißrussischen Hauptstadt Minsk fand am vergangenen Wochenende die Hallen EM der Damen statt. Wie bei den Herren traten auch die Damen mit einem Perspektivteam an. Die Kölnerin Lea Stöckel war nicht nur dabei sondern führte das junge deutsche Team als Kapitänin auf das Feld.

Die 3 Gruppenspiele gegen Tschechien (4:1), die Ukraine (4:3) und Belgien (7:3) konnte man allesamt gewinnen und traf als Gruppensieger im Halbfinale auf den Gastgeber Weißrussland.

In diesem Halbfinale kam man nach 0:2 Rückstand noch zum 2:2, verlor aber am Ende relativ deutlich mit 2:5 gegen den späteren Europameister. Die Gastgeber konnten ihr Finale im Shootout gegen die Niederlande gewinnen, während das deutsche Team auch im Spiel um Bronze unterlag. Gegen die Tschechinnen hatte es  nach regulärer Spielzeit 2:2 gestanden. Im entscheidenden Shoot Out unterlag man dann allerdings mit 1:2. Insgesamt sicher ein etwas enttäuschendes Ergebnis, aber für ein nicht eingespieltes, unerfahrenes Team auch sicher kein ganz schlechtes Abschneiden. Der 1. Titel in der Verbandsgeschichte Weißrusslands macht derweil deutlich, dass vor allem die osteuropäischen Teams im Hallenhockey immer ernster zu nehmen sind.

Nationalteams auf Reisen
Beide A- Nationalmannschaften sind dieser Tage auf Reisen und insgesamt 10 Spieler und Spielerinnen von Rot- Weiss Köln sind mit dabei.

Rebecca Grote, Pia Maertens, Julia Sonntag, Cecile Pieper und Nike Lorenz weilen zum Lehrgang in Südafrika, wo sie bereits ein Testspiel gegen Irland mit 4:0 gewannen. Hierbei konnten sich auch die RWK Mädels Grote und Maertens (2 Tore) in die Torschützenliste eintragen. Am 30.1., dem 2.2. und dem 4.2. folgen weitere Testspiele gegen Südafrika. Im Vordergrund steht aber natürlich das Training mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio im August.

Timur Oruz, Jonas Gomoll, Victor Aly, Christopher Rühr und Johannes Große waren derweil mit der Herrennationalmannschaft in Valencia, wo sie zum Auftakt der Pro League am Samstag und Sonntag gegen Spanien spielten. Den Auftakt unter dem neuen Nationaltrainer Kais Al- Saadi kann man getrost als gelungen bezeichnen, konnte doch der EM 2. Spanien 2 mal besiegt werden. Am Samstag brauchte es nach einem 2:2 nach regulärer Spielzeit noch einen Shootout Sieg. Der RWK Spieler Rühr erzielte hierbei beide deutschen Tore, u.a. den Ausgleich kurz vor Schluss in der 57. Minute. Auch im Shootout traf der RWK Goalgetter während Torwart Victor Aly einen Ball halten konnte und der letzte spanische Schütze nur den Außenpfosten traf.

Noch besser lief es im 2. Spiel am Sonntag, in dem die Spanier mit 5:1 besiegt werden konnten. Wieder traf Rühr zur Führung und mit Timur Oruz konnte ein weiterer RWK Spieler auf 2:0 erhöhen. Die Spanier verkürzten vor der Pause noch auf 1:2, aber richtig in Gefahr kam die DHB Auswahl nicht mehr. Der Ex Kölner Marco Miltkau konnte wieder auf 3:1 stellen, ehe in der Schlussphase Windfeder und Staib auf 5:1 erhöhen konnten.
Damit hat das deutsche Team bereits 5 Punkte gesammelt und geht mit einer super Ausgangsposition in die 4 Heimspiele gegen Belgien und Australien Mitte März in Mönchengladbach. Auch die Damen steigen dort ins Pro League Geschehen ein, ebenfalls je 2mal gegen Australien und Belgien.

Da der Hockeypark recht nahe ist, werde auch ich mich dann wieder auf dem Weg an den Niederrhein machen.

Auswärts in Mannheim
Ein weiteres Heimspiel in der KTHC Halle am Olympiaweg wird es diese Saison leider nicht mehr geben, da Uhlenhorst Mülheim souverän mit 13:4 gegen Blau- Weiss Köln gewann und sich damit Platz 1 und Heimrecht in der Weststaffel sicherten.

Damit geht es für die RWK Jungs am Samstag um 17 Uhr in Mannheim gegen den MHC um den Einzug ins Final 4 in Stuttgart. Wenn es einen Stream gibt, wovon ich ausgehe, poste ich den Link im Laufe der Woche unter diesem Artikel.
Abgestiegen ist derweil der Gladbacher HTC, der dramatisch in letzter Sekunde gegen Krefeld mit 7:8 verlor.

