Diese Woche … auf der PGA-Tour, KW 23

Kaymers Auferstehung?

Von Daniel Hofmann

In Dublin, Ohio, trafen sich die Spieler der PGA-Tour zum MEMORIAL 2019. Die European Tour suchte in der vergangenen Woche einen Sieger beim Belgian Knockout in Antwerpen.

Die harten Fakten

Der üblichen Turnierform abweichend, wird beim Belgian Knockout der Sieger im Matchplaymodus ausgespielt. Sieger war Guido Migliozzi , der sich gegen Darius van Driel im Finale durchsetzen konnte. Der Gewinner der Vorwoche, Bernd Wiesberger, scheiterte im Viertelfinale am späteren Sieger. Ebenfalls Schluss im Viertelfinale war für Marcel Siem.

Auf der PGA-Tour siegte Patrick Cantlay, der am Finaltag Martin Kaymer und und Adam Scott mit einer Runde von acht Schlägen unter par überholen konnte. Scott wurde Zweiter. Martin Kaymer landete auf Platz 3.

Darüber war zur reden

Martin Kaymer hatte bis zu diesem Wochenende eine lange Durststrecke hinter sich, konnte in Dublin endlich wieder ein TOP10-Ergebnis einfahren. Doch am Ende wirkte der dritte Platz fast etwas enttäuschend. Kaymer führte nach Tag 2 und Tag 3, konnte nach tollen Runden mit 67, 68 und 66 Schlägen am Sonntag jedoch nur eine 72 spielen, die ihm letztlich den Sieg kostete. Ein Sieg, der sicherlich unerwartet gekommen wäre, nach den ersten Tag jedoch nicht als unverdient hätte eingeordnet werden können.

Kaymer wird aus diesem Ergebnis hoffentlich Selbstvertrauen ziehen können, das über die letzten Monate so sehr fehlte. Die ehemalige Nummer 1 der Welt spielte nicht mehr nur um Ergebnisse, sondern um die Teilnahmeberechtigung an der PGA-Tour und an den großen Turnieren.

Unsere persönlichen Favoriten

Phil Mickelson verabschiedete sich in Ohio schon nach zwei Tagen aus dem Turnier, ebenfalls am Cut scheiterten Tony Finau und Justin Thomas. Henrik Stenson wurde geteilter 37. Tiger Woods konnte am Schlusstag 16 Plätze im Leaderboard gut machen und wurde geteilter 9.

Das steht an

Eine Woche vor den US Open macht die PGA-Tour einen Abstecher nach Kanada. Im Hamilton Golf & Country Club testen zahlreiche Stars der Szene ihre Form, darunter Sergio Garcia, Rory McIlroy, Brooks Koepka oder Dustin Johnson. Aus deutschsprachiger Sicht versuchen sich Alex Cejka, Stephan Jäger und Sepp Straka bei den Canadian Open.

Die European Tour spielt in dieser Woche im portugisischen Cascais die Sieger des Golf Sixes aus. Die Spieler gehen an diesem Wochenende in 2er-Teams an den Start und vertreten ihre Nation in Matchplays. Für Deutschland gehen mit Laura Fünfstück und Esther Henseleit zwei Damen für die deutschen Farben an den Start. Eine nähere Erläuterung zum Turnier findet sich hier:

Diese Woche … auf der PGA-Tour, KW 20

Die Woche der Premierensieger

Von Daniel Hofmann

 

Der Überblick

Die European Tour kehrte endlich nach Europa zurück und begann die diesjährige Reise über den Kontinent mit dem traditionsreichen British Masters. Die PGA Tour traf sich zum AT&T Byron Nelson in Dallas. Beide Turniere hatten am Ende eine Gemeinsamkeit, denn an beiden Orten feierten Spieler ihren jeweils ersten Sieg auf der Tour.

Die harten Fakten

Marcus Kinhult gewann mit dem British Masters seinen ersten Titel auf der European Tour. Mit zwei Birdies am Ende des vierten Tages, hatte der Schwede einen Schlag Vorsprung auf die drei geteilten Zweitplatzierten Eddie Pepperell, Matt Wallace und Robert Macintyre.

Auch Sunghoon Kang feierte in Texas seinen ersten Titelgewinn, wenn auch auf der PGA Tour. Mit einem Endergebnis von -23 hatte er zwei Schläge Vorsprung auf die geteilten Zweiten Matt Every und Scott Piercy. Brooks Koepka wurde Vierter.

