Diese Woche … bei den Kölner Haien, KW 38

Ein Wochenende, zwei Spiele, drei Punkte.

Die Eishockey Saison der DEL hat begonnen und die Kölner Haie haben nach zwei Spielen eine Niederlage und einen Sieg, beides in der Verlängerung, auf dem Konto stehen. Das erste Spiel verloren die Haie gegen Iserlohn und nach dem zweiten Spiel gegen Mannheim fuhren sie als Sieger vom Eis. Es war zwar kein perfektes Wochenende für den KEC, aber schon ganz ok.

Erstes Heimspiel

Am Freitag war der Saisonauftakt, die Iserlohn Roosters kamen nach Köln zum Duell vor 17.456 Zuschauern. Doch das erste Spiel erwies sich leider eher mau für die Haie. Freitag der 13. war für Köln ein Pechtag. Das erste Drittel war noch gut, der KEC spielte kreativ und offensiv. Das zweite Drittel jedoch war desolat und im letzten Drittel gab sich der KEC wieder kämpferischer, doch die offensive Kaltschnäuzigkeit war nicht zu 100% zu spüren. Es ging sodann in die Verlängerung, beide Mannschaften erreichten in der regulären Spielzeit ein Unentschieden mit 2:2. In der 62. Minute machte Iserlohn jedoch den Traum von einem Auftaktsieg in Figur von Alex Petan zunichte. Sudden Death, plötzlicher Tod, hieß es für die Domstädter. In der Verlängerung ist nämlich das erste Tor auch das Letzte und die Mannschaft, die es geschossen hat, gewinnt. Dennoch bleibt ein Punkt in Köln.

Cheftrainer Mike Stewart erklärte nach dem Spiel folgendes: „Wir haben ein Spiel verloren, das wir nach Chancen auch hätten gewinnen können. Aber so ist Eishockey.“ (Quelle:www.haie.de)

Erstes Auswärtsspiel

Am Sonntag ging es für Köln dann nach Mannheim, zum amtierenden Meister. Mannheim war in der vergangenen Saison unfassbar gut, Trainer Pavel Gross hatte aus den Adlern ein schwer überwindbares Hindernis für alle anderen 13 Mannschaften in der DEL geformt. Sie wurden zu Recht Playoff Sieger und Deutscher Meister. Dementsprechend waren die Erwartungen auf Seiten der Kölner Haie Fans auch etwas heruntergeschraubt. Kölner Optimisten hofften natürlich auf den Sieg und ihr positiver Glaube in die neue Mannschaft unter Mike Stewart sollte tatasächlich Wahrheit werden.
Das erste Tor ging zugunsten der Mannheimer, Köln glich jedoch durch Jason Akeson aus. Das Ergebnis von 1:1 zog sich bis zur 60. Minute, es ging also wieder in die Verlängerung. In der 63. Minute war das Spiel beendet, Sudden Death für Mannheim, das siegreiche Tor wurde durch Jon Matsumoto, Neuzugang in Köln, geschossen. Das bedeutete zwei Punkte für den KEC.

Mike Stewart fasste das Ganze so zusammen: „Wir sind sehr stark in das erste Drittel gestartet und haben uns so das Momentum erspielt. Im Mittelabschnitt hat Mannheim dann besser ins Spiel gefunden. Aber wir waren heute in der Defensive gut organisiert. Im Schluss-Drittel ging’s dann bis zum Schluss hin und her. In der Overtime haben wir dann auch das nötige Glück auf unserer Seite. Aber das haben wir uns heute auch verdient. “ (Quelle:www.haie.de)

Ergebnis

Summa summarum stehen also drei Punkte nach zwei ersten Spielen in der Bilanz Kölns. Und der Erzfeind, der ewige Kölner Konkurrent, die DEG geht ohne Punkte aus dem ersten Eishockey Wochenende. Köln freut sich somit doppelt, den amtierenden Deutschen Meister besiegt zu haben und den Ligakonkurrenten Düsseldorf erstmal zurückzulassen.

Die Saison ist jedoch noch lang, noch 50 Spiele sind zu spielen. Es wird noch viel passieren, Siege und Niederlage wird es geben. Mal sehen wie es so weiter geht.

