Diese Woche bei … den Kölner Haien, KW 52

Das letzte Spiel der Kölner Haie gegen die Adler Mannheim war Werbung für Eishockey

Von Sabrina Tesch

Kurz vorm Jahreswechsel mussten die 14 Vereine der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch ein abschließendes letztes Spiel bestreiten. Nach Köln reisten die Adler Mannheim zum Klassikerduell. Die ewigen Konkurrenten kämpfen seit jeher unerbittlich um jeden Punkt. Die Spiele der Haie gegen die Adler haben zumeist auch Derbycharakter und sind gefüllt mit purer Emotion. Sie sind meist mit hohen Erwartungen verknüpft. So auch am vergangenen Montag.

Beide Teams trafen in dieser Saison bereits zweimal aufeinander und beide Male gewannen die Haie in Verlängerung mit 2:1. Der KEC versuchte zuletzt noch einige Plätze in der Tabelle gut zu machen. Doch da diese sehr eng ist und auch erst einmal bleiben wird, kann sich im Mittelfeld noch einiges tun und verändern.

Ein Gerücht, das nun um die Jahreswende aufkam, ist, dass Jason Bast in der kommenden Saison nach Mannheim wechseln wird. Schon zu Beginn dieser Saison musste er sich zwischen Köln und Mannheim entscheiden, wobei seine Entscheidung für die Haie fiel. So soll er aber dann ab 2020 für die Adler auflaufen. Dieses Gerücht wird derzeit auch als wahrscheinlich bewertet, obwohl es noch abzuwarten gilt.

Insgesamt war es die hartumkämpfte und emotionale Partie, die im Vorfeld erwartet wurde. Es gab alles, was das Eishockeyherz hüpfen lässt, Tore, Tempo, Emotionen und auch kleine Auseinandersetzungen. Es blieb bis zum Ende eng, keine der beiden Mannschaften wollte nachgeben, so dass die Entscheidung schlussendlich im Penaltyschießen fallen musste. Es war erst das zweite Spiel dieser Saison, das im Penaltyschießen endete. So wird deutlich, dass beide Mannschaften ungebeugt gewinnen wollten. Mannheim eigentlich souveräner, doch vor dem Tor nicht effektiv genug, ließ die Kölner, besonders im zweiten Drittel, zum Torabschluss und Ergebnis kommen.

Alles in allem war Mannheim im ersten Drittel das spielführende Team, wenn auch ohne richtig gefährlich zu werden vorm Tor, überraschenderweise endete es 1:1. Denn die Haie kämpften und behielten in der Defensive die Übersicht. Im zweiten Drittel fielen zügig vier Tore, drei für Köln und eins für Mannheim. Die Führung von 4:2 hielt jedoch nicht, Mannheim kam in der 23. Minute noch einmal heran zum 4:3. Und im letzten Drittel kämpften beide, Mannheim machte Druck und konnte schließlich ausgleichen. Die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Im Penaltyschießen war es dann Dejardins, der den entscheidenden Treffer machte und Wesslau besiegte. Die Partie endete eng mit 4:5 für Mannheim und erfüllte die Erwartungen, die an den Eishockeyklassiker gestellt wurden. Ein Punkt blieb in Köln und zwei gingen mit den Adlern mit heim.

Die Schiedsrichter ließen das Spiel fließen. Sie gaben kaum Strafen und pfiffen nur wenig. Ob das nun gut, zugunsten des Spielflusses, oder eher ungünstig für das gesamte Spiel zu bewerten war, bleibt dahingestellt. Und auch ob alle Situationen richtig bewertet wurden, bleibt dahingestellt.

Die Woche bei … den Kölner Haien, KW 51

Von Sabrina Tesch

Die Kölner Haie gewinnen und verlieren vor Weihnachten

Für die Kölner Haie und die gesamte Deutsche Eishockey Liga gibt es in der Weihnachtszeit kaum eine Pause. Schließlich sind 52 Partien in der Hauptrunde der DEL zu bestreiten, da bleibt kaum Zeit zu verschnaufen. Und wer sich selbst durch Leistung beschenken möchte, muss halt noch tatkräftig ackern. Doch die Profis sind das auch gewohnt, so ist es nun mal im Profisport.

Vergangenes Wochenende spielten die Haie freitags gegen Augsburg auswärts und sonntags gegen Ingolstadt zu Hause. Beide Spiele waren für den KEC spannend, Mike Stewart traf in Augsburg auf seinen ehemaligen Verein und mit Ingolstadt spielte Köln gegen einen direkten und punktgleichen Konkurrenten in der Tabelle. Und schließlich endeten beide Spiele mit einer Niederlage für die Kölner.

Die Augsburger Panther besiegten den KEC einem klaren Ergebnis von 5:1. Gegen den ehemaligen Verein Mike Stewarts musste der KEC ernüchternd die erste Niederlage nach einer langen Siegesserie einstecken, doch irgendwann endet jeder Erfolg einmal. Marcel Müller traf recht schnell für die Haie zum ersten und einzigen Tor. Im weiteren Verlauf gaben die Kölner das Spiel aus der Hand. Augsburg konnte ausgleichen und weiter in Führung gehen. Insgesamt fünf Tore standen am Ende auf der Ergebnisliste der Panther, für die Haie blieb es bei einem Tor. In dieser Saison war dies bereits die zweite Niederlage gegen die Augsburger, im Oktober gewannen sie bereits mit 1:3 in Köln.

Gegen Ingolstadt war aber dann zumindest ein Punkt zu holen. Das Spiel ging ins Penaltyschießen, seit langem mal wieder, endete jedoch mit einem Siegtreffer für den ERC.
Vor dem Spiel wurde eine Schweigeminute für den Mann eingelegt, der letzte Woche einem Herzinfarkt erlag. Er brach während des Spiels gegen die Nürnberger Ice Tigers zusammen und wurde notärztlich versorgt. Das Spiel wurde abgebrochen und nicht weiter fortgeführt. Der neue Termin ist am 28. Januar 2020 um 19.30 Uhr.