Darüber war zureden

Die PGA Tour hat in dieser Saison häufig Probleme mit dem Wetter. Auch in Texas kam es wieder zu Verzögerungen. Dazu war es, für texanische Verhältnisse, sehr kalt. Das führte dazu, dass einzelne Spieler durch Familienmitglieder wärmere Klamotten gebracht bekamen. Die menschliche Ebene haben wir damit in dieser Woche abgearbeitet. Schauen wir uns lieber noch ein paar Top-Shots an.

Auf der European Tour durfte man sich über einen tollen achten Platz von Martin Kaymer freuen, den er sich u.a. mit Tommy Fleetwood teilen durfte. Im Gegensatz zu den letzten Monaten, konnte Kaymer über das Wochenende noch zulegen und spielte am Sonntag eine 66, wodurch er sich um 29 Plätze verbessern konnte. Vorsicht ist geboten, um Vorhersagen zu treffen, gerade im Golfsport. Doch bleibt zu wünschen, dass Kaymer dieses lang ersehnte positive Erlebnis nutzen kann, um wieder langfristig ansteigende Form zeigen zu können.

Unsere persönlichen Favoriten

Stephan Jäger konnte an diesem Wochenende endlich ein gutes Ergebnis auf der PGA-Tour einfahren. Mit einer konstanten Leistung konnte Jäger an allen vier Tagen unter 70 Schlägen bleiben und am Ende den geteilten 17. Platz belegen. Patrick Reed landete auf dem 63. Platz, den er sich mit weiteren Spielern teilen musste.

Matthias Schwab beendete das British Masters auf T42. Maximilian Kieffer stürzte am Sonntag um 21 Plätze im Leaderboard ab und wurde T68. Bernd Wiesberger teilte sich mit anderen Spielern Platz 70. Marcel Siem, Bernd Ritthammer und Max Schmitt verpassten den Cut.

Das steht an

Am Wochenende steht mit der PGA Championship endlich das zweite Major des Jahres an. Sicherlich sind schon alle Golffans gespannt, ob Tiger Woods wieder um den Titel mitspielen kann und sein “Märchen” noch etwas märchenhafter gestaltet. Bekanntere Namen aufzuzählen, die in Farmingdale, New Yersey, an den Start gehen, wirkt hier etwas überflüssig. Machen wir es kurz: alle! Auch ein Siegertipp erscheint daher schwierig und überlassen wir lieber den wahren Experten. Doch sei der Tipp gewagt: Tiger Woods wird nicht der Sieger sein!

 

Das PGA Championship live bei Sky

Donnerstag, 16.05., 19:00 Uhr – 01:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Freitag, 17.05., 19:00 Uhr – 01:30 Uhr, Sky Sport 2 HD

Samstag, 18.05., 20:00 Uhr – 01:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Sonntag, 19.05, 20:00 Uhr – 01:00 Uhr, Sky Sport 2 HD

Diese Woche … auf der PGA-Tour, KW 16

The Return To Glory

Von Daniel Hofmann

Der Überblick

Das MASTERS in Augusta bietet jedes Jahr besondere Geschichten, die im Golfsport auch Jahre später noch von Fan zu Fan weitererzählt werden. Die Geschichte in diesem Jahr wird wohl eine der ganz besonderen sein, die dieser Sport geschrieben hat: Das Comeback von Tiger Woods.

Die harten Fakten

Mit einem Schlag Vorsprung sicherte sich Tiger Woods das grüne Jackett auf die drei geteilten Zweiten Dustin Johnson, Xander Schauffele und Brooks Koepka (-12). Dahinter landete der amtierende THE OPEN Champion Francesco Molinari mit elf Schlägen under par. Woods gelang damit der erste Major-Titel nach elf Jahren.

Darüber war zu reden

Als Tiger Woods 1997 seinen ersten MASTERS-Titel gewann, war das der Auftakt zu einer Revolution im Golfsport. Woods dominierte über viele Jahre auf einer Weise, wie es bis dahin keinem Spieler gelungen ist. Er war nicht nur ein Star innerhalb der Szene, sondern ein absoluter Weltstar, dessen Name über den Golfsport hinaus bekannt geworden ist. Golf war und ist für die meisten Menschen ein Begriff, den sie nur mit dem Namen Tiger Woods verbinden.
Mit dem Sieg beim diesjährigen MASTERS könnte Woods für eine Renaissance sorgen. Hier geht es jedoch weniger um das Aufleben einer guten, alten Zeit, sondern viel mehr um eine Modernisierung des Sports und seines Images. Denn auch Woods hat sich verändert. Er wirkt aufgeschlossener und entspannter als früher. Das frühere „Uhrwerk auf dem Grün“ hat an Lockerheit und Emotionalität beim Spiel zugelegt. Das zeigte sich schon im letzten Jahr bei seinem Sieg auf dem Tour-Finale der PGA. Doch ganz besonders unterstrich diese These Woods am Sonntag selbst, als er sichtlich gefasst und den Tränen nahe auf das achtzehnte Grün zuging und die Menschen ihm noch vor dem letzten Putt mit Standing-Ovations begrüßten.