Diese Woche … bei den Kölner Haien, KW 37

1

Die neue Eishockey-Saison steht schon vor der Tür und der KEC ist bereit zum Angriff

Die neue Saison der DEL steht vor der Tür und jedes der 14 Teams der Liga steckt mitten in der Vorbereitungsphase. Am 13. September ist es schließlich soweit.

So trainieren auch die Kölner Haie gerade und stimmen sich ein. Zum Training bestritt der KEC den Köln Cup und verschiedene Trainingsspiele, auch gegen die DEL Teams Wolfsburg und Krefeld.

Der Köln Cup verlief für die Haie nicht ganz nach Plan, sie wurden nur Zweitplatzierter von vier teilnehmenden Mannschaften. Das erste Spiel gegen die SCL Tigers (Langnau) gewann die Kölner Mannschaft mit 3:2. Das zweite Spiel des Turniers konnte der KEC gegen Moser Medical Graz 99ers mit 4:5 nach Verlängerung nicht für sich entscheiden. Und im letzten alles entscheidenden Duell gegen Rögle BK mussten sich die Haie knapp mit 1:2 geschlagen geben. Somit war der alte Köln Cup Sieger auch der Neue: Rögle BK. Dabei war der neue Spieler Kevin Gagné der sogenannte „Most valuable Player“ (MVP), also der hervorstechendste Spieler. Aber alles in allem sah der neue Trainer Mike Stewart dieses Turnier mit einer positiven Bewertung. Das Team habe sich gut geschlagen und schon viel von dem Gewünschten umgesetzt. Der KEC arbeitet bereits hart und so kann man mit gutem Gefühl aus der Trainingsphase in die Saison starten.

Nach dem Köln Cup gab es aber keine lange Pause für die Spieler des KEC, denn es musste hart trainiert werden. Es ging sehr zügig weiter nach Südtirol zum Vinschgau Cup in Latsch. Ziele waren Teambuilding und weiteres Training. Denn auch Mannschaftsgeist ist eine Kernkompetenz, die ein neu aufgebautes Team leisten muss. Demnach war dies ein weiterer wichtiger Schritt hin zur neuen Saison. Bereits letztes Jahr war das Trainingslager in Latsch ein Erfolg, und Erfolge sollen ja weitergeführt werden. Natürlich wollten die Haie den Cup auch holen und nach dem ersten Spiel gegen den HC Lugano sah es auch fast so aus, der KEC gewann mit 4:0 und einer souveränen Leistung, die Kölner waren klarer Sieger. Im Finale gegen den Hockey Club Bozen 2000 jedoch verlor die Mannschaft von Mike Stewart mit 2:5. Wie gewonnen, so zerronnen. Doch es ging im Grunde nicht um das Ergebnis, es ging darum, eine Mannschaft zu formen und an den Feinheiten zu arbeiten, das wird gelungen sein.

In Braunlage stand dann gegen Liga-Konkurrenten Wolfsburg ein weiterer Test an. Es war schon einmal das Abchecken beider Mannschaften zur neuen Saison. Wie weit sind die anderen denn schon mit dem Training und sind wir schon bereit es mit der Konkurrenz aufzunehmen? Dies könnten die entscheiden Fragen zum Kurzvorher-Test gewesen sein.

Kurz entspannen, je nachdem wie die Spieler das Event sehen, konnten die Haie beim Sommerfest. Traditionell wird hier die neue Mannschaft vorgestellt und gefeiert, dass die neue Saison nicht mehr weit weg ist. Es ist quasi ein kleines Einläuten auf das, was kommt.

In den letzten beiden Testspielen in der finalen Phase der Trainingsvorbereitung spielten die Haie gegen Bad Nauheim, neuer DEL2-Kooperationspartner, und gewannen 4:2. Und die spielten noch gegen einen Ligakonkurrenten, die Krefeld Pinguine. Gegen den KEV war es die sogenannte Generalprobe, die die Haie mit einem Erfolg beenden konnten. Am Ende stand gegen die Krefelder ein 2:1 auf dem Zettel.

