Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 4

Von Markus Lehnen

Ich wünsche eine gute Woche aus dem schönen Köln und fange gleich mit dem Versprechen an, dass es diese Woche etwas kürzer wird. Damit ich auch nächste Woche noch genug zu schreiben habe, gibt es das leider bereits mögliche Hallensaison Fazit der Damen erst in der nächsten Woche.

7. Spielwochenende 1. Damen: Rot- Weiss Köln- Düsseldorfer HC 7:6 (3:5)
Am Samstag um 12 Uhr stand er also an, der letzte Spieltag der Damen Hallenhockey Bundesliga. Mit mir hatten sich zum Duell gegen den Rivalen aus der Nachbarstadt etwa 250 Zuschauer in der KTHC Halle eingefunden. Leider reichte den Kölnerinnen nach dem unglücklichen 2:2 gegen Uhlenhorst Mülheim letzte Woche nicht ein einfacher Sieg, da das Torverhältnis auf Düsseldorf uneinholbar war. So galt es nach Mülheim gucken, wo Raffelberg mindestens Unentschieden spielen musste, damit es für die Domstädterinnen noch ins Viertelfinale geht.

Doch es schien müßig darüber nachzudenken, denn die Anfangsphase dominierte Düsseldorf derart, dass es nach 14 Minuten 0:3 stand. Strauß erzielte gleich in der 2. Minute das  0:1 und Sabine Markert hämmerte 2 Strafecken unhaltbar ins Rot- Weiss Gehäuse. Folgerichtig nahm RW Trainer Markus Lonnes eine Auszeit, die direkt Früchte tragen sollte, als Maja Weber eine Strafecke zum 1:3 verwerten konnte. Leider hatten die Gastgeberinnen ein riesiges Problem, sie bekamen lange Bälle in keinster Weise unterbunden. Torhüterin Maja Sielaff gab zwar ihr bestes, als sie sich mehrfach den freien Düsseldorferinnen entgegenwarf, doch in der 17. Minute war sie chancenlos gegen Vivot. Köln zeigte jetzt aber offensiv Fortschritte und könnte durch Katharina Hüls erneut verkürzen. Wieder kurz darauf antwortete der DHC mit seiner am diesem Tag besten Spielerin Sara Strauß, die aus spitzen Winkel den Ball traumhaft ins, aus ihrer Sicht, linke obere Eck jagte.  Rot- Weiss zeigte allerdings eine tolle Moral und konnte kurz vor der Pause mit einer super Eckenvariante durch Liv Arndt zum 3:5 verkürzen. Bei handgezählten 5:15 Torchancen (und da zählen die Tore immer schon mit) ein durchaus schmeichelhaftes Halbzeitergebnis für Köln, wie auch Coach Lonnes nach dem Spiel zugab.

Leider stand es in Mülheim bereits zur Pause 5:1 für Uhlenhorst, weshalb die Chancen auf das Viertelfinale bereits zur Halbzeit gen Null gesunken waren.

Das hielt die Kölnerinnen aber nicht davon ab mit viel Elan in die 2. Halbzeit zu gehen. Vor allem die kreuzgefährlichen vertikalen Aufbaupässe des DHC konnten nun unterbunden werden. Nach vorne vergab Kapitänin Julia Busch in der 39. Minute die Riesenchance zum 4:5. Als fast im Gegenzug wieder Sara Strauß zum 3:6 traf, schien das Spiel entschieden. Doch wie so oft beschrieben geht es im Hallenhockey enorm schnell und ein 3 Tore Rückstand ist jederzeit aufzuholen. Und so erzielte Katharina Hüls in der 43. Minute auch direkt das 4:6, nachdem Lea Thomas 2 Düsseldorferinnen ausspielte und einen präzisen Pass auf Hüls spielte, den diese zum Tor nutze. Nur 2 Minuten später war es erneut eine Eckenvariante, die Hüls zum 5:6 und damit dem direkten Anschluss nutze. Der DHC bäumte sich jetzt noch einmal auf, aber 2mal Sielaff und 1mal der Pfosten hielten den Tabellenführer bei 6 Toren. Und so konnte Camille Nobis 8 Minuten vor Ende ausgleichen, als sie den Ball von der linken Schusskreisecke ins lange Eck einschoss.

Köln war jetzt das bessere Team und hätte bereits in der 59. Minute per Strafecke zum Siegtreffer kommen können. Da diese allerdings verstoppt wurde schien das 6:6 Unentschieden fest zu stehen. Doch einmal noch konnte Nobis im Schusskreis angespielt werden. Ihr Ball ging irgendwie aufs Tor, wurde abgefälscht und rollte der DHC Torhüterin durch die Beine. 4 Sekunden vor Ende hatte Köln gegen den Rivalen mit 7:6 gewonnen!
Natürlich herrschte großer Jubel auf der gut gefüllten Tribüne und auch die Spielerinnen auf dem Platz feierten den Sieg ekstatisch, doch einigen Spielerinnen war bereits bewusst, dass die Saison hier und jetzt vorbei war und man konnte ihnen die Enttäuschung ansehen. Es herrschte also ein wahres Wechselbad der Gefühle und nach dem Abklatschen und dem Dank an die Zuschauer brach sich bei vielen Spielerinnen die Enttäuschung Bahn.

Abschlusstabelle Staffel West:
1. Düsseldorfer HC   63:28 Tore  21 Punkte
2. Uhlen. Mülheim    53:27 Tore  21 Punkte
3. RW Köln               40:31 Tore  21 Punkte

17 Tore fehlten also am Ende, natürlich ein mehr als ärgerlicher Ausgang erst Recht, weil man in beiden Spielen gegen Mülheim zwischenzeitlich mit 2 Tore führte. Das letzte Spiel war noch mal in jeder Beziehung Klasse und man konnte eine starke Entwicklung beim jungen Team sehen. Samstag zeigte sich dies vor allem bei Kampf, Moral und nicht zuletzt auch bei den stark eingespielten Eckenvarianten. Aber mehr zum Fazit dann nächste Woche.
Da auch schon viele Fußballfans vorm Spiel des FC ins Vereinsheim von Rot- Weiss gekommen waren, trank ich in geselliger Runde noch 2 Kölsch und verließ zum wahrscheinlich letzten Mal diesen Winter die Anlage am Olympiaweg.

Hallenhockey EM in Berlin
3 Tage, 10.000 Zuschauer, 5 deutsche Siege zum Titel und der Rot- Weiss Spieler Thies- Ole Prinz als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Die Hallen EM in der Hauptstadt kann aus deutscher, aber auch insgesamt, nur als Erfolg bezeichnet werden.

Spielten die Welt- und Europameister aus Österreich mit der 1. Garnitur, so trat für den DHB (und auch bei den anderen Olympiastartern Niederlande und Belgien) ein Perspektivteam an, welches durch den ein oder anderen Erfahrenen unterstützt würde. Beim DHB war dies Jan- Philipp Rabente vom Uhlenhorster HC aus Hamburg.

Mit ausschließlich Siegen kamen sowohl Deutschland wie Österreich ins große Finale am Sonntag in der ausverkauften Halle in Berlin. Wahrscheinlich hätte man selbst die größere Max Schmeling Halle voll bekommen, aber durch die Kurzfristigkeit (Krefeld gab die EM im Sommer ab) trug man die EM im 3500 Zuschauer fassenden Horst Korber Sportzentrum aus.

Finale: Deutschland- Österreich 6:3 (3:2)
Im Finale ging Österreich bereits nach Sekunden durch Michael Körper in Führung. Dösch, Schmid und eben Thies Prinz konnten das Spiel aber drehen, ehe unser südöstlicher Nachbar noch vor der Pause auf 2:3 verkürzen konnte.
Direkt nach der Pause konnten aber Hartkopf und erneut Dösch auf 5:2 erhöhen und sorgten damit in einem teils aberwitzig schnellen Spiel für die Vorentscheidung.

Jan Schiffer stellte bereits in der 35. Minute den 6:3 Endstand her, bevor 25 Minuten lang beide Torhüter zeigen konnten, was in ihnen steckt.

Am Ende ist Deutschland zum ersten Mal nach 2016 wieder Hallenhockey Europameister. Mit einem Perspektivteam ist diese Leistung nur umso höher zu bewerten. Bronze holten sich die Niederlande, die besten Torjäger waren Boris Burkhardt (Niederlande) und Michael Körper (Österreich) und bester Spieler, also MVP des Turnier, wurde erfreulicherweise Thies- Ole Prinz von Rot- Weiss.

Dies und Das
Am Freitag beginnt die Hallenhockey EM der Damen in Minsk, u.a. mit Lea Stöckel im deutschen Team. Die deutsche Mannschaft trifft hierbei auf Tschechien, Ukraine und Belgien. Los geht es Freitag ab 10 Uhr, das 1. deutsche Spiel findet um 11:15 Uhr statt. Zu sehen ist das Ganze auf jeden Fall hier https://www.eurohockeytv.org/en-int/page/indoor-nations-championships-eurohockeytv . Ein Abo ist nicht nötig, der Kommentar ist in englischer Sprache. Ob Sportddeutschland die deutschen Spiele überträgt kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen, reiche es aber nach.

Die Feld Herrennationalmannschaft macht sich in diesen Tagen auf den Weg zum Lehrgang in Valencia, wo man dann auch die ersten beiden Pro League 2020 Spiele bestreitet. Die Spiele finden am Freitag um 11 und am Samstag um 13 statt und können beide bei DAZN verfolgt werden.

Die Damen brechen dagegen zu einem Lehrgang nach Südafrika auf. Da sich das Team durchaus bewusst ist, dass die vielen Flüge nicht gut für den ökologischen Fußabdruck sind, haben sie eine Aktion ins Leben gerufen. Und zwar pflanzt man in Südafrika einen Wald, den sogenannten Hockeywald. Wo man spenden kann und wie das Projekt genau abläuft eerfahrt ihr hier:
https://web.hockey.de/news/wp9duv.html

Wie es weiter geht
Mit der Bundesliga geht es erst in 2 Wochen weiter, nächste Woche gibt es dann einen Bericht über die Nationalmannschaften in Minsk und Valencia. Dazu versuche ich mich dann an einem Fazit über die Hallensaison der Rot- Weiss Mädels.

In diesem Sinne eine schöne Woche aus Köln

Mit wie immer sportlichen Grüßen
Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 3

1

Von Markus Lehnen

Action, Action, Action
Gerade mal Kalenderwoche 3 im neuen Jahrzehnt und schon war rund um die Hockeyteams von Rot- Weiss Köln einiges los. Über 5 Spiele gilt es zu berichten. Damit dieser Blog nicht zu lang wird, werde ich mich bei den meisten Spielen eher kurz halten. Längere Spielberichte könnt ihr, wie gewohnt, auf https://www.hockeyliga.de/index2.php?data[page]=home nachlesen. Bei den Spielen gehe ich diese Woche chronologisch vor, wir starten also am…

Dienstag, 7.1., 1. Herren: Rot- Weiss Köln- Düsseldorfer HC 13:3 (2:1)
Da die Herren von Rot- Weiss noch vor der Hallen EM in Berlin ihre reguläre Saison abschließen mussten, standen in der letzten Woche 3 Spiele für die Kölner auf dem Spielplan. Los ging es bereits am Dienstagabend mit dem Derby gegen Düsseldorf. Die Herren vom DHC nicht so stark einzuschätzen wie die Damen, zeigten aber in der 1. Halbzeit, dass sie durchaus nicht zu unterschätzen sind. Die Jungs von Trainer Andre Henning kamen schwer ins Spiel, das 1:0 von Scholten konnte noch ausgeglichen werden und vor der Halbzeit traf nur noch Johannes Große mit der einzigen Strafecke. Bei einem 13:3 wirkt es anders, aber mit der Spieler des Spiels war schon nach Halbzeit 1 Torhüter Victor Aly, der ein ums andere Mal überragend hielt. Kurz vor Ende erhielt er bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus und Youngster Joshua Onyekwue konnte sein Bundesligadebüt für Rot- Weiss feiern.  Onyekwue ist im November gerade erst 17 geworden und steht stellvertretend für die erfolgreiche Jugendarbeit des Vereins.