Wie es weitergeht
Logischerweise mit der Berichterstattung rund um das Playoff Viertelfinale der Hallenhockey Bundesliga. Ansonsten schaue ich noch nach Südafrika, wo die DANAS um die 5 RWK Mädels weitere Testspiele bestreiten, trainieren und nebenbei einen Wald pflanzen. Was es damit auf sich hat, dazu dann nächste Woche mehr.

In diesem Sinne wie immer sportliche Grüße aus Köln!

Markus Lehnen

Geburtstagskinder am 25. Januar

1958, Jürgen Hingen, Leichtathletik (Zehnkampf)

  • EM Silber 1982 in Athen und 1986 in Stuttgart
  • Olympiasilber 1984 in Los Angeles
  • WM Silber 1983 in Helsinki
  • Auch berühmt wegen seines Ausscheidens nach 3 Fehlstarts in der 1. Disziplin beim Zehnkampf der Olympischen Spiele 1988 in Seoul

1972, Silke Rottenberg, Fußball

  • Deutsche Meisterin mit TSV Siegen 1994 und 1996, sowie 2007 und 2008 mit dem 1. FFC Frankfurt
  • DFB Pokalsiegerin 1991 mit Grün- Weiß Brauweiler, 1993 mit TSV Siegen, 2007 und 2008 mit dem 1. FFC Frankfurt
  • UEFA Pokalsiegerin 2008 mit dem 1. FFC Frankfurt
  • Fußball Weltmeisterin 2003 und 2007
  • Europameisterin 1997, 2001 und 2005
  • Olympia Bronze 2000 in Sydney und 2004 in Athen
  • 126 A- Länderspiele für Deutschland.

1980, Xavi, Fußball

  • Spanischer Meister 1999, 2005, 2006, 2009, 2010, 2011, 2013 und 2015
  • Spanischer Pokalsieger 2009, 2012 und 2015
  • Champions League Sieger 2006, 2009, 2011 und 2015
  • FIFA Klubweltmeister 2009 und 2011 (alle Titel mit dem FC Barcelona)
  • Fußball Europameister 2008 und 2012, Fußball Weltmeister 2010 mit Spanien
  • 2009, 2010 und 2011 jeweils 3. bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres
  • 2011 3. bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres.

Geburtstagskinder am 24. Januar

1961, Guido Buchwald, Fußball

  • Deutscher Meister 1984 und 1992 mit dem VFB Stuttgart.
  • Fußball Weltmeister 1990 mit Deutschland, Geburt des Spitznamens Diego, weil er im Finale Diego Maradona manndeckte und aus dem Spiel nahm
  • 76 A- Länderspiele für den DFB

 

1978, Luis Suarez, Fußball

  • Meister in Uruguay 2006 mit Nacional Montevideo
  • Niederländischer Pokalsieger 2010 mit Ajax Amsterdam
  • League Cup Sieger mit dem FC Liverpool 2012
  • Spanischer Meister 2015, 2016, 2018, 2019 und Spanischer Pokalsieger 2015, 2016, 2017,2018 mit dem FC Barcelona
  • Champions League Sieger 2015 und FIFA Klub Weltmeister 2015 mit dem FC Barcelona
  • Copa America Sieger 2011 mit Uruguay
  • Fiel auf indem er in seiner Zeit bei Ajax 2010, bei Liverpool 2013 und bei der Fußball WM 2014 jeweils einen Gegenspieler biss

Geburtstagskinder am 23. Januar

1942, Willy Bogner  Jr., Ski Alpin

  • Aktiver Skifahrer in den 1960ern, u.a. Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck (Platz 9 in der Abfahrt)
  • Danach Filmemacher und Designer
  • Unter seiner Marke Bogner fährt das deutsche Ski Alpin Team noch heute
  • Regisseur von Skiszenen in 4 James Bond Filmen

1984, Arjen Robben, Fußball

  • Niederländischer Meister 2003 mit PSV Eindhoven
  • Englischer Meister 2005 und 2006 sowie FA Cup Sieger 2007 mit dem FC Chelsea
  • Spanischer Meister 2008 mit Real Madrid
  • Deutscher Meister 2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018 und 2019 sowie DFB Pokalsieger 2010, 2013, 2014, 2016 und 2019 mit dem FC Bayern München
  • Champions League Sieger 2013 (Schütze des Siegtreffer beim 2:1 gegen Borussia Dortmund) mit dem FC Bayern München sowie Champions League Finale 2010 und 2012
  • Vizeweltmeister 2010 und WM 3. 2014 mit den Niederlanden
  • 2010 Deutschlands Fußballer des Jahres, 2014 3. bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres.
    96 A- Länderspiele für die Niederlande