Auch wenn nicht alle Spiele im Training gewonnen wurden und es im Ergebnis noch recht durchwachsen scheint, war es doch eine gute Vorbereitung. In der Saison gilt dann, alle Kräfte bündeln, die positiven Dinge für sich verinnerlichen und kämpfen, geschlossen als Mannschaft. Hier zählen dann Ergebnisse, nach den Trainingsergebnissen fragt nachher keiner mehr. Und dann kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen.

Diese Woche … in der DEL, KW 18

Von Sabrina Tesch

Finale, Finale, Finale…

Die Eishockey-Saison 2018/2019 hat ihren krönenden Abschluss gefunden. Freitag Nachmittag war noch alles offen, ob es einen neuen Deutschen Meister, oder vielleicht doch einen alten Deutschen Meister, geben würde. Der Hauptrunden-Sieger Mannheim und der zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Meister München kämpften im diesjährigen Finale gegeneinander. Unerbittlich. Am Ende aber kann es ja bekanntlich nur einen geben.

Und wer diese Saison verfolgt hat, dürfte über beide Finalteilnehmer nicht sonderlich überrascht sein. Die Augsburger Panther stellten München im Halbfinale zwar noch einmal auf eine harte Probe und offenbarten einige Schwachstellen, doch letztlich aber waren es die Red Bulls aus München, die sich durchsetzten.

Und nun heißt es wohl: Kampf der Giganten. Naja, zumindest nach Bewertung der Hauptrunde. Denn das Finale läuft nicht gerade nach Maß der Bayern.

Und, wie läuft es denn so?

Mannheim zeigte wie vorherzusehen kleine Startschwierigkeiten und verlor das erste Spiel der Serie, wieder im Best-of-Seven Modus, 1:2 in der Overtime. Die Pause, die Mannheim zwischen dem Halbfinale und Finale hatte, war vielleicht etwas zu lang und hatte die Adler aus der Routine gerissen. Dies machten sich die Münchner zu Nutze. Doch in den weiteren Spielen zeigten die Mannheimer wieder ihre alte Stärke und Kraft. Hatte Pavel Gross da wohl eine Ansage machen müssen? Denn ab Spiel zwei waren die Adler wieder die geölte Maschine unter Lokführer Pavel Gross, die geradeaus davon glitt wie auf Schienen.

Spiel zwei gewannen die Adler 3:0, Spiel drei 4:1 und Spiel vier 4:0. Die Serie stand demnach Freitagnachmittag bei 3:1 für Mannheim. München befand sich im Hintertreffen und Mannheim hatte den Matchpuck bei sich. Die Schwächen der Bayern, die sich gegen Berlin und Augsburg bisher zeigten, könnten ihnen zum Verhängnis werden.

Die Prognose zielt auf Mannheim. Es sollte sich bewahrheiten. Doch Garantien gibt es erstmal natürlich nicht, denn in den Playoff gelten spezielle Regeln. Schließlich wollte auch der EHC Meister werden.

Das fünfte Playoff-Spiel dieser Serie fand dann am Abend des Freitages statt und Mannheim benötigte nur noch einen Sieg zum Titelgewinn. München stand somit also mit dem Rücken zur Wand und war zum Siegen gezwungen.

Und der Sieger ist …

Mannheim.

Die Adler Mannheim sind der diesjährige Deutsche Meister.

Pavel Gross und die Mannschaft der Mannheimer gewannen in fünf Spielen gegen den Meister der vergangenen Saison, München.

Dennis Endras im Tor bewies enormen Rückhalt und behielt sogar in zwei Spielen seinen Kasten komplett sauber. Defensiv und offensiv zeigte die Mannschaft ein konzentriertes, hartes und effektives Eishockey.

Es überrascht kaum, stand Mannheim schnell als Favorit in dieser Saison fest und dieser Rolle wurden sie auch gerecht, vielleicht zum Leidwesen der anderen Clubs.

Zukunftsfragen und die leidliche Sommerpause

Und nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison, daher gibt es schon Zukunftsfragen: Kann Mannheim dies auch in der kommenden Saison leisten und den Titel behalten? Wer wird Mannheims größter Konkurrent dann sein? Können die anderen Clubs dann ähnlich gut den Kader vertiefen und aufbauen, so dass Mannheim Angst haben muss?

