Wolfgang de Beer – Die stille Publikumsliebling

von Daniel Hofmann

Publikumslieblinge sind ein wichtiger Bestandteil des Profifußballs. Oftmals stehen diese auch gleichzeitig im Mittelpunkt des Medieninteresses. Bei Wolfgang de Beer war das anders. 31 Jahre war de Beer, den im Umkreis des Dortmunder Westfalenstadions alle nur “Teddy” nennen, für den BVB aktiv. Von 1987 bis 2001 machte sich de Beer als Torhüter der Schwarzgelben einen Namen, gewann 1989 den DFB-Pokal und gehörte zu der Zeit zu den besten Schlussmännern des Landes. Anschließend arbeitete der gebürtige Dinslakener bis 2018 als Torwartrainer beim BVB und begleitete die BVB-Zeit in der Karriere von Roman Weidenfeller.

Auch zu dieser Zeit wurde de Beer weiterhin im Westfalenstadion frenetisch von den Fans auf der Südtribüne begrüßt. Riefen doch alle zusammen vor jedem Aufwärmen seinen Namen, was wie eine Anerkennung für seine Vereinstreue wirkte. Denn de Beer hätte sicherlich eine ganz andere Laufbahn als Aktiver machen können. Bereits Anfang der 90er Jahre blieb de Beer lediglich die Position der Nummer 2 hinter Stefan Klos. Doch de Beer blieb dem BVB bis zu seinem Karriereende treu, feierte zwei Deutsche Meisterschaften, holte den Henkelpott und gewann den Weltpokal von der Bank als Nummer Zwei, bei der alle wussten: auf Teddy ist Verlass.

Seine zurückhaltende Art und seine Geschichte beim BVB machen de Beer zu einem stillen Publikumsliebling, der selber nie so richtig im Blickpunkt der Öffentlichkeit gestanden hat. Seit seinem Ende als Torwarttrainer besucht Wolfgang de Beer viele Fanclubs der Borussia. Vor kurzem sagte er in einem Interview mit dem BVB-Podcast der Ruhr Nachrichten, dass er so den Fans etwas zurückgeben möchte. Einige Aussagen und Anekdoten aus dem Gespräch gibt es hier:

Heute steht der 56. Geburtstag im Terminkalender. Herzlichen Glückwunsch, Wolfgang de Beer!

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