Das erste Spiel der Saison gegen Ingolstadt im Oktober gewann Köln knapp nach Verlängerung mit 3:2. Marcel Müller traf hier das entscheidende Tor. Insgesamt zeigt Marcel Müller sich in einer überzeugend guten Form, in den vergangenen Spielen schoss er Tore oder war zumindest an ihnen beteiligt. Nach seiner langen Verletzungspause hat er sich mit guter und harter Arbeit zurückgekämpft und überzeugt mit seiner Leistung und seinem Ehrgeiz. Aber auch einige andere Spieler kamen in den vergangenen 1,5 Monaten in Schwung. Beispielsweise näherte sich Jon Matsumoto seinem Leistungsniveau wieder an, aber auch Neuzugang Zach Sill scheint auf einem guten Weg.

Ingolstadt und Köln starteten schnell in die Partie. Die ersten dreißig Minuten verliefen für die Haie spielangebender. Ingolstadt jedoch versuchte aggressiv dagegen zu halten. In der 16. Minute gab es einen ersten Kölner Jubel, Sebastian Uvira hatte den Puck über die Linie ins Tor bekommen. Doch das Tor konnte nicht gegeben werden, da Pielmeier den Puck bereits in der Fanghand abgefangen hatte, bevor Uvira ihn ins Tor bucksierte. Nach einem Videobeweis wurde dies bestätigt. Das 1:0 durch Pascal Zerressen, es war sein zweiter Saisontreffer, erfolgte in der 20 Minute. Eine Minute später dann konnte Frederik Tiffels für Köln auf 2:0 erhöhen. Der Anschlusstreffer der Ingolstädter kam in der 32. Minute durch Maurice Edwards. Köln ließ ab der Hälfte des gesamten Spiels nach und gab die Führung aus der Hand. Der ERC, der zuvor an der Grenze des Fairen spielte, übernahm die Spielführung und glich in der 50. Minute durch Matthew Bailey in Überzahl aus. In der regulären Spielzeit schaffte es keiner der beiden Mannschaften noch den Siegtreffer zu schießen und so endete es nach 60 Minuten 2:2. Auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Es ging nach langer Zeit einmal wieder ins Penaltyschießen. Kris Foucault entschied hier das Spiel. Es endete mit 2:3 für Ingolstadt nach Penaltyschießen. Zumindest ein Punkt blieb in Köln.

Das Bayernwochenende der Kölner war also eher nicht erfolgreich und die langanhaltende Erfolgsserie wurde jäh beendet.

Am Dienstag ging es dann zügig weiter. Die Kölner fuhren ins recht nahe Iserlohn und besiegten die Roosters, zwar knapp, aber immerhin erfolgreich, mit 3:4. Drei weitere wichtige Punkte auf dem Weg zur Stabilisierung des Tabellenplatzes. Derzeit stehen die Haie auf dem siebten Platz. Da die Tabelle aber sehr eng ist, Platz fünf bis sieben sind punktgleich mit 43 Punkten, ist der Weg weiter nach oben durchaus möglich, sogar absehbar.

An diesem Wochenende geht es nun weiter, erst reisen die letztplatzierten Schwenninger Wild Wings nach Köln und am Sonntag kommen dann die Pinguins aus Bremerhaven. Es bleibt weiterhin spannend. Alles ist möglich. Und das ist ja auch das Schöne am Eishockey.

Diese Woche bei … den Kölner Haien, KW 49

Die Erfolgsserie der Kölner Haie reißt noch nicht ab

Erfolge müssen gefeiert werden, ganz klar. Und das können die Kölner Haie gerade sehr gut. Der KEC war mit sechs Siegen und einer Niederlage in Verlängerung von gesamt sieben Spielen das siegreichste Team der DEL im November. Und auch der erfolgreiche Start in den neuen Monat gelang den Haien am 1. Dezember.

Am Wochenende standen für den KEC zwei NRW Duelle auf dem Spielplan und begonnen wurde am Freitag mit keinem geringeren Spiel als der Mutter aller Derbys. Köln traf auf den Erzrivalen Düsseldorf. Tja, und was soll man sagen, auch das zweite Derby dieser Saison ging in die Erfolgsbilanz der Haie über.

Souverän bereitete die Mannschaft um Mike Stewart der Düsseldorfer EG einen unschönen Abend mit einer 1:4 Niederlage. Im ersten Drittel fielen bereits die ersten vier Tore, drei für Köln durch Lucas Dumont, Frederik Tiffels und Ben Hanowski. Alexander Barta traf für die DEG, doch dies sollte das einzige Tor für die Düsseldorfer bleiben. Das zweite Drittel blieb zwar kämpferisch und mit mehr Spielanteilen in der Hand der Kölner, doch zählbare Treffer gab es nicht. Im Schlussdrittel machte dann Jon Matsumoto mit dem vierten Tor den Sack für den KEC zu. Matumoto steigerte sich in den letzten Spielen kontinuierlich und sammelte in jedem Spiel Scorerpunkte. Scheinbar hat Mike Stewart eine gute Position für den ehemals Topscorer 2018/2019 der Liga gefunden, so dass Matsumoto in seine Form finden konnte und kann. Auch Lucas Dumont überzeugt als junger Spieler durch kontinuierliche Weiterentwicklung.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

🥋 Siebtes Spiel in Folge mit mindestens einem Scorerpunkt von Jon Matsumoto! 🔥🔥🔥 #DERBYSIEGER #alarmstuferot #Matsumotoooor #aufgehtshaie #Köln

Ein Beitrag geteilt von Kölner Haie (@koelnerhaieofficial) am

Durch den Sieg änderte sich die Tabelle der DEL ein wenig, Köln stand zu der Zeit zwischen Freitag und Sonntag auf Platz acht, punktgleich nun aber mit der DEG. Diese aufgrund der besseren Tordifferenz auf dem siebten Platz. Ingolstadt auf Platz sechs hatte nur einen Punkt mehr sammeln können. Doch nach dem Sieg gegen Iserlohn sollte sich die Platzierung noch einmal ändern. Köln rückte weitere zwei Plätze nach oben und steht kurz vor dem zweiten Advent auf Platz sechs.