Doch erst muss die Sommerpause überstanden werden. Die reguläre Saison beginnt erst wieder im September 2019, bis dahin muss zeit totgeschlagen werden. Was macht der Eishockeyfan dann? Er wendet sich anderen Hobbies zu und versucht nicht ungeduldig zu werden.

Diese Woche … bei den Kölner Haien, KW 17

1

Von Sabrina Tesch

Nach der Saison ist vor der Saison

Für die Kölner Haie ist die Saison 2018/2019 nun schon einige Wochen beendet. Die Mannschaft des KEC schaffte es bis ins Halbfinale, hier mussten sich der KEC dann gegen die Adler Mannheim geschlagen geben. Doch von bitterer Enttäuschung war kaum eine Spur. Natürlich wäre die Mannschaft gerne noch weiter gekommen, doch für ihre Erwartungen und Ansprüche haben sie in dieser Saison viel erreicht und können mit stolzer Brust in die Zukunft blicken.

Noch vor der Saison war das Ziel des Clubs bescheiden angesetzt. Es sollte eine Mannschaft gebildet werden, die zusammen spielt und funktioniert, Charakter und Leidenschaft beweist und eine Identifikation mit der Stadt Köln zeigt. Dieses Ziel wurde erreicht, denn von Playoffs oder gar dem Meistertitel war in den Erwartungen zuvor nicht die Rede gewesen. Und das war auch gut so. Lange galt der KEC mit seinem Budget und seinem Kader als Favorit, die Erwartungen waren stets hoch. Doch erfüllen konnten die Haie das nicht, scheiterten zu oft und hinderten sich selbst. Damit ist nicht nur die Mannschaft gemeint, nein, innerhalb des Vereins schien es stetig Unruhe zu geben, Konsequenz und Konstanz fehlte. Das wurde nach außen hin ausgestrahlt. Die Fans wurden zunehmend unglücklicher. Kurzfristige Entscheidungen sollten helfen, doch auf lange Sicht gesehen, behinderten sie allzu oft. Hier sind zum einen sicherlich die Trainerwechsel zu nennen. Ein langfristiger Trainer, der eine Mannschaft von der Basis her aufbaut, ist gefragt. Das könnte für die Zukunft entscheidend werden. Aber auch die Wechsel in der Vereinsführung haben etwas für Unruhe gesorgt. Doch seit Beginn der Saison 2018/2019 ist Philipp Walter wieder in Köln. Er war viele Jahre Pressesprecher bevor er nach Freiburg zum Fußball wechselte, doch er kam wieder. Er kam nach Köln und brachte die Stimmung wieder. Gefühlt läuft es nun runder und der Verein samt Führung und Mannschaft konnte sich auf Eishockey konzentrieren. Leidenschaft und Emotionen kamen wieder.

Was bisher geschah…

Nun ist wieder eine Spielzeit zu Ende und die nächste scheint noch in weiter Ferne. Doch hinter den Kulissen haben die Veränderungen und Vorbereitungen bereits begonnen, denn die neue Saison steht immer schneller vor der Tür, als erwartet.

Klar ist, dass ein neuer Trainer kommen wird. Peter Draisaitl wurde gegen Ende der Hauptrunde entlassen, Interimscoach Dan Lacroix kam aus Kanada nach Deutschland, um auszuhelfen. Doch nach dieser Saison geht er, definitiv, er coacht das lettische Team für die WM und wird sich danach wohl wieder einen Job in der NHL als Co-Trainer suchen. Als neuer Trainer wird Mike Stewart gehandelt, das ist eigentlich ein offenes Geheimnis, er soll bereits laut einiger Medien unterschieben haben. Doch offiziell wird es wohl erst bestätigt, wenn er mit den Augsburger Panthern, dessen Trainer er zurzeit ist, ausgeschieden ist. Ist ja auch nur eine professionelle und faire Herangehensweise.

Philipp Walter bleibt Geschäftsführer, er ist ein sympathischer Typ, identifiziert sich mit Köln, Eishockey und natürlich dem Club. Er hat zuvor auch schon Weichen für die Zukunft gestellt und eine klare Linie, was auch die Fan- und Stimmungsgewinnung angeht, rein gebracht.

