Dustin Johnson – Der Longhitter

Von Daniel Hofmann

Dustin Johnson war schon viele Wochen auf Platz 1 der Golfweltrangliste zu finden, und als Beobachter der Szene hat man schnell das Gefühl, dass der Longhitter schon sehr lange ganz oben steht und viele Majors eingesammelt hat. Doch der in Columbia, South Carolina, geborene Golfprofi hat lange auf seinen ersten und bis heute einzigen Tittel warten müssen: 2016 gewann er die US Open. 2017 kletterte er zum ersten Mal auf Platz 1 der Rangliste. Eine Genugtuung für einen Spieler, den viele Experten als eher wenig intelligent abstufen. Grund dafür ist nicht nur ein Fehler bei der PGA Championship im Jahre 2010, der ihm den Sieg kostete. Auch ein Vorfall von Drogenmissbrauch unterstreicht für viele diese Ansicht.

Doch Dustin Johnson ist mit seinen langen Drives von über 280 Metern und seiner Unbekümmertheit eine Bereicherung auf der Tour. Für Johnson zählt bestimmt niemals der wissenschaftliche Ansatz, die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten, wie es ein u.a. Bryson DeChambeau handhabt. Dustin Johnson lebt von seinem Gefühl für das Spiel, das ihm bis heute 20 Siege auf der PGA-Tour einbrachte. Heute wird DJ 35 Jahre jung. Grund genug, um an seinen bisherigen größten Triumph zu erinnern.

 

Phil Mickelson – Der Griff nach dem Grand Slam

von Daniel Hofmann

Phil Mickelson ist nicht nur einfach ein Publikumsliebling der Golffans. Phil Mickelson ist eine prägende Figur seines Sports.

Bereits 1991 (da war der Autor dieser Zeilen noch gar nicht auf der Welt) gewann Mickelson seinen ersten Titel auf der PGA-Tour. Bis heute feierte er über 50 Turniersiege, darunter fünf Major-Titel. Doch da sind wir auch schon bei dem, was Mickelson noch fehlt: die US Open! Alle anderen drei Majors konnte Lefty (er spielt linkshändig) bereits gewinnen, doch bei den US Open ist er so etwas wie der ewige Zweite. Sechs mal war Mickelson dem Titel ganz nah, war am Ende aber dann doch der “Erste Verlierer”. Auch an diesem Wochenende versucht sich Mickelson auf den Fairways von Pebble Beach, um dieses fehlende Mosaik der eigenen Visitenkarte hinzuzufügen.

Doch sieht es bisher nicht so aus, als würde der Traum Wahrheit werden. Während diese Zeilen geschrieben werden, da liegt “Phil the Thrill” mit seinem Ball bestimmt wieder irgendwo abseits der gemähten Wiese. Denn Mickelson ist ein sehr risikofreudiger Spieler, daher auch der zweite Spitzname. Mickelson hat das Glück mit einem fantastischem kurzen Spiel ausgestattet zu sein, mit dem er sich aus den Büschen und begrünten Verdichtungen dieser Welt befreien kann. Die Mischung aus seinem Spiel, und seiner besonderen Umgangweise auf und neben dem Platz, machen Mickelson zu besagtem Publikumsliebling.

Der letzte Majortitel des Ryder Cup Rekordspielers auf US Seite ist bereits sechs Jahre her. Sein Sieg bei THE OPEN weckte das breite Golfinteresse. Heute wird Phil Mickelson 49 Jahre jung.

Diese Woche … auf der PGA-Tour, KW 23

Kaymers Auferstehung?

Von Daniel Hofmann

In Dublin, Ohio, trafen sich die Spieler der PGA-Tour zum MEMORIAL 2019. Die European Tour suchte in der vergangenen Woche einen Sieger beim Belgian Knockout in Antwerpen.

Die harten Fakten

Der üblichen Turnierform abweichend, wird beim Belgian Knockout der Sieger im Matchplaymodus ausgespielt. Sieger war Guido Migliozzi , der sich gegen Darius van Driel im Finale durchsetzen konnte. Der Gewinner der Vorwoche, Bernd Wiesberger, scheiterte im Viertelfinale am späteren Sieger. Ebenfalls Schluss im Viertelfinale war für Marcel Siem.