Die Tabelle ist sichtbar eng und nach dem ersten gespielten Drittel der Saison ist für fast jede Mannschaft noch etwas zu holen. Dadurch aber, dass noch einige Speile zu absolvieren sind, bleibt der Ausgang der Hauptrunde offen. Absehbar ist jedoch Platz eins, denn München wird sich sicherlich nicht vom Thron werfen lassen. Das Überraschungsteam dieser Saison, die Straubing Tigers, hält sich beharrlich auf Platz zwei und wird diesen auch nicht kampflos aufgeben. Auf der anderen Seite der Tabelle steht Schwenningen auf dem letzten Platz, auch daran wird absehbar nicht mehr viel gerüttelt werden.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

@gustafwesslau29 im Pre-Game-Interview – und unser Starting Goalie heute? #alarmstuferot #haielive

Ein Beitrag geteilt von haimspiel.de – KEC-Magazin (@haimspiel.de) am

Für die Kölner Haie sollte die Siegesserie aber nicht abbrechen, am Sonntag starteten sie mit gestärkter Brust in die Partie gegen die Iserlohn Roosters. Auch wenn Iserlohn in dieser Saison keine Glanzleistungen zeigte und auf den unteren Plätzen der DEL Tabelle steht, hieß das nicht, dass Köln diese Partie auf die leichte Schulter nehmen konnte. Denn bereits gegen den Tabellenletzten Schwenningen tat sich die Mannschaft um Mike Stewart doch noch etwas schwer. Doch die Entwicklung der Mannschaft im Spiel, sowohl in Offensive als auch Defensive, geht langsam, aber stetig nach oben.

Iserlohn ist bekannt für hartes, aggressives und kämpferisches Eishockey. Darauf mussten sich die Haie vorbereiten. Das intensive und erfolgreiche Derby war eine gute Vorbereitung.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

COMEBACK TIME! #SWEDISHWALL #aufgehtshaie

Ein Beitrag geteilt von Kölner Haie (@koelnerhaieofficial) am

Das erste Drittel verlief für den KEC nahezu perfekt. Die Kölner Mannschaft legte vier Tore vor und am Ende stand es 4:0. Die vier Torschützen waren Zach Sill, Alexander Oblinger und zweimal Marcel Müller. Auch Gustaf Wesslau, der erstmals wieder im Tor stand und Hannibal Weitzmann nach langer Pause ablöste, hielt im ersten Drittel seinen Kasten sauber. Marcel Müller scheint seine Form wiedergefunden zu haben und versuchte bisher seine lange verletzungsbedingte Pause ausgleichen zu wollen. Im zweiten Drittel konnte Alexandre Grenier dann den einzigen Treffer des Abends für die Sauerländer erzielen. Insgesamt verlief dieses Drittel zäher. Auch im letzten Drittel nahmen die Haie etwas Dampf aus der Partie und konzentrierten sich auf die Verteidigung. Dies gelang und am Ende stand es 4:1. Das Spiel wurde wie auch die Partie gegen Düsseldorf zuvor in den ersten 20 Minuten entschieden.

„Die ersten 20 Minuten waren absolut spitze, danach sind wir ein bisschen vom Gas gegangen und Gustaf Wesslau hatte ein paar starke Saves. Wir haben momentan eine gute Phase, ich hoffe es geht noch etwas so weiter.“ analysierte Mike Stewart am Ende.

Das Wochenende ergab somit zwei weitere Siege für die Kölner Haie und 6 Punkte. Die einfache Gleichung: 2 + 2 = 6 von 6.

Diese Woche … bei den Kölner Haien, KW 48

Zwei Spiele, vier Tore und sechs Punkte – das Wochenende der Kölner Haie

Die Kölner Haie absolvierten vergangenen Freitag und Sonntag ein Spiel auswärts und ein Spiel zu Hause, beide Partien endeten mit einem gleichen Punktestand von 2:1 für den KEC. Unterschiedlich waren nur die jeweiligen Konkurrenten.

Eine ereignisreiche Woche lag hinter den Kölner Haien bevor sie am vergangenen Freitag nach Wolfsburg zu den Grizzlys reisen konnten. Die Gerüchteküche brodelte wieder einmal. Doch das ist im deutschen Eishockey nichts Neues. Gegenstand der eines Gerüchtes war der ehemalige Haiespieler Felix Schütz, der auch im Aufgebot der Nationalmannschaft steht und bereits internationale Erfolge feierte. Nach der letzten Saison verließ er die Haie und spielte einige Zeit in Schweden. Nun jedoch ist Schütz wieder vereinslos und auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Laut eigener Aussage lag ihm auch ein Angebot des KEC vor. Der Kölner Verein jedoch war nicht begeistert von der Redseligkeit, dementierte das Gerücht aber auch nicht. Am Sonntag folgte dann aber die Negierung, Schütz wird nicht in den Haie Kader zurückkehren. Die Frage, ob er in die derzeitige Struktur der Mannschaft und des Vereins gepasst hätte, bleibt demnach unbeantwortet.

Das zweite Gerücht hingegen bestätigte sich. Fabio Pfohl fehlte im Kader der Haie in den Spielen gegen Schwenningen und Straubing vor zwei Wochen, laut Aussagen des Clubs krankheitsbedingt. Doch man munkelte, Pfohl wolle den Verein verlassen. Es war ein Hoffen und Bangen, hoffen, dass er bleiben würde und Bangen, ob er wirklich gehen wolle. Pfohl gehörte in Köln zu den Sympathieträgern und auch wenn er in der laufenden Saison noch hinter den Erwartungen zurückblieb, ist es schade, dass er nun tatsächlich geht. Denn der KEC bestätigte letzte Woche nach einem weiteren Wink mit dem Zaunpfahl, Colin Smith wurde neu verpflichtet, dass Fabio Pfohl zu seinem ehemaligen Verein Wolfsburg wechseln wird. Die Gründe sollen privat bleiben. Anstelle Pfohls rückte nun Colin Smith und soll die Offensive als Stürmer unterstützen. Smith ist kein DEL Neuling, spielte bereits in Berlin und kommt aktuell aus Ingolstadt nach Köln. Die letzten beiden Spiele stand er dem Kölner Team bereits zur Seite und spielte gegen Krefeld in einer Reihe mit Sebastian Uvira und Colby Genoway.

