Der Tag, 15.05.: Bruins, Ackermann, Draisaitl

Frühmorgens

NHL – Die Bruins können langsam für das Stanley-Cup-Finale planen. Auch bei den Hurricanes gewann das Team aus Boston mit 2:1 und liegt nun im Conference-Finale 3-0 in Führung.

NBA – Die Warriors gewannen Spiel 1 der Conference Finals gegen die Trail Blazers 116:94. Matchwinner war erneut Stephen Curry, der insgesamt 36 Punkte, 6 Rebounds und 7 Assists beisteuerte.

MLB – Max Kepler gehört weiterhin zu den wichtigen Säulen im Spiel der Twins. Beim 4:3 Sieg gegen die Angels, steuerte der Deutsche einen Run bei. Die Twins führen in der AL Central weiterhin vor den Indians mit vier Siegen Vorsprung.

 

Nachmittags

ATP/WTA-Tour – Nichts ging in Rom! Den ganzen Tag über regnete es, so dass kein Spielbetrieb möglich gewesen ist. Das verspricht einen sehr vollgepackten Donnerstag.

Giro – Pascal Ackermann gewann seine zweite Etappe beim Giro 2019. Im Massensprint und bei strömendem Regen setzte sich der Fahrer vom Team Bora-hansgrohe durch. In der Gesamtwertung gab es an der Spitze keine Veränderung. Primoz Roglic trägt weiterhin das Trikot des Gesamtführenden.

Eishockey-WM – Die USA gewannen deutlich mit 6:3 gegen die punktlosen Briten. Auch die Schweiz verlebte einen entspannten Nachmittag gegen Norwegen und gewann 4:0.

Abends

Internationaler Fußball – Lazio Rom gewann die Coppa Italia mit zwei späten Toren gegen Atalanta Bergamo. Akhisar Belediyespor unterlag dem Favoriten Galatasaray mit 1:3. Shakhtar Donezk setzte sich 4:0 gegen den unterklassigen Club Inhulets Petrove durch. Auch Ajax Amsterdam konnte heute endlich feiern und die niederländische Meistertrophäe entgegen nehmen.

Handball-Bundesliga – Die Eulen Ludwigshafen spielten am Abend Remis gegen den TVB Stuttgart und stehen damit kurz vor dem Abstieg in die 2. Liga. Magdeburg siegte 23:22 in Lemgo. Leipzig gewann im Mittelfeld-Duell 26:24 in Minden.

U19-Bundesliga – 2:2 trennten sich der FC Schalke 04 und der Ballspielverein Borussia im Halbfinal-Hinspiel zur deutschen Meisterschaft. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit konnten die Gelsenkirchener den Ausgleich erzielen und damit die Ausgangssituation für das Rückspiel deutlich angenehmer gestalten.

Eishockey-WM – Das deutsche Team scheint nun auch Gefallen am Spektakel gefunden zu haben. Mit zwei Toren in der vorletzten und letzten Minute drehte die DEB-Auswahl die Partie gegen Gastgeber Slowakei und siegte 3:2. Den Siegtreffer markierte Leon Draisaitl, der damit zum Matchwinner avancierte. Mit zwölf Punkten aus vier Spielen steht eine perfekte Ausbeute und Platz 1.

Der Tag, Samstag, 27.04.2019: Schalke, Thiem, FC Barcelona

Frühmorgens

NBA – Die Warriors gewinnen bei den Clippers mit 129:110 und verabreden sich damit endgültig zum Zweitrunden-Treffen mit den Houston Rockets.

NHL – Die Hurricanes gewinnen bei den Islanders mit 1:0, die Sharks legen in der Serie gegen Philipp Grubauer und die Colorado Avalanche mit einem 5:2 los.

MLB – Die Twins schlagen die Orioles mit 6:1, Max Kepler trägt den vierten Homerun der Saison bei.

Nachmittags 

Bundesliga – Wer hätte das gedacht? Schalke macht die Bayern mit einem 4:2-Sieg beim BVB wohl zum Meister. Den Stuttgartern hilft andererseits das 1:0 gegen Mönchengladbach wenig, Leipzig sichert mit dem 2:1 gegen Freiburg endgültig  den Champions-League-Platz.

ATP-Tour – Dominic Thiem putzt in Barcelona Rafael Nadal mit 6:4 und 6:4 und steht damit nach 2017 zum zweiten Mal eben dort im Finale. Gegner am Sonntag wird Daniil Medvedev sein, der gegen Kei Nishikori in drei Sätzen gewinnen konnte.

Premier League – Tottenham verliert zuhause gegen West Ham mit 0:1, das hilft den Champions-League-Aspirationen nicht. Southampton andererseits kassiert beim 3:3 gegen Bournemouth wieder einmal ein spätes Gegentor.Die Elf von Ralph Hasenhüttl dürfte dennoch gerettet sein.