Neun Spieler werden die Haie verlassen. Das sind viele. Einige Stimmen sagen, zu viele, es würde wieder zu Problemen mit der Konstanz führen. Das wird sich in der neuen Saison zeigen. Bestätigt ist der Abgang Kais Hospelts zu den Krefeld Pinguinen, er wäre noch gerne in Köln geblieben, doch war er ein zu hoher Kostenpunkt und konnte dafür nicht genug überzeugen. Weiterhin sicher ist, dass Ryan Jones seine Karriere beendet, er geht zurück in seine Heimat, um dort in Ruhe zu „golfen, zu fischen und Zeit mit der Familie zu verbringen“. Morgan Ellis verlässt Köln wohl in Richtung Russland.#

Wie wird es für den KEC weitergehen?

Der KEC gab nun die neue Personalie auf dem Trainerposten bekannt. Und es ist wirklich keine Überraschung, die hartnäckigen Gerüchte bestätigten sich und aus dem offenen Geheimnis ist nun eine offizielle Bekanntgabe geworden. Es ist Mike Stewart, ehemaliger Trainer der Augsburger Panther. Er erhielt einen Vertrag für zwei Jahre und wird nun eng mit Sportdirektor Mark Mahon zusammenarbeiten und eine neue Mannschaft mit neuen Spielern und dem fortbestehenden Kern formen.

Schließlich wird sich der Verein auf dem Markt umschauen und die Mannschaft punktuell verstärken und versuchen Tiefe im Kader zu erzeugen. Kürzlich wurde die Vertragsverlängerung von Alexander Oblinger verkündet, dessen Personalie war nach den Spielergesprächen noch offen gelassen worden. Er verlängerte um weiteres Jahr bei den Haien.

Wichtig werden neue Defensivspieler sein, gesucht wird hier wohl auch ein Offensivverteidiger, der Morgan Ellis nach dessen Weggang ersetzen soll. Zudem wäre auch ein physisch harter Verteidiger interessant, nachdem Corey Potter auch nicht mehr in der Mannschaft spielen wird. In der Offensive wird sich der Verein sicherlich auch nach einem Knipser umschauen. Jason Akeson überzeugte in der diesjährigen Saison mit Toren, soll aber bestimmt noch weitere Unterstützung bekommen.

Bei diesen Transferwünschen wird das Budget eine entscheidende Rolle spielen. Dieses soll laut Medienberichten gekürzt werden. Nachdem nun die teuren Spieler Schütz, Sulzer, Jones und Hospelt wegfallen, wird der KEC nach Kostengünstigeren suchen. Laut Medienquellen wird das Budget aber noch weiter gekürzt. Hier muss also die Mischung aus erfahrenen Spielern und Rookies gelingen. Wird der KEC damit in der nächsten Saison zum Underdog? Vielleicht auch zum Außenseiter, der unterschätzt wird?

Diese Woche … in der DEL, KW 16

Von Sabrina Tesch

Der letzte Teil des Playoff-Halbfinales 2019 in der DEL

Es ist Endspurt angesagt. Nicht mehr lange und der Deutsche Meister der DEL nach der Saison 2018/2019 steht fest. Das Halbfinale ist geschafft, die letzten Spiele wurden gespielt. 12 Mannschaften haben oder beginnen nun mit den Planungen für die kommende Saison, denn nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison. Im Finale kämpfen nun die letzten beiden Mannschaften um den Titel.

Wie verliefen die letzten Spiele der Halbfinal-Serien?

Die Serie Mannheim gegen Köln war nach gesamt vier Spielen beendet. Und auch nur vier Siege waren nötig in der „Best of Seven“-Serie, um weiterzukommen. Dennoch musste Mannheim auch ein wenig dafür arbeiten und Köln schied nicht verbittert aus. Denn Köln Erwartungen zu Beginn der Saison waren realistisch und niedriger gesteckt als die Jahre zuvor. Ziel war lediglich eine gute und charakterstarke Mannschaft zu formen. Das gelang den Haien und zusätzlich kamen sie nach einer sehenswerten Viertelfinalserie gegen Ingolstadt sogar noch ins Halbfinale. Hier war dann gegen die Adler Schluss.