Halbzeit 2 sollte völlig anders laufen als Halbzeit 1. Bis zum 3:2 blieb es vor 120 Zuschauern in der KHTC Halle noch eng, dann brachen alle Dämme. Köln war nun in allen Belangen besser und schaffe es in 16 Minuten 9 mal zu treffen. Mit der Schlusssirene erhöhte Gomoll sogar noch auf 13:3. Am Ende 1 von 5 Treffern des an diesem Abend ebenfalls überragenden Kölners. Auch Florian Pelzner und Florian Scholten konnten sich doppelt die Torschützenliste eintragen.
Insgesamt sah ich live vor Ort ein komisches Spiel mit 2 völlig unterschiedlichen Halbzeiten, in dem aber auch deutlich zu sehen war, wie schnell sich ein Hallenhockeyspiel verändern kann und wie wenig im Zweifel auch größere Vorsprünge wert sind.

Da auch Uhlenhorst Mülheim gewann, behielt Köln die Tabellenführung, bei allerdings auch ein Spiel mehr.

Freitag, 10.1, 1. Herren: Gladbacher HTC- Rot- Weiss Köln 3:5 (2:4)
Bereits am Freitagabend folgte der nächste Sieg für die Domstädter, die damit den Einzug in die Playoffs klar machen konnten. Vor stimmungsvoller Kulisse, die 400 Zuschauer am Freitagabend verbreiteten war es vor allem ein Arbeitssieg, der zum 5:3 führte. Andre Henning sprach von einer der nicht besseren Leistung seines Teams, aber am Ende konnte Köln ab der 35. Minute ein 1 Tore Vorsprung halten, der dann kurz vor Ende noch zum 2 Tore Sieg ausgebaut werden konnte. Jonas Gomoll (2 Tore), Florian Pelzner, Johannes Große und Benedikt Swiatek trafen für Rot- Weiss beim engen Sieg über die abstiegsbedrohten Gladbacher, die aber in 2 Wochen mit einem Punkt zu Hause gegen Krefeld noch den Abstieg vermeiden können. Auch Mülheim siegte, und so war es angerichtet für das vorgezogene Finale um Platz 1 am Sonntag in der KHTC Halle am Olympiaweg.

Samstag, 11.1, 1.Damen: Bonner THV- Rot- Weiss Köln 1:3 (0:1)
Vorher hatten aber die 1. Damen ihre Pflichtaufgabe in Bonn zu lösen, bevor es auch für sie gegen Uhlenhorst um die Vorentscheidung ging.

Gegen die defensiven Bonnerinnen taten sich die Domstädterinnen etwas schwer, führten aber durch eine verwandelte Ecke von Julia Busch bereits nach 2 Minuten und gaben diesen Vorteil nicht mehr her. Mit der Kapitänsbinde scheint Busch auch ihren Torriecher gefunden zu haben, steht sie doch aktuell zusammen mit Camille Nobis (beide 6 Tore) auf Platz 1 der internen Torschützenliste. Lea Stöckel sorgte direkt nach dem Anpfiff der 2. Halbzeit für das 2:0 und damit die Vorentscheidung. Antonia Lonnes erhöhte noch auf 3:0, Simca Schön konnte für Bonn nur noch verkürzen.

Parallel zum Kölner Spiel in Bonn konnte Mülheim zu Hause gegen Düsseldorf gewinnen, was die Ausgangssituation für den Sonntag, aus Kölner Sicht, nicht gerade verbesserte. Im Grunde war jetzt klar, dass ein Sieg her muss, um nicht selbst bei einem eigenen Sieg am letzten Spieltag gegen die starken Düsseldorferinnen auf Schützenhilfe angewiesen zu sein.

Sonntag, 12.1., 1.Damen: Rot- Weiss Köln- Uhlenhorst Mülheim 2:2 (2:0)
Am Sonntag war es dann also weit. Doppelspieltag gegen Uhlenhorst Mülheim, für Herren und Damen ging es bereits um einiges. Zur frühen Anstoßzeit um 12 Uhr hatten sich neben mir bereits einige Zuschauer in der KHTC Halle versammelt und ich würde behaupten, dass mehr als die angegeben 200 Zuschauer das Spiel verfolgten. Gegen Ende des Spiels waren es eher 300-400 Hockeyfans.
Die RWK Mädels begannen super, ließen defensiv nichts zu und konnten sich offensiv nach und nach immer besser in Szene setzen. Und so war es die Kapitänin Julia Busch höchst selbst, die die starke Mülheimer Torfrau Femke Jovy in der 10. Minuten überwinden konnte. Danach dominierte Köln noch mehr und erspielte sich einige Chancen. In der 21. Minuten stand es beinahe 2:0, doch Uhlenhorst klärte den Ball so eben noch auf der Linie. 4 Minuten vor der Pause schloss dann allerdings die 2. 6 Tore Frau bei Rot- Weiss, Camille Nobis, einen wunderbaren Konter unhaltbar zum 2:0 ab.

Als Köln dann auch noch die ersten 10 Minuten der 2. Halbzeit dominierte schien alles Richtung Playoffs zu laufen, auch wenn selbst bei einem Sieg die Entscheidung erst nächste Woche gefallen wäre. Nika Boenisch war es noch, die sich durchspielte und in der 40. Minute alleine vor Jovy scheiterte, bevor das Spiel kippte. Ziemlich aus dem Nichts konnte Katharina Kiefer in der 42. den Anschluss herstellen.

Anders als in manch anderem Spiel blieb Rot- Weiss diesmal aber defensiv stabil, auch als Mülheim 5 Minuten vor Ende die Torhüterin zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin auswechselte. Allerdings hatte Köln jetzt etwas Pech mit den Schiedsrichtern. Während ein Foul an ihr nicht mit einer Karte geahndet wurde, sah Julia Busch nach einer ganz ähnlichen Szene die Grüne Karte und musste für 1 Minute das Spielfeld verlassen. Dazu erhielten die Domstädterinnen noch eine Strafecke, die die Mülheimerinnen laut Regel ohne Torhüterin verteidigen mussten. Das sichere Tor verhinderte nur die Maske einer Spielerin von Uhlenhorst, aber statt auf technisches Tor zu entscheiden, gab es nur Siebenmeter, bei dem die Torhüterin wieder ins Tor darf. Eine eher merkwürdige Regel meiner Meinung nach. Es kam wie es kommen musste, Katharina Hüls schoss den Siebenmeter an den Pfosten und fast im Gegenzug kam Mülheim zum von den Gästefans umjubelten Ausgleich.

Insgesamt unglücklich, denn die RWK Mädels boten 3/4 des Spiels eine super Leistung, die letztlich nicht belohnt wurde. Die Chancen auf das Playoff Viertelfinale sind nun sehr gering, muss man doch nicht nur Düsseldorf (Samstag 18.1, 12 Uhr) besiegen, sondern gleichzeitig auf einen Sieg von Raffelberg gegen Mülheim hoffen. Immerhin ist Düsseldorf schon sicher Tabellenerster, während Raffelberg noch gegen den Abstieg kämpf. Es lohnt sich also noch mal in die Halle zu kommen um hoffentlich Zeuge  eines kleinen Wunders von Köln zu werden.

Sonntag 12.1, 1. Herren: Rot- Weiss Köln- Uhlenhorst Mülheim 6:6 (4:3)
Das Spitzenspiel in der Weststaffel hielt mal wieder alles was es versprach und weswegen die KHTC Halle bis auf den letzten Platz gefüllt war. Beide Teams waren bereits vor dem Spiel für die Playoffs qualifiziert, aber es ging noch um Platz 1 und damit Heimrecht im Viertelfinale.

Im Spiel ging es von Anfang an rauf und runter. Beide Teams zeigten ihre technische und athletische Klasse, aber eben auch, dass die Torhüter zum Besten gehörten, was Hockeydeutschland zu bieten hat. Der Torreigen ließ damit wie üblich beim Spiel dieser beiden Schwergewichte etwas auf sich warten, setzte aber nach dem 0:1 durch Hellwig unweigerlich ein. Große konnte direkt wieder per Strafecke ausgleichen, aber als der Hallen Rekordmeister gerade im Spiel zu sein schien schlug Mülheim mit Schiffer und Godau doppelt zu und es stand plötzlich 1:3. Allerdings nicht lange, denn in fulminanten 3 Minuten konnte Rot- Weiss durch Tore von Gomoll, Prinz und Pelzner seinerseits noch vor der Halbzeitpause die erste Führung im Spiel herstellen. Dass das Spiel auch für den Mülheimer Coach Omar Schlingemann eines der besten der letzten Jahre war, lag auch am stetig wechselnden Momentum. Momentum, dieser schwer zu definierende Begriff aus dem Sport, der beschreibt welches Team gerade die Oberhand hat. Nach der Halbzeit schienen das die Kölner zu sein, die in der 34. Minuten auf 5:3 erhöhen konnten. Ach wären doch beide Spiele an diesem Tag, in dieser 34. Minute vorbei gewesen, es wäre ein sehr erfolgreicher Hockeytag für Rot- Weiss geworden. Doch wie so oft beschrieben, im Hallenhockey geht es manchmal ganz schnell. Denn in den nächsten 10 Minuten dominierte wieder der amtierende Feldmeister aus Mülheim und konnte seinerseits durch Tore von Godau und 2mal Hellwig wieder 6:5 in Führung gehen. In der Folge versuchte Köln alles, nahm Keeper Victor Aly aus dem Tor und drückte auf das 6:6. Ruppig wurde es jetzt auch, was sich in 3 Grünen (1 Minute Zeitstrafe, 1mal Köln: 2mal Mülheim ) und 1 Gelben Karte (2 Minuten, Weinke, Mülheim) ausdrückte. Delarber konnte schließlich in der 57. Minute den viel umjubelten Ausgleich herstellen, doch war das zu wenig, hat Mülheim doch das klar bessere Torverhältnis. Und so kam es zur ultimativen Entscheidung, als Rot- Weiss mit der Schlusssirene noch eine Strafecke zugesprochen bekam. Doch diesmal hielt Mülheims Eckenverteidigung und es blieb beim spektakulären und insgesamt verdienten 6:6.

Damit ist die reguläre Saison für Rot- Weiss Köln auch vorbei. 23 Punkte bei einem Torverhältnis von 63:45 bedeuten einstweilen die Tabellenführung, die aber Uhlenhorst Mülheim mit einem Sieg am 26.1. gegen Blau- Weiss Köln übernehmen kann. 7 Siege bei 2 Unentschieden und 1 Niederlage sollten den RWK Jungs aber Selbstvertrauen geben, da man sich gegen kein Team der Liga verstecken muss. Auch nicht auswärts in Mannheim, wo bei Platz 2 der Mannheimer HC warten würde. Sollte es doch für Platz 1 reichen geht es 1.2. zu Hause gegen den TSV Mannheim.

Hallenhockey Europameisterschaft in Berlin
Am Wochenende findet die Hallenhockey EM der Herren statt.  Gespielt wird von Freitag bis Sonntag im 3500 Zuschauer fassenden Horst Korber Sportzentrum in Berlin-Charlottenburg. Die deutsche Mannschaft tritt hierbei im Olympiajahr mit einem Perspektivteam an, bei dem unter anderen Thies- Ole Prinz von Rot- Weiss vertreten ist.

In Gruppe B geht es für die deutsche Mannschaft gegen Tschechien, Belgien und Niederlande. Auf dem Feld würde man dies eine wahre Todesgruppe nennen, in der Halle sollte die deutsche Mannschaft auch in dieser Gruppe gute Chancen haben.

In Gruppe A spielen Österreich, Polen, Ukraine und Russland. Das im Hallenhockey auch international alles etwas anders ist zeigt auch, dass Österreich amtierender Welt- und Europameister ist. Das Österreich also welches in der Olympiaqualifikation noch einigermaßen chancenlos gegen die deutsche Mannschaft war, ist im Hallenhockey mehr als ernst zu nehmen und kann bei dieser EM als Topfavorit bezeichnet werden. Auch, weil sie, anders als die Olympiateilnehmer, mit ihrer besten Mannschaft antreten.

Wo es das Ganze zu sehen gibt habe ich noch nicht herausgefunden, ich würde aber vermuten, dass Sport Deutschland das Turnier im Internet überträgt. Die Karten für die 3 Tage in Berlin sind bereits nahezu ausverkauft, lediglich Restkarten sind noch erhältlich. Eine schöne Sache, dass auch die dieses Jahr etwas schwächer besetzte Hallenhockey EM beim Publikum so gut ankommt. Ich werde mal schauen, wo ich was zu sehen bekomme und dann nächste Woche darüber berichten. Sollte ich herausfinden, wo das Turnier zu sehen ist, werde ich es in den Kommentaren posten.