Diese neue Offenheit, die Woods beim Spiel präsentiert, kann eine Chance sein, um den für viele oftmals verstaubten und emotionslosen Golfsport attraktiver zu machen. Schon der letzte Ryder Cup hat gezeigt, dass auch Zuschauer hinzugewonnen werden können, die sonst das Tourgeschehen nicht verfolgen, wenn es Spieler gibt, die Emotionalität preisgeben. Bestes Beispiel dafür sind Molinari und Fleetwood, die 2018 in Paris an allen Tagen ihre Begeisterung für das Spiel mit den Fans teilten.

Seit Beginn von Tiger Woods Rückkehr vor etwa einem Jahr ist deutlich, dass Woods auch noch zwanzig Jahre später die Figur ist, die die Massen mobilisiert. Im Gegensatz zu früher, gibt es heute zusätzlich soziale Netzwerke, auf denen auch Woods aktiv ist. Diese Form der Werbung und der Sachverhalt, dass Golfturniere vom Ablauf so gestaltet sind, dass man jederzeit einschalten kann, können in den nächsten Monaten dafür sorgen, dass sich mehr Menschen für Golf begeistern können und zusehen. Sicherlich hängen daran auch weitere mögliche Erfolge von Woods.

Unsere persönlichen Favoriten

Die Legende Bernhard Langer, in Augusta mit lebenslanger Starterlaubnis ausgestattet, brach nach drei guten Tagen am Schlusstag ein und landete mit einem Ergebnis von +8 auf T62. Martin Kaymer (+2) schloss das Turnier auf Platz 51 ab. Rory McIlroy konnte nur am Sonntag eine gute Runde spielen und landete am Ende auf Platz 21. Noch hinter ihm (T36) reihte sich Tommy Fleetwood ein. Auch Phil Mickelson spielte keine Rolle im Kampf um den Turniersieg und beendete das Turnier auf Platz 18.

Das steht an
Woods wird in dieser Woche nicht seinen 82. Tour-Titel gewinnen, da er beim RBC Heritage in Hilton Head Island in South Carolina nicht an den Start gehen wird. Natürlich ist das Feld in der Woche nach dem MASTERS nicht so hochkarätig besetzt. Mit dabei sind dafür Tommy Fleetwood, Dustin Johnson und Francesco Molinari, der nach diesem Wochenende sicherlich zu den Favoriten auf den Turniersieg zählen wird.

Das RBC Heritage live bei Sky
Donnerstag, 18.04.2019, 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 2 HD
Freitag, 19.04.2019, 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 2 HD
Samstag, 20.04.2019, 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 2 HD
Sonntag, 21.04.2019, 21:00 Uhr – 00:00 Uhr, Sky Sport 1 HD

Der Tag, Freitag, 12. April 2019, EHC München, Nürnberg, Union Berlin

Frühmorgens

NBA – Wieder einmal müssen wir mit den Red Sox starten, die diesmal aber gegen die Blue Jays die Nase vorne haben, mit einem Walk-Off-Hit mit 7:6 gewinnen. Die Padres schlagen die Diamondbacks mit demselben Ergebnis, stehen nun bei einer Bilanz von 9:5-Siegen. Manny Machado, einer der teureren Spieler in der MLB, schlägt im Moment .245.

NHL – Die Boston Bruins starten mit einer Niederlage in die Stanley-Cup-Playoffs, und das vor den Augen von Heiko Oldörp. Boston verliert gegen Toronto mit 1:4. Die Titelverteidiger aus Washington beginnen dagegen mit einem Sieg – die Capitals schlagen Carolina mit 4:2.

Abends

Liga Zwei – Union Berlin mag nicht so recht gewinnen, schafft nach früher Führung zuhause gegen Regensburg immerhin noch ein 2:2. Erzgebirge Aue unterliegt Heidenheim mit 0:1.

Bundesliga – Das prototypische 0:0-Spiel endet mit 1:1. Nürnberg geht in der 82. Minute gegen Schalke in Führung, Nastasic gleicht 120 Sekunden später aus. Der Glubb wird absteigen, die Schalker nicht.

