Der Tag, Samstag, 11.05.2019: Warriors, DEB-Team, Tsitsipas

Frühmorgens

NBA – Die Warriors stehen im Conference Finale. 118:113 gewann das Team um Stephen Curry, der 33 Punkte zum Sieg beitrug, gegen die Houston Rockets, die erst im letzten Viertel die Führung aus der Hand gaben. Auch die 35 Punkte von James Harden konnten den Urlaub nicht verhindern.

MLB – Die Yankees und die Rays messen sich an diesem Wochenende um Platz 1 der AL East. Spiel 1 der Serie ging mit 4:3 an die Yankees, die damit in der nächsten Partie die Führung in der Divison übernehmen können.

 

Nachmittags

Eishockey-WM – Das DEB-Team konnte das Auftaktmatch gegen Großbritannien erwartungsgemäß mit 3:1 gewinnen, auch wenn die beiden entscheidenen Treffer erst spät in der Partie fielen. Einen davon trug Leon Draisaitl bei. Die Schweiz fertigte Aufsteiger Italien 9:0 ab. Dänemark siegte nach Overtime 5:4 gegen Frankreich. Lettland bezwang Österreich 5:2.

Fußball-Bundesliga – Der FC Bayern ist noch nicht Meister. Das 0:0 in Leipzig reichte nicht zum Titel, da der BVB sich gegen Fortuna Düsseldorf zum 3:2-Sieg zitterte. Hannover und Nürnberg stiegen ab, Stuttgart muss damit in die Relegation.

ATP-Tour – 7:6(2), 7:6(4) siegte Novak Djokovic nach fast zweieinhalb Stunden gegen Dominic Thiem. Letztlich war in diesen hochklassigen zwei Sätzen der Weltranglistenerste einfach der Spieler, der weniger Fehler produzierte. Thiem erreichte dafür mit Diego Schwartzman das Doppelfinale.

Abends

Handball-Bundesliga – Dem VfL Gummersbach gelang gegen den TBV Lemgo ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf. 25:19 lautete das deutliche Endergebnis gegen den Tabellenneunten. Damit haben die Gummersbacher nun zwei Punkte Vorsprung auf den Nichtabstiegsplatz. Im zweiten Spiel des Abends trennten sich Leipzig und der Bergische HC 25:25.

WTA-Tour – Kiki Bertens schlägt im Finale von Madrid Simona Halep 6:4, 6:4 und gewann damit den größten Titel ihrer Karriere. Bertens blieb das komplette Turnier ohne Satzverlust und wird ab Montag auf Platz 4 der Weltrangliste rangieren.

Eishockey-WM – Tschechien fertigte Norwegen humorlos mit 7:2 ab. Die Slowakei arbeitete lange an einer Überraschung gegen die Finnen. Am Ende stand eine knappe 2:4-Niederlage.

ATP-Tour – Stefanos Tsitsipas erreichte am späten Abend das Finale von Madrid. 6:4, 2:6, 6:3 stand als Endergebnis gegen Rafael Nadal. Im ersten Satz stellten sich auch bei Nadal viele unnötige Fehler ein. Diese konnte der Sandplatzkönig im zweiten Satz minimieren, was ihm einen schnellen Satzgewinn bescherte. Doch Tsitsipas ließ sich davon nicht beeindrucken, konnte Nadal drei Mal den Aufschlag abnehmen und dabei den vierten Matchball nach 2:35 Stunden nutzen. So sehen wir am Sonntag das Finale zwischen Novak Djokovic und Stefanos Tsitsipas.

Der Tag, Freitag, 10.05.: Bruins, Thiem, Tschechien

Frühmorgens

NHL – Die Bruins siegten in Spiel 1 der Conference Finals mit 5:2. Die Hurricanes führten zur Hälfte des Spiels 2:1. Doch im letzten Drittel drehten die Bruins mit zwei Doppelpacks das Spiel.

NBA – Die Trail Blazers erzwangen ein siebtes Spiel gegen die Nuggets. Beim 119:108 lieferte ein Trio ganze 87 Punkte. Auch die 76ers gehen gegen die Raptors in ein Spiel 7. 112:101 lautete das Endergebnis.