Auf der PGA-Tour siegte Patrick Cantlay, der am Finaltag Martin Kaymer und und Adam Scott mit einer Runde von acht Schlägen unter par überholen konnte. Scott wurde Zweiter. Martin Kaymer landete auf Platz 3.

Darüber war zur reden

Martin Kaymer hatte bis zu diesem Wochenende eine lange Durststrecke hinter sich, konnte in Dublin endlich wieder ein TOP10-Ergebnis einfahren. Doch am Ende wirkte der dritte Platz fast etwas enttäuschend. Kaymer führte nach Tag 2 und Tag 3, konnte nach tollen Runden mit 67, 68 und 66 Schlägen am Sonntag jedoch nur eine 72 spielen, die ihm letztlich den Sieg kostete. Ein Sieg, der sicherlich unerwartet gekommen wäre, nach den ersten Tag jedoch nicht als unverdient hätte eingeordnet werden können.

Kaymer wird aus diesem Ergebnis hoffentlich Selbstvertrauen ziehen können, das über die letzten Monate so sehr fehlte. Die ehemalige Nummer 1 der Welt spielte nicht mehr nur um Ergebnisse, sondern um die Teilnahmeberechtigung an der PGA-Tour und an den großen Turnieren.

Unsere persönlichen Favoriten

Phil Mickelson verabschiedete sich in Ohio schon nach zwei Tagen aus dem Turnier, ebenfalls am Cut scheiterten Tony Finau und Justin Thomas. Henrik Stenson wurde geteilter 37. Tiger Woods konnte am Schlusstag 16 Plätze im Leaderboard gut machen und wurde geteilter 9.

Das steht an

Eine Woche vor den US Open macht die PGA-Tour einen Abstecher nach Kanada. Im Hamilton Golf & Country Club testen zahlreiche Stars der Szene ihre Form, darunter Sergio Garcia, Rory McIlroy, Brooks Koepka oder Dustin Johnson. Aus deutschsprachiger Sicht versuchen sich Alex Cejka, Stephan Jäger und Sepp Straka bei den Canadian Open.

Die European Tour spielt in dieser Woche im portugisischen Cascais die Sieger des Golf Sixes aus. Die Spieler gehen an diesem Wochenende in 2er-Teams an den Start und vertreten ihre Nation in Matchplays. Für Deutschland gehen mit Laura Fünfstück und Esther Henseleit zwei Damen für die deutschen Farben an den Start. Eine nähere Erläuterung zum Turnier findet sich hier:

Diese Woche … auf der PGA-Tour, KW 21

Stille Wasser sind Sieg

Von Daniel Hofmann

Das zweite Major des Jahres stand am Wochenende auf dem Black Course in Farmigdale, New York, auf dem Programm. Am Samstagabend hatten schon viele die Gewissheit, dass sie den diesjährigen Sieger kennen. Doch Titelverteidiger Brooks Koepka zeigte am Sonntag einen kleinen Leistungsabfall und musste bis zum Ende um den Sieg zittern.

Die harten Fakten

Ausschlaggebend war dafür auch eine gute Leistung von Dustin Johnson, der auf dem Par70-Kurs eine 69 spielte und durch die 74 von Brooks Koepka am Ende auf zwei Schläge herankam. Geteilte Dritte wurden Jordan Spieth, Patrick Cantlay und Matt Wallace, die mit einem Gesamtergebnis von -2 wiederum vier Schläge Rückstand auf Johnson hatten.

 

Darüber war zu reden

Brooks Koepka spielte von Beginn des Turnieres an herausragendes Golf und führte bereits an Tag 1 nach einer Runde mit 63 Schlägen das Leaderboard an. Nach Tag Drei hatte Koepka sieben Schläge Vorsprung und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Doch das Wetter hatte seinen Anteil daran, dass es am Sonntag nochmal spannend werden konnte. Die Spieler hatten auf der Schlussrunde mit extremen Windböen zu kämpfen, sodass viele Spieler mit einem hohen Ergebnis das Turnier beenden mussten. Koepka spielte auf den ersten Neun solide, doch vier Bogeys in Folge ab der 11 räumten Dustin Johnson dann plötzlich noch Siegchancen ein. Koepka konnte sich jedoch, trotz weiterem Bogey auf der 17, ins Ziel retten und seinen vierten Major-Titel feiern.