Wie bereits schon oft erwähnt und gelesen, Mannheim hat diese Saison wohl das bisher stärkste Team geschaffen. Ohne Frage sind die Adler souverän durch das Viertelfinale und Halbfinale geschlendert. Eine geölte Maschine, in der sich jedes Rädchen bewegt. Doch werden sie auch so im Finale wieder so siegreich sein? Das hängt sicherlich vom Gegner und dessen Motivation ab.

In der Serie der Augsburger Panther gegen den amtierenden Meister München sieht es zunächst nicht so eindeutig aus wie sich das München wohl gewünscht hätte. Der amtierende Deutsche Meister unter Headcoach und absolutem Meistertrainer Don Jackson schwächelte. Die Allmacht Münchens der letzten Jahre ist nun auf dem Prüfstein. Augsburg konnte bei sechs gespielten Spielen drei für sich entscheiden. Vergangenen Sonntag gewann Augsburg sogar 2:0, kein Tor für München. Die Panther gestalteten diese Serie außerordentlich spannend. Ein letztes und alles entscheidendes Spiel sieben gab es dann schließlich am Dienstag. So hatte München das Ganze wohl erst einmal nicht geplant. Sieben Spiele waren nötig um ins Finale einzuziehen, München zeigte Schwachstellen. Sind die Münchner nun fit genug, es mit Mannheim aufzunehmen?

Und, wie geht es nun weiter?

Im Finale werden dann zwei letzte Teams gegenüber stehen, die sowohl die Viertelfinal- als auch die Halbfinalserie überstanden haben, ist ja auch logisch. Es bleibt weiterhin beim Best-of-Seven Modus.

Mannheim war schnell sicher weiter, nach vier Spielen hatten sie die Kölner Haie bezwungen. Das geschah schon vor einer Woche, so dass die Adler im besten Fall ausgeruht und motiviert starten. Im schlechtesten Fall aber sind sie aus dem Rhythmus und müssen erst in ihr System finden. Im Halbfinale gegen Köln hatten sie nach einer ähnlich langen Pause, kleine Startschwierigkeiten.

Gegner ist das Red Bull München-Team, das am Dienstagabend den letzten nötigen Sieg nach einer vollausgeschöpften Serie von sieben Spielen errungen hatte. RB München und die Panther aus Augsburg kämpften hart und aggressiv gegeneinander, letztlich waren es aber die Münchner mit der nötigen Kraft zum Siegen.

Im Finale der Saison 2018/2019 steht nun Mannheim gegen München, erster und zweiter Tabellenplatz der Hauptrunde. Wer wird Deutscher Meister 2019? Die große Frage, die die Eishockeywelt Deutschlands nun umtreibt.

Diese Woche … in der DEL, KW 14

Von Sabrina Tesch

Halbfinale der Playoffs 2019 in der DEL

Das Halbfinale ist in vollem Gange. Drei Spiele sind gespielt. Vier Mannschaften treten gegeneinander an. Auf der einen Seite gibt es das Klassikerduell zweier Traditionsclubs: die Kölner Haie gegen die Adler aus Mannheim, und auf der anderen Seite gibt es das Bayerische Derby: der amtierende Meister Red Bull München gegen die Augsburger Panther.

Wer wird schlussendlich im Finale gegeneinander antreten, denn nur zwei Mannschaften können es schaffen? Und am Ende wird es natürlich nur einen einzigen Sieger, einen einzigen Deutschen Meister geben.

Die Prognosen und Spekulationen sind hier aber recht eindeutig: Mannheim wird Meister. Nach der souverän gespielten Hauptrunde und dem Weiterkommen in den Playoffs scheint dies sehr wahrscheinlich. Der amtierende Meister München strauchelt im Halbfinale gegen den Gegner Augsburg und Köln konnte bisher nicht wirklich einen großen Widerstand gegen die Dampfwalze Mannheim leisten.

Wie verliefen die ersten drei Spiele der Serien?