Dies und Das
Eine Woche nach der Hallenhockey EM der Herren geht es für die Damen zu deren Hallenhockey EM nach Minsk. Auch hier ist der Rot- Weiss Köln, denn während Camille Nobis und Emma Boermans auf Abruf bereit stehen, hat es Lea Stöckel direkt in den 12er Kader geschafft. Auch hier wird ein Perspektivteam auflaufen, in dem Stöckel zu den erfahrenden Kräften gehört. Viel Erfolg an dieser Stelle!

Dazu gab es einen spektakulären Transfer für die Feldsaison 2020/21. Für diese hat Rot- Weiss den Welttorhüter von 2017 und 2018, Vincent Vanasch, vom Waterloo Ducks HC verpflichtet. Der Belgier ersetzt Victor Aly, der nach dieser Saison in seine Hamburger Heimat zurückkehrt.

View this post on Instagram

Vincent Vanasch wechselt zu Rot Weiss ❤️- Willkommen ⚪️🔴 Der Welttorhüter von 2017 und 2018, Vincent Vanasch, wechselt zur kommenden Saison zu Rot-Weiss Köln. Der belgische Nationaltorhüter kommt von den Waterloo Ducks nach Köln und bindet sich langfristig. Der 32-jährige Belgier möchte seine Karriere in Köln beenden. Unserer aktueller Schlussmann, ebenfalls auf Weltklasse Niveau unterwegs, kündigte bereits frühzeitig seine Rückkehr in die alte Heimat Hamburg an. ——————— Lest weitere Informationen und Stimmen in der offiziellen Pressemitteilung. Der Link ist in der Bio‼️ ——————— Bild: Rot-Weiss-Präsident Stefan Seitz, Vincent Vanasch, RWK-Coach André Henning (v.li.)

A post shared by Rot-Weiss Köln (@koelner_thc_rotweiss) on

Wie es weitergeht
Danke wer es bis hierhin geschafft hat! Jetzt halte ich mich dafür auch so kurz wie möglich. Die Damen haben noch ein Spiel und zwar gegen den Rivalen aus der ,,verbotenen” Stadt Düsseldorf. Das ganze steigt am Samstag um 12 Uhr in der KHTC Halle am Olympiaweg. Die Ausgangslage ist auch klar, Rot- Weiss muss gewinnen, Mülheim in Raffelberg verlieren, nur dann qualifizieren sich die RW Mädels noch für die Playoffs. Ich werde in jedem Fall vor Ort sein und wer weiß, Wunder gibt’s ja bekanntlich immer wieder!

In diesem Sinne mit wie immer sportlichen Grüßen aus Köln

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 2

3

Von Markus Lehnen

Frohes neues Jahr
Ein frohes neues Jahr wünsche ich an dieser Stelle allen Lesern! Nach einer Woche Pause geht es also zum ersten Mal in 2020 um die Hockeydamen und Herren von Rot- Weiss Köln. Ich schreibe bereits am Montag, das Spiel der Herren am Dienstag gegen Düsseldorf behandel ich dann nächste Woche. Also nicht wundern, wenn ihr diesen Blog am Mittwoch oder danach lest, dass dieses Spiel hier nur unter Ausblick auftaucht.

5. Spielwochenende 1.Damen
Samstag 4.1.: Crefelder HTC- Rot- Weiss Köln 4:5 (0:3)
Zum ersten Spiel im Olympiajahr 2020 reiste ich am Samstag nach Krefeld. Freundlicherweise wurde mir auch für das wichtige Auswärtsspiel der 1. Damen in der Glockenspitzhalle eine Freikarte zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle an die Verantwortlichen des Crefelder HTC!

Handelt es sich bei der Rot- Weiss Halle um eine reine Hockeyhalle wird in Krefeld u.a. auch Handball gespielt. Die Halle ist recht groß, vielleicht sogar etwas zu groß für die Hallenhockey Bundesliga. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die vielen Markierungen auf dem Feld, sowie die Ausmaße des Spielfelds in der großen Halle. Warum ich diesbezüglich die Hallenhockeyregeln etwas schwierig finde erwähne ich später.

Die Kölnerinnen, bei denen diesmal Maja Sielaff im Tor stand, begannen wie die Feuerwehr und konnten schon in der 2. Minuten zur 1:0 Führung treffen. Anschließend bot Krefeld immer wieder große Räume an, die Rot- Weiss aber zunächst nicht nutzen konnte. Nach der Weihnachtspause war das Spiel nach vorne noch ungenau, hinten ließ man allerdings so gut wie nichts zu. 1 Chance hatte Krefeld in der 5. Minute, weitere sollten bis zur Pause aber nicht dazu kommen. Mit Torhütern Sonja Thüner hatte der CHTC allerdings die überragende Spielerin der 1. Halbzeit in den eigenen Reihen. Immer wieder klärte die Torfrau, teils spektakulär, sämtliche Torschüsse der RWK Mädels. Ob hoch, tief, rechts oder links ins Eck, Thüner fand immer wieder eine Antwort. In der 22. Minuten musste sie sich nach zuvor 2 Paraden allerdings den immer stärker werdenden Domstädterinnen geschlagen geben, als Katharina Hüls zum 2:0 traf. Kapitänin Julia Busch erhöhte mit der Halbzeitsirene durch eine verwandelte Strafecke auf 3:0.

Als die ehemalige österreichische Nationalspielerin dann direkt nach der Pause sogar auf 4:0 erhöhte, schien das Spiel entschieden zu sein. Was jetzt passierte ist für den Zuschauer schwer zu verstehen, denn Krefeld drehte plötzlich auf während Köln völlig die Körpersprache verlor. Das Rot- Weiss Spiel wurde erst fahrig, spätestens nach dem 2:4 sehr nervös geführt. Bei einem der jetzt wenigen guten Angriffe verpasste man in der 42. Minute das leere Tor, auch weil die Abstimmung untereinander in dieser Phase nicht mehr passte. In der 49. Minuten fiel dann sogar der 3:4 Anschlusstreffer und das Spiel mündete in einer dramatischen Schlussphase.  Jetzt spielte nur noch Krefeld, doch Sielaff konnte den Ausgleich mehrfach verhindern.
3 Minuten vor Schluss nahm Krefeld die Torhüterin zugunsten einer 6. Feldspielerin vom Platz. Das Powerplay rächte sich allerdings, weil Lea Stöckel sich gegen 3 CHTC Spielerinnen stark durchsetzte und Hüls ihren präzisen Pass nur noch ins Tor schieben musste. So schön die Vorbereitung auch war, das Tor erzielte Lea Stöckel, anders als auf hockeyliga.de angegeben, nicht.

Wer dachte, dass das 5:3 die Entscheidung war irrte sich wieder, denn im Gegenzug traf Krefeld zum 4:5 mit noch gut 60 Sekunden auf der Uhr.

Was ich an dieser Stelle nicht so wirklich verstehe ist, wieso im Hallenhockey die Uhr nicht angehalten wird, wenn der Ball das Spielfeld verlassen hat. Wie auf den Bildern zu sehen ist, hat die Halle in Krefeld enorme Ausmaße. Da es auch keine Ballkinder gab, musste Julia Busch in einer Szene den Ball vom Hallenrand holen, was trotz Beeilen locker 20 Sekunden von der Uhr nahm. Da sie den Ball zur Ausführung warf, war sie dann sogar für gute 3 Sekunden nicht im Spiel. Solche Situation passierten so ähnlich immer wieder und ich fände es deutlich sinnvoller, wenn die Uhr angehalten wird. Auch weil Teams diesen Umstand, der halt durch die Örtlichkeit anders ist als in anderen Hallen, ausnutzen könnten.

Aber zurück zum spannenden Spiel: Da die Mädels von Rot- Weiss den Ball nicht lange genug halten konnten, kam es zur ultimativen Entscheidung, als den Gastgeberinnen mit Ablauf der Uhr eine letzte Strafecke zugesprochen wurde.
Strafecken werden auch nach Ablauf der Spielzeit noch ausgeführt, und so hang es an dieser Situation, ob Köln 3 oder nur 1 Punkt aus Krefeld mitnehmen konnte.

Ausführung, 1. Schützin legt ab in die Mitte, Schuss- geblockt! Sieg Rot- Weiss Köln. Durchaus laut konnte der unter den 150 Zuschauern zahlreich erschienene Kölner Anhang (inklusive vieler Spielerinnen der Feldsaison) jubeln.

Insgesamt war es ein verdienter Sieg für die Domstädterinnen. Allerdings nur aufgrund der 1. Halbzeit, in der  ich stolze 12:1 Chancen zählte. In der 2. drehte sich hier das Bild und ich kam auf 10:5 Chancen pro Krefeld. Eine Strafecke konnte Köln in der 2. Halbzeit gar nicht mehr erzwingen. Und so wurde es ein Zittersieg mit einem unerklärlichen Einbruch, aber eben auch ein wichtiger Sieg, da Konkurrent Mülheim in Krefeld nur 1 Punkte holte.
In jedem Fall war es für mich ein gelungener Auswärtstrip an den Niederrhein.

Sonntag, 5.1.: Club Raffelberg- Rot- Weiss Köln 2:2 (0:2)
Den so wichtigen Vorsprung auf Mülheim verspielten die 1. Damen von Rot- Weiss dann aber am Sonntag beim Spiel in Duisburg gegen den Club Raffelberg. Ohne Stream und nicht vor Ort verweise ich hier wieder gerne auf hockeyliga.de:  https://www.hockeyliga.de/index2.php?data[page]=spielberichte&data[gameid]=jvgjte .
Auch diesmal konnten die Kölnerinnen in Führung gehen und sogar nachlegen, beide Tore erzielte Katharina Hüls.  Für Trainer Markus Lonnes war es vor allem der schlechten Chancenverwertung in der 1.Halbzeit  zuzuschreiben, dass am Ende nur 1 Punkt aus dem Gastspiel im Ruhrgebiet heraussprang. Denn anders als am Vortag konnte der Vorsprung diesmal nicht gehalten werden. 2mal Suzan Steinhoff sorgte in der 40. und 44. Minuten für den 2:2 Ausgleich und auch wenn sich das junge Team von Markus Lonnes noch einmal fing, den Siegtreffer konnten sie nicht mehr erzielen.
Da Uhlenhorst Mülheim gleichzeitig gegen Krefeld gewann ist der 2 Punkte Vorsprung auf den Playoffkonkurrenten nun weg und man liegt aufgrund des schlechteres Torverhältnisses nur noch auf Platz 3 in der Weststaffel. Beide Teams haben mit 14 Punkten 7 Punkte Vorsprung auf Krefeld und 7 Rückstand auf Düsseldorf.
Damit folgt am Samstag das Auswärtsspiel in Bonn, in dem ein Sieg Pflicht ist, bevor es am Sonntag im vorletzten Saisonspiel zum vorgezogenen Finale um Platz 2 gegen Uhlenhorst Mülheim kommt. Statt eines Unentschieden, braucht es nun am Sonntag ab 12 Uhr in der RWK Halle am Olympiaweg aber zwingend einen Sieg.

5. Spielwochenende
Sonntag, 5.1.: Blau- Weiss Köln- Rot- Weiss Köln 1:2 (0:1)
https://www.hockeyliga.de/index2.php?data[page]=spielberichte&data[gameid]=88eunt
Auch beim Kölschen Derby konnte ich am Sonntag leider nicht vor Ort sein. Schade, denn 500 Zuschauer haben sicherlich eine super Stimmung verbreitet. Das Spiel selbst lebte vor allem von den beiden Torhütern. Und so lobte RWK Trainer Andere Henning auch explizit Nationaltorhüter Victor Aly, der nur einmal hinter sich greifen musste.
Die RWK Tore erzielten Johannes Große in der 30. Minute und Florian Pelzner in der 53. Minuten jeweils durch Strafecken. Lukas Krüger konnte in der 49. Minuten zwischenzeitlich ausgleichen.
Mit dem Sieg hat man Blau- Weiss nun vorentscheidend auf 6 Punkte distanziert. Uhlenhorst Mülheim schlug Krefeld mit 6:3 und liegt bei einem Spiel weniger nun 3 Punkte (13 Punkte) hinter Rot- Weiss (16) auf Platz 2. Krefeld hat mit 12 Punkten nun schon 4 Punkte Rückstand.  Es sieht also sehr gut aus mit den Playoffs für die RWK Jungs, wenn die beiden Pflichtsiege gegen Düsseldorf am Dienstag in eigener Halle und am Freitag in Mönchengladbach eingefahren werden. Das Finale um Platz 1 dürfte dann diesen Sonntag ab 14 Uhr in der RWK Halle steigen, wenn der Dauerrivale aus Mülheim in Köln gastiert.