Man hat häufig den Eindruck, dass die Golffans Brooks Koepka nicht so sehr auf dem Zettel haben, wenn es um die Favoriten für die großen Turniere geht. Dabei ist Koepka in den letzten Jahren der herausragende Spieler, wenn man die Majors seperat betrachtet. Bei den letzten neun Majors hat Koepka, mit seinen beiden Siegen bei den USA Open und der PGA Championship, vier Titel gewinnen können. Es gibt nur drei Spieler, die vor dem 30. Geburtstag mehr Major-Titel vorweisen können. Es ist sicherlich übertrieben von einer “Koepka-Ära” zu sprechen bzw. davon auszugehen, dass weiterhin zwei Major-Titel pro Jahr hinzu kommen, doch ist kein anderer Spieler momentan so dominant in der Art und Weise seines Spiels.

Koepka ist ein sehr ruhiger Vertreter im Golfzirkus. Die Zeiten, in denen er sich öffentlich nicht äußert, sind defintiv vorbei. Koepka teilt sich mittlerweile mit, er hat eine Wandlung vorgenommen. Auch durch die Titel und das steigende Medieninteresse um seine Person bedingt. Doch Koepka wird nie der Rockstar seiner Sportart werden. Er wird der zurückhaltende Mensch bleiben, der still und leise an sich arbeitet. Und so wird es vielleicht auch nach diesem Titel wieder passieren, dass ihn einzelne Personen schlicht und einfach vergessen, wenn es um die Favoriten der nächsten Monate geht.

 

Unsere perönlichen Favoriten

Rory McIlroy (+1) belegte am Ende den geteilten achten Platz. Francesco Molinari und Tommy Fleetwood teilten an diesem Wochenende mal wieder etwas, nämlich die +8 und den Platz 48. Phil Mickelson wurde geteilter 71. Tiger Woods, Martin Kaymer und Bubba Watson verpassten den Cut.

 

Das steht an

Der Tourbetrieb normalisiert sich in dieser Woche wieder. Die Spieler der PGA-Tour treffen sich zur Charles Schwab Challenge im Colonial Country Club in Fort Worth, Texas. Justin Rose, Francesco Molinari, Martin Kaymer und Jon Rahm gehören zu den bekannteren Namen im Starterfeld.

Die European Tour spielt im Himmerland Golf & Spa Resort im dänischen Farso. Bei der “Made in Denmark” werden aus deutschsprachiger Sicht Bernd Wiesberger, Maximilian Kieffer, Bernd Ritthammer Max Schmitt und Joel Girbach um Punkte für das Race to Dubai mitspielen.

 

Die Charles Schwab Challenge live bei Sky

Donnerstag, 23.05., 22:00 Uhr – 01:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Freitag, 24.05., 22:00 Uhr – 01:00 Uhr, Sky Sport 1 HD

Samstag, 25.05., 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Sonntag, 26.05., 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 1 HD

 

Die Made in Denmark live bei Sky

Donnerstag, 23.05., 15:30 Uhr – 18:30 Uhr, Sky Sport 2 HD

Freitag, 24.05., 15:30 Uhr – 18:30 Uhr, Sky Sport 1 HD

Samstag, 25.05., 14:00 Uhr – 17:00 Uhr, Sky Sport 3 HD

Sonntag, 26.05., 14:00 Uhr – 17:00 Uhr, Sky Sport 5 HD

Diese Woche … auf der PGA-Tour, KW 20

Die Woche der Premierensieger

Von Daniel Hofmann

 

Der Überblick

Die European Tour kehrte endlich nach Europa zurück und begann die diesjährige Reise über den Kontinent mit dem traditionsreichen British Masters. Die PGA Tour traf sich zum AT&T Byron Nelson in Dallas. Beide Turniere hatten am Ende eine Gemeinsamkeit, denn an beiden Orten feierten Spieler ihren jeweils ersten Sieg auf der Tour.

Die harten Fakten

Marcus Kinhult gewann mit dem British Masters seinen ersten Titel auf der European Tour. Mit zwei Birdies am Ende des vierten Tages, hatte der Schwede einen Schlag Vorsprung auf die drei geteilten Zweitplatzierten Eddie Pepperell, Matt Wallace und Robert Macintyre.