DEL – Der EHC München gewinnt gegen Augsburg Spiel fünf mit 1:0. Einziger Torschütze des Tages ist Trevor Parks im zweiten Drittel. München führt damit in der Serie mit 3:2-Siegen.

The Masters – Francesco Molinari, der italienische Fuchs, ist mit -7 und der geteilten Führung im Clubhaus. Tiger ist eine  Schlag hinten dran. Bernhard Langer hat mit -1 den Cut souverän gepackt, Martin Kaymer mit +3 gerade noch so.

 

Diese Woche … auf der PGA Tour, KW 14

2

Von Daniel Hofmann

Der Überblick

Während die European Tour eine kleine Pause einlegt, trafen sich die Spieler der PGA Tour in San Antonio, um eine Woche vor dem Masters in Augusta die Form zu testen oder sogar noch die Qualifikation für das Turnier zu schaffen. Am Ende gab es mit Corey Conners einen Überraschungssieger, dem mit seinem ersten Sieg auf der PGA Tour eine Seltenheit gelang.

Die harten Fakten

Conners feierte seinen Sieg nach einer sehr abwechslungsreichen Finalrunde. Mit zehn Birdies, vier Bogeys (alle hintereinander auf den Bahnen Sechs bis Neun) und nur vier Pars sicherte sich der 27-jährige Kanadier den Titel mit einer sehr bunten Scorecard.

Platz 2 belegte Charley Hoffmann, der am Ende zwei Schläge Rückstand hatte und mit einer -5 am Sonntag eine sehr gute Runde spielte, jedoch dem Birdie-Festival von Conners am Ende unterlag. Dritter wurde Ryan Moore, der sich mit acht Schlägen unter Par am Sonntag nach vorne spielte und zusammen mit Kevin Streelman das beste Tagesergebnis ins Clubhaus brachte.

Der Schlag des Turniers gelang Si Woo Kim mit einem Ass, der aus guter Position am Sonntag im leaderboard noch etwas abrutschte. Mit koreanischem Kommentar auch noch hörenswert:

Darüber war zu reden

Corey Conners gelang mit seinem Sieg eine Besonderheit: Er ist der fünfte Spieler, der sich erst über den Monday Qualifier in das Turnierfeld spielte und dann am Ende der Woche den Turniersieg feiern konnte. Das Qualifikationsturnier am Montag dient Spielern, die nicht über die übliche Entry List eine Starberechtigung erhalten, und so eine weitere Chance auf eine Turnier-Teilnahme bekommen. Durch die hohe Leistungsdichte auf der Tour ist es für diese Spieler besonders schwer Turniersiege einzufahren. Ab und an gelingt es aber doch:

Unsere persönlichen Favoriten

Martin Kaymer belegte in San Antonio einen geteilten 42. Platz. Sicherlich ein Lichtblick, jedoch besteht sein Spiel weiterhin aus keinerlei Highlights. Stephan Jäger verpasste den Cut. Viele Stars der Szene nutzten das Wochenende zur individuellen Vorbereitung auf das Masters in dieser Woche. Die Herren Woods, McIllroy, Fleetwood, Molinari, Mickelson und co. Werden natürlich dann alle am Start sein.

Das steht an

THE MASTERS steht im Golf als ganz eigenständiger Begriff. Es ist das besondere Turnier unter den vier Majors, da es als einziges stets auf demselben Platz ausgetragen wird und dem Gewinner ein grünes Jacket nach seinem Triumph übergestreift wird, bei dem sich bis heute die Geschmäcker uneinig sind. Aber auch weil die Turnierveranstalter, der ansässige Club, eine eher unrühmliche Geschichte aufweist, weswegen das Turnier bis heute stets scharf kritisiert wird. So war es lange in den Statuten verankert, dass nur weiße Männer Mitglied des Clubs sein dürfen. Und auch erst vor einigen Jahren wurde die erste Frau in den Club aufgenommen. Erst an diesem Wochenende fand ein erstes Turnier für Golferinnen statt. Ein Ruf und eine Geschichte, die bei diesem Turnier stets präsent ist.


Zum Sportlichen lässt sich sagen, dass sich alle Golffans auf eine spannende Woche einstellen können. Ist es doch wie immer schwer auszumachen, wer am Ende das berühmte Jacket tragen darf. Sicherlich ist The-Players-Champ Rory McIllroy ein heißer Kandidat. Jedoch sehen auch viele Buchmacher Tiger Woods mit guten Chancen, der sicherlich in akzeptabler Form ist, jedoch auch ein wenig Wunschdenken bei diesem Tipp mitschwingen wird. Am Ende steht sicherlich jemand auf dem Major-Thron, den niemand auf der Rechnung hat. Schon gar nicht der Autor. Daher ENJOY IT!