Rot- Weiss in der Kölnischen Rundschau
Einen ausführlichen Bericht über die Jugendarbeit bei Rot- Weiss Köln gab es in der Kölnischen Rundschau. Auf deren Homepage habe ich den Artikel leider nicht gefunden, deswegen an dieser Stelle der Instagramlink vom Verein: https://www.instagram.com/p/B6qNa5OouBU/?utm_source=ig_web_button_share_sheet

Wird der Hockey von den Kölner Medien (bzw. der Medie, denn Medien in Köln, das ist im Grunde ausschließlich DuMont) sehr stiefmütterlich behandelt, so ist dies doch mal eine nette Ausnahme.

Wie es weitergeht
Bereits am Dienstag, dem 7.1. kommt bei den 1. Herren zum Rückspiel gegen den Düsseldorfer HC. Das Spiel, bei dem ich auch vor Ort sein werde, beginnt um 20 Uhr in der Rot- Weiss Halle am Olympiaweg.
Ebenfalls eher ungewöhnlich ist die Anstoßzeit am Freitag um 20 Uhr in Gladbach beim Gladbacher HTC. Die Damen spielen am Samstag um 16:15 Uhr in Bonn beim Bonner THV.
Am Sonntag steigt dann das Highlight der diesjährigen Rot- Weiss Hallensaison, wenn erst die Damen ihr vorletztes aber wohl entscheidendes Ligaspiel (12 Uhr) und dann die Herren das wohl große Finale um Platz 1 in der Weststaffel (14 Uhr), jeweils gegen Uhlenhorst Mülheim, bestreiten. Am Sonntag werde ich natürlich auch vor Ort sein und ich hoffe diesmal wird die 300 Zuschauer Marke bereits beim Damenspiel geknackt. Wichtig ist es ohne Frage, und die Mädels haben die Unterstützung der Kölner und Kölnerinnen verdient.
Nächste Woche gibt es dann einen XXL Blog, wenn ich über 5 Spiele und die kommende Hallen EM berichten werden.
Bis dahin eine schöne Woche, einen weiterhin guten Start in 2020 und am Sonntag brav zu den Spielen an den Olympiaweg kommen!

Mit wie immer sportlichen Grüßen
Markus Lehnen


Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 52

Von Markus Lehnen

Weihnachten
Die 23. und letzte Ausgabe meines Blogs in diesem Jahr kommt diesmal aus meinem Urlaubsquartier in Norddänemark. Da ich nur eines der letzten beiden Spiele der 1. Herren sehen konnte, fällt er diese Woche aber etwas kürzer aus.

4. Spielwochenende 1. Herren
Mittwoch, 18.12.: Rot- Weiss Köln- Crefelder HTC 4:10 (1:4)
Bevor es in den Urlaub ging, zog es mich am Mittwochabend letzter Woche noch einmal an den Olympiaweg um den letzten Heimauftritt der 1. Herren live zu verfolgen.
Mit mir taten das um die 250 Zuschauer und auch die 1. Damen schauten in großer Zahl bei den Herren zu. Mit der weihnachtlichen Atmosphäre im Vereinsheim, und einer Serie von über einem Jahr ohne Heimniederlage, schien alles angerichtet für einen erflgreichen Jahresausklang.

Aber nun gut, im Sport läuft es bekanntlich oftmals anders als geplant und so mussten sich die Domstädter an diesem Abend bärenstarken Krefeldern mit 4:10 geschlagen geben.
Dabei startete Köln druckvoll in die Partie. Ein früher Rückstand schockte sie nicht, vielmehr war es Krefelds Torwart Luis Beckmann, der bis zur 17. ein ums andere mal den Ausgleich verhinderte. Als Joshua Delarber dann doch den Ausgleich besorgte, schien das Spiel in die Kölner Richtung zu gehen. Aber weit gefehlt, denn nach weiteren Chancen zur Führung erzielte Eschler in Minute 21 und 22 einen Doppelpack für Krefeld zum 1:3. Als dann vor der Pause noch eine Strafecke im 1:4 resultierte musste man sich ernsthaft Sorgen um die Kölner machen.

3 Tore sind im Hallenhockey schnell aufgeholt, aber als nach der Pause noch 2 Gegentore dazukamen schien die 1. Saisonniederlage wirklich Form anzunehmen. Kölns Trainer Andre Henning nahm jetzt den Torwart raus, um mit 6 Feldspielern zu spielen. Mit Erfolg, denn Prinz und Delarber verkürzten sofort auf 3:6 und weitere Chancen plus eine Strafecke folgten. Allerdings kam jetzt wieder Luis Beckmann ins Spiel, der einen Sahne Tag erwischt hatte und mit seinen Paraden eine weitere Aufholjagd von Rot- Weiss verhinderte.
Und so kam es, wie es kommen musste und Krefeld nutzte die Chance des leeren Kölner Tores. Weitere 4 Treffer fielen, ehe Henning den Torwart ins Tor zurück stellte und Johannes Große abschließend noch zum 4:10 Endstand traf.

Am Ende ein zu hohes Ergebnis, welches aber zeigt wie schnell es im Hallenhockey gehen  kann. Vorm 3:7 war ein 6:6 auch absolut im Bereich des Möglichen. Gerade die Möglichkeit den Torwart herauszunehmen birgt enorme Chancen und Risiken beim Hallenhockey, jeweils weit größer als auf dem Feld.  Laut RWK Trainer Henning wurde den Rot- Weiss Jungs vor allem die etwas naive Abwehrarbeit zum Verhängnis. Krefeld dagegen nutzte seine Chancen konsequent und hatte in Torwart Beckmann den Mann des Spiels auf seiner Seite.
So war der Sieg des 1. FC Köln das einzige Erfolgserlebnis an diesem letzten Spieltag 2019 im Rot- Weiss. Die Zuschaueranzahl spricht aber durchaus dafür, dass das Experiment dieses Spiel Werktags Abends auszutragen durchaus als gelungen bezeichnet werden kann.

An dieser Stelle auch mal ein herzliches Dankeschön an die Gastrocrew. Egal wie voll und stressig es ist, wie ausgefallen die Sonderwünsche der Gäste sind oder wie unübersichtlich das Gewimmel rund um den Tresen, alle behalten immer einen ruhigen Kopf und man wird jederzeit freundlich, schnell und zuvorkommend bedient. Das habe ich in anderen Vereinen schon anders erlebt, weswegen aus meiner Sicht die Gastrocrew einen großen Anteil am Wohlfühlfaktor bei Rot- Weiss Köln hat.

Samstag, 21.12.: Crefelder HTC- Rot- Weiss Köln 5:7 (2:3)
3 Tage nach dem Spiel in Köln ging es gleich mit dem Rückspiel zwischen den CHTC und Rot- Weiss in Krefeld weiter. Die Krefelder hatten sich zum Jahresausklang etwas besonderes überlegt und das Spiel mit einem anschließenden 2. Liga Handballspiel kombiniert. Das ganze führte zu einer Zuschauerzahl von 700, kann also als absolut gelungen bezeichnet werden. Vielleicht sollte der Hockey häufiger derartige Wege beschreiten, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen.

Da ich bereits in Dänemark weilte und auch keinen Stream fand, verweise ich an dieser Stelle gerne an https://www.hockeyliga.de/index2.php?data[page]=spielberichte&data[gameid]=opyfdf , wo der detaillierte Spielbericht zu lesen ist.

Köln geriet wieder früh in Rückstand, konnte dem 1:1 Ausgleich aber diesmal das 2:1 folgen lassen. Nach dem 2:2 entschied eine 3 Tore Serie zum 5:2 das Spiel für die Domstädter vor.
Zwar konnte Krefeld immer wieder verkürzen, aber nie mehr ausgleichen. Am Ende stand ein 7:5 Sieg für die Kölner, bei denen Johannes Große und Florian Pelzner mit je 3 Toren überragten.  Andre Henning zeigte sich hierbei besonders erfreut darüber, dass sein Team aus den Fehlern des Hinspiels gelernt hatte und seine Maßgaben umsetzen konnte.
Mit diesem Sieg geht Rot- Weiss als Tabellenführer der Weststaffel in die kurze Winterpause. Köln liegt nach 6 Spielen mit 13 Punkten aber nur 1 Punkt vor Krefeld und 3 Punkte vor Mülheim, die allerdings 1 Spiel weniger gespielt haben. Kurz um: Der Kampf um die 2 Playoffplätze könnte spannender nicht sein, denn auch Blau- Weiss Köln ist mit 10 Punkten aus 6 Spielen weiterhin voll im Rennen.
Mit dem Derby bei Blau- Weiss in der Halle am Olympiasportzentrum, nur ca. 500m von der RW Halle am Olympiaweg entfernt, geht es am 5.1. um 14 Uhr weiter.

Dies und Das
Diese Woche fällt diese Rubrik auch etwas kürzer aus, denn mit der Weihnachtsfeier am Samstag verabschiedeten sich die Spieler und Spielerinnen erst einmal in die verdiente Pause bis zum 1. Januarwochenende.
Für die Nationalspielerinnen stand letzte Woche noch ein Lehrgang an, der aber für die Rot- Weiss Mädels logistisch günstig in Köln stattfand.
Grund zur Freude hatte  Thies Ole Prinz, der für die Hallenhockey EM Mitte Januar in Berlin nominiert wurde. Hierbei tritt das deutsche Team mit einem Perspektivteam an, sollte aber mit Heimvorteil durchaus Chancen auf eine Medaille haben. Glückwunsch und natürlich viel Erfolg Thies Ole!

Wie es weitergeht
Mit einer kurzen Pause geht es weiter. Silvester steht an und ich verabschiede mich an dieser Stelle aus dem Jahr 2019.
Im April startete ich diesen kleinen Blog rund um den Hockeysport bei Rot- Weiss Köln. 23 Ausgaben sind es am Ende geworden, ich bin gespannt wie viele es in 2020 werden.
Zu schreiben gibt es einiges. Beim Final 4 in Mannheim plane ich ebenso vor Ort zu sein, wie bei Pro League Spielen. Natürlich schaue ich auch, leider aus der Ferne, wie sich die Danas und Honamas bei den Olympischen Spielen in Tokio schlagen und ob die 1. Herren beim Final 8 der Euro Hockey League diesmal triumphieren können. Den Anfang macht aber ein kleiner Ausflug zum Damenspiel in Krefeld am 4.1.
Für dieses Jahr bedanke ich mich bei allen Lesern für ihr Interesse und beim Verein Rot- Weiss Köln für die gute Zusammenarbeit, die in 2020 ja vielleicht noch etwas intensiviert werden kann.
Einen Guten Rutsch ins Jahr 2020 wünsche ich allen Lesern, dem ganzen Verein Rot- Weiss Köln, sämtlichen Hockeyfreunden und natürlich Daniel Hofmann und Jens Huiber!

Bis KW 2 2020!
Markus Lehnen

 

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 49

2

Von Markus Lehnen

Auftaktsieg der 1. Damen
7 Wochen nach dem letzten Heimspiel der 1. Herren ging es am Sonntag am Olympiaweg in Köln Müngersdorf wieder um Bundesligapunkte. Und so hatte auch ich mich wieder auf dem Weg gemacht, um den Saisonauftakt der 1. Damen gegen den Aufsteiger vom Crefelder HTC live vor Ort zu verfolgen.
Vielen Dank an dieser Stelle an Geschäftsführer Robert Haake, der mir diesmal sogar 2 Dauerkarten für die Hallensaison zur Verfügung gestellt hat. Nun kann ich also auch meine Freunde nötigen mit zum Hockey zu kommen 😉

Rot- Weiss Köln- Crefelder HTC 3:0 (2:0)
Die Geschichte des Auftaktspiels ist recht schnell erzählt. Die Aufsteigerinnen aus Krefeld hatten eine erste 2 auf 1 Situation nicht gut ausgespielt, woraufhin im Gegenzug Rot- Weiss zu einer ersten Strafecke kam. Diese konnte Maja Weber in der 6. Minute zum 1:0 verwandeln. Nach einer weiteren Großchance kurz darauf konnte Camille Nobis in der 8.Minute,  nach starker Vorarbeit von Antonia Lonnes, auf 2:0 erhöhen. Anschließend plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. Die Domstädterinnen dominierten und ließen vor allem defensiv kaum gefährliche Angriffe zu. Nach vorne sah man dem Spiel aber an, dass es der Saisonauftakt war und die Mädels noch nicht 100% aufeinander abgestimmt sind.  In der 2. Halbzeit konnte Lea Stöckel noch den 3:0 Endstand erzielen. Die handgezählten 20:10 Torchancen zeugen ebenso wie die 4:1 Strafecken von einem insgesamt souveränen Auftaktsieg der ambitionierten Kölnerinnen.