Auch Sunghoon Kang feierte in Texas seinen ersten Titelgewinn, wenn auch auf der PGA Tour. Mit einem Endergebnis von -23 hatte er zwei Schläge Vorsprung auf die geteilten Zweiten Matt Every und Scott Piercy. Brooks Koepka wurde Vierter.

Darüber war zureden

Die PGA Tour hat in dieser Saison häufig Probleme mit dem Wetter. Auch in Texas kam es wieder zu Verzögerungen. Dazu war es, für texanische Verhältnisse, sehr kalt. Das führte dazu, dass einzelne Spieler durch Familienmitglieder wärmere Klamotten gebracht bekamen. Die menschliche Ebene haben wir damit in dieser Woche abgearbeitet. Schauen wir uns lieber noch ein paar Top-Shots an.

Auf der European Tour durfte man sich über einen tollen achten Platz von Martin Kaymer freuen, den er sich u.a. mit Tommy Fleetwood teilen durfte. Im Gegensatz zu den letzten Monaten, konnte Kaymer über das Wochenende noch zulegen und spielte am Sonntag eine 66, wodurch er sich um 29 Plätze verbessern konnte. Vorsicht ist geboten, um Vorhersagen zu treffen, gerade im Golfsport. Doch bleibt zu wünschen, dass Kaymer dieses lang ersehnte positive Erlebnis nutzen kann, um wieder langfristig ansteigende Form zeigen zu können.

Unsere persönlichen Favoriten

Stephan Jäger konnte an diesem Wochenende endlich ein gutes Ergebnis auf der PGA-Tour einfahren. Mit einer konstanten Leistung konnte Jäger an allen vier Tagen unter 70 Schlägen bleiben und am Ende den geteilten 17. Platz belegen. Patrick Reed landete auf dem 63. Platz, den er sich mit weiteren Spielern teilen musste.

Matthias Schwab beendete das British Masters auf T42. Maximilian Kieffer stürzte am Sonntag um 21 Plätze im Leaderboard ab und wurde T68. Bernd Wiesberger teilte sich mit anderen Spielern Platz 70. Marcel Siem, Bernd Ritthammer und Max Schmitt verpassten den Cut.

Das steht an

Am Wochenende steht mit der PGA Championship endlich das zweite Major des Jahres an. Sicherlich sind schon alle Golffans gespannt, ob Tiger Woods wieder um den Titel mitspielen kann und sein “Märchen” noch etwas märchenhafter gestaltet. Bekanntere Namen aufzuzählen, die in Farmingdale, New Yersey, an den Start gehen, wirkt hier etwas überflüssig. Machen wir es kurz: alle! Auch ein Siegertipp erscheint daher schwierig und überlassen wir lieber den wahren Experten. Doch sei der Tipp gewagt: Tiger Woods wird nicht der Sieger sein!

 

Das PGA Championship live bei Sky

Donnerstag, 16.05., 19:00 Uhr – 01:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Freitag, 17.05., 19:00 Uhr – 01:30 Uhr, Sky Sport 2 HD

Samstag, 18.05., 20:00 Uhr – 01:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Sonntag, 19.05, 20:00 Uhr – 01:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Diese Woche … auf der PGA-Tour, KW19

Die Premiere des Max Homa

Von Daniel Hofmann

Der Überblick

Die PGA Tour besuchte am Wochenende Charlotte in North Carolina, wo jährlich die Wells Fargo Open ausgetragen werden. Die Spieler der European Tour trafen sich in Shenzhen zu den Volvo China Open, um dortigen Sieger des Jahres 2019 zu ermitteln.

Die harten Fakten

Max Homa siegte bei den Wells Fargo Open mit drei Schlägen Vorsprung auf Joel Dahmen (-12) und Justin Rose (-11) und feierte so als Überraschungssieger seinen ersten Titel auf der PGA Tour.

Mirrko Korhonen siegte bei den Volvo China Open im Playoff gegen Benjamin Herbert. Nur einen Schlag dahinter schloss Jorge Campillo das Turnier auf Platz 3 ab und hatte lange die Chance sein zweites Turnier innerhalb einer Woche zu gewinnen.