 

Nachmittags

WTA-Tour – Simona Halep hatte nur im zweiten Satz Probleme mit Belinda Bencic. 6:2, 6:7(2), 6:0 stand nach fast zwei Stunden als Endergebnis auf der Anzeigetafel.

ATP-Tour – Marin Cilic zog noch vor dem Match zurück und überließ Novak Djokovic den Halbfinaleinzug. Roger Federer unterlag Dominic in einer hochklassigen Partie gegen Dominic Thiem.

Eishockey-WM – Finnland siegte im Duell der Eishockey-Großmächte mit 3:1 gegen Kanada. WM-Favorit Russland schlug Norwegen deutlich mit 5:2.

 

Abends

BBL – Bamberg sicherte sich mit einem 90:79 gegen Bayreuth Platz 5 der Hauptrundentabelle. Im direkten Duell um die Playoff-Plätze siegte Würzburg mit 80:75 gegen Bonn. Beide sind damit für die Playoffs qualifiziert.

WTA-Tour – Kiki Bertens spielt im Finale gegen Simona Halep. Das stand mit dem Ergebnis von 6:2, 7:5 gegen Sloane Stephens fest, der bei 55 Prozent erster Aufschläge von Bertens nur ein Break gelang.

ATP-Tour – Rafael Nadal hatte beim 6:1, 6:2 gegen Stand Wawrinka keine Probleme. 5:7, 6:3, 2:6 verlor Alexander Zverev gegen Stefanos Tsitsipas in einer unterhaltsamen Partie, in der Tsitsipas weniger Fehler fabrizierte.

Eishockey-WM – Gastgeber Slowakei besiegte im Eröffnungsspiel überraschend die USA mit 4:1. Tschechien behielt gegen Schweden mit 5:2 klar die Oberhand.

Der Tag, Dienstag, 07.05.: Rockets, Federer, Liverpool

Frühmorgens

NBA – Die Rockets meldeten sich gegen die Warriors zurück und stellten die Serie auf 2-2. 10 Rebounds und 38 Punkte trug ein fabelhaft spielender James Harden zum 112:108-Sieg bei. Die Bucks gewannen gegen die Celtics 113:101 und führen nun 3-1 im Conference Semifinal. Giannis Antetokounmpo war wieder die herausragende Figur auf Seiten der Bucks und stellte mit 39 Punkten und 16 Rebounds alle anderen auf dem Court agierenden Personen in den Schatten.

NHL – Mit 4:3 nach Overtime gelang der Avalanche der benötigte Sieg, um gegen die Sharks ein siebtes Spiel zu erzwingen. Die Bruins siegten hingegen deutlicher und schloßen mit dem 3:0 bei den Blue Jackets die Serie mit 4-2 ab.

MLB – Was macht eigentlich Max Kepler? Eine Frage, die wir uns alle völlig zu Recht jeden Morgen stellen. Beim 8:0 seiner Twins bei den Blue Jays konnte Kepler keine Runs beitragen, jedoch ist Kepler in den letzten Wochen ein extrem wichtiger Faktor im Spiel der Twins. Bitte weiterhin jeden Morgen nachsehen! Die Twins führen die AL Central mit 21-12 Siegen vor den Indians an.

 

Nachmittags

ATP-Tour – Novak Djokovic hatte es gegen Taylor Fritz eilig und siegte in 65 Minuten 6:4, 6:2, Ebenfalls im Achtelfinale steht Marin Cilic, der Jan-Lennard Struff 4:6, 6:3, 6:4 besiegte. Cilic schraubte ab Satz 2 die Fehlerquote deutlich herunter, und machte es Struff ebenso schwerer eigene Punkte zu erzielen.

WTA-Tour – Angelique Kerber sagte in Madrid bereits am Nachmittag ihr Zweitrundenmatch auf Grund von Knöchelproblemen ab. Naomi Osaka zog währenddessen in die dritte Runde ein, hatte gegen Sara Sorribes Tormo zwischenzeitlich jedoch Probleme. 7:6(5), 3:6, 6:0 hieß der Endstand gegen die Wildcard-Inhaberin. Karolina Pliskova verlor überraschend gegen Kateryna Kozlova und darf bereits früher nach Rom reisen.