Positiv fiel mir vor allem die konzentrierte Defensive, sowie ein gewisser Zug im Spiel auf, den ich von dem Team in der letzten Hallensaison in der Art seltener gesehen hatte. In die nächsten beiden Heimspiele gegen Raffelberg und Bonn gehen die Damen von Trainer Markus Lonnes in dieser Form auch als klarer Favorit ins Spiel, bevor dann der erste große Leistungstest beim Düsseldorfer HC folgt.
Insgesamt hatten sich rund 120 Zuschauer in der weihnachtlich geschmückte Rot- Weiss Anlage eingefunden. Sicherlich ein guter Wert gemessen daran, dass es an diesem Sonntag nur 1 Spiel zu sehen gab und mit Crefeld kein Topgegner auf der anderen Seite stand.

Dies und Das
Leider nicht gewonnen hat Rot- Weiss Torjägerin Pia Maertens den Titel Sportlerin des Jahres in ihrer Heimatstadt Duisburg. Allerdings gab es ein interessantes Portrait mit Interview im Duisburger Lokalfernsehen, welches man sich unter diesem Link anschauen kann.

Und nächstes Jahr, mit Meistertitel und Olympiagold, klappt es dann auch mit Platz 1! J
Im fernen, aber immerhin sommerlichen, Buenos Aires hat die deutsche Damen Nationalmannschaft ihr erstes von 4 Länderspielen gegen Argentinien mit 1:3 verloren. Pia Maertens und Nike Lorenz kamen hierbei zum Einsatz, während die weiteren 3 nominierten Nationalspielerinnen des Rot- Weiss Köln diesmal noch nicht spielten.
Die weiteren Spiele, auch relive, gibt es in den nächsten Tagen hier zu sehen. Spanisch Kenntnisse sind hierbei allerdings von Vorteil.:

Wie es weiter geht
Fing die Saison dieses Wochenende mit 1 Spiel entspannt an, geht es am 2. Adventswochenende erst richtig los. Die 1. Herren starten in ihre Saison und die gesamte Liga, auch bei den Damen, spielt einen Doppelspieltag aus. Die Bundesligateams von Rot- Weiss haben hierbei allesamt Heimspiele, es gibt also auch in der Hockeyhalle am Olympiaweg ein volles Programm.
Los geht’s mit den Damen am Samstag um 14 Uhr gegen den Club Raffelberg aus Duisburg. Im Anschluss folgt ab 16 Uhr mit dem Spiel der Rot- Weiss Herren gegen Blau- Weiss Köln ein echtes kölsches Derby.
Am Sonntag geht es bereits ab 12 Uhr für die Damen gegen den Bonner THV, während die Herren um 14 Uhr auf den Gladbacher HTC treffen. Jede Menge Hockey also mit attraktiven Gegnern  und einer guten Chance auf 4 Siege. Ich werde zumindest Samstag sicher vor Ort sein und mal sehen, ob das Derby die 300 oder vielleicht sogar 400 Zuschauer Marke knacken kann. Zu hoffen wäre es!
Die Berichte gibt es dann nächste Woche an dieser Stelle, wenn der Blog dann  auch wieder etwas länger ausfällt.
In diesem Sinne, wie immer sportliche Grüße aus Köln!

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 48

1

Von Markus Lehnen

Vorschau Hallensaison 1. Damen
Bei den Vorschauen heißt es Ladies First, was gut passt, denn im Gegensatz zu den Herren beginnen die Damen bereits am kommenden Wochenende ihre Hallensaison.
Die Rot- Weiss Damen sind bisher 2 mal deutsche Hallenmeisterinnen geworden, das letzte Mal im Jahr 2012. Die letzte Final 4 Teilnahme in 2016 liegt nun allerdings bereits fast 4 Jahre zurück. Es wäre also mal wieder an der  Zeit den Weg zum Final 4 zu finden, welches dieses Saison Anfang Februar in Stuttgart ausgetragen wird.
Laut Cheftrainer Markus Lonnes spielen die RWK Mädels in der Halle mit dem gleichen Kader wie auf dem Feld, allerdings ohne die 6 Nationalspielerinnen Emma Boermans, Rebecca Grote, Nike Lorenz, Pia Maertens, Cecile Pieper und Julia Sommer. So tut sich Lonnes auch mit einer Prognose schwer, verzichten im vorolympischen Jahr doch alle Bundesligisten zu großen Teilen auf ihre Nationalspielerinnen. Im letzten Jahr war dies beispielsweise anders, dort spielten die meisten Teams mit den besten Spielerinnen. Auch bei Rot- Weiss waren die damals einzigen Nationalspielerinnen Grote (komplette Saison) und Sommer (teilweise) aktiv. Leider wurde man nur 3. in der Weststaffel und erreichte das Playoff Viertelfinale nicht.
In diesem Jahr aber, in dem die Karten auch laut Markus Lonnes völlig neu gemischt werden, könnte es wieder besser aussehen. Dies liegt meiner Meinung nach zum einen daran, dass die Mannschaft auf dem Feld eine bessere Saison spielt und mit mehr Selbstvertrauen in die Halle gehen sollte, als im vergangenen Jahr, in dem es bereits im Spätsommer/Herbst auf dem Feld nicht gut lief. Ein weiterer Vorteil sollten die vielen jungen Spielerinnen, wie U21  Nationalspielerin Liv Arndt (20 Jahre/ 5 Tore auf dem Feld), Katharina Reuten (19/ 3 Tore) oder die erst 17 Jährige Amelie Fricke (1 Tor) sein, die allesamt 1 Jahr älter und erfahrender geworden sind. Mit Inma Sophia Hofmeister (19 Jahre), Camille Nobis (20) und Noemi Baach (20) stießen im Sommer weitere Talente zum Kader der Kölnerinnen.  Angeführt wird das Team von den Routiniers Julia Busch (29), Lea Stöckel (25) und Katharina Hüls (24), die seit Jahren in der Halle für Rot- Weiss spielen und schon alle drei beim letzten Kölner Final 4 Auftritt 2016 in Lübeck auf dem Platz standen.
Insgesamt also ein echter Talenteschuppen, den die Domstädterinnen in der Halle aufstellen. Markus Lonnes sagt, dass er keine Hallenspezialistinnen sieht, weil dies für ihn bedeuten würden, dass diese keine guten Feldspielerinnen wären.
Das ist sicherlich richtig, dennoch bin ich gespannt, ob man recht schnell sieht welche Spielerin in der Halle vielleicht doch noch ein Stück besser zurecht kommt als draußen. Die Hallensaison, gerade ohne die Nationalspielerinnen, ist immer auch eine Gelegenheit für die Talente um auf sich aufmerksam zu machen.
Insgesamt sollte die Mischung stimmen, und auch wenn der Tipp ziemlich ins Blaue geht, ich glaube, dass die Zusammensetzung des Teams wieder reichen könnte um mindestens das Viertelfinale ( also mindestens Platz 2 in der Westdivision) zu erreichen.
Dafür wünsche ich den Mädels viel Erfolg und vor allem viel Spaß in der Hallensaison!

Vorschau Hallensaison 1. Herren
Auch bei den Herren werden die Nationalspieler maximal partiell an der Hallensaison teilnehmen. Bei der großen Auswahl kann es aber durchaus sein, dass der ein oder andere der aktuell 8 Nationalspieler immer mal wieder mitspielt.
Im vergangenen Jahr scheiterten die Rot- Weissen im Playoff  Viertelfinale denkbar knapp mit 5:6 beim späteren Hallenmeister vom Club an der Alster. Zum letzten Mal ins Final 4 kamen die Domstädter 2018, der letzte Meistertitel datiert aus dem Februar 2017. Mit 10 Meistertiteln kann sich Rot- Weiss dazu deutscher Hallenrekordmeister nennen.
Die Hoffnung auf eine gute Saison ist also gerade bei den 1. Herren jederzeit berechtigt, auch wenn der Kader in dieser vorolympischen Saison etwas durcheinander gerät.
Sicher ausfallen wird laut Trainer Andre Henning allerdings nur Sven Alex, der sich nach einer persönlich starken Feldhinrunde (6 Feldtore) seinem Studium widmet. Neu hinzu kommen Benedikt Swiatek (26 Jahre) und Joshua Delarber (25), die mit ihrer Erfahrung dem sehr jungen Team gut tun werden. Delarber war dazu in der letzten Hallensaison mit 18 Toren der Toptorschütze bei den Kölnern. Vor Jan Fleckhaus (29) mit 15 und Florian Pelzner (25) mit 10 Treffern. Das Beste daran ist, dass alle 3 auch diese Hallensaison spielen, was sehr Gutes von der Offensive erhoffen lässt. Weitere Erfahrung im Hallenkader kommt von Florian Adrians (27) und Moritz Trompertz (24). Wie bei den Damen ist aber die Halle auch bei den Herren die Chance für die Youngsters, die vor ein paar Wochen noch so unglücklich in letzter Sekunde ihr A Junioren DM Finale in Hamburg verloren hatten.
Ole Boeke, Valentin Esterhues, Lando Blomeyer, Luis Höchemer, Lasse Mink, Vincent Kallrath, Tizian Turanli und Torwart Joshua William Onyekwue Nnaji sind allesamt erst 17 Jahre jung und einige der genannten sammelten dennoch bereits 1. Liga Erfahrung auf dem Feld. Boeke und Mink konnten sich dabei sogar mit je 1 Treffer in die Torschützenliste eintragen. Für Trainer Henning ist gerade diese Entwicklung der Youngsters eine große Freude, an der der ganze Club unbedingt dran bleiben möchte.
Mit diesem meiner Meinung altersmäßig gut durchgemischten Kader plus gelegentlich dem ein oder anderen der 8 RWK Nationalspieler sollte der Rot- Weiss Herrentrainer eine schlagkräftige Truppe in die Halle führen können.
Mit Tipps tat sich aber auch Henning angesichts der aktuellen Nationalspielersituation schwer. So benennt er mit allen 4 Hamburger Teams, dem Berliner HC, den beiden Mannheimer Clubs, Mülheim, Krefeld und eben Rot- Weiss mal eben 10 potentielle Kandidaten für das Final 4 2020 in Stuttgart. Mit dieser Aussage zeigt er deutlich auf, wie eng das Feld in der diesjährigen Saison ist.
Wieder voll ins Blaue getippt, haue ich aber diesmal einen mehr raus und sage die Final 4 Qualifikation voraus. Auch damit ich hinterher immer sagen kann, dass ich es doch gewusst hätte 😉
Realistisch gesagt sollte auch hier das Playoff Viertelfinale das Minimalziel sein, was dann kommt ist gerade in der Halle bei einem einzigen Spiel auch immer Tagesformabhängig. Hinzu kommt ein Quäntchen Glück, dass immer mal notwendig wird, wenn sich 2 Teams in einer so schnellen und oft turbulenten Sportart wie Hallenhockey gegenüberstehen.
Ich wünsche auch den 1. Herren viel Spaß und Erfolg für die kommende Saison!