Es tat sich also einiges. Die Mannschaft von Mike Stewart ließ sich dadurch aber nicht beirren und erreichte zwei wichtige Siege am vergangenen Wochenende. Zunächst wie bereits erwähnt, auswärts gegen Wolfsburg. Am vergangenen Sonntag dann spielte eine starke Mannschaft gegen die Krefeld Pinguine und bezwang diese in einer spannenden Partie und dem sogenannten kleinen rheinischen Derby mit 2:1. Die Haie waren das über weite Strecken spielführende und dominantere Team. Den Krefeldern blieb in den ersten zwei Dritteln kaum eine Chance zu kontern. Erst am Ende konnte der KEV Druck aufbauen und anschließen. Doch dies reichte am Ende nicht mehr.

Abseits vom Eis haben die Krefelder Pinguine zur Zeit enorm zu kämpfen, nämlich um den Verbleib in der Deutschen Eishockeyliga und um den Erhalt des Eishockeystandortes Krefeld. Krefeld gehört zu den Gründungsmitgliedern der DEL und hat aktuell finanzielle Schwierigkeiten. Nicht zuletzt verschuldet durch den russischen Gesellschafter Mikhail Ponomarev, der fast die Hälfte an Anteilen am Verein besitzt. Der Club richtete sich schon vor geraumer Zeit an Ponomarev, sogar öffentlich, und bat um Finanzierung, vergeblich. Gespräche sollen gescheitert sein, Bitten abgelehnt. Es ist eine durchaus schwere Situation. Die Krefelder müssen sich ständig fragen, ob ihr Verein noch lange existieren wird? Und dies wäre für die Stadt Krefeld als Eishockeystandort und auch für den Traditionsclub eine noch größere Niederlage und sehr traurig. Auch für die DEL und Eishockeydeutschland wäre es ein bitterer Verlust. Vergangene Woche gab es Gespräche der Gesellschafter über die Möglichkeiten für die Zukunft. Ponomarev möchte seine Anteile am Club verkaufen, doch zu welchen Bedingungen, wird man sich einigen können? Bisher gab es noch keinen Konsens und die Gespräche wurden auf auf Donnerstag, den 28. November, vertagt. Die Beweggründe des Russen, der sich durch seinen Anwalt vertreten lässt, sind nicht eindeutig. Was bezweckt er, was will er erreichen, warum hat er damals überhaupt Anteile gekauft, wenn er doch so desinteressiert scheint? Und auch die Frage, warum die Krefeld Pinguine sich überhaupt auf ihn eingelassen haben, kommt immer wieder auf, hat er in der Vergangenheit doch mit der DEG ähnlich schlecht gehandelt. Aber nun ist das Kind sozusagen in den Brunnen gefallen und muss wieder rausgeholt werden. Hoffentlich wird dies für Krefeld als Eishockeystandort passieren. Lösungen werden gesucht und hoffentlich gefunden, denn ohne die Krefeld Pinguine gibt es das kleine rheinische Derby nicht mehr und auch weniger spannende Spiele.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Danke für euren Support! 🔝‼ #wirsindnrw #eishockeyistandersalsfußball #kevkec #kev #kec

Ein Beitrag geteilt von KEV Pinguine Eishockey GmbH (@krefeld_pinguine) am

Während des ersten Powerbreaks am Sonntag bekundeten die Kölner Haie ans ihrerseits Solidarität mit dem Krefelder Club und hielten Banner hoch auf denen folgendes zu lesen war:„Krefeld ist Pflicht. Tradition ist unersetzbar. Stabil bleiben KEV. Gründungsmitglieder kicken ist wie seine Schwester fi***.“
Eishockeydeutschland hält zusammen.

Trotz all dieser Dinge, die neben dem Eis stattfanden erzielten die Kölner Haie letztlich zwei wichtige Siege und sechs Punkte. So langsam klettert der KEC in der Tabelle nach oben, einen Platz haben sie gut gemacht und stehen nun auf dem achten Rang.

Diese Woche … bei den Kölner Haien, KW 39

Das erste Roadtrip- Wochenende für die Kölner Haie

Das zweite Spielwochenende der noch frischen DEL Saison 2019/2020 führte die Kölner Haie am Freitag erst einmal nach Berlin. Von dort ging es dann zu dem Sonntagsspiel nach Nürnberg.

Im ersten Spiel des zweiten Spiele-Wochenendes gegen die Eisbären, mussten die Haie eine Niederlage hinnehmen. Dennoch nahmen sie wenigstens einen Punkt im Gepäck mit, denn das Spiel blieb bis zur 60 Minute unentschieden. Es schien bis dahin, als sei die reguläre Spielzeit der Mannschaft unter Mike Stewart viel zu kurz. Die Spieler verlängerten bisher drei von drei gespielten Spielen. Vielleicht mögen die Haie auch die Spannung und den nervenzerreißenden Moment? Dennoch konnten sie bisher nur Mannheim in der Overtime schlagen. Gegen Berlin verlor der KEC 3:2.

Spiele Köln gegen Berlin sind meist etwas emotionsgeladener. So begann es auch am Freitag. Köln startete ganz gut und erkämpfte sich einige Chancen. Ab der 12. Minute wurde es dann jedoch brenzlig, Taylor Aronson bekam die erste Strafe und Alexander Oblinger folgte sogleich. Oblinger bekam sogar eine 2 + 10 Minuten Strafe wegen Checks gegen den Kopf und Nacken. Doch keine der beiden Mannschaften war nach den ersten 20 Minuten erfolgreich. Es ging ohne Tore ins zweite Drittel. Frank Hördler war dann der erste Torschießer in der 25. Minute. Doch Köln glich vier Minuten später durch Frederik Tiffels aus. Der Mittelabschnitt endete mit 1:1. Und gleich vorweg: im letzten Drittel traf jede Mannschaft wieder jeweils einmal, Schützen waren der Kölner Colby Genoway und der Berliner Sean Backman. Die reguläre Spielzeit von 60 Minuten war vorbei und endete mit einem Gleichstand von 2:2. Also ging für die Kölner Haie wieder um den Sudden Death. Wer würde ihn dieses Mal sterben? Die Haie erlagen dem letzten Tor durch den Berliner Spieler Marcel Noebbels. Er besiegelte das Spiel mit einem Sieg für die Eisbären.