Darüber war zu reden

Max Homa sicherte sich mit seinem Premierensieg eine sichere Spielberechtigung auf der Tour bis zum Jahr 2021, sowie die Teilnahme an der US Open und dem MASTERS 2020. Sicherlich kein Spieler, auf den viele Experten an diesem Wochenende ihr Geld gesetzt hätten. Spielte Homa doch bisher viele Turniere auf der unterklassigen WebDart.com-Tour, da ihm für die meisten Wettbewerbe auf der PGA Tour die Spielberechtigung fehlte. Das hat sich mit diesem Sieg nun geändert, was ihm definitiv eine bessere Planungssicherheit geben wird und natürlich die Chance für den 28-jährigen eröffnet, sich auf der Tour als dauerhaftes Mitglied zu etablieren.

Unsere persönlichen Favoriten

Rory McIlroy wurde geteilter 8. und vergab mit einer 73 am Schlusstag die Chance um den Sieg mitzuspielen. Patrick Reed hingegen spielte sogar eine 74 an tag 4 und rutsche auf T28. Phil Mickelson, Sepp Straka und Stephan Jäger verpassten den Cut. Beim European Tour Event auf dem Genzon Golf Club schafften Matthias Schwab und Bernd Ritthammer ebenfalls den entscheidenen Cut nicht. Marcel Siem erspielte einen guten geteilten 19. Platz. Bernd Wiesberger wurde geteilter 14.

Das steht an

In dieser Woche zieht die PGA-Tour weiter nach Dallas zum Trinity Forest Golf Club. Beim AT&T Byron Nelson werden u.a. Brooks Koepka und Patrick Reed an den Abschlag gehen.

Die European Tour kehrt endlich nach Europa zurück und spielt beim British Masters den ersten Sieger diesen Jahres auf europäischem Boden aus. Tommy Fleetwood ist eindeutig das Zugpferd des Turniers. Aus deutschsprachiger Sicht werden Matthias Schwab, Bernd Wiesberger, Marcel Siem, Max Schmitt, Bernd Ritthammer uns Martin Kaymer dabei sein.

Das AT&T Byron Nelson live bei Sky

Donnerstag, 09.05., 21:30 Uhr – 00:30 Uhr, Sky Sport 2 HD

Freitag, 10.05., 21:30 Uhr – 00:30 Uhr, Sky Sport 1 HD

Samstag, 11.05., 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 3 HD

Sonntag, 12.05., 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

 

The British Masters live bei Sky

Tag 1, Donnerstag, 09.05., 16:30 Uhr – 19:30 Uhr, Sky Sport 7 HD

Tag 2, Freitag, 10.05., 16:30 Uhr – 19:30 Uhr, Sky Sport 3 HD

Tag 3, Sonntag, 11.05., 00:00 Uhr – 03:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Tag 4, Montag, 12.05., 00:00 Uhr – 03:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Rory McIlroy – Die Zukunft des Golfsports

Mitarbeiter des Tages, 04. Mai 2019: Rory McIlroy

Von Lars Mahrendorf

Heute gab es keine Zweifel. An diesem 20.Juni 2011 würde es keinen dramatischen Kollaps geben. Rory McIlroy würde nicht noch einmal eine komfortable Führung bei einem Major verspielen. Zwei Monate zuvor war der Nordire – damals noch 21 Jahre alt – mit vier Schlägen Vorsprung auf die Schlussrunde in Augusta gegangen. Am Ende benötigte McIlroy 80 Schläge, spielte die schlechteste Runde, die je ein Führender beim Masters gezeigt hatte, und landete nur auf dem geteilten fünfzehnten Platz.

Doch Augusta war gestern, jetzt stand Rory McIlroy auf dem Congressional Country Club in Maryland, nur unweit der amerikanischen Hauptstadt Washington. Statt vier Schlägen Vorsprung lag McIlroy am Beginne des Finaltags sogar um acht Schläge besser als der Zweitplatzierte Südkoreaner Y. E. Yang. Der hatte 2009 Tiger Woods im direkten Duell bei der PGA Championship besiegt und damit bereits ein Major gewonnen.