Dies und Das
Während die 6 RWK Nationalspielerinnen am Montag nach Argentinien aufgebrochen sind und die 8 RWK Nationalspieler bereits seit Sonntag beim Lehrgang in Mannheim weilen, gab der zuständige Coach für die Hallenhockeynationalmannschaft der Damen bekannt, dass auch er mit einem Perspektivteam zur Hallenhockey EM Ende Januar nach Minsk fährt. Ebenso wie die Herren also die Chance für die Youngster im DHB und damit sicherlich gute Chancen für einige Rot- Weiss Spieler/innen diese Saison ein großes Turnier für die Nationalmannschaft zu spielen. Den oder die ein oder anderen Kandidaten und Kandidatin habe ich bei den Vorschauen bereits erwähnt. Mal sehen, wer in Minsk und Berlin mitspielen darf, nach der Nominierung werde ich natürlich an dieser Stelle darüber berichten.
In diesen Tagen wird noch fleißig trainiert, und posiert J aber vor allem auch viel gespielt. Die Testspiele liefen mal besser und mal schlechter für die Rot- Weiss Teams, nichts woraus man große Schlüsse für die Saison ableiten kann. Wer sich darüber informieren möchte kann das auf der Facebookseite von Rot- Weiss, die ich letzte Woche verlinkt hatte, tun.
Wer etwas hinter die Kulissen schauen möchte, z.B. wie der Kraftraum so aussieht und was nach und zwischen den Spielen so bei Rot- Weiss passiert, kann dies tun, indem er oder sie folgende Instagramkanäle abonniert. Beide sind einen Klick wert.
https://www.instagram.com/rotweisskoelnhockeydamen/?hl=de
https://www.instagram.com/koelner_thc_rotweiss/?hl=de

View this post on Instagram

same same but different @koelner_thc_rotweiss

A post shared by 1.Damen Rot-Weiß Köln Hockey (@rotweisskoelnhockeydamen) on

Wie es weitergeht
Es geht wieder los! Am Sonntag um 12 Uhr startet in der Rot- Weiss Halle die neue Saison für die 1.Damen mit einem Heimspiel gegen den  Crefelder HTC. Um zu den Sitzplätzen zu gelangen muss man durch den Haupteingang des Vereinsheims am Olympiaweg und drinnen die Treppe hinauf gehen, dort solltet ihr direkt vor der Kasse stehen. Bei Einzelspielen ist man für unter 10 Euro dabei, ermäßigt für knappe 5 Euro. Ich kann einen Besuch nur empfehlen, denn gerade Hallenhockey ist meiner Meinung nach ziemlich cool. Schlechtes Wetter ist keine Entschuldigung mehr, ebenso wie zu wenig Action auf dem Platz. Beides ist geboten, plus eine wirklich nette und vor allem gute Gastro plus einer meist guten Stimmung in der Halle.
Und wer immer mal Lust hatte dem Schreiberling dieses wöchentlichen Blogs ein Kölsch auszugeben, der kann das dort sogar auch noch tun 😉
Ich bin der Typ mit dem Block, der dauernd mitschreibt! Fern vom Kölsch bin ich aber wirklich jederzeit dankbar über positive wie negative Kritik und Anregungen was ich verbessern kann. Ihr könnt mich jederzeit ansprechen.

In diesem Sinne, kommt vorbei und unterstützt die Rot- Weiss Teams, verdient haben sie es!

Mit wie immer sportlichen Grüßen aus Köln
Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 47

Von Markus Lehnen

Ab in die Halle
Wie versprochen melde ich mich nach einer kleinen Pause zurück mit meinem Blog rund um den Kölner Tennis und Hockeyverein. Unzweifelhaft hat mittlerweile der Herbst in Deutschland Einzug gehalten. Es wird also Zeit sich ins Warme zu begeben. Und so geht es auch für die Hockeyspieler und Spielerinnen in die Halle.
Während viele Teams von Rot- Weiss, wie verschiedene Jugendmannschaften oder die 2. Mannschaft der Damen, bereits wieder den Punktspielbetrieb aufgenommen haben, befinden sich die Mädels und Jungs der 1. Mannschaften noch mitten in der Vorbereitung auf die Hallenhockey Bundesligasaison, die am Wochenende des 30.11/1.12. startet. Es wird fleißig trainiert und auch verschiedene Testturniere, wie letztes Wochenende beim Bonner THV, finden statt. Wenn man also am Wochenende in Müngersdorf ist, z.B. bei einem ausgiebigen Herbstspaziergang, lohnt es sich immer mal bei der Halle von Rot- Weiss vorbeizuschauen. Die Chance, dass dort gerade ein Spiel stattfindet ist durchaus groß. Wer sich genauer informieren möchte, sollte die Facebookseite von Rot- Weiss verfolgen, auf der u.a. einzelne Testpartien angekündigt werden.https://www.facebook.com/KTHC.RWK/

Ich werde es erst zum Saisonauftakt in die Halle schaffen, aber netterweise haben mir die Trainer der 1. Mannschaften, Markus Lonnes (Damen) und Andre Henning (Herren) 4 Fragen zur Hallensaison beantwortet. Diese Antworten werde ich vor allem nächste Woche in die beiden Saisonausblicke für die 1. Mannschaften einfließen lassen. Vielen Dank an Herrn Lonnes und Herrn Henning aber bereits jetzt für die Auskünfte!

Hallenhockey
Aber zunächst einmal möchte ich mich mit den Unterschieden zwischen Feld- und Hallenhockey beschäftigen. Im Grunde, so bestätigte es mir auch Markus Lonnes, ist Hallenhockey eine völlig andere Sportart als Feldhockey. Gespielt wird in der Halle mit Banden, der Ball darf nicht hoch gespielt werden, außer es handelt sich um einen Torschuss im Schusskreis. Gespielt wird mit 6 Spielern inklusive Torwart über 2 mal 30 Minuten. Da die Tore dieselbe Größe haben wie beim Feldhockey, ist Hallenhockey erheblich torreicher und meiner Meinung nach auch etwas kurzweiliger als die klassische Variante auf dem Feld. Den Torhütern kommt eine wichtigere Rolle zu, als dies auf dem Feld ist.

Als Zuschauer ist man näher am Geschehen und gerade für Laien ist das Spiel verständlicher als die klassische Variante, da man mehr sieht und mehr vom Spiel an sich mitbekommt. In der Halle gibt es spezielle Schläger, der Ball ist etwas leichter und auch die Schuhe unterscheiden sich vom klassischen Noppenschuh, der auf dem Feld verwendet wird. Laut Andre Henning ist das Spiel etwas taktischer. Die Bande kann als zusätzlicher “Mitspieler” benutzt werden und Strafecken führen in deutlich größerer Zahl als draußen zu Toren. Da der Ball nicht hoch gespielt werden darf, ist es möglich mit ein sogenanntes Brett mit dem Schläger zu legen, welches Angriffe des Gegners unterbinden kann.

Anfangs wurde Hallenhockey benutzt um in Mitteleuropa, vor allem aber in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Winterzeit zu überbrücken. Die große Hockeynation Niederlande hat z.B. keinen eigenen Ligabetrieb im Hallenhockey und die Nationalmannschaften sind weit weniger erfolgreich, als auf dem Feld. Österreich wiederum, auf dem Feld eher hintendran wie auch die jüngste Olympiaqualifikation zeigte, ist in der Halle amtierender Weltmeister bei den Herren und auch bei den Damen immer wieder vorne dabei. So wurde das österreichische Damenteam mit der Rot- Weiss Spielerin Julia Busch z.B. 4. bei der Hallenhockey Weltmeisterschaft 2015.

Mittlerweile erfreut sich die Hallenvariante aber auch in Osteuropa größerer Beliebtheit, weswegen es international auf Nationen wie Tschechien, Weißrussland und Russland zu achten gilt.
Reine Spezialisten gibt es allerdings nicht. Die Teams treten in der Halle zu großen Teilen mit denselben Spielern und Spielerinnen an, die auch auf dem Feld spielen. Allerdings ist der Kader etwas kleiner, und gerade im olympischen Jahr hat bei den Nationalspielern und Spielerinnen die DHB Auswahl klare Priorität. So muss man diese Hallensaison leider größtenteils auf  die Danas und Honamas verzichten, dafür erhalten andere Akteure mehr Spielzeit. In der letzten Hallenspielzeit machte z.B. bei den Herren Thies Prinz auf sich aufmerksam, der im Sommer mit der Nationalmannschaft U21 Europameister wurde und mittlerweile auch für die A- Nationalmannschaft nominiert wurde.  Da Rot- Weiss einen großen Fundus an jungen Spielern und Spielerinnen hat, muss man sich auch ohne die Nationalspieler/innen keine Sorgen um die Saison der Kölner machen.
Im Januar finden sowohl bei den Herren, wie auch bei den Damen, Europameisterschaften statt. Das Herrenturnier, bei dem die deutsche Mannschaft vor allem mit Perspektivspielern auflaufen wird, findet vom 17.-19. Januar in Berlin statt. Die Damen spielen vom 24.- 26. in Minsk ihren Titelträger aus.


Hallenhockey Bundesliga Modus
Erst einmal eine Enttäuschung: In der Halle geht es nicht gegen Hamburger Teams, ich muss mir also zwingend einen neuen Running Gag einfallen lassen 😉
Gespielt wird in 4 Divisonen, mit jeweils 6 Teams im Norden, Westen, Osten und Süden. Rot- Weiss spielt logischerweise in der Westdivision und zwar bei den Damen gegen den Düsseldorfer HC, Uhlenhorst Mülheim, Club Raffelberg (Duisburg), Bonner THC und den Crefelder HTC. Die Herren messen sich mit dem Düsseldorf HC, Uhlenhorst Mülheim, dem Crefelder HTC, dem Gladbacher HTC und Blau- Weiss Köln. Es wird also bei den Herren 2 waschechte Kölner Derbys in der Halle geben.

Die beiden besten Teams einer jeden Division bestreiten das Viertelfinale, wobei der jeweils 1. Heimspiel gegen den 2. der Überkreuzdivision besitzt. Die 4 Sieger aus dem Viertelfinale bestreiten am 8. und 9.2. 2020 das Final 4 in der Scharr Arena von Stuttgart. Die jeweils letzten einer Division steigen ab.
Für die Teams nehmen also im Winter die Reisestrapazen etwas ab, dennoch ist die Saison durchaus knackig, werden doch mindestens 10 (im besten Fall 13) Spiele in knapp 2 Monaten bestritten, plus eine EM für einige Spieler und Spielerinnen.

Rot- Weisse Nationalmannschaften
Nach der erfolgreichen Qualifikation geht es jetzt direkt weiter  mit der Olympiavorbereitung für die deutschen Nationalmannschaften der Damen und Herren. Die Damen begeben sich mit dem neuen Co- Trainer Teun de Nooijer, seinerseits Hockeylegende, auf einen Lehrgang ins sommerliche Argentinien. Vom 25.11.- 8.12. sind unter anderem die Rot- Weiss Spielerinnen Rebecca Grote, Emma Boermans, Nike Lorenz, Cecile Pieper, Julia Sommer und Pia Maertens in Südamerika, um sich den ersten Schliff in Richtung Tokio 2020 zu holen.
Bei den Herren nominierte der neue Bundestrainer Kais al Saadi unter anderem die Rot- Weiss Spieler Victor Aly, Jonas Gomoll, Mats Grambusch, Tom Grambusch, Johannes Große, Timur Oruz, Thies Prinz und Christopher Rühr in seinen 32 Mann Kader für einen Lehrgang vom 24.11.-2.12. in Mannheim.
Insgesamt 14 Spieler und Spielerinnen vom Rot- Weiss gehen also auf Länderspielreisen. Eine durchaus stolze Zahl für die Domstädter.

Wie es weitergeht
Nächste Woche folgen dann die Vorschauen auf die Hallensaison der 1. Damen und der 1. Herren der Rot- Weissen Kölner. Bereits in knapp 2 Wochen, am 1.12. geht es dann für die Damen bereits los mit dem ersten Saisonspiel. Anpfiff gegen den Crefelder HTC wird  um 12 Uhr sein. Dann werde auch ich wieder vor Ort sein, so langsam wird es auch langweilig so ohne Livehockey am Wochenende.
Bis dahin, wie immer sportliche Grüße

Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 45

Von Markus Lehnen

Rot- Weiss auf dem Weg nach Tokio
Damen Olympiaqualifikation: Deutschland- Italien 2:0 und 7:0
Es hat also geklappt! Vor jeweils gut 4000 Zuschauern im Hockeypark von Mönchengladbach hat sich die Damen Nationalmannschaft zum 10. mal in Serie für die Olympischen Spiele qualifiziert. Spielt die Gesundheit mit, werden die Rot- Weiss Spielerinnen Rebecca Grote, Nike Lorenz, Cecile Pieper, Julia Sonntag und Pia Maertens im Juli 2020 nach Tokio reisen, und hoffentlich mit Edelmetall um den Hals nach Köln Müngersdorf zurückzukehren.
Ich konnte diesmal nicht vor Ort sein, habe aber beide Spiele per Stream verfolgt. War das Spiel am Samstag mit 2:0 noch knapper, so ließen die Danas am Sonntag von Anfang an absolut nichts anbrennen. Die Rot- Weiss Spielerinnen Lorenz und Pieper stellten noch vor der 3.Minute den Spielstand auf 2:0, und damit die Zeichen früh auf Olympiaqualifikation. War Samstag noch die Strafeckeneffizienz das große Problem, konnte man am Sonntag direkt eine Eckenvariante veredeln. In der Folge waren die italienischen Gegnerinnen überfordert und die deutschen Mädels konnten das Spiel nach Belieben dominieren. Cecile Pieper traf noch zum zwischenzeitlichen 5:0, Pia Maertens konnte mit dem 7:0 die starke Leistung der Danas abrunden.