WTA-Tour – Naomi Osaka kann zu ihrem Halbfinale gegen Anett Kontaveit in Stuttgart nicht antreten, im zweiten Semi gewinnt Petra Kvitova gegen Kiki Bertens in drei Sätzen.

Abends

La Liga – Der FC Barcelona macht mit dem 1:0-Sieg gegen Levante den Titel klar. Torschütze ist der Herr mit der Nummer zehn. Aus dem könnte noch mal was werden.

BBL – Ulm verliert zuhause gegen Oldenburg recht deutlich mit 69:82. Und auch die erstaunlichen Männer von RASTA Vechta gewinnen weiter – diesmal mit 92:85 bei Würzburg.

Der Tag, Freitag, 12. April 2019, EHC München, Nürnberg, Union Berlin

Frühmorgens

NBA – Wieder einmal müssen wir mit den Red Sox starten, die diesmal aber gegen die Blue Jays die Nase vorne haben, mit einem Walk-Off-Hit mit 7:6 gewinnen. Die Padres schlagen die Diamondbacks mit demselben Ergebnis, stehen nun bei einer Bilanz von 9:5-Siegen. Manny Machado, einer der teureren Spieler in der MLB, schlägt im Moment .245.

NHL – Die Boston Bruins starten mit einer Niederlage in die Stanley-Cup-Playoffs, und das vor den Augen von Heiko Oldörp. Boston verliert gegen Toronto mit 1:4. Die Titelverteidiger aus Washington beginnen dagegen mit einem Sieg – die Capitals schlagen Carolina mit 4:2.

Abends

Liga Zwei – Union Berlin mag nicht so recht gewinnen, schafft nach früher Führung zuhause gegen Regensburg immerhin noch ein 2:2. Erzgebirge Aue unterliegt Heidenheim mit 0:1.

Bundesliga – Das prototypische 0:0-Spiel endet mit 1:1. Nürnberg geht in der 82. Minute gegen Schalke in Führung, Nastasic gleicht 120 Sekunden später aus. Der Glubb wird absteigen, die Schalker nicht.

DEL – Der EHC München gewinnt gegen Augsburg Spiel fünf mit 1:0. Einziger Torschütze des Tages ist Trevor Parks im zweiten Drittel. München führt damit in der Serie mit 3:2-Siegen.

The Masters – Francesco Molinari, der italienische Fuchs, ist mit -7 und der geteilten Führung im Clubhaus. Tiger ist eine  Schlag hinten dran. Bernhard Langer hat mit -1 den Cut souverän gepackt, Martin Kaymer mit +3 gerade noch so.

 

Diese Woche …. bei Eintracht Frankfurt, KW 14

Von langem Zetern und späten Elfmetern

Nachdem die Frankfurter Eintracht sich am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart vor Borussia Mönchengladbach auf einen Champions League Platz geschoben hat, stand diese Woche nun das nächste Duell gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller an. Die Adler gastierten bei Schalke 04, wo mit Omar Mascarell, Bastian Oczipka und Ersatztorhüter Ralf Fährmann mehr oder weniger alte Bekannte alles dranlegen wollten, um ihre schwierige Tabellensituation zu verbessern. 

Bäumchen wechsle dich

Nicht ganz sorgenfrei ging die Eintracht in diese Partie hinein. Die Hessen mussten erneut auf Mittelfeldmann Mijat Gacinovic verzichten. Zudem hatten sie noch die Ausfälle von Sebastian Rode und Sturmspitze Sébastien Haller zu beklagen, die sich im Laufe des Spiels auch bemerkbar machen sollten. 

Hütter musste demnach im Vergleich zum Spiel in Stuttgart einige Änderungen in der Startaufstellung vornehmen. Der Österreicher verzichtete darauf, Haller eins zu eins durch Paciência zu ersetzen. Dieser nahm vorerst auf der Bank Platz, während Rebic und Jovic die Sturmspitze bildeten. Neu in die Mannschaft rückten dafür Jonathan de Guzman und Jetro Willems, die an der Seite vom erfahrenen Mentalitätsspieler Gelson Fernandes im zentralen Mittelfeld agieren sollten. In der Abwehr durften sich die Frankfurter über Rückkehrer und Kapitän David Abraham freuen, der für Evan N’Dicka in die Startelf rückte. Der junge Franzose sollte zunächst also eine Pause bekommen. 

Geduldspiel mit Happy End

Schon aus dem Hinspiel sollte man wissen, dass gegen die Schalker einiges an Geduld nötig sein wird. Bevor es der Eintracht im vergangenen November im heimischen Stadion gelingen sollte das erste Tor gegen die Königsblauen zu erzielen, musste erst eine ganze zähe Stunde Spielzeit vergehen. 