Vielleicht ging es dann mit etwas Frust und nur einem Punkt im Gepäck weiter nach Nürnberg, wo die Ice Tigers schon warteten und an der Bande kratzten. Es gab zwei Möglichkeiten: Köln hätte frustriert und niedergeschlagen spielen können oder gerade durch die kürzlich beigefügte Niederlage mit Kraft und umgewandelter Energie angreifen können. Welche Option wählten die Kölner?
Kleiner Spoiler: Köln war scheinbar zu niedergeschlagen.
Die Partie gegen Nürnberg blieb für den KEC eine Nullnummer. Am Ende stand es 4:0 für die Gastgeber aus Nürnberg. Joachim Ramoser, Brandon Buck, Patrick Reimer und Daniel Fischbuch waren die Nürnberger Torschützen.

Die Haie blieben insgesamt zu harmlos, zu blaß, zu schwach. In der Offensive zeigten sie Defizite, die Chefcoach Mike Stewart beheben muss. Noch sind Niederlagen zu verkraften, sind doch erst vier Spiele der noch jungen Saison gespielt. Doch zu viele Niederlagen sollten es nicht werden, schwächen sie doch auch sehr die mentale Verfassung und das Selbstbewusstsein der Spieler. Und festigt sich dies, wird es schwer aus dem Tief wieder rauszukommen. Dann wird viel mehr Kraft und Energie nötig sein.

Am kommenden Wochenende stehen dann wieder ein Heimspiel und ein Auswärtsspiel für die Mannschaft der Kölner Haie an. Zwei neue Chancen, die Bilanz positiv zu gestalten.

Diese Woche … bei den Kölner Haien, KW 38

Ein Wochenende, zwei Spiele, drei Punkte.

Die Eishockey Saison der DEL hat begonnen und die Kölner Haie haben nach zwei Spielen eine Niederlage und einen Sieg, beides in der Verlängerung, auf dem Konto stehen. Das erste Spiel verloren die Haie gegen Iserlohn und nach dem zweiten Spiel gegen Mannheim fuhren sie als Sieger vom Eis. Es war zwar kein perfektes Wochenende für den KEC, aber schon ganz ok.

Erstes Heimspiel

Am Freitag war der Saisonauftakt, die Iserlohn Roosters kamen nach Köln zum Duell vor 17.456 Zuschauern. Doch das erste Spiel erwies sich leider eher mau für die Haie. Freitag der 13. war für Köln ein Pechtag. Das erste Drittel war noch gut, der KEC spielte kreativ und offensiv. Das zweite Drittel jedoch war desolat und im letzten Drittel gab sich der KEC wieder kämpferischer, doch die offensive Kaltschnäuzigkeit war nicht zu 100% zu spüren. Es ging sodann in die Verlängerung, beide Mannschaften erreichten in der regulären Spielzeit ein Unentschieden mit 2:2. In der 62. Minute machte Iserlohn jedoch den Traum von einem Auftaktsieg in Figur von Alex Petan zunichte. Sudden Death, plötzlicher Tod, hieß es für die Domstädter. In der Verlängerung ist nämlich das erste Tor auch das Letzte und die Mannschaft, die es geschossen hat, gewinnt. Dennoch bleibt ein Punkt in Köln.

Cheftrainer Mike Stewart erklärte nach dem Spiel folgendes: „Wir haben ein Spiel verloren, das wir nach Chancen auch hätten gewinnen können. Aber so ist Eishockey.“ (Quelle:www.haie.de)

Erstes Auswärtsspiel

Am Sonntag ging es für Köln dann nach Mannheim, zum amtierenden Meister. Mannheim war in der vergangenen Saison unfassbar gut, Trainer Pavel Gross hatte aus den Adlern ein schwer überwindbares Hindernis für alle anderen 13 Mannschaften in der DEL geformt. Sie wurden zu Recht Playoff Sieger und Deutscher Meister. Dementsprechend waren die Erwartungen auf Seiten der Kölner Haie Fans auch etwas heruntergeschraubt. Kölner Optimisten hofften natürlich auf den Sieg und ihr positiver Glaube in die neue Mannschaft unter Mike Stewart sollte tatasächlich Wahrheit werden.
Das erste Tor ging zugunsten der Mannheimer, Köln glich jedoch durch Jason Akeson aus. Das Ergebnis von 1:1 zog sich bis zur 60. Minute, es ging also wieder in die Verlängerung. In der 63. Minute war das Spiel beendet, Sudden Death für Mannheim, das siegreiche Tor wurde durch Jon Matsumoto, Neuzugang in Köln, geschossen. Das bedeutete zwei Punkte für den KEC.

Mike Stewart fasste das Ganze so zusammen: „Wir sind sehr stark in das erste Drittel gestartet und haben uns so das Momentum erspielt. Im Mittelabschnitt hat Mannheim dann besser ins Spiel gefunden. Aber wir waren heute in der Defensive gut organisiert. Im Schluss-Drittel ging’s dann bis zum Schluss hin und her. In der Overtime haben wir dann auch das nötige Glück auf unserer Seite. Aber das haben wir uns heute auch verdient. “ (Quelle:www.haie.de)

Ergebnis

Summa summarum stehen also drei Punkte nach zwei ersten Spielen in der Bilanz Kölns. Und der Erzfeind, der ewige Kölner Konkurrent, die DEG geht ohne Punkte aus dem ersten Eishockey Wochenende. Köln freut sich somit doppelt, den amtierenden Deutschen Meister besiegt zu haben und den Ligakonkurrenten Düsseldorf erstmal zurückzulassen.

Die Saison ist jedoch noch lang, noch 50 Spiele sind zu spielen. Es wird noch viel passieren, Siege und Niederlage wird es geben. Mal sehen wie es so weiter geht.

Diese Woche … bei den Kölner Haien, KW 37

1

Die neue Eishockey-Saison steht schon vor der Tür und der KEC ist bereit zum Angriff

Die neue Saison der DEL steht vor der Tür und jedes der 14 Teams der Liga steckt mitten in der Vorbereitungsphase. Am 13. September ist es schließlich soweit.

So trainieren auch die Kölner Haie gerade und stimmen sich ein. Zum Training bestritt der KEC den Köln Cup und verschiedene Trainingsspiele, auch gegen die DEL Teams Wolfsburg und Krefeld.