Herren Olympiaqualifikation: Deutschland- Österreich 5:0 und 5:3
Auch die Herrennationalmannschaft mit den Kölnern Mats Grambusch, Victor Aly, Johannes Große, Timur Oruz und Christopher Rühr gab sich bei der Qualifikation keine Blöße und fährt zu den Olympischen Spielen 2020 nach Tokio. Die Herren zeigten vor allem im ersten Spiel am Samstag, dass sie zurecht die klaren Favoriten im Duell mit dem südöstlichen Nachbarn waren. Unter anderen Christopher Rühr (3:0) und Timur Oruz (5:0) trafen beim nie gefährdeten 5:0 Sieg. Am Sonntag wurde es etwas wilder, gerade die Strafecken der Österreicher funktionierten erheblich besser, so dass es zu einem unterhaltsamen Schlagabtausch kam. Beim letztendlichen 5:3 konnten die Rot- Weiss Spieler Mats Grambusch (1:0) und Christopher Rühr (5:3) treffen.
Am Rande der Spiele wurde bekannt, dass Interimsnationaltrainer Markus Weise durch den Hamburger Kais al Saadi abgelöst wird, der damit das Team zu Olympia führen wird. Der 42 Jährige arbeite vorher als Chefcoach des UHC Hamburg und lässt seinen Beruf ruhen, um sich der Aufgabe als Cheftrainer der Honamas zu widmen.

Dies und Das
Insgesamt also mindestens 10 Spieler und Spielerinnen von Rot- Weiss fahren zu den Olympischen Spielen nach Tokio! Ein stolzer Wert, der vielleicht sogar noch erhöht werden kann. Wer also Lust hat die Olympioniken zu sehen, der sollte am besten schon ab Dezember zur Hallensaison nach Köln- Müngersdorf kommen. Fern der Nationalspieler/innen lohnt es sich natürlich auch alle anderen Rot- Weiss Zocker und Zockerinnen anzuschauen.
Los geht’s am 1.12. um 12 Uhr mit den Damen gegen den Crefelder HTC in der äußerst gemütlichen Sporthalle im Plus Server Sportpark. In der Woche drauf, am 7. und 8.12. steht dann jeweils ein Doubleheader mit Damen und Herren hintereinander an.
Noch ist aber etwas Zeit bis zur Hallensaison und so ist der Blog diese Woche auch etwas kürzer. Erwähnen möchte ich noch, dass es über die stets verlässliche Torfrau von Rot- Weiss, Julia Sonntag, einen Beitrag auf sportschau.de gibt. Klickt mal rein, denn an diesem Beispiel kann man wieder einmal gut erkennen, was die Spielerinnen für ihre Passion Hockey auf sich nehmen.
https://www.sportschau.de/weitere/hockey/video-von-der-zahnarztpraxis-zu-olympia-hockey-torfrau-julia-sonntag-100.html

Wie es weitergeht
Content suchen. Möglicherweise nehme ich in den nächsten beiden Wochen eine kleine Auszeit, bevor es dann direkt zur Hallensaison geht. Also nicht wundern, wenn ich nächste und übernächste Woche nicht berichte, aber aktuell gibt es eben auch nicht so viel, über das man schreiben könnte. Die letzten Spiele auf dem Feld sind gespielt, die Halle wird noch vorbereitet. Ihr werdet aber definitiv demnächst wieder von mir hören!

In diesem Sinne
Wie immer sportliche Grüße aus dem nun doch viel zu herbstlichen Köln
Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiß Köln, KW 44

1

Von Markus Lehnen


Podest  für die Knaben A (U14)
Am Düsseldorfer Seestern, im Schatten der Zahnärztekammer, fand am Wochenende das Final 4 der Knaben A an. Als eines von 2 Jugendteams des KTHC Rot- Weiss hatte sich die U14 Auswahl letzte Woche hierfür qualifiziert.
Leider war der Traum von Meistertitel bereits am Samstag ausgeträumt, als man im 2.Halbfinale dem Harvestehuder THC mit 0:4 unterlag. Bis zur Halbzeit konnten die kölschen Jungs das Spiel mit 0:1 noch knapp gestalten, in der 2.Halbzeit aber kassierte man weitere 3 Tore zur 0:4 Niederlage.
Das Spiel um Platz 3, und damit den Platz auf dem Podest, konnten sich die Kölner aber durch ein 3:0 (1:0) gegen den Gastgeber vom Düsseldorfer HC sichern. Insgesamt also ein starkes Ende einer sehr starken Saison der U14 von Rot- Weiss.
Den Titel holte sich der Hamburger Stadtteilverein Harvestehude durch einen 3:1 (2:0) Finalsieg über Uhlenhorst Mülheim. Bilder vom Final 4 in Düsseldorf gibt es, wie auch alle anderen Informationen, unter https://hockey.de/VVI-web/default.asp?lokal=DHB&innen=/VVI-web/JDM/Feld/Start.asp&jahr=2019&auswahl=0

Drama in der Hansestadt
Uhlenhorst Mülheim- Rot- Weiss Köln 3:2 (0:1)
Aus zugebeben anderen Gründen weilte ich letztes Wochenende in der norddeutschen Metropole Hamburg. Da ich mit allem was ich touristisch machen wollte fertig war, und mein Zug erst um 16:30 Uhr zurück fuhr, blieb mir genug Zeit das Finale um die deutsche Meisterschaft der männlichen A- Junioren beim Club an der Alster zu besuchen.
Ein Giganten Duell bahnte sich an, hatte Mülheim doch im Halbfinale den Münchner HC mit 7:1 abgeschossen und Rot-Weiss beim 4:1 über den Gastgeber Alster nicht minder überzeugt.

Also ging es Sonntag zum Club an der Alster. Dieser hat seine Heimat unmittelbar neben dem Tennisstadion am Rothenbaum, in unmittelbarer Alsternähe, nicht weit von Innenstadt und Hafen entfernt. Ein Traum! Kein Traum L Blöderweise spielen die Hockeyteams nicht dort, sondern im 13km entfernten Hamburg Wellingsbüttel im Norden der Stadt.  Also noch mal 20 Minuten S Bahn und 15 Gehminuten von meinem Hotel, stadtauswärts, entfernt.

Zugegeben hatte sich der Gastgeber alle Mühe für ein tolles Finalturnier gegeben, weswegen es an den Bedingungen für Mannschaften und Zuschauer nichts zu meckern gab. Für das unfreundliche Wetter mit 10 Grad und starkem Wind konnten schließlich die Alsteraner nichts. Wieso man allerdings den Hockeysport so weit aus der Stadt auslagert, erschließt sich mir nicht. Immerhin war der Zuschauerzuspruch dennoch sehr gut, was auch an einer lautstarken Fanabordnung aus Mülheim lag. Immerhin weiß man auch wieder die Steinstufen bei Rot- Weiss zu schätzen, wenn man an Plätzen ist, wo es nur ein paar Bierbänke zum Sitzen gibt.
Das Spiel selbst ging über 2mal 35 Minuten , also dem alten Modus der Eliteklassen, bevor es auf 4 mal 15 Minuten geändert wurde. Bei Köln standen mit u.a. Joshua Onyekwue (Tor), Antheus Barry (Verteidung), Ole Boeke (Mittelfeld) sowie Max Siegburg und Lasse Mink (Sturm) einige Spieler auf dem Platz, die bereits bei der 1. Mannschaft gespielt und zum Teil sogar schon Tore in dieser Spielzeit erzielt haben.

Die Domstädter kamen dennoch schleppend ins Spiel welches von Uhlenhorst kontrolliert, aber nicht dominiert, wurde. Mülheim hatte mehr Chancen, und auch die einzige Strafecke in Halbzeit 1, die Führung erzielte jedoch Rot- Weiss Köln. Ole Boeke verwandelte in der 33. Minute  einen 7 Meter, der zurecht nach Stockschlag im Mülheimer Schusskreis gegeben wurde.
Die Grün- Weißen kamen trotz des Rückschlags besser aus der Halbzeit und konnten durch Halfmann in der 39. Minuten ausgleichen, der satt ins untere linke Eck schoss. Auch danach blieb Mülheim an Drücker und verpasste mehrfach das 2:1, bevor Mazkour in der 52. doch zur Führung traf.  Nach einer Strafecke hatte RWK Keeper Onyekwue 2 mal überragend gehalten, bevor Mazkour dann doch einschießen konnte. Köln gab aber in einem nun sehr unterhaltsamen Spiel nicht auf, erspielte sich seinerseits kleinere Chancen, während Uhlenhorst die ein oder andere Kontermöglichkeit liegen ließ. In der 64. Minuten konnte schließlich Max Siegburg eine starke Hereingabe von Werner zum 2:2 verwerten.
Doch als alle mit dem Shoot- Out rechneten, kam Mülheim noch einmal in den Kölner Schusskreis und provozierte 8 Sekunden (!!!) vor Ende ein Stockfoul und damit einen 7m. Mit der letzten Aktion des Spiels konnte Mazkour das Spiel zum 3:2 gegen bitter enttäuschte Kölner entscheiden.
Das Ergebnis ging insgesamt bei handgezählten 12:5 Torchancen und 3:0 Strafecken pro Uhlenhorst Mülheim in Ordnung, aber natürlich ist es mehr als schade so kurz vor Schluss durch einen 7m zu verlieren. Nichts destotrotz haben die Kölner A- Jugendlichen eine starke Saison und ein gutes Finale gespielt. Der ein oder andere aus dem Team wird dann in der Halle oder/und im  Frühjahr auf dem Feld noch die Chance haben mit den 1. Männern einen Titel nach Köln zu bringen. Von daher bleibt nur zu sagen: Glückwunsch zum 2. Platz Männer und Kopf hoch!

Für mich war es ein sehr kühler, aber doch unterhaltsamer Abschluss meines Hamburg Wochenendes. Der Ausflug in die Hamburger Vorstadt hatte sich in jedem Fall gelohnt, obwohl das Ende natürlich positiver hätte sein dürfen.