Auch der Blick auf den neuen alten Trainer der Schalker lässt ein Geduldspiel erwarten, ist Huub Stevens doch bekannt dafür, seine Mannschaften defensiv gut einzustellen. 

Doch die Nerven, die sich so mancher Eintracht-Fan für diese Partie aufgespart hat, sollten stark auf die Probe gestellt werden. Aber von vorne…

Die mutigen Frankfurter überrumpelten Schalke zu Beginn der Partie nahezu. Einseitig war das Spiel ca. die ersten 20 Minuten. Die Gelsenkirchener waren überhaupt nicht im Spiel, verloren leichtfertig den Ball und kamen gegen das Anrennen der Eintracht nicht an. Bereits nach sieben Minuten hatten die Frankfurter zwei Großchancen zu verzeichnen: einmal vereitelte Nübel gegen Jovic, der nach einer flachen Hereingabe von da Costa zum Zug kam und das andere Mal verpasste da Costa knapp den Ball, den Jovic elegant per Hacke auf ihn ablegen wollte. Mit Tempo und Spielfreude überrannte die Mannschaft von Adi Hütter die nahezu hilflosen Schalker und in der 13. Minute passierte das, was sich von Minute eins an angekündigt hatte: Ante Rebic verwandelt zum 1:0. Von der Entstehung bis hin zum Abschluss war dieser Treffer perfekt. Einen langen Ball der Schalker köpft der gewohnt starke Hinteregger auf Kostic, der passgenau auf Rebic durchsteckt und der Kroate spielt den Schalker Torwart Nübel vor dem Treffer eiskalt aus. 

 

Eine besonders gute Partie spielte bis hierhin Publikumsliebling Martin Hinteregger. Schon die erste Großchance entstand nach einem seiner wichtigen Ballgewinne. Sein großes Selbstvertrauen stellt er aber nicht nur in Abwehraktionen unter Beweis. Als er sieht, dass Nübel etwas weit aus seinem Tor herausspaziert ist, feuert Hinteregger, der in seiner Jugend auch im Sturm spielte, prompt einen Ball aus 50 Metern Distanz aufs Schalker Tor und scheitert hierbei nur knapp am Torwart, der den Weg zurück schnell genug fand. 

Zu diesem Zeitpunkt war es aus Sicht der Frankfurter eine nette Partie – frühe Führung, Schalker ohne Torgefahr. Doch unverhofft kommt oft. So auch der Gegentreffer zum 1:1, der sich bis hierhin absolut nicht abgezeichnet hat. Nach einem Foul von Hinteregger macht sich Caligiuri zwischen rechter Strafraumgrenze und Außenlinie zum Freistoß bereit. Die Frankfurter Abwehr steht alles andere als kompakt, sodass mitten im Strafraum ein freier Raum entsteht in dem Embolo ungestört zum Kopfball kommt. Trapp rettet, lässt den Ball jedoch nach vorne abprallen und muss sich dann Serdar geschlagen geben, der den Abpraller in der 21. Minute ungestört ins Tor befördern kann. Jovic stand bei dieser Aktion viel zu weit vom Gegenspieler entfernt. 

Der Gegentreffer ist insofern absolut unnötig, als dass sich Schalke bis hierhin mehr als harmlos präsentierte. Zudem dürfte bekannt sein, dass die Königsblauen gerade bei Standards ihre Chance wittern. Schaut man sich die Expected Goals an, muss man mit Entsetzen feststellen, dass der Wert der zu erwartenden Tore aus dem laufenden Spiel heraus bei den Schalkern bei 0,03 liegt. Schaut man jedoch den Wert bei ruhenden Bällen an liegt dieser bei 0.75. 

Mit dem Ausgleich kehrte der Kampfgeist und auch ein wenig die Ordnung bei den Schalkern zurück, sodass es ab hier ein schweres Spiel für die Adlerträger werden sollte. Von nun an bekamen die Zuschauer genau das Kampfspiel, auf das sie sich eingestellt hatten. Soweit also noch nichts, dass einem gut vorbereiteten Eintracht-Fan an die Substanz gehen müsste, oder? Falsch. Denn die Rechnung haben die meisten ohne Schiedsrichter Sascha Stegemann gemacht, der spätestens nach einer knappen halben Stunde den Zorn der Adlerträger auf sich zog. Rebic, der mit Ball im gegnerischen Strafraum unterwegs ist, wird von Bruma mit Armeinsatz bearbeitet und kommt nach einem zusätzlichen Kontakt am Unterschenkel zu Fall. Stegemanns Pfeife bleibt stumm. Hat er bestimmt nicht gesehen, oder? Doch. Denn der Schiedsrichter wird nach Kontakt mit dem Videoschiri zum Bildschirm gebeten, schaut sich die Situation noch einmal genau an und verweigert den Frankfurtern abermals den klaren Elfer. 