Der Köln Cup verlief für die Haie nicht ganz nach Plan, sie wurden nur Zweitplatzierter von vier teilnehmenden Mannschaften. Das erste Spiel gegen die SCL Tigers (Langnau) gewann die Kölner Mannschaft mit 3:2. Das zweite Spiel des Turniers konnte der KEC gegen Moser Medical Graz 99ers mit 4:5 nach Verlängerung nicht für sich entscheiden. Und im letzten alles entscheidenden Duell gegen Rögle BK mussten sich die Haie knapp mit 1:2 geschlagen geben. Somit war der alte Köln Cup Sieger auch der Neue: Rögle BK. Dabei war der neue Spieler Kevin Gagné der sogenannte „Most valuable Player“ (MVP), also der hervorstechendste Spieler. Aber alles in allem sah der neue Trainer Mike Stewart dieses Turnier mit einer positiven Bewertung. Das Team habe sich gut geschlagen und schon viel von dem Gewünschten umgesetzt. Der KEC arbeitet bereits hart und so kann man mit gutem Gefühl aus der Trainingsphase in die Saison starten.

Nach dem Köln Cup gab es aber keine lange Pause für die Spieler des KEC, denn es musste hart trainiert werden. Es ging sehr zügig weiter nach Südtirol zum Vinschgau Cup in Latsch. Ziele waren Teambuilding und weiteres Training. Denn auch Mannschaftsgeist ist eine Kernkompetenz, die ein neu aufgebautes Team leisten muss. Demnach war dies ein weiterer wichtiger Schritt hin zur neuen Saison. Bereits letztes Jahr war das Trainingslager in Latsch ein Erfolg, und Erfolge sollen ja weitergeführt werden. Natürlich wollten die Haie den Cup auch holen und nach dem ersten Spiel gegen den HC Lugano sah es auch fast so aus, der KEC gewann mit 4:0 und einer souveränen Leistung, die Kölner waren klarer Sieger. Im Finale gegen den Hockey Club Bozen 2000 jedoch verlor die Mannschaft von Mike Stewart mit 2:5. Wie gewonnen, so zerronnen. Doch es ging im Grunde nicht um das Ergebnis, es ging darum, eine Mannschaft zu formen und an den Feinheiten zu arbeiten, das wird gelungen sein.

In Braunlage stand dann gegen Liga-Konkurrenten Wolfsburg ein weiterer Test an. Es war schon einmal das Abchecken beider Mannschaften zur neuen Saison. Wie weit sind die anderen denn schon mit dem Training und sind wir schon bereit es mit der Konkurrenz aufzunehmen? Dies könnten die entscheiden Fragen zum Kurzvorher-Test gewesen sein.

Kurz entspannen, je nachdem wie die Spieler das Event sehen, konnten die Haie beim Sommerfest. Traditionell wird hier die neue Mannschaft vorgestellt und gefeiert, dass die neue Saison nicht mehr weit weg ist. Es ist quasi ein kleines Einläuten auf das, was kommt.

In den letzten beiden Testspielen in der finalen Phase der Trainingsvorbereitung spielten die Haie gegen Bad Nauheim, neuer DEL2-Kooperationspartner, und gewannen 4:2. Und die spielten noch gegen einen Ligakonkurrenten, die Krefeld Pinguine. Gegen den KEV war es die sogenannte Generalprobe, die die Haie mit einem Erfolg beenden konnten. Am Ende stand gegen die Krefelder ein 2:1 auf dem Zettel.

Auch wenn nicht alle Spiele im Training gewonnen wurden und es im Ergebnis noch recht durchwachsen scheint, war es doch eine gute Vorbereitung. In der Saison gilt dann, alle Kräfte bündeln, die positiven Dinge für sich verinnerlichen und kämpfen, geschlossen als Mannschaft. Hier zählen dann Ergebnisse, nach den Trainingsergebnissen fragt nachher keiner mehr. Und dann kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen.

Diese Woche … in der DEL, KW 18

Von Sabrina Tesch

Finale, Finale, Finale…

Die Eishockey-Saison 2018/2019 hat ihren krönenden Abschluss gefunden. Freitag Nachmittag war noch alles offen, ob es einen neuen Deutschen Meister, oder vielleicht doch einen alten Deutschen Meister, geben würde. Der Hauptrunden-Sieger Mannheim und der zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Meister München kämpften im diesjährigen Finale gegeneinander. Unerbittlich. Am Ende aber kann es ja bekanntlich nur einen geben.

Und wer diese Saison verfolgt hat, dürfte über beide Finalteilnehmer nicht sonderlich überrascht sein. Die Augsburger Panther stellten München im Halbfinale zwar noch einmal auf eine harte Probe und offenbarten einige Schwachstellen, doch letztlich aber waren es die Red Bulls aus München, die sich durchsetzten.

Und nun heißt es wohl: Kampf der Giganten. Naja, zumindest nach Bewertung der Hauptrunde. Denn das Finale läuft nicht gerade nach Maß der Bayern.

Und, wie läuft es denn so?

Mannheim zeigte wie vorherzusehen kleine Startschwierigkeiten und verlor das erste Spiel der Serie, wieder im Best-of-Seven Modus, 1:2 in der Overtime. Die Pause, die Mannheim zwischen dem Halbfinale und Finale hatte, war vielleicht etwas zu lang und hatte die Adler aus der Routine gerissen. Dies machten sich die Münchner zu Nutze. Doch in den weiteren Spielen zeigten die Mannheimer wieder ihre alte Stärke und Kraft. Hatte Pavel Gross da wohl eine Ansage machen müssen? Denn ab Spiel zwei waren die Adler wieder die geölte Maschine unter Lokführer Pavel Gross, die geradeaus davon glitt wie auf Schienen.

Spiel zwei gewannen die Adler 3:0, Spiel drei 4:1 und Spiel vier 4:0. Die Serie stand demnach Freitagnachmittag bei 3:1 für Mannheim. München befand sich im Hintertreffen und Mannheim hatte den Matchpuck bei sich. Die Schwächen der Bayern, die sich gegen Berlin und Augsburg bisher zeigten, könnten ihnen zum Verhängnis werden.