Mit Birdies auf zwei der ersten vier Löcher vergrößerte Rory McIlroy aber direkt seinen Vorsprung auf sage und schreibe zehn Schläge. Als McIlroy und Yang auf die zweiten Neun gingen, hatte der Südkoreaner den Vorsprung auf acht Schläge “reduziert”. Loch zehn war McIlroy in Augusta zum Verhängnis geworden, als er mit sieben Schlägen und einem Triple-Bogey die Führung und das Turnier aus der Hand gegeben hatte.

Auch in Bethpage lauerte auf dem Par 3 zu Beginn der letzten neun Löcher mit einem Wasserhindernis die Gefahr für einen fatalen Fehlschlag. Yang setzte seinen Abschlag perfekt, knapp einem Meter hinter die Fahne. McIlroy wippte nach seinem Schlag auf einem Bein und schaute dem Ball gespannt hinterher. Der landete noch hinter dem Spielgerät von Yang auf einer Welle, stoppte dort kurz und rollte dann bis auf 20 Zentimeter ans Loch heran.

McIlroy spielte Birdie, ging auf -17 – einer von zahlreichen Rekorden, die der Nordire bei den US Open 2011 aufstellte – und das Turnier war im Grunde gelaufen.

Auf den verbleibenden Löchern spielte McIlroy zwar zwei Bogeys und leistete sich seinen ersten Dreiputt der Woche, letztlich gewann er aber hochüberlegen mit einem weiteren Rekord von -16 und acht Schlägen Vorsprung sein erstes Major. Niemand geringerer als Jack Nicklaus schwärmte anschließend vom Sieger. “Rory wird eine große Karriere haben, das steht außer Frage”, sagte der Altmeister. “Er ist ein toller Junge. Er ist bescheiden, wenn er bescheiden sein muss und selbstsicher, wenn er selbstsicher sein muss. Er hat einen großartigen Schwung. Er sieht völlig überzeugt aus, wenn er geht, was man sein muss. Mir gefällt das.”

Rory McIlroy wird heute 30 Jahre alt.

Brooks Koepka – Per Umweg zum Major Champion

Mitarbeiter des Tages, 03. Mai 2019: Brooks Koepka

Von Lars Mahrendorf

Für die meisten amerikanischen Golfer ist der Weg in die PGA Tour und an die Weltspitze vorgegeben. College – Q-School – PGA Tour. Wenn es schlecht läuft, dann gibt es noch den Umweg über die Web.com-Tour. Jordan Spieth, Justin Thomas, und Patrick Reed sind drei Beispiele aus den letzten Jahren für junge Spieler, die diese Stationen auf dem Weg in die große Profitour gingen. Der erfolgreichste Golfer der letzten beiden Jahre musste einen Umweg machen.

Challenge Tour – European Tour – Japan Golf Tour

Brooks Koepka scheiterte im PGA Tour Qualifying Tournament und schloss sich im Sommer 2012 der europäischen Challenge Tour an. Nach einem einzelnen Sieg in seiner ersten Saison, gewann er 2013 innerhalb von nur acht Wochen drei Turniere. Mit dem Sieg bei der Scottish Hydro Challenge qualifizierte Koepka sich für die restlichen Veranstaltungen des Jahres auf der European Tour. Nach der ersten kompletten Saison auf der europäischen Tour, inklusive einem Sieg bei der Turkish Airlines Open, wurde Koepka 2014 zum ” Sir Henry Cotton Rookie of the Year” ernannt.

Es folgten die ersten Gehversuche auf der PGA Tour und 2015 auch direkt ein Sieg bei der Waste Management Phoenix Open. Die großen Titel gewannen aber andere. Spieth, Thomas und Koepka’s Kumpel Dustin Johnson holten sich ihre ersten Erfolge bei den Majors. Koepka konnte 2015 und 2016 bei der PGA Championship jeweils eine Top 5-Platzierung erreichen. Erfolge verzeichnete der Mann aus West Palm Beach in Florida nur auf der Japan Golf Tour.

Sieg mit Rekord bei den US Open

Am 18. Juni 2017 gelang Koepka auch auf der großen Bühne der endgültige Durchbruch. Vor der Schlussrunde lag er mit zusammen mit Brian Harman mit -12 in Führung. Während der finalen Runde verbesserte sich Koepka auf -13. Als er aber auf den Abschlag des 13. Lochs ging, hatte sich der Japaner Hideki Matsuyama durch eine überragende 66 vorübergehend bis auf einen Schlag an Koekpa angenähert. Koepka antwortete mit drei Birdies in Folge und ließ sich seinen ersten großen Titel nicht mehr nehmen.