Nach dem ersten Spiel der Kölner gegen Mannheim waren die Rheinländer noch optimistisch. Schließloch verloren sie dieses nur 1:0 und boten den Mannheimern eine gute Gegenwehr, hielten ihnen stand und waren streckenweise sogar besser. Dieser Optimismus verflog jedoch im zweiten und dritten Spiel gegeneinander. Der KEC verlor beide Partien, erst 1:4 und dann sogar 4:0. So, und nun steht die Serie 3:0 für die Adler. Diese scheinen mit einem Fuß schon im Finale zu stehen. Für Köln ist dies etwas bitter, jedoch kommt das nicht unerwartet. Die Mannschaft der Haie ist schon weit gekommen, die Saison lief nicht immer rund für Köln, dennoch kamen sie bis ins Halbfinale. Nicht alle glaubten daran. Im ersten Spiel gegen die Adler zeigten die Kölner eine starke Leistung, hatten nach dem Einzug ins Halbfinale Schwung und Elan mitnehmen können. Verletzungspech, verlorene Energie und starke Kräfte der Adler zollten ihren Tribut.

Auf Seiten der Bayern läuft die Serie differenzierter. Die Serie steht 2:1 für die Panther aus Augsburg. München strauchelt, damit rechnete im Vorfeld einer so richtig. Augsburg spielte eine starke Saison und überzeugt nun auch im Halbfinale. Das erste Spiel gewann noch München, die beiden weiteren Partien jedoch gingen auf das Konto der Panther. Die letzten beiden Spiele waren knapp, jeweils nur ein Tor machte den Unterschied zugunsten Augsburgs. Die Knappheit jedoch hinterfragt am Ende niemand mehr, was zählt ist der Sieg.

Wie geht es nun weiter?

Am Dienstag wird es das vierte Spiel für beide Serien geben. Für die Kölner Haie könnte es das letzte Spiel sein, Mannheim braucht nur noch einen Sieg um ins Finale einzuziehen. Das heißt für Köln wird wieder das Motto „Do or Die“ gelten. Wird der KEC diese Serie noch aufholen können und drei Siege hintereinander einfahren können? Gute Frage, doch wie heißt es so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt. Und in den Playoffs kann alles passieren, wenn auch die Chancen für Köln eher schlecht stehen.

Auch München und Augsburg spielen ihr viertes Spiel, hier wird es nur definitiv nicht das Letzte Spiel sein. Es wird noch ein Spiel fünf geben. Wenn Augsburg gewinnt, stehen sie mit einem Fuss im Finale und München ist in Zugzwang. Gewinnt München, ist die Serie mit 2:2 wieder ausgeglichen. Es bleibt also spannend.

Und im Finale wird es noch einmal schärfer zugehen.

Diese Woche … in der DEL, KW 13

Von Sabrina Tesch

Die Faszination Eishockey gipfelt in den Playoffs

Playoffs. Dieses Wort löst bei eingeschworenen Eishockeyfans schon mal einen euphorischen Freudentanz aus. Playoffs im Eishockey werden auch als „Geilste Zeit“ bezeichnet. Warum ist das denn so? Dazu muss erst der Eishockeysport an sich beschrieben werden, denn dann wird die fantastischste Zeit auch verständlich.
Eishockey ist zunächst einmal ein großartiger Sport, da es hier so viele Aspekte und Facetten gibt, die er vereint, Dynamik, Schnelligkeit, Körperkontakt, Spannung, hohe Spielfrequenz, Atmosphäre. Zwar zählt Eishockey in Deutschland im Bereich der Teamsportarten zu einer sogenannten „Randsportart“, aber das sollte dem Sport an sich keinen Abbruch tun, er macht dennoch in all seinen Facetten enorm Spaß. Nun aber zu einigen Hard Facts:
Gespielt wird in der Saison eine Hauptrunde. Es gibt 14 Mannschaften in der DEL, der Deutschen Eishockey Liga, also der ersten Liga des Sports. Jede Mannschaft spielt 4-mal gegeneinander, zweimal zu Hause und zweimal auswärts. Wie im Fußball auch, setzt sich die Tabellenplatzierung der Hauptrunde dann nach Siegen bzw. Niederlagen zusammen. Diese Platzierung wird dann im weiteren Verlauf für die Playoffs noch einmal entscheidend. Denn es spielt immer der besser Platzierte gegen den Schlechteren.