Zusammenfassung Junioren DM mit Rot- Weiss Beteiligung
Knaben A: 3. Platz, Sieger Harvestehuder HTC
Weibliche Jugend B: Geteilter 9 . Platz, Sieger Club Raffelberg
Weibliche Jugend A: Geteilter 9. Platz, Sieger Düsseldorfer HC
Männliche Jugend B: Geteilter 5. Platz, Sieger DSD Düsseldorf
Männliche Jugend A: 2. Platz, Sieger Uhlenhorst Mülheim

Wie es weitergeht
Am nächsten Wochenende steht für die Nationalmannschaften der Männer und Frauen die Olympia Qualifikation in Mönchengladbach auf dem Programm. In jeweils 2 Spielen, steht es nach 120 Minuten Unentschieden kommt es zum Shoot- Out, treffen die Damen auf Italien und die Herren auf Österreich.
Los geht es für die Damen am Samstag um 16:30 Uhr und am Sonntag um 14:30 Uhr, für die Herren am Samstag um 16:30 Uhr und am Sonntag um 18:30 Uhr.
Bereits in den letzten Wochen gab es einige Testspiele bei denen Rot- Weiss Spielerinnen und Spieler glänzen konnten. So trafen beim 7:1 der DANAS gegen Irland Rebecca Grote (2mal), Pia Maertens und Nike Lorenz. Bei den HONAMAS erzielten Johannes Große und Christopher Rühr (2mal) Treffer beim 6:1 Testspielsieg über Pakistan.
Es werden also einige Kölner und Kölnerinnen entscheidend am Wohl und Wehe des deutschen Hockeys beteiligt sein, denn gegen diese Gegner ist eine Qualifikation für beide Teams Pflicht. Ich kann selbst leider nicht vor Ort sein, werde aber in den Stream schauen, den ihr über diesen Link erreicht:
https://www.sportschau.de/weitere/hockey/videostream-hockey-im-livestream—die-olympia-qualifikation-der-frauen-und-maenner-100.html
Und ja, die ARD gibt sich nach dem EM Finale der Damen mal wieder die Ehre.
Ich werde dann nächste Woche darüber berichten und schauen was es sonst noch gibt. So langsam rückt dann die Hallensaison näher. Nicht schlecht, wenn ich an das Wetter von Sonntag denke 😉

In diesem Sinne
Mit sportlichen Grüßen aus Köln
Markus Lehnen

Diese Woche… bei Rot-Weiss Köln, KW 43

7. Spielwochenende 1. Herren
Nürnberger HTC- Rot- Weiss Köln 3:4 (2:3)
Sehr spannend, aber leider nicht Internet zu verfolgen, ging die Hinrunde für die 1. Herren von Rot- Weiss zu Ende. Das letzte Feldhockeyspiel des Jahres wurde am Samstag in Nürnberg mit 4:3 gewonnen. Nachdem Köln bereits nach 11 Minuten mit 3:0 durch Tore von Christopher Rühr und 2mal Jonas Gomoll führte, brach ein Problem dieser Hinrunde wieder auf:  Die Kölner haben Probleme hohe Führungen zu halten, ließen ihre Gegner in insgesamt 3 Partien nach deutlichen Führungen zurück ins Spiel. Dies passierte gegen Harvestehude, beim Club an der Alster und beim UHC ging es gänzlich schief, als die Hamburger ein 0:2 in ein 3:2 drehen konnten.

Diesmal kam Nürnberg auf 2:3 heran und erzielte das vermeintliche 3:3, welches jedoch von den Schiedsrichtern nicht anerkannt wurde. In der Folge blieb es spannend und RWK Keeper Aly konnte den Ausgleich mehrfach verhindern, bevor Rühr in der 53. Minute eine Strafecke zum vorentscheidenden 4:2 verwandeln konnte. Nürnberg kam noch einmal auf 3:4 heran, konnte aber die Chance in der Schlussminuten per Strafecke zum 4:4 zu treffen, nicht nutzen.

Damit endete eine laut Rot- Weiss Trainer Andre Henning sehr, sehr gute Hinrunde mit einem knappen Erfolg im Frankenland.

Hinrundenfazit 1. Herren Rot- Weiss Köln
Mit 23 Punkten aus 10 Spielen lässt sich auch statistisch eine erfolgreiche Hinrunde der Domstädter belegen. Die Tabellenführung in der Gesamtliga musste man am Sonntag noch, aufgrund des Torverhältnisses, an den amtierenden Meister Uhlenhorst Mülheim abgeben, doch in der eigenen Staffel behielt man den souveränen Platz an der Sonne. In Staffel B liegt man 2 Punkte vor dem Mannheimer HC und hat sogar noch ein Spiel weniger als der Vizemeister des Vorjahres

.
Ebenfalls sehr erfreulich ist, dass die Domstädter sich in Barcelona für das Final 8 der Euro Hockey League qualifizieren konnten. Die Auslosung am vergangenen Freitag ergab, dass es dort am Osterwochenende 2020 (Austragungsort noch unbekannt) zu einem echten NRW Derby gegen Uhlenhorst Mülheim kommen wird.

Durch die späte Europameisterschaft mit 6 RWK Spielern gestaltete sich die Vorbereitung für Trainer Andre Henning sehr kompliziert. Auch Thies Ole Prinz war im Sommer bei der U21 EM aktiv und konnte erst später in die Saisonvorbereitung einsteigen. Insgesamt waren den Spielern die Anstrengungen deutlich anzumerken, sei es durch Spiele bei denen der Mannschaft hinten raus oder zwischendurch die Luft ausging, oder aber durch zahlreiche Verletzungen. So konnten die Grambuschbrüder Tom und Mats die letzten 3 Ligaspiele verletzungsbedingt nicht mehr bestreiten, auch Christopher Rühr fiel zwischenzeitlich aus. Nimmt man all diese Schwierigkeiten mit in die Bewertung, dann ist die Hinrunde für die Kölner wirklich gut gelaufen. Es gab nur eine Niederlage (2:3 beim UHC Hamburg) und zu Hause gab man sogar insgesamt nur 2 Punkte (gegen den Berliner HC) ab. Die Highlights der Hinrunde bildeten aus meiner Sicht der 3:2 Heimsieg gegen Uhlenhorst Mülheim und das spektakuläre 3:3 beim Mannheimer HC. Gerade ersteres war vor toller Kulisse und bei bestem Wetter ein echtes Highlight in Köln- Müngersdorf, erzielte Jonas Gomoll den Siegtreffer nach einem echten Schlagabtausch erst 90 Sekunden vor Schluss.

Für die Nationalspieler heißt es nun Anfang November noch Olympiaqualifikation in Mönchengladbach gegen Österreich, für  die anderen geht es im Dezember in der Halle weiter. Die Feldsaison startet dann wieder am 1. April (kein Scherz) mit einem Abendspiel um 20 Uhr beim Crefelder HTC. Die Qualifikation für die Playoffs steht quasi fest, aber der Spitzenplatz in der Staffel  könnte die Gegner UHC Hamburg oder Crefelder HTC verhindern, die jeweils stärker wirken, als z.B. der Club an der Alster, der aktuell Gegner im Viertelfinale wäre.
In jedem Fall lohnt es sich zu den Spielen zu kommen, erst Recht im Olympiajahr 2020, wenn einige der Jungs später im Jahr für Deutschland in Tokio spielen werden.
Wenn, ja wenn sie sich qualifizieren, aber davon gehe ich an dieser Stelle einfach mal aus J

Hinrunde Rot- Weiss Köln 1.Herren
7 Siege, 1 Niederlage, 23 Punkte, 37:26 Tore, Platz 1 Staffel B, Platz 2 insgesamt
2. bester Angriff, 5. beste Abwehr Toptorschütze: Christopher Rühr mit 8 Toren

Nachtrag Hinrunde Rot- Weiss Köln 1.Damen (jetzt alle Teams mit 11 Spielen)
8 Siege, 3 Niederlagen, 24 Punkte, 26:12 Tore, Platz 3 Staffel A, Platz 5 insgesamt
4. bester Angriff, 2. beste Abwehr Toptorschützin: Pia Maertens mit 6 Toren

Jugend auf Titeljagd
Wie angekündigt werde ich mich in den nächsten Wochen etwas mehr mit der Jugendarbeit von Rot- Weiss beschäftigen. Den Anfang machen hierbei die Zwischenrunden um die Deutsche Meisterschaft, zu denen die Kölner 5 qualifizierte Teams schicken konnten, die quer über Deutschland verteilt um den Einzug ins jeweilige Final 4 am nächsten Wochenende kämpften.

View this post on Instagram

+++DM: HEISSE PHASE FÜR JUGEND-TEAMS+++ Der Oktober ist traditionell die wichtigste Phase des Jahres für unsere Nachwuchsteams. Rot-Weiss hat sich mit fünf Teams für die Deutsche Meisterschaften der Jugend qualifiziert. Der Meister wird an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden ermittelt. Der Modus ist simpel: Es gibt vier K.O.-Duelle. Los geht es mit dem Achtel- und Viertelfinale am Samstag und Sonntag. Es gibt eine „KTHC-Tor-Konferenz WhatsApp Gruppe“! Diese postet alle Tore aus den fünf Standorten. Die Aufnahme in die WhatsApp Gruppe erfolgt über die Betreuer der Mannschaften und Robert Haake. Den normalen Liveticker findet man auf den u.a. Internetseiten. Bilder: WJB, WJA, KnA, MJB, MJA

A post shared by Rot-Weiss Köln (@koelner_thc_rotweiss) on

Nicht so gut lief es hierbei für die weibliche A- und B- Jugend. Die WJB (U16, Jahrgänge 2003/2004) verlor in Bremen ihr erstes Spiel beim Gastgeber vom Bremer HC mit 4:6. Ausschlaggebend war hierbei der Halbzeitrückstand von 0:4, den die Mädels nicht mehr aufholen konnten. Das  Bremen das Finale mit 6:0 gewann zeigt aber, ebenso wie der 4:2 Sieg im Spiel um Platz 3, dass die Kölnerinnen nicht so weit weg von der Final 4 Qualifikation waren.

Nicht viel besser erging es der weichlichen A Jugend (U18, Jahrgänge 2001/2002), die mit Bundesligaerfahrenen Spielerinnen wie Maja Weber und Amelie Fricke in Mainz antraten. Hier wurde leider, trotz Toren der genannten Spielerinnen, das Halbfinale mit 2:3 gegen den Berliner HC verloren. Das Spiel um Platz 3 gewannen die RWK Mädels klar mit 5:0 gegen den Gastgeber Schott Mainz. Auch hier erscheint die Auslosung, und die diesmal knappe Niederlage ärgerlich, gewann Berlin das Finale doch auch äußerst souverän mit 4:0 gegen Eintracht Braunschweig.

Leider auch nicht für die Final 4 Qualifikation gereicht hat es für die männliche B Jugend in Bad Dürkheim. Das Halbfinale konnte zwar noch mit 4:3 gegen den Gastgeber gewonnen werden, im Finale unterlag man dann aber der WJB vom Club an der Alster äußerst knapp mit 2:3.
Besser lief es dagegen für die Knaben A (U14, Jahrgänge 2005/2006). Die Rot- Weiss Jungen konnten in Ludwigsburg  das Team aus Steglitz mit 2:1, sowie den Bremer HC mit 4:2 besiegen und stehen damit im Final 4 am kommenden Wochenende. Das Final 4 um die deutsche Meisterschaft der A Knaben findet beim Düsseldorfer HC statt.

Ebenso im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft steht die männliche Rot- Weiss A- Jugend, die in Bad Kreuznach Hanau beim 8:0 auseinandernahm und sich auch im Finale gegen den Harvestehuder THC mit einem 2:0 Sieg schadlos hielt. Hier wird das Final 4, ich glaube das habe ich diesmal auch noch gar nicht geschrieben 😉 , natürlich in Hamburg, beim Club an der Alster gespielt.

Die Finalturniere laufen teilweise in Livestreams, es gibt aber auch eine Whats App Gruppe mit Torticker, zu der es im Laufe der Woche, ebenso wie zu möglichen Livestreams, noch Information auf der Rot- Weiss Homepage geben wird.  https://rot-weiss-koeln.de/
Das Rot- Weiss so viele Teams in den Zwischenrunden der im Jahresrythmus ausgespielten Jugendbundesligen stellte, zeigt, dass im Verein großer Wert auf die Jugendarbeit gelegt wird. Schon die kleinsten werden teilweise von Spielern und Spielerinnen der 1. Teams trainiert, so ist z.B. die 1. Damen Spielerin Lea Stöckel gleichzeitig Co- Trainerin der Mädchen A (U14). Der Co- Trainer der 1. Damen, Gero Leichenich, ist dort der Cheftrainer. Und so schafft man es insgesamt 16 Jugendteams, von der A Jugend (U18) bis zu den Maxibambinos (U6), zu betreuen. Aktuelle Beispiele wie Amelie Fricke, Liv Arndt oder Lena Kolmetz bei den Damen und Antheus Barry, Valentin Esterhues oder Ole Boelke bei den Herren zeigen, dass dieser lange Weg durch die Jugendteams oftmals ganz oben bei den 1. Mannschaften endet.

Wie es weitergeht
Nächste Woche schaue ich natürlich zurück auf die 2 Jugend DM Final 4 Turniere mit Rot- Weiss Beteiligung. Ich bin guter Hoffnung dann auch die ersten Titel der Saison 2019/20 verkünden zu können.
Weiterhin versuche ich mich noch weiter in das Thema Jugendarbeit einzuarbeiten, in der Hoffnung vielleicht auch noch ein Interview zu diesem Thema mit einem oder einer Beteiligten führen zu können.

In diesem Sinne,
Wie immer sportliche Grüße aus dem jetzt sehr herbstlichen Köln
Markus Lehnen