Die Prognose zielt auf Mannheim. Es sollte sich bewahrheiten. Doch Garantien gibt es erstmal natürlich nicht, denn in den Playoff gelten spezielle Regeln. Schließlich wollte auch der EHC Meister werden.

Das fünfte Playoff-Spiel dieser Serie fand dann am Abend des Freitages statt und Mannheim benötigte nur noch einen Sieg zum Titelgewinn. München stand somit also mit dem Rücken zur Wand und war zum Siegen gezwungen.

Und der Sieger ist …

Mannheim.

Die Adler Mannheim sind der diesjährige Deutsche Meister.

Pavel Gross und die Mannschaft der Mannheimer gewannen in fünf Spielen gegen den Meister der vergangenen Saison, München.

Dennis Endras im Tor bewies enormen Rückhalt und behielt sogar in zwei Spielen seinen Kasten komplett sauber. Defensiv und offensiv zeigte die Mannschaft ein konzentriertes, hartes und effektives Eishockey.

Es überrascht kaum, stand Mannheim schnell als Favorit in dieser Saison fest und dieser Rolle wurden sie auch gerecht, vielleicht zum Leidwesen der anderen Clubs.

Zukunftsfragen und die leidliche Sommerpause

Und nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison, daher gibt es schon Zukunftsfragen: Kann Mannheim dies auch in der kommenden Saison leisten und den Titel behalten? Wer wird Mannheims größter Konkurrent dann sein? Können die anderen Clubs dann ähnlich gut den Kader vertiefen und aufbauen, so dass Mannheim Angst haben muss?

Doch erst muss die Sommerpause überstanden werden. Die reguläre Saison beginnt erst wieder im September 2019, bis dahin muss zeit totgeschlagen werden. Was macht der Eishockeyfan dann? Er wendet sich anderen Hobbies zu und versucht nicht ungeduldig zu werden.

Diese Woche … bei den Kölner Haien, KW 17

1

Von Sabrina Tesch

Nach der Saison ist vor der Saison

Für die Kölner Haie ist die Saison 2018/2019 nun schon einige Wochen beendet. Die Mannschaft des KEC schaffte es bis ins Halbfinale, hier mussten sich der KEC dann gegen die Adler Mannheim geschlagen geben. Doch von bitterer Enttäuschung war kaum eine Spur. Natürlich wäre die Mannschaft gerne noch weiter gekommen, doch für ihre Erwartungen und Ansprüche haben sie in dieser Saison viel erreicht und können mit stolzer Brust in die Zukunft blicken.

Noch vor der Saison war das Ziel des Clubs bescheiden angesetzt. Es sollte eine Mannschaft gebildet werden, die zusammen spielt und funktioniert, Charakter und Leidenschaft beweist und eine Identifikation mit der Stadt Köln zeigt. Dieses Ziel wurde erreicht, denn von Playoffs oder gar dem Meistertitel war in den Erwartungen zuvor nicht die Rede gewesen. Und das war auch gut so. Lange galt der KEC mit seinem Budget und seinem Kader als Favorit, die Erwartungen waren stets hoch. Doch erfüllen konnten die Haie das nicht, scheiterten zu oft und hinderten sich selbst. Damit ist nicht nur die Mannschaft gemeint, nein, innerhalb des Vereins schien es stetig Unruhe zu geben, Konsequenz und Konstanz fehlte. Das wurde nach außen hin ausgestrahlt. Die Fans wurden zunehmend unglücklicher. Kurzfristige Entscheidungen sollten helfen, doch auf lange Sicht gesehen, behinderten sie allzu oft. Hier sind zum einen sicherlich die Trainerwechsel zu nennen. Ein langfristiger Trainer, der eine Mannschaft von der Basis her aufbaut, ist gefragt. Das könnte für die Zukunft entscheidend werden. Aber auch die Wechsel in der Vereinsführung haben etwas für Unruhe gesorgt. Doch seit Beginn der Saison 2018/2019 ist Philipp Walter wieder in Köln. Er war viele Jahre Pressesprecher bevor er nach Freiburg zum Fußball wechselte, doch er kam wieder. Er kam nach Köln und brachte die Stimmung wieder. Gefühlt läuft es nun runder und der Verein samt Führung und Mannschaft konnte sich auf Eishockey konzentrieren. Leidenschaft und Emotionen kamen wieder.

Was bisher geschah…

Nun ist wieder eine Spielzeit zu Ende und die nächste scheint noch in weiter Ferne. Doch hinter den Kulissen haben die Veränderungen und Vorbereitungen bereits begonnen, denn die neue Saison steht immer schneller vor der Tür, als erwartet.

Klar ist, dass ein neuer Trainer kommen wird. Peter Draisaitl wurde gegen Ende der Hauptrunde entlassen, Interimscoach Dan Lacroix kam aus Kanada nach Deutschland, um auszuhelfen. Doch nach dieser Saison geht er, definitiv, er coacht das lettische Team für die WM und wird sich danach wohl wieder einen Job in der NHL als Co-Trainer suchen. Als neuer Trainer wird Mike Stewart gehandelt, das ist eigentlich ein offenes Geheimnis, er soll bereits laut einiger Medien unterschieben haben. Doch offiziell wird es wohl erst bestätigt, wenn er mit den Augsburger Panthern, dessen Trainer er zurzeit ist, ausgeschieden ist. Ist ja auch nur eine professionelle und faire Herangehensweise.

Philipp Walter bleibt Geschäftsführer, er ist ein sympathischer Typ, identifiziert sich mit Köln, Eishockey und natürlich dem Club. Er hat zuvor auch schon Weichen für die Zukunft gestellt und eine klare Linie, was auch die Fan- und Stimmungsgewinnung angeht, rein gebracht.

Neun Spieler werden die Haie verlassen. Das sind viele. Einige Stimmen sagen, zu viele, es würde wieder zu Problemen mit der Konstanz führen. Das wird sich in der neuen Saison zeigen. Bestätigt ist der Abgang Kais Hospelts zu den Krefeld Pinguinen, er wäre noch gerne in Köln geblieben, doch war er ein zu hoher Kostenpunkt und konnte dafür nicht genug überzeugen. Weiterhin sicher ist, dass Ryan Jones seine Karriere beendet, er geht zurück in seine Heimat, um dort in Ruhe zu „golfen, zu fischen und Zeit mit der Familie zu verbringen“. Morgan Ellis verlässt Köln wohl in Richtung Russland.#

Wie wird es für den KEC weitergehen?