 

Abends

BBL – Würzburg siegte am Abend 99:84 in Bayreuth und sprang mit diesem Sieg auf den so wichtigen Platz 8, welcher zur Teilnahme an den Playoffs beteiligt.

ATP-Tour – Roger Federer spielte am Abend das erste Match auf Sand seit drei Jahren. Gegen einen chancenlosen Richard Gasquet hatte es der Maestro sehr eilig. Nach 52 Minuten ging Federer mit 6:2, 6:3 als Sieger vom Court. 6:7(2), 6:3 hieß es aus Sicht von Dominic Thiem gegen Reilly Opelka. Dann musste der Amerikaner aufgeben, so dass Thiem ohne dritten Satz in die dritte Runde einzog.

Champions League – Wahnsinn! Der Liverpool FC siegte, nach dem 0:3 aus dem Hinspiel, mit 4:0 gegen den FC Barcelona und steht erneut im Finale der Champions League. Ein Spiel, das man so schnell nicht vergessen wird. Liverpool führte 1:0 zur Pause, legte kurz nach der Pause zwei Tore nach und erzielte mit einer schnell ausgeführten Ecke das 4:0 in der 79. Minute. Auch Lionel Messi konnte keinen typischen Messi-Moment mehr hervorbringen.

 

Tommy Haas – Für immer jung

Mitarbeiter des Tages, 03. April 2019: Tommy Haas

Von Jens Huiber

Bei den BMW Open in München gibt es mindestens zwei schöne Traditionen: Zum einen ist das Spielerfeld nur dann komplett, wenn der Name Mikhail Youzhny ins Tableau gepinselt werden kann. Wie Patrik Kühnen, der Turnierdirektor, das in zehn bis fünfzehn Jahren machen wird, wenn Youzhny längst auf seiner Datscha an seinen Memoiren arbeitet, bleibt offen. Aber irgendwie wird der Russe am Start sein.
Ebenso traditionell sind allerdings die Rechenspiele, die Kühnen in Hinblick auf den Tennisspieler Tommy Haas anstellt. Nicht auf die Person, die wird am heutigen Mittwoch zarte 41 Jahre alt. Gemäß den Berechnungen von Patrik Kühnen aber sollte Haas immer noch auf dem Court stehen, abzüglich der gesamten Verletzungspausen in seiner Karriere wäre nicht auszuschließen, dass die langjährige deutsche Nummer eins eigentlich um einen Platz beim #NextGen-Masters, dem Saisonabschluss der besten Spieler im Alter von 21 Jahren und jünger, mitrittern sollte.
Macht Tommy Haas aber natürlich nicht. Warum auch? Haas hat als Turnierdirektor von Indian Wells den zweitgeilsten Job im Tennissport. Er singt gemeinsam mit Grigor Dimitrov und Roger Federer ein Gstanzl.

Wenn Tommy Haas ein paar Bälle schlagen möchte, ruft er Pete Sampras, Novak Djokovic und John McEnroe an.

Good for him. Denn Tommy Haas hat aus Sicht von uns Tennis-Aficionados fast alles richtig gemacht, vor allem auch in Hinblick auf eine weitere große Tradition, den Davis Cup: 1998 war Haas das erste Mal am Start, hat Wayne Ferreira in vier Sätzen paniert. 16 Jahre später dann noch einmal Doppel mit Philipp Kohlschreiber gegen Spanien angeboten, ein Sieg auch zum Abschied.

1998 hat der Autor Haas das erste Mal bei den US Open gesehen. Verglichen mit dem späten Haas athletisch mit ganz viel Luft nach oben, aber schon damals mit einer brillanten Rückhand gesegnet. 2002 stand Tommy Haas auf Platz zwei der Weltrangliste, 2009 im Halbfinale von Wimbledon – wo er gegen Federer verlor. Jenen Federer, den er ein paar Wochen zuvor in Paris hätte schlagen müssen, wäre nicht ein leichter Volley zu lang geraten. 2013 in Wien dann der letzte von 15 Titeln, alles gut.

Dass der zweitgeilste Job im Tennissport bald zum allergeilsten mutieren wird, ist übrigens ausgemacht: Severin Lüthi kann nicht ewig Coach und Begleiter von Roger Federer bleiben. Letzterer ist an Tennisjahren genauso alt wie in seinem Reisepass vermerkt.