 

Was sind die Playoffs?
Ist die Hauptrunde endlich nach Monaten geschafft und das bange Zittern überstanden, geht es für die ersten zehn der Tabelle in die sagenumwobenen Playoffs. Die Mannschaften, die es unter die ersten sechs geschafft haben, können sich erstmal ein kleines Päuschen gönnen. Die Plätze sieben bis zehn kämpfen erst einmal in maximal drei Spielen um das Weiterziehen in das Viertelfinale, das können aber nur zwei Teams. Im Viertelfinale stehen dann gesamt acht Vereine, die um den Einzug ins Halbfinale in der „Best of seven“ Serie antreten, das bedeutet das Team, das als erstes vier Spiele, egal wie, gewonnen hat, ist weiter. Gegeneinander antreten werden hier immer der bestplatzierte gegen den Schlechtplatzierten der Hauptrunde. Aber es heißt, am Ende muss jeder geschlagen werden können. Also, es bleibt halbwegs fair.

Playoffs sind immer noch ein bisschen härter, noch ein bisschen schneller, noch ein bisschen spannender. Daher ist es einfach die „Geilste Zeit“. Wer kommt weiter und wer wird am Ende Deutscher Meister sein. Es gibt immer Favoriten und Prognosen, doch diese wurden in der Vergangenheit auch echt oft umgeschmissen, beispielsweise gewann 2014 der Underdog Ingolstadt die Playoffs, kämpfte sich von den Pre-Playoffs so weit nach vorne, dass sie am Ende sogar den KEC, den Favoriten unter Uwe Krupp und gefühlt ewigen Zweiten, besiegten.
Es kann nicht oft genug betont werden, dass Playoffs eine extrem spannende Zeit bedeuten. Besonders bei engen und langen Serien, die bis hin zu sieben Spielen andauern können, können die ein oder anderen Nerven schon bis zum Äußersten gedehnt werden. Es macht unheimlich viel Spaß, den Kampf auf dem Eis zu beobachten. Natürlich müssen die Mannschaften es auch wollen, verhält sich eine Mannschaft eher passiv und kämpft nicht, können Spiele natürlich auch zäher werden. Doch in der Regel bleibt es die beste Zeit für einen Eishockeyfan.

Wie steht es um das Viertelfinale der aktuellen Saison 2018/2019?
Das waren mal die Hard Facts. Jetzt zu den derzeitigen Viertelfinalserien. In dieser Saison traten oder treten folgende Mannschaften gegeneinander an: Mannheim, Platz 1, gegen Nürnberg, Platz 10. Mannheim ist hier schon weiter im Halbfinale, sie gewannen die Serie 4:1. Nürnberg hatte den starken Mannheimern kaum etwas entgegenzusetzen. München gewann im sechsten Spiel gegen die Eisbären Berlin und zog somit auch in Halbfinale weiter, doch diese Serie zeigte die Schwächen Münchens, die in den letzten drei Jahren den Meistertitel gewannen. Die Red Bulls sind also zu schlagen und keine Allmacht mehr. Am spannendsten machten es jedoch Düsseldorf gegen Augsburg und Köln gegen Ingolstadt. Sowohl die DEG als auch der KEC erzwangen ein letztes und alles entscheidendes siebtes Spiel gegen die Gegner aus Bayern. Sonntag, der 31. März, wurde für alle vier Mannschaften somit zum „Decisionday“ und es hieß „do or die“. Ins Halbfinale kamen an diesem Tag sowohl Köln als auch Augsburg in zwei sehr knappen und nervenzerreissenden Partien. Köln gewann 3:2 und Augsburg 2:1.

Und wie geht es nun weiter?
Das Viertelfinale ist mit dem gestrigen Sonntag und zwei letzten Spielen der DEG gegen den AEV und des KEC gegen den ERCI zu Ende gegangen. Gewonnen haben Köln und Augsburg und ziehen somit ins Halbfinale ein. Die Paarungen hier stehen nun fest: Mannheim spielt gegen Köln und München spielt gegen Augsburg. Die Paarung hängt von der Platzierung der Hauptrunde ab. Mannheim stand auf Platz eins und München auf Platz zwei, da Augsburg besser palettiert war als Köln auf Platz 3, darf der AEV gegen München antreten und Mannheim muss gegen den Schlechtplatzierten Köln ran.

Im Halbfinale geht es dann im „Best-of-seven“ – Modus weiter und zu erhoffen bleiben weitere lange, spannende und enge Serien auch gegen die zwei Großen München und Mannheim.