THE MASTERS live bei SKY:
Donnerstag, 11.04.2019, 21:00 Uhr – 01:30 Uhr, Sky Sport 1 HD
Freitag, 12.04.2019, 21:00 Uhr – 01:30 Uhr, Sky Sport 1 HD
Samstag, 13.04.2019, 21:00 Uhr – 01:00 Uhr, Sky Sport 1 HD
Sonntag, 14.04.2019, 20:00 Uhr – 01:00 Uhr, Sky Sport 1 HD

Diese Woche … auf der PGA Tour, KW 13

Von Daniel Hofmann

Der Überblick

Neben zwei kleineren European und PGA Tour Events lag das Hauptaugenmerk der Woche auf das Dell Technologies Matchplay in Houston, Texas, wo sich die besten Spieler der aktuellen Weltrangliste im Eins gegen Eins trafen und so einen weiteren Sieger der Word Golf Championships Turnierserie ausspielten.

Die harten Fakten

Kevin Kisner setzte sich im Finale gegen Matt Kuchar durch. Der amtierende The-Open-Gewinner Francesco Molinari belegte mit einem Sieg über den Dänen Lucas Bjerregaard am Ende den dritten Platz.

Die Indian Open in Neu-Dehli gewann der Schotte Stephen Gallacher. Der 44-jährige gewann seinen vierten Titel auf der European Tour und konnte mit einem Birdie auf der 18 den Turniersieg mit seinem letzten Putt eintüten.

Zweiter wurde der Japaner Masahiro Kawamura mit einer -8 und damit einem Schlag Vorsprung vor dem Spanier Jorge Campillo (-7). Die Österreicher Matthias Schwab (geteilter 18. Platz/-3) und Bernd Wiesberger (T23/-2) konnten in Indien gute Ergebnisse einfahren. Weniger lohnend war die Reise für Maximilian Kieffer, der den Cut nach der Hälfte des Turniers klar verpasste.

Darüber war zu reden

Das Turnier in Houston gehört zu den ganz besonderen Events auf der Tour, da es das einzig reguläre Turnier im Kalender ist, welches komplett im Matchplay-Format gespielt wird. Gerade Fans, die sonst den Ryder Cup intensiver verfolgen, sollten damit vertraut sein. Allerdings sorgt diese Variante gerade an den ersten Tagen dafür, dass es manchmal auf Grund von insgesamt 32 Matches ein wenig unübersichtlich für den TV-Zuschauer werden kann. Da ist die normale Zählspiel-Variante mit einheitlichem Leaderboard sicherlich von Vorteil.

Die Spieler selbst loben dieses Turnier, da es für sie natürlich auch eine Abwechslung zu den typischen Turnierrunden darstellt und man sich als Sportler ja allgemein gerne in direkten Duellen misst. Das großzügig ausgelobte Preisgeld, welches bei den Turnieren der World Golf Championships ausgeschüttet wird, ist da sicherlich auch ein gutes Argument.

Unsere persönlichen Favoriten

Tiger Woods spielte sich in dieser Woche bis ins Viertelfinale und scheiterte dort an Lucas Bjerregaard denkbar knapp auf dem 18. Grün. Niederlagen im Matchplay gegen europäische Gegner ist Woods seit der letzten Ryder Cup Ausgabe ja bereits gewohnt. Mit diesem Eagle gelang Woods jedoch der Schlag des Wochenendes:

Vorher besiegte Woods im Achtelfinale Rory McIlroy. Brooks Koepka, der zweifache Major-Sieger aus dem Jahr 2018, scheiterte ebenso in der Vorrunde wie Phil Mickelson und der amtierende Masters-Champion Patrick Reed, der zwei Wochen vor dem Turnier als Titelverteidiger noch nicht in Form zu sein scheint. Deutschsprachige Beteilung gab es bei diesem Turnier nicht.

Das steht an

Die European Tour macht im April eine kleine Pause und wird erst am 25. April in Marokko fortgesetzt. Die PGA Tour bleibt in Texas und sucht bei den Valero Texas Open in San Antonio den nächsten Sieger.

Das Turnier ist jedoch nicht mit den Top-Namen besetzt, da die Spieler das Wochenende lieber zur eigenen Vorbereitung auf The Masters nutzen, welches schon in der darauffolgenden Woche in Augusta stattfinden wird und damit das erste Major der Saison stattfinden wird.