Am Ende des Turniers in Erin Hills im Bundesstaat Wisconsin siegte Brooks Koepka mit einem Ergebnis von -16. Das bedeutete, neben dem ersten Titel bei einem der vier Majors, auch die Einstellung des Rekords für das beste Ergebnis unter Paar bei den USA Open. Den hatte bis dato Rory McIlroy (der hat morgen Geburtstag) gehalten. Brooks Koepka wird heute 29 Jahre alt.

Diese Woche… auf der PGA-Tour, KW 18

Von Daniel Hofmann

 

Der Überblick

Die PGA Tour weilte an diesem Wochenende in New Orleans beim Zurich Classic. Die Besonderheit an dem Turnier: die Spieler spielen in Zweier-Teams um den Turniersieg und die Punkte im FedExCup.

Die European Tour beendete die Pause und kehrte mit der Trophee Hassan II zurück. In Rabat, Marokko, gab es am Ende einen Sieger, der schon lange als siegreif gegolten hat und endlich seine Titelpremiere feiern durfte.

Die harten Fakten

Jon Rahm und Ryan Palmer siegen am Ende mit drei Schlägen Vorsprung vor dem Duo Sergio Garcia und Tommy Fleetwood. Für Palmer ist es der erste Sieg auf der PGA Tour seit neun Jahren, was er auch seinem Partner Jon Rahm zu verdanken hat, der eine sehr überzeugende Turnierwoche spielte.

Auf der European Tour feierte Jorge Campillo seinen ersten Sieg. Es war sein 229. Turnier auf der Tour und damit ein lange ersehnter, und von vielen Experten lange erwarteter, Premieren-Titel. Geteilte Zweite wurden Erik van Rooyen, Julian Suri und Sean Crocker, die mit einem Gesamtergebnis von -7 zwei Schläge hinter Campillo lagen.

Darüber war zu reden

Marcel Siem belegte am Ende der Trophee Hassan II Platz T49. Mit einem Ergebnis von +5 zerlegte Siem den Platz nun nicht gerade in seine Einzelteile, aber es ist doch mittlerweile schon positiv zu werten, dass Siem den Cut schaffte. Es war in der aktuell laufenden Saison sein erster geschaffter Cut, bei seiner siebten Turnierteilnahme. Siem scheint noch weit weg von seiner Saisonleistung 2014, als er im Race to Dubai am Ende Platz 4 belegte. Jedoch zeigt seine Formkurve nach oben. Dringende Empfehlung, ihn in den kommenden Wochen verstärkt zu verfolgen. Vielleicht sehen wir dann ja auch von Siem mal wieder solche Highlights:

Unsere persönlichen Favoriten

Alex Cejka belegte mit seinem Partner Alex Prugh den geteilten 13. Platz und sammelte so einige Ranglistenpunkte. Auch Stephan Jäger konnte mit T22 ein gutes Ergenis einfahren. Der österreicher Sepp Straka verpasste den Cut. Ebenso wie Patrick Reed.

Der andere Österreicher, Matthias Schwab, belegte in Marokko den geteilten Platz 9 und zeigt sich weiterhin mit ansteigender Form. Maximilian Kieffer belegte Platz T49. Bernd Ritthammer verpasste den Cut.

Das steht an

Weiter geht es in dieser Woche mit der Wells Fargo Championship in Charlotte, North Carolina. Neben Phil Mickelson ist auch Rory McIllroy wieder dabei. Aus deutschsprachiger Sicht sind Stephan Jäger und Sepp Straka am Start.

Die European Tour macht den Sprung nach Shenzhen, um dort den Sieger der Volvo China Open zu ermitteln. Neben Marcel Siem und Bernd Ritthammer, ist auch Bernd Wiesberger mit von der Partie.

