Der Tag, 04.06.: Machado, Federer, Vondrousova

Frühmorgens

NHL – Heimsieg für die Blues! Ryan O’Reilly steuerte einen Doppelpack zum 4:2 seiner Blues gegen die Bruins bei. In der 51. Minute erzielte O’Reilly das spielentscheidende 3:2 und schwang sich damit zum Matchwinner auf. Die Finalserie kehrt damit nach vier Spielen ausgelichen nach Boston zurück.

MLB – Beim Duell Manny Machado gegen Bryce Harper ging im ersten Spiel Manny Macho als klarer Sieger vom Feld. Seine Padres gewannen 8:2 gegen die Phillies. Machado steuerte nicht nur einen Home Run zum Heimsieg bei, sondern gleich einen Grand Slam!

 

Nachmittags

ATP-Tour – Rafael Nadal hatte auch gegen Kei Nishikori keinerlei Probleme. 6:1, 6:1, 6:3 fertigte der Sandplatzkönig den chancenlosen Japaner ab. Roger Federer hatte gegen Stan Wawrinka deutlich mehr Arbeit zu leisten. 7:6, 4:6, 7:6, 6:4 lautete der Endstand nach vier hart umkämpften Sätzen, in denen der Maestro am Ende etwas frischer und zielstrebiger wirkte. Am Freitag kommt es damit mal wieder zum ewigen Klassiker Rafael Nadal gegen Roger Federer.

WTA-Tour – 6:1, 6:4 siegte Johanna Konta gegen Sloane Stephens. Ein Ergebnis, das wohl auch Stephens selbst so deutlich nicht erwartet hatte. Konta dominierte in erster Linie mit ihrem eigenen Aufschlag, auf den Stephens keine Antwort fand. Marketa Vondrousova erreichte am Abend dann als zweite Spielerin das Halbfinale. 7:6, 7:5 setzte sich die 19-jährige gegen Petra Martic durch, der beim Stand von 3:5 im zweiten Satz nochmal ein Break gelang, nachdem Vondrousova schon erste Matchbälle vergab und ihr Aufschlag wackelte.

Martin Brodeur – Des Teufels Torhüter

Mitarbeiter des Tages, 06. Mai 2019: Martin Brodeur

Von Lars Mahrendorf

Heutzutage schwer vorstellbar, aber es gab tatsächlich eine Zeit, als die NHL drauf und dran war, der NBA in Nordamerika den Rang als modernste Liga abzulaufen. 1994 bezeichnete die New York Times die National Hockey League als “hip” und “sexy”. Sports Illustrated analysierte ausführlich die Wachstumsraten bei Einschaltquoten und Fanartikelverkäufen der beiden Ligen. Der “Boom” nach der ersten Meisterschaft der New York Rangers seit 54 Jahren hielt exakt einen Sommer lang. Dann folgte der erste Lockout in der Ära Gary Bettman. Die verkürzte Saison endete fast mit dem nächsten Ende der Durstrecke einer Original Six-Mannschaft, aber die Detroit Red Wings verloren gegen die New Jersey Devils und ihren jungen Torhüter.

Martin Brodeur hatte sich 1994 als Nummer eins im Tor der Devils etabliert. Erst im Finale der Eastern Conference war nach sieben engen Partien gegen den späteren Meister aus New York Endstation. Ein Jahr später waren die Teufel erstmals reif für den Titel. Vor allem Brodeur war der Grund dafür, dass New Jersey als Sechster der Vorrunde im Osten bis ins Finale vordringen konnte. In der ersten Runde beispielsweise, blieb Martin Broder gegen die Boston Bruins in drei von fünf Spielen ohne Gegentreffer. Über Pittsburgh und Philadelphia führte der Weg ins Finale gegen Detroit.

Die Red Wings warteten ihrerseits seit 40 Jahren auf den Titel in der NHL. Brodeur zeigte erneut gute Leistungen und kassierte nie mehr als zwei Gegentore im Finale. Die Meisterschaft von 1995 sollte der Auftakt zu einer großen Karriere für Martin Brodeur sein.  Bei seinem Rücktritt 22 Jahre später, konnte der Kanadier auf folgende Zahlen und Trophäen zurückblicken:

  • 691 Siege in 1166 Spielen
  • 124 Shutouts in der regulären Saison
  • 48 Siege in der Saison 2006-2007
  • 24 Shutouts in den Playoffs
  • 8 Spielzeiten mit mehr als 40 Siegen
  • 5 Williams M. Jennings Trophy für die wenigsten Gegentore in der Hauptrunde
  • 4 Vezina Trophies als bester Torhüter
  • 3 Stanley Cup-Siege
  • 2 Goldmedaillen
  • … und sogar ein Tor in den Playoffs

Dennoch war Brodeur mit seinen Devils auch einer der Gründe, warum die NHL doch nie an die Popularität der NBA heranreichte. In der “Dead Puck Ära” war es vor allem auch das defensive Eishockey von New Jersey, was die Liga zunehmend unattraktiver für Fans und Zuschauer machte. Erst nach zwei weiteren Lockouts und zahlreiche Regeländerungen wurde die Spielweise, die Brodeur 1995 mit seinen Devils zum Stanley Cup führte, durch schnelleres und attraktiveres Eishockey abgelöst.

Martin Brodeur wird heute 47 Jahre alt.