Der KEC gab nun die neue Personalie auf dem Trainerposten bekannt. Und es ist wirklich keine Überraschung, die hartnäckigen Gerüchte bestätigten sich und aus dem offenen Geheimnis ist nun eine offizielle Bekanntgabe geworden. Es ist Mike Stewart, ehemaliger Trainer der Augsburger Panther. Er erhielt einen Vertrag für zwei Jahre und wird nun eng mit Sportdirektor Mark Mahon zusammenarbeiten und eine neue Mannschaft mit neuen Spielern und dem fortbestehenden Kern formen.

Schließlich wird sich der Verein auf dem Markt umschauen und die Mannschaft punktuell verstärken und versuchen Tiefe im Kader zu erzeugen. Kürzlich wurde die Vertragsverlängerung von Alexander Oblinger verkündet, dessen Personalie war nach den Spielergesprächen noch offen gelassen worden. Er verlängerte um weiteres Jahr bei den Haien.

Wichtig werden neue Defensivspieler sein, gesucht wird hier wohl auch ein Offensivverteidiger, der Morgan Ellis nach dessen Weggang ersetzen soll. Zudem wäre auch ein physisch harter Verteidiger interessant, nachdem Corey Potter auch nicht mehr in der Mannschaft spielen wird. In der Offensive wird sich der Verein sicherlich auch nach einem Knipser umschauen. Jason Akeson überzeugte in der diesjährigen Saison mit Toren, soll aber bestimmt noch weitere Unterstützung bekommen.

Bei diesen Transferwünschen wird das Budget eine entscheidende Rolle spielen. Dieses soll laut Medienberichten gekürzt werden. Nachdem nun die teuren Spieler Schütz, Sulzer, Jones und Hospelt wegfallen, wird der KEC nach Kostengünstigeren suchen. Laut Medienquellen wird das Budget aber noch weiter gekürzt. Hier muss also die Mischung aus erfahrenen Spielern und Rookies gelingen. Wird der KEC damit in der nächsten Saison zum Underdog? Vielleicht auch zum Außenseiter, der unterschätzt wird?

Diese Woche … in der DEL, KW 16

Von Sabrina Tesch

Der letzte Teil des Playoff-Halbfinales 2019 in der DEL

Es ist Endspurt angesagt. Nicht mehr lange und der Deutsche Meister der DEL nach der Saison 2018/2019 steht fest. Das Halbfinale ist geschafft, die letzten Spiele wurden gespielt. 12 Mannschaften haben oder beginnen nun mit den Planungen für die kommende Saison, denn nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison. Im Finale kämpfen nun die letzten beiden Mannschaften um den Titel.

Wie verliefen die letzten Spiele der Halbfinal-Serien?

Die Serie Mannheim gegen Köln war nach gesamt vier Spielen beendet. Und auch nur vier Siege waren nötig in der „Best of Seven“-Serie, um weiterzukommen. Dennoch musste Mannheim auch ein wenig dafür arbeiten und Köln schied nicht verbittert aus. Denn Köln Erwartungen zu Beginn der Saison waren realistisch und niedriger gesteckt als die Jahre zuvor. Ziel war lediglich eine gute und charakterstarke Mannschaft zu formen. Das gelang den Haien und zusätzlich kamen sie nach einer sehenswerten Viertelfinalserie gegen Ingolstadt sogar noch ins Halbfinale. Hier war dann gegen die Adler Schluss.

Wie bereits schon oft erwähnt und gelesen, Mannheim hat diese Saison wohl das bisher stärkste Team geschaffen. Ohne Frage sind die Adler souverän durch das Viertelfinale und Halbfinale geschlendert. Eine geölte Maschine, in der sich jedes Rädchen bewegt. Doch werden sie auch so im Finale wieder so siegreich sein? Das hängt sicherlich vom Gegner und dessen Motivation ab.

In der Serie der Augsburger Panther gegen den amtierenden Meister München sieht es zunächst nicht so eindeutig aus wie sich das München wohl gewünscht hätte. Der amtierende Deutsche Meister unter Headcoach und absolutem Meistertrainer Don Jackson schwächelte. Die Allmacht Münchens der letzten Jahre ist nun auf dem Prüfstein. Augsburg konnte bei sechs gespielten Spielen drei für sich entscheiden. Vergangenen Sonntag gewann Augsburg sogar 2:0, kein Tor für München. Die Panther gestalteten diese Serie außerordentlich spannend. Ein letztes und alles entscheidendes Spiel sieben gab es dann schließlich am Dienstag. So hatte München das Ganze wohl erst einmal nicht geplant. Sieben Spiele waren nötig um ins Finale einzuziehen, München zeigte Schwachstellen. Sind die Münchner nun fit genug, es mit Mannheim aufzunehmen?

Und, wie geht es nun weiter?

Im Finale werden dann zwei letzte Teams gegenüber stehen, die sowohl die Viertelfinal- als auch die Halbfinalserie überstanden haben, ist ja auch logisch. Es bleibt weiterhin beim Best-of-Seven Modus.

Mannheim war schnell sicher weiter, nach vier Spielen hatten sie die Kölner Haie bezwungen. Das geschah schon vor einer Woche, so dass die Adler im besten Fall ausgeruht und motiviert starten. Im schlechtesten Fall aber sind sie aus dem Rhythmus und müssen erst in ihr System finden. Im Halbfinale gegen Köln hatten sie nach einer ähnlich langen Pause, kleine Startschwierigkeiten.

Gegner ist das Red Bull München-Team, das am Dienstagabend den letzten nötigen Sieg nach einer vollausgeschöpften Serie von sieben Spielen errungen hatte. RB München und die Panther aus Augsburg kämpften hart und aggressiv gegeneinander, letztlich waren es aber die Münchner mit der nötigen Kraft zum Siegen.

Im Finale der Saison 2018/2019 steht nun Mannheim gegen München, erster und zweiter Tabellenplatz der Hauptrunde. Wer wird Deutscher Meister 2019? Die große Frage, die die Eishockeywelt Deutschlands nun umtreibt.