 

Wells Fargo Championship live bei Sky

Donnerstag, 02.05.2019, 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 1 HD

Freitag, 03.05.2019, 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 1 HD

Samstag, 04.05.2019, 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Sonntag, 05.05.2019, 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 1 HD

 

Volvo China Open live bei Sky

Donnerstag, 02.05.2019, 08:30 Uhr – 11:30 Uhr, Sky Sport 1 HD

Freitag, 03.05.2019, 08:30 Uhr – 11:30 Uhr, Sky Sport 1 HD

Samstag, 04.05.2019, 08:00 Uhr – 11:00 Uhr, Sky Sport 1 HD

Sonntag, 05.05.2019, 08:00 Uhr – 11:00 Uhr, Sky Sport 1 HD

Diese Woche … auf der PGA-Tour, KW 17

Von Daniel Hofmann

Der Überblick

Während die European Tour auch in der Woche nach dem MASTERS die Pause weiter streckte, machte die PGA Tour auf ihrer Reise durch Nordamerika den nächsten Halt auf dem Harbour Town Golf Links in South Carolina.

Die harten Fakten

Viele bekannte Namen der Szene nutzten das Wochenende nach dem ersten Major Event zur Regeneration. So nutzte der 27-jährige Taiwanese Cheng Tsung Pan die Möglichkeit und feierte seinen ersten Sieg auf der PGA Tour.

Mit einer -4 am Schlusstag spielte sich Pan an die Spitze vor dem zweitplatzierten Matt Kuchar, der mit einem Gesamtergebnis von -11 das Turnier mit nur einem Schlag hinter Pan beenden konnte. Platz Drei (-10) teilten sich die Amerikaner Patrick Cantley, Scott Piercy und der Ire Shane Lowry, der als Führender auf die Schlussrunde ging.

Darüber war zu reden

Die Deutschen sind auf der PGA Tour auch weiterhin absolut erfolglos. Sowohl Alex Cejka mit acht Schlägen über Par, wie auch Martin Kaymer (+2) verpassten beide deutlich den Cut. Vor allem um Martin Kaymer schwindet mehr und mehr die Hoffnung, wieder um Siege mitspielen zu können. Nicht nur, dass langsam seine Tourkarte zur Spielberechtigung auf der PGA Tour in Gefahr ist, auch sein Spiel bringt momentan wenig positive Eindrücke. So fehlen selbst die positiven Ausreißer nach oben. Stattdessen geht es in jedem Turnier von Beginn an darum, dass der Cut nach zwei Tagen überhaupt geschafft wird. Trotzdem wird Kaymer nicht aufhören zu spielen oder eine Pause einlegen, solange es um seine Spielberechtigung für die nächsten Jahre geht.

Unsere persönlichen Favoriten

Tommy Fleetwood war einer der ganz wenigen „persönlichen Favoriten“, die wir an diesem Wochenende spielen sehen durften. Am Ende belegte er den geteilten 25. Platz und war auch zu keinem Zeitpunkt der Turnierwoche ganz vorne auf dem Leaderboard zu sehen. Dustin Johnson belegte den geteilten 28. Platz. Bryson DeChambeau verpasste den Cut.

Das steht an

In dieser Woche steht endlich wieder mehr Golf an. Neben der PGA Tour, die auf dem TPC Louisiana das Zurich Classic of New Orleans austrägt, bei dem die Profis paarweise antreten, ist auch die European Tour wieder unterwegs. In Rabat, Marokko, wird der Gewinner der diesjährigen Trophee Hassan II ausgespielt. Aus deutscher Sicht sind Maximilian Kieffer, Max Schmitt und Bernd Ritthammer dabei. Die Farben Österreichs vertritt Matthias Schwab.

 

PGA Tour live bei SKY

Donnerstag, 25.04.2019, 21:30 Uhr – 00:30 Uhr, SKY Sport 1 HD

Freitag, 26.04.2019, 21:30 Uhr – 00:30 Uhr, SKY Sport 1 HD

Samstag, 27.04.2019, 21:00 – 00:00 Uhr, SKY Sport 2 HD

European Tour live bei SKY

Donnerstag, 25.05.2019, 16:30 Uhr – 19:30 Uhr, SKY Sport 7 HD

Freitag, 26.04.2019, 16:30 Uhr – 19:30 Uhr, SKY Sport 5 HD

Sonntag, 28.04.2019, 00:00 Uhr – 03:00 Uhr, Sky Sport 2 HD (zeitversetzt)

Montag, 29.04.2019, 00:00 Uhr – 03:00 Uhr,  SKY Sport 1 HD (zeitversetzt)