Als wären die Gemüter nicht schon erhitzt genug, muss Hinteregger, der eine gute Partie ablieferte, einige Minuten später verletzt ausgewechselt werden. Der Österreicher bekam das ganze Spiel über schon die Körperlichkeit der Schalker zu spüren, zog sich im Spiel sowohl eine Kehl- und Brustkorbprellung sowie einen Mittelhandbruch zu. Ihn ersetzte in der 37. Minute Evan N’Dicka. 

Es ist und bleibt bis zum Schlusspfiff ein Spiel, das mehr von Härte als von spielerischer Qualität geprägt ist – unter Leitung eines Schiedsrichters ohne klare Linie. Durch einige Unkonzentriertheiten der Frankfurter Eintracht kam Schalke auch aus dem Spiel heraus zu einigen wenigen, aber nicht ungefährlichen Chancen. Beispielsweise entstand aus einer Schalker Unterzahlsituation in der 67. Minute eine Doppelchance, die zu verhindern war, aber erst durch Kapitän Abraham und Führungsspieler Kevin Trapp im Tor geklärt werden konnte. 

In der Nachspielzeit hatte sich der durch multiple Wutausbrüche und exzessives Kopfschütteln merklich gezeichnete Eintracht-Fan schon fast mit einem Remis abgefunden. Immerhin war es die schwächste Rückrundenleistung bisher und zumindest wäre man in diesem Jahr trotzdem weiterhin ungeschlagen. Kann man gegen solch einen unangenehmen Kontrahenten auch mal akzeptieren, oder? Falsch. Denn diese unfassbare Saison der Eintracht ist auch immer wieder von außergewöhnlichen Momenten geprägt – so auch dieser. In der Nachspielzeit sieht zunächst Serdar nach einem Foul an Filip Kostic gelb-rot. Der daraus resultierende Freistoß für Eintracht Frankfurt sollte in der 94. Minute die letzte Aktion des Spiels sein, doch plötzlich gibt es nach der Hereingabe von Willems Proteste im Schalker Strafraum. Die Frankfurter, allen voran Abraham, wollen ein Handspiel von Caligiuri gesehen haben. Stegemann macht sich erneut auf den Weg zum Bildschirm und gibt, zum Erstaunen einiger Frankfurter Fans, die längst mit dem Schiedsrichter gebrochen hatten, Elfmeter für die Eintracht! Ausführen sollte diesen nun Luka Jovic, der seine Aufgabe mehr als erfüllt. Eiskalt und unbeeindruckt vom aufgeregten Treiben um ihn herum, knallt der junge Serbe in der 99. Minute (!!!) den Ball unter die Latte. Die Eintracht knackt damit noch ganz nebenbei einen weiteren Rekord: der späteste Elfmetertreffer in der Bundesliga seit detaillierter Datenauffassung. 

Ende gut, alles gut? 

Der späte Treffer sorgt verständlicherweise für jede Menge Euphorie. Dies soll trotzdem nicht darüber hinwegtäuschen, dass diesmal auch einige Dinge nicht optimal liefen. Das Fehlen von Haller und Rode hat sich im Spiel der Eintracht deutlich bemerkbar gemacht. Dass Haller Bälle hervorragend festzumachen weiß und diese auch klug weiterverteilt fällt umso mehr auf, wenn er nicht auf dem Platz steht. Es fehlte zudem an Stabilität im Mittelfeld. Besonders Willems ist kein adäquater Ersatz für Rode. Seine Spielweise ist zu hektisch, was verbunden mit vielen Fehlpässen und fragwürdigen Spielentscheidungen ist. 

Trotzdem sollte man die Saisonleistung der Eintracht nicht zu kritisch sehen, denn ein abstiegsgefährdeter, defensiv eingestellter Gegner, der auf seine Körperlichkeit setzt, ist selten angenehm zu bespielen. Unter solchen Partien leidet häufig auch die eigene Spielqualität, aber auch diese Aufgaben müssen gemeistert werden und das hat die Eintracht am Ende mit etwas Glück auch geschafft. 

Nach dieser Partie lässt sich feststellen, dass normal in dieser Saison kaum möglich zu sein scheint und auch wenn das ein oder andere Fan-Herz starken Belastungen standhalten muss, trifft man momentan wohl kaum einen Eintracht-Fan ohne breites Grinsen im Gesicht an. 

Zurecht, denn am Donnerstag ruft erneut eine Champions League Mannschaft. Im vollen Estádio da Luz wartet mit der Euro League Partie gegen Benfica Lissabon schon wieder ein ganz anderes Spiel auf die Frankfurter Eintracht.